Cover: Rapunzeline auf Reisen

Rapunzeline auf Reisen
Wenn dein Schicksal zum kunterbunten Abenteuer wird


EUR 21,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 132
ISBN: 978-3-99130-420-3
Erscheinungsdatum: 09.04.2025
Mit ihren 20 Meter langen Haaren startet Rapunzeline eine magische Rettungsmission, um der kleinen Eisnase zu helfen. Ein wütender Riese, ein Vanilleeisturm und ein verborgenes Orakel stehen ihr im Weg. Mut bedeutet, trotz Angst zu handeln.
Die Ankunft


Es sind noch drei Minuten bis zum Bahnhof Wünschelhausen und Rapunzeline versucht ihr 20 Me­ter langes Haar in allergrößter Eile in ihre beiden pinkfarbenen Köfferchen zu stopfen, um nicht im Zuggang darüber zu stolpern. Die Lok der veilchenblauen Pummelbahn pfeift fröhlich dampfend ihr Liedchen und kündigt die frohe Botschaft des baldigen Ankommens an. Ihre alten, etwas rostigen Räder rattern, knattern und rütteln die Zuginsassen in ihren fröhlichen, bunten Abteilen von links nach rechts. Als noch dazu die heimische Zumpfzuppelzehnradbahn von der Gegenseite zuppelnd vorbeisaust, wackelt der ganze Pummelbahnzug so, dass man hören kann, wie einige Passagiere in den anderen Abteilen kreischend von ihren Sitzen purzeln. Rapunzeline fällt weich in ihr Haar, so wie in ein Himmelbett. Puh, dafür war es noch gut, nicht gepackt zu haben. Trotzdem ist jetzt höchste Eile geboten! Der etwas staubige Geruch im muffigen Abteil macht Rapunzeline sehr zu schaffen, da sie bereits beim Haareverräumen ins Schwitzen gekommen ist. Ein Koffer ist schon voll beladen, mit duftendem blond gelocktem Engelshaar, die andere Seite quillt noch über den gesamten restlichen Holzboden und die zitronengelb plüschigen Abteilsitze. Der winzige rostbraune Pummelbahnkerzenkronleuchter in ihrem Abteil schaukelt bei all dem Gewackel emsig hin und her, so als würde er Rapunzeline antreiben wollen, schneller zu machen. Hätte sie doch bloß nicht so lange in ihrem Geistermärchenbuch gelesen, über das sie die Zeit völlig vergessen hatte, dann hätte sie früher mit dem Kofferpacken beginnen können.
Aber nun war es zu spät und die Eile, rechtzeitig und vor allem diesmal unfallfrei aus dem Zug zu kommen, steht ihr regelrecht ins Gesicht geschrieben. Ihre rosafarbenen Pausbäckchen haben mittlerweile die Farbe sommerroter Kirschen angenommen. Zugbegleiter hat sie diesmal zum Glück keine mit im Abteil. Das letzte Mal hatte sich jemand in ihrem Haar so verheddert, dass er die Station verpasste und weiterfahren musste. Das war keine sehr schöne Erinnerung und Rapunzeline wischt den Gedanken an den aufgebrachten grünen Kleinquaddrubbel schnell wieder weg, der den Rest der letzten verpatzten Fahrt in theatralischem Quaken und Quietschen verbrachte. Plötzlich fährt ein heftiger Ruck durch den Zug. Er ist schon wie aus dem Nichts am Bahnhof angekommen und sie muss ganz schnell raus!
Blitzschnell reißt sie den einen Koffer an sich, der andere, halb gefüllt wird lose zugeklappt. So eilt sie aus dem Abteil hinaus auf den langen schmalen Gang, in Richtung Ausgangstür. Vor ihr in der Warteschlange, vor der Ausstiegstür stehen ein etwas mürrisch dreinblickender hellblauer Riesenwackeltrippelquaddrubbler, eine rosafarbene Riesenhummel, ein glitzernder Zwölfaugenbär, mit Ameisenhund im Gepäck, zwei dicke Zwerge, mit roten Bommelmützen, ein genervtes weißes Kaninchen, mit altmodischer Taschenuhr, das versucht, sich mit angestrengtem Gesicht und den Ellenbogen vorzudrängeln, und ein freundlicher älterer, lilafarbener Riesengrashüpfer mit zerrupftem Pilzstrohhut. Er tritt etwas zurück und lässt Rapunzeline den Vortritt. Und plötzlich passiert etwas, womit keiner gerechnet hat! Der linke Koffer fällt polternd zu Boden, öffnet sich und ein Meer von Seidenhaaren begräbt alle