Alltag & Lebensführung

Angst und Panik NEIN - nicht mit mir!

Christine Kindseder

Angst und Panik NEIN - nicht mit mir!

Der Weg zu meinem Glück

Leseprobe:


Vorwort und Danksagung

Die Idee zu diesem Buch ist ein Resultat dessen, was mir widerfahren ist, und infolgedessen der Unterstützung lieber Menschen, die etwas Ähnliches wie ich durchlebt haben. Mit dem vorliegenden Buch möchte ich eine Hilfestellung geben und zeigen, dass Menschen trotz einer vorliegenden Angsterkrankung wieder ins Leben zurückfinden können. Mit diesem Leitfaden, der auch als Arbeitsbuch verwendet werden kann, möchte ich den Prozess unterstützen, sich seinen Ängsten zu stellen und sich selbst besser verstehen zu lernen.
Das Buch basiert auf Übungen, sogenannten Helferlein, die ich selbst oder Mitleidende erfolgreich angewandt haben.
Ich möchte allen von Herzen danken, die mich auf meinem Weg zu einer besseren Gesundheit – sowohl psychisch als auch physisch – begleitet haben.
Ein großes Dankeschön geht an meine Therapeutin, die mich 4–5 Jahre lang begleitet hat. Sie war immer für mich da, auch via Whatsapp oder Telefon durfte ich Kontakt zu ihr aufnehmen, vor allem wenn es akute Fälle gab wie diese, die ich in meiner hier veröffentlichten Angstgeschichte beschreibe. Sie hat mich nicht nur als eine „Sache“ betrachtet – bei manchen Erstgesprächen bei anderen Therapeuten hatte ich diesen Eindruck – nicht nur auf geistlicher/psychischer Ebene. Sie arbeitet mit einem ganzheitlichen Therapieansatz, der die Ebene des Körpers, des Geistes und der Seele umfasst und u. a. Akupunktur, Moxa, Mentales Training, Kräuterpräparate, Düfte und
Auraspray beinhaltet.
Sie war trotz ihrer Berufsbezeichnung NICHT meine Therapeutin, sondern vielmehr eine Gesprächsfreundin, eine Begleiterin durch meine schwere Zeit, mein Halt, mein Anker. Sie sind wahrhaftig ein Engel auf Erden!
Die Fallbeispiele in diesem Buch schildern reale Lebensgeschichten von Mitleidenden, die ich natürlich vorab um deren Zustimmung bat, dass ich ihre Angstgeschichte niederschreiben und in dem hier vorliegenden Buch veröffentlichen darf.
Sowohl Namen von Personen als auch Ortsnamen wurden von mir verändert; der Hintergrund ist und bleibt aber derselbe. So soll die Privatsphäre der hier erwähnten Personen gewahrt bleiben. Ich möchte meinen Gesprächspartnern an dieser Stelle meinen herzlichen Dank dafür bekunden, dass sie mir ihre Geschichte unverstellt erzählt haben. Meinen Gesprächspartner wünsche ich viel Kraft und weiterhin Mut, ihren Weg zu gehen.
Auch wenn es mir oft sehr schwer gefallen ist, mich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen, bin ich doch erleichtert darüber, dies in Angriff genommen zu haben. So hatte ich dadurch die Chance, mich selbst und meine Ängste besser kennenzulernen. Mit der Zeit eröffneten sich immer mehr neue Wege. Dabei lernte ich verstärkt auf mein Bauchgefühl zu hören und mit den Engeln, Erzengeln und den Wesen des Lichts zusammenzuarbeiten und meinem Herzen zu folgen.
Mir wurde es ans Herz gelegt, dieses Buch zu schreiben. Im Falle, dass mein Buch auch nur für einen Menschen gewinnbringend ist, wäre dies schon ein voller Erfolg für mich. Ich weiß, wie mühselig es ist, eine komprimierte Hilfestellung zur Verfügung zu haben, die einem dabei hilft, aus der Angstsituation herauszukommen. Ich wäre darüber froh gewesen, wenn ich so eine Lektüre in die Hand bekommen hätte.



