Tagebuch eines Schulleiters
Warum Schule ein Pleiteunternehmen ist und es auch immer bleiben wird
EUR 24,90
Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 94
ISBN: 978-3-99130-900-0
Erscheinungsdatum: 08.10.2025
Jeder kann sich noch an seine eigene Schulzeit erinnern, an die Höhen und Tiefen. Doch wie verläuft der Schulalltag aus der Sicht eines Schulleiters? Was passiert alles innerhalb eines Schuljahres vom Ende bis zum Beginn der Sommerferien?
06.08.
Erster Schultag
Es ist 07:30 Uhr. Ich schließe die Schule auf, denn die Sommerferien sind vorüber, heute beginnt ein neues Schuljahr. Es bleibt leider nicht viel Zeit, die verschiedenen Ferienerlebnisse im Kollegium zu diskutieren. Es gilt, 40 neue Schüler aufzunehmen und zu integrieren. Da uns nur 20 Jugendliche verlassen haben, hat sich unser Schülerbestand um ca. 15 % erhöht. Eigentlich müsste sich auch die Zahl der Lehrer um 15 % erhöhen, aber wir haben leider eine entgegengesetzte Tendenz. Wie jedes Schuljahr hat sich die Anzahl der Kollegen durch Versetzungen, Ruheständer, Elternzeit und Sabbaticals minimiert. Da unser stellvertretender Schulleiter nicht zu seinem Dienst erschienen ist, ist zu vermuten, dass er seine Schulleiterstelle in einer anderen Ortschaft angetreten hat. Natürlich liegen darüber keinerlei Informationen in der Schule vor. Vielleicht ruft der Kollege ja mal an … Die Schulaufsicht zu fragen ist zwecklos, denn die Schulräte haben ja keine Sommerferien und nehmen ihren Urlaub in der Regel zu Beginn des neuen Schuljahres. So starten wir in das neue Schuljahr mit 13 Fehlstellen. Wir sind eine Ganztagsschule, aber unter diesen Bedingungen können wir nicht einmal den Halbtagsunterricht garantieren. Ich weiß, dass wir damit keine Ausnahme sind. Viele Ganztagsschulen können aufgrund des Lehrermangels ihre Nachmittagsangebote nicht durchführen. Richtig schwierig für uns wird es aber dann, wenn Kollegen krank sind, an Fortbildungen teilnehmen oder sonstigen dienstlichen Verpflichtungen nachgehen müssen. Aber wie sagte ein großer deutscher „Philosoph“: „Schauen wir mal.“
13.08.
Verspätungen
Die erste Woche des neuen Schuljahres ist vorbei. Schon beschleicht einen das Gefühl, wieder urlaubsreif zu sein. Unsere neu zu uns versetzte Kollegin Frau Prinz hat es tatsächlich geschafft, an vier von fünf Schultagen zu spät zu kommen. Ich spreche sie zwar darauf an, aber bei der Kollegin scheint keinerlei Unrechtsbewusstsein vorzuliegen. „Ich bin doch nur einmal zu spät gekommen und das auch nur fünf Minuten“, entgegnet sie locker. Ja, sie hat recht, es sind immer nur fünf bis zehn Minuten, aber dies fast täglich. Auch im weiteren Gespräch besteht sie vehement darauf, nur einmal zu spät gekommen zu sein. Möglicherweise leben wir beide in verschiedenen Welten. Mir bleibt nichts anderes übrig – und ich mache es bestimmt nicht gerne –, aber ich muss mir ihre Verspätungen aufschreiben. Die drei jungen Kollegen hingegen, die wir schulscharf einstellen konnten, machen einen engagierten und zuverlässigen Eindruck. Im Gegensatz zum Listenverfahren, bei dem die einzelnen Lehrkräfte den Schulen zugeteilt werden, können beim „Schulscharfen Verfahren“, sich die Schulen die Bewerber selbst aussuchen, so es Bewerber gibt. Meine bisherigen Erfahrungen mit neuen Kollegen scheinen sich wieder einmal zu bestätigen. Über Neueinstellungen bekommt die Schule junge, engagierte und dynamische Kollegen. Über Abordnungen oder Versetzungen kommen in der Regel nur jene, die in den alten Systemen nicht mehr zurechtkommen. Aber wenn ein Lehrer sich in der Schule nicht wohlfühlt, dann liegt es eben nicht immer nur an den anderen. Manchmal muss man auch selbst reflektieren, wo das eigentliche Problem liegt.
16.08.
