Unsere Zukunft ist Liebe

Unsere Zukunft ist Liebe

Rainer Wülser


EUR 15,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 118
ISBN: 978-3-99107-850-0
Erscheinungsdatum: 06.10.2021
Liebe ist der Ursprung von uns Menschen. Heute leben wir durch unser Ego in der Trennung und der Angst und verursachen dadurch unsere Probleme auf der Erde. Durch die Entwicklung unseres Bewusstseins können wir lernen, wieder in bedingungsloser Liebe zu leben.
1. Einstimmung

Was ist wichtig im Leben? Wie oft haben Sie sich diese Frage schon gestellt? Und zu welchen Antworten sind Sie gekommen? Klar gibt es Grundbedürfnisse, die für alle Menschen wichtig sind. Da gehören eine den persönlichen Ansprüchen entsprechende Wohnung dazu, eine kleinere oder größere Familie mit enger oder lockerer Bindung, Nahrung entsprechend den persönlichen Bedürfnissen und eine gewisse Sicherheit in der Gegenwart wie auch in der Zukunft.

Beim Beruf gehen die Ansichten wohl schon weit auseinander. Für die einen ist er ein notwendiges Übel, um den Lebensunterhalt zu verdienen und für andere ist er eine Berufung oder eine Erfüllung – ein Lebensinhalt. Mit dem Beruf ist meistens auch eine Ausbildung oder Weiterbildung verbunden, die auch wieder ein notwendiges Muss oder eine interessante Erweiterung des eigenen Horizontes sein kann. So kann der Beruf zum Lebenszweck werden.

Mit dem Beruf ist oft eine Karriere verbunden. Anforderungen und Entlohnung steigen mit den Jahren und damit kommen wird zum Lebensstandard. Die meisten Menschen möchten ein gewisses Niveau erreichen und das Leben in Wohlstand und Frieden in einer harmonischen Beziehung genießen können. Die Pflege einiger Hobbies rundet ein glückliches Leben ab.

All dies ist wichtig im Leben eines Menschen. Doch ist dies alles? Es gibt noch Wünsche und Träume materieller, gesellschaftlicher und geistiger Art, die bei vielen Menschen einen gewissen Raum einnehmen. Und dann gibt es noch die emotionale und die Herzensebene, und diese sollen das Hauptthema dieses Buches sein.

Auf der Herzensebene sind alle Menschen miteinander verbunden und ich werde in den folgenden Kapiteln Sie, als Leserin oder Leser, immer wieder direkt ansprechen und zu einer Überlegung oder einer Übung einladen und das geht viel einfacher in der Du-Form. Diese bringt auch eher die gewünschte Nähe. Ich möchte niemandem zu nahetreten oder überfordern, doch ich glaube zum Inhalt dieses Buches passt das Du besser als das Sie.

Ich möchte dir, liebe Leserin, lieber Leser, mit diesem Buch ein etwas anderes Bild von Gott und der Welt vermitteln, als das, das man in den meisten Religions- und Schulbüchern findet. Es ist ein Bild, das über viele Jahre allmählich in mir gewachsen ist und das ich jetzt noch an die Nachwelt weitergeben möchte, bevor ich abtrete. Das Spezielle an diesem Bild, das dieses Buch lesenswert macht, ist die Liebe, die bedingungslose Liebe, die im Zentrum des Geschehens in unserem Leben und der ganzen Schöpfung steht. Es ist mir ein Anliegen diesen verborgenen Sinn, der hinter allem steckt, in die Welt zu tragen, denn unsere Gesellschaft steht an einem Wendepunkt und es ist Zeit, dass wir uns neu orientieren.

Dieses Buch möchte eine Anregung sein, damit du dir neue Gedanken zu deinem Leben und dessen Sinn machst. Ich möchte, dass dieses Buch dir hilft, dich für eine neue, freie und liebevolle Welt zu öffnen. Im ersten Moment wird dir vielleicht einiges als fremd, absurd oder unglaubwürdig erscheinen, denn vieles in unserer Welt ist anders, als wir es in der Schule gelernt oder von älteren Generationen übernommen haben. Verurteile nicht sofort, was deinen Glaubenssätzen widerspricht. Lass diese neuen Erkenntnisse zuerst etwas auf dich wirken, bevor du ein Urteil fällst. Vielleicht braucht es einen innerlichen Verdauungsprozess, damit du die Bedeutung dieser neuen Erkenntnisse verstehen kannst.

