Cover: Cajar

Cajar


EUR 25,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 214
ISBN: 978-3-7116-0852-9
Erscheinungsdatum: 27.11.2025
Gott sagt: Ohne mich bist du nichts - aber ohne dich ist alles nichts. Ich habe dich erschaffen nach meinem Ebenbild. Das Ebenbild ist: Ich bin nur Liebe und du bist es auch. Verstehe das! Und du bist befreit von aller Täuschung.
Der geistige Kern
dieser Geschichte ist
wahr.

Die Geschichte selbst
aber ist Fantasy.

Die Paradiesgeschichte
selbst ist Fantasy.

Der geistige Kern
der Paradiesgeschichte
ist aber wahr.




Gegen drei Uhr morgens wachte ich auf. Ich erinnerte mich an einen Traum und saß sogleich senkrecht im Bett. Was?! Was war das für ein Traum? Ist dieser Traum die Wirklichkeit oder ist eher die Wirklichkeit der Traum?
Ist unser Leben ein Traum? Ein Traum …
… dessen Sinn und Zweck ist, die Wahrheit zu verstecken, damit die Wahrheit nicht ans Tageslicht kommt. Denn – wenn die Wahrheit ans Tageslicht käme, wäre der Traum vorbei! Und das will der Traum nicht so wirklich. Reiner Selbsterhaltungstrieb.
Vielleicht sollte man diesem Traum mal sagen, er brauche nicht gänzlich zu verschwinden, aber andere wollen auch noch mitspielen. Aber das will der Traum nun auch wieder nicht.
Alleinherrscher halt!

