Selbsterkenntnis
Unterstützende Gedanken auf dem Weg zu Dir selbst
EUR 18,90
Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 120
ISBN: 978-3-7116-1018-8
Erscheinungsdatum: 20.08.2025
Sich selbst kennenzulernen bedeutet, in die Tiefe der eigenen Seele zu blicken, ohne dass Fremdhilfe oder einen „Seelen-Striptease“ vor fremden Menschen notwendig ist. Es geht darum, sich selbst authentisch zu erkennen, ohne äußeren Druck oder Bewertung.
Vorwort
Die Idee dieses Buches ist auf meiner Reise zur Wahrheit, meiner Wahrheit, entstanden. Ich hatte das Bedürfnis, mehr über den Sinn des Lebens zu erfahren: Was wir auf der Erde machen, warum wir hier sind, was uns das Leben sagen möchte, warum wir etwas erleben, warum wir bestimmten Menschen in unserem Leben begegnen, warum wir so sind, wie wir sind, und nicht anders, so wie andere, die wir manchmal oder auch immer sein möchten.
Ich bekam weder von meinem Zuhause noch von der Schule, Religion oder sonst wo Antworten, die für mich einen Sinn ergaben. Dann bin ich auf die Spiritualität aufmerksam geworden, von der ich mir Antworten erhoffte, und habe mich entschlossen, mich auf diesem Weg vorwärts zu begeben.
Nach einigen Jahren der Suche gelangte ich fast wieder auf Feld eins zurück, da, wo ich startete und nach Antworten gesucht habe. Nicht, dass die Spiritualität mir keine Antworten gegeben hat, mit denen ich meine Persönlichkeitsentwicklung voranbrachte, vielmehr war es so, dass neue Fragen auftauchten. Dann habe ich angefangen, die Antworten nicht mehr im Außen, sondern in und bei mir selbst zu suchen.
Ich möchte dir mit diesem Buch eine kleine Hilfe geben, mit der du in deiner Persönlichkeitsentwicklung weiterkommen kannst. Eigentlich ein Werkzeug aus der materiellen Welt, jedoch entstanden auf dem spirituellen Weg, da mir dieser alleine nicht genügte und ich mehr wissen wollte. Mit „materielle Welt“ meine ich die Welt, in der wir jetzt leben. Die „geistige Welt“ ist die Welt der Geistwesen.
Wenn meine Gedanken, die ich hier niedergeschrieben habe, für ein paar Menschen eine kleine Hilfe sein können, bin ich schon glücklich.
Auf jeden Fall wünsche ich allen Leserinnen viel Vergnügung auf dem Weg der Selbsterkenntnis, viel Spaß.
Ich möchte klar festhalten, dass das, was ich in diesem Buch schreibe, eine Hilfe sein kann für jede, die dafür offen ist und sich weiterentwickeln will.
Es sind Hinweise und Beispiele, die dir selber so bisher gar nie aufgefallen oder dir sonst aus einem Grund in den Sinn gekommen sind. Viele davon sind wahrscheinlich in dieser Art auch nicht an dich herangetragen worden, oder du hast sie nicht bewusst wahrgenommen. Es sind Beispiele, die dir vielfach von deiner Umwelt gespiegelt wurden, aber an dir abgeprallt sind.
Mit meiner Meinung, die ich hier niederschreibe, erhebe ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Diese lässt sich ständig erweitern. Schon gar nicht ist es DIE EINE Lösung. Es kann für die einen eine Haupthilfe sein, für die anderen eine Ergänzung. Du, liebe Leserin, kannst das nehmen, was für dich stimmt, und es genießen oder das Buch einfach weglegen, wenn es für dich keinen Sinn ergibt.
Erklärung
Der Einfachheit halber schreibe ich dieses Buch in der Weiblichkeitsform, wenn ich allgemein schreibe.
Ich möchte ausdrücklich betonen, dass das weder mit Diskriminierung noch sonst mit etwas zu tun hat, was gegen irgendwen oder irgendetwas ist, schon gar nicht, um das männliche Geschlecht auszuschließen.
Die Namen in diesem Buch sind alle frei erfunden und haben nichts mit der Realität gemeinsam.
