Glücklich sein mit Märchen
EUR 22,90
Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 164
ISBN: 978-3-7116-1877-1
Erscheinungsdatum: 31.08.2026
Märchen voller Fantasie, Hoffnung und Lebensweisheit: Diese Geschichten entführen Jung und Alt in zauberhafte Welten, in denen Mut, Freundschaft und Güte über das Böse siegen und wertvolle Lehren fürs Leben verborgen liegen.
Die beschwerliche Reise nach Schloss Charlottenburg
Es lebte einst in einer Stadt ein Kaufmann namens Sebastian, der mit Tuch und Stoffen handelte. Schöne Stoffe waren darunter aus Brokat und Seide in den schönsten, leuchtendsten Farben. Der Kaufmann war in den besten Jahren, kräftig und noch voller Tatendrang. Er hatte einen einzigen Sohn namens Christopher, der sein ganzer Stolz war. Für sein junges Alter war Christopher gebildet, wissbegierig und hatte gutes Benehmen. Der Jüngling sollte Kaufmann werden.
Eines Tages nahm Sebastian seinen Sohn zur Seite und sagte ihm, er wolle ihn zu einem tüchtigen Kaufmann namens Tobias zur Ausbildung schicken. Tobias sei ein erfahrener Tuch-Kaufmann und werde Christopher gute kaufmännische Kenntnisse vermitteln. Christopher dankte dem Vater für seine Fürsorge und erwiderte, dass er danach reisen und die Welt sehen wolle. Sebastian stimmte zu. Nach der Ausbildung, zwei Jahre waren vergangen, machte sich Christopher auf die beschwerliche Reise zu einem fernen Land. Er kam an einen See. Der war so groß, dass man das andere Ufer nicht sehen konnte. Er wollte den See umrunden, oftmals nahm er eine Postkutsche.
Nach drei Tagen erreichte er das Ende des Sees, hier begann ein großer, dunkler Wald und das sagenumwobene Königreich mit dem traurigen König, von dem er gehört hatte. Er hatte auch von der schönen Prinzessin Charlotte gehört, deren Schönheit über die Grenzen des Königreiches hinaus bekannt war. Für das Durchqueren des dunklen Waldes auf wenigen Wegen waren fünf Tagesmärsche notwendig. Die hohen Bäume standen so dicht, dass ihre Baumkronen das Sonnenlicht nur wenig auf den Waldboden gelangen ließen. Es gab viele Tiere, wie Hase, Fuchs, Reh und Hirsch und wilde, teils gefährliche Tiere. Es gab auch Braunbären und den Wolf. Natürlich viele Arten von Waldvögeln, die den ganzen Tag sangen.
Die wenigen Leute, die Christopher traf und fragen konnte, antworteten ihm auf seine Frage zu einem Drachen ängstlich und leise oder überhaupt nicht. Man nannte den Drachen Drago. Er könne auch fliegen und Feuer speien. Allerdings stellte Christopher fest, keiner der Leute, die er fragen konnte, habe den Drachen gesehen, mindestens seit sechs Generationen nicht, also 200 Jahre lang. In dem Gebirge, was sich an den dunklen, furchterregenden Wald anschloss, gab es angeblich eine große Felshöhle, dort, wo der Wald aufhört. Hier wohnte der Drache.
Christopher durchquerte fünf Tage lang den dunklen Wald, er traf dort niemanden und erreichte eine Waldlichtung. In den Abendstrahlen der Sonne sah er das Schloss Charlottenburg mit einem wunderschönen Park.
Es war bekannt, dass der König eine wunderschöne Tochter hatte, die auch im Schloss lebte, aber nicht heiraten wollte. Der König war nicht nur deshalb traurig, sondern weil die Königin, die Mutter Charlottes, gestorben war.
Eines Tages beschloss er, dass Charlotte den Mann heiraten sollte, der den geheimnisvollen, dunklen Wald durchqueren konnte, ohne sich zu fürchten. Viele Prinzen und Edelmänner aus der ganzen Welt kamen, um die Prinzessin zu heiraten. Einige wagten sich in den dunklen Wald, kehrten aber nicht zurück. Christopher trat vor den König und bat um die Hand der Prinzessin. Die Antwort des Königs lautete: Wer den geheimnisvollen, dunklen Wald durchqueren kann, der darf meine Tochter heiraten. Christopher war tapfer und ging in den dunklen Wald und fürchtete sich nicht. Er hatte ein reines Herz und mit seinem Mut durchquerte er den Wald. Charlotte war beeindruckt von seinem Mut und seiner Tapferkeit und stimmte einer Hochzeit zu.