Beteiligten völlig unter sich. Für einen Moment ist es ganz still im Gang. Die Schrecksekunde bei allen lässt vermuten, dass niemand mit so einem Ausgang gerechnet hat, bis einer aus dem Haarmeer gedämpft laut kreischt. Rapunzelines Bäckchen erröten nun noch mehr, in ein tiefes Dunkelrot, und sie würde am liebsten wie einer ihrer Geister aus ihrem Märchenbuch unsichtbar werden und leise verschwinden. Nur die flauschigen Ohren des weißen Kaninchens schauen aus dem Haargewusel heraus und der Kopf des hellblauen Riesenwackeltrippelquaddrubblers, der auf einmal unerwartet laut zu lachen beginnt, bis ihm die Lachtränen übers Gesicht laufen. Von den Zwergen sieht man nichts, hört aber, dass sie sich redlich bemühen, sich brummelnd aus dem Haufen zu befreien, indem sie die Haarberge mit ihren Patscheschaufelhändchen von links nach rechts zur Seite wegdrücken. Das Haarmassaker scheint sie nicht aus der Ruhe gebracht zu haben. Das weiße Kaninchen hat seine Schreckensstarre auch überwunden und springt jetzt aus dem Haarmeer hektisch hoch und in die Haarflut wieder runter, wo es in regelmäßigen Abständen zu sehen ist und dann auch wieder nicht. Es ruft ständig: „Ich hab’s eilig, ich hab’s eilig, ich habe es eiiiiiiiiiilig, ich muss hier sofort raus!!!“ Der winzige Ameisenhund des glitzernden Zwölfaugenbären jault, als ihm die altmodische Taschenuhr des Kaninchens beim Springen auf den Kopf fällt, und man hört die sonore tiefe Stimme des Bären brüllen: „He, pass doch auf, du Hasenbraten! Mit deiner Hektik machst du alles nur noch schlimmer!“ Das Kaninchen ist empört und kreischt den Bären an: „Unerhört! Eine Unverschämtheit, ich bin doch kein Hasenbraten!“ Ein Streit entflammt zwischen ihnen, der jedoch nur leise ausfällt, da Rapunzelines Haare die Lautstärke ihrer Stimmen stark abdämpfen. Auf einmal hört man auch die gütige raue Summselstimme der rosafarbenen Riesenhummel, die versucht den Streit zu schlichten: „Pschhhhhhhht! Bleibt alle ganz ruhig, keine Panik!“, hört man sie rufen, und es ist deutlich zu vernehmen, wie ihre Flügel zu flattern beginnen. Das wiederum ist sehr hilfreich, da es einen Windwirbel verursacht, der Rapunzelines Haare von unten nach oben bläst und alle Insassen kurz wieder sichtbar werden lässt. Jetzt ist auch der freundliche Riesengrashüpfer wiederzusehen, der ihr den Vortritt gelassen hatte, allerdings nun von dem ganzen Haar ganz gebückt am Boden. Seine Flügel wurden etwas eingedrückt, als er versuchte im dunklen Haargewirr seinen Pilzstrohhut wiederzufinden. „Es tut mir so leid!“, stammelt Rapunzeline ganz verlegen und versucht, nicht zu weinen. In dem ganzen Durcheinander hat er trotz allem seine Ruhe bewahrt. Auch seine Freundlichkeit ist nicht verloren gegangen, denn er schaut Rapunzeline verständnisvoll an und sagt: „Das ist nicht so schlimm. Kann ja jedem mal passieren!“ und freut sich, als er seinen Hut am Ende des Ganges wiederentdeckt. Auch die liebe rosa Riesenhummel blinzelt Rapunzeline zuversichtlich zu und fährt damit fort, mit ihren Riesenflügeln Wind zu machen, der es jetzt allen ermöglicht, sich aus dem Haarmeer zu befreien und endlich doch noch rechtzeitig auszusteigen. Als alle draußen sind und die Riesenhummel sich auch von Rapunzeline verabschiedet, fallen sämtliche Haare aus der Luft wieder wie lange Seidenfäden zu Boden und bedecken den gesamten Gang. Neue Passagiere steigen keine ein. Rapunzeline holt zweimal tief Luft und sieht draußen auf dem Wünschelhausener Bahnhof die Passagiere umtriebig umherlaufen. Manche kommen und werden von denen, die warten, abgeholt, freudig begrüßt und umarmt. Und manche eilen hektisch sofort weiter zur Bushaltestelle nach Turmhausen, zu der Rapunzeline sich auch gleich aufmachen wird.
Doch es kommt alles anders …




