Ein Stern für Emily

Ein Stern für Emily

Christiana Appel


EUR 13,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 70
ISBN: 978-3-95840-541-7
Erscheinungsdatum: 24.10.2017
Entdecke das Geheimnis der verzauberten Tiere und Fabelwesen und begib dich mit Cora auf eine abenteuerliche Reise. Sei dabei, wenn Emily einen Stern als Freund findet und lass dich verzaubern von einer wunderbaren Reise zu den Sternen.
Vorwort

Dieses Buch ist für meine kleine Nichte entstanden.

Ich wollte ihr eine Freude machen und schrieb dieses Abenteuerbuch.

Ich fragte eine gute Illustratorin, ob sie mir einige Zeichnungen zu meinem Buch fertigen könnte. So geschah es dann auch.

Ich möchte mich recht herzlich für die wunderschönen Zeichnungen bei Tatjana Wolff bedanken.

***

Emily war ein Mädchen und gerade vier Jahre alt geworden. Was sie sich von ganzem Herzen wünschte, war, dass sie endlich einen Stern sehen könnte, der ihren Namen trägt.
Da sie sehr lustig war, sollte es auch ein Stern sein, der lustig ist.
Jeden Abend vor dem Zubettgehen sah sie in den Himmel und schaute nach ihrem Stern. Leider war kein klarer Himmel und so konnte sie ihn nicht sehen. Jeden Abend betete sie und fragte nach ihrem Wunsch.
Ihren Eltern und Großeltern ging sie immer wieder damit auf die Nerven. Aber keiner konnte ihr helfen.
Ihre letzte Möglichkeit war ihre Tante, die sie über alles liebte. Als sie wieder einmal bei ihrer Tante Cora zu Besuch war, fragte sie einfach nach ihrem Stern. Ihre Tante hatte Verständnis dafür und Emily blieb eine Woche bei ihr.



Der Flug ins Abenteuer

Tante Cora war in Emilys Augen schon alt, aber sehr lieb. Sie setzten sich ins Bett und Tante Cora erzählte Emily einfach von ihrem Abenteuer, das sie als Kind gehabt hatte.
Auch sie war noch sehr klein, als sie die Möglichkeit hatte, mit ihrem Vater in einer Rakete in den Himmel zu fliegen. Sie wollte unbedingt die Sterne sehen und mit ihnen kommunizieren. Es dauerte sehr lange, bis sie im Sternenhimmel war, aber alles war sehr interessant. Sie flogen am Mond vorbei, der sehr freundlich lächelte, als er sie sah. Dann auch noch am Mars und Jupiter vorbei. Auch diese Planeten waren sehr freundlich.
Endlich, nach etlichen Stunden, erreichten sie die Sternenstraße. Doch was war da los?
Alle Sterne machten keinen glücklichen Eindruck. Sie waren so traurig. Emilys Tante wollte nun wissen, warum die Sterne so traurig waren.
Ein Stern namens Oliver erzählte ihr, dass ein sehr böser Zauberer namens Ferdinand ihnen das Lachen geraubt hätte. Oliver sagte: „Es gibt nur eine Möglichkeit, alle Sterne wieder zum Lachen zu bringen. Du musst Ferdinand finden und ihm unser Lachen stehlen.
Aber sei vorsichtig, denn es warten sehr viele Abenteuer auf dich, manche sind sehr schlimm, andere wiederum leicht zu bestehen.
Alle werden versuchen, dir zu helfen, aber einige Abenteuer musst du selbst bestehen.“
Die Tante schaute Oliver an und überlegte, ob sie den Sternen helfen sollte oder nicht. Sie hatte nämlich große Angst.
Doch nach einigem Überlegen sagte sie zu, dass sie den Sternen helfen wollte, ihr Lachen zurückzubekommen.
Sie ging auf eine abenteuerliche Reise, um Ferdinand, den großen bösen Zauberer, zu finden.
Doch das war gar nicht so einfach. Denn Ferdinand konnte zaubern und stellte Cora immer wieder Hindernisse in den Weg.

Cora musste nun über einige Hügel gehen. Auf einem großen Berg angekommen, schaute Cora hinab ins Tal. Doch was sie da sah, machte ihr noch mehr Angst. Im Tal war es stockdunkel.
Sie konnte keinen Weg mehr sehen und tastete sich langsam voran. Sie sprach mit sich selbst und stellte fest, dass sie noch nicht einmal ein Feuerzeug dabei hatte. Immer hatte sie eines einstecken, außer heute. „Verflixt noch mal, wo bekomme ich nun Licht her?“ Sie sah überhaupt nichts und tastete sich langsam voran.
Doch der Zauberer hatte ihr eine Falle gestellt, die Cora nicht sehen konnte. Es war ein tiefes Loch, in das sie hineinfiel.
„Scheibenkleister!“, rief sie. „Aua, das tut weh!“ Endlich kam sie unten an und spürte, dass sie sich verletzt hatte.
„Mein Knie tut mir weh. Oje, ich blute“, stellte sie fest. Doch es half alles Wehklagen nichts, sie musste sehen, wie sie da wieder herauskam. Sie riss ein Stück ihrer Bluse ab und verband damit ihr Knie. „Ich muss weiter“, sagte sie. „Ich muss doch die Sterne retten!“ Sie rappelte sich wieder auf und tastete sich vorwärts.
Irgendjemand streckte ihr eine Hand entgegen und half ihr wieder aus dem tiefen Loch heraus.
Es war Oliver, der Stern. „Ich sagte dir doch, dass Ferdinand dir Steine in den Weg legen wird. Ich kann dir aber nur noch zweimal helfen, dann ist meine Kraft weg und ich werde niemals mehr lachen können.“
„Vielen Dank, Oliver, dass du mir geholfen hast. Ich werde ab jetzt vorsichtiger sein, das verspreche ich dir.“