Lehrerkonferenz
Heute haben wir unsere erste Lehrerkonferenz in diesem Schuljahr. Eigentlich ist die Lehrerkonferenz in erster Linie ein Beratungsgremium, denn die wesentlichen Entscheidungen sollen gewissermaßen in der Schulkonferenz stattfinden. Aber jeder Schulleiter weiß natürlich, dass diese Vorgaben völlig weltfremd sind. Theoretisch könnte die Schulkonferenz gegen Beschlüsse bzw. Vorgaben der Lehrerkonferenz votieren, aber welche Stimmung gäbe es dann im Kollegium, besonders dann, wenn die Schulleiterstimme entscheidet. Nein, der Schulleiter leitet die Schule – aber nur im Einvernehmen mit der Lehrerkonferenz. Sonst besteht die Gefahr, dass einzelne Kollegen dem Schulleiter mal zeigen, was eine Harke ist.
Die erste Lehrerkonferenz im Schuljahr dient primär den Mitbestimmungsorganen. Es gilt, die Mitglieder der Schulkonferenz, der Teilkonferenz (zuständig für schulische Ordnungsmaßnahmen), und des schulscharfen Einstellungsgremiums zu wählen.
Nicht besonders beliebt sind die Positionen in der Schulkonferenz, eigentlich das wichtigste Mitbestimmungsorgan in der Schule. Weil sie aber paritätisch besetzt ist – Eltern, Schüler und Lehrer –, kann sie wegen der Elternbeteiligung immer erst am Abend stattfinden. Wird ein Lehrer gewählt, so muss er diese Position auch annehmen und kann kein Veto einsetzen.
Ferner sind Positionen wie Ausbildungskoordinator, Sicherheits- und Verkehrsbeauftragte etc. zu bestimmen. Außerdem wird der Termin- und Arbeitsplan für das Schuljahr besprochen. Richtig aktiv wird das Kollegium, wenn es um die Verteilung von Entlastungsstunden geht. Jede Schule hat ein gewisses Kontingent an Stunden für Aufgaben, die nicht zum Unterricht zählen, was dazu führt, dass Lehrer weniger Unterrichtsstunden leisten müssen. Natürlich sind diese bei den Kollegen besonders begehrt. Hier kann es schon mal zu einzelnen Scharmützeln kommen. Aber auf jeden Fall ist bei diesem Tagesordnungspunkt jeder Kollege hellwach. Nach zwei Stunden ist auch diese Sitzung vorbei und wir fühlen uns endgültig auf das neue Schuljahr vorbereitet.
25.08.
Schüler rastet aus
Ich werde in die Grundschule gerufen. Schon von Weitem ist ein fürchterliches Schreien zu hören. Auf dem Flur vor den Klassenräumen liegt Markus, unser hochbegabter Schüler. Eine Lehrerin liegt über seinen Beinen und hält diese fest, eine zweite Lehrerin über seinem Oberkörper und versucht, die Hände zu fixieren. Schließlich, am Kopf des Schülers, kniet die dritte Lehrkraft und versucht, Markus’ Spuckversuche zu unterbinden oder zumindest den Kopf so zu halten, dass die beiden Kolleginnen nicht getroffen werden. Die anderen beiden Lehrerinnen sind mit dem Rest unserer Grundschüler auf den Schulhof gegangen. An Unterricht ist zurzeit nicht zu denken. Markus, dessen IQ jenseits von 130 Punkten gemessen wurde und der damit zu den sogenannten Hochbegabten gehört, hat im letzten Schuljahr die Lernziele der Klasse 4 nicht geschafft, sodass er sie in diesem Jahr wiederholen muss. Aber wer mal „Rain Man“ gesehen hat, der kann vielleicht verstehen, dass Hochbegabung allein nicht ausreicht, um die Schule erfolgreich zu absolvieren. Kinder müssen sich auch in ein soziales und kommunikatives Umfeld integrieren können. Markus hat damit definitiv seine Probleme. Er war wieder einmal weder bereit, seine Schulsachen auszupacken, noch mit irgendeiner Arbeit anzufangen. Da die Lehrerin das aber schon gewohnt war, hat sie ihn zu Beginn noch ignoriert. Auch seine Beleidigungen, die er in so einer Situation auszustoßen pflegt, stießen auf taube Ohren. Erst als er anfing, sie und die anderen Schüler mit Gegenständen zu bewerfen, schritt sie ein – mit dem Ergebnis, das ich nun vor mir habe. Aber sie hatte keine Wahl, auch die anderen Schüler der Klasse haben ein Recht auf körperliche Unversehrtheit, genauso wie unsere Lehrerin. Ich übernehme den Jungen von den drei Kolleginnen und halte ihn fest. Zwei Kolleginnen können wieder zu ihren Schülern gehen. Die Klassenlehrerin von Markus bleibt noch bei uns. Dieser schreit wie am Spieß, obwohl ich ihm garantiert nicht wehtue. Aber ihn laufen zu lassen ist noch keine Option, so aufgebracht wie er ist. Nach ca. 20 Minuten – und das ist eine fürchterlich lange Zeit – wird seine Gegenwehr schwächer, die Schreie werden leiser und erste Gesprächsansätze sind möglich. Schließlich wage ich, Markus langsam loszulassen. Er heult nur noch und will ein Glas Wasser. Nachdem er es bekommen hat, schaut er kurz das Glas, dann seine Klassenlehrerin an und schüttet ihr das ganze Wasser direkt ins Gesicht. Wohlgemerkt, ihr und nicht mir, der ihn eigentlich festgehalten hat. Nach einer weiteren halben Stunde kommt Markus’ Mutter zur Schule und macht uns Vorwürfe über die Behandlung ihres Sohnes. Wir führen ein kurzes Gespräch, in dem ich sie wieder einmal darauf aufmerksam mache, dass wir fast alle seiner Verhaltensweisen tolerieren. Wenn aber Gefahr im Verzug ist, muss auch bei Markus von unserer Seite eingeschritten werden. Im Augenblick können wir den Jungen kaum beschulen, von Unterricht kann ohnehin nicht die Rede sein. Wir bitten um eine umgehende Kontaktaufnahme mit dem Jugendamt, Markus braucht dringend einen anderen Förderort. Auch ein anderes soziales Umfeld würde ihm guttun. Wenn die Mutter jedoch keinen Kontakt zum Jugendamt aufnehmen will, dann bleibt uns nichts anderes übrig, als für den Schüler das vorübergehende Ruhen der Schulpflicht zu beantragen.
