Alltag & Lebensführung

Nach dem Chefsessel in den Lotossitz

Gerrit Kirstein

Nach dem Chefsessel in den Lotossitz

Wie Sie Ihr Potenzial mit YOGA entfalten und ein erfülltes, zufriedenes Leben führen

Leseprobe:

Vorwort

Mein Vater war ein recht einfacher Mann. Ein guter, strebsamer Handwerksmeister, der jedoch nicht sehr belesen war. Dafür hatte er keine Zeit. Doch er hat mir in meiner Jugend einen weisen Rat mit auf den Weg gegeben: „Du musst das Unmögliche versuchen, damit das Mögliche möglich wird.“
Ich bin mir nicht sicher, ob er wusste, dass dieses Zitat im Kern von Hermann Hesse stammt. Aber ich habe oft daran gedacht und es für mich später, inspiriert durch den Song von Desmond Dekker, in eine moderne Form übersetzt: „You can get it if you really want.“
Das ist auch die Kernbotschaft dieses Buches. Wir tragen alle viel mehr Fähigkeiten und Möglichkeiten in uns als die, die wir bisher ausgeschöpft haben. Dabei geht es nicht nur darum, auf der Karriereleiter noch höher zu steigen, um weitere Ziele zu erreichen und immer neue Bedürfnisse und Wünsche zu befriedigen.
In meinen Augen besteht unser Auftrag in diesem Leben darin, das in uns zu erkennen und vor allem zu verwirklichen, was unserem tiefen Wesen entspricht. Um dort hinzukommen und unsere wahre Natur zu erfahren – was Buddha als „Edlen Kern“ bezeichnete – müssen wir manchmal weite Wege gehen und schwierige Herausforderungen meistern.
Doch wenn es uns gelingt, das kostbare Geschenk unserer Einzigartigkeit bewusst anzunehmen und aus den göttlichen Gaben, die wir haben, etwas Gutes zu machen, werden wir mit einem selbstverwirklichten, erfüllten und zufriedenen Leben belohnt.

Gerrit Kirstein


Mein Weg vom Manager
zum Yogalehrer

Dass sich ein gestandener Manager, der viele Jahre in europäischen Finanzkonzernen tätig war, nach Ende seiner Dienstzeit zum Yogalehrer ausbilden lässt, ist nicht außergewöhnlich, kommt aber wahrscheinlich auch nicht so oft vor.
Was hat mich dazu gebracht, meinem Lebensweg nach der Managementkarriere eine neue Ausrichtung zu geben und mich vom Chefsessel auf die Yogamatte und in den Lotossitz zu bewegen? Welche Erfahrungen und Erkenntnisse habe ich auf diesem „Seinspfad“ gewonnen und – vor allem – welche Inspiration könnte davon für Sie, liebe Leser, ausgehen? Davon möchte ich in meinem Buch berichten.
„Du bist doch nicht ganz bei Trost“, meinte ein guter Freund, als ich ihm von meinen Überlegungen erzählte, nach Ende meines beruflichen Werdegangs vielleicht als Yogalehrer tätig zu werden. „Warum machst Du das? Weißt Du mit Deiner künftigen Freizeit nichts Besseres anzufangen? Brauchst Du immer noch Anerkennung und Bestätigung? Möchtest Du jetzt auch noch spirituell Erfüllung finden, nachdem Du materiell vieles erreicht hast?“
„Du könntest doch Deinen Ruhestand und die neue Unabhängigkeit genießen. Entspannt auf der Terrasse sitzen, bei einem kühlen Glas Wein und einer guten Zigarre. Mit Deiner Frau schöne Reisen unternehmen und Dich darüber freuen, dass Du nun befreit bist von beruflichen Pflichten und Verantwortungen.“
Ja, so oder ähnlich hätte es durchaus sein können, und das wäre ein Verhalten, welches den üblichen Vorstellungen vieler Männer vom Ende Ihres Berufslebens entspricht. Sorry, für mich war das nie eine passende, erstrebenswerte Lebensform. Ich hatte noch nicht das Bedürfnis, mich auf diese Weise auszuruhen, und ich konnte und mochte meine neue Lebensphase nicht mit Müßiggang verbringen. Dazu verspürte ich zu viel Energie in mir; war voller Neugier und Lust auf das, was das Leben alles für mich bereithielt.
Ich wollte mich für neue Aufgaben und Herausforderungen begeistern, mich engagieren und fordern. Warum? Weil ich wusste, dass da einiges in mir schlummerte, wartete und entdeckt werden wollte. Natürlich genieße ich durchaus entspannende, ruhige Stunden auf der Terrasse, ebenso wie ein Glas Wein und hin und wieder eine gute Zigarre. Und ich verreise sehr gern mit meiner Frau an schöne Orte und habe Freude daran.


