Mein Krake

Mein Krake

Rolf Muck


EUR 15,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 84
ISBN: 978-3-99131-817-0
Erscheinungsdatum: 16.01.2023
Aufschieben, Trägheit und Unordnung. Der innere Schweinehund, oder besser gesagt, der innere Krake, macht vielen von uns das Leben schwer. Wie wir ihn besiegen und so unsere Ziele mit Leichtigkeit erreichen können, weiß Autor Rolf Muck.
Vorwort

Der Autor möchte mit möglichst einfachen Worten, Anregungen und praktischen Beispielen dem Leser ein Werkzeug in die Hand geben, mit dem er bei vielen Gelegenheiten anstehende Entscheidungen in eine positive Richtung lenken kann, um sein Leben einfacher, effektiver und erfolgreicher zu gestalten, um Zeit und in vielen Fällen zusätzlich Geld zu sparen.

Im Buch geht es darum, ohne konventionelle Schranken, allein aus Erkenntnissen und Erfahrungen aus dem realen Leben heraus, dem Leser ein Hilfsmittel anzubieten, das durch konsequente Anwendung hilft, Klippen zu überwinden und Gräben zu überspringen.

Der Autor wünscht viel Spaß und fruchtbare Erkenntnisse bei der Lektüre des Buches.



Einführung

Sie möchten Ihr Leben neu gestalten?
Sie möchten Antriebslosigkeit, Prokrastination (Verschieberitis, Bummelei, Drückebergeritis), Lernblockaden, Suchtverhalten und sonstige Barrieren in Ihrer Entwicklung überwinden?

Durchsetzungsvermögen, Selbstüberwindung und Tatendrang sind Charaktereigenschaften, die zum Erfolg führen können, aber nicht jedem gegeben sind.

Der Traum vom großen Ziel bleibt meist unerfüllt, da der Weg dahin mühsam und beschwerlich ist. Bereits der Gedanke an die Strapazen auf diesem langen Weg lässt die Zuversicht schwinden, das Ziel je erreichen zu können.
Ein Anwendungsbeispiel von nahezu unendlich vielen ist die bekannte „Verschieberitis“, die Schwäche, anstehende Erledigungen immer wieder zu verschieben.

Angesprochen sind alle Altersgruppen ab etwa sechzehn Jahren, Schüler, Auszubildende, Studenten, Berufstätige, bis zu Rentnern, die ihr Leben noch inhaltsreich gestalten wollen.



Der innere und der äußere Widerstand

Vieles wollen wir gestalten, entwickeln, aufbauen, verändern, verbessern. Das Problem der meisten unserer Vorhaben ist es aber, den Anfang zu finden. Der erste Schritt ist, wie bekannt, meistens der schwerste.

