Alltag & Lebensführung

Ich realisiere, dass ich selbst alles realisiere

Katia Ricklin

Ich realisiere, dass ich selbst alles realisiere

Leseprobe:

IHR LEBT, UM ZU REALISIEREN, DASS IHR SELBST ALLES REALISIERT

Die große Frage „WARUM?“
Ihr sucht Antworten auf die große Frage WARUM?, nach dem Sinn des Lebens. Im Grunde genommen liegen die Antworten in euch selbst und in eurer subjektiv wahrgenommenen Realität. Realisiert, dass ihr selbst das Zentrum seid, dass ihr der Erschaffer eurer Realität seid, sie selbst realisiert. Ihr selbst seid verantwortlich für euer Leben und eure Erfahrungen. Es gibt nichts ohne Sinn in eurem Leben. Alles ist da, damit ihr versteht, woher ihr kommt, wer ihr seid und wohin euch die Lebensreise führt. Alles, was ihr im täglichen Leben wahrnehmt, fließt aus eurem Inneren nach außen! Wollt ihr euch und euer Leben verändern, müsst ihr eure innere Welt erfassen, indem ihr euch mit der äußeren Welt, die voller Symbole und Wahrheiten ist, auseinandersetzt. Lasst euch nun in diese Welt führen. Seht euch als Erstes die Symbolik der Schöpfungsgeschichte an: In der Bibel steht, dass Gott den Menschen nach seinem Bild schuf. Ihr seid also das Bild Gottes und die Verkörperung dieses Göttlichen und unfassbaren Ganzen. Aber ihr seid euch dessen nicht bewusst. Ihr habt alles in euch! Es gibt keinen Gott außerhalb von euch selbst - ihr seid die Schöpfer eurer Realität. Ihr erschafft, realisiert eure eigene Wirklichkeit. Und darum seid ihr, jeder für sich, allein verantwortlich für das, was euch widerfährt. Es liegt in eurer Macht, durch die Bewusstwerdung eures ganzheitlichen Wesens und das Verstehen des Daseins zu eurem ursprünglichen Zustand zurückzufinden, wo alles eins ist. Auch steht in der Bibel, dass ihr „versucht“ und aus dem Paradies verstoßen wurdet, um „gewahr“ zu werden. In „Versuchung“ steckt das Wort „Suche“ - die Suche nach eurem wahren Ich. Seid ihr einst aus dem paradiesischen Zustand „gefallen“, so gilt es, in diesem irdischen Dasein den „Himmel auf Erden“ wiederzufinden. „Par“ bedeutet: gleich, entsprechend, aber auch: Paar. Könnt ihr das „Dies-seits“ und das „Jen-seits“ „paaren“, zur Verschmelzung bringen, dann wird das eine wie das andere, das Diesseits und das Jenseits eins. Das Paradies ist nicht in anderen Dimensionen zu suchen. Es ist immer hier und jetzt. Wollt ihr also den paradiesischen Zustand wieder erreichen, dann müsst ihr „gewahr“ werden, ausfindig machen, warum ihr lebt. Mit der Geburt macht ihr den Sprung aus dem Dunkel der Unbewusstheit, dem Wasser, dem Schutz, hinaus in die Luft, in eine andere Dimension und damit in die Polarität. Denn im Diesseits ist nichts ohne Gegenpol. Ohne Nacht gibt es keinen Tag, ohne das Böse kein Gutes, ohne Schwarz kein Weiß, ohne kalt kein warm usw. Ohne die Dunkelheit könnt ihr das Licht nicht erkennen, ohne den Lärm nicht die Stille. Das eine ist immer die Folge des anderen. Und wie ein Fisch, der nicht erkennt, was Wasser für ihn bedeutet, wenn er immer im Wasser ist, und dem dies erst dann bewusst wird, wenn er in der Luft, im Gegenpol, zappelt, so werdet ihr durch die Polarität und die Gesetzmäßigkeiten in der Materie bewusst, findet durch sie die Wahrheit und den Sinn des Lebens. Dies ist euer selbst gewählter Weg - euch durch das Erleben des Diesseits des anderen Pols, des Jenseits, bewusst zu werden. Um also euren Geist, der die Materie erschafft, zu