Cover: Neue Medien/Smartphones und ihre gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen

Neue Medien/Smartphones und ihre gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen
Informationen über die gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen, umfangreiche Beratung über die Behandlung und Lösungsmöglichkeiten für den Familienalltag


EUR 22,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 198
ISBN: 978-3-7116-1060-7
Erscheinungsdatum: 13.10.2025
Alexander Keßling-Felkel, Dipl. Pädagoge und Lerntherapeut, erklärt in seinem Buch umfassend Mediensucht, LRS, ADHS & mehr. Mit Tipps zu Therapie, Lernmethoden, Entspannung, Kriegserklärung, Mobbing, Förderangeboten und rechtlichen Hilfen.
Einführung in das Thema


Warum dieses Buch und wie kann es Ihnen helfen?

Weltweit (!) ist die Anzahl der förderbedürftigen Kinder aufgrund von Lernschwächen, Legasthenie und der seit ca. 2010 auftretenden Mediensucht stetig gestiegen. Beschleunigt wurde dies auch durch die Coronapandemie, die Ursache für den Ausfall von Unterricht, Fördermaßnahmen, unsicheres Lernverhalten in den Familien und Rückzug in die Welt der Handys und Computer war.

Eine hohe Anzahl an förderbedürftigen Schülern bedeutet auch eine hohe Anzahl an Familien, die davon mitbetroffen sind und die oftmals keine oder nur wenige Kenntnisse darüber haben, wie sie mit den damit verbundenen Problemen zurechtkommen sollen.

Hier nur ein paar Fragen, die mir von Eltern in solchen Fällen häufig gestellt werden:

Was ist eine Lernschwäche?
Hat mein Kind eine Lernschwäche?
Hat mein Kind eine Lernschwäche oder schon Legasthenie?
Hat mein Kind ADHS oder ist es nur besonders lebhaft?
Mein Kind zieht sich mit seinem Handy oder Computer immer mehr zurück, ist das normal?
Mein Kind kann sich vieles nicht mehr merken, woran liegt das?
Mein Kind kann sich nicht merken, was es liest, oder versteht nicht was es liest, warum?
Wo finde ich Hilfe durch Therapeuten oder Ärzte?
Mein Kind kommt mit dem Lehrer oder den Schülern nicht zurecht und wird gemobbt, was kann ich tun?
Wie kann ich mein Kind zu Hause beim Lernen unterstützen?
Wie lernt mein Kind, richtig zu lernen?
Wer übernimmt die Kosten für eine Behandlung?
Was ist Nachteilsausgleich?

Daher kam mir die Idee, für Sie als Betroffene ein Buch zu schreiben, das Antworten auf all diese Fragen liefern soll.
Da es seit 2010 immer häufiger zu Fällen von Mediensucht kommt, einer neuen Form einer sehr schweren Erkrankung, die nicht nur die Lernfähigkeit des Kindes stark einschränkt, sondern auch eine normale Entwicklung negativ beeinflusst und sogar verhindern kann, sowie starke Folgeerkrankungen verursacht, habe ich hier meinen Schwerpunkt gewählt.

Da wir in Zeiten leben, in denen leider der Krieg immer häufiger ein Thema ist, mit dem sich Kinder auch beschäftigen und zu dem sie viele Fragen haben, habe ich zu diesem Thema ebenfalls ein Kapitel hinzugefügt.
Die Behandlung und Therapie einer Lernschwäche betrifft nicht nur das Kind, sondern auch die ganze Familie und stellt eine hohe Belastung für das Familienleben dar, auch psychisch. Um dies bewältigen zu können, empfehle ich die Anwendung von Entspannungsmethoden, um Ihren eigenen seelischen Ausgleich zu ermöglichen. Nutzen Sie diese Möglichkeiten! Bei einer fundierten Erklärung von Sachverhalten lassen sich Fremdwörter nicht immer vermeiden. Kursiv geschriebene Wörter werden im Abschnitt Begriffserklärungen genauer erläutert.
Ich hoffe, dass Ihnen dieses Buch hilft, Ihre Probleme zu lösen. Wenn Sie weitere Fragen haben oder Hilfe für Ihr Kind benötigen, scheuen Sie sich nicht, mich anzuschreiben. Ich helfe Ihnen gerne weiter, Sie können meine Website besuchen und mir dort schreiben.

