Schweizer*innen sind auch nur Menschen
B2R Modell – Back to the Roots
EUR 20,90
Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 132
ISBN: 978-3-7116-1670-8
Erscheinungsdatum: 05.05.2026
Ein Spiegelbuch über Identität, Vorurteile und Zusammenleben in der Schweiz. Mit Humor und dem „Mirroring Style“ zeigt Dr. Rommel Jadaan, wie wir denken und fühlen – und bietet mit dem B2R-Modell ein Werkzeug für Orientierung und Selbstreflexion.
Vorwort
Schweizer sind auch nur Menschen
Was hat Sie denn an dem Titel «gestört»?
Oder «neugierig» gemacht?
Irritiert?
Oder «aufmerksam gemacht»?
War es der ganze Titel oder das Wort «auch»?
Oder das Wort «nur»?
Oder waren es beide Wörter?
Vielleicht war es der Kontext im Sinne, dass «auch» und «nur» zusammen vorkommen?
Und dann noch als Titel eines Buches.
Was Sie gefühlt haben oder gedacht haben, als Sie den Titel gelesen haben, ist selbstverständlich Ihre persönliche Angelegenheit und/oder Ihre «Gewohnheit?»
Wäre es ein Unterschied gewesen, hieße der Titel:
Schweizer sind Menschen
Oder
Schweizer sind auch Menschen
Oder
Schweizer sind nur Menschen
Oder
Schweizer sind nicht nur Menschen
Oder
Schweizer sind keine Menschen
Oder
Oder Schweizer sind auch Keine-Menschen
Oder
Schweizer sind auch nur Keine-Menschen
Oder
Schweizer sind Halbe oder Viertel oder Dreiviertel oder Drittel Menschen …
Warum aber genau dieser Titel:
Schweizer sind auch nur Menschen!
Ist dies nun ein Kompliment oder eine Beleidigung?
DAS nun hängt zu einem Prozentsatz vom Inhalt dieses Buches ab und zu einem immens großen Prozentsatz aber auch von Ihnen.
Der allererste Eindruck über egal was, entspringt oftmals unserer Gewohnheit, unserer persönlichen Einstellung, Erziehung, Erfahrung usw. Dann gibt es aber einen zweiten Eindruck, der bildet sich, je mehr Information bzw. Wissen wir über diese Angelegenheit erwerben. Diese vermischt sich dann mit dem ursprünglich «fest Verankerten», und jetzt beginnen eigentlich die «Probleme»… oder die «Reise»!… sich zu öffnen und persönlich zu wachsen. Sie entscheiden das, für und wenn Sie Kinder haben, auch für sie, und falls Sie ein Team leiten oder Mitarbeiter führen,
ebenso für euch und Ihr Unternehmen.
JETZT dürfen Sie sich bewusst aussuchen, welches Gefühl der Titel bei Ihnen ausgelöst hat.
Vorher noch bitte zwei wichtige Hinweise:
1. Das Inhaltsverzeichnis ist am Ende des Buchs.
2. Bei Begriffen wie Autor oder Schweizer oder Ausländer etc. ist selbstverständlich auch die weibliche Form: Autorin, Schweizerin, Ausländerin etc. gemeint
KAPITEL 1
Spiegel
Wenn Sie bis hierhin weitergeblättert haben, dann haben Sie schon den ersten Schritt dieser Reise in und zu sich selbst begonnen.
Eine Reise, in der Sie sich selbst sehr oft über den Weg laufen werden.
Wundern Sie sich nicht, wenn dies öfters geschieht, weil das Buch ist in einem
besonderen Stil geschrieben: «The Mirroring Style» – Der Spiegelungsstil.
Ja, Sie haben richtig gelesen: Spiegelung.
«Schweizer sind auch nur Menschen» also.
Falls Sie ein Schweizer sind oder ein Nicht-Schweizer, was haben Sie wohl gedacht, als Sie diesen Titel gelesen haben?