Einführung

Grundlagen

In den Kapiteln 1 bis 2 gehe ich auf die Angst direkt ein. Definition, Funktionen, Symptome.
In Kapitel 3 erzähle ich kurz über meine Begegnung mit der Angst. Wie sie mich einschüchterte und wie ich trotz des ganzen Leids den Weg aus der Angst gefunden habe.
Kapitel 4: Warum ist richtige Ernährung so wichtig? Welche Vitamine und Mineralstoffe gibt es, um uns bei der Angstbewältigung zu unterstützen?

Angstbewältigungsstrategien „Hilfe zur Selbsthilfe“

Kapitel 5 und 6: Hier findet ihr natürliche Helfer und Übungen, um den Stresspegel zu senken; Mentales Training, Glaubenssätze.
In Kapitel 7 findet ihr Hilfe gegen die Angst, die auf Phytotherapie, Kräuterkunde und Naturheilkunde basiert; Beruhigung und Stressabbau.
In Kapitel 8 geht es um den Zusammenhang zwischen Angst und Sport.
Kapitel 9 beschäftigt sich mit Engeln, Energie-Arbeit und kosmischen Gesetzen.
Zu guter Letzt findet ihr in Kapitel 10 weitere Therapiemöglichkeiten; für mich waren sie zum Teil Begleitung (beim Therapeuten) oder auch letzter Ausweg.
Im Übungsbuch sind die Aufgaben vorgefertigt. Ihr braucht dort nur noch die jeweilige Aufgabe ausfüllen. Weitere Übungen finden sich am Ende des Arbeitsbuchs.

Liste von Glaubenssätzen

Im Glossar findet ihr Worterklärungen, die mit einem Asterisk(*) markiert sind.

Quellenangaben habe ich am Ende des Buches aufgelistet und im Buch mit *Q gekennzeichnet.



1 Kapitel
Die Angst verstehen lernen –
Was möchte meine Angst mir sagen?

Definition Angst

Angst ist ein grundlegendes Gefühl und entsteht durch eine bedrohliche Situation oder eine vermeintliche Gefahrensituation.
Angst ist ein urmenschliches Gefühl. Schon damals in der Steinzeit verspürten die Menschen Angst. Sie verhalf ihnen entweder zum Kampf oder zur Flucht. Man kann sagen, es funktioniert wie ein automatisches Sicherheitswarnsystem oder wie ein Überlebensmechanismus, der wirklich sehr wichtig ist. Denn durch Angst werden unsere Sinne geschärft und unser Körper auf Höchstleistung für Flucht oder Kampf aktiviert.
Dies ist in diesem Ausmaß heutzutage jedoch nicht mehr notwendig.

Arten der Angst

Diagnostiker haben Angst in 4 wesentliche Arten klassifiziert:
Generalisierte Angststörung
Die generalisierte Angststörung (früher auch klinisch unscharf „vegetative Dystonie“ und „frei flottierende Angst“ genannt) ist durch lang andauernde (mindestens 6 Monate), exzessive Ängste, Sorgen und Anspannungsgefühle (Gefühl drohenden Unheils) gekennzeichnet, die sich in der Regel auf eine Vielzahl von Lebensumständen, Alltagssituationen und gewöhnlichen Problemen beziehen. Betroffene haben keine Kontrolle mehr über die Dauer und Häufigkeit dieser Sorgen und Empfindungen. Dabei tritt ein charakteristisches und anhaltendes Muster von oft kurzzeitig wechselnden kognitiven, motorischen und vegetativen Symptomen auf, wobei ein erhöhtes Erregungsniveau in Körper und Psyche (Hyperarousal) dominiert (z. B. Schlafstörungen, nervöse Anspannungsgefühle, Reizbarkeit). Die generalisierte Angststörung beginnt im Gegensatz zur Panikstörung zumeist später, oft langsam und schleichend. Der Verlauf ist fast immer chronisch, allerdings durchaus Schwankungen unterworfen und verschlechtert sich häufig in Belastungssituationen.