Teil 1
Veränderung
Hast du schon mal den Gedanken gehabt: Jetzt habe ich schon so viele Kurse, Seminare, Workshops, Schulungen und dergleichen mehr besucht und doch komme ich in meiner Persönlichkeitsentwicklung nicht voran, oder nicht wesentlich, oder vielleicht ist es nur das eine oder die zwei Themen, die ich noch speziell bearbeiten möchte, bei denen ich trotz allem, was ich schon gelernt habe, nicht weiterkomme, obwohl all dies zur Persönlichkeitsentwicklung beigetragen hat?
Eventuell hast du auch schon psychologische Hilfe in Anspruch genommen oder unterstützt von einem spirituellen Coach an deiner Persönlichkeit gearbeitet, von der du gehofft hast, dass sie dich weiterbringt. Es hat dich bestimmt ein Stück auf deinem persönlichen Weg vorangebracht, vielleicht aber nicht den erhofften großen Sprung?
Auf meinem Weg der Spiritualität habe ich vieles ausprobiert. Ich besuchte spirituelle Seminare, Kurse für Persönlichkeitsentwicklung, habe Bücher gelesen über Spiritualität, Astrologie, Numerologie, habe Medien besucht, meine Aura fotografieren und deuten lassen, energetische Heilerausbildungen absolviert etc.
Ich habe viel Wertvolles über mich erfahren oder eine Bestätigung für das, was ich wusste, glaubte oder vermutete, erhalten. Ich habe erfahren, welche Themen für mich von Bedeutung sind und ich dementsprechend daran arbeiten sollte. Auch wurde mir gesagt, welche positiven Charaktereigenschaften ich besitze. Selten war die Rede davon, welche Dinge sich bei mir als eher dunkle Flecken zeigten, welche ich ins Positive verändern kann, damit sich wirksame Veränderungen meines Seins einstellen.
Medien sagen einem oft überwiegend Positives, wogegen grundsätzlich nichts einzuwenden ist. Bei spirituellen Anlässen ist es ebenso, da man sich auf das Positive konzentrieren sollte, denn dann zieht man dies auch an. Nicht, dass ich das infrage stelle, doch ist es nicht so, dass man durch das Verändern seiner negativen, dunklen Seiten, die jeder von uns hat, sich am ehesten entwickeln kann? Ich sage: Das eine tun, das andere nicht lassen. Die Themen, bei denen man immer wieder in seinem Leben ansteht oder aneckt, sind doch die, die man verändern sollte oder will und an denen man wachsen kann.
Die positiven Seiten können wir genießen und auch noch ausbauen, sind jedoch meiner Meinung nach nicht vorrangig notwendig, um Wachstum zu erzielen, eher um zu erkennen, wie weit man in gewissen Bereichen der Persönlichkeit schon gekommen ist.
Es kann sein, dass, wenn Menschen nur oder überwiegend gesagt bekommen, wie gute, tolle Eigenschaften sie haben oder wie weit sie spirituell entwickelt sind, sie oft die anderen düsteren Seiten an ihnen vergessen, welchen sie fortan zu wenig Beachtung schenken. Das kann unter Umständen so weit gehen, dass sie sich ab einem gewissen Zeitpunkt den anderen überlegen fühlen und somit möglicherweise eine gewisse Bodenhaftung verlieren können, ohne zu bemerken, dass auch noch Defizite in ihnen schlummern, die darauf warten, angegangen zu werden. Wenn einem gesagt wird, was man gut kann und auch gut macht, ist es Balsam für die Seele, aber verändern sollte ich diese nicht. Die dunklen Eigenschaften, die leider – andere sagen zum Glück – jeder Mensch in sich trägt, diese gilt es zu verändern. Manchmal sind es auch einfach nur Muster, in denen wir gefangen sind und wir nicht wissen, wie wir da rauskommen, oder wir merken oder wissen gar nicht, was uns daran hindert, dieses oder jenes anders zu machen.
Ich habe mich gefragt, warum ich nach etwas suche, was mir anscheinend in meinem Prozess fehlt, da doch die Spiritualität alles bietet. Etwas, mit dem ich meine unschönen, mich in meiner Entwicklung zurückhaltenden Eigenschaften verändern und ins Positive verkehren kann. Vielleicht hat das mit dem Positivdenken, respektive mit dem, sich auf das Positive zu konzentrieren, zu tun. Dass also in diesem Denken die gegenteilige Seite wie vergessen wird oder zu kurz kommt und diese sozusagen nicht gepflegt wird. Mein Gefühl sagte mir jedenfalls, da fehlt noch etwas.
