Glaube Deinem Körper – Spiritueller Leitfaden zur Gesundheit
Mit Gedichten für Deine Seele
EUR 24,90
Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 140
ISBN: 978-3-99185-001-4
Erscheinungsdatum: 06.11.2025
Die erfahrene Ärztin und Palliativmedizinerin hat einen praktischen Leitfaden für eine ganzheitliche Gesundheit geschaffen. Ihre Arbeit basiert auf den Prinzipien der "spirituellen Medizin". Jedes Kapitel ihres Buches ergänzt sie um ein Gedicht, das die Seele berührt.
Mein Weg
Einleitung
Zunächst möchte ich gerne meinen eigenen Heilungsweg beschreiben, der im Alter von etwa 50 Jahren begann. Damals sagte mir mein 11‑jähriger Sohn: „Glückwunsch, Mama, du bist jetzt ein halbes Leben alt!“ Das war so ein schöner und einfühlsamer Satz, der mich dazu bewegte, mein Leben und dessen Sinn zu überdenken. Ich war damals 25 Jahre verheiratet und hatte zwei wunderbare Söhne im Alter von 11 und 16 Jahren. Ich übte meinen Beruf als Ärztin seit über 25 Jahren aus und hatte meine eigene Praxis etabliert. Meine Eltern waren noch voller Lebenskraft, und alles, was ich anpackte im Leben, war wirklich erfolgreich.
Mit 52 Jahren musste ich mich wegen einer schweren Arthrose einer Hüftoperation unterziehen, die einige Wochen Rehabilitation benötigte. Dies war der Moment, in dem sich mein Leben völlig veränderte, da ich nun die Ruhe fand, über meine Gesundheit und den Sinn meines Lebens nachzudenken. Ich reflektierte mein Leben mit den Erfolgen, aber auch Schwierigkeiten, die ich erfahren hatte. Mir wurde bewusst, dass ich über die Jahre an Leichtigkeit verloren hatte und dass die Pflichten in meinem Alltag überhandnahmen. Mir war plötzlich klar, dass ich meinen persönlichen Lebenssinn wiederentdecken musste, um ein glückliches, gesundes und erfülltes Leben zu haben.
Im ersten Kapitel dieses Buches werde ich meinen eigenen Weg darlegen, welchen Schwierigkeiten und Leiden ich begegnete. Dies soll Dir helfen, meine Lebenssituation besser verstehen zu können, die zu meiner ganz persönlichen Wende führte.
Im zweiten Kapitel werde ich Dir meine Erfahrungen als Ärztin aus mehr als 25 Jahren Arbeit beschreiben: Was ich durch die Betrachtung vieler sich ähnelnder Krankengeschichten meiner Patientinnen und Patienten entdeckt, und welche spirituelle Ursache ich bei der Betrachtung bestimmter Organerkrankungen bei den Menschen festgestellt habe. Ich begann zu erkennen, was diese Krankheiten für eine Person wirklich bedeuten können und wie diese negativen Erscheinungen, die wir Krankheit nennen, durch das Verständnis der psychologischen und spirituellen Dimension erklärt werden können.
Im dritten Kapitel werde ich allgemeine Erkenntnisse auf dem Weg zur eigenen Gesundheit erläutern und grundsätzliche Lebenseinstellungen und Voraussetzungen diskutieren, bevor ich dann zu konkreten Techniken übergehe.
Im vierten Kapitel werde ich einige meiner persönlichen Techniken beschreiben, die Dir helfen sollen, Dich selbst von den Leiden heilen zu können und so ein glücklicheres und gesunderes Leben zu führen. Ich werde Dir neun spirituelle Techniken und Methoden zur Selbstheilung erläutern, sodass es für Dich möglich sein wird, schliesslich Deine eigene Gesundheit wieder zu erreichen.
Im fünften Teil werde ich einen Schritt weiter gehen und Dir – als Arzt oder Therapeut – meine persönlichen neun Lieblingstechniken beschreiben, die mir geholfen haben, meine eigenen Patienten dabei zu unterstützen, zu ihrer körperlichen, geistigen und seelischen Gesundheit zurückzufinden.
Zum Schluss werde ich noch einige abschliessende Bemerkungen dazu machen, warum selbst ein sehr spiritueller Mensch von Zeit zu Zeit krank wird und warum Du generell alles im Leben nicht allzu ernst nehmen solltest.
