Alltag & Lebensführung

Überlebensgeister

Greg Geiger

Überlebensgeister

Das mit Abstand schlechteste Burnout Buch

Leseprobe:

Diese Story, die „Überlebensgeister“, habe nicht ich, sondern mein altes abgedrehtes Leben hat sie geschrieben!

ACHTUNG:
Das Buch kann vermehrt die Tränensäcke zum Überlaufen bringen, die Lachmuskeln in die Breite ziehen und zu ungewollten Verbesserungen der Lebenssituation führen. Am Ende angekommen, wird jedoch ein neuer Anfang stehen, wenn man sich den Inhalt richtig zu Gemüte führt!

Der Himmel hat sich nach einer langen, sehr langen vernebelten Gewitterfront und einem darauf folgenden heftigen Tornado wieder geöffnet und all diese wunderbaren Geschenke, Erkenntnisse, Veränderungen und Betrachtungsweisen auf mich herabgeworfen.
Die Liebe, die Freude, das Lachen, der Mut, der Glaube und das Urvertrauen sind wichtige Eigenschaften, wenn nicht sogar die wichtigsten.
Es sind wahre Machtzentralen, vor denen sich die Größen des Universums stets beugen müssen!
Es sind Triebfedern, Keime, Dünger, Wurzeln, aus denen immer wieder neues Leben, Glückseligkeit, Freiheit, Unabhängigkeit, körperliche sowie geistige Gesundheit und vor allem Zufriedenheit entstehen wird.

Wer ausgebrannt ist, muss auch mal ganz oben entflammt gewesen sein, und wer ganz unten angekommen ist, für den, ja, für den kann es mit einer einleuchtenden Geisteshaltung nur mehr nach oben gehen …
„Dein Wille und deine innere Einstellung werden immer wieder entscheiden, in welche Richtung deine Reise geht!“
GREG G.

***

PROLOG

Dieses Wort steht meist am Anfang vieler totgeschriebener Geschichten, es steht für Vorwort und kommt von den Griechen. Ich komme aber aus Österreich, und ein paar meiner Herkunftsquellen stammen aus Norditalien.
Ich war stets ein rastloser, aufstrebender, von Erfolg und Glück gekrönter Mensch, bis mir dann mein Schicksal einen gewaltigen Tritt in den Allerwertesten gab. Heute bin ich zwar weiterhin ein Querdenker, aber zusätzlich ein Typ, der viele Dinge „anders“ sieht. Ich bin von den Totgesagten wieder zum Freigeist auferstanden, ließ mir abermals Flügel wachsen, erschuf mir erneut mein eigenes Universum, indem ich alteingesessene Vorgehensweisen, teils verkrustete Systeme und Strukturen hinterfragte. Mein Galgenhumor und ich machten sich nach langer Abwesenheit auf die Suche nach Gesundheit, frischer Lebenskraft, neuen Erkenntnissen, wahren Werten und verbesserten Betrachtungsweisen.
Ich begab mich dazu in ein abgelegenes Lebensresort, in eine Heilanstalt, machte mich dort in der Natur auf die Socken, graste meine vernachlässigten Sinne ab, spürte sie erneut auf und entschlüsselte so wieder, nach und nach, meine Innenwelt!
Gerade in Zeiten wie diesen, wo mit WORK-LIFE-BALANCE in Zusammenhang stehende Krankheiten, seelische und psychische Belastungen ständig zunehmen, Menschen dadurch immer öfter aus dem GLeiChGEwiChT geraten, werden ein generelles, ein vor allem menschliches Umdenken und ein stabiler Wandel zum Ursprung auf Dauer unumgänglich.

Ende oder Wende?
Ich entschied mich für die Wende, und darum nehme ich mir auch die Freiheit, die Einleitung anders als „Prolog“ zu nennen.
Ich nenne sie …


Einsicht

Über mich und meinen bisherigen Weg.

