Himmel und Erde – Hin und zurück
Die Wege der Seele
EUR 20,90
Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 126
ISBN: 978-3-7116-1662-3
Erscheinungsdatum: 07.09.2026
Dieses Buch zeichnet die Entwicklung der Menschheit als Teil großer kosmischer Zyklen nach. Es verbindet alte Weisheitslehren mit einer inspirierenden Sicht auf Bewusstsein, Seele und Wandel und eröffnet neue Perspektiven auf das Menschsein.
Einführung
Mein nach Antwort suchender Weg führte mich, nebst der transpersonalen Psychologie, zu den Lehren der Theosophie (griechisch Theo – Gott, Sophie – Wissenschaft), ein neuzeitliches Verständnis einer alten Wissenschaft, schrieb H. P. Blavatsky (1831–1891) in ihren umfassenden Büchern als die Grundgesetze des Lebens: „Die Geheimlehre“, und gründete 1875 in New York die Theosophische Gesellschaft. 1995 erschien aus ihren sehr umfangreichen Veröffentlichungen eine Zusammenfassung unter dem Titel: „Theosophie und Geheimwissenschaft“.
Zu dieser kleinen spirituellen Gruppe der vorletzten Jahrhundertwende, die die Neue Zeit ankündigte, gehörten Annie Besant (1847–1933), sie schrieb unter anderem „Die uralte Weisheit“, die Lehre der Theosophie, und C. W. Leadbeater (1854–1934), ein besonders hellsichtiger theosophischer Lehrer, dessen bekanntestes Buch „Das Innere Leben“ ist. Weiterhin Jiddu Krishnamurti (1895–1986), indischer Philosoph und Theosoph, dessen erfolgreichstes Buch „Einbruch in die Freiheit“ ist. Weniger bekannt war die in Russland lebende Helena Roerich (1879–1955), die die Agni-Yoga-Gesellschaft gründete und in ihren Tagebüchern die Theosophie als die lebende Ethik darstellte. Neulich erschien von ihr im Spirale Verlag das „Tagebuch Helena Roerich“.
Entsprechend bereiteten sich die neue Sicht und das neue Verständnis über das Leben auch in Europa vor. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts vermittelte Rudolf Steiner (1864–1925) seine anthroposophische Lehre (griechisch „Mensch – Weisheit“) und gründete das Goetheanum, die Freie Hochschule für Geisteswissenschaften. Alice A. Bailey (1880–1949) gründete den Lucis Trust und lehrte die Theosophie durch die Arkanschule. Sie erweiterte in ihren Büchern die Interpretationen über die Grundgesetze der Geheimlehre und schuf dadurch in ihren 24 Büchern eine detaillierte Lehre der Esoterischen Wissenschaft.
Die umfangreichen Gedanken der Theosophie sind auch in der ursprünglichen alt-christlichen Theosophie, in der jüdischen Kabbala wie auch in der indischen Theosophie verwurzelt und stellen die ewigen und ständigen Versuche der Menschheit dar, Gott und seine Schöpfung zu verstehen.
Aus diesen Gedanken schöpfend sind die folgenden Texte entstanden als ein Versuch und Bemühen um einen kleinen Wegweiser für die Wege der Seele aufzuzeichnen.
Vorwort
Das Gestern, das Heute und das Morgen folgen aufeinander wie eine fortwährende Bewegung, wie ein gemeinsamer Weg, wie ineinandergreifende und sich vermischende Zyklen. So merken wir auch gar nicht, dass wir eigentlich immer demselben rhythmischen Lauf der Dinge folgen. Wir gehen am Abend schlafen, um am nächsten Morgen zu einer neuen Aktivität zu erwachen, und erleben die aufeinanderfolgenden Jahre wie auch die sich ständig erneuernden Zyklen der Natur. Beginnen jedes neue Leben als Säugling, erreichen das Tageslicht der Jugend und reifen weiter, bis die Umkehr auf dem Bogen des Daseins folgt und wir langsamer werden, um in den länger werdenden Schatten des Alters Ruhe zu finden. Doch bald bekommen wir wieder eine neue Möglichkeit für eine nächste Runde.
Unsere Leben sind wie Minikreisläufe auf dem großen Bogen in den Zyklen des Lebens. Es sind rhythmische Wiederholungen von Lebensperioden, ein ständiger Pulsschlag der Zeit mit all seinen miteinander verbundenen Rädern innerhalb von Rädern. Sei es ein neues Leben, ein neues Jahr oder ein neuer Tag, jeder neue Zyklus bedeutet eine Umdrehung. Daraus entstehen keine geschlossenen Ringe, sondern ein fortschreitender Kreislauf, der sich ausbreitet, weil sich jede vorherige Runde durch einen größeren Bogen des Fortschritts erweitert. So können die nacheinander folgenden Zyklen einer Wendeltreppe gleichen, denn wenn wir im Leben derselben Stelle noch einmal begegnen, sind wir bereits auf einem höheren Stand.