Aktuelle und weitere Informationen können Sie unter
www.likeadaydreamlerntherapienachhilfeundbildung.com
erfahren.

Die neue Krankheit „Mediensucht“
Haben Sie Ihr Kind schon einmal insgeheim oder direkt bewundert, wie schnell es in Computerspielen reagiert oder wie schnell es sich mit all diesen Handy-Apps wie TikTok etc. auskennt? Einerseits könnte man als Mensch „gesetzteren Alters“ fast neidisch sein, jedoch andererseits…
Mit neuen Medien sind neben Computerspielen, Spielekonsolen und iPads vor allem der Zugang zum Internet durch Computer und vor allem durch Smartphones gemeint.
Folgende Symptome werden oft festgestellt:

Fehlende Konzentration und Merkfähigkeit,
Nervosität,
eingeschränktes/auffälliges Kommunikationsverhalten,
fehlende Empathie,
Zurückgezogenheit,
Ängste bis hin zu Angststörungen und Depressionen.

Kinder sind soziale Wesen. Sie entwickeln sich in zunächst starker Abhängigkeit von ihrer Umwelt. Sie prägen ihre Biografie, körperliche, seelische und geistige Entwicklung maßgeblich durch ihr selbstständiges Handeln.
Die Form, Funktionalität und Beschaffenheit der (Frei-)Räume und Gegenstände, das von Liebe und Wohlwollen geprägte soziokulturelle Umfeld und die geistige Wachheit, Agilität und Weltanschauung der Mitmenschen wirken, zunächst sehr unmittelbar und später mittelbarer, gestaltend auf die Hirnstrukturen, Gewohnheiten, Fähigkeiten, Wünsche und Interessen des Kindes ein. Bildung und Beziehung sind die für die menschliche Gesundheit maßgeblichen Variablen. Zugleich hat jedes Kind zusätzlich ein, bei manchen Kindern erstaunlich starkes, freies innewohnendes Entwicklungspotenzial, das aus sich heraus dazu führt, dass es sich auch unter „ungünstigsten“ Bedingungen zum Höchsten entwickeln kann. Wenn man beabsichtigt, die Nutzung der Medien einzuschränken oder ganz darauf zu verzichten, muss durch ein vorwiegendes Ansetzen an den realen Ressourcen und Möglichkeiten von Kindern deren Förderung und Verstärkung die Gefahr vermieden werden, dass durch das Wegnehmen von digitalen Ressourcen eine Leere entsteht, die im schlimmsten Fall mit noch Ungesunderem gefüllt wird.
Wirklich tiefgreifende Veränderungen im Leben entstehen vor allem durch innere Einsichten, nicht allein durch Regeln und Strukturen. Im familiären Zusammenhang bedeutet dies auch Reflexion, Selbstkritik, Toleranz und vor allem die Motivation zur Umsetzung.
Möglich sind hier Negativbeispiele und Warnungen, aber vor allem „Best Practice“-Beispiele, die begeisternd und ansteckend sind und die individuellen Neigungen Ihres Kindes berücksichtigen.
Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Sie die Sprache Ihres Kindes immer besser verstehen lernen. Sie sollten lernen, die Vitalitätszustände Ihres Kindes einschätzen zu können. Zu wissen, wann das Kind müde, fröhlich, hungrig oder unzufrieden ist, ist von zentraler Bedeutung, um zu entscheiden, welche Art der Interaktion gerade sinnvoll oder notwendig ist.
Dabei ist zu betonen, dass das Kind eine Persönlichkeit hat, die sich in Interaktion mit Ihnen und gemeinsam mit Ihnen entwickelt. Dazu gehört auch das „neu Entdecken“ und Berücksichtigen der eigenen Sinne.
