Cover: Antomas Knödel, Meisterdetektiv

Antomas Knödel, Meisterdetektiv
Ein Vorlese- und Suchbuch


EUR 22,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 94
ISBN: 978-3-7116-0707-2
Erscheinungsdatum: 27.08.2025
Hilf Antomas Knödel, dem besten Detektiv der Stadt,seine kniffligen Fälle zu lösen! Ob verlorene Hunde oder Diebe auf hoher See – mitdiesem Vorlese- und Such-Buch haben auch die Vorlesenden ihren Spaß. Los geht´s –stürzt euch gemeinsam in Antomas´ haarsträubende Abenteuer und knackt die Rätsel! 
Der Job ist hart, knallhart!


Antomas Knödel, der stadtbekannte Detektiv, saß in seinem Lieblingslokal und starrte frustriert auf die Linsensuppe, die ihm Sonja, die Servicekraft, hingestellt hatte. Eigentlich hatte er Schnitzel mit Pommes bestellt – sein Leibgericht. Aber leider hatte Sonja üble Laune und Antomas wollte ihr lieber nicht sagen, dass sie ihm das falsche Essen gebracht hatte. Außerdem hatte er einen Riesenhunger. Er beschloss also, die Suppe zu essen und sich dafür mit einer großen Portion Nougatknödel mit Vanillesoße zu belohnen.

Nachdem er die Linsensuppe tapfer runtergewürgt hatte, wollte er sich gerade über die Knödel hermachen, die Sonja ihm zum Glück ordnungsgemäß gebracht hatte, da zupfte ihn jemand am Ärmel. Ein kleines Mädchen mit Zöpfen und Zahnlücke stand neben ihm und fragte höflich: „Sind Sie Herr Knödel, der Detektiv?“ „Äh … jaaaa…?“, antwortete Antomas zögerlich. Er war nicht glücklich über die Störung! „Fein! Dann können Sie mir bestimmt helfen!“, stellte das Mädchen fest und erklärte Antomas die Sachlage: „Ich war vorhin mit meinem Hund im Park. Er ist noch ganz jung, also noch ein Welpe. Ich heiße übrigens Mira.“
Mira wartete kurz, damit Antomas die Information verdauen konnte. Antomas saß da, den Löffel in der Hand, und war schon wieder frustriert – die Nougatknödel wurden langsam kalt und die herrliche Vanillesoße bekam schon eine Haut!!!
„Jaaaa …???!!!“, sagte er auffordernd und wedelte ungeduldig mit der Hand. „Mücke – mein Hund – war echt richtig brav und folgsam, da hab ich die Leine abgemacht. Aber dann hat er einen anderen Hund gesehen und ist weggelaufen!!! Ich hab ihn schon überall gesucht und kann ihn einfach nicht finden! Aber gerade hab ich Sie durchs Fenster gesehen und gedacht, Sie könnten mir vielleicht beim Suchen helfen?“, erklärte Mira und sah Antomas aus großen, hoffnungsvollen Augen an. „Ich kann Sie bezahlen, ich habe fünf Euro. Nächsten Samstag, wenn ich mein Taschengeld kriege.“
Antomas warf einen sehnsüchtigen Blick auf seine erkaltenden Knödel in ihrer immer schrumpeliger werdenden Soße. „Also – natürlich helfe ich dir. Bezahlen musst du nichts, aber bitte lass mich erst meine Nougatknödel essen, ok? Dann finden wir deinen Hund“, drängte er, aber davon wollte seine kleine Auftraggeberin nichts wissen: „Nein, wir müssen jetzt gleich los! Sonst ist Mückes Vorsprung zu groß und wir finden ihn womöglich nie wieder!!!“
Mira schob eine zitternde Unterlippe vor und sah Antomas so bittend an, dass er sich seinem Schicksal ergab. Er ließ seine unangetasteten Nougatknödel zähneknirschend stehen und folgte Mira nach draußen. Kulinarisch gesehen war das heute einfach nicht sein Tag. Aber er war nicht umsonst der beste Detektiv der Stadt: Er half, wenn er gebraucht wurde. Der Job war manchmal eben hart, knallhart.

Kannst du Antomas und Mira helfen, den kleinen Hund Mücke zu finden?




Der Besuch der alten Dame


Teil 1

Antomas Knödel, der berühmte Detektiv, erwachte. Er gähnte und reckte und streckte sich wohlig. Dann wackelte er mit den Zehen und setzte sich im Bett auf. Herrlich, es war Samstag, er hatte frei und die Sonne lachte vom Himmel!

Fröhlich pfeifend ging Antomas ins Bad, erledigte, was er zu erledigen hatte, und dann machte er sich ein fantastisches Frühstück! Antomas liebte es zu frühstücken! Es gab Eier und Speck, Nutellatoast, Früchtequark, Gurken, Würstchen, Sauerkrautsaft (das soll gut sein für die Verdauung und macht eine schöne Haut, hatte er mal irgendwo gehört), ein paar Bratkartoffeln vom Vortag und was der Kühlschrank sonst noch so hergab.
Während er genüsslich vor sich hinmampfte, machte er Pläne für den Tag. Er wollte den schönen Sommertag voll und ganz auskosten! Enten füttern, in den Zoo gehen, Boot fahren, an den See radeln, schwimmen oder wandern … oder, oder, oder.