Mit welcher mentalen persönlichen Betonung haben Sie ihn gelesen:
So: «Schweizer sind AUCH nur Menschen»?
Oder so: «Schweizer sind auch NUR Menschen»?
Oder: «SCHWEIZER sind auch nur Menschen»?
Oder vielleicht: «Schweizer sind auch nur MENSCHEN»?
Oder eine andere innere, ganz persönliche Betonung, die von irgendetwas getriggert wurde und dann entsprechend etwas Weiteres auslöste. Etwas, was zu einer Vernetzung geführt hat, die, wie Sie selber gerade merken, Sie so lenkt, dass Sie immer noch am Lesen sind und nicht das Buch direkt zurück ins Regal getan haben oder überhaupt gar nicht erst in die Hände genommen haben oder schon die «Beschreibung» des Buches am Lesen sind.
Interessant, oder?
Schweizer sind auch nur Menschen.
Falls Sie, Schweizer sind:
Dachten Sie vielleicht:
«Was für eine Frechheit. Wer erlaubt sich hier, unser «Mensch-Sein» in Frage zu stellen?»
Oder dachten Sie:
«Oh, wie schön: Da würdigt uns ja ein Autor als Menschen und zeigt auf,
wie bescheiden wir sind?»
Dachten Sie:
«Grotesk. Was für ein Skandal. Natürlich sind wir Schweizer auch Menschen.»
Oder dachten Sie etwa ganz neutral:
«Logisch, sind wir Schweizer auch Menschen.»
Dachten Sie:
«Will uns hier jemand diskriminieren?»
Oder dachten Sie:
«Dies scheint ein Annäherungsversuch zu sein.»
Falls Sie, Nicht-Schweizer sind: vielleicht ein Deutscher, oder Franzose, Italiener oder Amerikaner; Jordanier oder Vietnamese, Afrikaner (bitte nehmen Sie es nicht persönlich, wenn ich jetzt nicht alle Länder und Kontinente der Welt nenne, aber Sie dürfen davon ausgehen, dass hier jeder, der nicht eine Schweizer Staatsbürgerschaft besitzt, gemeint ist).
Was haben Sie wohl gedacht?
Egal jetzt, ob Sie ein B, C, D, E, einen anderen Ausweis haben oder «eingebürgert» sind.
Egal, was Ihr Beruf ist, Religion oder von welcher Kultur Sie stammen.
Was haben Sie gedacht, als Sie diesen Titel: «Schweizer sind auch nur Menschen» gelesen haben?
Dachten Sie:
«Na endlich, bringt jemand die Schweizer auf den Boden?»
Oder dachten Sie eher:
«Oh, das ist ja schön: Na klar sind Schweizer auch nur Menschen.»
Dachten Sie als Nicht-Schweizer:
«Endlich werden die Schweizer mit ihrer «Arroganz» konfrontiert?»
Oder dachten Sie:
«Unsere Gastgeber, die Schweizer, sind nicht nur «auch Menschen»,
sondern auch gutherzige und wohlwollende Menschen?»
Nur Sie wissen, zumindest in diesem Augenblick noch, was Sie wohl gedacht haben!
Ja, Herr und Frau Leser*in Nicht-Schweizer:
Der Titel hat SIE und Ihre Denkweise gespiegelt.
IHRE schon erfahrenen Situationen mit Schweizern haben eine Meinung und teilweise auch schon Urteile gebildet, und IHRE nicht erfahrenen Situationen mit ihnen, also die, die Sie gelesen oder gehört haben, haben IHRE Vorurteile bestimmt und Sie dazu geleitet, den Titel so zu lesen und selbstverständlich zu interpretieren, wie Sie es interpretieren «wollten» und laut Ihrem Unter- und Bewusstsein «sollten» oder fast «müssten», um ja keine Verwirrung in Ihrer Gedanken- und Gefühlswelt zu stiften.