Das Abenteuer beginnt


Während sie ihre Haare noch mühselig aufsammelt, um sie in ihrem zweiten Köfferchen zu verstauen, das erste ist zum Glück unbeschadet zugeblieben, hört sie, wie draußen der Schaffner bereits laut in seine Trillerpfeife und damit zur Wiederabfahrt bläst. Alle Türen des Pummelbahnzuges knallen mit einem lauten Wumms zu, und die Pummelbahn setzt sich wieder in Bewegung. „Halt, nein!“, ruft sie erschreckt und eilt zur Tür. „Bitte nicht losfahren, ich bin doch noch nicht draußen!“, ruft sie so laut sie nur kann und schlägt verzweifelt mit ihren Fäusten an die Scheiben der Tür. Doch die Bahn kümmert das nicht und sie ruckelt und zuppelt bereits in vollen Zügen. Die Tür bleibt gnadenlos geschlossen. „Oh nein, oh nein!“, jammert Rapunzeline laut und kann ihre Tränen nun nicht mehr zurückhalten. In Strömen fließen sie über ihr gerötetes, verschwitztes Gesicht. „Was soll ich denn jetzt nur machen?“, ruft sie verzweifelt und blickt verloren in den leeren Gang.
Die Büsche und Baumkronen der vorbeifahrenden Landschaft rauschen zusammen mit den dicken Wolken an den Fenstern des Zuges vorbei, als wären es Zaungäste, die einen kurzen Blick auf das Schicksal vom traurigen Mädchen erhaschen wollen. Etwas unheimlich, wie in Rapunzelines Geistermärchen, verdunkelt sich die Himmelsleinwand, denn es ist bereits Abend geworden. Bevor die Nacht hereinbricht, wollte sie in ihrem wunderschönen Zuhause, dem Traumturm zu Turmhausen, ankommen. Sie hatte sich schon so sehr auf ihren gemütlichen grasgrünen Lieblingssessel am Turmfenster gefreut, von dem aus sie, jede Nacht, die glänzenden Sterne und leuchtenden Sternschnuppen bewundern kann. Manchmal, ganz selten, flog auch mal eine dieser magischen Sternschnuppen direkt zu ihr durch das Turmfenster herein. Sie landete dann in einer goldenen Glitzerschale vor ihrem strahlend blauen Himmelbettchen.
So hatte sie die ganze Nacht über einen leuchtenden Stern in ihrem Zimmer, der ihr bis zum nächsten Morgen, an dem er bei Sonnenaufgang verglühte, Wünsche erfüllte. Damit war ihr ganzes Zimmer auf magische Weise mit überall verteilten Geschenken gefüllt, die der Stern ihr mit Freude zauberte. Das letzte Mal hatte sie sich einen puderrosa-farbenen Fächer, einen knuffeligen Schnuffelhasen aus braunem Plüsch, eine neue Suppenschüssel, ein kleegrünes Haarband, drei Glitzersteine für ihre neue Kette und einen linken, schwarz-weiß gepunkteten Handschuh gewünscht. Den anderen hatte sie nämlich vor Längerem verloren – und vom Stern auch bekommen. Aber heute wird daraus wohl nichts mehr. Rapunzeline beginnt wieder zu weinen. Der Zug rumpelt und zumpelt, und so bleibt ihr nichts anderes übrig, als sich wieder zurück in ihr leicht muffig riechendes zitronengelbes Plüschsitzabteil zu setzen und auf die nächste Station zu warten. Sie fühlt sich hundeelend und versucht, sich zu sammeln. „Nein, ich bin keine Heulbacke!“, brummelt sie und zwingt sich an etwas anderes zu denken. Der rostbraune Winzlingspummelbahnkerzenkronleuchter wackelt nervös vom Geratter der Räder und entflammt zuckend wie durch Zauberhand von selbst seine Kerzen. Immerhin sitzt Rapunzeline jetzt nicht mehr im Dunkeln, denn die Nacht ist auf einmal rasch hereingebrochen. Als sie aus dem Fenster blickt, sieht sie den aufgehenden, runden hellen Mondmann, der die Landschaft draußen in eine mystische Licht- und Schattenwelt verwandelt und ihr freundlich aufmunternd zuwinkt. Das hilft aber nichts. Sie fühlt sich ratlos und verlassen. „Wie soll es jetzt bloß weitergehen?“, denkt es in ihrem Kopf. „Wo soll ich heute Nacht nur bleiben?“ Und so rattern ihre Gedanken genauso wie die Räder der Pummelbahn.