Heute, an der Schwelle eines neuen Zyklus, ist für die Menschheit global die Zeit der Wandlung gekommen. Wir sollten auch die in unseren Tiefen liegenden höheren Eigenschaften und Qualitäten entdecken und wachrufen. Zweifellos erleben wir heute eine kritische Zeit. Wenn wir jedoch der damit verbundenen Verantwortung offen begegnen, könnte diese Zeit für uns zur großen Möglichkeit werden. Denn das Gesetz der Zyklen in seinen universellen Auswirkungen zeigt so deutlich, dass Mensch und Natur eine Einheit bilden und sich gemeinsam zum gleichen Ziel hin entwickeln. Diese Periodizität können wir nicht nur beim Aufstieg und Niedergang von Nationen und ganzen Zivilisationen wahrnehmen, sondern auch durch das Auftreten von Überschwemmungen, Trockenzeiten, Hungersnöten und Krankheiten.
Diese Verwandtschaft zwischen dem Menschen und all den Reichen unter ihm wurde der Menschheit in der Vergangenheit schon oft durch gewaltige Veränderungen der Natur aufgezeigt. Immer wenn eine Rasse selbstsüchtig, grausam und kriegerisch wurde, wurde mit der Zeit auch das Klima hart, fruchtbares Land verkam zur Wüste und die Tiere wurden feindselig. Der Mensch prägt durch seine Eigenart die Erde, und das karmische Gesetz wirkt durch die irdischen Naturkräfte und verursacht Perioden von mehr oder weniger günstigen Umständen.
In unserer Zeit erlebt die moderne Zivilisation, die in ihrer materialistischen Evolution bereits große Höhen erreicht hat, Schwankungen. Die alte Ordnung der Dinge in unserer Wissenschaft, Religion, aber auch in der Wirtschaft kommt allmählich ins Wanken. Die Kämpfe eines zu Ende gehenden Zyklus vermischen sich mit den Geburtswehen einer neuen Zeit, die sich bereits den Weg zu einer gesünderen und ausgeglicheneren Welt bahnt. Das Rad dreht sich weiter, und in den kommenden Jahrtausenden wird die Sonne unseren Prozess des Werdens von dort begleiten, wo im Zodiak der Einfluss von Aquarius herrscht.
I. Die gestaltende Kraft des Geistes
Die großen Wurzelrassen
Die Erschütterungen der Natur wie Erdbeben, Vulkanausbrüche, Flutwellen sind heute unendlich sanft im Vergleich zu den Perioden der felsigen Erde während ihrer ersten Stadien. Während Millionen von Jahren sind Kontinente im Ozean versunken, wie auch in anderen Teilen der Erde neue Länder aus den Wellen emporgetauchten. Unser Globus hat sich durch die aufeinanderfolgenden Zyklen, zusammen mit den Menschen, ständig weiterentwickelt. Seit vielen Millionen Jahren verändert sich die planetarische Bühne, und immer in Übereinstimmung mit dem menschlichen Evolutionsplan.
Die Alten Lehren sprechen von sieben großen Zyklen und von sieben großen Wurzelrassen und, dass sich der Werdegang jeder einzelnen Rasse auf einem anderen Kontinent entwickeln wird. Denn, genau wie das Land Ruhe und Erneuerung, neue Kräfte und eine Veränderung seiner Böden braucht, benötigt es das Wasser ebenso. Daraus entsteht eine periodische Neuverteilung von Land und Wasser, eine Veränderung des Klimas durch geologische Umwälzungen und manchmal auch eine Veränderung der Erdachse.
Der erste besiedelte Kontinent lag geografisch am heutigen Nordpol, doch über den Ursprung der ersten Menschen ist nur sehr wenig bekannt.
Der zweite bewohnte Kontinent war das Land, dessen Vorgebirge sich südwärts und westwärts vom Nordpol erstreckten und umfasste das gesamte, jetzt als Nordasien bekannte Land.
Lemurien war der riesige dritte Kontinent, der sich ausdehnte, wo heute der Indische Ozean liegt. Lemurien war die Heimat der dritten Menschenrasse und die Lemurier waren die Nachfolger oder die Nachkommen der zweiten Rasse. Sie waren dieselben, sich verkörpernden Seelen, die gemeinsam den zyklischen Abstieg in die irdische Materie begonnen hatten. Der Mensch befand sich hier noch in einer eher tierischen Phase seiner Evolution, doch durch die Inkarnation höherer Wesen erwachten die trägen, halbbewussten Menschen und der schlafende Samen des Denkens wurde von einer mächtigen Kraft wachgerüttelt.
