Das Regenbogeneinhorn
Auf der Suche zu sich selbst
EUR 22,90
Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 48
ISBN: 978-3-99130-944-4
Erscheinungsdatum: 04.09.2025
Ein weißes Einhorn fühlt sich zwischen seinen bunten Gefährten unscheinbar und fehl am Platz. Doch auf einer farbenfrohen Entdeckungsreise erkennt es: Wahre Schönheit liegt in der Vielfalt – und jeder ist auf seine eigene Weise besonders. Genau so, wie er ist.
„Kinder, sperrt eure Einhörner in den Stall! Es ist Schlafenszeit!“
„Mama, unsere Einhörner lassen sich nicht einsperren! Die wollen frei sein wie der Wind und bunt wie der Regenbogen.“
„Ihr habt recht! Kommt, ich erzähle euch noch eine Gute-Nacht-Geschichte. Schnell ins Bett …“
Weit hinter den Wolken gibt es eine Welt, die bunter ist als jede Blumenwiese und in der Zauberkräfte tatsächlich existieren. Es ist die Welt der magischen Einhörner und jedes Einhorn ist einzigartig und kunterbunt, wie all die Blumen, die dort blühen. Bis auf eines …
Das weiße Einhorn spaziert über das Land der Einhörner und ist fasziniert von all seinen bunten Freunden, den roten, blauen, gelben, orangenen Einhörnern, denn sie erinnern es an den Regenbogen, und für das weiße Einhorn gibt es nichts Schöneres als den Regenbogen mit all seinen Farben.
Wenn das weiße Einhorn seine Kameraden sieht, fühlt es sich ein wenig traurig, denn es wurde mit keiner Farbe gesegnet, und auch seine lange weiße Mähne findet das Einhorn langweilig. Es ist nicht so besonders wie all die anderen Einhörner im Land. Plötzlich stehen ihm Tränen in den Augen und es fühlt sich verloren, denn das weiße Einhorn weiß nicht einmal, wie es heißt.
Als es traurig weiterspaziert, kommt das Einhorn an der wunderschönen goldenen Königin der Einhörner vorbei, die die Traurigkeit des Einhorns bemerkt und fragt: „Hallo, Kleines! Warum siehst du denn so unglücklich aus?“
„Ach! Weißt du …“, antwortet das weiße Einhorn, „all die anderen Einhörner sind so besonders und wunderschön, und ich bin nichts davon. Ich bin einfach und langweilig und besitze nicht mal einen Namen oder eine außergewöhnliche Fähigkeit, so wie manch andere.“
Darauf antwortet die weise Königin: „Sei nicht traurig und gib dir Zeit! Du wirst bald sehen, dass du etwas ganz Besonderes bist!“
Mit diesen Worten im Hinterkopf geht das weiße Einhorn weiter seinen Weg.
Plötzlich entdeckt es auf der anderen Seite der Wiese, versteckt hinter den Büschen, ein wütendes rotes Einhorn namens Amy, aus dessen Horn Feuer speit. Schnell galoppiert das weiße Einhorn auf sie zu und fragt: „Hallo, was ist denn los? Wieso bist du so wütend?“
Zornig antwortet das rote Einhorn: „Geh lieber weg von mir – oder hast du keine Angst? All die anderen Einhörner im Land wenden sich von mir ab, weil aus meinem Horn Feuer kommt, und das macht mich so wütend. Deswegen kommt andauernd Feuer heraus, ohne dass ich es kontrollieren kann. Es ist besser, wenn ich mich hier hinten verstecke. Hier kann ich niemanden verletzen und auch mir kann keiner wehtun.“
Das weiße Einhorn geht auf Amy zu und streicht mit seinem Horn über deren Mähne. „Nein, ich habe keine Angst vor dir! Sei nicht wütend! Sieh dich an! Du bist so wunderschön, du brauchst dich vor niemandem verstecken. Dein Feuer ist eine besondere Gabe, du schenkst uns Wärme an kalten Tagen und in eisigen Nächten. Ich bin dein Freund und du kannst immer zu mir kommen, egal ob du wütend oder glücklich bist. Ich bin immer für dich da.“
Plötzlich wird Amy klar, dass sie mit ihrem Feuer anderen helfen kann, und als sie dies einsieht, hat das unkontrollierte Feuerspeien ein Ende.
Auf einmal wird es still und im weißen Einhorn breitet sich ein magisches, unbekanntes Gefühl aus. Ein Windhauch weht durch seine Mähne und plötzlich färbt sich eine Strähne rot. Es kann sein Glück nicht fassen und spaziert weiter, als es sieht, dass das rote Einhorn glücklich mit anderen Spielgefährten über die Wiese tollt.