Jedes Kapitel wird mit meinen eigenen Gedichten zum selben Thema ergänzt. Es ist meine Absicht, mit diesem Buch eine neue spirituelle Dimension in Dir zu eröffnen. Du wirst erkennen, wie wertvoll es ist, in jedem Moment stets im Hier und Jetzt zu leben, wo Deine eigentliche Kraft steckt. Jedes Kapitel und jedes Gedicht ist mit der Absicht geschrieben, Deine persönliche emotionale Schwingung auf ein höheres, positiveres Niveau zu heben. Nur in positivem, zufriedenem emotionalen Zustand können wir uns von unseren Problemen distanzieren und werden neue Lösungen erkennen. Mein Ziel ist es, auf diese Weise Menschen anzuleiten, ihre eigene allumfassende körperliche, geistige und spirituelle Gesundheit zurückzugewinnen.
Meinen Gesundheitszustand erkennen
Ab einem gewissen Alter traten bei mir selbst immer mehr kleine, aber relevante gesundheitliche Probleme auf. Anfangs waren sie eher leicht oder vorübergehend, mit der Zeit blieben auch chronische Zustände zurück, die mich belasteten. Ich litt beispielsweise unter den folgenden Beschwerden: wiederkehrende Kopfschmerzen, Hautausschläge und Juckreiz, wiederkehrende Infektionen, Asthma, Lungenentzündung, Magenprobleme, Verstopfungen, Blaseninfektionen, es zeigte sich sogar ein gutartiger Tumor in der Brust, wiederkehrende Gelenkschmerzen von Fingern über Zehen bis zu grösseren Gelenken wie Knie, Hüfte und Schultern, sowie Rückenschmerzen, und die Liste könnte noch weitergehen.
Gleichzeitig traf mich das Leben auch mental, nachdem ich viele Jahre lang hart gearbeitet hatte und nach und nach den wahren Sinn in meinem Leben verlor. Ich bemerkte, dass ich anstelle meiner Träume vor allem die Träume der Menschen um mich herum verwirklicht hatte. Ich wurde müde und war zeitweise sehr ungeduldig gegenüber meinen Kindern und meinem Mann. Ich traf mich immer seltener mit Freunden und fühlte mich mehr und mehr einsam und wertlos.
All diese Beschwerden summierten sich über mehrere Jahre, und ich fühlte mich ständig antriebslos und überarbeitet. Ich hatte den Eindruck, als würden sich die körperlichen Beschwerden gegenseitig jagen, denn sobald eine Krankheit verschwand, tauchte die nächste auf.
Ich habe getan, was viele Leute tun, ich habe Erklärungen für meine Krankheiten gesucht und folgenden Umständen die Schuld gegeben:
„Wahrscheinlich liegt es am Alter, denn über 50 leidet wohl jede Frau an hormonellen Störungen und an Wechseljahrbeschwerden. Es ist normal, Schlafstörungen, Schweissausbrüche, Gelenkschmerzen, Haarausfall, Depressionen und Blaseninfektionen zu haben.“
„Wen wundert es, dass ich krank werde angesichts des Stresses als Ärztin in meiner eigenen Praxis mit über 30 Patienten am Tag. Niemand kann in einem solchen Beruf die Balance halten. Ärzte und Therapeuten sind diejenigen Berufsgruppen, die am häufigsten unter Burn-out und Depressionen leiden.“
„Ich habe nicht nur einen Vollzeitjob, sondern auch eine Familie mit zwei Söhnen und einem Mann, der nicht viel Zeit hat, sich um die Kinder zu kümmern. Ich sehe es als meine Aufgabe, alles für die Familie zu organisieren, ihnen die Unterstützung zu geben, die sie brauchen, und stets die Bedürfnisse der Kinder zu priorisieren, bevor ich mir Zeit für mich selbst nehme.“
„Früher habe ich noch Zeit gefunden für Sport, der Alltag ist jedoch aktuell so überwältigend, dass die Freizeit auf der Strecke bleibt. Am Abend verdiene ich die Ruhe, und ich akzeptiere, dass dadurch mein Körper und meine Muskulatur schwächer werden.“
„Einige Jahre habe ich sehr viel trainiert, wollte meinen Körper proteinreich ernähren und habe deswegen sehr viel Fleisch gegessen. Ich bekam Gelenkbeschwerden und versuchte in der Folge auf vegetarische und sogar vegane Kost umzusteigen. Mit der veganen Ernährung fühlte ich mich tatsächlich gesünder, jedoch fehlte es oft an der Zeit, diese aufwendigeren Mahlzeiten zuzubereiten.“
„Über viele Jahre hatte ich alles für andere Menschen getan. In der Menge der Arbeit verlor ich mich oft selbst, und mein Energieniveau sank fast auf den Nullpunkt. Ich kümmerte mich viel mehr um das Wohlbefinden der Menschen um mich herum als um mich selbst.“
Schliesslich erkannte ich, dass all diese Gedanken in Wirklichkeit nur Ausreden waren, mich nicht ändern zu müssen. Als mich dann eines Tages mein Körper dazu zwang, eine Auszeit zu nehmen, erhielt ich so die Möglichkeit, mich neu zu orientieren und mich selbst wiederzufinden.