Und Sie, Herr und Frau Schweizer*in. Sie haben, vor allem nach meiner Ausführung an die oben erwähnten Mitmenschen – die Nicht-Schweizer – sicherlich bemerkt, dass die Art und Weise, wie Sie diesen Titel verstanden und interpretiert haben (mir ist bewusst, dass es einen großen Unterschied gibt zwischen Verstehen und Interpretieren!), aber auch Sie wurden gespiegelt: So wie SIE über sich und über solch einen Titel denken (und natürlich automatisch im ersten Augenblick auch fühlen), so haben Sie ihn gelesen und gedanklich inhaliert.
Haben Sie, Schweizer oder Nicht-Schweizer, irgendwo in einer tiefsten Ecke des Hinterkopfes gedacht, es werden hier in diesem Buch Skandale über die Schweizer veröffentlicht?
Solche Skandale, damit so manche Nicht-Schweizer sich freuen und das Gefühl bekommen, dass endlich «jemand aufgetaucht ist, der den Schweizern zeigt, dass sie gar nicht das sind, was sie von sich behaupten» – was behaupten denn die Schweizer von sich? Wissen Sie als Nicht-Schweizer das oder wissen es die Schweizer selbst überhaupt?
Ich meine, jeder behauptet «etwas» über die Schweizer und dass die Schweizer «Etwas» von sich behaupten. Aber ist es wirklich so? Oder ist es, was die Nicht-Schweizer einfach behaupten, weil es das ist, was SIE selbst denken (wollen)?
Zurück zu den Skandalen:
Haben Sie, Schweizer, für einen Moment gedacht, dass jetzt da irgendein «Möchte-Gern-Autor» auf sich aufmerksam machen möchte, indem er Skandale über Sie veröffentlicht, um Sie «bloß» zu stellen?
Also: «Skandale» in diesem Buch gibt es genug! Aber es sind interessanterweise «Skandale», die von IHRER inneren Einstellung abhängen, wie SIE sie interpretieren werden.
Für manche Schweizer und auch Nicht-Schweizer werden es überhaupt keine Skandale sein.
Und dennoch, für andere Schweizer und Nicht-Schweizer wird es ein Grund sein, ihren Rechtsschutz einzuschalten, aber keine Sorgen, ich habe zwei, und die eine Rechtsanwältin – übrigens: Schweizerin aus Zürich – ist spezialisiert auf dem literarischen Bereich.
Aber Sie werden sich wundern, wie es wieder von IHNEN abhängen wird, nicht von mir; ich wiederhole: von I H N E N, von wie SIE denken, was SIE fühlen, basierend auf IHREN Erfahrungen, auf IHRE Vorurteile, die Sie selber erworben haben oder während Ihrer Erziehung auf dem Weg Ihres Lebens bekommen haben.
So wie Sie es sehen WOLLEN, so wird Ihre Auslegung des Geschriebenen sein. Leider werden Sie kaum neutral sein können: ob Sie Schweizer sind oder nicht.
An den Spiegel Ihrer Gedanken soll Sie das kleine Quadrat am oberen linken Rand jeder einzelnen Seite dieses Buches erinnern … der Mensch, den Sie in diesem Spiegel sehen, seine Gedanken und Gefühle; um genau diesen Menschen geht es … Eigentlich immer:
Wir sind der Anfang und das Ende unseres Selbst, und zusammen sind wir alles, was das Leben ist:
Energie Masse & Alles, was dazwischen ist
Seele Geist Körper & Alles, was diese verbindet.
Kapitel 2
Neutralität
«Ein Land kann neutral sein, ein Mensch aber nicht»
Die Gesundheit eines Menschen wird durch meine Wenigkeit definiert als das physische, psychische, mentale und spirituelle Wohlbefinden.
Und wo ist das seelische Wohlbefinden geblieben?
Naja, das hängt jetzt ab, ob Sie die Gesundheit holistisch, aus der Schulmedizin, Komplementär-, Alternativ-, Integrativ-, energetischen-, spirituellen-, humanen- oder Prophetenmedizin betrachten möchten (Ja, stellen Sie sich vor, es gibt all diese verschiedenen Arten von Medizin – und übrigens: noch viele mehr!)