Die innere Stimme – Kompass meiner Seele

Schon während meiner Tätigkeit als Marketingmanager regte sich oft diese Stimme, waren da Gedanken und Fragen. Vor vielen Jahren hörte ich zum ersten Mal den inneren Ruf, der mir keine Ruhe ließ und mich manchmal in langen Meetings ablenkte, oder während ich im Stau stand und Sorge hatte, zu spät zu einem wichtigen Geschäftstermin zu kommen. „Was machst Du hier eigentlich? Was hat das mit Dir zu tun? Merkst Du nicht, dass Du Dich immer mehr vom Wesentlichen entfernst? Wann willst Du Dich endlich um Dich selbst kümmern? Es gibt auch noch andere Fähigkeiten in Dir, die Du entwickeln könntest.“
Diese Gedanken irritierten mich und machten mir Angst, und ich gebe zu, dass ich die Mahnungen ersticken wollte, indem ich mich umso mehr in Arbeit, Sitzungen, Termine und Projekte stürzte.
Je älter ich wurde, desto drängender und beunruhigender wurde dieses Gefühl. Ich erkannte, dass ich Antworten darauf geben musste, um meinen Seelenfrieden zu finden. Der Wunsch und die Sehnsucht, noch einmal etwas Neues, Sinngebendes, wirklich Erfüllendes zu schaffen, wurden von Jahr zu Jahr stärker. Es trieb mich an und verlangte nach einer klärenden Inspiration.
Etwas, was man schwer in Worte fassen kann, rief immer deutlicher, dass es Zeit war aufzubrechen, Gelebtes hinter mir zu lassen, neue Wege zu beschreiten, um weitere Lebensräume zu entdecken und mein Potenzial zu entfalten. Oft verurteilte ich mich für diese Gedanken, hatte ein schlechtes Gewissen. Ich glaubte, nicht dankbar genug zu sein für das gelungene Leben, was mir schon gegeben war. Ich fragte mich: „Was willst Du denn noch? Ist das nicht genug an Glück und Geschenk, was Du besitzt? Warum bist Du dafür nicht dankbar und gibst Dich endlich zufrieden?“
In diesen Momenten war mir zwar klar, dass ich allen Grund hatte, dankbar zu sein, und ich erfreute mich auch an meinem Lebensumfeld. Aber ich spürte, dass ich meiner inneren Stimme folgen sollte; nicht um weiteren äußeren, materiellen Erfolg zu erzielen, Status, Anerkennung oder Ehre. Nein, jetzt sollte es bei mir um Wesentlicheres gehen. Um Verinnerlichung, Selbstverwirklichung, Sinnhaftigkeit, Bewusst-Sein und intensive Beschäftigung mit dem, was mich wirklich ausmachte. Ich wollte endlich etwas tun, was ganz mir gehörte und meinem tiefen Wesen entsprach.
Jahrzehntelang hatte ich meine Fähigkeiten mit großem Engagement für Unternehmen zur Verfügung gestellt. Hatte mich angepasst, manchmal verbogen, mich von Zielen und Terminen bestimmen lassen und meine Pflichten und Aufgaben stets zuverlässig und loyal erfüllt. Jetzt, wo diese Abhängigkeit zu Ende ging, wollte ich mich auf das konzentrieren, was wirklich für mich wichtig war. Einfach rausgehen in die Natur, befreit von Anforderungen und Erwartungen, mich bewegen, atmen und alles in mir und um mich herum bewusst wahrnehmen und genießen. In die letzten verborgenen Winkel meiner Persönlichkeit schauen. Ganz wissen und fühlen, wer ich wirklich bin – und vor allem, wer ich noch sein könnte.
Zu jener Zeit las ich ein Zitat von Joseph Campbell, welches mich nachdenklich machte:

„Die Leute sagen, dass wir alle nach einem Sinn des Lebens suchen. Ich glaube nicht, dass es das ist, was wir wirklich suchen. Ich glaube, was wir suchen, ist eine Erfahrung des Lebendigseins. So dass unsere Lebenserfahrungen auf der rein physischen Ebene in unserem Innersten nachschwingen und wir die Lust, lebendig zu sein, tatsächlich empfinden.“
(Die Kraft der Mythen, Joseph Campbell, 1988)

Diese Gedanken erinnerten mich an das Buch „Siddhartha“ von Hermann Hesse. Das Buch hatte ich in jungen Jahren gern und oft gelesen, und immer wieder war ich von seiner Botschaft berührt worden. Der Lebensweg des indischen Brahmanensohnes, sein Wirken und Werden, sein unermüdliches Suchen nach Befreiung, sein Leiden und letztlich sein Erwachen und die Erlösung haben mein Herz bewegt. Und auch die Sehnsucht entfacht, eines Tages nach Indien zu reisen und Erkenntnis zu finden. Damals ahnte ich noch nicht, dass dieses Buch mit dazu beitragen würde, meinen Weg zum Yoga zu ebnen.
Übrigens bin ich mit meiner innigen Verbindung zu diesem literarischen Meisterwerk nicht allein. Es hat mich gefreut, als ich neulich in einem populären Wochenmagazin las, dass auf die Frage: „Welches Buch hat Sie in Ihrem Leben am meisten beeindruckt?“ der Panikrocker Udo Lindenberg ebenfalls „Siddhartha“ nannte.


Magisches Indien – betörend und verstörend


Anfang des neuen Jahrtausends war ich zum ersten Mal in Indien gewesen. Dieses erstaunliche Land und seine faszinierenden Menschen und Gebräuche hatten mich sehr inspiriert und tiefe Spuren in mir hinterlassen. Indien ist nicht nur Geografie und Geschichte. Nicht nur eine Nation oder ein Stück Land; Indien ist weit mehr als das. Ich habe das Land bezaubernd, geheimnisvoll, bunt und vielfältig, aber auch genauso verstörend und schockierend erlebt.

„Eigentlich ist es eine Metapher, es ist Poesie und Meditation.
Dem Blick verborgen und dennoch höchst greifbar.“
(OSHO)

Indien vibriert in einer einzigartigen Energie und Schwingung, die man spüren kann, wenn man vorurteilsfrei in das Land reist und offen in all seinen Wahrnehmungen ist. Der erste nachhaltige Eindruck ist der Geruch, der über dem Land liegt. Es ist ein betörendes Gemisch aus Gewürzen, Ölen, Räucherstäbchen, Ausdünstungen, Hitze, Kräutern, Müll, Abgasen, Blumenduft, Rauch – eine echte Herausforderung für alle Sinne; anziehend und abstoßend zugleich.
Die große Kluft zwischen Arm und Reich ist augenfällig und erschreckend. Man kann den einfachen Menschen aber ansehen, dass sie trotz aller Armut und widriger Lebensumstände ein reiches spirituelles Erbe in sich tragen, welches sie würdig und liebenswert erscheinen lässt. Selten habe ich so viel Schönheit und Grazie gesehen, wie sie indische Frauen ausstrahlen.
Indien steht für mich für Sehnsucht, ein ständiges Dürsten nach Wahrheit und Erkenntnis. Dieses Land befindet sich auf einer unaufhörlichen Reise, die sich von Ewigkeit zu Ewigkeit erstreckt. Wer auf der Suche nach dem wahren Selbst, nach Verinnerlichung ist, der wird in Indien ein Stück Heimat finden. Mich hatten die Erfahrungen in Indien sehr berührt und es war mein Herzenswunsch, eines Tages noch einmal dorthin zurückzukehren.