Stolz über seine rote Strähne zieht das weiße Einhorn weiter …
Ganz aufgeregt sieht es den kleinen Luke, ein orangenes junges Einhorn, über die Wiese auf andere Einhörner zu hüpfen, und bemerkt, dass sie sich von ihm abwenden. Schnell läuft das weiße Einhorn auf Luke zu: „Kleiner, kann ich dir irgendwie helfen?“
Das junge orangene Einhorn antwortet: „Oh ja! Ich bin noch so klein und jung und weiß noch so wenig. Wieso bin ich nicht schon älter und klüger? Ich habe so viele Fragen und die anderen Einhörner wollen mir einfach keine Antworten geben. Wenn sich die anderen unterhalten und ich sie frage, was sie meinen oder warum etwas ist, wie es ist, gehen sie einfach genervt weg. Ich kann doch für meine Neugierde nichts. Ich möchte einfach so viel wie möglich über die Welt, die Pflanzen, Tiere und über mich wissen.“
„Luke“, spricht daraufhin das weiße Einhorn, „es ist egal, ob die anderen genervt sind, aber behalte dir deine Neugierde bei! Wenn du nicht neugierig und interessiert bist, wirst du nie etwas dazulernen und klüger werden. Du bist noch jung, bald wirst auch du älter sein und mehr wissen. Du wirst die Einhornschule besuchen und vieles lernen.“
„Aber ich möchte heute schon wissen, warum ich so bin, wie ich bin! Warum habe ich so oft Hunger und muss etwas essen? Warum ist meine Zunge nicht glatt, sondern so rau? Warum sagt mir meine Mama abends immer, ich muss schlafen gehen? Und warum kann ich im Dunkeln nicht sehen und die Welt auch nachts erkunden?“
„Das sind wirklich viele Fragen auf einmal. Du bist ein aufgewecktes Kerlchen, Luke, und damit du ausreichend Energie hast, um die Welt zu erkunden, braucht dein kleiner Körper viel gesunde Nahrung und Schlaf, und deswegen ist es wichtig, dass du ins Bett gehst, wenn es deine Mama sagt, und du dich erholst und Kraft für den nächsten Tag und deine neuen Abenteuer tankst. Nachts ist es dunkel und man braucht Licht, um etwas sehen zu können. Deswegen sehen wir alle nachts kaum etwas.“
Luke antwortet ruhig: „Wow, danke, du hast mir jetzt in kürzester Zeit so viele Antworten gegeben, mir zugehört und mir damit so weitergeholfen“ – und plötzlich beginnt Lukes Horn leicht zu leuchten und ein helles Licht erstrahlt.
Das weiße Einhorn spricht freudig: „Sieh mal, Luke! Ich wusste doch, dass du besonders bist. Dein Horn kann uns allen in dunklen, ungewissen Zeiten Licht und Klarheit schenken. Du bist ein toller Junge, kleiner Luke! Bleib immer so, wie du bist! Und vielleicht kannst du mal mit dem Licht aus deinem Horn das Dunkle und die Nacht erkunden und somit auch auf diese Frage eine Antwort finden.“
...
„Mama, unsere Einhörner lassen sich nicht einsperren! Die wollen frei sein wie der Wind und bunt wie der Regenbogen.“
„Ihr habt recht! Kommt, ich erzähle euch noch eine Gute-Nacht-Geschichte. Schnell ins Bett …“
Weit hinter den Wolken gibt es eine Welt, die bunter ist als jede Blumenwiese und in der Zauberkräfte tatsächlich existieren. Es ist die Welt der magischen Einhörner und jedes Einhorn ist einzigartig und kunterbunt, wie all die Blumen, die dort blühen. Bis auf eines …
Das weiße Einhorn spaziert über das Land der Einhörner und ist fasziniert von all seinen bunten Freunden, den roten, blauen, gelben, orangenen Einhörnern, denn sie erinnern es an den Regenbogen, und für das weiße Einhorn gibt es nichts Schöneres als den Regenbogen mit all seinen Farben.
Wenn das weiße Einhorn seine Kameraden sieht, fühlt es sich ein wenig traurig, denn es wurde mit keiner Farbe gesegnet, und auch seine lange weiße Mähne findet das Einhorn langweilig. Es ist nicht so besonders wie all die anderen Einhörner im Land. Plötzlich stehen ihm Tränen in den Augen und es fühlt sich verloren, denn das weiße Einhorn weiß nicht einmal, wie es heißt.
Als es traurig weiterspaziert, kommt das Einhorn an der wunderschönen goldenen Königin der Einhörner vorbei, die die Traurigkeit des Einhorns bemerkt und fragt: „Hallo, Kleines! Warum siehst du denn so unglücklich aus?“
„Ach! Weißt du …“, antwortet das weiße Einhorn, „all die anderen Einhörner sind so besonders und wunderschön, und ich bin nichts davon. Ich bin einfach und langweilig und besitze nicht mal einen Namen oder eine außergewöhnliche Fähigkeit, so wie manch andere.“
Darauf antwortet die weise Königin: „Sei nicht traurig und gib dir Zeit! Du wirst bald sehen, dass du etwas ganz Besonderes bist!“
Mit diesen Worten im Hinterkopf geht das weiße Einhorn weiter seinen Weg.
