Rome und Julige - Die Urbanität der Geschmacklosigkeit!

Rome und Julige - Die Urbanität der Geschmacklosigkeit!

Konstantin Nopel


EUR 21,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 98
ISBN: 978-3-99107-649-0
Erscheinungsdatum: 27.12.2021
42 brisante Texte über die Großstadt in der modernen Zeit und den Zusammenhalt des städtischen Lebens! Auch in Not geratene Leute finden Glückseligkeit und den Weg zum Ziel!
Vorwort!

Eine Offenbarung an die heutige städtische Gesellschaft, ein Buch, das sich an die Geschmacklosigkeit der heutigen Zeit erinnert! Und es wagt, Dinge auszusprechen, die wohl keiner vorher getan hat!
„Rome und Julige“ ist eine Verdrehung und Verwechslung der heutigen geschmacklosen Zeit und keine Romanze! Das Buch kann nicht als Sammlung von Kurzgeschichten angesehen werden, aber es behandelt wichtige, den Zeitgeist der momentanen urbanen Gesellschaft treffende, spannende und brisante Themen. Doch warum heißt die Geschichte nicht nur: „Die Urbanität der Geschmacklosigkeit“, sondern trägt den Titel „Rome und Julige“? Und warum der Zusatz: „Wie man das Städtische leicht nimmt“?
Die Abhandlungen und Geschichten entstanden, während ich in einer großen Stadt in der Schweiz verweilte! Und ich frage mich, ob ich die richtige Entscheidung getroffen habe, nachdem ich eine Weile in einem Schweizer Bergdorf gewohnt hatte, in die Stadt zu ziehen? Nun, die Entscheidung war richtig gewesen, doch es wird sich zeigen, ob ich hier in Stadtnähe bleiben werde? – Ich wohne in einer schönen großen Wohnung; wenn ich aus dem Haus gehe, bin ich im Getümmel einer Großstadt, wo es zwar auch geht, außer dass es die Nähe und Menschlichkeit des kleinen Schweizer Bergdorfes gibt!
Rome steht für Stadt, Julige eher für das Monumentale. Der Grund für die Verwechslung und Verdrehung der Liebesgeschichte von Romeo und Julia ist folgender: An diesem Ort gibt es nicht nur geschmackvolle, sondern auch viele geschmacklose Leute, nicht nur Heteros, sondern alle möglichen Formen der heutigen urbanen Gesellschaft! Ich vermute, es ist allen egal, obwohl jeder gezwungenermaßen für sich einen Unterschied macht! Aber man hat sich trotzdem in irgendeiner Weise lieb! Man kommt an sich vorbei, man sieht sich jeden Tag, andere wiederum zum ersten Mal, aber trotzdem nimmt man sich in irgendeiner Weise nicht wahr!
Nach „Romea und Julius“ vermutet man den Titel des Buches schon eher bei mir als vorher, denn ich bin wissenschaftlicher Schriftsteller, der sich vor allem mit den Menschen beschäftigt.
Doch die Geschmacklosigkeit nimmt jeden Tag zu, genauso wie es mit der Gleichgültigkeit in dem Schweizer Bergdorf gewesen war. In dem Bergdorf war ich hängengeblieben, nun bin ich hier und werde wohl noch eine ganze Weile hier bleiben!

Im Sommer 2020
Konstantin Nopel



Viele Wege führen nach Rom?!

Die Stadt des humanistischen Geistes, die Stadt der Kunst, die Stadt Italiens, alles durchmischt zu einem unerträglichen Wirrwarr und des Seins!
Viele suchen den Weg in diese Stadt, als ob es nicht anders geht, als kein Weg daran vorbei, weil viele Wege dorthin führen! Sei es zu Fuß, mit dem Auto, per Schiff oder mit dem Flugzeug!
Man kann nicht mit dem Schiff direkt in die Stadt fahren, aber durch einen Geheimweg hingelangen!
Seit Tausenden von Jahren gibt es sie, vergessen tut man sie nicht, aber so begehrt wie Venedig oder Florenz ist sie nie!
Nun, die Zeit der Blüte der Jahre ist vorbei, doch ein Brennpunkt in der Geschichte ist sie merklich immer noch!
Seit Romulus und Remus die Stadt gegründet haben, hat sie nie den Glauben verloren! Und seit dieser Zeit heiß umkämpft, ist sie ein Wahrzeichen von Krieg und Frieden geblieben. Viele Wege sind übriggeblieben, Bahnen, Bauten, Statuen geblieben. Doch der Traum, sie zu erobern, ist längst vorbei, weil es inzwischen unmöglich erscheint.
Rom, die Stadt der Mächtigen und der unvergänglichen Bauten, muss mächtig aussehend bleiben, aber darf an Glanz nicht verlieren, doch der Papst mit seinem Stuhl Petri beim Vatikan darf alles, nur nicht das Unvergängliche zu Kreuze tragen!
Ruhe, Erhabenheit, und Gloria, die Mensa des machtvollen Wissens, in einer Zeit der nichtsahnenden geschmacklosen Unverträglichkeit. Viva Roma ! Viva la via di Roma in gloria et aetas sunt ! (Es lebe Rom! Es lebe der Weg nach Rom, in Ruhm und Zeitalter!)
Doch nicht für alle hat der Weg wieder weggeführt. Räuber, Diebe mussten bleiben, in Kerkern bei Wasser und Brot ihr Leben lassen. Soldaten hatte Caesar genug, die fürs Vaterland ihr Leben ließen und als Nutznießer in die Geschichte eingehen!
Ob Kunst, Mode, Universität, für mehr hat auch die Moderne Einzug in diese Stadt erhalten. Aber, wie vieles in der Welt, hat es auch in Rom geschmacklose Dinge gegeben! Morden, Wahnsinn, Blutverlust, aber nach all dem Frust ist Rom in seiner Art einzigartig geblieben!
„Er kam, sah, siegte!“ – „Viele Wege führen eben nach Rom!“ So wie sie von da wieder wegführen, in Kürze und Länge sind sie alle gleich, aber in einem Kürzel ausgedrückt: Viva, Roma!