Atlantis war der vierte Kontinent für die vierte große Wurzelrasse. Vor ungefähr achtzehn Millionen Jahren haben die menschlichen Seelen begonnen – schon in der Mitte der lemurischen Zeit – auf ihrem Evolutionspfad langsam von der dritten in die vierte Wurzelrasse überzugehen. Es war ein riesiger Kontinent, der sich über ein Gebiet ausdehnte, das heute den Atlantischen Ozean ausmacht. Alles, was manifest war, war damals gewaltig. Nicht nur die Tiere, auch die Menschen waren riesengroß und besaßen eine hohe Intelligenz. Zu Beginn der vierten Wurzelrasse war das dritte Auge noch aktiv und die Atlantier beherrschten noch viele der subtileren Naturkräfte, was für uns heute noch ein Geheimnis darstellt.
In dieser vierten Menschenrasse lehrten weit entwickelte hohe Wesen die junge Menschheit. Doch viele missbrauchten dieses Wissen und ihre daraus resultierende Fähigkeit zur Macht. Viele stolze Atlantier mit selbstsüchtigem Ehrgeiz benutzten ihre Fähigkeiten, um auch noch die Natur zu kontrollieren.
Das Hauptmerkmal aller atlantischen Völker war der Materialismus in seinen verschiedenen Arten und Ausdrucksformen. Es war der Materialismus, der angebetet und mit psychischer Magie und Zauberpraktiken ausgeübt wurde. Wir können uns ein wirklich außergewöhnlich hoch intelligentes Volk vorstellen, bei Weitem intelligenter als wir es in der arischen oder fünften Menschenrasse sind, doch oft mit der das Böse suchenden Art von Intelligenz. Sie wurden eine mächtige Rasse von Zauberern, die stets im Krieg mit ihren Brüdern waren. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Rasse eine glänzende Zivilisation entwickelt, die aber zum größten Teil aus schwarzer Magie bestand. All die aufregenden Entdeckungen unserer Zeit sind nur schwache Erinnerungen an die Wunder und die intellektuelle Größe der vierten Wurzelrasse. Aber sie stellten das Materielle mit all seinen Kräften über das Geistige.
Schließlich begann die Zeit der Überschwemmungen, deren Geschichte in den alten Überlieferungen aller Völker beschrieben wurde. Dieses Schicksal wurde auch in unserer biblischen Geschichte von Noah und der Sintflut dargestellt. Platons berühmte Insel Atlantis war nur der letzte Teil des Kontinents, der unterging. Die Überschwemmungen dauerten über mehrere Millionen Jahre an, bis ein großer Teil dieser Rasse in einer letzten großen Flutkatastrophe unterging.
Doch in diesen Zeiten gab es ebenso die Wenigen, die die ersten spirituellen Mysterienschulen des Globus gründeten. Sie haben sich von ihren Brüdern getrennt und zogen unter spiritueller Führung in ferne Länder, die nicht von der Sintflut betroffen waren. Sie retteten den spirituellen Samen für die kommende arische oder fünfte Rasse vor der Zerstörung. Es gibt auch eine Legende über eine „Heilige Insel“ mitten im heutigen Asien, wo sich in der Zwischenzeit die Erde erhob und aus der einstigen Insel hohe Berge und kahle Wüsten entstanden sind. Doch damals waren in dieser Gegend noch viele kleine Inseln, die von überragender Schönheit gewesen sein sollen und als der Garten Eden bekannt war. Diese Gegend wurde auch die Heimat derer, die dem Todeskampf von Atlantis entkamen und die den übrig gebliebenen Atlantiern ermöglichten, ihre weitere Entwicklung als Arier zu beginnen.
So waren diese Auswanderer gleichzeitig die Anfänge unserer heutigen fünften oder so genannten arischen Rasse. So geht der Anfang unserer zyklischen Inkarnationen bis zur Mitte des atlantischen Zyklus zurück. Genauso wie die Anfänge der sechsten großen Wurzelrasse schon inmitten unter uns sind. Seelen, die fähig und bereit sind, die Schritte für die nächsten großen Stufen der Evolution vorzubereiten.
Die Wogen des Lebens
Die Wogen des Lebens und all ihre großen und kleinen Zyklen begleiten unser Leben. Wir könnten es uns gar nicht mehr vorstellen, wie die Welt ohne das vertraute Wechselspiel von Helligkeit und Dunkelheit, ohne den Wechsel der Jahreszeiten aussehen könnte. Ereignisse, die mit der täglichen Rotation der Erde, mit ihrem jährlichen Lauf um die Sonne in Zusammenhang stehen. Und wenn wir beginnen, diese vertrauten Dinge zu beobachten, erkennen wir, dass wir diesen Rhythmus auch überall wahrnehmen. Die Ozeane, die wie ein großer Atem mit der Regelmäßigkeit eines Uhrwerks überall auf der Erde Ebbe und Flut mit sich bringen, das Regenwasser, das die Erde durchtränkt, von Bäumen, Pflanzen aufgenommen und sich als aufsteigender Dampf wieder zu Wolken verdichtet. Oder der kleinste Grashalm, wie auch der riesige Baum, alles hat seinen ganz eigenen Pulsschlag, genauso wie auch der Pulsschlag unserer Seele, die uns hinein in die Verkörperung, wie auch zurück in die Heimat begleitet, um dort wieder für einen neuen Zyklus der Erfahrungen bereit zu sein. Denn auch wir bekommen immer wieder aufs Neue die Möglichkeit, mit einem neuen Körper und frischem Gehirn in eine nächste Runde einsteigen zu können.