Noch etwas ist mir wichtig gleich am Anfang des Buches zu erwähnen: „Es gibt kein richtig oder falsch!“ Wir sind es in unserer Gesellschaft zwar gewohnt, alles zu bewerten und zu beurteilen und das, was nicht in unsere Überzeugung passt, zu verurteilen. Wir werden aber im Laufe dieses Buches erfahren, dass es noch ein ganz anderes Wissen gibt. Wir leben in unserem Alltag zu einem großen Teil in Illusionen und verurteilen vorschnell alles, was nicht in unsere Vorstellung passt. Jeder Mensch muss aber erkennen, was für ihn zurzeit stimmt und akzeptieren, dass es für einen anderen Menschen eine unterschiedliche Wahrheit gibt.

Alles, was uns in unserem Leben geschieht, hat auf einer höheren Ebene seinen Sinn! Niemand macht einen Fehler, den wir verurteilen müssten. Alles was wir erleben, sind Erfahrungen mit vermeintlichen Erfolgen oder Misserfolgen. Diese Misserfolge sind aber keine Verstöße gegen das Lebensethos. Wir brauchen alle diese Erfahrungen, um bei unseren Lebensthemen zu lernen und zu erkennen, wer wir wirklich sind und was uns wichtig ist. Dies ist ein zentrales Thema dieses Buches. Wir werden in mehreren Kapiteln immer wieder darauf stoßen.



2. Wer bin ich?

Die Antwort auf diese Frage ist doch ganz klar. Ich habe einen Namen, einen Vornamen und einen Nachnamen, und ich habe einen Personalausweis, mit dem ich dies ganz eindeutig beweisen kann. Etwas komplizierter ist es, wenn ich sage: „Ich bin müde“, oder, „Ich weiß, dass zwei und zwei vier gibt“, oder, „Ich bin glücklich“. Die erste Aussage betrifft meinen Körper, die zweite meinen Verstand und die dritte meine Gefühle.

Schon René Descartes (1596–1650) hat den berühmten Satz kreiert: „Ich denke, also bin ich.“ Daraus ist zu schließen, dass nur wer denken kann, eine Identität hat. Ich brauche keinen Namen und mein Körper ist unwichtig, nur mein Verstand zählt. Oder vielleicht ist es eher das Bewusstsein. Um diesen Satz zu verstehen, braucht es Selbsterkenntnis und dies hat mit Bewusstsein zu tun.

Jeder Mensch hat verschiedene Seins-Ebenen. Die unterste ist der Körper, der ist bei allen Lebewesen vorhanden. Die nächste ist die Gefühlsebene zu der auch Emotionen wie Angst, Wut, glücklich oder verliebt sein gehören. Diese Ebene ist auch bei allen höheren Tieren vorhanden. Dann folgt die Verstandesebene mit dem rationalen Denken und dem Gedächtnis, in welchem Erfahrungen, die wir im Leben gemacht und gelernt haben, gespeichert werden. Oft sind wir uns zuerst bewusst, was wir erlebt haben, und mit der Zeit versinkt es ins Unterbewusstsein. Auf dieser Ebene treffen wir unsere automatischen Entscheidungen im Alltag.

Auf der Verstandesebene werden auch die angelernten Verhaltensweisen abgespeichert. Dazu gehört auch das Gehen, das wir als Kleinkind mühsam erlenen müssen, aber später aus dem Unterbewusstsein heraus automatisch funktioniert. Hierher gehören auch das Einordnen und Beurteilen von Menschen, die wir zum ersten Mal sehen. Das passiert in wenigen Sekunden je nach unseren im Unterbewusstsein gespeicherten Erfahrungen mit diesem Typus.