Also, zurück zur Seele: Für manche ist sie das «Produkt» – was für, in diesem Kontext, grässlich unpassendes Wort – von Geist und Psyche. Für manche andere ist es die «Mischung» – klingt schon einmal viel besser – aus Geist (Mente) und Psyche.
Für manche andere ist sie eine Entität für sich, sodass man die Definition der Gesundheit erweitern kann auf das Wohlbefinden, sowohl:
Physisch, psychisch, mental (geistig), spirituell und seelisch.
Was meinen Sie, was Gesundheit ist?
Also, nun zurück zur Neutralität des Menschen und der Beziehung zur Gesundheit.
Ein Mensch, der über Tausende von Gedanken pro Stunde bearbeitet und über seine Sinnesorgane bewusst und unbewusst, wach oder schlafend, eine sehr große Anzahl an Wahrnehmungen aufnimmt und bearbeitet, kann nicht neutral sein, weil jeder Input, den ein Mensch wahrnimmt, eine Reaktion auslöst: sei es auf eine psychische, nicht immer messbare, aber sicher nachvollziehbare, oder auf die zelluläre, biochemische Ebene.
Ob diese Reaktion aber letztendlich zum Ausdruck kommt durch eine Reaktion, ist natürlich eine ganz andere Sache.
Ja, der Mensch, ob Schweizer oder Nicht-Schweizer (ja, DAS ist immer noch unser Thema), kann auf etwas oder eine Situation neutral REAGIEREN, aber nicht sein, und genau DA liegt der große Unterschied!
Welchen?
Zwischen Schweizer und Nicht-Schweizer?
Nein, nein, nein. Das habe ich nicht gemeint hier.
Mit «genau da ist der große Unterschied» meinte ich: wie entscheidend nicht der Sachverhalt ist, der ja passiert, sondern unsere REAKTION dazu.
Die Schweiz als Land ist neutral. Ich denke, das ist kein Geheimnis. Und ich würde mir nie anmaßen, über die Neutralität der Schweiz ein Buch zu schreiben; ich bin weder Historiker noch Politikwissenschaftler noch irgendeine Person, die über genügend Wissen darüber verfügt, geschweige denn die Erfahrung darin, es glauben zu sein.
Eine evidenzbasierte Wissenschaft ist neutral zum Beispiel (solange sich nicht die Politik und Wirtschaft einmischt: Wir werden doch jetzt nicht das Thema COVID-19-Impfungen hier einfließen lassen oder …!)
Aber der Mensch als ein lebendiges Wesen in einer Umgebung, die sich kontinuierlich verändert, kann nicht in seinen Gefühlen oder Gedanken neutral sein (kann man denn Gefühle und Gedanken voneinander überhaupt trennen?)
Ja, das kann man schon, aber nicht endgültig und nicht lange und schon gar nicht immer kontrolliert.
Aber Moment mal, was hat uns denn überhaupt hierhin gebracht? Ich meine, wir sprachen doch über das «Schweizer sind auch nur Menschen».
Ach ja, da fällt mir doch etwas ein:
Eine instinktive Aktion (oder Reaktion – es hängt davon ab, wie man es betrachtet) ist es, nachdem man von einem Titel «gestört» oder «fasziniert» worden ist, unter anderem auch einen Blick auf den Namen des Autors zu werfen.
Man möchte ja SEIN Vorurteil, das man sich nach dem Lesen des Titels ja gebildet hat, bestätigen!
Das führt bekanntlich zur Sicherheit und Bestärkung.
Nun haben Sie gelesen:
Dr. Rommel Jadaan
Jetzt wird es noch komplizierter!
Schon diese bekannte, verwirrende und ambivalente Kombination dieser zwei Buchstaben: D und R in Form von Dr., bringt jetzt womöglich, aber nicht unbedingt, Ihren Gedankenduktus ein wenig ins Schwanken.