In Millionen von Jahren verändert sich unsere planetarische Bühne ständig, doch immer in Übereinstimmung mit dem menschlichen Evolutionsplan. Denn es existiert eine ständige elektromagnetische Wechselbeziehung zwischen der Erde, die selbst eine Wesenheit ist, und ihren Bewohnern. Die Körper der Menschen sind aus dem Stoff der Erde gemacht und beeinflussen sie mit dem, was sie denken und tun, genauso wie auch die Erde die Menschen beeinflusst.
Ein greifbarer Beweis für diesen Einfluss auf die irdische Materie liefert unsere heutige Zivilisation. Es besteht doch ein enormer Unterschied zu dem einfachen Leben unserer Vorfahren, wenn wir die Spuren, welche die alten Völker hinterließen, mit dem vergleichen, was im selben Gebiet durch das heutige Leben stattfindet. Es werden Tunnel gegraben, Brücken gebaut, Wälder abgeholzt, Deiche errichtet und Ozeane mit künstlichen Kanälen verbunden. Die Natur hat sich im gleichen Maße wie die Denkweise des Menschen verändert.
Das zeigt sich deutlich auch in der Geschichte der Menschheit durch die Erfahrungen jener großen Menschheitsgruppen, die die alten Lehren als die „Wogen der großen Rassen unserer Erde“ bezeichneten. Denn das Ende eines Rassenzyklus verschmilzt immer mit der Entfaltung einer nächsten und neuen Rasse. Das bedeutet, dass in einer bestehenden Hochkultur sowohl die Überreste einer schwindenden als auch die Neuanfänge eines kommenden Menschentyps und seiner Kultur integriert sind. So rufen die ineinandergreifenden Geschehnisse auch die großen Veränderungen hervor.
Das sich entfaltende Leben
Wie auch jeder einzelne Mensch von einem Tag, von einem Leben zum anderen weitergeht, um seine Arbeit immer wieder von Neuem aufzunehmen, ebenso erschienen und verschwinden auch ganze Zivilisationen. Dabei begegnet jede inkarnierende Seele die Orte und Umstände, wo sie ihre nächsten Schritte absolvieren kann. Denn das karmische Gesetz begeht keine Irrtümer, auch nicht bei der Zusammenführung von Menschengruppen in einer bestimmten Phase einer Zeit, genauso wenig wie bei den einzelnen Menschen oder nationalen Gruppen. Denn es werden immer die Höchsten mit den Niedersten durch persönliches oder durch Rassenkarma in Verbindung gebracht, um weiterzuführen, was angefangen, berichtigen, was fehlgeschlagen, lernen zu verstehen, was bis jetzt noch nicht verstanden wurde.
Im Laufe ihrer Entfaltung bevölkerte die Menschheit die verschiedensten Teile dieser Erde, immer entsprechend, wie der Globus nach und nach bewohnbar wurde. Die erste größere – schon menschenähnliche Gruppe – lebte auf dem Kontinent, den wir heute Arktis nennen, und es wird berichtet, dass die darauffolgende Rasse den Norden des asiatischen Kontinents bewohnte.
Die dritte Rasse, die erste große Zivilisation, lebte auf Lemurien dort, wo heute der Stille Ozean liegt. Lemurien erstreckte sich von den beiden Amerikas bis an die Küsten Asiens. Die heutigen Inseln dieses Ozeans waren einst die Gipfel der Berge des lemurischen Kontinents. Unter den Menschen, die dieses Land bewohnten, gab es große Unterschiede von Primitiven bis Genies, und genauso wie heute wurde schon damals ein extremer Materialismus und Ich-Bezogenheit gelebt, mit dem dazugehörenden Neid und Krieg. Doch auch damals gab es schon Menschen, die ihr inneres Licht und Wissen erkannten, dem folgten und damit die Grundlage und den Weg der Menschheit formten.
Wenn eine Rasse am Ende ihres Zyklus angelangt ist, wird sie abwechselnd durch Feuer oder Wasser zerstört. Nicht plötzlich, sondern über Zeiträume von Hunderttausenden von Jahren, während sich gleichzeitig die nachfolgende Rasse allmählich entwickelt. Ihr Ende und damit Lemuriens Schicksal wurde durch Vulkanausbrüche, durch eine Reihe unterirdischer Erschütterungen und das Auseinanderreißen des Meeresbodens vollzogen. Einige Überreste von Lemurien sind heute noch ein Teil Kaliforniens, Australiens mit seinen Ureinwohnern, seiner zurückgebliebenen Fauna und Flora und auch einige jener Inseln, die über der Oberfläche des Stillen Ozeans verstreut liegen.