In der nächsten Stufe finden wir das Bewusstsein und den Willen. Aus dieser Ebene heraus handeln wir, wenn wir absichtlich vom routinemäßigen Verhalten abweichen. Dies geschieht zum Beispiel, wenn wir uns bewusst anders bewegen als üblich (der Wille beherrscht den Körper) oder wenn wir jemandem gegenüber höflich sind, obwohl er uns im ersten Moment unsympathisch war. Auch unser Verstand kann von unserem Bewusstsein beherrscht werden, zum Beispiel wenn wir uns zwingen etwas zu lesen, das uns eigentlich gar nicht interessiert.

Auf welcher Ebene lebst du am häufigsten? Wenn du Lust hast, kannst du einmal die folgende, meditative Übung machen: Du suchst dir einen ruhigen Platz, wo du für mindestens eine Viertelstunde nicht gestört wirst. Setze dich mit geradem Rücken auf einen Stuhl, schließe die Augen und beobachte deinen Atem, wie er in dich hinein- und wieder hinausströmt. Wenn du ein anderes Meditationsritual hast, um zu dir selber zu kommen, ist dies auch gut.

Wenn du in eine innere Ruhe gekommen bist, so stelle dir im Abstand von einigen Minuten die folgenden Fragen und schaue, welche Antworten du in deinem Inneren erhältst:
Ich habe einen Körper, aber bin ich mein Körper?
Ich habe Gefühle, aber bin ich meine Gefühle?
Ich habe einen Verstand, aber bin ich mein Verstand?
Ich habe ein Bewusstsein, aber bin ich mein Bewusstsein?
Was bin ich dann?
Spüre in dich hinein, ob da etwas entsteht und ob du es irgendwie benennen kannst. Dann konzentrierst du dich allmählich wieder auf deinen Atem; spürst, wie du dein Gewicht auf den Stuhl und auf den Boden abgibst. Du erinnerst dich wieder an dein Umfeld, kommst langsam wieder zurück in die Gegenwart und öffnest deine Augen. Schreibe auf ein Stück Papier, wie es dir in dieser Meditation ergangen ist. Wenn du ungeübt bist im Meditieren, kannst du vielleicht einen anderen Menschen bitten, dich durch diese Meditation zu führen.

Diese Übung kann dich zu noch anderen, höheren Identifikationsebenen führen. Diese können wir zwar mit unserem Verstand nicht beweisen, aber mit unserem Bewusstsein erahnen. Viele nennen diese Ebenen Überbewusstsein oder geistige Welt. Irgendwie kennen die meisten von uns diesen Bereich als Bauchgefühl oder Intuition. Ich kann zum Beispiel die längste Zeit über ein Problem nachstudieren, ohne eine Lösung zu finden und plötzlich habe ich eine Idee, bekomme einen Einfall und weiß, was die Lösung ist. Woher kommt dieser Gedanken? Ist er unverhofft in meinem Gehirn entstanden, obwohl ich mich vorher längere Zeit ohne Ergebnis angestrengt habe oder habe ich ihn irgendwoher erhalten?

Ist es dir auch schon passiert, dass du an einen Menschen dachtest und dir vornahmst, ihn in der nächsten Zeit anzurufen und plötzlich läutete das Telefon und dieser Mensch rief dich an? Ist dies reiner Zufall oder gibt es auf der geistigen Ebene irgendeine uns unbekannte Verbindung? Als technisch orientierter Mann war ich früher solchen Einflüssen gegenüber sehr skeptisch. Doch dadurch, dass ich mich öfters damit befasst habe, bekam ich einen immer besseren Zugang zur geistigen Ebene. Ich erhielt immer mehr Informationen und glaubte an ihre Richtigkeit. Heute ist für mich die Intuition eine selbstverständliche Wissens- und Kraftquelle, ohne die ich auch dieses Buch niemals hätte schreiben können.

Irgendwo gibt es da noch den Ausdruck „Seele“. Ich bin überzeugt, dass wir alle eine Seele haben, dass diese zur geistigen Welt gehört und dass wir dort irgendwie miteinander verbunden sind. Für mich ist die Seele so etwas wie der göttliche Funken in uns und den kann ich mit meinem Intellekt nicht beschreiben oder beweisen.

