Kopf hoch, Bonnie

Kopf hoch, Bonnie

Christian Langecker


EUR 22,90
EUR 18,99

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 32
ISBN: 978-3-99131-294-9
Erscheinungsdatum: 28.02.2022
Bonnie lebt mit ihrem Herrchen ein vergnügtes Hundeleben, in dem sich alles um Spielen und Spaß dreht. Doch auf einem ihrer Spaziergänge passiert ein Unglück, und die aufgeweckte Hündin muss all ihren Mut zusammennehmen, als es in die Klinik geht …
Kopf hoch, Bonnie

Dir möchte ich heute erzählen, was mir und meiner Hündin vor ein paar Tagen passiert ist. Wie alle Kinder bist auch du sicher ein großer Tierfreund.
Wahrscheinlich hast du schon Abenteuer oder lustige Geschichten mit Tieren erlebt.
Ich kenne viele amüsante, aber auch spannende Erzählungen, in denen sie eine wichtige Rolle spielen.
In meiner Familie gibt es viele Erlebnisse mit Haustieren, aber auch mit Rehen und Wildschweinen, Vögeln und sogar Goldfischen.
Und natürlich kennst du die tollen Tier­sendungen, die man im Fernsehen sieht. Leider sind manche Geschichten auch traurig … so wie meine Geschichte.
Ob Tiere nun ein Fell tragen oder Federn, ob sie laufen, schwimmen oder fliegen, ob sie groß sind oder klein, sie alle sind liebe, kluge und lustige Geschöpfe.

In der dramatischen Geschichte, die ich dir erzählen werde, spielt meine Hündin Bonnie die Hauptrolle.
Sie ist der Star in unserer Familie. Jeder mag sie, jeder liebt sie.
Beim Spazierengehen drehen sich die Leute lächelnd nach ihr um.
Ich finde, dass sie sehr gescheit ist, aber auch ein bisschen eigensinnig. Auf jeden Fall sind wir zwei wirklich gute Freunde.
Mit ihren langen, zotteligen Haaren sieht sie ein bisschen aus wie ein junges Schaf.

Der Name Bonnie stammt aus Schottland und heißt so viel wie: „die Schöne“, „die Gute“, „die Tapfere“.
Und tatsächlich, ihre Vorfahren waren im kalten, regnerischen Schottland zu Hause und mussten dort Schafherden bewachen.

Bei jedem Wetter, egal ob es regnete oder ihnen der Wind um die Ohren pfiff, gingen diese tapferen Hunde ihrer schweren Aufgabe nach.
Hunger, Durst, Kälte und Verletzungen … all das ertrugen sie geduldig.
Denn in diesem rauen Land konnten sich Schafe immer wieder einmal verirren, ja, sogar im Nebel von Felsen stürzen.

Auch Räuber waren nachts oft unterwegs, um Tiere aus der Herde zu stehlen.
Vor langer Zeit mussten die Hunde auch noch mit Raubtieren fertig werden, denn Schafe waren die Leibspeise von Wölfen und Bären.
So manches junge Lamm fiel auch einem Luchs zum Opfer. Und auch Giftschlangen lauerten unter Felsen.
Tja, aber ganz ehrlich … meine Bonnie … bei Nacht und Nebel … unter Wölfen und Bären!? Das kann ich mir nicht vorstellen!
Sie sieht zwar aus wie einer ihrer tüchtigen schottischen Vorfahren, sie selbst aber ist … wie soll ich es ausdrücken … eher gemütlich!
Das ist nämlich so:

Sie mag keine Hitze. Im Sommer liegt sie faul im Schatten und hechelt. Oft finde ich sie dann unter irgendeinem Strauch im Garten, wo sie vor sich hindöst.

Sie mag auch keinen Regen. Sobald ein Regentropfen ihr Fell berührt, sucht sie sich ein Dach über dem Kopf.
Doch es passiert auch, dass sie pitschnass ins Haus flüchtet …

Der Wind behagt ihr auch nicht.

Laute Geräusche sind ebenfalls nicht ihr Ding. Besonders arm ist sie dann zu Silvester, wenn Knallkörper und Raketen einen Riesenkrach machen.

Sehr gerne geht sie im Fluss baden.

Sie will aber immer den Boden unter den Füßen spüren. Obwohl sie eigentlich gut schwimmen kann.

Ganz schlimm ist es bei Gewittern! Da schafft sie es, sich zitternd vor Angst unauffindbar im Haus zu verstecken.

Nebenbei ist sie ein echter Feinspitz. Eine harte Brotrinde mit ein bisschen Leberpastete darauf ist ihre Leibspeise.

Abends, wenn es dunkel wird, sucht sie ihr gemütliches Körbchen im Wohnzimmer auf, um bis zum nächsten Morgen tief und fest zu schlummern.

Eines liebt sie über alles, und zwar SPIELEN! Spielen von früh bis spät.
Nur allzu gerne flitzt sie hinter einem geworfenen Ball her.
Aber auch Frisbee-Scheiben findet sie außerordentlich interessant.
Eigentlich ist es ihr egal, was so durch die Luft fliegt. Es dürfen auch alte Schuhe sein, Kauknochen oder Holzstücke … Hauptsache, sie hat Spaß.
Nach dem Spielen legt sie natürlich eine Pause zum Erholen ein.
Bei einem kurzen Schläfchen sammelt sie dann Kraft für die nächste Spielrunde.
Na ja, und damit sind wir schon inmitten der Geschichte, die ich dir versprochen habe.