Der König war glücklich und zur Hochzeit kam auch Christophers Vater ins Schloss. Und so lebten sie glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage.
Der goldene Schwan
Es war einmal ein Fischerjunge. Vor langer, langer Zeit lebte er an einem See mit seinen Eltern in einer alten Kate, einem alten Haus. Sie waren arm. Die Fenster und das Dach waren undicht und insbesondere im Winter kamen Wind und Kälte in das alte Haus. Aber es fehlten Dukaten, das Haus zu reparieren. Der Fischerjunge und seine Eltern lebten gerade von dem, was sie an Fischen fingen. Nur manchmal konnten sie Fische in der nächsten Stadt verkaufen, oftmals aber reichte es gerade nur dazu, selbst satt zu werden. An einem kalten Wintertag, die Bäume trugen an ihren Zweigen dicke gefrorene Wassertropfen, ging der Fischerjunge aus seinem Haus an den Strand. Er schaute auf den zugefrorenen See, der von Weitem glitzerte. Die Sonne stand tief, es ging kein Wind.
Plötzlich wurde er durch ein Blinken auf dem See aufmerksam. Er ging näher an das Ufer, um es in der Abendsonne besser zu sehen. Es war ein junger Schwan, der im Eis eingefroren war und sich nicht selbst befreien konnte. Der Fischerjunge zögerte nicht, sammelte am Strand alte herumliegende Äste und schob sich auf das Eis vorsichtig zu dem Schwan. Er zerschlug das Eis, hob vorsichtig das Tier aus dem Wasser und nahm es auf den Arm. Er kehrte zum Strand zurück.
Bibbernd vor Kälte, darauf bedacht, nicht in das Eis einzubrechen. Der Schwan war geschwächt, deshalb nahm der Fischerjunge das junge Tier und lagerte es in einem kleinen Holzschuppen auf Stroh nahe am Haus. Der Schwan blieb den ganzen Winter bei ihm. Es wurde Frühling, die Vögel sangen und es blühte und grünte überall. Eines Morgens war der Schwan verschwunden. Der Fischerjunge ging wieder seiner Arbeit nach, um am Strand seine Fischernetze zu flicken. Da sah er plötzlich einen goldenen Schwan auf dem Wasser funkelnd und glitzernd auf ihn zuschwimmen. Der Fischerjunge traute seinen Augen nicht. Ein Schwan mit goldenem Gefieder! Plötzlich schüttelte sich der Schwan ganz kräftig und eine edle Gestalt kam zum Vorschein. Ich bin ein verzauberter Prinz und möchte dir für die Hilfsbereitschaft und Pflege über die Wintermonate danken. Du hast einen Wunsch frei. Der Fischerjunge dachte nicht lange darüber nach und bat um Golddukaten, um das Elternhaus reparieren zu können.
Er ging nach Hause und fand tatsächlich überraschend einen Krug voller Golddukaten hinter der Tür stehen.
Die Eltern und der Fischerjunge freuten sich sehr und das Haus konnte wieder instand gesetzt werden.
Die Armut und die Not hatten nun ein Ende, so lebten sie glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.
Der Wettkampf der Tiere
An einem schönen Tag im Sommer versammelten sich die Tiere des Waldes auf einer Lichtung, um eine Angelegenheit zu besprechen. Die Sonne konnte ihre Strahlen bis auf den Waldboden schicken. Es sollte heute ein ganz besonderer Tag werden, denn die Tiere des Waldes wollten einen Wettkampf besprechen. Es waren viele Tiere erschienen: der Habicht, die Eule, die Maus, der Hase sowie Marder, Wildkatze, Fuchs, Wildschwein, Wolf, Reh und Hirsch. Sie sammelten sich in einem Kreis und die Maus eröffnete das Treffen mit einer Ansprache. Die Maus sagte, es sei jetzt an der Zeit, dass sie ihren Wettkampf besprechen. Die Eule und der Habicht erklärten vorlaut, dass ein Wettkampf auch das Fliegen einbeziehen müsste. Da schritt die Maus ein und sagte in Bezug auf die Eule: du? Du verfolgst mich abends und in der Nacht und ich muss immer um mein Leben fürchten. Und genauso ist es auch mit dem Habicht. Wie kann ich also einen Wettkampf mit euch beiden führen, wenn ihr mir nach dem Leben trachtet? Beide, die Eule und der Habicht, waren beleidigt und sie sagten: hier haben wir eigentlich nichts verloren und wir können ja doch nicht mitmachen. Sie breiteten die Flügel aus und flogen davon.