Agoraphobie (Platzangst)
Unter Agoraphobie versteht man die Angst vor oder das Vermeiden von Orten oder Situationen. Den Betroffenen erscheint dabei eine Flucht im Falle des Auftretens panikähnlicher oder potenziell gefährlicher Körperreaktionen schwierig oder sie gehen davon aus, dass in diesen Situationen keine Hilfe verfügbar wäre. Typisch angstauslösend sind z. B. öffentliche Plätze, Menschenmengen, das Anstellen in einer Warteschlange, Reisen in Bus, Zug oder Auto sowie allein außer Haus zu sein. Die Agoraphobie führt, ähnlich wie die Panikstörung, mit der sie häufig gemeinsam auftritt, zu zumeist dauerhaften und ohne Therapie jahrzehntelang andauernden und zunehmenden Einschränkungen in der Lebensführung. Die Vermeidung bestimmter Situationen kann etwa die Möglichkeiten der Betroffenen beeinträchtigen, zur Arbeit zu fahren oder Haushaltspflichten zu übernehmen. Agoraphobien beginnen im Durchschnitt mit etwa 26 Jahren, meist infolge von oder assoziiert mit wiederholten Panikattacken und nehmen unbehandelt häufig einen chronischen Verlauf.

Soziale Phobien
Als soziale Phobie werden klinisch bedeutsame, anhaltende Angst- und Vermeidungsreaktionen bezeichnet, die durch die tatsächliche oder befürchtete Konfrontation mit bestimmten Arten von sozialen oder Leistungssituationen ausgelöst werden. Die Betroffenen erleben bei tatsächlicher oder bevorstehender Konfrontation mit den befürchteten Situationen Angstreaktionen, die sich bis zur Panikattacke entwickeln können. Typische Auslöser-Situationen sind z. B. sich in Gegenwart anderer zu äußern, vor anderen zu sprechen, zu essen, zu schreiben oder an Veranstaltungen, geselligen Zusammenkünften oder Prüfungen teilzunehmen. Die Betroffenen weisen ein deutlich ausgeprägtes Leiden und/oder massive Einschränkungen in ihrer beruflichen und sozialen Leistungsfähigkeit auf und sind nicht in der Lage zu erkennen, dass ihre Angst übertrieben oder unbegründet ist. Somit ist die soziale Phobie von häufig anzutreffender einfacher „Schüchternheit“ abzugrenzen. Sie tritt zumeist in generalisierter, also fast alle sozialen Situationen in umfassender Form auf, kann aber auch isoliert vorkommen (Bühnenangst, Prüfungsangst). Das Erstauftrittsalter für soziale Phobie liegt in der Regel im frühen bis späten Jugendalter, ein Störungsbeginn nach dem 25. Lebensjahr ist eher selten. Unbehandelte soziale Phobien dauern häufig lebenslang an. Das Ausmaß der assoziierten Beeinträchtigung ist höchst variabel und kann mit Belastungsfaktoren und Lebensveränderungen schwanken.

Spezifische Phobien
Unter einer spezifischen Phobie versteht man eine dauerhafte, unangemessene und intensive Furcht und die Vermeidung von spezifischen Objekten oder Situationen. Ausgenommen ist die Furcht vor plötzlichen Angstanfällen (Paniksyndrom) und vor sozialen Situationen (Sozialphobie). Die häufigsten Phobien betreffen Tiere (z. B. Spinnen, Schlangen, Hunde, Ratten), Höhen, das Fliegen, zahnärztliche Behandlungen, enge Räume sowie den Anblick von Blut, Verletzungen oder Spritzen. Bei Phobikern sind diese weitverbreiteten Ängste so stark, dass sie die normale Lebensführung beeinträchtigen und ausgeprägte Leidenszustände verursachen. Eine Konfrontation mit den spezifischen Gegenständen und Konstellationen löst fast immer eine sofortige Angst aus. Kommt es zu keiner vollständigen Vermeidung, kann die angstbesetzte Situation – allerdings unter extremer Angst – ertragen werden. Die zentralen Befürchtungen betreffen typischerweise direkt mögliche, vom phobischen Objekt ausgehende Gefahren (z. B. Flugzeugabsturz, Hundebiss). Im Gegensatz dazu befürchten Agoraphobiker v. a. Angstanfälle und ihre Konsequenzen, Sozialphobiker die negative Bewertung (Ablehnung) durch andere. Die Betroffenen leiden häufig unter mehreren spezifischen Phobien. Das Ersterkrankungsalter spezifischer Phobien hängt von der Art der spezifischen Phobie ab, liegt jedoch bei über 80 % der Betroffenen deutlich vor dem 20. Lebensjahr.