erfassen, müsst ihr euch mit dem Gegenpol, der Materie, auseinandersetzen, euch mit den in der Materie gespiegelten Polaritäten befassen und sie durch euer Verstehen zu einem Ganzen vereinen. Denn dann werden das Gute und das Böse, das Du und das Ich und das Außen und das Innen eins. Es gibt keine Materie ohne den Geist. Geist ist nur scheinbar der Gegenpol zur Materie. Ihr selbst erschafft, realisiert mit eurem Geist, euren angelernten Glaubens- und Verhaltensmustern das Außen, die Realität, die somit das Spiegelbild eures Inneren ist. Ihr selbst seid die Schöpfer! Durch das Außen wollt und könnt ihr euch eurer Gedanken, Glaubensstrukturen und eurer geistigen Wirklichkeit bewusst werden, denn es trägt die ganze Weisheit und Wahrheit in sich. Gleichzeitig aber ist es auch Täuschung, weil ihr euch nur auf kleine Ausschnitte konzentriert und die großen Zusammenhänge nicht erfasst. In dem Moment aber, wo euch euer innerer Trieb, das Verlangen durchdringt, euch eures multidimensionalen Selbst und des Sinns des Lebens bewusst zu werden, werdet ihr eure Sinne für die Hilfen und Zeichen öffnen, anhand derer ihr den Weg in eure inneren Welten beschreiten könnt. Das innere Feuer wird euch anspornen, zu wachsen und euch geistig zu erweitern. Erweiterung jedoch kann nur über die Verdichtung geschehen. Explosion nur über die Implosion. Um euch dieses unfassbaren geistigen Ichs bewusst zu werden, müsst ihr euch im Diesseits auf euch selbst zentrieren und das von euch Erschaffene auf euch selbst übersetzen lernen. Denn nur durch das Hinterfragen, warum ihr dies oder jenes erlebt, werdet ihr euch selbst „erfassen“ und kennenlernen. Dadurch werdet ihr euch eures inneren Reichtums, eurer Gedanken und Glaubensmuster bewusst, die das Außen, die Realität, erschaffen. Ihr werdet dazu fähig sein, eure Ansichten so zu verändern, dass ihr all jene Muster hinter euch lassen könnt, die euch einengen und begrenzen. Ihr werdet für die echte Freiheit und das Glück offen sein, werdet aus eurer Fantasie heraus all jenes erschaffen, was euch Spaß und Freude macht. Dies ist der Himmel auf Erden. Ihr werdet euch über das Haften am Irdischen erheben, weil ihr dann wisst, dass ihr alles selbst materialisiert und wieder verändern könnt. Die Verdichtung der Materie löst sich letztlich auf. Ihr werdet euch selbst aus allen Grenzen erlösen und im Gegenpol, dem Geist, woher ihr kommt, „auferstehen“. Im geistigen Zustand ist jeder frei. Es gibt keine Grenzen, weder Zeit noch Raum - alles ist immer da und jetzt. Und alles ist möglich! Euer ursprüngliches „Sein“ hat alles in sich, ist alles! Dieses unfassbaren Ganzen wart ihr euch vor dem Schritt in die Polarität jedoch nicht bewusst, weil ihr keinen Gegenpol hattet. So habt ihr euch selbst für den Weg in den Gegenpol, in die Verdichtung, entschieden, um euch eures wahren, allumfassenden Ichs gewahr zu werden. Ihr wolltet auch erkennen, realisieren, dass ein klarer Gedanke das unmöglich Erscheinende verwirklichen kann und dass ihr unbegrenzte Möglichkeiten habt, euch zu erweitern und zu wachsen. Dies ist der Grund, warum ihr den materiellen Pol kreiert habt! Aus dem Nebel, der Unwissenheit, heraus die andere Seite in Form von Leben zu durchschreiten, um bewusst zu werden. Ihr wolltet durch Erfahrungen, Lernprozesse und Gedankenaustausch erfassen, dass die Materie Spiegel des Geists - des allumfassenden Bewusstseins - ist.