Es ist bestimmt auch so, dass, wenn die Kursteilnehmerinnen gelobt werden, sie wiederkommen. Wenn ich sie schelte, ist es eher so, dass das einige nicht so toll finden und dann nicht mehr kommen. Die Medien, Kursveranstalterinnen und andere, die irgendwie an den Anlässen beteiligt sind, sind doch auch am Geldverdienen interessiert, müssen das auch sein.
Wenn Medien channeln, also durch sie hindurch die geistige Welt sprechen lassen, oder auch aus ihrer Intuition Informationen weitergeben, ist mir fast ausschließlich Positives weitergegeben worden. Natürlich sagen viele, dass sie gewisse Dinge nicht sagen wollen oder nicht sagen dürfen. Zum Beispiel, wenn sie sehen, dass die Klientin bald stirbt, dürfen sie das nicht sagen. Das meine ich nicht, vielmehr denke ich da an Dinge, die den Charakter der Klientin betreffen oder irgendein Muster, welches dazu führt, dass die Klientin ein Ziel nicht erreichen kann, sei es beruflich, in Liebes- oder anderen Beziehungen oder irgendwelchen Lebensbereichen. Es ist vielleicht auch so, dass die Charaktereigenschaften, die ich im 2. Teil beschreibe, von einem Medium nicht einfach zu erkennen sind, respektive diese dann nicht von Bedeutung sind.
Es werden auch universelle, spirituelle Gesetze thematisiert, die nicht immer einfach zu verstehen sind, respektive sich bei der Umsetzung teilweise als knifflig zeigen. Meiner Meinung nach treffen diese Gesetze auf alle Menschen zu, jedoch gibt es noch ein paar Dinge, die bei jedem Einzelnen individuell in diese Gesetze wie eingeflochten werden müssen, damit sie dem Individuum, was jeder von uns ist, gerecht werden. Ein Grund, warum diese manchmal falsch verstanden oder zu unspezifisch angewendet werden.
Eine Theorie in die Praxis umzusetzen ist oft sehr schwierig, und manchmal reichen allgemeine Aussagen nicht, um sich vollständig damit zurechtzufinden.
Ein weiterer Grund für eine Stagnation könnte sein, dass wir oft Kursleiterinnen auswählen, die die gleichen Themen haben wie wir selbst. Wenn sich diese ihrer Themen nicht bewusst sind oder sie gar von sich weisen, werden diese nicht tief genug behandelt oder gar nicht. Somit ist dann auch unser Thema nicht behandelt, respektive unbefriedigend. Die Vortragenden ziehen ihre Klientel teilweise so an, dass sie den Spiegel gezeigt bekommen, sprich viele der Kursbesucherinnen haben die gleichen Themen und bekommen umgekehrt von den Vortragenden ebenfalls den Spiegel gezeigt. Wollen die Kursleiterinnen nicht in den Spiegel schauen, wird es gar nicht thematisiert. Weisen sie das Thema vehement von sich, besprechen es aber trotzdem, dann möglicherweise verkehrt herum, weil sie ihr Thema ja nicht anerkennen wollen, was noch verwirrender sein kann. Verkehrt herum insofern, weil sie den Kern des Themas nicht kennen oder nicht anerkennen wollen. Ich möchte dir ein Beispiel geben, welches an diese Stelle passt, wie ich finde.
Oft ist es so, dass, wenn Medien oder spirituelle Kursleiterinnen etwas vergessen zu erledigen, zu sagen, etwas nicht einhalten, was sie versprochen haben, oder sonst wie eine Verfehlung machen, dann schieben sie es der Situation zu. Sie begründen es vermeintlich spirituell, indem sie sagen, dann musste das wohl so sein, und meinen damit, dass es unser Schicksal ist, dass es so gelaufen sei.
Das hat oft eine Berechtigung, jedoch bei Weitem nicht in all diesen Fällen. Manchmal ist es schlicht und einfach ein Fehler oder eine Vergessenheit ihrerseits, die zum ungewünschten Ergebnis geführt hat. Unter anderem sind es solche Dinge, die mich dazu geführt haben, nach dem Etwas, was mir gefehlt hat, zu suchen. Es ist in meinen Augen ganz wichtig, dass wir zu unseren Fehlern stehen können und dies auch anderen gegenüber kundtun. Vielleicht auch mal mit einer Entschuldigung antworten.