Ist er nun ein Dr. (also Doktor) der Medizin, oder der Soziologie oder Politikwissenschaft oder der Astrophysik? Oder ist er ein Zahnarzt?
STOPP MAL KURZ!
Ist er denn überhaupt ein ER oder eine SIE?
…
Schweizer sind auch nur Menschen
Was hat Sie denn an dem Titel «gestört»?
Oder «neugierig» gemacht?
Irritiert?
Oder «aufmerksam gemacht»?
War es der ganze Titel oder das Wort «auch»?
Oder das Wort «nur»?
Oder waren es beide Wörter?
Vielleicht war es der Kontext im Sinne, dass «auch» und «nur» zusammen vorkommen?
Und dann noch als Titel eines Buches.
Was Sie gefühlt haben oder gedacht haben, als Sie den Titel gelesen haben, ist selbstverständlich Ihre persönliche Angelegenheit und/oder Ihre «Gewohnheit?»
Wäre es ein Unterschied gewesen, hieße der Titel:
Schweizer sind Menschen
Oder
Schweizer sind auch Menschen
Oder
Schweizer sind nur Menschen
Oder
Schweizer sind nicht nur Menschen
Oder
Schweizer sind keine Menschen
Oder
Oder Schweizer sind auch Keine-Menschen
Oder
Schweizer sind auch nur Keine-Menschen
Oder
Schweizer sind Halbe oder Viertel oder Dreiviertel oder Drittel Menschen …
Warum aber genau dieser Titel:
Schweizer sind auch nur Menschen!
Ist dies nun ein Kompliment oder eine Beleidigung?
DAS nun hängt zu einem Prozentsatz vom Inhalt dieses Buches ab und zu einem immens großen Prozentsatz aber auch von Ihnen.
Der allererste Eindruck über egal was, entspringt oftmals unserer Gewohnheit, unserer persönlichen Einstellung, Erziehung, Erfahrung usw. Dann gibt es aber einen zweiten Eindruck, der bildet sich, je mehr Information bzw. Wissen wir über diese Angelegenheit erwerben. Diese vermischt sich dann mit dem ursprünglich «fest Verankerten», und jetzt beginnen eigentlich die «Probleme»… oder die «Reise»!… sich zu öffnen und persönlich zu wachsen. Sie entscheiden das, für und wenn Sie Kinder haben, auch für sie, und falls Sie ein Team leiten oder Mitarbeiter führen,
ebenso für euch und Ihr Unternehmen.
JETZT dürfen Sie sich bewusst aussuchen, welches Gefühl der Titel bei Ihnen ausgelöst hat.
Vorher noch bitte zwei wichtige Hinweise:
1. Das Inhaltsverzeichnis ist am Ende des Buchs.
2. Bei Begriffen wie Autor oder Schweizer oder Ausländer etc. ist selbstverständlich auch die weibliche Form: Autorin, Schweizerin, Ausländerin etc. gemeint
KAPITEL 1
Spiegel
Wenn Sie bis hierhin weitergeblättert haben, dann haben Sie schon den ersten Schritt dieser Reise in und zu sich selbst begonnen.
Eine Reise, in der Sie sich selbst sehr oft über den Weg laufen werden.
Wundern Sie sich nicht, wenn dies öfters geschieht, weil das Buch ist in einem
besonderen Stil geschrieben: «The Mirroring Style» – Der Spiegelungsstil.
Ja, Sie haben richtig gelesen: Spiegelung.
«Schweizer sind auch nur Menschen» also.
Falls Sie ein Schweizer sind oder ein Nicht-Schweizer, was haben Sie wohl gedacht, als Sie diesen Titel gelesen haben?
Mit welcher mentalen persönlichen Betonung haben Sie ihn gelesen:
So: «Schweizer sind AUCH nur Menschen»?
Oder so: «Schweizer sind auch NUR Menschen»?
Oder: «SCHWEIZER sind auch nur Menschen»?
Oder vielleicht: «Schweizer sind auch nur MENSCHEN»?