Diese Problematik umfasst bereits das Thema dieses Buches. Von dem, was wir uns in unserer Fantasie vornehmen, verwirklichen wir nur einen kleinen Teil, der Rest versiegt unter widrigen Umständen. Es fehlt das nötige Geld, die notwendige Zeit. Unwillige und missgünstige Mitmenschen stellen sich dem Vorhaben entgegen. So lässt sich die Liste der Hindernisse und ungünstigen Umstände fast ins Unendliche fortsetzen.
Einen Punkt allerdings übersehen wir gerne, oder wir wollen ihn nicht wahrhaben, da er eine unserer ganz persönlichen Schwächen betrifft: Es ist unsere Trägheit, unsere ganz natürliche Neigung, den Beginn eines Vorhabens zu verzögern, hinauszuschieben oder ganz aufzugeben.
Bei der Vorbereitung des Buches beschäftigten mich viele Ideen und Vorstellungen, trotzdem fiel mir der Anfang äußerst schwer. Als die ersten Zeilen aber auf dem Papier standen, lief das Schreiben fast von selbst. Ein Gedanke nach dem anderen entwickelte sich und fügte sich nach und nach zu einem Ganzen. Allgemein kann man sagen, dass hier die Angst vor dem Neuen, vor der Veränderung, vor dem Unbekannten eine Rolle spielt. Ein natürlicher Schutzmechanismus, den uns die Natur im Laufe unserer biologischen Entwicklung mitgegeben hat, wirkt wie eine Bremse unseres Aktivseins.
Ein Vergleich mit der leicht gezogenen Handbremse des Autos macht dies deutlich. Wir bemerken diese leicht gezogene Bremse (ohne Berücksichtigung der mittlerweile in fast allen Pkws eingebauten elektronischen Warnanlage) oft nicht, die Auswirkung jedoch kann in der Summe beträchtlich sein: Zeitverlust, Benzinverbrauch, Verschleiß, im schlimmsten Fall die Zerstörung der Bremsanlage, und andere Faktoren wirken sich extrem negativ aus.
Auf unser Problem übertragen heißt das, dass Lebenszeit und Lebensqualität in erheblichem Umfang gemindert werden. Dies geschieht ohne weitere Reflexion, ohne Bedenken, ohne Gegenmaßnahme. Um dieses Dilemma zu verdeutlichen, gehen wir von einer Entscheidungssituation aus: Entweder wir tätigen aufgrund eines guten Angebotes einen Geschäftsabschluss (wir setzen hier ein seriöses Angebot mit wenig Risiko voraus) oder wir zögern und lassen es zunächst. Der Verstand sagt ja, aber die Bremse in uns sagt Nein. In unserem Fall wäre eine schnelle Zusage angebracht, da wir voraussichtlich einen Vorteil hätten. Ein Ablehnen des Geschäfts bewahrt uns sicherlich vor einem möglichen Verlust. Doch selbst auf diese Gefahr hin, unter Berücksichtigung der unzähligen Angebote im Laufe unseres Lebens, wird man wohl bei stetig positiven Entscheidungen besser fahren, als wenn man immer wieder negativ entscheidet.
Das immer wiederkehrende „Nein“ aus Angst vor dem Risiko bedeutet Stillstand, Bewegungslosigkeit. Das Leben aber bedeutet Dynamik, nicht Statik. Steine sind statisch, das Leben ist immer in Bewegung. Auch wenn dies alles sehr banal klingt, der Grad des Bewusstseins dieser Tatsache hat viel mit Lebensqualität und Erfolg zu tun.



Der Krake: Was ist das?

Der natürliche Krake ist ein sogenannter Kopffüßler mit acht Fangarmen, der vorwiegend am Grund wärmerer Weltmeere lebt und sich meist von Krebsen und Schnecken ernährt.
Der Krake steht hier als Sinnbild für alle negativen Eigenschaften, die uns daran hindern im Leben mehr Erfolg zu haben. Trägheit, Zögerlichkeit, das ewige Verschieben anstehender Erledigungen auf den nächsten Tag, den nächsten Monat, das nächste Jahr, beeinflussen unser Leben erheblich. Zeit, Geld, Erfolg werden vergeudet, ohne dass wir uns dies wirklich bewusst machen. Der Krake behindert unsere potentiellen Kräfte, wir können uns nicht so verwirklichen, wie es unserer Vorstellung entspricht.
Der Krake ist scheu, aber intelligent und äußerst lernfähig.

Er steht als Sinnbild für den Feind, der in jedem Menschen als Widersacher dafür sorgt, dass unser privates oder berufliches Fortkommen gehemmt oder behindert wird.

Dabei stellen die einzelnen Fangarme des individuellen Kraken die Schwächen des betreffenden Menschen dar.

Fangarme können zum Beispiel folgende sein:

Trägheit, Lustlosigkeit, zu hoher Alkoholkonsum, das Rauchen, die Einnahme sonstiger Drogen oder das ständige Hinausschieben dringender Vorhaben.

Diese Liste kann man beliebig erweitern, jeder Mensch hat eine gewisse Anzahl von Schwächen, die sehr verschieden, auch verschieden stark ausgeprägt sind.

Jede einzelne dieser Schwächen steht für einen Fangarm unseres inneren Kraken. Jeden Fangarm gilt es zu bekämpfen.



Der Krake: Anpassungsfähig und geschmeidig

Der natürliche Krake ist beweglich, schlau und taktisch geschickt. Er greift an, wenn er die Möglichkeit hat, zieht sich zurück, wenn es für ihn gefährlich wird; er tarnt sich, wenn es notwendig ist und greift an, wenn sich die Gelegenheit bietet. Ähnlich verhält sich unser persönlicher Krake. Er schlägt dann zu, wenn wir einen schwachen Moment haben.