Im Alter von 52 Jahren musste meine rechte Hüfte aufgrund einer schweren Arthrose ersetzt werden. Ich war an dem Punkt angelangt, an dem ich mir weder Socken noch Schuhe anziehen konnte, aufgrund der fehlenden Beweglichkeit im Hüftgelenk. Dies führte zu der Operation, welche mein Leben schliesslich völlig verändert hatte. Nach der Operation hatte ich zum ersten Mal seit vielen Jahren einen ganzen Monat Zeit, mich zu erholen und neue Energie zu schöpfen. Ich war weder in der Lage, zu Hause noch in der Praxis Arbeit zu verrichten, was mir die Chance bot, mich auf meine eigene Gesundheit zu konzentrieren. Zu diesem Zeitpunkt wurde mir klar, dass ich einen spirituellen Weg einschlagen musste, einerseits um für mich selbst neue Kraft schöpfen zu können, und andererseits um anderen Menschen bei der Heilung ihrer Krankheiten zukünftig besser helfen zu können.
Gedicht: Erkenne Deinen Fokus
Niemand kann Dich hören
Wenn Deine Seele weint
Die grosse Welt, sie dreht sich
Dir keine Sonne scheint
Geschäftig und in Eile
Du rennst im Hamsterrad
Bis eine Träne Dich dann stoppt
Und öffnet einen Pfad
Du fragst um die Bedeutung
Wenn Stille spricht so laut
Du fühlst, dass Deine eigne Seel’
Nur Dir allein vertraut
Den Sinn kannst Du nun finden
Gedanken neu und rein
Streb vorwärts, spür die Weite
In Deinem ewigen Sein
Suche nach äusserlicher Heilung
Als Ärztin bin ich es gewohnt, Dinge in Ordnung zu bringen und Menschen gute Ratschläge zu geben. Ich schlage ihnen Medikamente und verschiedene Arten von Therapien und Behandlungen vor, damit sie aus ihrem Leidensweg herauskommen und ihre Möglichkeit der Heilung erkennen können. Als ich selbst gesundheitlich angeschlagen war, begann ich nach Hilfe für meine eigene Gesundheit zu suchen: Ich versuchte Medikamente, Injektionen, Vitamine, Ernährungsumstellungen, Sport, Stressreduktion und anderes. Ich suchte nach einem Weg, mich selbst zu heilen, auf die gleiche Art und Weise, wie ich es meinen eigenen Patienten riet.
Damals erkannte ich noch nicht, dass ich meine Heilung nur ausserhalb von mir suchte und die Besserung oft nicht lange anhielt, bevor das nächste Problem auftauchte. Ich stellte aber bald fest, dass die Heilung meiner Beschwerden – körperlich oder geistig – bloss erreicht werden konnte, wenn ich mich mental und spirituell weiterentwickelte und meine eigenen Vorurteile abbauen würde, welche ich im Leben angesammelt hatte.
Meine innere Führung finden
Der Wunsch nach Leichtigkeit und ganzheitlicher Gesundheit von Körper, Geist und Seele brachte mich dazu, nach dem richtigen spirituellen Weg für mich selbst zu suchen. Dabei begegnete ich verschiedenen spirituellen Lehren und suchte mir diejenigen Mentoren aus, welche für meine Weiterentwicklung zu diesem Zeitpunkt den grössten Nutzen brachten. Einige von ihnen möchte ich hier erwähnen, sie werden im Kapitel „Technik 2: Finde Deine innere Führung“ näher erläutert: Louise Hay, Maya Angelou, Eckhart Tolle, Dr. Wayne W. Dyer sowie Esther und Jerry Hicks mit ihren „Lehren Abrahams“. Diese spirituellen Mentoren gaben mir die Orientierung, die ich brauchte, und es war für mich eine Freude, ihre Bücher zu lesen und von diesen grossen Lehrern unserer Zeit zu lernen.
Was mein Leben wirklich verändert hat, war das Buch „Wünschen und bekommen“ von Esther und Jerry Hicks. Mit diesem Buch habe ich intuitiv gespürt, dass das Leben einen viel tieferen Sinn bietet, als uns im Alltag bewusst ist. Ich realisierte, dass ich durch die Anwendung von diesen Lehren deutlich mehr erreichen konnte, als ich bisher für möglich gehalten hatte. Ihre Lehre besagt, dass wir über ein inneres Leitsystem verfügen, das uns dabei unterstützt, unseren Lebensweg mit mehr Leichtigkeit zu gehen. Dieses Leitsystem sind unsere Emotionen, welche, richtig interpretiert, auch als Bauchgefühl oder „Intuition“ bezeichnet werden können. Dies ist ein hilfreiches Instrument, um unsere individuellen Entscheidungen im Leben treffen zu können.
