George und Battrina

George und Battrina

Eric Zehmke


EUR 25,90

Format: 18 x 19 cm
Seitenanzahl: 134
ISBN: 978-3-99038-852-5
Erscheinungsdatum: 28.05.2015
Zwei Fledermauskinder sind auf der Suche nach dem Weihnachtsmann. Ein mutiges Vorhaben, das sie zum Nordpol bringt, und schwieriger wird, als sie ahnen. Denn der Weihnachtsmann braucht selbst Hilfe…
Vorwort

Früher war ich Höhlenforscher und habe mich sehr für die Tiere der Unterwelt interessiert. Besonders häufig war ich in der Moggaster Höhle in Franken, wo ich auch öfter übernachtet habe.
In der Zeit von 1978 bis 1989 habe ich dort Fledermäuse bestimmt und gezählt. Mir sind diese Tiere so ans Herz gewachsen, dass ich mir überlegt habe, wie ich Kindern Fledermäuse näherbringen könnte.
Die Idee zur Weihnachtsgeschichte über die Fledermauskinder George und Battrina kam mir in der Moggaster Höhle, kurze Zeit nachdem ich meine Frau und ihre Kinder aus Dänemark kennengelernt hatte. Zu Weihnachten 1988 habe ich der damals zehn Jahre alten Tochter meiner Frau die Erzählung und die Miniaturen geschenkt. Später hat die Tochter Marie die vier Kapitelseiten gemalt. Aber die Geschichte hat natürlich auch ihre Brüder erfreut.

Mittlerweile sind unsere Kinder groß, und wir haben Enkelkinder. Die Familie meint, dass es an der Zeit sei, diese Weihnachtsgeschichte über George und Battrina auch anderen Leserinnen und Lesern zugänglich zu machen.
Ich möchte mich bei meiner Frau Bodil und meinen Eltern für alle Unterstützung und allen Zuspruch bedanken.

Ich widme dieses Buch allen Kindern, auch den Fledermauskindern.



Erster Teil
Der Aufbruch

Es war einmal vor gar nicht allzu langer Zeit, da lebte tief drinnen im Hohlen Berg bei Moggast in einer Tropfsteinhöhle ein kleines Volk, verborgen selbst vor den Augen der findigsten Höhlenforscher: das Volk der Mausohrfledermäuse.

Wie ihr wisst, sind Fledermäuse kleine Säugetiere, die nachts herumfliegen und Insekten jagen. Im Sommer könnt ihr sie manchmal schon abends in der Dämmerung im Garten um einen Baum herumstreifen oder über der Wasseroberfläche eines Teiches oder Sees fliegen sehen.

Im Herbst aber, wenn es zu frieren beginnt und es keine Insekten mehr zu fressen gibt, ziehen die Fledermäuse in ihr Winterquartier in Kellergewölben oder Höhlen, wo sie am liebsten ungestört den ganzen Winter über schlafen.

Und so wie jeden Morgen, wenn sich die Fledermäuse nach ihrem nächtlichen Jagdausflug zur Ruhe begaben, erzählte der alte Großvater Flattermann den Kleinen eine „Gutentaggeschichte“; auch an dem Morgen vor dem großen Winterschlaf.

Doch die Geschichten, die Großvater Flattermann zu diesem Anlass zu erzählen pflegte, waren den kleinen Fledermäusen am liebsten, denn sie waren immer besonders spannend und besonders lang. Schließlich sollten die Kleinen ja auch ordentlich durchschlafen.

Die heutige Geschichte fanden auch George und Battrina äußerst aufregend. Denn sie handelte von Menschen, wie sie den Winter verbrachten, und: vom Weihnachtsmann.

Ihr kennt den Weihnachtsmann sicher ganz genau. Aber für kleine Fledermäuse war er sehr geheimnisvoll, wie er so unendlich viele Geschenke in einem einzigen Zaubersack unterzubringen vermochte, jedes Jahr mit einem Rentierschlitten vom Nordpol über die ganze Welt flog und für alle Kinder in der Welt zu Weihnachten ein Geschenk aus seinem Gabensack hervorzauberte.

Doch schon bald achtete George gar nicht mehr auf die Geschichte, die Großvater Flattermann gerade erzählte. Es beschäftigte ihn nur noch ein Gedanke.

Da wandte er sich zu seiner Schwester Battrina: „Es wäre wirklich schön, wenn der Weihnachtsmann auch einmal uns besuchen käme!“
„Vielleicht weiß der Weihnachtsmann ja gar nicht, dass wir hier schlafen“, entgegnete Battrina, „und vielleicht kommt er nur zu den Menschenkindern.“
George ließ sich nicht beirren: „Großvater Flattermann hat gesagt, der Weihnachtsmann kommt zu allen Kindern, und außerdem wäre es sicher aufregend!“

Aber alles Reden und Träumen half nichts. Als Großvater Flattermann am Ende seiner Geschichte angelangt war, wurden die beiden Geschwister in ihre Schlafkammer geschickt.

Battrina war natürlich als Erste fertig und hing schon in ihrem Bett, als sich George mit Zahnbürste und Zahnpasta zum Tropfwasserbecken begab. Zähneputzen war auch für kleine Insektenjäger sehr wichtig.

Etwas traurig und verträumt murmelte er vor sich hin: „Bestimmt weiß der Weihnachtsmann nicht einmal, dass es uns überhaupt gibt. Man müsste ihn irgendwie auf uns aufmerksam machen.“ Dann hing auch er in seinem Bett und schlief sofort ein.
5 Sterne
Wunderbar.. - 04.09.2015
F.M.

Ein wirklich schön zu lesendes Kinderbuch. Abendteurlich, lehrreich und einfach schön, auch für die ganze Familie.

5 Sterne
Sehr charmantes Buch - 24.08.2015
Helge S.

Auch für den Vorleser gute Unterhaltung und keine dieser vielen abgedroschenen Kindergeschichten. Kann ich nur weiterempfehlen!

5 Sterne
george und battrina - 25.07.2015
thomas timm

sehr schönes buch. nicht nur für kinder

5 Sterne
Mal eine andere Weihnachtsgeschichte - 10.07.2015
E. Hidalgo-Acosta

Die Leseprobe hat mich sehr angesprochen. Da Fledermäuse meisten dieses "Vampirimage" haben, denke ich, ist dieses Buch hilfreich ein anderes Bild dieser Flattermänner zu zeichnen.Wenn es wieder auf Amazon zu erhalten ist, werde ich es bestellen.

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