Oder eine andere innere, ganz persönliche Betonung, die von irgendetwas getriggert wurde und dann entsprechend etwas Weiteres auslöste. Etwas, was zu einer Vernetzung geführt hat, die, wie Sie selber gerade merken, Sie so lenkt, dass Sie immer noch am Lesen sind und nicht das Buch direkt zurück ins Regal getan haben oder überhaupt gar nicht erst in die Hände genommen haben oder schon die «Beschreibung» des Buches am Lesen sind.
Interessant, oder?
Schweizer sind auch nur Menschen.
Falls Sie, Schweizer sind:
Dachten Sie vielleicht:
«Was für eine Frechheit. Wer erlaubt sich hier, unser «Mensch-Sein» in Frage zu stellen?»
Oder dachten Sie:
«Oh, wie schön: Da würdigt uns ja ein Autor als Menschen und zeigt auf,
wie bescheiden wir sind?»
Dachten Sie:
«Grotesk. Was für ein Skandal. Natürlich sind wir Schweizer auch Menschen.»
Oder dachten Sie etwa ganz neutral:
«Logisch, sind wir Schweizer auch Menschen.»
Dachten Sie:
«Will uns hier jemand diskriminieren?»
Oder dachten Sie:
«Dies scheint ein Annäherungsversuch zu sein.»
Falls Sie, Nicht-Schweizer sind: vielleicht ein Deutscher, oder Franzose, Italiener oder Amerikaner; Jordanier oder Vietnamese, Afrikaner (bitte nehmen Sie es nicht persönlich, wenn ich jetzt nicht alle Länder und Kontinente der Welt nenne, aber Sie dürfen davon ausgehen, dass hier jeder, der nicht eine Schweizer Staatsbürgerschaft besitzt, gemeint ist).
Was haben Sie wohl gedacht?
Egal jetzt, ob Sie ein B, C, D, E, einen anderen Ausweis haben oder «eingebürgert» sind.
Egal, was Ihr Beruf ist, Religion oder von welcher Kultur Sie stammen.
Was haben Sie gedacht, als Sie diesen Titel: «Schweizer sind auch nur Menschen» gelesen haben?
Dachten Sie:
«Na endlich, bringt jemand die Schweizer auf den Boden?»
Oder dachten Sie eher:
«Oh, das ist ja schön: Na klar sind Schweizer auch nur Menschen.»
Dachten Sie als Nicht-Schweizer:
«Endlich werden die Schweizer mit ihrer «Arroganz» konfrontiert?»
Oder dachten Sie:
«Unsere Gastgeber, die Schweizer, sind nicht nur «auch Menschen»,
sondern auch gutherzige und wohlwollende Menschen?»
Nur Sie wissen, zumindest in diesem Augenblick noch, was Sie wohl gedacht haben!
Ja, Herr und Frau Leser*in Nicht-Schweizer:
Der Titel hat SIE und Ihre Denkweise gespiegelt.
IHRE schon erfahrenen Situationen mit Schweizern haben eine Meinung und teilweise auch schon Urteile gebildet, und IHRE nicht erfahrenen Situationen mit ihnen, also die, die Sie gelesen oder gehört haben, haben IHRE Vorurteile bestimmt und Sie dazu geleitet, den Titel so zu lesen und selbstverständlich zu interpretieren, wie Sie es interpretieren «wollten» und laut Ihrem Unter- und Bewusstsein «sollten» oder fast «müssten», um ja keine Verwirrung in Ihrer Gedanken- und Gefühlswelt zu stiften.
Und Sie, Herr und Frau Schweizer*in. Sie haben, vor allem nach meiner Ausführung an die oben erwähnten Mitmenschen – die Nicht-Schweizer – sicherlich bemerkt, dass die Art und Weise, wie Sie diesen Titel verstanden und interpretiert haben (mir ist bewusst, dass es einen großen Unterschied gibt zwischen Verstehen und Interpretieren!), aber auch Sie wurden gespiegelt: So wie SIE über sich und über solch einen Titel denken (und natürlich automatisch im ersten Augenblick auch fühlen), so haben Sie ihn gelesen und gedanklich inhaliert.