01.09.
Störungen in der Schule
Frau Bremer kommt heute Morgen aufgeregt zu mir. In der Schule treibt sich Matthias herum, ein zwölfjähriger Schüler, den wir letztes Jahr der Schule verweisen mussten. Der Junge hatte seine Mitschüler immer wieder bedroht, erpresst, getreten und geschlagen. Seine Mutter verteidigte die Handlungsweisen ihres Sohnes: Er müsse sich eben durchsetzen. Unsere Hinweise, sich dringend an das Jugendamt zu wenden, um professionelle Hilfe zu bekommen, wurden von ihr durchgehend ignoriert. Jetzt treibt sich Matthias, der eigentlich die Schule im Westen der Stadt besuchen sollte, in unserem Schulgebäude herum. Er geht von Klassenzimmer zu Klassenzimmer, reißt die Türen auf und brüllt irgendwelche Obszönitäten den Kindern entgegen. Natürlich ist in den einzelnen Klassen kein Unterricht mehr möglich, denn die Schüler können diese massiven Störungen kaum ignorieren. Vielmehr schreien sie zurück, stehen auf, rennen durch die Klasse, beginnen sich gegenseitig mit irgendwelchen Gegenständen zu bewerfen. Als Matthias mich sieht, läuft er keinesfalls weg. Warum auch? Er weiß ganz genau, dass er von mir nichts zu befürchten hat. Schon ein Anfassen, um ihn an weiteren Taten zu hindern, kann wie bei allen anderen auch Schülern zu rechtlichen Problemen führen. Also versuche ich, mein einziges Mittel zur Verteidigung einzusetzen: meine Sprache. Aber Matthias ist fürchterlich aufgebracht. Er lässt sich von mir nicht von seinen Störungen abhalten. Mir bleibt nichts anderes übrig, als die Polizei zu rufen. „Ach, die Bullen kommen, da warte ich drauf.“ Ich gehe also vom Schulgelände auf die Straße und warte auf die herbeieilende Amtshilfe – und der „Täter“ wartet friedlich neben mir. Nachdem es auch zu Hause nicht mehr funktionierte, lebt Matthias inzwischen in einer Wohngruppe. Da er gestern Abend zum zweiten Mal das Mobiliar seiner Behausung zu Sperrmüll demoliert hat, droht ihm nun ein Wohngruppenwechsel. Warum er heute zu uns und nicht in seine neue Schule gegangen ist? Er wollte seine alten Kumpels treffen. So warten wir gemeinsam eine gute halbe Stunde auf die Polizei. Als der Einsatzwagen um die Ecke biegt, rennt Matthias einfach über die Wiese in das der Schule gegenüberliegende Waldgrundstück. Die Polizeibeamten sehen den Jungen noch laufen. Was ist zu tun? Nachlaufen – zwecklos. Mit dem Wagen um das Gelände herumfahren – unsinnig. Außerdem gäbe es ja nicht nur hier etwas zu tun. Ich mache darauf aufmerksam, dass Matthias wieder erscheinen wird, sobald sie wegfahren. „Ja, dann müssen Sie uns wieder anrufen und wir werden noch einmal kommen. Aber wir werden den Jungen auch nur vom Schulgelände führen.“ Das kann ich selbst auch, wie wir gesehen haben. „Darf ich ihn denn wenigstens in der Schule festhalten, bis Sie kommen?“ Aber auch das verneinen die Ordnungshüter. Kaum sind sie weg, taucht Matthias in der Tat wieder auf. „Na, wie war’s?“, lautet seine Frage. „Ich darf dich einsperren, bis sie dich abholen“, erzähle ich – nicht ganz wahrheitsgemäß – dem Jungen und erziele tatsächlich die gewünschte Wirkung. Matthias zieht Richtung Bahnhof ab, aber nicht ohne noch ein paar Beleidigungen in meine Richtung zu murmeln. Glück gehabt, denn sonst hätte uns ein Zwölfjähriger gezeigt, wie man eine Schule wirklich lahmlegen kann.