Zudem habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass alles auf der Welt auf der geistigen Ebene miteinander verbunden ist. Jeder Mensch hat die Möglichkeit, die kreative Energie – die wir als „Ursprung alles Lebens“ oder „Seele“ bezeichnen – zu nutzen, um seinen Lebensweg aktiv zu gestalten und zu lenken. Ich war unglaublich dankbar für diese tiefgreifende Einsicht, denn sie legte den Grundstein für eine neue Perspektive sowohl im privaten als auch in meinem beruflichen Leben als Ärztin. Ich realisierte, dass ich nun fähig war, die „Urenergie“ zu nutzen, um den Prozess der Heilung in mir selbst und auch in meinen Patienten auf ein neues Niveau anzuheben.
Als Kind habe ich schon früh gelernt, anderen zu gefallen oder mich selbst zu schützen und deshalb meine Emotionen zu unterdrücken. Ich war der Überzeugung, dass das Zeigen von Gefühlen Schwäche und Sensibilität signalisiert. Daher habe ich mir angeeignet, meinen emotionalen Zustand so zu kontrollieren, dass er stets „stabil“ bleibt, unabhängig von den äusseren Einflüssen, die auf mich einwirkten. Es war mein Ziel, immer stark zu sein, und ich wollte mich nicht von meinen Emotionen beeinflussen lassen.
Nachdem ich die „Lehren Abrahams“ gelesen und studiert hatte, wurde mir klar, dass Emotionen viel mehr sind als etwas, das unterdrückt werden muss. Sie sind starke Indikatoren dafür, ob wir mit unserem wahren Selbst im Einklang und auf dem für uns richtigen Weg sind. Wenn wir uns in einer Entscheidung unwohl fühlen, äussert sich dies in Grübeln, und wir spüren negative Gefühle wie Unsicherheit oder Schuldgefühle. Die „Intuition“ oder das „Bauchgefühl“ ist etwas, dessen wir uns nicht immer bewusst sind, das jedoch eine bedeutende Rolle bei unseren Entscheidungen spielt. Dieses neu gewonnene Verständnis unseres emotionalen Leitsystems war der Schlüssel zu einem viel klareren und logischeren Verständnis meines eigenen Lebens und des Lebens anderer.
Unsere Emotionen als wichtig und gültig anzusehen und sie sogar als „unser emotionales Leitsystem“ zu interpretieren, bildet die Grundlage für das Verständnis des Gesetzes der Anziehung. Dieses universelle Gesetz besagt: „Das, was ihm selbst gleicht, wird angezogen.“ Mit anderen Worten ziehen Deine Gedanken und Gefühle in jedem Moment andere Gedanken und Gefühle an, die ihnen ähnlich sind. Wenn Du Dir dieses universellen Gesetzes bewusst wirst, kannst Du viel besser verstehen, welchen grossen Einfluss Deine Emotionen tatsächlich auf Dein Leben haben. Plötzlich wirst Du die Macht Deiner eigenen Gedanken und Emotionen erkennen. Wenn Du positive Dinge in Dein Leben ziehen möchtest, ist dies nicht möglich, ohne positiv zu denken und Dich gut zu fühlen. Du musst tatsächlich Deine Persönlichkeit neu definieren und von Natur aus ein positiver Mensch werden.
Mach Deine Arbeit
Bald wurde mir bewusst, dass ich meine Arbeit nun anders gestalten könnte, nämlich auf eine Weise, die mir bisher nicht vertraut war. In der Vergangenheit war meine Arbeit – sowohl im Beruf als auch im Familienleben – von Härte, Anstrengung und häufigen Enttäuschungen in vielen Bereichen geprägt. Nach diesen negativen Erlebnissen lernte ich, eine Strategie zu entwickeln und Lösungen zu finden, um in Zukunft Schwierigkeiten zu vermeiden. Mein Leben war oft herausfordernd und von grossem Einsatz geprägt, obwohl gleichzeitig auch immer voller Hoffnung und Dankbarkeit.
Nachdem ich die „Lehren Abrahams“ kennengelernt hatte, wurde mir bewusst, dass es eine andere Art gibt, „die Arbeit zu erledigen“, die für mich sehr neu war und sich wie eine Befreiung anfühlte. Auf meinem neuen Weg konnte ich alle Anstrengung ablegen, stattdessen versuchte ich positive Denkprozesse in meinen Tag zu integrieren. Diese bestanden aus Meditation, Schreiben von Listen mit positiven Aspekten, und ich trainierte mich im positiven Denken. Ich lernte bald, meine Tage vorwiegend mit Leichtigkeit und Freude zu füllen.