An dieser Stelle werde ich nicht, wie manch anderer Schriftführer, ein riesengroßes Fass aufmachen.
Ich werde bewusst nicht vorpredigen, wo ich schon überall gearbeitet, was ich geschaffen oder gar erreicht habe. Deshalb nicht, weil ich erfahren durfte, dass das alles nicht wirklich wichtig ist und zählt, wenn die Jahre so schnell verduften wie ein brennendes Räucherstäbchen und noch dazu die Vitalität, die Power und die Lebensenergie dabei verloren gehen.
„Nicht alles, was zählt, ist zählbar und nicht alles, was zählbar ist, zählt!“
(Albert Einstein)
Viel wichtiger soll der Mensch an sich wieder werden, sein und bleiben! Ein jeder sollte den Harmoniegesetzen ausgewogen, gelassen und vor allem zufrieden gegenüberstehen.
Wer aber tut das noch?!?
Tut das überhaupt noch wer?!?
Wenn sich das wahre Leben mit dir treffen will, gehst du dann auch hin?!?
Ich spielte im täglichen Theater des Lebens auch schon länger nicht mehr die Hauptrolle, meinen persönlichen Akt. Die beinharte Gastronomie-, Vertriebs- und Dienstleistungsbranche, in der ich tätig war, wurde für mich immer mehr zum Schuss in den Ofen, bis dieser dann komplett erlosch und samt mir ausbrannte. Ich hatte es meiner damaligen Frau, all meinen Liebsten, meinen echten Freunden, meiner Therapeutin und meinem unbändigen Lebenswillen zu verdanken, dass ich zumindest noch die zweite Geige im Trauerorchester spielen durfte, mein Vorhang noch nicht frühzeitig fiel und meine Vorstellung, abseits des Scheinwerferlichtes, mehr schlecht als recht weiterging. Auch andere Darsteller, andere Menschen, geraten immer mehr in die Statistenrolle, in den Hintergrund der eigenen Bühnenshow, in den Schatten der Bäume, der eigenen Bedürfnisse und des Geschehens, nur merken sie es immer weniger oder wollen dies nicht wahrhaben. Die meisten haben die Regie doch schon längst abgegeben und warten, so wie ich damals, auf einen Filmriss.
„Wenn man nicht das Innenleben führt, das man gerne hätte, hat das auch viel mit einem selbst und nur selten etwas mit anderen zu tun!“
Ich habe zwei Mütter und zwei Väter!
Das ist deshalb so, weil meine Eltern sich am Ende eines schönen Tages glücklich getrennt haben und nun noch glücklicher mit neuen Partnern aufwachen und harmonieren.
Somit kam ich in den Genuss von Bonus-Eltern!
Meine Eltern und meine noch größeren Eltern, also meine Großeltern, haben ihre Sache gut gemacht, sie gaben mir viel Gutes und Lehrreiches mit auf diese Lebensreise. Sie vermittelten mir von Anfang an viel Liebe und dass es hier auf dem Planet Erde das Wichtigste ist, Glück und Freude zu empfinden, Mensch zu bleiben und vor allem für jeden Augenblick, für jeden Tag dankbar zu sein. So machte ich mich völlig unbekümmert, frei Schnauze, zu 98?% einzig, zu 2?% artig, voller versteckter Gaben und Talente auf meinen eigenen Weg.
Die unvermeidliche, allgemeine Dressur zum nützlichen und funktionierenden Mitglied der Gesellschaft, zum gesteuerten Konsumtrottel durch die immer größer werdende Reizüberflutung und zum leistungsorientierten Sklaven kam auf mich zu. Erfolg, Glück und Wertigkeiten wurden nur auf dem ungeduldigen, billigen Papier, an Zeugnissen, sportlichen, schulischen oder sonstigen erbrachten Verdiensten und bestandenen Prüfungen beurteilt, später an der Ausbildung, am Job, an der schleimigen Karriereleiter, am oberflächlichen herablassenden Ansehen und an materiellen Dingen, an Hab und Gut, gemessen und verglichen.
„Vergleichen und sich mit anderen messen sind unwillkürlich die ersten Schritte weg von der eigenen Persönlichkeit und hin zur Anpassung!“
Immer mehr Menschen lassen sich von ihrem Umfeld so prägen, beeinflussen, ködern und manipulieren, dass sie erst dann als erfolgreich und glücklich gelten, wenn sie auch von „außen“, von „den anderen“ so angesehen werden, oder nur dann etwas wert sind, wenn sie dies, das oder jenes besitzen.