Zu Fehlern stehen hat auch etwas damit zu tun, wie bewusst wir leben. Nehmen wir unsere Umwelt wahr und versuchen wir, offen und fair mit ihr umzugehen, oder eben nicht.
Nicht wenige himmeln Medien an, halten sie für unfehlbar und können somit nicht feststellen, wenn diese während dem Vortragen mal vom Weg abkommen. „Die channeln, dann muss das doch stimmen, was sie sagen“, oder andere Begründungen bringen viele dazu, dass sie nichts anzweifeln oder hinterfragen.
Meiner Meinung nach ist auch ein Medium fehlbar, genauso wie jeder andere Mensch auch. Zum Beispiel können sich fremde geistige Wesen bei ihnen melden, was unter Umständen von den Medien nicht erkannt wird.
Es veränderte sich im Laufe der Zeit einiges bei mir, und doch war da das Gefühl, dass das noch nicht reicht. Auch glaubte ich, das bei einigen anderen Kursteilnehmerinnen beobachtet zu haben, die ich wiederholt an diesen Anlässen getroffen habe. Das erkannte ich in Gesprächen daran, wenn wir uns Dinge erzählt haben und ich gemerkt habe, dass ich das letzte Mal das Gleiche erzählt bekommen habe. Einige haben sich auch dahin gehend geäußert, dass sie nicht weiterkommen, was natürlich nicht zwingend heißen muss, dass sie etwas anderes brauchen. Ich suchte nach einem anderen Weg, der die Informationen, die ich bekommen habe auf meiner bisherigen Reise, und die daraus folgenden Veränderungen, mit zusätzlichen Erkenntnissen ergänzen und noch vertiefen kann.
Ich möchte dich, liebe Leserin, bitten, mich nicht falsch zu verstehen. Es ist keineswegs so, dass ich sagen möchte, dass spirituelle Kurse, Medien etc. schlecht sind und nichts bewirken. Es ist auch nicht so, dass ich denke, sie sind alle primär daran interessiert, Geld zu verdienen. Für mich war es so, dass mir etwas fehlte, was ich glaube, jetzt gefunden zu haben, und dir weitergeben möchte. Alles hat seine Berechtigung, und wahrscheinlich ist nichts für sich alleine perfekt.
Letztendlich kannst nur du dich selbst erkennen.
Darum ist die SELBSTERKENNTNIS die wichtigste Erkenntnis.
Mit diesen Gedanken habe ich mich auf die Suche nach einer Möglichkeit gemacht, welche mir neue Erkenntnisse bringt und auch eine Hilfe für den Alltag ist, also etwas, was ich in mein Leben ganz einfach integrieren und sozusagen in der Praxis anwenden und üben kann. Etwas, was nicht primär mit Spiritualität zu tun hat. Die Lösung kam aus dem Leben selbst, aus meinem Sein.
Ich schreibe nicht von spirituellen Theorien oder hochtrabenden wissenschaftlichen Erkenntnissen, sondern von der ganz normalen Praxis, die jeder von uns im Alltag erlebt, wir aber oft in der Hektik übersehen. Wenn wir uns deren Tücken bewusst werden, erinnern wir uns das nächste Mal und können sie im Alltag gleich anwenden.
Es ist nicht etwas gänzlich Neues. In der Theorie hast du wahrscheinlich vieles schon so oder ähnlich in Seminaren etc. vorgetragen bekommen, gelesen oder dir in Videos angehört.
Das war die Theorie, und das nachher in der Praxis, im Leben umsetzen, ist nochmals etwas anderes. Meine Absicht ist es, dass du das, was ich hier schreibe, in deinen Alltag, eben in die Praxis, einfach und verständlich integrieren kannst. Anhand von vielen Beispielen, die mitten aus dem Leben von vielen von uns sind, in denen du dich wiedererkennen kannst und die dir eine Hilfe in zukünftigen Situationen sein können, möchte ich dir aufzeigen, wie du tickst, damit du in Alltagssituationen ein Verhaltens- oder Charaktermuster schneller erkennen und durchschauen wirst. So kannst du die Theorie besser umsetzen. Dabei spielt es keine Rolle, ob du die Situationen genau gleich erlebt hast oder in der Zukunft erleben wirst, wie ich sie beschrieben habe.