Es passierte eines Tages bei einem ausgedehnten Spaziergang in einem nahen Wald. Meine Hündin und ich waren guter Dinge, denn es war ein wunderschöner Tag. Nichts deutete auf das kommende Unheil hin.

Bonnie ist zwar keine Jägerin, aber trotzdem liebt sie es, nach den Spuren von Rehen und Hasen zu schnuppern.
So läuft sie meist mit der Nase am Boden kreuz und quer vor mir her und hat dabei einen Riesenspaß.

Doch diesmal war einfach keine Spur zu riechen.
Es war ziemlich heiß und offensichtlich hatten sich die Wildtiere tief im schattigen Wald verborgen.
Lediglich die aufgeregten Warnrufe einiger Vögel waren zu hören.

Bonnie fühlte sich irgendwie gelangweilt. Somit beschloss sie, dass ein herzhaftes Spiel die Langeweile vertreiben sollte.
Sie suchte nach einem geeigneten Stöckchen und warf dieses vor meine Füße. Dabei schaute sie mich herausfordernd an.
Ich wusste natürlich sofort, was die Hündin damit sagen wollte.
Also hob ich das Holzstück auf und schleuderte es soweit ich konnte in den Wald.
In gewohnter Weise jagte meine Bonnie dem Stock nach, brachte ihn artig zurück und legte ihn wieder vor mir auf den Waldboden. Ihr Blick sagte deutlich: „Noch einmal!!“

Doch ich hatte eine bessere Idee.

In meiner Jackentasche fand ich einen kleinen, gelben Ball.
Bonnies Lieblingsspielzeug!

Nun gut, ich kramte den Ball hervor, ließ meine Hündin daran schnuppern und warf ihn dann in hohem Bogen fort.
Der Ball flog und flog … und landete im Geäst eines Laubbaumes. Tja, so war das nicht gedacht.

Bonnie starrte in die Baumkrone, in der Hoffnung, das Spielzeug würde doch noch herunterfallen.
So sehr ich mich auch streckte und reckte, auch ich konnte ihn nicht erreichen. Der Ball blieb, wo er war. Nämlich unerreichbar!

Voller Enttäuschung schaute meine Hündin zu mir.
Du weißt sicher selbst, wie herzerweichend ein Hundeblick sein kann. Nun war guter Rat teuer!
Irgendein Spielzeug musste her!
Also suchte ich schnell einen Stock, um meine Bonnie wieder aufzumuntern. Aber nun nahm das Verhängnis seinen Lauf.

Der Stock war ziemlich groß und schwer, ich warf ihn trotzdem. Voller Begeisterung flitzte mein Vierbeiner los.
Der riesige Stock flog durch die Luft … Bonnie rannte und rannte.
Wie ein Pfeil schoss sie dahin, weder Dorngestrüpp noch Büsche konnten sie aufhalten.
Deutlich sah ich das Unheil kommen, aber es war nicht mehr zu vermeiden.
Zwar schrie ich noch lauthals: „Bonnie, Bonnie… Aufpassen!“, doch die Hündin war wie von Sinnen und hörte mich überhaupt nicht mehr.
Völlig hilflos stand ich schließlich da und konnte nur mehr auf ein Wunder hoffen.test
5 Sterne
Tolles (Kinder)buch - 04.05.2022
Petra B.

Ein mit viel Herz geschriebenes Buch, für große und kleine Hundefreunde. "Kopf hoch Bonnie" ist ein sehr schönes Buch, dass Kindern die Angst vor Arztbesuchen nehmen soll. Die Geschichte wird kindergerecht, leicht verständlich und nachvollziehbar erzählt. Außerdem sind die Illustrationen sehr gut gelungen. Es hat viel Freude gemacht, das Buch zu lesen. Alles in allem eine absolute Kaufempfehlung!

5 Sterne
Wunderbar treffend geschrieben - 19.03.2022
Susanne Naprawnik Bowhills Bearded Collies

Da ich seit 31 Jahren Bearded Collies habe (Bonnie ist aus meiner Zucht) kann ich nur herzlich zu dieser sehr zutreffenden Geschichte gratulieren. Sehr lieb und leicht lesenswert geschrieben. Danke lieber Christian Langecker

5 Sterne
Liebevoll illustriert und schön geschrieben! - 17.03.2022
Kerstin T.

Wir sind Leseratten durch und durch, mein Kind liebt es Abends vorgelesen zu bekommen. Es ist super geschrieben, es macht sehr großen Spaß es vorzulesen. Leseerlebnis für kleine und große Hundefreunde.

5 Sterne
Sehr gelungenes Kinderbuch - 16.03.2022

Meine Tochter Leonie hätte am liebsten 10 Sterne vergeben!!!!!! *********************

5 Sterne
Süßes Kinderbuch zum Selberlesen und Vorlesen - 15.03.2022
Bettina F.

Meinen Kindern (6 und 9 Jahre) hat das Buch sehr gut gefallen.Sie mögen keine Geschichten mit traurigem Inhalt oder dramatischem Ende.Die Geschichte über Bonnie gefällt ihnen dafür umso mehr.Obwohl sich der Hund darin verletzt, wird den Kindern immer vermittelt, dass die Geschichte gut ausgehen wird.Der Schreibstil ist sehr angenehm und nebenbei versucht der Autor auch, den Kindern ein bisschen die Angst vor einer Arztpraxis zu nehmen.Ein richtig gelungenes Kinderbuch, mittlerweile auch das Lieblingsbuch unserer jüngsten Tochter, die sich auch sehr gerne die schönen Illustrationen anschaut.Ich kann das Buch wärmstens empfehlen und freue mich schon auf neue Geschichten.

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