Teilung/Zerstreuung/Trennung

Mit dem Sprung ins Diesseits, der Geburt, geht ihr Schritt für Schritt, Jahr für Jahr in den Gegenpol, die Materie, und zersplittert euer multidimensionales Wesen und Wissen in alle euch ersichtlichen Erscheinungsformen. Ihr seid euch dessen nicht mehr bewusst, dass alles, was ist, Teil eures Ichs ist, und trennt euch dadurch immer mehr von eurem wahren Selbst. Ihr lasst euch durch das Bild, das ihr selbst erschaffen habt, so sehr faszinieren, dass ihr euch verliert und nur noch das ausgeworfene Bild, die Realität, für gültig haltet. Ihr trennt zwischen Ich und Du, zwischen eurem Inneren und dem Außen, dem Unbewussten und dem Bewussten. In der Folge verliert ihr eure Einheit, eure Eigenständigkeit und fallt aus dem Zustand des androgynen Wesens, welches das Weibliche und das Männliche in sich vereint. Adam symbolisiert euer wahres Sein, in dem die Gegenpole verschmolzen sind. Ihr seid allein geboren, um auf dem Weg durch das Diesseits und die Bewusstwerdung wieder „all-eins“ zu werden! Der Weg durchs Leben führt euch zurück zu eurem wahren Selbst - zum Zentrum, das ihr seid. Um die Zersplitterung eures Selbst besser verstehen zu können, hilft das Bild der Zellteilung. Eine einzige (Ur-)Zelle teilt sich, zuerst in zwei, dann in vier, dann in acht weitere Zellen usw., bis sich die Urzelle in Millionen von Zellen aufgesplittert, zerstreut hat. Das Bewusstsein der Urzelle ist in allen Zellen präsent, auch wenn jede ihre eigene Funktion und Rolle übernimmt. Aus dieser großen Vielfalt der Zellen entsteht das Baby. Der Mensch ist also die Ballung, die Verdichtung einer unfassbaren Vielfalt. Zwei Gegenpole (Ei und Samen) führen zur Zeugung: der weibliche, empfängliche und negative Pol und der männliche, vorwärtsdrängende und positive Pol. Nach der Geburt geschieht die gleiche Teilung wie bei den Zellen. Als Erstes teilt das Baby sein Ich in die weibliche (Mutter) und die männliche (Vater) Projektion seines Selbst. Entsprechend der Zellteilung folgen die Großeltern (vier Zellen), die Geschwister, die nächsten Verwandten (acht Zellen) usw. Diese „Ich-Zerstreuung“ geht weiter und weiter, bis die äußere Welt das Innere, das Bewusstsein und das Wissen in einer unfassbaren Vielfalt widerspiegelt. Das, was ihr als Realität betrachtet, ist euer in Milliarden von Einzelteilchen zersplittertes und zerstreutes Selbst, das eigentlich eins und alles ist! Mit dem Schritt in den materiellen Pol trennt ihr euch von eurer inneren Fülle und beginnt dem Außen Macht und mehr Gültigkeit als euch selbst zu geben. Ihr macht euch klein, erhört das Du, werdet hörig und verliert den Glauben an euch selbst. Ihr akzeptiert, was Eltern, Lehrer und andere euch lehren, baut Denk- und Verhaltensmuster auf und untergrabt dadurch eure Bedürfnisse, indem ihr:
glaubt, dass ihr nur geliebt und anerkannt werdet,
wenn ihr Gutes tut
Liebe unterwürfig an andere abgebt
Energie für andere verpufft
euch für andere einsetztfür alle anderen Verständnis aufbringt
die anderen erhört
anderen treu sein wollt
anderen eure Hilfe gebt
Initiative für andere ergreift,
die Verantwortung für andere übernehmt
mit anderen leidet,
Mitleid habt
Aufgaben für andere übernehmt und euch damit selbst aufgebt

aber auch:
Kritik an anderen übt, andere anklagt
Wut und Aggression an anderen auslasst
die Schuld auf alle anderen schiebt
glaubt, dass ihr so seid, wie ihr seid, und ihr nichts daran verändern könnt

