Gesundheit & Wohlbefinden - gepflückt und gesammelt von Mutter Natur

Gesundheit & Wohlbefinden - gepflückt und gesammelt von Mutter Natur

Macho B. /Reiselhuber-Schmölzer S./ Schiller M.


EUR 19,90

Format: 16,5 x 21 cm
Seitenanzahl: 56
ISBN: 978-3-99003-508-5
Erscheinungsdatum: 08.10.2010
Über die Jahrhunderte bewährt - Heilpflanzensäfte im Einklang mit der NaturDie Natur ist die größte Apotheke, die es gibt - rund 50.000 Pflanzenarten werden aufgrund ihrer gesundheitsfördernden Wirkung verwendet. Heilpflanzen wirken jedoch selten aufgrund eines einzelnen Inhaltstoffs - meist handelt es sich um ein Zusammenspiel verschiedenartiger Wirkstoffe, die gemeinsam für die gesundheitsfördernde Wirkung verantwortlich sind. Dieses Werk bietet einen Überblick der wichtigsten Heilpflanzen, die für Pflanzensäfte und Heilpflanzentrunke verwendet werden. Von A wie Artischocke bis Z wie Zinnkraut werden sämtliche Heilpflanzen beschrieben. Erfahren Sie Wissenswertes u¨ber deren historische und botanische Bedeutung und deren Verwendung in der Heilkunde.
Wissen und Tradition
rund um Heilpflanzen & Pflanzensäfte
Über die Jahrhunderte bewährt –
im Einklang mit der Natur

Die Natur ist die größte Apotheke, die es gibt –
rund 50.000 Pflanzenarten werden aufgrund ihrer
gesundheitsfördernden Wirkung verwendet.
Die Naturheilkunde kann auf eine lange Tradition
zurückblicken. Beispiele hierfür sind die seit Jahrtausenden
bestehende traditionelle chinesische
Medizin (TCM), die indische ayurvedische Medizin,
afrikanische Medizinformen und auch die europäische
Heilkunde – sie alle greifen auf die Heilkraft
der Natur zurück. Dieses über die Jahrtausende angesammelte
Wissen beruhte auf Praxiserfahrungen,
die von Generation zu Generation weitergegeben
wurden. Die Menschen lebten früher viel mehr im
Einklang mit der Natur als wir das heute tun und sie
nutzten die Heilkräfte, die ihnen die Natur vor ihrer
Haustür bot.
Heute hat man zur überlieferten Wirkung so mancher
Heilpflanze eine naturwissenschaftliche bzw.
medizinische Erklärung gefunden – die Pflanzen und
deren Wirkstoffe werden immer noch genutzt und
deren Heilwirkung geschätzt.
Bereits 400 v. Chr. wurden Heilpflanzen in der
Medizin angewandt. Der Erste, der Pflanzen systemisch
zur Heilung von Patienten einsetzte, war
der griechische Philosoph und Arzt Hippokrates.
Pedanios Dioskurides, ebenfalls ein Grieche, – er
lebte im 1. Jahrhundert n. Chr. – kannte bereits
fast alle Heilpflanzen, die wir heute verwenden.
Im Mittealter wurde das Wissen rund um Heilkräuter
und Heilpflanzen in den Klöstern gepflegt und bewahrt.
Vor allem die Benediktiner waren im Bereich
der Pflanzenheilkunde aktiv. Im späteren Mittelalter
ging das Wissen um die heilende Wirkung von Pflanzen
und Kräutern von den Klöstern auf die Apotheken
über – jede Apotheke verfügte über ihren eigenen
Kräutergarten. Für wild wachsende Heilpflanzen
waren jedoch die »Kräuterweiblein« zuständig.
Sie mixten Heilsäfte, Salben und Tinkturen gegen
so manches Leiden – auch Liebestränke wurden gebraut
und unters Volk gebracht. Diese naturkundigen
Frauen wurden bis in die Neuzeit als Hexen verfolgt.
Umfangreiches Wissen um die Heilkraft der Pflanzen
ist auf so manchem Scheiterhaufen verbrannt.
Im 15. Jahrhundert erlebte die Naturheilkunde durch
die Erfindung des Buchdrucks einen neuerlichen Aufschwung.
Ein Kräuter- und Heilpflanzenbuch erschien
nach dem anderen.
Ganzheitliches Wissen der Naturheilkunde
Heilpflanzen wirken niemals aufgrund eines ein-
zelnen
Inhaltstoffs – meist handelt es sich um ein
Zusammenspiel verschiedenartiger Wirkstoffe, die
gemeinsam für die gesundheitsfördernde Wirkung
verantwortlich sind. Zu den wichtigen Inhaltstoffen
zählen vor allem sekundäre Pflanzenstoffe wie
Alkaloide, Glycoside, Gerb- und Bitterstoffe, ätherische
Öle und andere Stoffwechselprodukte der
Pflanze. Die Natur bietet uns diese Inhaltstoffe in
einem einzigartigen harmonischen Mischungsverhältnis
dar: in den Heilpflanzen!
Heilpflanzentrunke von A bis Z
Pflanzensäfte gelten am hochwertigsten, wenn sie
aus der frischen Pflanze gepresst werden – dann sind
nämlich noch alle gesundheitsfördernden Inhalts-
stoffe im richtigen Mengenverhältnis enthalten. Von
besonderer Bedeutung sind der umsichtige Anbau
dieser Pflanzen im Einklang mit der Natur, das
schonende Ernten bzw. Sammeln und die schonende
Verarbeitung der wertvollen Naturprodukte zu
hochwertigen Pflanzensäften.
Dieses Werk bietet einen Überblick der wichtigsten
Heilpflanzen, die fu¨r Pflanzensäfte und Heilpflanzentrunke
verwendet werden. Von A wie Artischocke
bis Z wie Zinnkraut werden sämtliche Heilpflanzen
beschrieben. Erfahren Sie wissenswertes u¨ber deren
historische und botanische Bedeutung und deren
Verwendung in der Heilkunde.
Glossar: sekundäre Pflanzenstoffe, Alkaloide,
Glycoside, Gerbstoffe, ätherische Öle