Wichtig ist, wie deine Reaktion ist, sprich dein jeweiliges Verhalten in den jeweiligen Auseinandersetzungen, mit welchen Gedanken du in ein Gespräch gehst. Das widerspiegelt deine Energie, die du deinem Gegenüber entgegenbringst, und beeinflusst den Verlauf mit. Letztlich entscheidend ist, wie ich es benenne, die Mechanik, die bei den meisten Situationen die gleiche ist.
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Die Idee dieses Buches ist auf meiner Reise zur Wahrheit, meiner Wahrheit, entstanden. Ich hatte das Bedürfnis, mehr über den Sinn des Lebens zu erfahren: Was wir auf der Erde machen, warum wir hier sind, was uns das Leben sagen möchte, warum wir etwas erleben, warum wir bestimmten Menschen in unserem Leben begegnen, warum wir so sind, wie wir sind, und nicht anders, so wie andere, die wir manchmal oder auch immer sein möchten.
Ich bekam weder von meinem Zuhause noch von der Schule, Religion oder sonst wo Antworten, die für mich einen Sinn ergaben. Dann bin ich auf die Spiritualität aufmerksam geworden, von der ich mir Antworten erhoffte, und habe mich entschlossen, mich auf diesem Weg vorwärts zu begeben.
Nach einigen Jahren der Suche gelangte ich fast wieder auf Feld eins zurück, da, wo ich startete und nach Antworten gesucht habe. Nicht, dass die Spiritualität mir keine Antworten gegeben hat, mit denen ich meine Persönlichkeitsentwicklung voranbrachte, vielmehr war es so, dass neue Fragen auftauchten. Dann habe ich angefangen, die Antworten nicht mehr im Außen, sondern in und bei mir selbst zu suchen.
Ich möchte dir mit diesem Buch eine kleine Hilfe geben, mit der du in deiner Persönlichkeitsentwicklung weiterkommen kannst. Eigentlich ein Werkzeug aus der materiellen Welt, jedoch entstanden auf dem spirituellen Weg, da mir dieser alleine nicht genügte und ich mehr wissen wollte. Mit „materielle Welt“ meine ich die Welt, in der wir jetzt leben. Die „geistige Welt“ ist die Welt der Geistwesen.
Wenn meine Gedanken, die ich hier niedergeschrieben habe, für ein paar Menschen eine kleine Hilfe sein können, bin ich schon glücklich.
Auf jeden Fall wünsche ich allen Leserinnen viel Vergnügung auf dem Weg der Selbsterkenntnis, viel Spaß.
Ich möchte klar festhalten, dass das, was ich in diesem Buch schreibe, eine Hilfe sein kann für jede, die dafür offen ist und sich weiterentwickeln will.
Es sind Hinweise und Beispiele, die dir selber so bisher gar nie aufgefallen oder dir sonst aus einem Grund in den Sinn gekommen sind. Viele davon sind wahrscheinlich in dieser Art auch nicht an dich herangetragen worden, oder du hast sie nicht bewusst wahrgenommen. Es sind Beispiele, die dir vielfach von deiner Umwelt gespiegelt wurden, aber an dir abgeprallt sind.
Mit meiner Meinung, die ich hier niederschreibe, erhebe ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Diese lässt sich ständig erweitern. Schon gar nicht ist es DIE EINE Lösung. Es kann für die einen eine Haupthilfe sein, für die anderen eine Ergänzung. Du, liebe Leserin, kannst das nehmen, was für dich stimmt, und es genießen oder das Buch einfach weglegen, wenn es für dich keinen Sinn ergibt.
Erklärung
Der Einfachheit halber schreibe ich dieses Buch in der Weiblichkeitsform, wenn ich allgemein schreibe.
Ich möchte ausdrücklich betonen, dass das weder mit Diskriminierung noch sonst mit etwas zu tun hat, was gegen irgendwen oder irgendetwas ist, schon gar nicht, um das männliche Geschlecht auszuschließen.
Die Namen in diesem Buch sind alle frei erfunden und haben nichts mit der Realität gemeinsam.
Teil 1
Veränderung
Hast du schon mal den Gedanken gehabt: Jetzt habe ich schon so viele Kurse, Seminare, Workshops, Schulungen und dergleichen mehr besucht und doch komme ich in meiner Persönlichkeitsentwicklung nicht voran, oder nicht wesentlich, oder vielleicht ist es nur das eine oder die zwei Themen, die ich noch speziell bearbeiten möchte, bei denen ich trotz allem, was ich schon gelernt habe, nicht weiterkomme, obwohl all dies zur Persönlichkeitsentwicklung beigetragen hat?