…
Mein nach Antwort suchender Weg führte mich, nebst der transpersonalen Psychologie, zu den Lehren der Theosophie (griechisch Theo – Gott, Sophie – Wissenschaft), ein neuzeitliches Verständnis einer alten Wissenschaft, schrieb H. P. Blavatsky (1831–1891) in ihren umfassenden Büchern als die Grundgesetze des Lebens: „Die Geheimlehre“, und gründete 1875 in New York die Theosophische Gesellschaft. 1995 erschien aus ihren sehr umfangreichen Veröffentlichungen eine Zusammenfassung unter dem Titel: „Theosophie und Geheimwissenschaft“.
Zu dieser kleinen spirituellen Gruppe der vorletzten Jahrhundertwende, die die Neue Zeit ankündigte, gehörten Annie Besant (1847–1933), sie schrieb unter anderem „Die uralte Weisheit“, die Lehre der Theosophie, und C. W. Leadbeater (1854–1934), ein besonders hellsichtiger theosophischer Lehrer, dessen bekanntestes Buch „Das Innere Leben“ ist. Weiterhin Jiddu Krishnamurti (1895–1986), indischer Philosoph und Theosoph, dessen erfolgreichstes Buch „Einbruch in die Freiheit“ ist. Weniger bekannt war die in Russland lebende Helena Roerich (1879–1955), die die Agni-Yoga-Gesellschaft gründete und in ihren Tagebüchern die Theosophie als die lebende Ethik darstellte. Neulich erschien von ihr im Spirale Verlag das „Tagebuch Helena Roerich“.
Entsprechend bereiteten sich die neue Sicht und das neue Verständnis über das Leben auch in Europa vor. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts vermittelte Rudolf Steiner (1864–1925) seine anthroposophische Lehre (griechisch „Mensch – Weisheit“) und gründete das Goetheanum, die Freie Hochschule für Geisteswissenschaften. Alice A. Bailey (1880–1949) gründete den Lucis Trust und lehrte die Theosophie durch die Arkanschule. Sie erweiterte in ihren Büchern die Interpretationen über die Grundgesetze der Geheimlehre und schuf dadurch in ihren 24 Büchern eine detaillierte Lehre der Esoterischen Wissenschaft.
Die umfangreichen Gedanken der Theosophie sind auch in der ursprünglichen alt-christlichen Theosophie, in der jüdischen Kabbala wie auch in der indischen Theosophie verwurzelt und stellen die ewigen und ständigen Versuche der Menschheit dar, Gott und seine Schöpfung zu verstehen.
Aus diesen Gedanken schöpfend sind die folgenden Texte entstanden als ein Versuch und Bemühen um einen kleinen Wegweiser für die Wege der Seele aufzuzeichnen.
Vorwort
Das Gestern, das Heute und das Morgen folgen aufeinander wie eine fortwährende Bewegung, wie ein gemeinsamer Weg, wie ineinandergreifende und sich vermischende Zyklen. So merken wir auch gar nicht, dass wir eigentlich immer demselben rhythmischen Lauf der Dinge folgen. Wir gehen am Abend schlafen, um am nächsten Morgen zu einer neuen Aktivität zu erwachen, und erleben die aufeinanderfolgenden Jahre wie auch die sich ständig erneuernden Zyklen der Natur. Beginnen jedes neue Leben als Säugling, erreichen das Tageslicht der Jugend und reifen weiter, bis die Umkehr auf dem Bogen des Daseins folgt und wir langsamer werden, um in den länger werdenden Schatten des Alters Ruhe zu finden. Doch bald bekommen wir wieder eine neue Möglichkeit für eine nächste Runde.
Unsere Leben sind wie Minikreisläufe auf dem großen Bogen in den Zyklen des Lebens. Es sind rhythmische Wiederholungen von Lebensperioden, ein ständiger Pulsschlag der Zeit mit all seinen miteinander verbundenen Rädern innerhalb von Rädern. Sei es ein neues Leben, ein neues Jahr oder ein neuer Tag, jeder neue Zyklus bedeutet eine Umdrehung. Daraus entstehen keine geschlossenen Ringe, sondern ein fortschreitender Kreislauf, der sich ausbreitet, weil sich jede vorherige Runde durch einen größeren Bogen des Fortschritts erweitert. So können die nacheinander folgenden Zyklen einer Wendeltreppe gleichen, denn wenn wir im Leben derselben Stelle noch einmal begegnen, sind wir bereits auf einem höheren Stand.