Dazu gehören auch der Sinn für das eigene Wohlbefinden, eigene Bewegungen, eigene Gedanken und der Sinn für das „Du“ des Gegenübers. Lernen Sie eine gute Wahrnehmung für die Lebensäußerungen Ihres Kindes, sind Sie sich selber Ihrer Vorbildfunktion bewusst und widmen Sie sich täglich mit Zeit, Aufmerksamkeit und Feinfühligkeit Ihren Erziehungsaufgaben. So können Sie ein gesundes Aufwachsen in der Medienlandschaft ermöglichen und auch „Ausrutscher“, wie sie in jedem Leben passieren, parieren und ausgleichende Möglichkeiten finden.
Es ist wichtig, dass Sie sich bewusst sind, dass Ihr Kind, unabhängig vom Lebensalter, kein kleiner Erwachsener ist.
Sie müssen berücksichtigen, dass in den ersten drei Lebensjahren wesentliche Prozesse der neuronalen Reifung und Strukturierung des kindlichen Gehirns stattfinden und in vielen Bereichen auch abgeschlossen werden, insbesondere in der sensomotorischen Entwicklung. Kinder brauchen umfangreich Gelegenheit, sich in der dreidimensionalen Welt kreativ zu betätigen sowie vielfältige reale Erfahrungen mit allen Sinnen zu machen. Je weniger Übung Kinder haben, eigene innere Bilder zu erzeugen, desto schwerer fällt es ihnen, ihre Vorstellungskraft zu entwickeln. Kleine Kinder nehmen die Welt anders wahr, sodass Eltern und Kind zwar in derselben Umgebung sein mögen, sie jedoch ein sehr unterschiedliches Erleben und Wahrnehmen aufweisen. Kinder haben Bedürfnisse, die denen der Erwachsenen oft nicht entsprechen. Kinder brauchen daher vor allen Dingen sehr viel Zuwendung und feinfühlige Wertschätzung. Kindeswohl verlangt nach Eltern, die bereit sind, sich zum Verständnis ihrer Kinder auf einen ständigen Lern- und Weiterbildungsweg zu begeben und die sich Zeit für die Kinder nehmen. Als Ausgleich zur allgemein geforderten Medienkompetenz soll eine analoge Zukunftskompetenz ihr „gesellschaftliches“ Ziel darstellen. Insbesondere Kinder sollen lernen und durch die Eltern erfahren, dass explizit die Zeit, die man nicht an Bildschirmmedien verbringt, im Leben zählt. Die Zeit, während Ihr Kind mit Bildschirmmedien beschäftigt ist, fehlt für den Erwerb analoger Fähigkeiten (Reden, Sozialverhalten, Motorik etc.).

„Der Mensch wird am Du zum Ich.“
(Martin Buber)


Die neuen Medien und ihre Folgen für die Entwicklung des menschlichen Gehirns und des menschlichen Verhaltens

Bevor ich Ihnen Genaueres über diese neue Krankheit sowie Ratschläge und Hilfen mitteile und Ihnen zeige, wie Sie in der Praxis eine Umwandlung Ihres Kindes von einem „Medienkind“ in ein „realitätsbezogenes Kind“ erreichen können, möchte ich Ihnen einige Fakten und Erkenntnisse zu diesem Thema mitteilen, die es Ihnen ermöglichen sollen, die Ursachen und Hintergründe dieses neuen Phänomens von Erkrankungen durch den Gebrauch von Smartphones zu verstehen und auch, falls notwendig, einzusehen.
Zunächst ein Beispiel aus der Praxis:

Petra, 13 Jahre alt, verbringt die meiste Zeit mit dem Betrachten und Bewerten von TikTok-Videos und erstellt eigene Filme. Sie bekommt ziemlich bösartige Kommentare zu den Filmen und ihrem Aussehen, was sie zunächst sehr verunsichert, schließlich macht sie das sehr traurig und sie beginnt, sich zurückzuziehen. Sie hat Angst davor, weiter Filme zu veröffentlichen, und sie sieht auch keinen Sinn darin, ihre Zeit noch mit anderen Menschen zu verbringen, und beginnt, sich selbst zu verletzen. Als die Eltern die Veränderungen an ihrem Kind bemerken, besuchen sie mit ihr einen Psychologen, auf dessen Rat hin sie die Tochter für eine stationäre Therapie in eine Einrichtung abseits ihres Wohnortes einweisen lassen.