GEDANKEN-IMPULS:
„Macht und Kraft der Gedanken“

Wussten Sie, dass einem Normalbürger pro Tag 60.000 bis 70.000 Gedanken durch den Kopf schwirren? Gedankenwellen vollziehen sich rasend schnell und natürlich sind die meisten Gedanken nicht wichtig, sondern stellen nur winzig kleine Funken in unserem großen Gehirnapparat dar. Aber unser Wohlbefinden hängt davon ab, wie wir diese Gedanken wahrnehmen, wie wir sie bewerten und ob wir uns damit identifizieren. Und wenn wir das tun, was leider viel zu oft der Fall ist, schenken wir ihnen Bedeutung für unser Fühlen, Denken und Handeln.
Marc Aurel, der große Stoiker, Philosoph und römische Staatsmann hatte es schon vor 2000 Jahren gesagt:

„Das Glück Deines Lebens hängt von der Beschaffenheit Deiner Gedanken ab.“

Und damit hat er recht. Wir sind nicht nur das, was wir sind, was wir spüren und empfinden, sondern wir sind ganz wesentlich das, was wir über uns und über das Leben denken. Auch Buddha erkannte noch viel früher, dass wir mit unseren Gedanken unsere Welt erschaffen. Mit unseren Gedanken können wir große Gestaltungskraft entwickeln, aber sie können auch Macht auf uns ausüben.
Grundsätzlich ist es nicht einfach, Gedanken am Entstehen zu hindern. Es gibt viele Ursachen, wo sie herkommen, und das Hauptproblem ist, dass sie meist mit Emotionen verbunden sind und aus den Tiefen unseres Unterbewusstseins nach oben drängen. Oft sind wir auch in Gewohnheits-Gedankenmustern gefangen und tragen Glaubenssätze in uns, die uns zusätzlich behindern. Wenn wir denselben Gedanken immer wieder denken, entstehen neuronale Netzwerkverbindungen im Gehirn. Damit legen wir einen Pfad, der sich im Laufe der Zeit durch seine Wiederholung immer fester tritt. Aber man kann tatsächlich die Fähigkeit entwickeln, seine Gedanken zu beherrschen, und so verhindern, dass sich negative Gedanken festsetzen und unser Verhalten bestimmen. Denn unser Gehirn ist plastisch, also formbar und damit lernfähig.
Wenn wir negative Gedankenmuster, die uns stören, verändern wollen, müssen wir einen neuen Pfad einschlagen und unsere neuen Gedanken mit Emotionen verbinden. So schaffen wir neue neuronale Netzwerke und können die alten, ausgetretenen Pfade nach und nach verlassen; unsere bisherigen gewohnheitsmäßigen Gedankenverbindungen werden schwächer. Wichtig ist dabei, dass wir einen neuen Gedanken mit einer dazugehörigen Emotion koppeln. Denn erst die Anbindung an ein Gefühl löst den Reiz aus, der zu neuen Gedankenstrukturen führt. John Maynard Keynes hat es wie folgt ausgedrückt:

„Schwierig sind nicht die neuen Gedanken; schwierig ist nur, von den alten Gedanken loszukommen.“

Bevor ich mit meiner Ausbildung zum Yogalehrer begann, hatte ich schon einige Jahre Yoga praktiziert. Aber in keinem der Kurse, die ich besuchte, wurde darüber gesprochen, dass die Beherrschung der Gedanken eine wesentliche Funktion des Yoga ist. Die Unterrichtseinheiten, die ich früher erlebte, waren stets auf Körperübungen, Atemtechniken und Entspannungsübungen ausgerichtet.
Dabei haben diese lediglich die Aufgabe, den Geist auf die Meditation und letztlich auf die Beherrschung der Gedanken vorzubereiten, um dem oft unruhigen Geist eine Pause zu geben. In der ganzheitlichen Yoga-Philosophie ist der Raja-Yoga die Königsdisziplin; er beschäftigt sich mit der systematischen Analyse und Kontrolle des Geistes. Seine Kernbotschaft, mit der uns der weise Patanjali beschenkt hat, lautet:


„Yogas’ citta-vrtti-nirodhah“ – Yoga ist das Zur-Ruhe-Bringen der Gedanken im Geist.