Durch diese positive Einstellung, welche ich über die meiste Zeit des Tages erhalten konnte, erreichte ich, dass mir alle Aufgaben viel leichter fielen. Von nun an definierte ich für mich den Erfolg im Leben neu. Erfolgreich ist, wer Freiheit, Wertschätzung, Freude, Leidenschaft, Reichtum und Zufriedenheit erleben darf.
Einleitung
Zunächst möchte ich gerne meinen eigenen Heilungsweg beschreiben, der im Alter von etwa 50 Jahren begann. Damals sagte mir mein 11‑jähriger Sohn: „Glückwunsch, Mama, du bist jetzt ein halbes Leben alt!“ Das war so ein schöner und einfühlsamer Satz, der mich dazu bewegte, mein Leben und dessen Sinn zu überdenken. Ich war damals 25 Jahre verheiratet und hatte zwei wunderbare Söhne im Alter von 11 und 16 Jahren. Ich übte meinen Beruf als Ärztin seit über 25 Jahren aus und hatte meine eigene Praxis etabliert. Meine Eltern waren noch voller Lebenskraft, und alles, was ich anpackte im Leben, war wirklich erfolgreich.
Mit 52 Jahren musste ich mich wegen einer schweren Arthrose einer Hüftoperation unterziehen, die einige Wochen Rehabilitation benötigte. Dies war der Moment, in dem sich mein Leben völlig veränderte, da ich nun die Ruhe fand, über meine Gesundheit und den Sinn meines Lebens nachzudenken. Ich reflektierte mein Leben mit den Erfolgen, aber auch Schwierigkeiten, die ich erfahren hatte. Mir wurde bewusst, dass ich über die Jahre an Leichtigkeit verloren hatte und dass die Pflichten in meinem Alltag überhandnahmen. Mir war plötzlich klar, dass ich meinen persönlichen Lebenssinn wiederentdecken musste, um ein glückliches, gesundes und erfülltes Leben zu haben.
Im ersten Kapitel dieses Buches werde ich meinen eigenen Weg darlegen, welchen Schwierigkeiten und Leiden ich begegnete. Dies soll Dir helfen, meine Lebenssituation besser verstehen zu können, die zu meiner ganz persönlichen Wende führte.
Im zweiten Kapitel werde ich Dir meine Erfahrungen als Ärztin aus mehr als 25 Jahren Arbeit beschreiben: Was ich durch die Betrachtung vieler sich ähnelnder Krankengeschichten meiner Patientinnen und Patienten entdeckt, und welche spirituelle Ursache ich bei der Betrachtung bestimmter Organerkrankungen bei den Menschen festgestellt habe. Ich begann zu erkennen, was diese Krankheiten für eine Person wirklich bedeuten können und wie diese negativen Erscheinungen, die wir Krankheit nennen, durch das Verständnis der psychologischen und spirituellen Dimension erklärt werden können.
Im dritten Kapitel werde ich allgemeine Erkenntnisse auf dem Weg zur eigenen Gesundheit erläutern und grundsätzliche Lebenseinstellungen und Voraussetzungen diskutieren, bevor ich dann zu konkreten Techniken übergehe.
Im vierten Kapitel werde ich einige meiner persönlichen Techniken beschreiben, die Dir helfen sollen, Dich selbst von den Leiden heilen zu können und so ein glücklicheres und gesunderes Leben zu führen. Ich werde Dir neun spirituelle Techniken und Methoden zur Selbstheilung erläutern, sodass es für Dich möglich sein wird, schliesslich Deine eigene Gesundheit wieder zu erreichen.
Im fünften Teil werde ich einen Schritt weiter gehen und Dir – als Arzt oder Therapeut – meine persönlichen neun Lieblingstechniken beschreiben, die mir geholfen haben, meine eigenen Patienten dabei zu unterstützen, zu ihrer körperlichen, geistigen und seelischen Gesundheit zurückzufinden.
Zum Schluss werde ich noch einige abschliessende Bemerkungen dazu machen, warum selbst ein sehr spiritueller Mensch von Zeit zu Zeit krank wird und warum Du generell alles im Leben nicht allzu ernst nehmen solltest.
Jedes Kapitel wird mit meinen eigenen Gedichten zum selben Thema ergänzt. Es ist meine Absicht, mit diesem Buch eine neue spirituelle Dimension in Dir zu eröffnen. Du wirst erkennen, wie wertvoll es ist, in jedem Moment stets im Hier und Jetzt zu leben, wo Deine eigentliche Kraft steckt. Jedes Kapitel und jedes Gedicht ist mit der Absicht geschrieben, Deine persönliche emotionale Schwingung auf ein höheres, positiveres Niveau zu heben. Nur in positivem, zufriedenem emotionalen Zustand können wir uns von unseren Problemen distanzieren und werden neue Lösungen erkennen. Mein Ziel ist es, auf diese Weise Menschen anzuleiten, ihre eigene allumfassende körperliche, geistige und spirituelle Gesundheit zurückzugewinnen.