Was die alte Frau erzählte

Cora lief weiter und tastete sich langsam vorwärts. Endlich sah sie Licht und lief darauf zu. Es kam von einem kleinen Haus und sie schaute durchs Fenster. Eine ältere Frau saß in ihrem Sessel und strickte. Cora lief zur Haustür und klopfte zaghaft. Von drinnen ertönte eine freundliche Stimme: „Wer ist denn da?“ „Ich heiße Cora und ich habe mich verlaufen. Kann ich eintreten?“ Die ältere Frau öffnete die Tür. Sie lächelte Cora an und bat sie einzutreten. „Du hast dich ja verletzt. Setze dich erst einmal hin, ich bringe dir etwas zu essen und trinken. Dann verbinde ich dir das Knie.“ „Vielen Dank“, sagte Cora und setzte sich hin. Nach einiger Zeit kam die ältere Frau zurück und verband Coras Knie. „Ich habe noch etwas Suppe übrig, möchtest du sie haben?“
„Natürlich“, sagte Cora und erst jetzt merkte sie, wie hungrig sie war.
Sie aß diese wunderbare Suppe, die hervorragend schmeckte. Sie trank noch ein Glas Milch und schon fielen ihr die Augen zu. Sie war ja so müde.

In dieser Nacht hatte sie einen etwas merkwürdigen Traum von bösen Geistern und diesem Ferdinand. Der verfolgte und verzauberte sie, damit sie nicht mehr lachen konnte. Jetzt war auch sie so traurig wie die Sterne. Sie hatte die Sterne nicht retten können.
Schweißgebadet wachte sie auf und als sie sich umschaute, lag sie im Stroh. Sie dachte, sie hätte geträumt, aber als sie genauer hinschaute, erschrak sie. Sie lag in einer baufälligen Scheune, die jeden Moment zusammenbrechen konnte.
Sie musste sich beeilen und fing an zu rennen. Gerade als sie draußen war, fiel die alte Scheune zusammen. War das wieder ein Streich von Ferdinand gewesen?
Sie dachte an die alte Frau, die so nett zu ihr gewesen war. Dann fiel ihr ein, was Oliver ihr erzählte hatte. Er hatte gesagt: „Pass auf, Ferdinand kann sich in alles verwandeln, was er möchte. Dann wirst du verzaubert und kannst, wie wir, nicht mehr lachen.“
Also war dies wieder einmal das Werk von Ferdinand gewesen.
Sie musste ihn finden und zerstören. Aber der Weg dahin war noch weit.



Der Bach im Zauberland

Sie lief weiter, denn mittlerweile war es ja hell und sie konnte wieder alles sehen. Sie kam an einem Bach vorbei, doch wie sah der aus? Er war dunkel und sehr schmutzig. Das konnte doch kein Zufall sein. Sie wollte gerade über den Bach springen, als dieser zu ihr sagte: „Bitte hilf mir und befreie mich von dieser schrecklichen Kröte, die an meiner Quelle sitzt.“
„Wieso Kröte und wo ist sie?“, fragte Tante Cora. „Diese schreckliche Kröte sitzt an meiner Quelle und verstopft das fließende Gewässer. Deswegen bin ich so trübe.“
„Kannst du mir genau sagen, wo deine Quelle ist?“, sagte Tante Cora. „Du musst immer den Bach entlang laufen, bis ein kleines Bächlein fließt. Dann gehst du noch drei Schritte nach links und schon bist du an der Quelle. Aber spute dich, denn wenn die Sonne ganz hoch am Himmel steht, ist es zu spät und du kannst mir nicht mehr helfen.“
Tante Cora lief los, so schnell sie konnte, und kam endlich an die besagte Quelle. Sie sah diese schreckliche Kröte und überlegte, wie sie die beseitigen konnte. Sie musste sie weglocken, damit das Wasser wieder fließen konnte. Doch wie kann man eine Kröte vom Wasser weglocken, in dem sie sich zu Hause fühlte? Cora überlegte und überlegte. In der Zwischenzeit schien die Sonne immer mehr und langsam wurde es auch warm.
„Mann, jetzt denk nach“, sprach die Tante mit sich selbst. „Du musst dich beeilen, sonst ist es für den Bach zu spät.“ Plötzlich fiel Tante Cora ein, wie sie die Kröte weglocken konnte. Aus Teilen ihrer Hose bastelte sie ein Tier, das so aussah wie eine Kröte. Damit konnte sie das schreckliche Untier von der Quelle weglocken. Dieses sah die andere Kröte, kam aus dem Wasser heraus und wollte sein Revier verteidigen. Tante Cora nahm eine Baumrinde und sperrte damit die böse Kröte ein. Das Wasser konnte wieder fließen und der Bach wurde so klar wie schon lange nicht mehr.
„Ich danke dir, dass du mir meine Quelle wiedergegeben hast“, sagte der Bach und strahlte in den schönsten Farben. „Dafür, dass du mir geholfen hast, hast du einen Wunsch frei. Aber überlege ihn dir ganz genau. Du kannst ihn dir auch aufheben, bis die Zeit dafür reif ist.“
Tante Cora freute sich für den Bach und verabschiedete sich. Nun ging sie weiter und weiter. „Welche Abenteuer muss ich denn noch bestehen, bevor ich wieder nach Hause kann?
Aber ich habe den Sternen versprochen, dass ich ihnen helfen werde, ihr Lachen wiederzufinden.“
5 Sterne
Geniales Buch  - 10.11.2017
Christina Nahm

Ich finde es ist ein sehr tolles Buch

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