Eventuell hast du auch schon psychologische Hilfe in Anspruch genommen oder unterstützt von einem spirituellen Coach an deiner Persönlichkeit gearbeitet, von der du gehofft hast, dass sie dich weiterbringt. Es hat dich bestimmt ein Stück auf deinem persönlichen Weg vorangebracht, vielleicht aber nicht den erhofften großen Sprung?
Auf meinem Weg der Spiritualität habe ich vieles ausprobiert. Ich besuchte spirituelle Seminare, Kurse für Persönlichkeitsentwicklung, habe Bücher gelesen über Spiritualität, Astrologie, Numerologie, habe Medien besucht, meine Aura fotografieren und deuten lassen, energetische Heilerausbildungen absolviert etc.
Ich habe viel Wertvolles über mich erfahren oder eine Bestätigung für das, was ich wusste, glaubte oder vermutete, erhalten. Ich habe erfahren, welche Themen für mich von Bedeutung sind und ich dementsprechend daran arbeiten sollte. Auch wurde mir gesagt, welche positiven Charaktereigenschaften ich besitze. Selten war die Rede davon, welche Dinge sich bei mir als eher dunkle Flecken zeigten, welche ich ins Positive verändern kann, damit sich wirksame Veränderungen meines Seins einstellen.
Medien sagen einem oft überwiegend Positives, wogegen grundsätzlich nichts einzuwenden ist. Bei spirituellen Anlässen ist es ebenso, da man sich auf das Positive konzentrieren sollte, denn dann zieht man dies auch an. Nicht, dass ich das infrage stelle, doch ist es nicht so, dass man durch das Verändern seiner negativen, dunklen Seiten, die jeder von uns hat, sich am ehesten entwickeln kann? Ich sage: Das eine tun, das andere nicht lassen. Die Themen, bei denen man immer wieder in seinem Leben ansteht oder aneckt, sind doch die, die man verändern sollte oder will und an denen man wachsen kann.
Die positiven Seiten können wir genießen und auch noch ausbauen, sind jedoch meiner Meinung nach nicht vorrangig notwendig, um Wachstum zu erzielen, eher um zu erkennen, wie weit man in gewissen Bereichen der Persönlichkeit schon gekommen ist.
Es kann sein, dass, wenn Menschen nur oder überwiegend gesagt bekommen, wie gute, tolle Eigenschaften sie haben oder wie weit sie spirituell entwickelt sind, sie oft die anderen düsteren Seiten an ihnen vergessen, welchen sie fortan zu wenig Beachtung schenken. Das kann unter Umständen so weit gehen, dass sie sich ab einem gewissen Zeitpunkt den anderen überlegen fühlen und somit möglicherweise eine gewisse Bodenhaftung verlieren können, ohne zu bemerken, dass auch noch Defizite in ihnen schlummern, die darauf warten, angegangen zu werden. Wenn einem gesagt wird, was man gut kann und auch gut macht, ist es Balsam für die Seele, aber verändern sollte ich diese nicht. Die dunklen Eigenschaften, die leider – andere sagen zum Glück – jeder Mensch in sich trägt, diese gilt es zu verändern. Manchmal sind es auch einfach nur Muster, in denen wir gefangen sind und wir nicht wissen, wie wir da rauskommen, oder wir merken oder wissen gar nicht, was uns daran hindert, dieses oder jenes anders zu machen.
Ich habe mich gefragt, warum ich nach etwas suche, was mir anscheinend in meinem Prozess fehlt, da doch die Spiritualität alles bietet. Etwas, mit dem ich meine unschönen, mich in meiner Entwicklung zurückhaltenden Eigenschaften verändern und ins Positive verkehren kann. Vielleicht hat das mit dem Positivdenken, respektive mit dem, sich auf das Positive zu konzentrieren, zu tun. Dass also in diesem Denken die gegenteilige Seite wie vergessen wird oder zu kurz kommt und diese sozusagen nicht gepflegt wird. Mein Gefühl sagte mir jedenfalls, da fehlt noch etwas.
Es ist bestimmt auch so, dass, wenn die Kursteilnehmerinnen gelobt werden, sie wiederkommen. Wenn ich sie schelte, ist es eher so, dass das einige nicht so toll finden und dann nicht mehr kommen. Die Medien, Kursveranstalterinnen und andere, die irgendwie an den Anlässen beteiligt sind, sind doch auch am Geldverdienen interessiert, müssen das auch sein.