Die Maus fragte nun die Tiere des Waldes: Wer hat denn nun Vorschläge, wie wir den Wettkampf gestalten können? Der Hase sagte: wir machen einen Laufwettbewerb, ich bin sowieso der Schnellste. Der Wolf meinte, dass ein Wettbewerb notwendig sei, bei dem man besondere Kraft zeigen müsste, hierfür würde er gut geeignet sein. Verschiedene andere Tiere machten weitere Vorschläge, so wie zum Beispiel der Fuchs, der meinte, man könnte ja einen Wettbewerb machen, indem man einen Schatz erschnüffeln müsse.
Die Wildkatze erklärte sehr ruhig, dass es doch nur darauf ankäme, gemeinsam an solchem Wettkampf teilzunehmen. Das bedeutet doch, dass sie nicht nur einen Sieger bestimmen können. Jeder könne dann zeigen, worin er besonders gut ist. Nach vielen Gesprächen einigten sie sich auf drei Wettbewerbe: Rennen, Versteckspiel und Kraftprobe. Das große Rennen für Schnelligkeit sei für Hase, Reh, Hirsch und Wildkatze gedacht. Die Kraftprobe sollten Wildschwein und Wolf durchführen und das Versteckspiel die kleinsten Tiere, die Maus und der Marder.
Der anschließende Wettbewerb machte den teilnehmenden Tieren sehr viel Spaß und war voller Spannung und Überraschung.
Das Schönste war, dass jedes Tier eine Medaille erhielt und alle Sieger waren. Am Ende des Tages erklärte die Maus, dass es also nicht darauf ankommen würde, wer der Größte und Beste ist, sondern dass es besonders wichtig ist, überhaupt mitzumachen.
Damit war ein schöner Tag zu Ende gegangen und alle Tiere waren zufrieden.
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Es lebte einst in einer Stadt ein Kaufmann namens Sebastian, der mit Tuch und Stoffen handelte. Schöne Stoffe waren darunter aus Brokat und Seide in den schönsten, leuchtendsten Farben. Der Kaufmann war in den besten Jahren, kräftig und noch voller Tatendrang. Er hatte einen einzigen Sohn namens Christopher, der sein ganzer Stolz war. Für sein junges Alter war Christopher gebildet, wissbegierig und hatte gutes Benehmen. Der Jüngling sollte Kaufmann werden.
Eines Tages nahm Sebastian seinen Sohn zur Seite und sagte ihm, er wolle ihn zu einem tüchtigen Kaufmann namens Tobias zur Ausbildung schicken. Tobias sei ein erfahrener Tuch-Kaufmann und werde Christopher gute kaufmännische Kenntnisse vermitteln. Christopher dankte dem Vater für seine Fürsorge und erwiderte, dass er danach reisen und die Welt sehen wolle. Sebastian stimmte zu. Nach der Ausbildung, zwei Jahre waren vergangen, machte sich Christopher auf die beschwerliche Reise zu einem fernen Land. Er kam an einen See. Der war so groß, dass man das andere Ufer nicht sehen konnte. Er wollte den See umrunden, oftmals nahm er eine Postkutsche.
Nach drei Tagen erreichte er das Ende des Sees, hier begann ein großer, dunkler Wald und das sagenumwobene Königreich mit dem traurigen König, von dem er gehört hatte. Er hatte auch von der schönen Prinzessin Charlotte gehört, deren Schönheit über die Grenzen des Königreiches hinaus bekannt war. Für das Durchqueren des dunklen Waldes auf wenigen Wegen waren fünf Tagesmärsche notwendig. Die hohen Bäume standen so dicht, dass ihre Baumkronen das Sonnenlicht nur wenig auf den Waldboden gelangen ließen. Es gab viele Tiere, wie Hase, Fuchs, Reh und Hirsch und wilde, teils gefährliche Tiere. Es gab auch Braunbären und den Wolf. Natürlich viele Arten von Waldvögeln, die den ganzen Tag sangen.