Die Bedrohungen von außen machen euch unsicher, weshalb ihr alles absichern wollt. Mangels innerer Sicherheit habt ihr Angst, dass euch etwas weggenommen werden könnte, Geld, Gesundheit, ein liebgewonnener Mensch und schließlich das Leben. Ihr klammert euch an das, was ihr im Scheinbild der Realität zu haben glaubt, und kämpft gegen vieles, weil ihr euch eurer eigenen Stärken nicht bewusst seid. Ihr getraut euch nicht loszulassen und fürchtet euch vor dem Tod, weil ihr nicht versteht, dass Tod der Gegenpol zum Leben ist. Altes vergeht und Neues entsteht. Dies geschieht von Moment zu Moment. Anhand der Zeichnung eures Körpers seht ihr, wie ihr euch vom Nullpunkt, der Geburt, nach oben, in die Höhe entwickelt. Mit dem Wachsen in den Pol der Materie und der Zerstreuung eures Selbst spaltet ihr euch von eurem Ursprung ab. Äußerlich seid ihr erwachsen und groß, innerlich jedoch werdet ihr zu einem Nichts, das sich in der Vielfalt verliert. Das Außen, welches ihr ja selbst aufgebaut habt, überrollt euch, engt euch ein und zwingt euch schließlich zu einer Veränderung. Ihr seid wieder an einem Nullpunkt und fragt euch, wie es weitergeht. Jetzt seid ihr aus eurem inneren Verlangen heraus dazu bereit, euch auf euch selbst zurückzubesinnen und euch mit dem Ich und eurem Leben auseinanderzusetzen. Euer Weg ist es, durch Bewusstwerdung zu eurem Zentrum, zu eurer Ganzheit zurückzufinden.Mit dem Schritt in die Zentrierung gilt es, zuerst alle „Du-Musst“ zu hinterfragen.
Dann könnt ihr:
euch kritisch mit Situationen auseinandersetzen
die Verantwortung für euch selbst übernehmen
euch selbst lieben
an euch selbst glauben
euch selbst treu seineure Energie und das Feuer für euch selbst und euer eigenes Vorwärtskommen einsetzen
euch selbst Verständnis entgegenbringen
euch selbst erkennen und verstehen
euch für eure innere Stimme öffnen
euch selbst vertrauen
wissen, dass nur ihr allein euch wirklich helfen könnt
Initiative für euch selbst ergreifen, um eine Veränderung herbeizuführe
nmit euch selbst mal wütend sein, wenn ihr keine Fortschritte macht
eure Aggression, die den inneren Wunsch nach Veränderung symbolisiert, zulassen
euch von Schuldgefühlen befreien, da alles, was ihr tut, immer richtig ist
nicht mehr leiden, sondern leben
nicht mehr das Außen anklagen, sondern daraus klug werden
euch öffnen für die Selbstverwirklichung und euer inneres Potenzial erblühen lassen

Auf diesem Weg in die Zentrierung werdet ihr realisieren, dass alles, was ihr im Außen wahrnehmt, Teil eures Ichs ist. Wie ein Chirurg dringt ihr in eure inneren Welten vor, könnt nach den Geschwüren (Glaubens- und Verhaltensmuster) suchen, die euch einschränken, sie wegschneiden und euch damit von Schmerzen und Behinderungen befreien. Als Wissenschaftler forscht ihr, um durch Erfahrungen zu erweiterten Erkenntnissen zu gelangen, wodurch ihr Wissen schafft. Als Anwalt sucht ihr nach den gesetzmäßigen Zusammenhängen, um den wahren Tatbestand zu erfassen und euch selbst ein Urteil zu bilden. Gleichzeitig seid ihr Architekten und zeichnet Bilder, die euer innerer Ingenieur und Bauführer zu Materie erbaut. Ihr alle malt euch immer wieder aus, wie etwas sein könnte. Aber diese Wunschträume materialisieren sich selten, weil ihr nicht an eure Macht und Fähigkeit des Erschaffens der Realität glaubt. Eure einengenden und begrenzenden Vorstellungen sind es, die diese Wünsche nicht in Erfüllung gehen lassen. Ihr seid euch selbst im Weg. Die Fähigkeit eures Wesens, Neues zu schaffen, zeigt sich im kreativen Menschen, der sein Inneres nach außen ergießt und ein neues Bild oder eine neue Form realisiert. Auch ihr seid Schöpfer, Künstler und erschafft aus eurem Inneren Neues! Dies ist euer Weg: aus der Ganzheit, der 0, in die Trennung von euch selbst, ins Verlorensein und danach zurück in die Ganzheit, wo ihr euch des unfassbaren Ganzen, das ihr seid, bewusst werdet.