Vielleicht kannst du dir jetzt in einem ruhigen Augenblick nochmals die Frage stellen: „Wer bin ich?“ Die Antwort steht natürlich nicht in diesem Buch, die musst du dir selber geben. Die Antwort kann sich auch je nach der augenblicklichen Bewusstseinsstufe und deiner persönlichen Entwicklung ändern. Vielleicht hilft es dir, wenn du dich fragst: „Wann spüre ich in meinem Herzen eine Resonanz zu dem, was ich im Alltag erfahre und erkenne?“ Eine weiterführende Frage, die du dir auch stellen kannst, lautet: „Was ist an mir sterblich und was ist unsterblich?“

Ich habe in diesem Kapitel von niederen und höheren Identifikationsebenen gesprochen. Vielleicht tönt dies für dich nach einem Werten. Doch genau darum komme ich auf dies zurück. Für mich ist dies kein Werten oder Urteilen. Ich glaube an die Urknall-Theorie. Am Anfang nach dem Urknall gab es nichts als Energie mit sehr hoher Frequenz. Im Laufe der Zeit wurde bei einem Teil dieser Energie die Schwingungsfrequenz niedriger bis daraus Materie entstand. Auch Materie ist eine Form von schwingender Energie, wie die Quantenphysik klar erkannt hat. Der unterste bekannte Energiezustand ist die feste Materie. Fügt man dieser Energie hinzu, wird sie flüssig oder gasförmig. Würde man noch mehr Energie hinzufügen, würden sich die Atome des Gases in Strahlung verwandeln. Aber die niedrigste Energieform, die Materie, ist die Voraussetzung für unser irdisches Leben, darum möchte ich sie nicht abwerten. Die höchste Energieform kennen wir nicht. Hat diese vielleicht etwas mit Gott zu tun?



3. Wer oder was ist Gott?

Schon sehr früh erkannten die Menschen, dass es unvorhersehbare Vorkommnisse gibt, die sie nicht erklären und schon gar nicht beherrschen konnten. So eine Erscheinung war zum Beispiel der Regen, Manchmal blieb er aus und die Vegetation verdorrte, was zu Hungersnöten führte. Manchmal ging er so heftig nieder, dass alles unter Wasser stand. Auch das Jagdglück war unberechenbar. Es musste also irgendwelche unbekannten Wesen geben, die da ihren Einfluss ausübten und die musste man durch Zeremonien und Opfergaben gnädig stimmen. So entstanden die ersten Religionen.

Spätere Religionen übertrugen alle Einflüsse auf einen einzigen Gott. Aber auch diesem werden noch besondere Eigenschaften und Kräfte zugeschrieben. Für die Israeliten war, gemäß dem Alten Testament der Bibel, Gott eifersüchtig, zornig, rachsüchtig und manchmal auch grausam. Da die Israeliten oft bekämpft wurden und auf der Flucht waren, brauchten sie vielleicht einen Gott mit diesen menschlichen Eigenschaften, der sie gegenüber anderen Völkern rächte. Im Neuen Testament ändert sich das Gottesbild: Nächstenliebe und Barmherzigkeit stehen im Zentrum. Je nach Religion und Zeitepoche hat Gott unterschiedliche Eigenschaften. Wodurch klar zum Ausdruck kommt, dass dies nur Zuschreibungen durch die Menschen sind und mit Gott eigentlich nichts zu tun haben.

Da wir Menschen alle auf der gleichen Erde leben, also in der gleichen Schöpfung, muss der Gott der verschiedenen Religionen der gleiche Schöpfer sein. Jede Religion oder Glaubensrichtung macht sich ihr eigenes Bild von Gott. Da aber Gott im Himmel ist, also auf einer höheren Ebene als wir, können wir von hier aus höchstens gewisse Teile, Fähigkeiten oder Aspekte erkennen. Es ist – um ein praktisches Bild aus unserem Alltag zu verwenden – ähnlich, wie wenn ein kleines Kind, das noch nicht auf die Tischplatte sieht, nicht alle Gegenstände erkennen kann, die dort stehen.