Gerade in unserer heutigen komplizierten, schnellen und zunehmend digitalisierten Welt macht uns der Geist besonders zu schaffen. Wie soll er all die vielen Informationen, äußeren Reize und Einflussfaktoren verarbeiten? Wir sind ständig dabei zu analysieren, zu bewerten und zu vergleichen. Teilweise müssen wir uns sekundenschnell auf neue Anforderungen einstellen. Wir reagieren, reflektieren, agieren und funktionieren. Unser Geist ist dazu in der Lage und Milliarden von Gehirnzellen stehen ständig in Bereitschaft. Doch wir spüren, dass unsere Psyche darunter leidet, dass wir häufig erschöpft und ausgelaugt sind und uns nach Ruhe und Stille sehnen.
Dabei haben wir einige Möglichkeiten, unsere Gedanken zur Ruhe zu bringen und sie zu beherrschen. Sowohl durch Yoga- und Atemübungen als auch durch Körperbewegungen und bestimmte Verhaltensweisen, die eine Kontrolle des Geistes erlauben.

Wir können uns unsere Gedanken bewusst machen
Wir können unsere Gedanken beobachten
Wir können sie mit Sorge zur Kenntnis nehmen
Wir können sie amüsiert zur Kenntnis nehmen
Wir können uns mit unseren Gedanken identifizieren

Aber, und das ist ganz wichtig: Wir können uns auch nicht damit identifizieren.


Übung

Lassen Sie uns eine kleine Einstiegsübung machen, die Ihnen helfen kann, Ihre Gedanken zu beobachten und bewusst zu machen. Diese Funktion des Beobachters ist außerordentlich wichtig. Wenn wir auf Distanz zu unseren Gedanken gehen, sind wir in der Lage, sie zu kontrollieren.
„Stellen Sie sich vor, Sie hätten ein besonderes, bedeutendes Ereignis vor sich. Zum Beispiel eine wichtige Prüfung, um ein Abschluss-Zertifikat zu erlangen, das Ihre beruflichen Chancen verbessert. Oder Ihnen steht eine große Feier (Hochzeit, runder Geburtstag, Jubiläum) bevor und vielleicht erwartet man von Ihnen, dass Sie eine Rede halten, obwohl Sie darin wenig geübt sind und sich gehemmt fühlen. Vielleicht stehen Sie selbst oder ein Mensch, der Ihnen nahesteht, vor einer schwierigen Operation und Sie haben Sorge, ob alles gutgeht.
Denken Sie an eine ähnliche Situation, die Sie schon erlebt haben und die sehr aufregend für Sie war. Versetzen Sie sich in diese Situation hinein und sprechen Sie den Satz „Ich bin aufgeregt“ still in sich hinein. Wiederholen Sie diesen Satz noch mehrmals. „Ich bin aufgeregt.“ „Ich bin aufgeregt.“
Versuchen Sie den aufregenden Gedanken mit dem passenden Gefühl zu verbinden und nehmen Sie wahr, wie es Ihnen dabei geht.
Jetzt ersetzen Sie das Wort ICH durch Ihren Vornamen. Zum Beispiel: „Britta ist aufgeregt.“ Oder: „Paul ist aufgeregt.“ Sprechen Sie den Satz noch ein paarmal still vor sich hin und benutzen Sie Ihren Vornamen: „… ist aufgeregt.“ Merken Sie den Unterschied? Haben Sie gespürt, was sich verändert hat? Sie konnten sich jetzt aus der Identifikation mit diesem Zustand etwas lösen, sind auf Distanz gegangen und haben wahrscheinlich einen Impuls bekommen.
Vielleicht könnten Sie für Britta oder Paul, für den Menschen, der Sie sind, etwas tun. Möglicherweise haben Sie einen Anflug von Mitgefühl oder Verständnis verspürt und bereits eine erste Idee, was Britta oder Paul bzw. Ihnen jetzt guttun würde, damit sich die Aufregung etwas legt?“

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 208
ISBN: 978-3-99064-947-3
Erscheinungsdatum: 24.06.2020
Durchschnittliche Kundenbewertung: 5
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