Starten wir mit der Zielsetzung und der 1. Übung. Nimm hierfür bitte Dein Arbeitsbuch zur Hand. Auf den Seiten 2 und 3 findest Du die ersten 2 Übungen.

Das Arbeitsbuch steht Dir auf meiner Webseite kostenlos zur Verfügung.

Diese Übungen sind mir aus der Therapie vertraut. Ich begleite und unterstütze Dich ein Stück weit aus der Ferne, um Dein Angstverhalten und Dein „Angstmuster“ zu erkennen und aufzulösen. Lies bitte erst weiter, wenn Du die Übungen gemacht hast.

Kettenreaktion der Angst

Mit dem Gefühl der Angst wird eine Kettenreaktion ausgelöst. Angst soll uns vor eventuellen Gefahren schützen. Lebenskrisen und schwere Krankheiten lösen oft berechtigte Ängste aus, die kurzfristig überhandnehmen und den Betroffenen lähmen, dann aber meist zu Bewältigungshandlungen führen.
Manche Menschen benötigen dazu einen Coach oder therapeutische Mithilfe, finden aber nach überstandener Krise wieder in eine ausgeglichene Gefühlslage zurück.
Wenn Ängste jedoch dauerhaft unsere Psyche belasten, sie durcheinanderbringen, unseren Alltag beherrschen, die eigene Handlungsfähigkeit einschränken und zu Ohnmachtsgefühlen führen (man hat keine Kontrolle mehr über die Situation, die eigene Person, die eigenen Gefühle oder Empfindungen), ist es Zeit, dem auf den Grund zu gehen, um zu klären, warum das jetzt so ist, welche Bedeutung die Angst hier hat und worauf diese mich hinweisen möchte. Es ist ein buchstäblicher Schrei unserer Seele, dass im Leben – so wie man es gerade führt – zum gegenwärtigen Zeitpunkt etwas nicht harmoniert. Sie können Anzeichen für eine ernsthafte Angststörung oder eine andere psychische Problematik sein. So können Ängste auch ganz normale Lebenslagen erfassen. Sie nehmen uns wahrhaftig unsere Freiheit zu handeln und blockieren uns regelrecht. Die Angst macht uns zwar aufmerksamer, denn es könnte etwas passieren. Im Fall der Angststörung besteht die Angst jedoch auch ohne irgendeinen Grund für eine reale Gefahr.
Die wichtigste und häufigste Ursache für Angstreaktionen scheint in unseren gegenwärtigen Lebensumständen zu liegen, die sich nicht mehr durch Beständigkeit auszeichnen, sondern durch Unkalkulierbarkeit zukünftiger Situationen und Ereignisse gekennzeichnet sind. Interessanterweise bilden sich übertriebene Ängste weniger aufgrund von technischen Errungenschaften wie Nuklearwaffen, Atomkraftwerken, und Ähnlichem aus, sondern meist durch an sich harmlose Begebenheiten – z. B. durch Tiere, Blut, Spritzen usw. – und Situationen – wie z. B. das Benutzen eines Aufzuges, das Aufsuchen eines Kaufhauses, Auto fahren usw. Dies macht deutlich, dass natürliche Ängste existieren, die in unserem Gehirn bzw. in unserer DNA festgelegt sind und uns oft unterbewusst beeinflussen.

Merkmale einer übertriebenen Angst

Die Angstbereitschaft bei einem betroffenen Menschen ist höher. Im Gehirn sind möglicherweise Alarm- und Bedrohungsstrukturen verändert. Warnsignale der „Angst“ klingen nicht ab wie bei „gesunden Menschen“, die Angst nimmt eher diametral zu und geht z. B. in eine Panikattacke über.

kindsederacademy.de

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 140
ISBN: 978-3-99064-847-6
Erscheinungsdatum: 06.05.2020
EUR 14,90
EUR 8,99

Halloween-Tipps