Stille Wasser sind tief!

Bisweilen sind wir es gewöhnt, dass man nicht allem von allen Glauben schenken kann!? Denn der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, was dies anbelangt! Aber, davon abgesehen, gilt nicht alles als aufrichtig, was pflegeleicht zu erscheinen vermag, denn nicht alles scheint der Wahrheit zu entsprechen, was man verspricht und als klug hinstellt, aber darüber lässt es sich streiten?!
Da wo das Wasser tief ist, ist die See zuweilen ruhig; und wo es rund zugeht, da ist was los, was meist Freude zu bereiten vermag!
Sind alle stillen Menschen tiefgründig? Nein, das kann man nicht unbedingt sagen, aber meistens haben sie auch etwas zu sagen; vielleicht aber im Versteckten, aber das muss es wohl auch geben!
Wie laut wäre die Welt, wenn es keine ruhigen Menschen geben würde. Und irgendwie auch gewöhnlich?
Es gab mal ‘ne Schriftstellerin, die hat das Laute auch mit billigen Dingen verglichen, denn zum Beispiel ein großes Automobil fährt gewöhnlich auch ruhiger und sicherer.
Kurze Rede, kurzer Sinn, um nochmals auf das Ruhige sprechen zu kommen: Fühlt man sich bei ruhigen Menschen, die leise sprechen, sicher? – In der Regel, ja! Aber, was ist mit denen, die kein Sterbenswort von sich geben? Sind da die stillen Wasser nicht zu tief? Doch, doch! Obwohl, viel zu stille Menschen haben auch etwas Verschlossenes an sich. Und tiefgründige Menschen sind nur tiefgründig, wenn sie etwas Tiefsinniges zu erzählen haben.
Philosophen sind auch keine lauten Menschen, und Verschrobene sind meistens auf eine Art und Weise gewalttätig. Gewalt ist etwas lautes, jedoch kommt ein Dieb auf leisen Sohlen!
Lautselige Menschen finden keinen Schlaf, aber treue Seelen schlummern tief und fest in der Abenddämmerung. Und eine Lanze, ein Schwert, ein Säbel ruhig in jemand reinzustoßen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Stille Wasser stillen den Durst weniger als das sprudelnde Süßwasser.
Wie sagt man? In der Ruhe liegt die Kraft, aber gleichzeitig kann ein ruhiger Mensch auch langweilig sein; genauso wie eine eintönige, langweilige Tätigkeit!
Aber ein jeder Schriftsteller schätzt es, nicht in schreiender Gesellschaft zu sein, aber es gibt auch welche, die ihre Bücher in Caféhäusern und in einem Speisewagen schreiben.
Man kann jedoch nur laut sein, wenn man auch das andere kennt, besonders in einer lauten Zeit, wo ein bisschen Ruhe Sinn machen würde!




Presslufthammer!!!