Sich eigene Schwächen bewusst machen

Um Schwächen bekämpfen zu können, muss man sich ihrer bewusst sein.

Ein Problem beim Erkennen der eigenen Schwächen ist allerdings die Tatsache, dass wir sie nicht immer als solche wahrnehmen oder sie aus verschiedenen Gründen verdrängen möchten. Das Bewusstsein unserer Schwächen aber ist die Voraussetzung dafür, dass wir sie jeweils einem Fangarm des persönlichen Kraken zuordnen können. Sinnvoll dabei ist es, die größte Schwäche dem stärksten Fangarm zuzuweisen, also bevorzugt zu bekämpfen.



Die Angriffstaktiken des Kraken

Die Taktiken des inneren Kraken sind weder bösartig, noch hinterhältig, er nützt lediglich seine Möglichkeiten aus, um zum Ziel zu kommen, so wie es auch beim natürlichen Kraken der Fall ist.

Er geht dabei möglichst kein Risiko ein, er nützt unsere schwachen Momente, um zum Ziel zu kommen.



Den Kraken bezwingen

Der Krake greift an, wenn er sich seinem Opfer gegenüber überlegen fühlt, er zieht sich aber sofort zurück, wenn er selbst angegriffen wird. Wenn wir uns also gegen ihn wehren, wenn er Widerstand spürt, zeigt er ein reflexartiges Fluchtverhalten. Das heißt, er ist nicht allmächtig, wir können ihn bezwingen.



Mein persönlicher Krake

So unterschiedlich in seiner Persönlichkeitsstruktur der einzelne Mensch ist, so unterschiedlich sind auch die Arme seines persönlichen Kraken, dessen Arme seine Schwächen darstellen.

Dem Leser wird dringend empfohlen, die eigenen Schwächen in einer Liste schriftlich festzuhalten.

Man sollte dabei so vorgehen: Die stärksten Schwächen in der Liste oben, die am wenigsten ausgeprägten am Ende der Liste.

Diese Schwächen können sich im Laufe eines Lebens auch ändern. Das heißt, die Fangarme des Kraken können stärker oder schwächer werden, es können weitere wachsen und andere absterben.

Entsprechend dieser Veränderungen sollte die Liste angepasst werden.

Ganz wichtig ist es, eine Schwäche nach der anderen anzugehen. Sich mehrere gleichzeitig vorzunehmen, also an mehreren Fronten gleichzeitig zu kämpfen, das funktioniert eher selten.

Ein Beispiel: Der stärkste Fangarm wäre die Fresssucht. Das zügellose Essen sollte dann zuerst bekämpft werden.

Bis sich dieser Drang mit der Zeit reduziert, sollte man die anderen, untergeordneten Schwächen zurückstellen, damit man sich ganz auf die momentan anstehende Aufgabe konzentrieren kann.