Alle medientechnischen Entwicklungen in den letzten 2 Jahrhunderten wurden langsam eingeführt, die Verbreitung verlief langsam und die Menschen konnten sich daran gewöhnen. Auch das „Klapphandy“ wurde für seinen eigentlichen Zweck, das Telefonieren, genutzt. Oft war es sehr umständlich, durch mehrmaliges Drücken von Buchstaben Textnachrichten zu erzeugen. Das Smartphone wurde jedoch sehr schnell und überall auf der Welt eingeführt, wobei seine neuen Möglichkeiten durch die Nutzungsmöglichkeit des Internets und Apps weit über das Telefonieren hinausgingen. ALLE oben gezeigten Entwicklungen setzten deckungsgleich oder leicht verzögert später ein!


Physische Folgen der Nutzung neuer Medien
und des Smartphones

Der Umgang mit Computer, Smartphone oder Tablet lässt Botenstoffe im Gehirn explodieren und verändert so die Gehirnzellen. Der tägliche Umgang mit Hightech-Erfindungen führt dazu, dass Hirnzellen sich verändern und Neurotransmitter freigesetzt werden, wodurch allmählich neue neuronale Bahnen in unserem Gehirn gestärkt und alte geschwächt werden. In den Kindheitsjahren hat das menschliche Gehirn seine größte Plastizität. In diesen Jahren werden im Gehirn viele Verschaltungen gebildet. Verbindungen, die das Gehirn für unnötig erachtet, die also selten genutzt werden, kappt das Gehirn im Laufe der Entwicklung wieder. So reduziert sich die Anzahl der Synapsen in der Pubertät um bis zu 60 Prozent. 5 bis 6 Stunden verbringen wir Deutschen im Durchschnitt jeden Tag mit digitalen Medien. Die Folge: Unser Gehirn passt sich dem medialen Dauerfeuer an. Der Einfluss von Internet und Smartphones schlägt sich in unseren neuronalen Strukturen nieder. Intensive Mediennutzung verändert Wahrnehmungsgewohnheiten, Konzentration, Erinnerungsvermögen, Lernfähigkeit und soziale Kompetenz, das konnten Hirnforscher bei Studien messen und teils sogar sichtbar machen. Der frontale Cortex ist die interessanteste und wichtigste Region im menschlichen Hirn überhaupt.
Gleich hinter der Stirn liegt der Bereich im Gehirn, wo die Netzwerke liegen, mit deren Hilfe wir uns in andere Menschen hineinversetzen können. Wo wir Handlungen planen und auch lernen, Frustrationen auszuhalten und unsere Impulse zu kontrollieren. Das Stirnhirn leidet also unter Reizüberflutung und sprunghafter Aufmerksamkeit.
Ein Bereich des frontalen Cortex ist besonders betroffen, der unseres „Belohnungssystems“. Erwachsene sind meist in der Lage, ihren Umgang mit sozialen Medien, den Gebrauch von Alkohol, Tabak oder Spielen selbst zu regulieren. Dies gelingt, weil sich bei ihnen im frontalen Cortex der Bereich für die Selbstkontrolle, Belohnungsaufschub und den Widerstand gegen Versuchungen gut entwickelt und ausgebaut hat. Diese Entwicklung erreicht erst mit Mitte zwanzig ihre volle Kapazität. Kinder unter dreizehn Jahren und auch danach noch bis zur Pubertät befinden sich in einer besonders vulnerablen (innerhalb eines physiologischen Prozesses störanfälligen) Phase ihrer Entwicklung, wo das Gehirn sich den aktuellen Bedürfnissen anpasst und die für die Tätigkeiten des Kindes notwendigen Fähigkeiten entwickelt oder auch, wenn nicht notwendig, zurückbildet.