Plötzlich entdeckt es auf der anderen Seite der Wiese, versteckt hinter den Büschen, ein wütendes rotes Einhorn namens Amy, aus dessen Horn Feuer speit. Schnell galoppiert das weiße Einhorn auf sie zu und fragt: „Hallo, was ist denn los? Wieso bist du so wütend?“
Zornig antwortet das rote Einhorn: „Geh lieber weg von mir – oder hast du keine Angst? All die anderen Einhörner im Land wenden sich von mir ab, weil aus meinem Horn Feuer kommt, und das macht mich so wütend. Deswegen kommt andauernd Feuer heraus, ohne dass ich es kontrollieren kann. Es ist besser, wenn ich mich hier hinten verstecke. Hier kann ich niemanden verletzen und auch mir kann keiner wehtun.“
Das weiße Einhorn geht auf Amy zu und streicht mit seinem Horn über deren Mähne. „Nein, ich habe keine Angst vor dir! Sei nicht wütend! Sieh dich an! Du bist so wunderschön, du brauchst dich vor niemandem verstecken. Dein Feuer ist eine besondere Gabe, du schenkst uns Wärme an kalten Tagen und in eisigen Nächten. Ich bin dein Freund und du kannst immer zu mir kommen, egal ob du wütend oder glücklich bist. Ich bin immer für dich da.“
Plötzlich wird Amy klar, dass sie mit ihrem Feuer anderen helfen kann, und als sie dies einsieht, hat das unkontrollierte Feuerspeien ein Ende.
Auf einmal wird es still und im weißen Einhorn breitet sich ein magisches, unbekanntes Gefühl aus. Ein Windhauch weht durch seine Mähne und plötzlich färbt sich eine Strähne rot. Es kann sein Glück nicht fassen und spaziert weiter, als es sieht, dass das rote Einhorn glücklich mit anderen Spielgefährten über die Wiese tollt.
Stolz über seine rote Strähne zieht das weiße Einhorn weiter …
Ganz aufgeregt sieht es den kleinen Luke, ein orangenes junges Einhorn, über die Wiese auf andere Einhörner zu hüpfen, und bemerkt, dass sie sich von ihm abwenden. Schnell läuft das weiße Einhorn auf Luke zu: „Kleiner, kann ich dir irgendwie helfen?“
Das junge orangene Einhorn antwortet: „Oh ja! Ich bin noch so klein und jung und weiß noch so wenig. Wieso bin ich nicht schon älter und klüger? Ich habe so viele Fragen und die anderen Einhörner wollen mir einfach keine Antworten geben. Wenn sich die anderen unterhalten und ich sie frage, was sie meinen oder warum etwas ist, wie es ist, gehen sie einfach genervt weg. Ich kann doch für meine Neugierde nichts. Ich möchte einfach so viel wie möglich über die Welt, die Pflanzen, Tiere und über mich wissen.“
„Luke“, spricht daraufhin das weiße Einhorn, „es ist egal, ob die anderen genervt sind, aber behalte dir deine Neugierde bei! Wenn du nicht neugierig und interessiert bist, wirst du nie etwas dazulernen und klüger werden. Du bist noch jung, bald wirst auch du älter sein und mehr wissen. Du wirst die Einhornschule besuchen und vieles lernen.“
„Aber ich möchte heute schon wissen, warum ich so bin, wie ich bin! Warum habe ich so oft Hunger und muss etwas essen? Warum ist meine Zunge nicht glatt, sondern so rau? Warum sagt mir meine Mama abends immer, ich muss schlafen gehen? Und warum kann ich im Dunkeln nicht sehen und die Welt auch nachts erkunden?“
„Das sind wirklich viele Fragen auf einmal. Du bist ein aufgewecktes Kerlchen, Luke, und damit du ausreichend Energie hast, um die Welt zu erkunden, braucht dein kleiner Körper viel gesunde Nahrung und Schlaf, und deswegen ist es wichtig, dass du ins Bett gehst, wenn es deine Mama sagt, und du dich erholst und Kraft für den nächsten Tag und deine neuen Abenteuer tankst. Nachts ist es dunkel und man braucht Licht, um etwas sehen zu können. Deswegen sehen wir alle nachts kaum etwas.“
Luke antwortet ruhig: „Wow, danke, du hast mir jetzt in kürzester Zeit so viele Antworten gegeben, mir zugehört und mir damit so weitergeholfen“ – und plötzlich beginnt Lukes Horn leicht zu leuchten und ein helles Licht erstrahlt.
Das weiße Einhorn spricht freudig: „Sieh mal, Luke! Ich wusste doch, dass du besonders bist. Dein Horn kann uns allen in dunklen, ungewissen Zeiten Licht und Klarheit schenken. Du bist ein toller Junge, kleiner Luke! Bleib immer so, wie du bist! Und vielleicht kannst du mal mit dem Licht aus deinem Horn das Dunkle und die Nacht erkunden und somit auch auf diese Frage eine Antwort finden.“
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