03.09.
Schulpflegschaftssitzungen
Heute Abend stehen die Klassen- bzw. Schulpflegschaftssitzungen an. Schon seit Tagen verteilen wir Einladungen, sprechen Eltern persönlich an oder versuchen, sie telefonisch zum Kommen zu bewegen. In den Klassen sollen für ein Schuljahr die neuen Pflegschaften gewählt werden. Außerdem haben die Lehrer die Möglichkeit, den Eltern die Lerninhalte und die Lernziele für das neue Schuljahr zu erklären. Die Besprechung von Klassenfahrten, außerunterrichtliche Lehrangebote oder die Nutzung von Lernorten steht ebenfalls am Programm. Finden sich in den unteren Klassen noch regelmäßig zwei, drei oder manchmal sogar vier Eltern ein, so bleiben die Lehrer in den oberen Klassen häufig unter sich. Diesmal tauchen in drei Klassen überhaupt keine Eltern auf. Die Lehrer kontaktieren sie einzeln und versuchen telefonisch, sie zur Amtsübernahme zu bewegen. Tatsächlich gelingt es ihnen auch in zwei Fällen. Eine Klasse muss jedoch vorläufig ohne Elternvertretung bleiben. Am gleichen Abend findet noch die Schulpflegschaft statt. Hier finden sich immerhin noch acht Eltern ein, obwohl vierzehn Klassenpflegschaften vor einer Stunde gewählt wurden und mit Stellvertretern mindestens zwanzig Eltern im Lehrerzimmer sitzen müssten. Es ist einfach schade, dass viele Eltern ihre Mitwirkungsrechte in der Schule nicht wahrnehmen wollen. Aber vielleicht sind diese Rechte auch zu gering, um sich engagiert einbringen zu wollen. Die acht anwesenden Eltern sind jedoch klasse und echt engagiert. So ist das in unserer Schule schon seit Jahren. Wir haben ganz wenige Eltern, die sich aktiv einbringen. Das machen sie aber mit großem Elan. Heute wählen die Eltern Herrn Wecker zum neuen Schulpflegschaftsvorsitzenden, da der Sohn seiner Vorgängerin, die das Amt jahrelang innehatte, im letzten Schuljahr seine Schulzeit beendet hat. Die Schulpflegschaft wählt auch die Elternvertreter für die Schulkonferenz, das bedeutendste Gremium der Schule, in dem die wichtigsten Entscheidungen fallen. Ferner wird in der Sitzung der Jahresplan mit den Eltern besprochen. Die Eltern signalisieren Bereitschaft, den Erziehungs- und Bildungsprozess der Schule aktiv zu unterstützen und werden auch beim jährlichen Schulfest wieder einen maßgeblichen Beitrag leisten.
10.09.
Sachbeschädigung
Der Hausmeister bittet mich dringend, auf den Schulhof zu kommen. Dort hat Rene, ein vierzehnjähriger Schüler der Klasse 8, gerade eine Kellerscheibe eingeschlagen und bearbeitet in gleicher Weise auch schon die zweite. Anlass war vermutlich ein Streit mit einem Mitschüler. Rene ist immer noch völlig aufgebracht und nicht bereit, in den Unterricht zu gehen. Ein Gespräch ist in dieser Situation nicht möglich, also bitte ich ihn, die Schule zu verlassen und am nächsten Tag mit seinen Eltern wiederzukommen. Es entwickelt sich folgender Dialog: „Ich begleite dich jetzt vom Schulhof.“
„Ich kann aber nicht garantieren, dass ich auf dem Weg nicht noch weitere Scheiben einschlage.“
„Dann bekommst du von mir etwas auf die Nase.“
„Unter diesen Umständen verzichte ich auf das Einschlagen der Scheiben.“
Und wirklich, Rene verlässt mit mir gemeinsam den Schulhof. In einer Entfernung von ca. 50 m versucht er, mit Steinen nach mir zu werfen, entfernt sich dann aber doch unter wüsten Beleidigungen weiter von der Schule. Leider erscheinen die Eltern am nächsten Tag nicht. Die Stadt als Schulträger schickt den Eltern eine Rechnung für die mutwillige Zerstörung und da diese nicht bezahlt wird, auch eine Mahnung. Aber diese wird ebenfalls ignoriert. Zu weiteren Maßnahmen ist der Schulträger auch nach Anfragen nicht bereit. Das beweist erneut, dass nur „naive Eltern“ mutwillige Sachbeschädigungen, die ihre Kinder in der Schule anrichten, bezahlen. Wer stur bleibt bzw. sich um nichts kümmert, bleibt unbehelligt. Gleiches gilt auch für Eltern, die angeschaffte Schulmaterialien, Klassenfahrten etc. nicht bezahlen.