Bewusst werden
Ohne grundlegende Veränderung eurer Ansichten und eurer Handlungen werdet ihr immer in der Tretmühle des Lebens gefangen sein. Ihr müsst alle euch einschränkenden Gedanken, Glaubens- und Verhaltensmuster wahrnehmen und sie loslassen, um euch selbst und euer Leben euren innersten Wünschen entsprechend ändern zu können. Ihr habt die Macht und Kraft in euch, dies zu tun.Lasst euer inneres Feuer und euer Verlangen nach Erweiterung zu. Öffnet euch für eure inneren Welten, für eure Wünsche und Bedürfnisse. Werdet ehrlich mit euch selbst und übernehmt die Verantwortung für euch selbst! Werdet euch bewusst, dass ihr das Zentrum eurer subjektiv wahrgenommenen Realität seid. Erwacht, erkennt und nehmt die Ursachen wahr, um geistig zu wachsen. Erinnert euch daran, dass „hinter“ der Materie der Geist ist. Werdet euch also des „Hinter-gründigen“ in euch bewusst, welches euch in der Realität in oft unbefriedigende Situationen bringt. Erkennt, von welchen alten Ansichten und von welchen Menschen, die ja Gedankenprojektionen eures Selbst sind, ihr euch verabschieden solltet. Solange ihr an Altem festhaltet, bleibt ihr in den euch selbst auferlegten Strukturen und Fesseln gefangen. Lernt also, mutig zu sein und loszulassen, denn Leben heißt Bewegung und Veränderung. Nehmt als Vergleich eure Wohnungen. Ihr alle kennt das Problem: Über Jahre habt ihr unzählige Dinge angeschafft und könnt euch nicht davon trennen. Euer Verlangen nach mehr geht so weit, dass ihr in eurem Heim keinen Freiraum mehr habt, kaum noch Luft kriegt. Dann kommt der Moment, in dem ihr etwas verändern, Altes loslassen müsst, damit Neues Platz hat. Tut ihr dies nicht freiwillig, dann werdet ihr durch die Umstände, das sogenannte Schicksal, dazu gezwungen. Doch im Grunde genommen ist es immer euer innerster Kern, „das innere Baby“, welches nach Erweiterung schreit und diese notwendigen Veränderungen erschafft, damit ihr nicht versteinert, sondern durch neue Herausforderungen lebendig seid. Ihr seid selbst verantwortlich und könnt euch durch Bewusstwerdung und Selbsterkenntnis von allen Ängsten, Zwängen, Einengungen und Begrenzungen befreien! Der erste Schritt dazu, euer multidimensionales Wesen verstehen zu können, ist, euch über das Hier und Jetzt Klarheit zu verschaffen. Vergesst nicht, dass ihr aus eurem Inneren heraus die Realität selbst erschafft. Lernt, die Mitmenschen, Gegebenheiten und Situationen aufmerksam zu betrachten, sie in euer Bewusstsein aufzunehmen und euch dann, in der Stille, mit ihnen auseinanderzusetzen. Nehmt euch die Zeit und Ruhe, euch eures Inneren und