Meinen Gesundheitszustand erkennen
Ab einem gewissen Alter traten bei mir selbst immer mehr kleine, aber relevante gesundheitliche Probleme auf. Anfangs waren sie eher leicht oder vorübergehend, mit der Zeit blieben auch chronische Zustände zurück, die mich belasteten. Ich litt beispielsweise unter den folgenden Beschwerden: wiederkehrende Kopfschmerzen, Hautausschläge und Juckreiz, wiederkehrende Infektionen, Asthma, Lungenentzündung, Magenprobleme, Verstopfungen, Blaseninfektionen, es zeigte sich sogar ein gutartiger Tumor in der Brust, wiederkehrende Gelenkschmerzen von Fingern über Zehen bis zu grösseren Gelenken wie Knie, Hüfte und Schultern, sowie Rückenschmerzen, und die Liste könnte noch weitergehen.
Gleichzeitig traf mich das Leben auch mental, nachdem ich viele Jahre lang hart gearbeitet hatte und nach und nach den wahren Sinn in meinem Leben verlor. Ich bemerkte, dass ich anstelle meiner Träume vor allem die Träume der Menschen um mich herum verwirklicht hatte. Ich wurde müde und war zeitweise sehr ungeduldig gegenüber meinen Kindern und meinem Mann. Ich traf mich immer seltener mit Freunden und fühlte mich mehr und mehr einsam und wertlos.
All diese Beschwerden summierten sich über mehrere Jahre, und ich fühlte mich ständig antriebslos und überarbeitet. Ich hatte den Eindruck, als würden sich die körperlichen Beschwerden gegenseitig jagen, denn sobald eine Krankheit verschwand, tauchte die nächste auf.
Ich habe getan, was viele Leute tun, ich habe Erklärungen für meine Krankheiten gesucht und folgenden Umständen die Schuld gegeben:
„Wahrscheinlich liegt es am Alter, denn über 50 leidet wohl jede Frau an hormonellen Störungen und an Wechseljahrbeschwerden. Es ist normal, Schlafstörungen, Schweissausbrüche, Gelenkschmerzen, Haarausfall, Depressionen und Blaseninfektionen zu haben.“
„Wen wundert es, dass ich krank werde angesichts des Stresses als Ärztin in meiner eigenen Praxis mit über 30 Patienten am Tag. Niemand kann in einem solchen Beruf die Balance halten. Ärzte und Therapeuten sind diejenigen Berufsgruppen, die am häufigsten unter Burn-out und Depressionen leiden.“
„Ich habe nicht nur einen Vollzeitjob, sondern auch eine Familie mit zwei Söhnen und einem Mann, der nicht viel Zeit hat, sich um die Kinder zu kümmern. Ich sehe es als meine Aufgabe, alles für die Familie zu organisieren, ihnen die Unterstützung zu geben, die sie brauchen, und stets die Bedürfnisse der Kinder zu priorisieren, bevor ich mir Zeit für mich selbst nehme.“
„Früher habe ich noch Zeit gefunden für Sport, der Alltag ist jedoch aktuell so überwältigend, dass die Freizeit auf der Strecke bleibt. Am Abend verdiene ich die Ruhe, und ich akzeptiere, dass dadurch mein Körper und meine Muskulatur schwächer werden.“
„Einige Jahre habe ich sehr viel trainiert, wollte meinen Körper proteinreich ernähren und habe deswegen sehr viel Fleisch gegessen. Ich bekam Gelenkbeschwerden und versuchte in der Folge auf vegetarische und sogar vegane Kost umzusteigen. Mit der veganen Ernährung fühlte ich mich tatsächlich gesünder, jedoch fehlte es oft an der Zeit, diese aufwendigeren Mahlzeiten zuzubereiten.“
„Über viele Jahre hatte ich alles für andere Menschen getan. In der Menge der Arbeit verlor ich mich oft selbst, und mein Energieniveau sank fast auf den Nullpunkt. Ich kümmerte mich viel mehr um das Wohlbefinden der Menschen um mich herum als um mich selbst.“
Schliesslich erkannte ich, dass all diese Gedanken in Wirklichkeit nur Ausreden waren, mich nicht ändern zu müssen. Als mich dann eines Tages mein Körper dazu zwang, eine Auszeit zu nehmen, erhielt ich so die Möglichkeit, mich neu zu orientieren und mich selbst wiederzufinden.