Wenn wir uns unvoreingenommen der Frage widmen wollen, wer oder was Gott ist, so beginnen wir vielleicht am bestem beim Standpunkt des Nihilisten. Der sagt, dass es einen Gott gar nicht gibt. Auch der Gnostiker bewegt sich in der gleichen Umgebung, wenn er sagt, es mag vielleicht einen Gott geben, aber wir können ihn nicht erkennen und beschreiben.

Von diesen Standpunkten aus gesehen, sind wir alles einzelne, unabhängige Individuen, die keinen höheren Zusammenhalt haben. Aber wir können die Menschheit in Gruppen zusammenfassen, zum Beispiel nach Geschlecht, Nationalität, Hautfarbe oder vielen anderen Unterscheidungsmöglichkeiten. Dadurch können wir eine Art oder Familie bilden, zu der alle Menschen gehören, als Unterscheidung zu den Tieren. Aber auch Menschen und gewisse Tiere können wir zusammenfassen in die Gruppe der Säugetiere und der Wirbeltiere als Unterscheidung zu den wirbellosen Tieren, zum Beispiel den Insekten. Aber auch diese zwei Gruppen können wir zusammenfassen zu den Tieren allgemein, im Unterschied zu den Pflanzen. Auch diese beiden Gruppen lassen sich wieder zusammenfassen in die Gruppe der Lebewesen, im Unterschied zur toten Materie.

Die Möglichkeit einer Gruppenbildung durch das Zusammenfassen einzelner Untergruppen geht aber weiter. Nach den neusten Erkenntnissen der Quantenphysik besteht alle Materie aus Energie und diese Energie kann wieder mit anderen Arten von Energie zu einem Oberbegriff zusammengefasst werden. Dieser kann wiederum mit unendlich viel anderem für uns nicht Erkennbarem – vielleicht Weisheit oder Naturgesetze und so weiter – zusammengefasst werden, bis alles in einem obersten Begriff enthalten ist. Dies wollen wir All-Eins-Sein nennen.

Es ist nun gefährlich, diesem All-Eins-Sein einen Namen zu geben, zum Beispiel Gott oder Allah, denn je nach Religion hat deren Gott unterschiedliche Eigenschaften. Man könnte daher all diese Gottesbilder wieder zu einer Gruppe der Gottesbilder zusammenfassen und mit den vorher erwähnten Gruppierungen im obersten All-Eins-Sein zusammenfassen. Für dieses All-Eins-Sein können wir keine Eigenschaften definieren, denn in ihm sind alle vereint. Wir können ihm auch keinen Namen geben, denn Namen trennen. Peter ist nicht gleich Hans, die beiden sind nicht eins. Die Mystiker behelfen sich in der Weise, dass sie diesen Begriff umschreiben wie es Meister Eckhart (1260–1328) getan hat: „Wo-Gott-keinen-Namen-hat“.

Die höchste Form Gottes können wir nicht erkennen und schon gar nicht mit unserem Verstand definieren. Gott ist unergründlich, nondual, ein Einssein, eine Quelle, aus der alles entspringt. Auch das Wort Gott gefällt mir nicht, denn es impliziert, dass Gott männlich ist. Göttin oder Gottheit bezeichnet eindeutig ein weibliches Wesen. Daher gefällt mir der Ausdruck „Göttlichkeit“ am besten. Er ist zwar grammatikalisch weiblich, wird aber nie für ein Wesen, sondern für eine Kraft oder Energie gebraucht. Wegen der einfacheren Verständlichkeit werde ich aber im Folgenden doch den Ausdruck „Gott“ anstelle von „Göttlichkeit“ verwenden.

Wir können die höchste Form Gottes nicht erkennen. Sie entsteht, wenn man viele Gruppen von Wesen und Energien zu einem obersten Begriff des All-Eins-Sein verbindet. Daraus folgt die Erkenntnis, dass wenn wir Sachen miteinander verbinden, wir näher zu Gott kommen und wenn wir unterscheiden und trennen, uns vom Begriff Gott entfernen. Wir werden uns später noch eingehend damit befassen, ich möchte aber schon hier die Frage stellen: „Was verbindet uns und was trennt uns?“ Oder vielleicht verständlicher ausgerückt: „Welche Energien und Gefühle verbinden uns und welche trennen uns?“

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