Die Qualität einer Pflanze ist wertbestimmend für
das Endprodukt. Daher sind Kräuter und Säfte aus
biologischer Landwirtschaft ein besonderes
Qualitätsmerkmal.
Was bedeutet »bio« eigentlich genau?
Die biologische Landwirtschaft und Produktion von
Lebensmitteln nach biologischen Grundlagen ist
europaweit einheitlich geregelt.
Somit müssen alle Produkte, die als bio ausgelobt
werden, auch tatsächlich diesen Vorgaben entsprechen.
Bio bedeutet:
k Förderung der Arten- und Sortenvielfalt
k Produktion und Anbau im Einklang mit der Natur:
schonende Bodenbearbeitung, kein Einsatz von
chemisch-synthetischen Schädlingsbekämpfungsmitteln,
Verbot leicht löslicher Mineraldünger,
Verbot von Gentechnik
k Strenge Produktionsvorgaben und regelmäßige
Kontrolle
Wie wird »bio« kontrolliert?
Betriebe, die Bioprodukte herstellen, müssen sich
einer Biozertifizierung unterziehen. Sie werden
mindestens 1x pro Jahr von einer unabhängigen
Biokontrollstelle kontrolliert – diese Kontrolle
bezeichnet man als Audit. Die Vorgaben für die
biologische Produktion sind in der EU-Bio-Verordnung
(EU VO 834/2007) zusammengefasst. Für Österreich
gibt es zusätzlich ein Kapitel im Österreichischen
Lebensmittelbuch (Codex) mit weiteren Vorgaben
und Regelungen.
Zusammenfassend kann man sagen: Bioprodukte
sind streng kontrolliert – somit ist gewiss: wo bio
drauf steht, ist sicher auch bio drin!
Kennzeichnung von Bioprodukten
Biohinweis bei der Produktbezeichnung
Bio Produkte erkennt man einerseits an der
Produktbezeichnung. Die Lebensmittel werden als
»Bio« bezeichnet. Dafür gibt es verschiedene
Möglichkeiten. Ein Artischockensaft aus biologischer
Produktion kann folgendermaßen bezeichnet
werden:
k Bio-Artischockensaft
k Artischockensaft kba (kontrolliert biologischer
Anbau)
k Artischockensaft aus (kontrolliert) biologischer
Landwirtschaft (alternativ für biologisch kann
auch ökologisch, organisch-biologisch oder
biologisch-dynamisch verwendet werden;
alternativ für Landwirtschaft kann Landbau
oder Anbau verwendet werden)
Auslobungen wie naturnah, naturrein, vollwert,
aus geschütztem Anbau, aus kontrolliertem Anbau
weisen NICHT auf biologisch produzierte Produkte hin.
Von Bio & Öko
Pflanzensäfte in Bioqualität
Codenummer der Kontrollstelle
Ein weiteres Erkennungsmerkmal für Bio-Produkte
ist die Codenummer der Kontrollstelle. Alle Bioprodukte
tragen diesen Code. Er setzt sich wie
folgt zusammen: z.B. AT-BIO-301
AT steht für Österreich
BIO steht für biologische Landwirtschaft
301 steht für die Biokontrollstelle
Das neue EU-Biologo
Seit dem 1. Juli 2010 müssen
nach einer Übergangsfrist
alle
verpackten Bioprodukte das
EU-Bio-Logo tragen. Bei diesem
Logo handelt es sich um eine Gemeinschaftskollektivmarke
– das sogenannte „Euro-Blatt“, bei
dem die EU-Sterne in Form eines Blatts vor einem
grünen Hintergrund angeordnet sind. Im Zusammenhang
mit dem Logo muss auch die Herkunft der landwirtschaftlichen
Rohstoffe in folgender Form angegeben
werden: „EU-Landwirtschaft“ oder „Nicht-EU
Landwirtschaft“ oder „EU/Nicht-EU Landwirtschaft“
oder z. B. auch „Österreich Landwirtschaft“.
Zusätzliche Biozeichen und Logos
Bioprodukte können zusätzlich noch andere Biologos
aufweisen. Wie bereits erwähnt, können Bioprodukte
mit dem Logo der jeweiligen Biokontrollstelle
gekennzeichnet sein.
z. B. das Logo der Austria Bio
Garantie (Biokontrollstelle in
Niederösterreich)
Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl an Logos
von Biobauernverbänden.
z. B. das Bio Austria Logo vom
österreichischen Biobauernverband
Großen Bekanntheitsgrad haben auch die diversen
Bio-Logos der Handelsketten (wie z. B. Ja!natürlich
oder Natur pur).
Pflanzensäfte, Kräutertees & Co in Bioqualität
Bei Pflanzensäfte und Kräutertees in Bioprodukten
kann man als Konsument darauf vertrauen, dass sie
im Einklang mit der Natur, in schonender Art und
Weise produziert worden sind. Bio steht für Naturschutz
und Nachhaltigkeit sowie für naturnah
hergestellte, schmackhafte und gesunde Lebensmittel.
Pflanzen aus Wildsammlung (z. B. Mistelsaft)
dürfen nicht als bio bezeichnet werden, weil sie ja
nicht gemäß den biologischen Kriterien angebaut
wurden – sie stammen ja direkt aus der Natur und
wurden schonend gesammelt und verarbeitet.