Im Alter von 52 Jahren musste meine rechte Hüfte aufgrund einer schweren Arthrose ersetzt werden. Ich war an dem Punkt angelangt, an dem ich mir weder Socken noch Schuhe anziehen konnte, aufgrund der fehlenden Beweglichkeit im Hüftgelenk. Dies führte zu der Operation, welche mein Leben schliesslich völlig verändert hatte. Nach der Operation hatte ich zum ersten Mal seit vielen Jahren einen ganzen Monat Zeit, mich zu erholen und neue Energie zu schöpfen. Ich war weder in der Lage, zu Hause noch in der Praxis Arbeit zu verrichten, was mir die Chance bot, mich auf meine eigene Gesundheit zu konzentrieren. Zu diesem Zeitpunkt wurde mir klar, dass ich einen spirituellen Weg einschlagen musste, einerseits um für mich selbst neue Kraft schöpfen zu können, und andererseits um anderen Menschen bei der Heilung ihrer Krankheiten zukünftig besser helfen zu können.
Gedicht: Erkenne Deinen Fokus
Niemand kann Dich hören
Wenn Deine Seele weint
Die grosse Welt, sie dreht sich
Dir keine Sonne scheint
Geschäftig und in Eile
Du rennst im Hamsterrad
Bis eine Träne Dich dann stoppt
Und öffnet einen Pfad
Du fragst um die Bedeutung
Wenn Stille spricht so laut
Du fühlst, dass Deine eigne Seel’
Nur Dir allein vertraut
Den Sinn kannst Du nun finden
Gedanken neu und rein
Streb vorwärts, spür die Weite
In Deinem ewigen Sein
Suche nach äusserlicher Heilung
Als Ärztin bin ich es gewohnt, Dinge in Ordnung zu bringen und Menschen gute Ratschläge zu geben. Ich schlage ihnen Medikamente und verschiedene Arten von Therapien und Behandlungen vor, damit sie aus ihrem Leidensweg herauskommen und ihre Möglichkeit der Heilung erkennen können. Als ich selbst gesundheitlich angeschlagen war, begann ich nach Hilfe für meine eigene Gesundheit zu suchen: Ich versuchte Medikamente, Injektionen, Vitamine, Ernährungsumstellungen, Sport, Stressreduktion und anderes. Ich suchte nach einem Weg, mich selbst zu heilen, auf die gleiche Art und Weise, wie ich es meinen eigenen Patienten riet.
Damals erkannte ich noch nicht, dass ich meine Heilung nur ausserhalb von mir suchte und die Besserung oft nicht lange anhielt, bevor das nächste Problem auftauchte. Ich stellte aber bald fest, dass die Heilung meiner Beschwerden – körperlich oder geistig – bloss erreicht werden konnte, wenn ich mich mental und spirituell weiterentwickelte und meine eigenen Vorurteile abbauen würde, welche ich im Leben angesammelt hatte.
Meine innere Führung finden
Der Wunsch nach Leichtigkeit und ganzheitlicher Gesundheit von Körper, Geist und Seele brachte mich dazu, nach dem richtigen spirituellen Weg für mich selbst zu suchen. Dabei begegnete ich verschiedenen spirituellen Lehren und suchte mir diejenigen Mentoren aus, welche für meine Weiterentwicklung zu diesem Zeitpunkt den grössten Nutzen brachten. Einige von ihnen möchte ich hier erwähnen, sie werden im Kapitel „Technik 2: Finde Deine innere Führung“ näher erläutert: Louise Hay, Maya Angelou, Eckhart Tolle, Dr. Wayne W. Dyer sowie Esther und Jerry Hicks mit ihren „Lehren Abrahams“. Diese spirituellen Mentoren gaben mir die Orientierung, die ich brauchte, und es war für mich eine Freude, ihre Bücher zu lesen und von diesen grossen Lehrern unserer Zeit zu lernen.
Was mein Leben wirklich verändert hat, war das Buch „Wünschen und bekommen“ von Esther und Jerry Hicks. Mit diesem Buch habe ich intuitiv gespürt, dass das Leben einen viel tieferen Sinn bietet, als uns im Alltag bewusst ist. Ich realisierte, dass ich durch die Anwendung von diesen Lehren deutlich mehr erreichen konnte, als ich bisher für möglich gehalten hatte. Ihre Lehre besagt, dass wir über ein inneres Leitsystem verfügen, das uns dabei unterstützt, unseren Lebensweg mit mehr Leichtigkeit zu gehen. Dieses Leitsystem sind unsere Emotionen, welche, richtig interpretiert, auch als Bauchgefühl oder „Intuition“ bezeichnet werden können. Dies ist ein hilfreiches Instrument, um unsere individuellen Entscheidungen im Leben treffen zu können.
