Cover: Fäderlis Traum vom Fliegen

Fäderlis Traum vom Fliegen


EUR 27,90

Format: 29,7 x 21 cm Querfor
Seitenanzahl: 48
ISBN: 978-3-99130-483-8
Erscheinungsdatum: 23.05.2024
Fäderli ist ein etwas verrücktes Kätzchen, das sich in den Kopf setzt, wie Vögel fliegen zu können. Nach vielen unermüdlichen Flugversuchen erleidet es eine herbe Bruchlandung und lernt dabei zu akzeptieren, dass Katzen klettern, aber nicht fliegen können.

Zuoberst in einem hohen Haus mitten in der Stadt lebt die rote Katze Marga mit Kater Peppi in einer Wohnung mit einer schönen Dachterrasse. Herr und Frau Stierli hegen und pflegen ihre beiden Katzen fast wie eigene Kinder. Besonders angetan sind sie von den jungen Kätzchen, die Katzenmama Marga alle paar Jahre zur Welt bringt. So auch dieses Jahr. An einem Sonntagmorgen ist es so weit. Marga bringt 5 junge Kätzchen zur Welt und legt sie sorgsam in den großen Korb, den Frau Stierli bereitgestellt hat. Marga leckt jedes der Neugeborenen liebevoll trocken. Die noch blinden Kätzchen haben Hunger und krabbeln ungelenk übereinander beim Versuch, an die Zitzen ihrer Mutter zu gelangen. Immer wieder stoßen sie einander weg, um selbst den besten Platz an der Mutterbrust zu ergattern. Vater Peppi aber hält sich während dieser Zeit fern von der Katzenmama und ihrem Nachwuchs und überlässt die Pflege der Jungen ganz seiner Marga.

Das erste Kätzchen, das auf die Welt kam, ist ein Junge mit flauschigem Fell und langen
Haaren. Er sieht aus wie ein helles Karamellbonbon. Darum wird er Amel genannt.

Das zweite Kätzchen ist auch ein Junge mit einem braun getigerten Fell. Es gleicht einer Sundakatze und erhielt den Namen Sidan.

Das dritte Kätzchen, ein Mädchen, hat ein ockerfarbenes Fell. Da es so zart gebaut war, dass man es fast nicht zu berühren wagte, erhielt es den Namen Nolis.

Das graue Kätzchen, das als viertes das Licht der Welt erblickte, liegt meist still im Körbchen. Weil ausruhen auf Hebräisch noach heißt, wird das dritte Bübchen Noac genannt.

Das fünfte Kätzchen ist ein ganz besonderes Mädchen: Es hat grüne Augen und ist rot wie seine Mama, klein und federleicht, als wäre es ein Vögelchen. Daher erhält es den Namen Fäderli.

Nach einer guten Woche öffnen die Kätzchen ihre Äuglein, schlafen aber immer noch die meiste Zeit. Nach weiteren zwei Wochen werden sie immer reger und beginnen, ihr Nest zu erkunden.

Jetzt sind die Kätzchen schon einen guten Monat alt. Sie kriechen aus dem Korb und beginnen, die Welt zu entdecken. Die Kleinen halten Mama Marga mächtig auf Trab. Füttern, putzen und erziehen muss sie die Katzenkinder und kommt vor lauter Fürsorge kaum mehr zur Ruhe.

Amel, Sidan, Nolis, Noac und Fäderli erforschen jede kleinste Ecke im Zimmer, spielen mit Frau Stierlis Strickzeug, naschen aus umgeworfenen Gläsern und klettern auf und kriechen unter jedes Möbelstück. Mutter Marga hat die größte Not, die übermütige Schar zusammenzuhalten und am Abend heim ins Körbchen zu kriegen. Auch Herr und Frau Stierli müssen aufpassen, nicht auf ein herumstrolchendes Kätzchen zu treten.

Nichts im Haus ist vor den neugierigen Katzenpfoten mehr sicher. Sie klettern an Tischtüchern hoch und spielen gar mit den Bildern an der Wand. Die fröhliche Katzenschar zeigt sich nimmermüde auf ihren Forschungsreisen. Noac ist ein guter Turner und entdeckt den Vorhang als Kletterbaum. Sidan kriecht hinter den Wandschrank und bleibt stecken, sodass Frau Stierli ihn hervorziehen muss, um den Festsitzenden zu befreien. Nolis entdeckt die farbigen Glaskugeln im Kelch. Sie lässt nicht locker, bis das Gefäß polternd zu Boden fällt und die Kugeln in alle Richtungen davon kullern. Amel, mit dem Tischtuchzipfel zwischen den Zähnen, wundert sich über die tollkühnen Spiele seiner Geschwister. Stundenlang spielen die jungen Kätzchen ausgelassen unter den wachsamen Augen von Marga und Peppi.

Nur Fäderli, das kleinste und feinste der Kätzchen, hat anderes im Sinn. Es schleicht sich bei jeder Gelegenheit auf die Terrasse und legt sich unter den großen Kaktus, wo es ungestört die Vögel beobachten kann. Wie leicht und elegant sich diese Tiere in die Luft schwingen! Je länger es den Vögeln zuschaut, desto mehr wünscht es, auch fliegen zu können. Bald nimmt der Traum vom Fliegen Fäderlis ganzes Denken ein. Es stellt sich vor, dass Fliegen reine Übungssache und bestimmt keine Hexerei sei.

In der Nacht träumt Fäderli, ganz leicht zu werden, abzuheben und in die weite Welt hinauszufliegen. Am Morgen begibt es sich gleich auf die Terrasse und beginnt mit den Flugübungen. Erst steigt es auf den Rand des Blumentopfes und versucht, auf den Kaktus zu klettern, um so von geringer Höhe zum ersten Flug anzusetzen.
5 Sterne
künstlerisch und literarisch hervorragend gestaltet - 12.04.2026
Matthias Eugster

Dieses Buch ist ein wunderschönes Bilderbuch und begeistert mit der Geschichte Kinder wie deren Vorleser. Es ist auch für Kinder die in der Leselernphase stecken hervorragend geeignet. Sehr ansprechend sind auch die Bilder in Form und Farbe. Hohe Qualität des Buches

5 Sterne
Schönes und intelligentes Kinderbuch - 18.10.2024
Peter Schoch

Die Geschichte des Katzenkindes Fäderli, das versucht, den Vögeln gleich fliegen zu können, ist nicht nur amüsant, sondern auch sehr schön illustriert. Bilder und Geschichte werfen bei kleineren Kindern immer wieder Fragen auf, die von dem Vorleser/der Vorleserin erklärt werden können und den Kindern damit Wissen vermitteln. Auch Fäderli lernt seine Lektion. Seine Geschichte ist nicht die eines überheblichen Ikarus, sondern die eines Katzenkindes, das auf dem Weg, erwachsen zu werden, weiser wird und lernt, das Unmögliche zu akzeptieren.

5 Sterne
Zraumhaft - 04.06.2024
KATHARINA NILL

Das Buch ist wirklich einfach zauberhaft. Toller Text mit diesen vielen stimmigen Bildern untermalt, macht das Buch einzigartig. Bravo

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