Erster Schultag
Es ist 07:30 Uhr. Ich schließe die Schule auf, denn die Sommerferien sind vorüber, heute beginnt ein neues Schuljahr. Es bleibt leider nicht viel Zeit, die verschiedenen Ferienerlebnisse im Kollegium zu diskutieren. Es gilt, 40 neue Schüler aufzunehmen und zu integrieren. Da uns nur 20 Jugendliche verlassen haben, hat sich unser Schülerbestand um ca. 15 % erhöht. Eigentlich müsste sich auch die Zahl der Lehrer um 15 % erhöhen, aber wir haben leider eine entgegengesetzte Tendenz. Wie jedes Schuljahr hat sich die Anzahl der Kollegen durch Versetzungen, Ruheständer, Elternzeit und Sabbaticals minimiert. Da unser stellvertretender Schulleiter nicht zu seinem Dienst erschienen ist, ist zu vermuten, dass er seine Schulleiterstelle in einer anderen Ortschaft angetreten hat. Natürlich liegen darüber keinerlei Informationen in der Schule vor. Vielleicht ruft der Kollege ja mal an … Die Schulaufsicht zu fragen ist zwecklos, denn die Schulräte haben ja keine Sommerferien und nehmen ihren Urlaub in der Regel zu Beginn des neuen Schuljahres. So starten wir in das neue Schuljahr mit 13 Fehlstellen. Wir sind eine Ganztagsschule, aber unter diesen Bedingungen können wir nicht einmal den Halbtagsunterricht garantieren. Ich weiß, dass wir damit keine Ausnahme sind. Viele Ganztagsschulen können aufgrund des Lehrermangels ihre Nachmittagsangebote nicht durchführen. Richtig schwierig für uns wird es aber dann, wenn Kollegen krank sind, an Fortbildungen teilnehmen oder sonstigen dienstlichen Verpflichtungen nachgehen müssen. Aber wie sagte ein großer deutscher „Philosoph“: „Schauen wir mal.“
13.08.
Verspätungen
Die erste Woche des neuen Schuljahres ist vorbei. Schon beschleicht einen das Gefühl, wieder urlaubsreif zu sein. Unsere neu zu uns versetzte Kollegin Frau Prinz hat es tatsächlich geschafft, an vier von fünf Schultagen zu spät zu kommen. Ich spreche sie zwar darauf an, aber bei der Kollegin scheint keinerlei Unrechtsbewusstsein vorzuliegen. „Ich bin doch nur einmal zu spät gekommen und das auch nur fünf Minuten“, entgegnet sie locker. Ja, sie hat recht, es sind immer nur fünf bis zehn Minuten, aber dies fast täglich. Auch im weiteren Gespräch besteht sie vehement darauf, nur einmal zu spät gekommen zu sein. Möglicherweise leben wir beide in verschiedenen Welten. Mir bleibt nichts anderes übrig – und ich mache es bestimmt nicht gerne –, aber ich muss mir ihre Verspätungen aufschreiben. Die drei jungen Kollegen hingegen, die wir schulscharf einstellen konnten, machen einen engagierten und zuverlässigen Eindruck. Im Gegensatz zum Listenverfahren, bei dem die einzelnen Lehrkräfte den Schulen zugeteilt werden, können beim „Schulscharfen Verfahren“, sich die Schulen die Bewerber selbst aussuchen, so es Bewerber gibt. Meine bisherigen Erfahrungen mit neuen Kollegen scheinen sich wieder einmal zu bestätigen. Über Neueinstellungen bekommt die Schule junge, engagierte und dynamische Kollegen. Über Abordnungen oder Versetzungen kommen in der Regel nur jene, die in den alten Systemen nicht mehr zurechtkommen. Aber wenn ein Lehrer sich in der Schule nicht wohlfühlt, dann liegt es eben nicht immer nur an den anderen. Manchmal muss man auch selbst reflektieren, wo das eigentliche Problem liegt.
16.08.
Lehrerkonferenz
Heute haben wir unsere erste Lehrerkonferenz in diesem Schuljahr. Eigentlich ist die Lehrerkonferenz in erster Linie ein Beratungsgremium, denn die wesentlichen Entscheidungen sollen gewissermaßen in der Schulkonferenz stattfinden. Aber jeder Schulleiter weiß natürlich, dass diese Vorgaben völlig weltfremd sind. Theoretisch könnte die Schulkonferenz gegen Beschlüsse bzw. Vorgaben der Lehrerkonferenz votieren, aber welche Stimmung gäbe es dann im Kollegium, besonders dann, wenn die Schulleiterstimme entscheidet. Nein, der Schulleiter leitet die Schule – aber nur im Einvernehmen mit der Lehrerkonferenz. Sonst besteht die Gefahr, dass einzelne Kollegen dem Schulleiter mal zeigen, was eine Harke ist.