Wenn Medien channeln, also durch sie hindurch die geistige Welt sprechen lassen, oder auch aus ihrer Intuition Informationen weitergeben, ist mir fast ausschließlich Positives weitergegeben worden. Natürlich sagen viele, dass sie gewisse Dinge nicht sagen wollen oder nicht sagen dürfen. Zum Beispiel, wenn sie sehen, dass die Klientin bald stirbt, dürfen sie das nicht sagen. Das meine ich nicht, vielmehr denke ich da an Dinge, die den Charakter der Klientin betreffen oder irgendein Muster, welches dazu führt, dass die Klientin ein Ziel nicht erreichen kann, sei es beruflich, in Liebes- oder anderen Beziehungen oder irgendwelchen Lebensbereichen. Es ist vielleicht auch so, dass die Charaktereigenschaften, die ich im 2. Teil beschreibe, von einem Medium nicht einfach zu erkennen sind, respektive diese dann nicht von Bedeutung sind.
Es werden auch universelle, spirituelle Gesetze thematisiert, die nicht immer einfach zu verstehen sind, respektive sich bei der Umsetzung teilweise als knifflig zeigen. Meiner Meinung nach treffen diese Gesetze auf alle Menschen zu, jedoch gibt es noch ein paar Dinge, die bei jedem Einzelnen individuell in diese Gesetze wie eingeflochten werden müssen, damit sie dem Individuum, was jeder von uns ist, gerecht werden. Ein Grund, warum diese manchmal falsch verstanden oder zu unspezifisch angewendet werden.
Eine Theorie in die Praxis umzusetzen ist oft sehr schwierig, und manchmal reichen allgemeine Aussagen nicht, um sich vollständig damit zurechtzufinden.
Ein weiterer Grund für eine Stagnation könnte sein, dass wir oft Kursleiterinnen auswählen, die die gleichen Themen haben wie wir selbst. Wenn sich diese ihrer Themen nicht bewusst sind oder sie gar von sich weisen, werden diese nicht tief genug behandelt oder gar nicht. Somit ist dann auch unser Thema nicht behandelt, respektive unbefriedigend. Die Vortragenden ziehen ihre Klientel teilweise so an, dass sie den Spiegel gezeigt bekommen, sprich viele der Kursbesucherinnen haben die gleichen Themen und bekommen umgekehrt von den Vortragenden ebenfalls den Spiegel gezeigt. Wollen die Kursleiterinnen nicht in den Spiegel schauen, wird es gar nicht thematisiert. Weisen sie das Thema vehement von sich, besprechen es aber trotzdem, dann möglicherweise verkehrt herum, weil sie ihr Thema ja nicht anerkennen wollen, was noch verwirrender sein kann. Verkehrt herum insofern, weil sie den Kern des Themas nicht kennen oder nicht anerkennen wollen. Ich möchte dir ein Beispiel geben, welches an diese Stelle passt, wie ich finde.
Oft ist es so, dass, wenn Medien oder spirituelle Kursleiterinnen etwas vergessen zu erledigen, zu sagen, etwas nicht einhalten, was sie versprochen haben, oder sonst wie eine Verfehlung machen, dann schieben sie es der Situation zu. Sie begründen es vermeintlich spirituell, indem sie sagen, dann musste das wohl so sein, und meinen damit, dass es unser Schicksal ist, dass es so gelaufen sei.
Das hat oft eine Berechtigung, jedoch bei Weitem nicht in all diesen Fällen. Manchmal ist es schlicht und einfach ein Fehler oder eine Vergessenheit ihrerseits, die zum ungewünschten Ergebnis geführt hat. Unter anderem sind es solche Dinge, die mich dazu geführt haben, nach dem Etwas, was mir gefehlt hat, zu suchen. Es ist in meinen Augen ganz wichtig, dass wir zu unseren Fehlern stehen können und dies auch anderen gegenüber kundtun. Vielleicht auch mal mit einer Entschuldigung antworten.
Zu Fehlern stehen hat auch etwas damit zu tun, wie bewusst wir leben. Nehmen wir unsere Umwelt wahr und versuchen wir, offen und fair mit ihr umzugehen, oder eben nicht.
