Drei Kinder und ein Hund auf Abenteuerreise in den Himmel

Drei Kinder und ein Hund auf Abenteuerreise in den Himmel

Maria B.


EUR 20,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 106
ISBN: 978-3-99107-361-1
Erscheinungsdatum: 29.10.2021
Finchen, Linchen, Adrian und der Westie-Hund Bienchen wollen ihren Opa im Himmel besuchen, da Oma ganz traurig ist. Sie möchten in Erfahrung bringen, ob es ihm dort wirklich so gut geht, wie überall erzählt wird. Euch erwartet eine magische Märchenwelt!
Kapitel 1
Der Besuch


Es ist ein sehr schöner Wintertag. Die Sonne strahlt vom Himmel und vorhin tanzten tausende von Schneeflocken und überzogen die Erde und die Dächer der Häuser mit silberglänzendem Schnee.
Seitdem mein Mann plötzlich von Gott geholt wurde, überzog mich eine tiefe Traurigkeit.
Ich hatte aber das Glück, dass ich noch einen Sohn und eine Tochter habe, die sich rührend um mich kümmern und mir aktiv helfen, die Traurigkeit zu überstehen. Aber das Wichtigste in meinem Leben sind meine drei Enkelkinder, Finchen (Fiona, 5 Jahre) ist von meiner Tochter. Finchen hat die ersten Lebensmonate in unserem Haus gelebt mit ihren Eltern.
Aus der Familie meines Sohnes zählen zwei Kinder zum Lebensinhalt, Linchen (Lina, 4 Jahre) und „klein Scheißerchen“ (Adrian, 2 Jahre). Und dann mein allergrößter Schatz, mein 2-jähriges Bienchen, ein kleiner Westie-Hund. So klein, wie sie ist, hält sie die ganze Familie am Laufen. Sie ist sehr kinderlieb – aber ein besonderes Verhältnis hat sie zu unserem kleinen Scheißerchen. Wo Bienchen ist, steht auch Scheißerchen. Er darf sogar auf ihr reiten, was jedoch selten vorkommt. Die beiden haben eine sehr starke Freundschaft entwickelt.

Mein Sohn mit seiner ganzen Familie ist zu mir ins Haus gezogen. Es ist ein schönes glückliches Verhältnis zwischen ihnen und mir.
Finchens Eltern haben nun ihr eigenes Haus fertiggestellt und ziehen diese Woche um.
Die Kleine bekommt endlich ihr eigenes Kinderzimmer. Aber das Schönste für die Kinder ist es, dass Finchen eine Nacht mit Linchen das Zimmer in unserem Haus teilt.
Wenn ich die Kinder sehe, wird mir ganz warm ums Herz vor Glück, wenn die kleinen Enkelkinder glücklich und gesund aufwachsen.
Immer wieder muss ich an die liebevollen tröstenden Worte von Finchen und Linchen denken, von den kleinen Kinderseelen.
Im Nu war es Abend. Die Kinder hatten sich nach dem Abendessen zur Ruhe in ihre Zimmer zurückgezogen. „Ruhe?“ Ich hoffte es, denn Linchen und Finchen steckten ständig ihre kleinen pausbackenen Köpfchen zusammen und flüsterten sich immer etwas zu.
Aber nachdem sie im Bett lagen, hörte man nur, wie sie sich kurz unterhielten.
Ich hatte Recht. Die beiden Mädchen planten eine Abenteuerreise zum Opa in den Himmel. Sie waren immer ehrlich und wollten es nun gerne genau wissen: „Geht es dem Opa im Himmel gut?“ Diese Frage beschäftigte sie und sie wollten keine Zeit verlieren, um sich ins Abenteuer zu stürzen.