Artischocke
edel bis zum Boden
Woher sie stammt
Der Name stammt ursprünglich aus dem Arabischen –
»ardi-schauki« oder »al-harsuf« bedeuten auf
Deutsch soviel wie »Erddorn«, »distelartige Pflanze«
oder »Erddistel«.
Schon die Griechen und Römer schätzten die
Artischocke als edles Gemüse und Aphrodisiakum.
Über Frankreich und Spanien nahm sie ihren Weg
nach Nordeuropa und in die USA. Heute wird sie
hauptsächlich in Italien, Spanien und Frankreich
angebaut.
Botanisch gesehen …
… gehört die Artischocke (Cynara scolymus ) zu den
Korbblütlern. Sie wird bis zu 2 m hoch. Gegessen
werden die fleischigen Teile des Blütenstandes, das
heißt der Boden und die unteren Abschnitte der
inneren Blätter.
Schon der lateinische Gattungsname Cynara deutet
auf den wichtigsten Inhaltsstoff, das Cynarin, ein
sekundärer Pflanzenstoff, hin. Der ist auch für den
leicht bitteren Geschmack zuständig. Daneben
enthält sie unter anderem noch Flavonoide, Chloro-
gensäuren und Sesquiterpenbitterstoffe.
Die Jerusalem Artischocke oder auch Topinambur,
gehört zu den Knollengemüsen und hat mit der
Artischocke nur den Namen gemeinsam.
2003, das Jahr der Artischocke
2003 wurde die Artischocke zur Arzneipflanze des
Jahres gekürt.
In Studien hat man eine Senkung des Cholesterin-
spiegels durch Artischockenextrakte festgestellt,
da sie die Bildung von Cholesterin im Körper
hemmen.
Auch bei Verdauungsbeschwerden (Dyspepsien) ist
die Artischocke laut verschiedener Studien ein Mittel
der Wahl. Besonders Flavonoide verbessern die
Leistung der Leberzellen und fördern die Produktion
von Gallensaft. Dazu kommt noch Cynarin, das
ebenfalls den Leber- und Gallenstoffwechsel anregt.
Verwendung
Nicht nur als Gemüse wird die Artischocke
verwendet, sondern auch Extrakte in flüssiger Form
werden immer beliebter. Gerade wegen des
typischen, leicht bitteren Geschmacks eignet sich
Artischockensaft besonders als Aperitif. Er regt den
Appetit an und fördert das Hungergefühl, als Digestif
genossen wird die Verdauung angeregt.
Glossar:
sekundärer Pflanzenstoff, Flavonoide, Sesquiterpene

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