Heute, an der Schwelle eines neuen Zyklus, ist für die Menschheit global die Zeit der Wandlung gekommen. Wir sollten auch die in unseren Tiefen liegenden höheren Eigenschaften und Qualitäten entdecken und wachrufen. Zweifellos erleben wir heute eine kritische Zeit. Wenn wir jedoch der damit verbundenen Verantwortung offen begegnen, könnte diese Zeit für uns zur großen Möglichkeit werden. Denn das Gesetz der Zyklen in seinen universellen Auswirkungen zeigt so deutlich, dass Mensch und Natur eine Einheit bilden und sich gemeinsam zum gleichen Ziel hin entwickeln. Diese Periodizität können wir nicht nur beim Aufstieg und Niedergang von Nationen und ganzen Zivilisationen wahrnehmen, sondern auch durch das Auftreten von Überschwemmungen, Trockenzeiten, Hungersnöten und Krankheiten.
Diese Verwandtschaft zwischen dem Menschen und all den Reichen unter ihm wurde der Menschheit in der Vergangenheit schon oft durch gewaltige Veränderungen der Natur aufgezeigt. Immer wenn eine Rasse selbstsüchtig, grausam und kriegerisch wurde, wurde mit der Zeit auch das Klima hart, fruchtbares Land verkam zur Wüste und die Tiere wurden feindselig. Der Mensch prägt durch seine Eigenart die Erde, und das karmische Gesetz wirkt durch die irdischen Naturkräfte und verursacht Perioden von mehr oder weniger günstigen Umständen.
In unserer Zeit erlebt die moderne Zivilisation, die in ihrer materialistischen Evolution bereits große Höhen erreicht hat, Schwankungen. Die alte Ordnung der Dinge in unserer Wissenschaft, Religion, aber auch in der Wirtschaft kommt allmählich ins Wanken. Die Kämpfe eines zu Ende gehenden Zyklus vermischen sich mit den Geburtswehen einer neuen Zeit, die sich bereits den Weg zu einer gesünderen und ausgeglicheneren Welt bahnt. Das Rad dreht sich weiter, und in den kommenden Jahrtausenden wird die Sonne unseren Prozess des Werdens von dort begleiten, wo im Zodiak der Einfluss von Aquarius herrscht.
I. Die gestaltende Kraft des Geistes
Die großen Wurzelrassen
Die Erschütterungen der Natur wie Erdbeben, Vulkanausbrüche, Flutwellen sind heute unendlich sanft im Vergleich zu den Perioden der felsigen Erde während ihrer ersten Stadien. Während Millionen von Jahren sind Kontinente im Ozean versunken, wie auch in anderen Teilen der Erde neue Länder aus den Wellen emporgetauchten. Unser Globus hat sich durch die aufeinanderfolgenden Zyklen, zusammen mit den Menschen, ständig weiterentwickelt. Seit vielen Millionen Jahren verändert sich die planetarische Bühne, und immer in Übereinstimmung mit dem menschlichen Evolutionsplan.
Die Alten Lehren sprechen von sieben großen Zyklen und von sieben großen Wurzelrassen und, dass sich der Werdegang jeder einzelnen Rasse auf einem anderen Kontinent entwickeln wird. Denn, genau wie das Land Ruhe und Erneuerung, neue Kräfte und eine Veränderung seiner Böden braucht, benötigt es das Wasser ebenso. Daraus entsteht eine periodische Neuverteilung von Land und Wasser, eine Veränderung des Klimas durch geologische Umwälzungen und manchmal auch eine Veränderung der Erdachse.
Der erste besiedelte Kontinent lag geografisch am heutigen Nordpol, doch über den Ursprung der ersten Menschen ist nur sehr wenig bekannt.
Der zweite bewohnte Kontinent war das Land, dessen Vorgebirge sich südwärts und westwärts vom Nordpol erstreckten und umfasste das gesamte, jetzt als Nordasien bekannte Land.
Lemurien war der riesige dritte Kontinent, der sich ausdehnte, wo heute der Indische Ozean liegt. Lemurien war die Heimat der dritten Menschenrasse und die Lemurier waren die Nachfolger oder die Nachkommen der zweiten Rasse. Sie waren dieselben, sich verkörpernden Seelen, die gemeinsam den zyklischen Abstieg in die irdische Materie begonnen hatten. Der Mensch befand sich hier noch in einer eher tierischen Phase seiner Evolution, doch durch die Inkarnation höherer Wesen erwachten die trägen, halbbewussten Menschen und der schlafende Samen des Denkens wurde von einer mächtigen Kraft wachgerüttelt.
Atlantis war der vierte Kontinent für die vierte große Wurzelrasse. Vor ungefähr achtzehn Millionen Jahren haben die menschlichen Seelen begonnen – schon in der Mitte der lemurischen Zeit – auf ihrem Evolutionspfad langsam von der dritten in die vierte Wurzelrasse überzugehen. Es war ein riesiger Kontinent, der sich über ein Gebiet ausdehnte, das heute den Atlantischen Ozean ausmacht. Alles, was manifest war, war damals gewaltig. Nicht nur die Tiere, auch die Menschen waren riesengroß und besaßen eine hohe Intelligenz. Zu Beginn der vierten Wurzelrasse war das dritte Auge noch aktiv und die Atlantier beherrschten noch viele der subtileren Naturkräfte, was für uns heute noch ein Geheimnis darstellt.
