Der Ameisenbär, der anders war
EUR 22,90
Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 44
ISBN: 978-3-7116-1602-9
Erscheinungsdatum: 08.04.2026
Im Amazonas lebt Alexander, ein Ameisenbär mit einem Problem: Er will keine Ameisen mehr essen! Zum Glück trifft er die kluge Ameise Jojo. Eine warmherzige Geschichte über Freundschaft, Mut und die Stärke, anders zu sein.
1.
Die Einladung
Es war ein strahlend sonniger Morgen im Regenwald. Alexander, der Ameisenbär, lag entspannt in einer weichen Mulde aus Moos. Die warmen Sonnenstrahlen brachen durch das dichte Blätterdach. Ringsum war es still. Nur das leise Zwitschern der Vögel und das Rascheln der Blätter in der sanften Brise waren zu hören. Alexander ordnete sein Kissen aus Blättern und Moos, bis es sich richtig bequem anfühlte. Mit einem zufriedenen Seufzer kuschelte er sich noch einmal in sein Bett und genoss die friedliche Stille des Morgens.
Doch plötzlich hörte man kleine Äste brechen, Blätter flogen herum und Affen sprangen lautstark davon. Und da – wie ein bunter Blitz – schoss Kiko, der Kolibri-Briefträger, aus den Wolken herab!
Vorbei war es mit der Ruhe. Kiko griff hastig in seine Posttasche und drückte Alexander einen Briefumschlag in die Pfote. Ehe Alexander auch nur „Danke“ sagen konnte, war Kiko schon wieder verschwunden – im Rückwärtsflug! Kolibris sind die einzigen Vögel, die sogar rückwärts fliegen können.
Von einem Ast beobachteten andere Vögel die Situation und kreischten im Chor: „Angeber!“
Alexander grinste und widmete sich dem Briefumschlag. Er brauchte nicht einmal auf den Absender zu schauen, um zu wissen, dass dieser Brief von seiner Tante Adelheid kam. Sie hatte die schönste Schrift von allen Ameisenbären, die er kannte.
Wie sie das nur immer hinbekam mit diesen langen Krallen? fragte er sich, während er den Umschlag öffnete. Darin war eine Einladung zum jährlichen Familienfest.
Am nächsten Morgen schnappte sich Alexander seinen Rucksack. Er packte sein Fernrohr ein – für den besten Überblick – und seine Schaufel, falls es etwas zu entdecken gab. Eigentlich hatte er Hunger, aber allein der Gedanke an Ameisen ließ ihm den Appetit vergehen.
Komisch, oder? Dabei essen Ameisenbären doch genau solche Krabbeltiere! Alexander verstand selbst nicht, warum ihm in letzter Zeit davor grauste. Irgendetwas stimmte nicht mit ihm, und das machte ihn ganz durcheinander. Schon beim letzten Familienfest sah ihn sein Großvater sehr misstrauisch an, als er nur Blätter aß. Als Alexander damals diesen Blick bemerkte, nahm er widerwillig ein paar Bissen von Großmutter Lottis berühmtem Ameisenkuchen mit Ameisensauce.
Es verwirrte ihn. Was würde seine Familie sagen, wenn er gar keine Ameisen mehr essen würde? Geht das überhaupt? Als Ameisenbär? Trotzdem machte er sich mutig auf den Weg zum großen Fest. Um dorthin zu finden, musste er den Duftspuren folgen, die Tante Adelheid an den Baumstämmen hinterlassen hatte. Dazu kamen kleine Kratzspuren im Holz – sie sahen aus wie geheime Wegweiser.
...
Die Einladung
Es war ein strahlend sonniger Morgen im Regenwald. Alexander, der Ameisenbär, lag entspannt in einer weichen Mulde aus Moos. Die warmen Sonnenstrahlen brachen durch das dichte Blätterdach. Ringsum war es still. Nur das leise Zwitschern der Vögel und das Rascheln der Blätter in der sanften Brise waren zu hören. Alexander ordnete sein Kissen aus Blättern und Moos, bis es sich richtig bequem anfühlte. Mit einem zufriedenen Seufzer kuschelte er sich noch einmal in sein Bett und genoss die friedliche Stille des Morgens.
Doch plötzlich hörte man kleine Äste brechen, Blätter flogen herum und Affen sprangen lautstark davon. Und da – wie ein bunter Blitz – schoss Kiko, der Kolibri-Briefträger, aus den Wolken herab!
Vorbei war es mit der Ruhe. Kiko griff hastig in seine Posttasche und drückte Alexander einen Briefumschlag in die Pfote. Ehe Alexander auch nur „Danke“ sagen konnte, war Kiko schon wieder verschwunden – im Rückwärtsflug! Kolibris sind die einzigen Vögel, die sogar rückwärts fliegen können.
Von einem Ast beobachteten andere Vögel die Situation und kreischten im Chor: „Angeber!“
Alexander grinste und widmete sich dem Briefumschlag. Er brauchte nicht einmal auf den Absender zu schauen, um zu wissen, dass dieser Brief von seiner Tante Adelheid kam. Sie hatte die schönste Schrift von allen Ameisenbären, die er kannte.
Wie sie das nur immer hinbekam mit diesen langen Krallen? fragte er sich, während er den Umschlag öffnete. Darin war eine Einladung zum jährlichen Familienfest.
Am nächsten Morgen schnappte sich Alexander seinen Rucksack. Er packte sein Fernrohr ein – für den besten Überblick – und seine Schaufel, falls es etwas zu entdecken gab. Eigentlich hatte er Hunger, aber allein der Gedanke an Ameisen ließ ihm den Appetit vergehen.
Komisch, oder? Dabei essen Ameisenbären doch genau solche Krabbeltiere! Alexander verstand selbst nicht, warum ihm in letzter Zeit davor grauste. Irgendetwas stimmte nicht mit ihm, und das machte ihn ganz durcheinander. Schon beim letzten Familienfest sah ihn sein Großvater sehr misstrauisch an, als er nur Blätter aß. Als Alexander damals diesen Blick bemerkte, nahm er widerwillig ein paar Bissen von Großmutter Lottis berühmtem Ameisenkuchen mit Ameisensauce.
Es verwirrte ihn. Was würde seine Familie sagen, wenn er gar keine Ameisen mehr essen würde? Geht das überhaupt? Als Ameisenbär? Trotzdem machte er sich mutig auf den Weg zum großen Fest. Um dorthin zu finden, musste er den Duftspuren folgen, die Tante Adelheid an den Baumstämmen hinterlassen hatte. Dazu kamen kleine Kratzspuren im Holz – sie sahen aus wie geheime Wegweiser.
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