Die wenigen Leute, die Christopher traf und fragen konnte, antworteten ihm auf seine Frage zu einem Drachen ängstlich und leise oder überhaupt nicht. Man nannte den Drachen Drago. Er könne auch fliegen und Feuer speien. Allerdings stellte Christopher fest, keiner der Leute, die er fragen konnte, habe den Drachen gesehen, mindestens seit sechs Generationen nicht, also 200 Jahre lang. In dem Gebirge, was sich an den dunklen, furchterregenden Wald anschloss, gab es angeblich eine große Felshöhle, dort, wo der Wald aufhört. Hier wohnte der Drache.
Christopher durchquerte fünf Tage lang den dunklen Wald, er traf dort niemanden und erreichte eine Waldlichtung. In den Abendstrahlen der Sonne sah er das Schloss Charlottenburg mit einem wunderschönen Park.
Es war bekannt, dass der König eine wunderschöne Tochter hatte, die auch im Schloss lebte, aber nicht heiraten wollte. Der König war nicht nur deshalb traurig, sondern weil die Königin, die Mutter Charlottes, gestorben war.
Eines Tages beschloss er, dass Charlotte den Mann heiraten sollte, der den geheimnisvollen, dunklen Wald durchqueren konnte, ohne sich zu fürchten. Viele Prinzen und Edelmänner aus der ganzen Welt kamen, um die Prinzessin zu heiraten. Einige wagten sich in den dunklen Wald, kehrten aber nicht zurück. Christopher trat vor den König und bat um die Hand der Prinzessin. Die Antwort des Königs lautete: Wer den geheimnisvollen, dunklen Wald durchqueren kann, der darf meine Tochter heiraten. Christopher war tapfer und ging in den dunklen Wald und fürchtete sich nicht. Er hatte ein reines Herz und mit seinem Mut durchquerte er den Wald. Charlotte war beeindruckt von seinem Mut und seiner Tapferkeit und stimmte einer Hochzeit zu.
Der König war glücklich und zur Hochzeit kam auch Christophers Vater ins Schloss. Und so lebten sie glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage.
Der goldene Schwan
Es war einmal ein Fischerjunge. Vor langer, langer Zeit lebte er an einem See mit seinen Eltern in einer alten Kate, einem alten Haus. Sie waren arm. Die Fenster und das Dach waren undicht und insbesondere im Winter kamen Wind und Kälte in das alte Haus. Aber es fehlten Dukaten, das Haus zu reparieren. Der Fischerjunge und seine Eltern lebten gerade von dem, was sie an Fischen fingen. Nur manchmal konnten sie Fische in der nächsten Stadt verkaufen, oftmals aber reichte es gerade nur dazu, selbst satt zu werden. An einem kalten Wintertag, die Bäume trugen an ihren Zweigen dicke gefrorene Wassertropfen, ging der Fischerjunge aus seinem Haus an den Strand. Er schaute auf den zugefrorenen See, der von Weitem glitzerte. Die Sonne stand tief, es ging kein Wind.
Plötzlich wurde er durch ein Blinken auf dem See aufmerksam. Er ging näher an das Ufer, um es in der Abendsonne besser zu sehen. Es war ein junger Schwan, der im Eis eingefroren war und sich nicht selbst befreien konnte. Der Fischerjunge zögerte nicht, sammelte am Strand alte herumliegende Äste und schob sich auf das Eis vorsichtig zu dem Schwan. Er zerschlug das Eis, hob vorsichtig das Tier aus dem Wasser und nahm es auf den Arm. Er kehrte zum Strand zurück.