Zudem habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass alles auf der Welt auf der geistigen Ebene miteinander verbunden ist. Jeder Mensch hat die Möglichkeit, die kreative Energie – die wir als „Ursprung alles Lebens“ oder „Seele“ bezeichnen – zu nutzen, um seinen Lebensweg aktiv zu gestalten und zu lenken. Ich war unglaublich dankbar für diese tiefgreifende Einsicht, denn sie legte den Grundstein für eine neue Perspektive sowohl im privaten als auch in meinem beruflichen Leben als Ärztin. Ich realisierte, dass ich nun fähig war, die „Urenergie“ zu nutzen, um den Prozess der Heilung in mir selbst und auch in meinen Patienten auf ein neues Niveau anzuheben.
Als Kind habe ich schon früh gelernt, anderen zu gefallen oder mich selbst zu schützen und deshalb meine Emotionen zu unterdrücken. Ich war der Überzeugung, dass das Zeigen von Gefühlen Schwäche und Sensibilität signalisiert. Daher habe ich mir angeeignet, meinen emotionalen Zustand so zu kontrollieren, dass er stets „stabil“ bleibt, unabhängig von den äusseren Einflüssen, die auf mich einwirkten. Es war mein Ziel, immer stark zu sein, und ich wollte mich nicht von meinen Emotionen beeinflussen lassen.
Nachdem ich die „Lehren Abrahams“ gelesen und studiert hatte, wurde mir klar, dass Emotionen viel mehr sind als etwas, das unterdrückt werden muss. Sie sind starke Indikatoren dafür, ob wir mit unserem wahren Selbst im Einklang und auf dem für uns richtigen Weg sind. Wenn wir uns in einer Entscheidung unwohl fühlen, äussert sich dies in Grübeln, und wir spüren negative Gefühle wie Unsicherheit oder Schuldgefühle. Die „Intuition“ oder das „Bauchgefühl“ ist etwas, dessen wir uns nicht immer bewusst sind, das jedoch eine bedeutende Rolle bei unseren Entscheidungen spielt. Dieses neu gewonnene Verständnis unseres emotionalen Leitsystems war der Schlüssel zu einem viel klareren und logischeren Verständnis meines eigenen Lebens und des Lebens anderer.
Unsere Emotionen als wichtig und gültig anzusehen und sie sogar als „unser emotionales Leitsystem“ zu interpretieren, bildet die Grundlage für das Verständnis des Gesetzes der Anziehung. Dieses universelle Gesetz besagt: „Das, was ihm selbst gleicht, wird angezogen.“ Mit anderen Worten ziehen Deine Gedanken und Gefühle in jedem Moment andere Gedanken und Gefühle an, die ihnen ähnlich sind. Wenn Du Dir dieses universellen Gesetzes bewusst wirst, kannst Du viel besser verstehen, welchen grossen Einfluss Deine Emotionen tatsächlich auf Dein Leben haben. Plötzlich wirst Du die Macht Deiner eigenen Gedanken und Emotionen erkennen. Wenn Du positive Dinge in Dein Leben ziehen möchtest, ist dies nicht möglich, ohne positiv zu denken und Dich gut zu fühlen. Du musst tatsächlich Deine Persönlichkeit neu definieren und von Natur aus ein positiver Mensch werden.
Mach Deine Arbeit
Bald wurde mir bewusst, dass ich meine Arbeit nun anders gestalten könnte, nämlich auf eine Weise, die mir bisher nicht vertraut war. In der Vergangenheit war meine Arbeit – sowohl im Beruf als auch im Familienleben – von Härte, Anstrengung und häufigen Enttäuschungen in vielen Bereichen geprägt. Nach diesen negativen Erlebnissen lernte ich, eine Strategie zu entwickeln und Lösungen zu finden, um in Zukunft Schwierigkeiten zu vermeiden. Mein Leben war oft herausfordernd und von grossem Einsatz geprägt, obwohl gleichzeitig auch immer voller Hoffnung und Dankbarkeit.
Nachdem ich die „Lehren Abrahams“ kennengelernt hatte, wurde mir bewusst, dass es eine andere Art gibt, „die Arbeit zu erledigen“, die für mich sehr neu war und sich wie eine Befreiung anfühlte. Auf meinem neuen Weg konnte ich alle Anstrengung ablegen, stattdessen versuchte ich positive Denkprozesse in meinen Tag zu integrieren. Diese bestanden aus Meditation, Schreiben von Listen mit positiven Aspekten, und ich trainierte mich im positiven Denken. Ich lernte bald, meine Tage vorwiegend mit Leichtigkeit und Freude zu füllen.
Durch diese positive Einstellung, welche ich über die meiste Zeit des Tages erhalten konnte, erreichte ich, dass mir alle Aufgaben viel leichter fielen. Von nun an definierte ich für mich den Erfolg im Leben neu. Erfolgreich ist, wer Freiheit, Wertschätzung, Freude, Leidenschaft, Reichtum und Zufriedenheit erleben darf.