Haben Sie, Schweizer oder Nicht-Schweizer, irgendwo in einer tiefsten Ecke des Hinterkopfes gedacht, es werden hier in diesem Buch Skandale über die Schweizer veröffentlicht?
Solche Skandale, damit so manche Nicht-Schweizer sich freuen und das Gefühl bekommen, dass endlich «jemand aufgetaucht ist, der den Schweizern zeigt, dass sie gar nicht das sind, was sie von sich behaupten» – was behaupten denn die Schweizer von sich? Wissen Sie als Nicht-Schweizer das oder wissen es die Schweizer selbst überhaupt?
Ich meine, jeder behauptet «etwas» über die Schweizer und dass die Schweizer «Etwas» von sich behaupten. Aber ist es wirklich so? Oder ist es, was die Nicht-Schweizer einfach behaupten, weil es das ist, was SIE selbst denken (wollen)?
Zurück zu den Skandalen:
Haben Sie, Schweizer, für einen Moment gedacht, dass jetzt da irgendein «Möchte-Gern-Autor» auf sich aufmerksam machen möchte, indem er Skandale über Sie veröffentlicht, um Sie «bloß» zu stellen?
Also: «Skandale» in diesem Buch gibt es genug! Aber es sind interessanterweise «Skandale», die von IHRER inneren Einstellung abhängen, wie SIE sie interpretieren werden.
Für manche Schweizer und auch Nicht-Schweizer werden es überhaupt keine Skandale sein.
Und dennoch, für andere Schweizer und Nicht-Schweizer wird es ein Grund sein, ihren Rechtsschutz einzuschalten, aber keine Sorgen, ich habe zwei, und die eine Rechtsanwältin – übrigens: Schweizerin aus Zürich – ist spezialisiert auf dem literarischen Bereich.
Aber Sie werden sich wundern, wie es wieder von IHNEN abhängen wird, nicht von mir; ich wiederhole: von I H N E N, von wie SIE denken, was SIE fühlen, basierend auf IHREN Erfahrungen, auf IHRE Vorurteile, die Sie selber erworben haben oder während Ihrer Erziehung auf dem Weg Ihres Lebens bekommen haben.
So wie Sie es sehen WOLLEN, so wird Ihre Auslegung des Geschriebenen sein. Leider werden Sie kaum neutral sein können: ob Sie Schweizer sind oder nicht.
An den Spiegel Ihrer Gedanken soll Sie das kleine Quadrat am oberen linken Rand jeder einzelnen Seite dieses Buches erinnern … der Mensch, den Sie in diesem Spiegel sehen, seine Gedanken und Gefühle; um genau diesen Menschen geht es … Eigentlich immer:
Wir sind der Anfang und das Ende unseres Selbst, und zusammen sind wir alles, was das Leben ist:
Energie Masse & Alles, was dazwischen ist
Seele Geist Körper & Alles, was diese verbindet.
Kapitel 2
Neutralität
«Ein Land kann neutral sein, ein Mensch aber nicht»
Die Gesundheit eines Menschen wird durch meine Wenigkeit definiert als das physische, psychische, mentale und spirituelle Wohlbefinden.
Und wo ist das seelische Wohlbefinden geblieben?
Naja, das hängt jetzt ab, ob Sie die Gesundheit holistisch, aus der Schulmedizin, Komplementär-, Alternativ-, Integrativ-, energetischen-, spirituellen-, humanen- oder Prophetenmedizin betrachten möchten (Ja, stellen Sie sich vor, es gibt all diese verschiedenen Arten von Medizin – und übrigens: noch viele mehr!)
Also, zurück zur Seele: Für manche ist sie das «Produkt» – was für, in diesem Kontext, grässlich unpassendes Wort – von Geist und Psyche. Für manche andere ist es die «Mischung» – klingt schon einmal viel besser – aus Geist (Mente) und Psyche.