Ich habe mich lange Strecken über Wasser halten können und mich diesem Schleudergang, dieser Gehirnwäsche meist erfolgreich entzogen. Meine Gedanken blieben weiter frei und schmutzig, ich war lebensfroh und verbrachte meine wertvolle Zeit meist so, wie ich es wollte, und nicht wie andere es gerne gehabt hätten. Ich verließ regelmäßig die ausgetretenen Bahnen und bewegte mich oft in Richtungen, wo mir Menschen kreischend entgegenkamen. Manchmal schwebte ich sogar alleine auf Wolke acht, weil komischerweise nur die siebte ein jeder belagern wollte. Die meisten stürzten dabei aber ab.
Als dann die Jahre ins Land zogen und ich älter wurde, begann sich die Welt, samt Besatzung, immer schneller, ungemütlicher, unrunder zu drehen und ich begann mich mit zu verändern. Im Beruf machten die Auftraggeber und Kunden zunehmend schon mehr Freude beim Gehen als beim Kommen. Die Chefs wurden immer profitgeiler und engstirniger, die Kollegen um den Hals vermehrt brauner und dazwischen wurde die Luft für mich ständig dünner. Unbewusst wurde ich im Laufe der Jahre mit hineingezogen, mein innerliches Wesen und Verhalten formte sich drastisch um. Mein berufliches Umfeld und meine Aufgaben machten mich kontinuierlich unzufriedener, und plötzlich war aus mir ein Suchender geworden. Ich wollte ständig neue Herausforderungen, ließ mich dabei von den immer stressiger werdenden, teils unmenschlichen, falschen, nur auf Leistung ausgerichteten Vorgängen und von den Bakterien des ständig um mich kehrenden Mobbingbesens anstecken.
Mein Sinn für Ehrgeiz, Produktivität, Gerechtigkeit und Menschlichkeit wurde immer öfter ausgenutzt und ich hatte daher umso mehr den unbändigen Drang, „mehr“ als der jämmerliche Rest erreichen zu wollen. Dabei wollte ich einfach früher in der Sonne liegen, früher aus dieser Dreckschleuder, die immer mehr zu stinken begann und in der man immer mehr Gegenwinde voller Ungerechtigkeiten ertragen musste, aussteigen. Daher nahm ich den ständigen Wettbewerbskampf nicht nur an, sondern wollte ganz vorne mit dabei sein. Ich wollte es wissen! Die selbst gesteckten finanziellen Vorlagen erreichte ich nicht nur meist, sondern ununterbrochen. Da ich das Spar- und Anlagesystem in Staatsprodukten schon seit längerer Zeit hinterfragt, durchschaut und verlassen habe, deponierte ich anderweitig sehr gut und kam meinem Ziel, der Ungebundenheit, Monat für Monat immer näher. Aber doch lag es noch weit entfernt. Zu weit!
Der Preis der Freiheit wurde dafür zu hoch, und in Wahrheit reizte und erfüllte mich der Weg, dieser Weg, dorthin immer weniger.
„Wenn Bilanzen und Gelingen zur Routine werden, ist dann das Beste schon vorbei?!?“
Ich sah darin einfach keinen Sinn, keine Aufgabe, keinen Reiz und keine Freude mehr, weil es mir dabei nicht um das bescheuerte Geld, sondern vielmehr um das Erlangen der inneren und äußeren Unabhängigkeit ging. Diese hatte ich aber auf dem stressigen Schaffenspfad dorthin kaum bis nie.
Ich vernachlässigte meine privaten Interessen immer mehr, widmete mich vermehrt den unwichtigen Dingen und den toten Materien. Ich vergaß zunehmend mein eigenes Leben zu leben, ich verlor die wirklich wichtigen Prinzipien wie Gesundheit, Liebe, Freunde, Familie, Glück und den wahren Zweck der Existenz, vor allem aber verlor ich meine innere Stimme aus den Ohren und meine Seele aus den Augen.
„Nicht alles, was auf den ersten Blick nach Erfolg aussieht, ist auf den zweiten Blick tatsächlich ein Erfolg!“
Ich stellte mir in dieser Phase meines Daseins zunehmend Fragen wie:
„Was muss mein nächster finanzieller Schritt sein, um auf Kurs zu bleiben?!?“
„Was muss ich mir noch beweisen?!?“
„Wie stark muss ich bleiben, um den ansteigenden beruflichen Dauerstress zu bewältigen und die ständigen Menschenmassen in der Dienstleistung zu ertragen?!?“

Der BURNIE, der getriebene, emotional, geistig und körperlich erschöpfte, ausgebrannte Mensch in mir wurde geboren!

Es war eine langwierige, über Jahre andauernde, qualvolle Geburt, nach mehr Schein als Schwangerschaft. Zunehmend erweckte dieser unerträgliche Symptome zum Leben, bis er zur Gänze die Kontrolle übernahm und ich nur mehr als Marionette in meiner eigenen Rocky Horror Picture Show fungierte.
Erst als ich absolut nicht mehr arbeitsfähig und immer mehr Gefangener meiner Selbst war, zeigte ich Einsicht!
Ich zog mich aufgrund meiner Diagnose vom Arbeitsleben, von der Außenwelt und vom stressigen Geschehen komplett zurück! Die Sterne standen um mein Wohlbefinden aber leider nicht lange gut, sie verglühten und meine Wünsche blieben unerfüllt. Trotz vieler Therapeutentermine und guter Vorsätze erlitt ich, hauptsächlich in Verbindung mit der Öffentlichkeit, weitere starke Rückfälle, die wie Blitze und Meteoriten bei mir einschlugen. Sie machten mich platter und orientierungsloser denn je. Mein Kopf fuhr ständig mit mir Karussell.
Bis ich in eine Heilanstalt fuhr!
Ich begann mich intensiver mit mir und meiner Innenwelt zu beschäftigen, vertraute weiter und tastete mich so wieder langsam an meine innere Stimme, an meine Seele heran. Aber es schien alles keine Wirkung mehr zu zeigen. Es ging, unverständlicherweise, weiter mit mir bergab.
Tief begab.
Tiefer.
Tiefer.
NOCH TIEFER
Stopp!

Am Tiefpunkt angelangt, zog mein Leben an mir vorbei und ich kam auf einer Krankenbahre wieder zu mir.
Auf dieser geschah dann aber etwas. Etwas für mich Übersinnliches! Nicht neben mir, nicht vor mir, auch nicht hinter mir. Nein!
Es ereignete sich etwas IN mir …

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 236
ISBN: 978-3-99048-814-0
Erscheinungsdatum: 29.03.2017
EUR 16,90
EUR 10,99

Krampus & Nikolo