Kapitel 2
Der Beginn des Abenteuers


Es war ein wunderschöner Morgen. Der Himmel war blau, kein Wölkchen war zu sehen und die Sonne strahlte, so hell sie konnte, vom Himmel herab.
Finchen, Linchen, Scheißerchen und Bienchen hatten ihren roten Bollerwagen gepackt, so zum Beispiel mit Essen, Trinken, Salzstangen und Bonbons. Scheißerchen und Bienchen saßen im Bollerwagen und Finchen und Linchen zogen ihn. Sie waren alle so aufgeregt, sich auf diese große Reise zu begeben. Sie konnten jedoch nicht ahnen, dass sie eine sehr lange Zeit brauchen werden, um zum Himmel zu kommen. Aber sie ließen sich ihre Freude nicht nehmen und sahen positiv in die Zukunft.

Schon von weitem sahen sie eine wunderbare grüne Wiese, auf der tausende Blumen wuchsen und in allen Farben blühten. Bienchen sprang voller Übermut aus dem Bollerwagen und lief so schnell, wie ihre kleinen Füßchen sie trugen, auf die Blumenwiese. Auf einmal blieb sie wie angewurzelt stehen und beobachtete eine Blume, die wie eine Tulpe aussah. Die Kinder kamen auch ganz abgehetzt dort an und trauten ihren Augen nicht. In der Tulpe saß eine kleine Blumenfee. Sie hatte ein grünes Kleidchen an, die Haare waren blau und sie hatte vier Flügel. Mit ihren großen runden Augen betrachtete sie die Besucher und stellte die Frage: „Wer seid ihr und wohin wollt ihr?“ Finchen stellte ihre Freunde vor und sagte: „Wir wollen zum Himmel, um unseren Opa zu besuchen und um zu sehen, ob es ihm dort gut geht, wie die Erwachsenen immer erzählen.“
„Na ja“, antwortete Lea, die Blumenfee. „Ich kann euch jetzt zwar nicht sagen, wohin ihr gehen sollt, aber ich habe eine Idee. Ich nehme euch mit mir unter die Erde, denn da lebt der Gott der Finsternis. Er kann euch bestimmt weiterhelfen.“ „Aber wie können wir dich begleiten? Wir sind doch viel zu groß“, fragte Linchen. „Kein Problem“, sagte die Fee, „ich hole uns den Blütenstaub von unten, damit puste ich euch an und dann seid ihr genau so groß wie ich.“ Sofort flog sie los und kam mit einem Säckchen Blütenstaub gleich wieder zurück.
Sie bestäubte die Kinder und Bienchen und nach einem kurzen Augenblick waren sie alle so klein wie die Fee. „Nun kommt mit“, forderte die Fee die Kinder und Bienchen auf. Sie gingen auf ein kleines Loch zu, was wie ein Rohr aussah. „Hier rutschen wir herunter und schon seid ihr in meinem Zuhause.“ Nachdem alle unten angekommen waren, sahen die Kinder und Bienchen viele Feen, die eifrig arbeiteten. Sie pflegten die Blumen von unten, damit ihre Wurzeln auch immer gut gedeihen konnten. Die Feen gesellten sich zu den Besuchern und stellten die gleichen Fragen wie die Blumenfee, die sie auf der Wiese trafen. Auf einmal meldete sich eine andere Fee mit dem Namen Rosa zu Wort. Es war die Schwester der Blumenfee. „Ihr müsst den Gott der Finsternis aufsuchen. Er ist zwar immer ein wenig grimmig, aber uns kann er gut leiden, da wir hier unten das Reich in Ordnung halten.“ „Aber wie kommen wir zum Gott der Finsternis?“, fragte Bienchen. „Es ist nicht weiter schwer. Wir laufen mit euch zum Schloss und wir unterstützen euch bei der Bitte, zu helfen, wie man zum Himmel kommt.“

Scheißerchen und Bienchen setzten sich in den Bollerwagen. Linchen und Finchen zogen ihn. Die Feen schwirrten um sie herum. Unterwegs erfuhren sie sehr viel von dem Gott der Finsternis. „Er hat ein sogenanntes Unternehmen, wo er die bösen Menschen, die gestorben sind und nicht in den Himmel durften, hier unten arbeiten lässt. Die Menschen der Erde nennen es wohl die Hölle. Aber ihr braucht kein Mitleid mit den Menschen zu haben, denn sie haben durch viel Boshaftigkeit ihre Chancen vertan, in den Himmel zu kommen.“

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