Was für ein Lärm war an der Baustelle! Kinder, Frauen und sogar die Männer hielten sich beim Vorbeigehen die Ohren zu. Könnte man das nicht etwas leiser machen? Fürwahr, es war eine Tortur, und trotzdem hielt die Prozedur schon über Stunden an!
Der empfindsame Jakob hielt sich die Ohren zu. Das Problem war, dass er gleich hinter der Baustelle wohnte; und auch bei geöffnetem Fenster war es nicht besonders angenehm.
Abends das Gleiche. Jakob war verabredet. Er ging mit Freunden aus und landete in einer topmodernen Disco, die wie ein Raumschiff aussah! Der einzige Nachteil war, dass es nicht fliegen konnte! Seine Freunde hatten seit Tagen für diese Disco geschwärmt und er hatte sich auch gefreut! Doch nun hielt sich die Freude in ziemlichen Grenzen. Die Musik war laut, so dass man sie nicht als Musik empfinden konnte, sondern man empfand es als regelrechter Lärm! Obwohl, er hörte sonst die gleiche Musik, sogar gern und jetzt diese Blamage, und er hätte sich am liebsten – wie heute Morgen – die Ohren zugehalten. Der Takt der Musik fuhr einfach so über seine beiden Trommelfelle wie eine plättende Dampfhammerwalze. Und das an diesem Tag, wo er etwas Angenehmes hätte brauchen können!
Plötzlich huschte ein Lächeln über sein Gesicht. Wie konnte er nur so etwas Unsinniges denken? Presste man Trauben auch mit so viel Geräusch? – Und was gab’s für ein Geräusch beim Gebären? Die Frauen pressten das Baby auch irgendwie raus?!
„Press the button! Press, press, press the button!!“, sangen die riesigen Lautspreche gerade. „Press!“
Apropos Presse? Er war gespannt, ob die Presse morgen etwas über Ruhestörung bringen würde. – Sehr gespannt!
Und dann schnappte er nach Luft! Neben ihm hatte sich gerade ein Mädchen hingesetzt. Es war ein Hammer! Aber, ihm fehlte der Mut, sie anzusprechen. Denn seine besten Freunde hatten das schon getan. Er hatte keine Lust, von ihr gefragt zu werden, was er gerade zu ihr gesagt hatte! Bei all dem Lärm. Und darauf presste er lieber noch ein wenig von der Zitrone in sein Coca-Cola-Glas, obwohl sie ihn nicht abfällig musterte.
„Press the button! Press, press, press, press the button!!!“
Zuhause hatte er dann endlich seine Ruhe! Von all den Presslufthämmern den ganzen Tag. Musik war sein Leben gewesen. Nun hatte er das Interesse beinahe daran verloren und er genoss endlich die abendliche Ruhe …!




In der Ruhe liegt die Kraft?

Kraftquellen gibt es viele. Eine davon ist die Ruhe und die Erhabenheit und die Stille eines Ortes! Es zeigt sich meistens, dass man aus der Ruhe und Stille mehr schöpfen kann als aus lautseligen Dingen, die nichts bringen!
Die Ruhe hat etwas Feierliches, etwas wo viel Kraft vorzufinden ist. Man kann sich zum Beispiel nicht vorstellen, dass es in einer Kirche laut zu- und hergeht. Wo es still ist, findet man Kraft im Gebet. Und wenn man etwas lernen möchte, muss man auch seine Ruhe dazu haben!
Ein Ort, wo man auch seine Ruhe braucht, ist die Bibliothek. Dort herrscht meistens eine entspannte, ruhige Atmosphäre und das ist die Atmosphäre des Wissens! Trotz aller Spannung ist dort das Reden verboten, weil man sonst nicht lernen kann. Und lernen sollte man viel im Leben!
Menschen, die Ruhe ausstrahlen, sind meistens gerngesehene Leute, welche oftmals auch viel wissen, weil sie viel lesen! Diese Ruhe verkörpert auch viel Intelligenz. Es können heute fast alle Leute lesen, aber haben Schriftsteller auch so viel zu lesen? Und lesen sie die eigenen Bücher auch? Nein, natürlich nicht. Denn wer schreibt schon für sich selbst?
Kann man auch in Ruhe Kapital schöpfen? Die wenigsten tun dies, denn die meisten wollen etwas erleben für ihr Geld! – Kosten lautselige Dinge mehr als die stillen Orte, wo so manche Geschäfte abgewickelt werden? In der Regel, ja. Große Dinge kosten mehr, genauso wie Ferien an großen Orten und in großen Hotels. Kleine Orte sind ruhiger und kosten dementsprechend wenig. Und das stille Örtchen kostet meistens fast nichts, und auch die Fliegen da kosten nichts, hingegen kostet ein Helikopter mehr als der Flug in einem großen Flieger, also ich meine in einem sogenannten Flugzeug!
Kann man die Ruhe immer ertragen? In der Ruhe findet man die Kraft fürs Leben, genauso wie man sich in Ruhe etwas überlegen kann.
Die Ruhe lässt auch Vertrauen zu. Genauso wie in ruhigen und friedvollen Tagen mehr fruchten kann als an lauten hyperglückseligen Tagen sich weniger offenbart. Der Tag der Einkehr, in sich selbst reinsehen, in ruhigen und friedvollen Tagen beginnt die stille Einsamkeit der Vernunft zu fruchten.
Mögen sie in Ruhe und Frieden leben, die, die wir vergessen wollen, jene, die wir nicht mochten und die, die vor uns gelebt haben und nun tot sind! Amen!
Lasst uns Kraft schöpfen aus der Ruhe in der nächsten Zeit, in den nächsten Tagen, Wochen, Monaten, wenn nicht sogar Jahren. Wenn wir nicht alles so viel mehr hätten wie unsere Ruhe!


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