Antomas seufzte voller Vorfreude und ging zur Wohnungstür, um die Zeitung hereinzuholen. Als er beschwingt durch den Flur wuselte, fiel ihm aus den Augenwinkeln etwas auf seinem Kalender auf der Kommode auf. (Er war schließlich Detektiv, ihm entging nicht viel!) Er wurde langsamer und auf seiner Stirn erschien seine Denkfalte. Ein Termin? Antomas blieb stehen und die Denkfalte wurde tiefer. Heute, am Samstag??? Antomas ging drei Schritte rückwärts und beäugte den Kalender genauer: Da stand – Antomas erbleichte – 14 Uhr, Tante Trudi Besuch! Dickes Ausrufezeichen!!!
Er fühlte, wie sein ziemlich voller Magen vor lauter Schreck einen mühsamen Salto schlug und konnte gerade noch verhindern, dass das gewaltige Frühstück wieder rauskam! Tante Trudi? Echt, diesen Samstag??? Antomas warf einen gehetzten Blick durch die Wohnung – hier sah es aus wie nach einem Überfall der Vandalen! Antomas war da ja eher locker, seine Tante aber leider gar nicht! Ein Blick auf die Uhr … es war schon nach neun!!! Gut, gut, keine Panik, nicht zu ändern, aber ein Schlachtplan musste her, und zwar sofort!
Zuerst: Er musste aufräumen! Aber oh Graus, wohin mit all dem Zeug?! Das konnte doch unmöglich alles von ihm sein? Von wem denn sonst, es ist jedes Mal das Gleiche, schimpfte er sich selbst. Also aufräumen, danach putzen, vor allem die Küche und das Bad! Wann hatte er das eigentlich das letzte Mal gemacht? So wie es aussah, dieses Jahr wohl noch nicht.
Hektisch wühlte er im Badezimmerschrank nach dem Putzzeug, er fand es aber nicht!!! War es in der Küche? Nein! Hatte er überhaupt eines? Antomas raufte sich die borstigen Haarbüschel über den Ohren und überlegte verzweifelt – und dann kam ihm die rettende Idee:

Das Putzzeug muss in der Abstellkammer sein! Bitte hilf ihm, es zu finden! Beeil dich!!!




Der Besuch der alten Dame


Teil 2

Das Putzzeug war da und es sah aus wie neu. Antomas schrubbte schwitzend das Bad, das es wirklich nötig hatte. In der Wanne war ein brauner Rand, den er sich überhaupt nicht erklären konnte!
Antomas galoppierte auf – Quatsch! – mit dem Staubsauger durch das Wohnzimmer, riss die Fenster zum Lüften auf und warf dabei einen Blumentopf auf den Boden. Dessen völlig vertrockneter Inhalt zerfiel augenblicklich zu Staub und saute den frisch gesaugten Boden ein. Antomas saugte fluchend nochmal und schleppte sich dann in die Küche, um etwas zu trinken.

Die Sonne lachte immer noch, haha, und beleuchtete den Zustand seiner Fenster gnadenlos. Au Backe, waren die dreckig – man konnte ja gerade noch sehen, ob es draußen hell oder dunkel war! Antomas knirschte mit den Zähnen und ließ die Rollos herunter. So, Problem gelöst!
Er sah auf die Uhr und bekam fast einen Herzinfarkt: Es war schon halb eins!!! Er musste noch Kuchen besorgen und etwas Schlagsahne und vielleicht Saft oder doch einen Likör? Außerdem war er schweißgebadet und roch dementsprechend, also musste er auch noch duschen.
Antomas rannte sinnlos zwischen Bad und Flur hin und her, während er überlegte, was er zuerst machen sollte. Erst würde er einkaufen gehen. Bestimmt müsste er rennen und käme dabei wieder ins Schwitzen – sinnlos, vorher zu duschen.

Er räumte schnell, schnell die Küche fertig auf, scheuerte die Böden, wischte Staub – ach du weißt ja selber, wie es ist, wenn du dein Zimmer aufräumen musst. Dann schnappte er sich Schlüssel und Geldbeutel und fiel wenig später im Café Roseneck ein wie eine Herde panischer Bisons.
Die aufgeschreckte Verkäuferin packte ihm hektisch sechs verschiedene Tortenstücke ein (keine Ahnung, welches die Lieblingstorte seiner Tante war, er kaufte deshalb einfach von jeder Torte ein Stück), dann machte er noch einen Abstecher zum Supermarkt. Er kaufte einen Saft, Schlagsahne und eine Flasche Eierlikör und schnell wie der Wind war Antomas wieder zu Hause. Nun musste er nur noch duschen und den Kaffeetisch decken … Ha! Er war unschlagbar!
...

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