Für manche andere ist sie eine Entität für sich, sodass man die Definition der Gesundheit erweitern kann auf das Wohlbefinden, sowohl:
Physisch, psychisch, mental (geistig), spirituell und seelisch.
Was meinen Sie, was Gesundheit ist?
Also, nun zurück zur Neutralität des Menschen und der Beziehung zur Gesundheit.
Ein Mensch, der über Tausende von Gedanken pro Stunde bearbeitet und über seine Sinnesorgane bewusst und unbewusst, wach oder schlafend, eine sehr große Anzahl an Wahrnehmungen aufnimmt und bearbeitet, kann nicht neutral sein, weil jeder Input, den ein Mensch wahrnimmt, eine Reaktion auslöst: sei es auf eine psychische, nicht immer messbare, aber sicher nachvollziehbare, oder auf die zelluläre, biochemische Ebene.
Ob diese Reaktion aber letztendlich zum Ausdruck kommt durch eine Reaktion, ist natürlich eine ganz andere Sache.
Ja, der Mensch, ob Schweizer oder Nicht-Schweizer (ja, DAS ist immer noch unser Thema), kann auf etwas oder eine Situation neutral REAGIEREN, aber nicht sein, und genau DA liegt der große Unterschied!
Welchen?
Zwischen Schweizer und Nicht-Schweizer?
Nein, nein, nein. Das habe ich nicht gemeint hier.
Mit «genau da ist der große Unterschied» meinte ich: wie entscheidend nicht der Sachverhalt ist, der ja passiert, sondern unsere REAKTION dazu.
Die Schweiz als Land ist neutral. Ich denke, das ist kein Geheimnis. Und ich würde mir nie anmaßen, über die Neutralität der Schweiz ein Buch zu schreiben; ich bin weder Historiker noch Politikwissenschaftler noch irgendeine Person, die über genügend Wissen darüber verfügt, geschweige denn die Erfahrung darin, es glauben zu sein.
Eine evidenzbasierte Wissenschaft ist neutral zum Beispiel (solange sich nicht die Politik und Wirtschaft einmischt: Wir werden doch jetzt nicht das Thema COVID-19-Impfungen hier einfließen lassen oder …!)
Aber der Mensch als ein lebendiges Wesen in einer Umgebung, die sich kontinuierlich verändert, kann nicht in seinen Gefühlen oder Gedanken neutral sein (kann man denn Gefühle und Gedanken voneinander überhaupt trennen?)
Ja, das kann man schon, aber nicht endgültig und nicht lange und schon gar nicht immer kontrolliert.
Aber Moment mal, was hat uns denn überhaupt hierhin gebracht? Ich meine, wir sprachen doch über das «Schweizer sind auch nur Menschen».
Ach ja, da fällt mir doch etwas ein:
Eine instinktive Aktion (oder Reaktion – es hängt davon ab, wie man es betrachtet) ist es, nachdem man von einem Titel «gestört» oder «fasziniert» worden ist, unter anderem auch einen Blick auf den Namen des Autors zu werfen.
Man möchte ja SEIN Vorurteil, das man sich nach dem Lesen des Titels ja gebildet hat, bestätigen!
Das führt bekanntlich zur Sicherheit und Bestärkung.
Nun haben Sie gelesen:
Dr. Rommel Jadaan
Jetzt wird es noch komplizierter!
Schon diese bekannte, verwirrende und ambivalente Kombination dieser zwei Buchstaben: D und R in Form von Dr., bringt jetzt womöglich, aber nicht unbedingt, Ihren Gedankenduktus ein wenig ins Schwanken.
Ist er nun ein Dr. (also Doktor) der Medizin, oder der Soziologie oder Politikwissenschaft oder der Astrophysik? Oder ist er ein Zahnarzt?
STOPP MAL KURZ!
Ist er denn überhaupt ein ER oder eine SIE?
…