Die erste Lehrerkonferenz im Schuljahr dient primär den Mitbestimmungsorganen. Es gilt, die Mitglieder der Schulkonferenz, der Teilkonferenz (zuständig für schulische Ordnungsmaßnahmen), und des schulscharfen Einstellungsgremiums zu wählen.
Nicht besonders beliebt sind die Positionen in der Schulkonferenz, eigentlich das wichtigste Mitbestimmungsorgan in der Schule. Weil sie aber paritätisch besetzt ist – Eltern, Schüler und Lehrer –, kann sie wegen der Elternbeteiligung immer erst am Abend stattfinden. Wird ein Lehrer gewählt, so muss er diese Position auch annehmen und kann kein Veto einsetzen.
Ferner sind Positionen wie Ausbildungskoordinator, Sicherheits- und Verkehrsbeauftragte etc. zu bestimmen. Außerdem wird der Termin- und Arbeitsplan für das Schuljahr besprochen. Richtig aktiv wird das Kollegium, wenn es um die Verteilung von Entlastungsstunden geht. Jede Schule hat ein gewisses Kontingent an Stunden für Aufgaben, die nicht zum Unterricht zählen, was dazu führt, dass Lehrer weniger Unterrichtsstunden leisten müssen. Natürlich sind diese bei den Kollegen besonders begehrt. Hier kann es schon mal zu einzelnen Scharmützeln kommen. Aber auf jeden Fall ist bei diesem Tagesordnungspunkt jeder Kollege hellwach. Nach zwei Stunden ist auch diese Sitzung vorbei und wir fühlen uns endgültig auf das neue Schuljahr vorbereitet.
25.08.
Schüler rastet aus
Ich werde in die Grundschule gerufen. Schon von Weitem ist ein fürchterliches Schreien zu hören. Auf dem Flur vor den Klassenräumen liegt Markus, unser hochbegabter Schüler. Eine Lehrerin liegt über seinen Beinen und hält diese fest, eine zweite Lehrerin über seinem Oberkörper und versucht, die Hände zu fixieren. Schließlich, am Kopf des Schülers, kniet die dritte Lehrkraft und versucht, Markus’ Spuckversuche zu unterbinden oder zumindest den Kopf so zu halten, dass die beiden Kolleginnen nicht getroffen werden. Die anderen beiden Lehrerinnen sind mit dem Rest unserer Grundschüler auf den Schulhof gegangen. An Unterricht ist zurzeit nicht zu denken. Markus, dessen IQ jenseits von 130 Punkten gemessen wurde und der damit zu den sogenannten Hochbegabten gehört, hat im letzten Schuljahr die Lernziele der Klasse 4 nicht geschafft, sodass er sie in diesem Jahr wiederholen muss. Aber wer mal „Rain Man“ gesehen hat, der kann vielleicht verstehen, dass Hochbegabung allein nicht ausreicht, um die Schule erfolgreich zu absolvieren. Kinder müssen sich auch in ein soziales und kommunikatives Umfeld integrieren können. Markus hat damit definitiv seine Probleme. Er war wieder einmal weder bereit, seine Schulsachen auszupacken, noch mit irgendeiner Arbeit anzufangen. Da die Lehrerin das aber schon gewohnt war, hat sie ihn zu Beginn noch ignoriert. Auch seine Beleidigungen, die er in so einer Situation auszustoßen pflegt, stießen auf taube Ohren. Erst als er anfing, sie und die anderen Schüler mit Gegenständen zu bewerfen, schritt sie ein – mit dem Ergebnis, das ich nun vor mir habe. Aber sie hatte keine Wahl, auch die anderen Schüler der Klasse haben ein Recht auf körperliche Unversehrtheit, genauso wie unsere Lehrerin. Ich übernehme den Jungen von den drei Kolleginnen und halte ihn fest. Zwei Kolleginnen können wieder zu ihren Schülern gehen. Die Klassenlehrerin von Markus bleibt noch bei uns. Dieser schreit wie am Spieß, obwohl ich ihm garantiert nicht wehtue. Aber ihn laufen zu lassen ist noch keine Option, so aufgebracht wie er ist. Nach ca. 20 Minuten – und das ist eine fürchterlich lange Zeit – wird seine Gegenwehr schwächer, die Schreie werden leiser und erste Gesprächsansätze sind möglich. Schließlich wage ich, Markus langsam loszulassen. Er heult nur noch und will ein Glas Wasser. Nachdem er es bekommen hat, schaut er kurz das Glas, dann seine Klassenlehrerin an und schüttet ihr das ganze Wasser direkt ins Gesicht. Wohlgemerkt, ihr und nicht mir, der ihn eigentlich festgehalten hat. Nach einer weiteren halben Stunde kommt Markus’ Mutter zur Schule und macht uns Vorwürfe über die Behandlung ihres Sohnes. Wir führen ein kurzes Gespräch, in dem ich sie wieder einmal darauf aufmerksam mache, dass wir fast alle seiner Verhaltensweisen tolerieren. Wenn aber Gefahr im Verzug ist, muss auch bei Markus von unserer Seite eingeschritten werden. Im Augenblick können wir den Jungen kaum beschulen, von Unterricht kann ohnehin nicht die Rede sein. Wir bitten um eine umgehende Kontaktaufnahme mit dem Jugendamt, Markus braucht dringend einen anderen Förderort. Auch ein anderes soziales Umfeld würde ihm guttun. Wenn die Mutter jedoch keinen Kontakt zum Jugendamt aufnehmen will, dann bleibt uns nichts anderes übrig, als für den Schüler das vorübergehende Ruhen der Schulpflicht zu beantragen.