Unbewussten bewusst zu werden, indem ihr euch fragt: Warum hole ich mir dieses oder jenes immer wieder herbei? Warum erzählt mir das Du wohl diese Geschichte? Was hat dies alles mit mir selbst zu tun? Was will ich aus meinem Innersten heraus lernen? In welchem Bereich will ich mich verändern? Nichts ist ohne einen tieferen Sinn. Alles, was ist, hat mit euch selbst zu tun und ist immer gut und richtig für euer Vorwärtskommen. Mit dieser Erkenntnis gibt es nichts Schlechtes. Ihr werdet verstehen, dass auch negative Situationen, die ihr euch ja selbst herbeigeholt habt, grundsätzlich immer positiv sind und euch stark machen. So stark, dass ihr dazu bereit seid, Neues anzupacken, um daran zu wachsen und euer Wissen zu vermehren. Ihr werdet so weit kommen, dass ihr euch selbst und euer Leben jederzeit bejahen könnt. Ihr werdet dann nichts mehr verurteilen, euch selbst also nicht mehr „teilen“, sondern in allem das Positive erkennen. Das Bejahen von allem, was ist, ist wahre Liebe. Aus dem Wissen heraus, dass alles, was ist, eine Spiegelung eures Inneren ist, könnt ihr auch verstehen, dass erst dann, wenn ihr euch selbst liebt und akzeptiert, Liebe und Anerkennung von anderen Menschen auf euch zurückstrahlen können. Nächstenliebe, wie ihr sie gekannt habt, hat meistens mit Aufopferung von euch selbst zu tun. Ihr habt Liebe und Bestätigung im Außen gesucht und dabei euer Ich aufgegeben, habt euch immer wieder Situationen aufgebaut, die diese Selbstaufgabe widerspiegeln. Ihr müsst eure alten Überzeugungen ändern! Er-kennt eure Macht und seid euch bewusst, dass ihr nicht eine Marionette, sondern das Zentrum, der Hauptdarsteller in eurem Theater seid. Ihr werdet euch über das neue Echo freuen! Als ich meine ersten Schritte auf dem Weg zur Bewusstwerdung machte, las ich ein Buch über Selbstliebe und lernte, mich selbst „in den Arm zu nehmen“, mich selbst zu akzeptieren. Ob die Idee von mir war, weiß ich nicht mehr, doch ich unterstützte mich damals damit, dass ich meinen Badezimmerspiegel vollmalte mit: „Ich liebe mich“ - „Ich bin gut“ - „Ich stehe zu mir“. Einen Blick in den Spiegel zu werfen ist das Letzte, was wir vor dem Schlafengehen machen, und das Erste am Morgen. Mit dem Schreiben von positiven Leitsätzen über unserem eigenen Bild können wir den Glauben an uns selbst stärken. Viele meiner Bekannten haben diese Idee kopiert, und die Ergebnisse sind immer wieder faszinierend. Wir haben uns besser gefühlt, haben Komplimente erhalten und konnten öfter mutig Nein sagen, wenn uns jemand ausnützen wollte, und Ja zu vorwärtsbringenden Erlebnissen und Menschen.