Mit leerem Blick schaut sie auf ihre beiden vor ihr mit Haaren vollgestopften Köfferchen, die es ihr nicht leicht machen, den Kopf groß zu bewegen. Aber auspacken will sie ihre Haare jetzt nicht noch einmal. An der rechten unteren Seite ihres linken Koffers quillt noch eine dünne, lange, leicht verstrubbelte Haarsträhne hervor und berührt den knorrigen alten Zugholzboden. Eine winzige weiße Reisewuschelmaus mit spitzer Schnuffelnase sitzt auf einmal vor ihr, stellt sich auf ihre Hinterpfoten und schaut sie mit riesengroßen Knopfaugen neugierig an. Die plötzlich von oben herabfallenden Wassertropfentränen aus Rapunzelines traurigen Augen findet sie großartig und sie bringen sie auf eine mausgeniale Idee. „Bitte mach schön weiter so mit dem Wasserhahn in deinen Augen, das ist toll!“, denkt sie sich in ihrem Mäuseköpfchen, denn sie weiß natürlich nicht, was es bedeutet, traurig zu sein. Die herunterhängende Haarsträhne aus Rapunzelines Koffer gefällt der Reisemaus sehr, und sie beschließt, daraus ein Segel zu basteln. Sie hatte schon immer davon geträumt, eine waschechte Seglermaus zu sein, bekam jedoch in ihrem Pummelbahnzuhause noch nie die Gelegenheit dazu. Schnell holt sie aus ihrem Mauseloch eine alte verdreckte Fahrkarte hervor, die ein Gast vor Längerem zu Boden hat fallen lassen, und beginnt sie vor Rapunzeline zu einem Boot zu falten. Die Haarsträhne aus dem Koffer verknotet sie an einem alten, abgebrochenen Bleistift, den sie ebenfalls vor einiger Zeit im Zug entdeckte, als die Passagiere gerade ausgestiegen waren, und befestigt ihn in der Mitte ihres Papierboots, mit einem echten, gekonnten Haarseemannsknoten. Als das Segelboot fertig gebaut ist, schwimmt es zwar noch nicht, aber die kleine Maus ist trotzdem vergnügt und setzt sich hochzufrieden in ihr Werk. Sie ist jetzt vorbereitet, sollten noch weitere Wassertropfen von oben kommen. Rapunzeline bekommt von alldem überhaupt nichts mit. Die Zeit vergeht nur endlos langsam, und sie hat bereits jedes Raum- und Zeitgefühl verloren. Das kontinuierliche Rattern der Räder und das dazugehörige Schaukeln der Wagen sind kein wirklicher Trost. Die Kullertränen schießen ihr wieder in die Augen. Das pausbäckige Mondgesicht ist inzwischen hinter den Wolken verschwunden, und draußen ist es auf einmal stockdunkel geworden. Es gibt nichts mehr zu sehen. Die muffige Luft im Abteil hat sich mit dem verbrannten Kerzenwachs des rostbraunen Winzlingspummelbahnkerzenkronleuchters verbunden und macht es Rapunzeline nicht leicht, einen klaren Gedanken zu finden. Andere Passagiere gibt es in ihrem Waggon jetzt keine mehr. Oder doch? Plötzlich hört sie, wie ruckartig eine Waggontür geöffnet wird und schwere schlurfende Schritte den Gang entlangkommen. Ihr Herz fängt laut an zu pochen und schlägt etwas schneller. Ein wenig gruselig findet sie diesen Moment ja schon, und sie bereut auf einmal aufrichtig, dass sie so viele Geistermärchen gelesen hatte.