Durch die unterentwickelte Fähigkeit zu eigenständigem Handeln fühlen sich diese Kinder sozial unsicher, lassen sich von anderen leichter beeinflussen und zu Handlungen verleiten, die soziale Wertschätzung versprechen. Wir lassen Kinder unter dreizehn Jahren nicht rauchen, keinen Alkohol trinken und auch nicht ins Spielcasino gehen, aber die eigentliche Gesundheitsgefährdung und Störung der Entwicklung des Kindes passiert unmittelbar neben uns, in unserem Familien- und Lebensumfeld. Unser Leben, und das der verschiedenen Generationen, wird nicht nur durch verschiedene Ereignisse (Kriege, Krisen) geprägt, sondern auch durch die immer rascher fortschreitenden technischen Entwicklungen (Radio, Fernsehen, PC, Internet und … Smartphones). Während es bei diesen Entwicklungen die Möglichkeit für ältere Generationen gab, sich relativ langsam daran zu gewöhnen, auch weil ihre Verbreitung langsamer vollzogen wurde als zuletzt beim Smartphone, haben die heutige Jugend und die heutigen Kinder sofort die Möglichkeit, das Internet mit all seinen Möglichkeiten sofort zu nutzen.
Vielleicht kennen Sie noch die Diskussionen innerhalb der Familie, wann und ob überhaupt das Kind den Computer benutzen durfte und wann es wie lange in das Internet durfte. Es gab Programme, mit denen man Zeiten festlegen und bestimmte Inhalte sperren konnte. Aus welchen Gründen wurde das damals gemacht? Heute hat das Kind mit dem Smartphone jederzeit und überall die Möglichkeit, auf das Internet, die Apps, seine Chats und Gruppen zuzugreifen. Nur wenige setzen aus richtiger Überzeugung ein Handyverbot durch, die meisten wollen ihrem Kind den vermeintlich sozialen Kontakt durch das Smartphone nicht verbieten oder einschränken.
Nur wenigen ist bewusst, dass die Entwicklungen innerhalb der Internetangebote, vor allem der Kommunikationsplattformen wie Facebook, Instagram und TikTok, auch ebenso Auswirkungen auf und Veränderungen bei den Kindern erzeugt haben. Insbesondere die Einführung von „Like“- und „Share“-Buttons. Vorher dienten diese Plattformen lediglich der Erweiterung der Kontakte und dem Teilen von Erlebnissen. Durch die „Like“- und „Share“-Buttons wurde aber eine „Bewertung“ der Inhalte eingeführt, mit denen die Kinder in einen Wettbewerb eingetreten sind, welche Inhalte am beliebtesten sind. Dies führt zu seelischen Extremsituationen, die sehr schnell vom einen in das Gegenteil umschlagen können. Freude, weil meine Inhalte gemocht werden, Trauer, weil sie nicht gemocht werden, bis hin zu dem Gefühl, „nicht dazuzugehören“.
Eine weitere Entwicklung setzte ein, als mit dem iPhone 7 die Möglichkeit eingeführt wurde, Fotos von sich in verschiedenen Situationen zu machen und diese ebenfalls an diesem Wettbewerb teilnehmen zu lassen. Durch diverse Filterfunktionen kann man die Fotos noch „wettbewerbstauglicher“ machen, das Kind im iPhone ist nicht mehr das Kind, das es sieht, wenn es in den Spiegel schaut.

Stellen Sie sich vor, die Fotos Ihres Kindes werden im Internet schlecht bewertet. Was glauben Sie, wie es dann sein eigenes reales Selbstbild noch sieht?

Stellen Sie sich vor, unten rechts, das wäre Ihre Tochter. Würden Sie sie ohne Weiteres oben links wiedererkennen?

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