Eine Fee, so habe ich sie im Traum empfunden, stand vor meinem Bett.
„Du hast drei Wünsche frei.“
Ich sagte zu ihr. „Ha, Klassiker. Eine Fee taucht auf, du hast drei Wünsche frei. Ist das jetzt ein Traum im Traum?“
„Was ist nun? Willst du drei Wünsche verwirklicht haben? Oder nicht?“
„Ja klar“, entgegnete ich, „ja, dann will ich mal deine Fähigkeiten auf die Probe stellen.
Lass mich mal nachdenken.
Jo, ich hab’s. Leichte Aufgabe für dich. Mein erster Wunsch ist: Ich will Gott sehen. Ich hab da nämlich so ein paar Fragen an ihn.“
In Erwartung der Dinge, die kommen sollten, und im Wissen, dass dies unmöglich ist, setzte ich ein breites Grinsen auf.
„Na!“
„Unmöglich!
Diesen Wunsch kann ich dir nicht erfüllen.“
Mein Grinsen wurde noch breiter. „Neeein?
Wieso nicht? Du bist doch eine Fee! Ah, den Mund zu voll genommen. Du kneifst.“
„Nein“, sagte die Fee in ruhigem und sicherem Ton.
„Dein Wunsch muss in Übereinstimmung mit seinen Gesetzen sein.“
„Ihr habt Gesetze?“, fragte ich verdutzt.
Die Fee schaute mich fragend an.
„Was wunderst du dich? So wie bei euch auf Erden.
Nur etwas andere Gesetze.
Oftmals genau das Gegenteil eurer Gesetze!“
„Und was für Gesetze sind das?“, wollte ich wissen.
„Es sind Naturgesetze, geistige Gesetze und seelische Gesetze, Gesetze des Miteinander, Gesetze der Wunder. Der Liebe.
So was eben.“
„Und – wenn ihr diese Gesetze nicht einhaltet, was dann?“
„Es geht nicht ums Einhalten oder ums Nichteinhalten. Das ist nur bei euch Menschen so!
Ihr habt Zigtausende Gesetzbücher, Tausende Anwälte, Gerichtsverfahren, Gefängnisse.
Wir brauchen aber keine Anwälte, Gesetzbücher und Gerichtsverfahren und Gefängnisse. Wir selbst sind das Gesetz. Wir wissen, diese Gesetze sind in der Wahrheit geboren.
Wenn einer sie doch nicht einhalten sollte, ja dann, dann wird er wieder Mensch. Das kommt aber eher selten vor.
Wir sehen doch bei euch Menschen, was für ein verheerendes Elend das nach sich zieht! Aber, wegen eures Beispieles, bindet uns nicht Angst an die Gesetze. Freie Entscheidung und unsere Einsicht binden uns an die Gesetze.“
Wie? Frei und gleichzeitig gebunden sein, dachte ich ungläubig, das passt nicht so wirklich zusammen.
Die Fee schien zu wissen, was ich dachte. „Es sind auch deine Gesetze. Du aber ignorierst sie.“
„Und was haben jetzt diese Gesetze damit zu tun, dass ich Gott nicht sehen kann?“
Die Fee stellte sich nah zu mir neben mein Bett. „Übersetzt heißt ein Gesetz: Dein Wunsch, besser dein Wille, muss – ich wende mich an dein Verständnis.“
Sie beugte sich zu mir herunter – „identisch sein mit dem Gewünschten.
Besser gesagt mit deinem Willen.
Anders ausgedrückt, sie müssen in Resonanz stehen. Die gleiche Frequenz. Verstehst du?
Wenn du jemanden per Telefon sprechen willst und der, mit dem du sprechen willst, hat ein Funkgerät in seiner Hand – kein Anschluss unter dieser Frequenz.“
Sie setzte sich auf mein Bett. Neben mich und schaute mich an. Ihr hinreißender Blick war Liebe. „Du hast den Wunsch, Gott zu sehen. Geht nicht!
Weil Gott Erkenntnis ist. Kannst du Erkenntnis
sehen?“
„Neeiin.“
„Deshalb kannst du Gott nicht sehen!
Der Schleier der Wahrnehmung, das trübe Licht der Wahrnehmung, vernebelt Gott.
Sehen ist Wahrnehmung.
Wahrnehmung unterliegt aber Schwankungen.
Erkenntnis alleine ist konstant. Erkenntnis ist seine Welt.
Wahrnehmung die deine.
Deine Wahrnehmung – Gott. Das führt dich nirgendwo hin.“
„Was, wie – was ich sehe, ist doch wahr!“
„So“, sagte die Fee, „bist du sicher? Kreist die Sonne um die Erde oder die Erde um die Sonne?“
„Die Erde um die Sonne.“
„Und, was siehst du, wenn du hoch zum Himmel schaust?“
„Die Sonne kreist um die Erde.“
„Ist das wahr?“
„Eher nicht“, sagte ich kleinlaut.
„Der grüne Apfel trägt alle Farben in sich, außer grün.
Da nun der Apfel keine Grünanteile enthält, wird der Grünanteil vom Farbspektrum des weißen Lichts reflektiert und der Apfel erscheint grün. Obwohl der Apfel alles andere als grün ist.
Wahrnehmung eben!“
„Ja, gut“, lenkte ich ein.
„Dann will ich Gott erkennen.“
„Das versuchst du ja seit undenklichen Zeiten schon!
Und? Ist es dir gelungen?“
„Ähh, neeein. Wie, seit undenklichen Zeiten? Wie, wie lange schon?“
„Solange es das Weltall gibt.“
„Ooh. Wie? 13 Milliarden Jahre?“
„So kann man sagen. Erkenne, dass Gott Erkenntnis ist.“
„Ah. So einfach. Dann probier ich’s doch mal.
Ich schließe jetzt meine Augen.
Ich erkenne jetzt, dass Gott Erkenntnis ist.“
Ich öffnete nach einer Weile langsam und vorsichtig meine Augen. „Ist alles beim Alten. War wohl nix. Kein Halleluja, der Himmel tat sich nicht auf!“
Sie wandte sich zu mir und schaute wieder in meine Augen.
„Aha, du versuchtest zu erkennen, um dann richtig wahrzunehmen!?
Das ist typisch für die Welt und euch Menschen. Ihr verdreht die Wahrheit immer.
Täglich, ja stündlich, ja – zu jeder Sekunde.“
„Wie verdrehen, was hab ich jetzt verdreht? Du sagtest doch, Gott ist Erkenntnis. Also habe ich versucht, innerlich zu erkennen, das Ergebnis ist überschaubar.“
„Richtige Wahrnehmung kommt nicht von deiner spärlichen Erkenntnis.
Erkenntnis aber kommt
von richtiger Wahrnehmung!
Wenn du auf einen Baum hochkletterst und du sitzt ganz oben, überlegst du dir dann erst da oben, wie du auf diesen Baum kommst?“
Die Fee klopfte mit ihrem Zeigefinger gegen meine Stirn. „Richtige Reihenfolge!“
„Ähh, ja, ja gut. Und was ist denn jetzt genau richtige Wahrnehmung?