Das Tränenbad


Ihre Fahrkarten bitte!“, hört sie erleichtert eine raue, dunkle, tiefe Stimme rufen. „Fahrkartenkontrolle, Ihre Fahrkarten bitte!“, wiederholt der Walross-Schaffner seine Worte laut und deutlich, während er sich von Abteil zu Abteil wendet. Er öffnet nacheinander jede Abteiltür mit einem leisen Quietschen und schließt sie kurz darauf wieder mit einem kleinen Wumms, bis er vor Rapunzelines Tür steht. Ihr wird mulmig im Bauch. „Ich hab aber keine Fahrkarte für diese Strecke!“, erinnert sie sich erschrocken. Die Letzte, die sie hatte, ging nur bis Wünschelhausen. „Ihre Fahrkarten bitte!“, ruft der Schaffner kräftig. Mit diesem Aufruf reißt er die Tür zu ihrem Abteil auf. Es macht laut „Wumms“.
Sofort werden seine schwarzen Kontrolleurschuhe von Wasser umspült und eine vor Freude fiepsende kleine Maus im Piratenkostüm ruft quietschend „Yippiiieee!!!“, während sie in einem winzigen Papierboot sausend im abfließenden Strom von Rapunzelines Tränenwasser an seinem linken Fuß vorbei in den Gang segelt. Jedoch endet die Segeltour schneller als gedacht. Die Maus kentert mit ihrem Papierboot aufgrund der langen Haarsträhne, die an Rapunzelines Koffer im Abteil verankert ist. „Potz Blitz!“, denkt sich der Schaffner verdutzt, während er dem gekenterten Boot und der jetzt eilig wegschwimmenden Maus nachsieht. „Was es nicht alles gibt!“, brummelt er kopfschüttelnd. „Hat es hier etwa reingeregnet?“ Er lenkt seine Aufmerksamkeit ins Abteil. Bestürzt blickt er auf ein kleines weinendes Mädchen, das bereits knietief in ihrem eigenen Tränenwasser sitzt. Ihre beiden Haarköfferchen haben mittlerweile das Schwimmen gelernt und wabern um ihre Füße herum, während das Tränenmeer rauschend über die geöffnete Tür, zwischen den perfekt gebügelten Hosenbeinen des Schaffners, in den Gang abfließt.
...
5 Sterne
Ein Buch für‘s Herz - 15.08.2025
Gudrun Dietz

Ich habe dieses Buch meinen beiden Enkeln geschenkt und meine 12-jährige war sofort Feuer und Flamme für die kleine Eisnase. Sie ist sehr empathisch und erkannte sich selbst in der Situation von Rapunzeline. Auch mich hat die Geschichte, während des Vorlesens im positivsten Sinne beeindruckt, da sie spannend geschrieben ist und wirklich ein paar sehr wichtige Botschaften, z.Bsp. die Rückbesinnung auf die Dankbarkeit, vermittelt. Gerade in der heutigen Zeit, wo die Liebe und der Zusammenhalt oft auf der Strecke bleiben, ist dieses Buch gold wert, nicht nur für Kinder….(allerdings war es für meinen 7-jährigen Enkel noch zu früh, der Geschichte aufmerksam zu folgen)

5 Sterne
Ein Buch für‘s Herz - 15.08.2025
Gudrun Dietz

Ich habe dieses Buch meinen beiden Enkeln geschenkt und meine 12-jährige war sofort Feuer und Flamme für die kleine Eisnase. Sie ist sehr empathisch und erkannte sich selbst in der Situation von Rapunzeline. Auch mich hat die Geschichte, während des Vorlesens im positivsten Sinne beeindruckt, da sie spannend geschrieben ist und wirklich ein paar sehr wichtige Botschaften, z.Bsp. die Rückbesinnung auf die Dankbarkeit, vermittelt. Gerade in der heutigen Zeit, wo die Liebe und der Zusammenhalt oft auf der Strecke bleiben, ist dieses Buch gold wert, nicht nur für Kinder….(allerdings war es für meinen 7-jährigen Enkel noch zu früh, der Geschichte aufmerksam zu folgen)

5 Sterne
Sehr lesenswert - 30.04.2025
Dr. T. Lowak, PhD.

Das Buch richtet sich an die Zielgruppe Kinder, wahrscheinlich 7 - 14 Jahre. Das Buch ist gut geschrieben, einfach und leicht verständlich. Dies wird leider öfter durchbrochen durch die teils langen Namen einzelner Akteure. Die Protagonistin Rapunzeline hat viele Abenteuer zu bestehen. Das Buch regt durch die teilweise sehr blumige Sprache die Phantasie an. Das Buch eignet sich zum selber lesen für Kinder oder auch zum Vorlesen. Wichtig wäre in diesem Zusammenhang, den Inhalt mit den Kindern nochmals zu besprechen, ob alles richtig verstanden wurde. Alles in allem ein sehr schön geschriebenes Buch, in dem das klassische Märchen von Rapunzel neu und zeitgemäß interpretiert und zielgerichtet verfasst wurde.

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