In dieser vierten Menschenrasse lehrten weit entwickelte hohe Wesen die junge Menschheit. Doch viele missbrauchten dieses Wissen und ihre daraus resultierende Fähigkeit zur Macht. Viele stolze Atlantier mit selbstsüchtigem Ehrgeiz benutzten ihre Fähigkeiten, um auch noch die Natur zu kontrollieren.
Das Hauptmerkmal aller atlantischen Völker war der Materialismus in seinen verschiedenen Arten und Ausdrucksformen. Es war der Materialismus, der angebetet und mit psychischer Magie und Zauberpraktiken ausgeübt wurde. Wir können uns ein wirklich außergewöhnlich hoch intelligentes Volk vorstellen, bei Weitem intelligenter als wir es in der arischen oder fünften Menschenrasse sind, doch oft mit der das Böse suchenden Art von Intelligenz. Sie wurden eine mächtige Rasse von Zauberern, die stets im Krieg mit ihren Brüdern waren. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Rasse eine glänzende Zivilisation entwickelt, die aber zum größten Teil aus schwarzer Magie bestand. All die aufregenden Entdeckungen unserer Zeit sind nur schwache Erinnerungen an die Wunder und die intellektuelle Größe der vierten Wurzelrasse. Aber sie stellten das Materielle mit all seinen Kräften über das Geistige.
Schließlich begann die Zeit der Überschwemmungen, deren Geschichte in den alten Überlieferungen aller Völker beschrieben wurde. Dieses Schicksal wurde auch in unserer biblischen Geschichte von Noah und der Sintflut dargestellt. Platons berühmte Insel Atlantis war nur der letzte Teil des Kontinents, der unterging. Die Überschwemmungen dauerten über mehrere Millionen Jahre an, bis ein großer Teil dieser Rasse in einer letzten großen Flutkatastrophe unterging.
Doch in diesen Zeiten gab es ebenso die Wenigen, die die ersten spirituellen Mysterienschulen des Globus gründeten. Sie haben sich von ihren Brüdern getrennt und zogen unter spiritueller Führung in ferne Länder, die nicht von der Sintflut betroffen waren. Sie retteten den spirituellen Samen für die kommende arische oder fünfte Rasse vor der Zerstörung. Es gibt auch eine Legende über eine „Heilige Insel“ mitten im heutigen Asien, wo sich in der Zwischenzeit die Erde erhob und aus der einstigen Insel hohe Berge und kahle Wüsten entstanden sind. Doch damals waren in dieser Gegend noch viele kleine Inseln, die von überragender Schönheit gewesen sein sollen und als der Garten Eden bekannt war. Diese Gegend wurde auch die Heimat derer, die dem Todeskampf von Atlantis entkamen und die den übrig gebliebenen Atlantiern ermöglichten, ihre weitere Entwicklung als Arier zu beginnen.
So waren diese Auswanderer gleichzeitig die Anfänge unserer heutigen fünften oder so genannten arischen Rasse. So geht der Anfang unserer zyklischen Inkarnationen bis zur Mitte des atlantischen Zyklus zurück. Genauso wie die Anfänge der sechsten großen Wurzelrasse schon inmitten unter uns sind. Seelen, die fähig und bereit sind, die Schritte für die nächsten großen Stufen der Evolution vorzubereiten.
Die Wogen des Lebens
Die Wogen des Lebens und all ihre großen und kleinen Zyklen begleiten unser Leben. Wir könnten es uns gar nicht mehr vorstellen, wie die Welt ohne das vertraute Wechselspiel von Helligkeit und Dunkelheit, ohne den Wechsel der Jahreszeiten aussehen könnte. Ereignisse, die mit der täglichen Rotation der Erde, mit ihrem jährlichen Lauf um die Sonne in Zusammenhang stehen. Und wenn wir beginnen, diese vertrauten Dinge zu beobachten, erkennen wir, dass wir diesen Rhythmus auch überall wahrnehmen. Die Ozeane, die wie ein großer Atem mit der Regelmäßigkeit eines Uhrwerks überall auf der Erde Ebbe und Flut mit sich bringen, das Regenwasser, das die Erde durchtränkt, von Bäumen, Pflanzen aufgenommen und sich als aufsteigender Dampf wieder zu Wolken verdichtet. Oder der kleinste Grashalm, wie auch der riesige Baum, alles hat seinen ganz eigenen Pulsschlag, genauso wie auch der Pulsschlag unserer Seele, die uns hinein in die Verkörperung, wie auch zurück in die Heimat begleitet, um dort wieder für einen neuen Zyklus der Erfahrungen bereit zu sein. Denn auch wir bekommen immer wieder aufs Neue die Möglichkeit, mit einem neuen Körper und frischem Gehirn in eine nächste Runde einsteigen zu können.