Der Begriff „Impuls“

Damit kommen wir zu einem entscheidenden Begriff des Buches, dem Impuls. Er ist der Antrieb, die Kraft, etwas anzustoßen, sich einen inneren Ruck zu geben, um eine Handlung einzuleiten (um einen Schritt zu gehen).
Dieser Ruck ist ein elementarer Faktor unseres Lebens überhaupt, dessen Bedeutung für unsere Entwicklung nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Wie stark dieser Ruck beim Einzelnen ausgeprägt ist, liegt primär an seinen genetischen Voraussetzungen, aber auch an der Willenskraft und vor allem der Bereitschaft, ein Vorhaben so zu organisieren, dass ein gesetztes Ziel erreicht werden kann.
Diesen Ruck bezeichnen wir weiterhin als Impuls (oder auch Anstoß).
Wir versuchen nun, den Begriff „Impuls“ als wichtigen Bestandteil unseres Handelns näher zu beleuchten.
Ein Impuls ist nicht nur ein spontaner Anstoß, er kann auch bewusst und ganz gezielt für einen bestimmten Zweck eingesetzt werden. Wenn wir frühmorgens faul im Bett liegen, sagt uns zwar der innere Schweinehund: „Schlaf weiter“, aber der äußere Sachzwang gebietet das Aufstehen, sonst kommen wir zu spät ins Büro. Oder wenn wir nicht gezwungen sind aufzustehen, können wir uns sagen, es sei besser aufzustehen, um den Tag nicht zu verschlafen, um wichtige Erledigungen zu tätigen. Dann geben wir uns einen stillen Ruck, indem wir uns (leise) sagen: „Steh auf!“ Dieses „Steh auf!“ ist ein Kommando, das uns das Aufstehen erleichtert. Das Kommando kann natürlich auch anders lauten, zum Beispiel „Hopp“, „Wuff“ oder „Bang“.
Der Inhalt ist beliebig, es sollte aber kurz und prägnant sein, ein Kommando eben.
Ob innerlich gedacht oder leise bis laut gesprochen, dieser Impuls ist ein wertvolles Werkzeug im Kampf gegen das unproduktive Verharren.
Nun gibt es nicht nur das Aufstehen, sondern jede Menge anderer Gelegenheiten, bei denen man ein Impuls-Kommando anwenden kann.



Impulse zur Selbstüberwindung

Es gibt also elementare Einflüsse, die uns immer wieder daran hindern, den ersten und weitere Schritte auf dem Weg zu einem geplanten Ziel zu machen. Selbst wenn diese Schritte getan sind, tauchen immer wieder Hemmnisse auf, die ein weiteres Vorgehen verhindern. Man wird dazu verleitet, hinauszuzögern, zu verschieben, man resigniert und gibt das Vorhaben möglicherweise ganz auf.

Der Impuls ist der Anstoß unseres Handelns. Nun können wir grob eingeteilt zwei verschiedene Arten des Impulses unterscheiden: Den äußeren Impuls, der sich aus den Bedingungen unserer Umwelt ergibt, und den inneren, von uns ausgehenden Impuls. Während sich der äußere aus Sachzwängen ergibt, die wir kaum steuern können, kommt der innere Impuls aus uns selbst heraus, ist in uns angelegt, also genetisch festgelegt oder angelernt. Die folgenden Kapitel des Buches beschäftigen sich vorwiegend mit dem inneren angelernten oder antrainierten Impuls, den wir steuern können, der aus unserer eigenen, individuellen Entscheidungsfreiheit resultiert, der uns zu bewusst handelnden Individuen macht.



Das Werkzeug KICK

Der Kern der Aussage dieses Buches behandelt das Werkzeug, mit dem wir unseren inneren Feind, unseren persönlichen Kraken bekämpfen können.
Das Leben ist, sofern es bewusst und engagiert gelebt wird, eine Folge von Zielen, die man sich setzt. Ziele können leicht zu erreichen sein, der Weg zum Ziel kann aber auch sehr komplex, voller Unwägbarkeiten und Hindernissen sein. Die Vorstellung von einem langen und beschwerlichen Weg zu einem gesetzten Ziel kann entmutigen, kann frustrieren. Im Gegensatz zu Tieren, die nach Trieb und Instinkt handeln, besitzt der Mensch die Fähigkeit, durch Eigeninitiative ein Vorhaben anzupacken. Dazu bedarf es oft eines Anstoßes, eines Impulses.

Dabei drängt sich der Gedanke auf, ein generell gültiges Kommando zu verwenden, das bei allen Gelegenheiten einsetzbar ist, die einen Impuls erfordern.

Das Wort „Impuls“ wollen wir hier durch das Wort „KICK“ ersetzen. Dieses Wort ist willkürlich gewählt und steht für Antrieb durch Eigeninitiative. Das Kommando kann natürlich auch anders lauten, zum Beispiel „Bang“. Der Wortinhalt ist beliebig, er sollte aber kurz und prägnant sein, ein Kommando eben.

Ob innerlich leise gedacht, oder laut ausgesprochen, dieser Impuls ist ein wertvolles Werkzeug im Kampf gegen unproduktives Verhalten, gegen das ewige Zögern, das weit verbreitete Hinausschieben, welches verhindert, dass wir im Leben schneller vorankommen.

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