Nicht wenige himmeln Medien an, halten sie für unfehlbar und können somit nicht feststellen, wenn diese während dem Vortragen mal vom Weg abkommen. „Die channeln, dann muss das doch stimmen, was sie sagen“, oder andere Begründungen bringen viele dazu, dass sie nichts anzweifeln oder hinterfragen.
Meiner Meinung nach ist auch ein Medium fehlbar, genauso wie jeder andere Mensch auch. Zum Beispiel können sich fremde geistige Wesen bei ihnen melden, was unter Umständen von den Medien nicht erkannt wird.
Es veränderte sich im Laufe der Zeit einiges bei mir, und doch war da das Gefühl, dass das noch nicht reicht. Auch glaubte ich, das bei einigen anderen Kursteilnehmerinnen beobachtet zu haben, die ich wiederholt an diesen Anlässen getroffen habe. Das erkannte ich in Gesprächen daran, wenn wir uns Dinge erzählt haben und ich gemerkt habe, dass ich das letzte Mal das Gleiche erzählt bekommen habe. Einige haben sich auch dahin gehend geäußert, dass sie nicht weiterkommen, was natürlich nicht zwingend heißen muss, dass sie etwas anderes brauchen. Ich suchte nach einem anderen Weg, der die Informationen, die ich bekommen habe auf meiner bisherigen Reise, und die daraus folgenden Veränderungen, mit zusätzlichen Erkenntnissen ergänzen und noch vertiefen kann.
Ich möchte dich, liebe Leserin, bitten, mich nicht falsch zu verstehen. Es ist keineswegs so, dass ich sagen möchte, dass spirituelle Kurse, Medien etc. schlecht sind und nichts bewirken. Es ist auch nicht so, dass ich denke, sie sind alle primär daran interessiert, Geld zu verdienen. Für mich war es so, dass mir etwas fehlte, was ich glaube, jetzt gefunden zu haben, und dir weitergeben möchte. Alles hat seine Berechtigung, und wahrscheinlich ist nichts für sich alleine perfekt.
Letztendlich kannst nur du dich selbst erkennen.
Darum ist die SELBSTERKENNTNIS die wichtigste Erkenntnis.
Mit diesen Gedanken habe ich mich auf die Suche nach einer Möglichkeit gemacht, welche mir neue Erkenntnisse bringt und auch eine Hilfe für den Alltag ist, also etwas, was ich in mein Leben ganz einfach integrieren und sozusagen in der Praxis anwenden und üben kann. Etwas, was nicht primär mit Spiritualität zu tun hat. Die Lösung kam aus dem Leben selbst, aus meinem Sein.
Ich schreibe nicht von spirituellen Theorien oder hochtrabenden wissenschaftlichen Erkenntnissen, sondern von der ganz normalen Praxis, die jeder von uns im Alltag erlebt, wir aber oft in der Hektik übersehen. Wenn wir uns deren Tücken bewusst werden, erinnern wir uns das nächste Mal und können sie im Alltag gleich anwenden.
Es ist nicht etwas gänzlich Neues. In der Theorie hast du wahrscheinlich vieles schon so oder ähnlich in Seminaren etc. vorgetragen bekommen, gelesen oder dir in Videos angehört.
Das war die Theorie, und das nachher in der Praxis, im Leben umsetzen, ist nochmals etwas anderes. Meine Absicht ist es, dass du das, was ich hier schreibe, in deinen Alltag, eben in die Praxis, einfach und verständlich integrieren kannst. Anhand von vielen Beispielen, die mitten aus dem Leben von vielen von uns sind, in denen du dich wiedererkennen kannst und die dir eine Hilfe in zukünftigen Situationen sein können, möchte ich dir aufzeigen, wie du tickst, damit du in Alltagssituationen ein Verhaltens- oder Charaktermuster schneller erkennen und durchschauen wirst. So kannst du die Theorie besser umsetzen. Dabei spielt es keine Rolle, ob du die Situationen genau gleich erlebt hast oder in der Zukunft erleben wirst, wie ich sie beschrieben habe.
Wichtig ist, wie deine Reaktion ist, sprich dein jeweiliges Verhalten in den jeweiligen Auseinandersetzungen, mit welchen Gedanken du in ein Gespräch gehst. Das widerspiegelt deine Energie, die du deinem Gegenüber entgegenbringst, und beeinflusst den Verlauf mit. Letztlich entscheidend ist, wie ich es benenne, die Mechanik, die bei den meisten Situationen die gleiche ist.
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