01.09.
Störungen in der Schule
Frau Bremer kommt heute Morgen aufgeregt zu mir. In der Schule treibt sich Matthias herum, ein zwölfjähriger Schüler, den wir letztes Jahr der Schule verweisen mussten. Der Junge hatte seine Mitschüler immer wieder bedroht, erpresst, getreten und geschlagen. Seine Mutter verteidigte die Handlungsweisen ihres Sohnes: Er müsse sich eben durchsetzen. Unsere Hinweise, sich dringend an das Jugendamt zu wenden, um professionelle Hilfe zu bekommen, wurden von ihr durchgehend ignoriert. Jetzt treibt sich Matthias, der eigentlich die Schule im Westen der Stadt besuchen sollte, in unserem Schulgebäude herum. Er geht von Klassenzimmer zu Klassenzimmer, reißt die Türen auf und brüllt irgendwelche Obszönitäten den Kindern entgegen. Natürlich ist in den einzelnen Klassen kein Unterricht mehr möglich, denn die Schüler können diese massiven Störungen kaum ignorieren. Vielmehr schreien sie zurück, stehen auf, rennen durch die Klasse, beginnen sich gegenseitig mit irgendwelchen Gegenständen zu bewerfen. Als Matthias mich sieht, läuft er keinesfalls weg. Warum auch? Er weiß ganz genau, dass er von mir nichts zu befürchten hat. Schon ein Anfassen, um ihn an weiteren Taten zu hindern, kann wie bei allen anderen auch Schülern zu rechtlichen Problemen führen. Also versuche ich, mein einziges Mittel zur Verteidigung einzusetzen: meine Sprache. Aber Matthias ist fürchterlich aufgebracht. Er lässt sich von mir nicht von seinen Störungen abhalten. Mir bleibt nichts anderes übrig, als die Polizei zu rufen. „Ach, die Bullen kommen, da warte ich drauf.“ Ich gehe also vom Schulgelände auf die Straße und warte auf die herbeieilende Amtshilfe – und der „Täter“ wartet friedlich neben mir. Nachdem es auch zu Hause nicht mehr funktionierte, lebt Matthias inzwischen in einer Wohngruppe. Da er gestern Abend zum zweiten Mal das Mobiliar seiner Behausung zu Sperrmüll demoliert hat, droht ihm nun ein Wohngruppenwechsel. Warum er heute zu uns und nicht in seine neue Schule gegangen ist? Er wollte seine alten Kumpels treffen. So warten wir gemeinsam eine gute halbe Stunde auf die Polizei. Als der Einsatzwagen um die Ecke biegt, rennt Matthias einfach über die Wiese in das der Schule gegenüberliegende Waldgrundstück. Die Polizeibeamten sehen den Jungen noch laufen. Was ist zu tun? Nachlaufen – zwecklos. Mit dem Wagen um das Gelände herumfahren – unsinnig. Außerdem gäbe es ja nicht nur hier etwas zu tun. Ich mache darauf aufmerksam, dass Matthias wieder erscheinen wird, sobald sie wegfahren. „Ja, dann müssen Sie uns wieder anrufen und wir werden noch einmal kommen. Aber wir werden den Jungen auch nur vom Schulgelände führen.“ Das kann ich selbst auch, wie wir gesehen haben. „Darf ich ihn denn wenigstens in der Schule festhalten, bis Sie kommen?“ Aber auch das verneinen die Ordnungshüter. Kaum sind sie weg, taucht Matthias in der Tat wieder auf. „Na, wie war’s?“, lautet seine Frage. „Ich darf dich einsperren, bis sie dich abholen“, erzähle ich – nicht ganz wahrheitsgemäß – dem Jungen und erziele tatsächlich die gewünschte Wirkung. Matthias zieht Richtung Bahnhof ab, aber nicht ohne noch ein paar Beleidigungen in meine Richtung zu murmeln. Glück gehabt, denn sonst hätte uns ein Zwölfjähriger gezeigt, wie man eine Schule wirklich lahmlegen kann.