Bibbernd vor Kälte, darauf bedacht, nicht in das Eis einzubrechen. Der Schwan war geschwächt, deshalb nahm der Fischerjunge das junge Tier und lagerte es in einem kleinen Holzschuppen auf Stroh nahe am Haus. Der Schwan blieb den ganzen Winter bei ihm. Es wurde Frühling, die Vögel sangen und es blühte und grünte überall. Eines Morgens war der Schwan verschwunden. Der Fischerjunge ging wieder seiner Arbeit nach, um am Strand seine Fischernetze zu flicken. Da sah er plötzlich einen goldenen Schwan auf dem Wasser funkelnd und glitzernd auf ihn zuschwimmen. Der Fischerjunge traute seinen Augen nicht. Ein Schwan mit goldenem Gefieder! Plötzlich schüttelte sich der Schwan ganz kräftig und eine edle Gestalt kam zum Vorschein. Ich bin ein verzauberter Prinz und möchte dir für die Hilfsbereitschaft und Pflege über die Wintermonate danken. Du hast einen Wunsch frei. Der Fischerjunge dachte nicht lange darüber nach und bat um Golddukaten, um das Elternhaus reparieren zu können.
Er ging nach Hause und fand tatsächlich überraschend einen Krug voller Golddukaten hinter der Tür stehen.
Die Eltern und der Fischerjunge freuten sich sehr und das Haus konnte wieder instand gesetzt werden.
Die Armut und die Not hatten nun ein Ende, so lebten sie glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.
Der Wettkampf der Tiere
An einem schönen Tag im Sommer versammelten sich die Tiere des Waldes auf einer Lichtung, um eine Angelegenheit zu besprechen. Die Sonne konnte ihre Strahlen bis auf den Waldboden schicken. Es sollte heute ein ganz besonderer Tag werden, denn die Tiere des Waldes wollten einen Wettkampf besprechen. Es waren viele Tiere erschienen: der Habicht, die Eule, die Maus, der Hase sowie Marder, Wildkatze, Fuchs, Wildschwein, Wolf, Reh und Hirsch. Sie sammelten sich in einem Kreis und die Maus eröffnete das Treffen mit einer Ansprache. Die Maus sagte, es sei jetzt an der Zeit, dass sie ihren Wettkampf besprechen. Die Eule und der Habicht erklärten vorlaut, dass ein Wettkampf auch das Fliegen einbeziehen müsste. Da schritt die Maus ein und sagte in Bezug auf die Eule: du? Du verfolgst mich abends und in der Nacht und ich muss immer um mein Leben fürchten. Und genauso ist es auch mit dem Habicht. Wie kann ich also einen Wettkampf mit euch beiden führen, wenn ihr mir nach dem Leben trachtet? Beide, die Eule und der Habicht, waren beleidigt und sie sagten: hier haben wir eigentlich nichts verloren und wir können ja doch nicht mitmachen. Sie breiteten die Flügel aus und flogen davon.
Die Maus fragte nun die Tiere des Waldes: Wer hat denn nun Vorschläge, wie wir den Wettkampf gestalten können? Der Hase sagte: wir machen einen Laufwettbewerb, ich bin sowieso der Schnellste. Der Wolf meinte, dass ein Wettbewerb notwendig sei, bei dem man besondere Kraft zeigen müsste, hierfür würde er gut geeignet sein. Verschiedene andere Tiere machten weitere Vorschläge, so wie zum Beispiel der Fuchs, der meinte, man könnte ja einen Wettbewerb machen, indem man einen Schatz erschnüffeln müsse.
Die Wildkatze erklärte sehr ruhig, dass es doch nur darauf ankäme, gemeinsam an solchem Wettkampf teilzunehmen. Das bedeutet doch, dass sie nicht nur einen Sieger bestimmen können. Jeder könne dann zeigen, worin er besonders gut ist. Nach vielen Gesprächen einigten sie sich auf drei Wettbewerbe: Rennen, Versteckspiel und Kraftprobe. Das große Rennen für Schnelligkeit sei für Hase, Reh, Hirsch und Wildkatze gedacht. Die Kraftprobe sollten Wildschwein und Wolf durchführen und das Versteckspiel die kleinsten Tiere, die Maus und der Marder.
Der anschließende Wettbewerb machte den teilnehmenden Tieren sehr viel Spaß und war voller Spannung und Überraschung.
Das Schönste war, dass jedes Tier eine Medaille erhielt und alle Sieger waren. Am Ende des Tages erklärte die Maus, dass es also nicht darauf ankommen würde, wer der Größte und Beste ist, sondern dass es besonders wichtig ist, überhaupt mitzumachen.
Damit war ein schöner Tag zu Ende gegangen und alle Tiere waren zufrieden.
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