Ah. Ich weiß! Richtige Wahrnehmung eines Baumes, meines Nächsten, der Blumen und der Tiere. Also streng ich mich an, um das Richtige in ihnen wahrzunehmen.
In Frieden und wohlwollend der Schöpfung gegenüber. Und das führt dann direkt zur Erkenntnis. Richtig?“
„Knapp daneben. Diesen Vorsatz hast du spätestens einen Tag nach Neujahr wieder vergessen.
Am Baum der guten Vorsätze gibt es viele Blüten, aber wenig Früchte!
Du verwechselst wieder was. Wie du den Baum, deinen Nächsten, die Tiere und die Blumen wahrnimmst, hat nichts mit guten Vorsätzen zu tun.
Wahrnehmung aber ist keine Folge von guten Vorsätzen.
Wahrnehmung ist die Folge deiner inneren Ursache.
Deine innere Ursache ist tief in deinem Geist.
Deine innere Ursache ist aufdringlich in deinem Geist. Deine innere Ursache lässt sich jedoch nicht abspeisen mit ein paar frommen Wünschen und Gebeten.
Deine innere Ursache ist Ursache deiner Motivation!
Hieraus ergibt sich deine Wahrnehmung.
Ihr habt einfach die Begabung, beim Ende anzufangen. Womöglich liegt dies auch daran, dass ihr unbewusst oder bewusst Angst habt, vor eurem eigenen Ende.
Dieses Trauma und dieser Tyrann ziehen sich durch euer ganzes Leben.“
„Hm. Hast du keine Angst vor dem Ende?“
„Weißt du, alle Heiligen, ich meine die, die klar und gesund sind im Kopf. Gesund und heil in ihrem Geist und in ihrer Seele, die leben seltsamerweise umgekehrt.
Ihre Sicht ist der Anfang.
Der Anfang – als Gott, der Schöpfer, uns erschaffen hat.
Gott, Göttin, das Selbst, das Tao, Liebe, Unendlichkeit und Ewigkeit, Geist des Lebens, Nirwana, Heiligkeit. Nenn es, wie du es nennen willst. Worte sind belanglos und Worte führen oft auf den falschen Weg.
Nenn es, wie du es nennen willst, Worte sind nur Symbol des Symbols.
Die Quelle, der Anfang, ist Wahrheit und gleichzeitig Gott.
Die Schöpfung hat aber in Wirklichkeit keinen Anfang und kein Ende. Sie ist ewig. Ist immer ewig. Und wird immer ewig sein. Auch, wenn es keinen Anfang und Ende der Schöpfung gibt und gab, wissen alle Heiligen:
Ich bin, wie Gott mich schuf.
Wenn du einen Anfang in deinem Geist einbeziehst, ist das Ende ein anderes. Wobei es richtig gesehen kein Ende gibt.
Ein Ende findet nur in deinem Geist statt.
Da Anfang und Ende in deinem Geist vorhanden sind musst du damit zurechtkommen.“
„Kann es sein, dass dies bei jedem Problem so ist?“, fragte ich erstaunt. „Ich meine, von Anfang und Ende.“
„Im Anfang ist die Wurzel zu finden“, sagte die Fee.
„Die Wurzel ist Gott! Wenn ihr Gott keine Bedeutung zumesst, gegen Gott kämpft, über sowas wie Gott lacht oder ganz einfach die Hosen voll habt vor ihm, da ihr irgendwelche bösen Geschichten über Gott glaubt …
… dann stinkt die Wurzel!“
„Fee, sag mir: Wer ist Gott?“
„Menschlein, dir und euch Menschen Gott zu erklären ist so schwierig, als ob man einem Neandertaler ein Handy erklären wollte.
Nimm einmal an, du machst eine Zeitreise zu den Neandertalern. Gleichzeitig kannst du dich mit ihnen verständigen, da du neandertalerisch gut beherrschst und würdest ihnen von einem Handy erzählen. Ich denke, die würden sich umdrehen und sich totlachen.
So ergeht und erging es vielen, die versuchten, wenigstens die Idee oder Ahnung von Gott in die Welt zu bringen.
So erging und ergeht es vielen in eurer Welt, die gute, neue Ideen einbringen wollen. Um Gottes willen: nein!
Was mir gerade so einfällt, gibt’s bei euch Menschen auch den Ausdruck – Um Gottes willen: ja?“
„Was mir gerade so einfällt“, erwiderte ich, „der Anfang, die Wurzel ist die Motivation, hast du gesagt.“
„Nein. Ich habe gesagt, der Anfang, die Wurzel ist deine innere Ursache.
Deine innere Ursache aber wird zu deiner Motivation.“
Ich schaute erschrocken zur Fee, „ich hab grad so einen Film im Kopf … ich … ich grabe ein tiefes Loch.“
„Den Film habe ich dir geschickt.“
„Wie? Du willst doch nicht sagen, dass …“
„Menschlein!“, betonte die Fee. „Ich hab dir doch gesagt, wir haben andere Gesetze!“
„Die eigentlich auch meine sind. Gut! Was, was ist jetzt genau die innere Ursache?“
„Die innere Ursache ist: Gott. oder Teufel.
Liebe. oder Angst.
Sein. oder Nichtsein.
Das Selbst. Oder das Ego.“
Dein Glaube ist deine innere Ursache.
„Hast du wieder … ich hab wieder … so einen Film im Kopf, im Boxring. Ich werde k. o. geschlagen.“
Ich schaute sie fragend und entsetzt an, „Willst du mich umbringen?“
Sie schaute mich milde und ruhig an. „Nein, ich will, dass du lebst!“
„Und zuvor bringst du mich um?!“
„Ja!“
„Sekunde, Pause, ich muss erstmal alles verarbeiten.“
„Leg dich doch hin.“
Ich legte mich flach auf mein Bett und schaute nach oben zur Fee. „Gibt’s den tatsächlich? Den Teufel?“
Die Fee wandte sich zu mir, beugte sich über mich. Schaute in meine Augen:
„Krieg, Blutschlacht, Mord, Tyrannei, Manipulation, Korruption, Vergewaltigung, unsagbare Unterdrückung und Ausbeutung, Arm abhacken, Augen ausstechen, Lügen, Folter, und Kinder vergewaltigen, Dolche und Gewehre erfinden, Kanonen erfinden, Atombomben erfinden …“
Ich schnellte hoch.
Die Fee schaute mich mit sicherem Blick an und fragte:
„Soll ich weiter?!
Da Gott nicht die Quelle von all dem Wahnsinn sein kann, muss es eine andere Quelle geben!
Da Gott nicht die Ursache von all dem Wahnsinn sein kann, muss es eine andere Ursache geben!“
Sie klopfte wieder mit ihrem Zeigefinger auf meine Stirn.
„Jede Ursache hat ihre eigenen Wirkungen.“
Ich sah der Fee in ihre Augen.
„Sag, Fee, wie und wo kann ich Gott erkennen?“
Sie drückte blitzschnell ihren rechten Daumen zwischen meine Augen und rief:

INDIR

Schlagartig wurde ich in mich gesogen und gezogen.
Wie in einen Trichter. Ich drehte mich, der Trichter selbst drehte sich. Die Wände waren Energieschleifen aller Farben. Die pulsierenden Energieschleifen drehten, drehten sich immer schneller, schneller und schneller und drehten und verwirbelten sich in ein leuchtend strahlendes Weiß. Die Verwirbelungen zogen und drehten mich in die Höhe. Nach oben. Der Trichter wurde immer enger und enger.
Die Verwirbelungen und Drehungen stoppten abrupt.
Das weiß strahlende Licht blieb bestehen.
Ich war barfuß und spürte warmen, weichen Boden unter meinen Füßen.
Ein paar vorsichtige Schritte nach vorn.
Je weiter ich ging, desto schwächer wurde das weiße Licht.
Konturen einer Landschaft konnte ich erkennen.
Als die Landschaft das weiße Licht komplett ersetzte und ich in eine atemberaubende und seelenberaubende Landschaft blickte sank ich auf meine Knie.
Jedes Wort, jeder Gedanke, hätte der Landschaft viel genommen, von ihrer unfassbaren und lieblichen Eigenart und Schönheit.
...
4 Sterne
Cajar von Camill Huslisti - 29.01.2026
Dr. Paul Kamgang

Wem sich immer noch auf der ewigen Suche nach Gott befindet und bisher mit den Lehren der verschiedenen Weltreligionen unzufridend ist, empfehle ich das obige Buch, das zu diesem Thema gut fundierte Aufklärungen und eine andere Herangehenweise bietet.

5 Sterne
Interessant und aufschlussreich - 29.01.2026
Karin

Das Buch ist sehr interessant und aufschlußreich.Es hat Spaß gemacht es zu lesen....Eine Einladung,die eigene Sicht auf Religion,Sinn und Wahrheit zu Hinterfragen. Ich ergänze-um richtig zu sehen genügt ein Wechsel der Blickrichtung. Man muss nach oben blicken um die Sterne zu sehen

4 Sterne
Cajar von Camill Huslisti - 29.01.2026
Maria-Theresia Fritz

Das Buch hat mir gut gefallen, es war leicht zu erkennen, dass der Autor Gott liebt.Die 3 Wünsche die er von der Fee bekommen hat, galt gleich der 1. Gott. Er hätte als 1.Wunsch auch 1Million € fordern können, aber nein der größte Wunsch galt Gott.Was will man mehr!

4 Sterne
Cajar von Camill Huslisti - 29.01.2026
Maria-Theresia Fritz

Das Buch hat mir gut gefallen, es war leicht zu erkennen, dass der Autor Gott liebt.Die 3 Wünsche die er von der Fee bekommen hat, galt gleich der 1. Gott. Er hätte als 1.Wunsch auch 1Million € fordern können, aber nein der größte Wunsch galt Gott.Was will man mehr!

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