03.09.
Schulpflegschaftssitzungen
Heute Abend stehen die Klassen- bzw. Schulpflegschaftssitzungen an. Schon seit Tagen verteilen wir Einladungen, sprechen Eltern persönlich an oder versuchen, sie telefonisch zum Kommen zu bewegen. In den Klassen sollen für ein Schuljahr die neuen Pflegschaften gewählt werden. Außerdem haben die Lehrer die Möglichkeit, den Eltern die Lerninhalte und die Lernziele für das neue Schuljahr zu erklären. Die Besprechung von Klassenfahrten, außerunterrichtliche Lehrangebote oder die Nutzung von Lernorten steht ebenfalls am Programm. Finden sich in den unteren Klassen noch regelmäßig zwei, drei oder manchmal sogar vier Eltern ein, so bleiben die Lehrer in den oberen Klassen häufig unter sich. Diesmal tauchen in drei Klassen überhaupt keine Eltern auf. Die Lehrer kontaktieren sie einzeln und versuchen telefonisch, sie zur Amtsübernahme zu bewegen. Tatsächlich gelingt es ihnen auch in zwei Fällen. Eine Klasse muss jedoch vorläufig ohne Elternvertretung bleiben. Am gleichen Abend findet noch die Schulpflegschaft statt. Hier finden sich immerhin noch acht Eltern ein, obwohl vierzehn Klassenpflegschaften vor einer Stunde gewählt wurden und mit Stellvertretern mindestens zwanzig Eltern im Lehrerzimmer sitzen müssten. Es ist einfach schade, dass viele Eltern ihre Mitwirkungsrechte in der Schule nicht wahrnehmen wollen. Aber vielleicht sind diese Rechte auch zu gering, um sich engagiert einbringen zu wollen. Die acht anwesenden Eltern sind jedoch klasse und echt engagiert. So ist das in unserer Schule schon seit Jahren. Wir haben ganz wenige Eltern, die sich aktiv einbringen. Das machen sie aber mit großem Elan. Heute wählen die Eltern Herrn Wecker zum neuen Schulpflegschaftsvorsitzenden, da der Sohn seiner Vorgängerin, die das Amt jahrelang innehatte, im letzten Schuljahr seine Schulzeit beendet hat. Die Schulpflegschaft wählt auch die Elternvertreter für die Schulkonferenz, das bedeutendste Gremium der Schule, in dem die wichtigsten Entscheidungen fallen. Ferner wird in der Sitzung der Jahresplan mit den Eltern besprochen. Die Eltern signalisieren Bereitschaft, den Erziehungs- und Bildungsprozess der Schule aktiv zu unterstützen und werden auch beim jährlichen Schulfest wieder einen maßgeblichen Beitrag leisten.
10.09.
Sachbeschädigung
Der Hausmeister bittet mich dringend, auf den Schulhof zu kommen. Dort hat Rene, ein vierzehnjähriger Schüler der Klasse 8, gerade eine Kellerscheibe eingeschlagen und bearbeitet in gleicher Weise auch schon die zweite. Anlass war vermutlich ein Streit mit einem Mitschüler. Rene ist immer noch völlig aufgebracht und nicht bereit, in den Unterricht zu gehen. Ein Gespräch ist in dieser Situation nicht möglich, also bitte ich ihn, die Schule zu verlassen und am nächsten Tag mit seinen Eltern wiederzukommen. Es entwickelt sich folgender Dialog: „Ich begleite dich jetzt vom Schulhof.“
„Ich kann aber nicht garantieren, dass ich auf dem Weg nicht noch weitere Scheiben einschlage.“
„Dann bekommst du von mir etwas auf die Nase.“
„Unter diesen Umständen verzichte ich auf das Einschlagen der Scheiben.“
Und wirklich, Rene verlässt mit mir gemeinsam den Schulhof. In einer Entfernung von ca. 50 m versucht er, mit Steinen nach mir zu werfen, entfernt sich dann aber doch unter wüsten Beleidigungen weiter von der Schule. Leider erscheinen die Eltern am nächsten Tag nicht. Die Stadt als Schulträger schickt den Eltern eine Rechnung für die mutwillige Zerstörung und da diese nicht bezahlt wird, auch eine Mahnung. Aber diese wird ebenfalls ignoriert. Zu weiteren Maßnahmen ist der Schulträger auch nach Anfragen nicht bereit. Das beweist erneut, dass nur „naive Eltern“ mutwillige Sachbeschädigungen, die ihre Kinder in der Schule anrichten, bezahlen. Wer stur bleibt bzw. sich um nichts kümmert, bleibt unbehelligt. Gleiches gilt auch für Eltern, die angeschaffte Schulmaterialien, Klassenfahrten etc. nicht bezahlen.