In Millionen von Jahren verändert sich unsere planetarische Bühne ständig, doch immer in Übereinstimmung mit dem menschlichen Evolutionsplan. Denn es existiert eine ständige elektromagnetische Wechselbeziehung zwischen der Erde, die selbst eine Wesenheit ist, und ihren Bewohnern. Die Körper der Menschen sind aus dem Stoff der Erde gemacht und beeinflussen sie mit dem, was sie denken und tun, genauso wie auch die Erde die Menschen beeinflusst.
Ein greifbarer Beweis für diesen Einfluss auf die irdische Materie liefert unsere heutige Zivilisation. Es besteht doch ein enormer Unterschied zu dem einfachen Leben unserer Vorfahren, wenn wir die Spuren, welche die alten Völker hinterließen, mit dem vergleichen, was im selben Gebiet durch das heutige Leben stattfindet. Es werden Tunnel gegraben, Brücken gebaut, Wälder abgeholzt, Deiche errichtet und Ozeane mit künstlichen Kanälen verbunden. Die Natur hat sich im gleichen Maße wie die Denkweise des Menschen verändert.
Das zeigt sich deutlich auch in der Geschichte der Menschheit durch die Erfahrungen jener großen Menschheitsgruppen, die die alten Lehren als die „Wogen der großen Rassen unserer Erde“ bezeichneten. Denn das Ende eines Rassenzyklus verschmilzt immer mit der Entfaltung einer nächsten und neuen Rasse. Das bedeutet, dass in einer bestehenden Hochkultur sowohl die Überreste einer schwindenden als auch die Neuanfänge eines kommenden Menschentyps und seiner Kultur integriert sind. So rufen die ineinandergreifenden Geschehnisse auch die großen Veränderungen hervor.
Das sich entfaltende Leben
Wie auch jeder einzelne Mensch von einem Tag, von einem Leben zum anderen weitergeht, um seine Arbeit immer wieder von Neuem aufzunehmen, ebenso erschienen und verschwinden auch ganze Zivilisationen. Dabei begegnet jede inkarnierende Seele die Orte und Umstände, wo sie ihre nächsten Schritte absolvieren kann. Denn das karmische Gesetz begeht keine Irrtümer, auch nicht bei der Zusammenführung von Menschengruppen in einer bestimmten Phase einer Zeit, genauso wenig wie bei den einzelnen Menschen oder nationalen Gruppen. Denn es werden immer die Höchsten mit den Niedersten durch persönliches oder durch Rassenkarma in Verbindung gebracht, um weiterzuführen, was angefangen, berichtigen, was fehlgeschlagen, lernen zu verstehen, was bis jetzt noch nicht verstanden wurde.
Im Laufe ihrer Entfaltung bevölkerte die Menschheit die verschiedensten Teile dieser Erde, immer entsprechend, wie der Globus nach und nach bewohnbar wurde. Die erste größere – schon menschenähnliche Gruppe – lebte auf dem Kontinent, den wir heute Arktis nennen, und es wird berichtet, dass die darauffolgende Rasse den Norden des asiatischen Kontinents bewohnte.
Die dritte Rasse, die erste große Zivilisation, lebte auf Lemurien dort, wo heute der Stille Ozean liegt. Lemurien erstreckte sich von den beiden Amerikas bis an die Küsten Asiens. Die heutigen Inseln dieses Ozeans waren einst die Gipfel der Berge des lemurischen Kontinents. Unter den Menschen, die dieses Land bewohnten, gab es große Unterschiede von Primitiven bis Genies, und genauso wie heute wurde schon damals ein extremer Materialismus und Ich-Bezogenheit gelebt, mit dem dazugehörenden Neid und Krieg. Doch auch damals gab es schon Menschen, die ihr inneres Licht und Wissen erkannten, dem folgten und damit die Grundlage und den Weg der Menschheit formten.
Wenn eine Rasse am Ende ihres Zyklus angelangt ist, wird sie abwechselnd durch Feuer oder Wasser zerstört. Nicht plötzlich, sondern über Zeiträume von Hunderttausenden von Jahren, während sich gleichzeitig die nachfolgende Rasse allmählich entwickelt. Ihr Ende und damit Lemuriens Schicksal wurde durch Vulkanausbrüche, durch eine Reihe unterirdischer Erschütterungen und das Auseinanderreißen des Meeresbodens vollzogen. Einige Überreste von Lemurien sind heute noch ein Teil Kaliforniens, Australiens mit seinen Ureinwohnern, seiner zurückgebliebenen Fauna und Flora und auch einige jener Inseln, die über der Oberfläche des Stillen Ozeans verstreut liegen.
…