Das Prinzip der Polarität
Herkömmliche Uhren geben nur 12 Stunden des Tages an und nicht die ganzen 24 Stunden. 0:00 Uhr, 12:00 Uhr und 24:00 Uhr sind am selben Punkt. Die Gegenpole Hell und Dunkel, Tag und Nacht sind nicht getrennt, sondern fließen ineinander über. Stellt ihr euch eine Uhr in Form von zwei Kreisen mit allen 24 Stunden vor, dann ergibt sich eine 8, die die Polarität in sich trägt.In dieser 8 der Zeit dreht sich der obere, weibliche, negative Pol rückwärts und der untere, positive, männliche Pol im Uhrzeigersinn vorwärts. Und doch geht die Zeit immer weiter. Vorwärts und rückwärts ergänzen sich und sind eins. Hinter allem Geschehen steht die Verschmelzung des männlichen und weiblichen Pols - miteinander erschaffen sie sowohl die Auflösung des Alten als auch die Erweiterung, das Neue.Nach der Nacht brecht ihr morgens um 6:00 Uhr in den männlichen Pol auf, entfernt euch vom Inneren, von der Dunkelheit und dem Unbewussten, aus dem heraus sich die Materie, eure Realität, verdichtet. Tagsüber tanzt ihr in eurem selbst erbauten „Theater“, um euch abends wieder in euer Inneres zurückzuziehen, woraus ihr geistig dann das kreiert, was sich am nächsten Morgen in der Realität manifestiert.Der Tagesablauf deckt sich mit dem Jahreslauf. Von 6:00 bis 12:00 Uhr, im Frühling, fangen die Pflanzen an, zu sprießen und sich zu entfalten. Von 12:00 bis 18:00 Uhr, im Sommer, lässt die Sonne die Früchte gedeihen. Die Zeit von 18:00 bis 24:00 Uhr entspricht dem Herbst; die Bäume lassen die Blätter los und ziehen ihre Energien in sich hinein. Und von 24:00 oder 0:00 Uhr bis 6:00 Uhr herrscht der Winter, im Schutze der Dunkelheit entwickelt sich das Neue bis zum Erwachen im Frühling. Dasselbe gilt für das Menschenleben. In der Kindheit, von 0:00 bis 6:00 Uhr, werdet ihr von euren Eltern „ausgebrütet“, umsorgt, gehegt und gepflegt. Ihr seid natürlich und noch frei von Moral und Vernunft, eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Langsam lernt ihr, an die von euch selbst aufgebaute Materie zu glauben, sie zu lieben und dem Außen zu gehorchen. Dieses Außen fasziniert euch und ihr brecht in die Sturm- und Drangzeit der Jugend, von 6:00 bis 12:00 Uhr, auf, in der ihr lernen und verstehen wollt, um euch später in der Welt behaupten zu können, aber auch bereits die ersten Verpflichtungen und Verantwortungen übernehmen müsst. Ihr beginnt euch zu wehren und werdet gleichzeitig vom Du angezogen. Ihr trennt das Du vom Ich und verliert dabei den Glauben an euch selbst. Das Gegenüber und die Realität werden immer wichtiger, und ihr beginnt, eure andere Hälfte, den idealen Partner, und das Glück im Außen zu suchen. Gleichzeitig bereitet ihr euch für die „hohe“ Zeit vor, indem ihr Eigenständigkeit entwickelt. Von 12:00 bis 18:00 Uhr ist die Zeit der Reife, des Erwachsenseins. Es ist die Zeit der Verfestigung und Verwurzelung, aber auch der Zeugung von Neuem, von Kindern, materiellen Gütern. Ihr baut eure Stärke im Außen auf, um später die Früchte ernten zu können. Aufgrund eures Glaubens an die Gültigkeit der Realität sind euer Denken und Handeln von Vernunft und moralischen Vorschriften geprägt. Ihr seid euch eurer schöpferischen geistigen Kräfte nicht mehr bewusst und versucht daher verzweifelt, euch gegen Bedrohungen von außen zu wehren. Ihr habt Angst und sichert euch überall ab. Ihr glaubt zu leben, obwohl ihr eure wahren Bedürfnisse und Wünsche aus Rücksicht auf die Umwelt untergrabt.Von 18:00 bis 24:00 Uhr ist die Zeit des Alterns. Ihr zieht euch aus dem Arbeitsleben zurück und findet endlich Zeit und Muße, euch auf euch selbst zu besinnen und über Vergangenes nachzudenken. Ihr tretet „leiser“ und werdet weiser, wandelt eure nach außen gerichtete Aktivität, eure früheren Ansichten um und könnt euch, wenn ihr dazu bereit seid, für die inneren oder geistigen Welten öffnen. Von 0:00 bis 6:00 Uhr folgt die Todesphase, die aber gleichzeitig die Kindheitsphase ist. Es ist die Zeit, in der sich das Alte auflöst und das Neue sich zu kristallisieren beginnt. Wie Silvester und Neujahr - das eine Jahr löst sich auf, fließt in das neue Jahr hinein. Das neue Jahr kann ohne das zu Ende gehende Jahr nicht sein, denn in der Materie ergibt sich aus dem einen immer das andere.

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 180
ISBN: 978-3-903271-29-6
Erscheinungsdatum: 24.09.2019
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