Cover: Der Schnitt

Der Schnitt
Erlebnisse mit dem Prostatakrebs


EUR 25,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 184
ISBN: 978-3-99185-049-6
Erscheinungsdatum: 08.01.2026
Krebs haben, erleben, behandeln, heilen und weiterleben. Das verändert das gesamte Leben, nicht nur das eigene. Wohlgemerkt: Der Krebs verändert die Beziehungen und mich sowie das ganze Leben. Nichts kann mehr weitergehen wie zuvor …
Einführung


Ich gratuliere Ihnen zu Ihrem Mut, dieses Buch zu erwerben – und zu lesen. Insbesondere gratuliere ich Ihnen für Ihre Bereitschaft, sich den Themen zu widmen und sie mit Ihren eigenen Erlebnissen, Erfahrungen, Kenntnissen, Interessen und Ihrer Betroffenheit zu verbinden.
Die Erfolge in der Krebsforschung legen immer stärker offen, wie ein Krebs immer früher erkannt, diagnostiziert, behandelt, entfernt oder gar geheilt werden kann. Wenn auch nicht im Moment, so doch alsbald. Wann es so weit ist und für welche Krebsarten es gilt, wird sich zeigen.
Wer einen Krebs hat, dem helfen die bisherigen Erfolge und Therapien. Hierüber wird allenthalben ausführlich, sowohl in leicht verständlicher Art und Weise, als auch im wissenschaftlichen Diskurs, gesprochen und berichtet, auch und gerade über die Unterschiede und Vorteile der einzelnen Therapien.
Wer nichts von Krebs wissen will, an dem gehen die Informationen auch dann vorbei, wenn er bereits einen unentdeckten oder sich entwickelnden Krebs haben sollte.

Lange vor einer Erkrankung entwickelt der Körper Symptome und der Geist Hinweise, „dass da etwas nicht stimmt oder etwas nicht in Ordnung ist oder sein kann“. Wird der Krebs dann zufällig oder bei einer Untersuchung entdeckt, gibt es kein Halten mehr: Die Auseinandersetzungen mit dem bisherigen, aktuellen und künftigen Leben werden unausweichlich erzwungen. Sie können nicht mehr verschoben, umgangen, ignoriert, verleugnet oder beendet werden. Die Auseinandersetzungen sind auf eine höchstpersönliche Art und Weise zu leisten. Es bleibt zunächst eine private Entscheidung.
Das ändert sich, wenn die Angst vor dem Krebs beginnt und zunimmt, wenn Befunde einen Krebsverdacht nicht mehr ausschließen können und weitere Untersuchungen verordnet, angeordnet, empfohlen oder durchgeführt werden. Was dann geschieht und wie es geschieht, ist in diesem Buch chronologisch beschrieben, so wie es der Autor erlebte. Die Parallelen zu den aufgeführten Ereignissen in der Welt oder in der näheren Umgebung lassen Verbindungen erkennen, die oftmals verblüffen oder mitunter auch auf den Punkt bringen, worauf es im jeweiligen Moment ankommt oder ankam.

Dieses Buch legt offen, wie der Prostatakrebs sich andeutete, wie er entdeckt und wie er behandelt wurde. Es gibt einen Einblick in die Gedanken und Gefühle, die sich mit dem Krebs verbinden und für die es keine Krebsbehandlung gibt, sondern „nur“ die Aufgabe, den Krebs anzunehmen und mit ihm zu leben und überleben zu können und zu wollen. Nicht nur einmal, sondern immer wieder. Wie oft und wie vielfältig sich die Aufgaben stellten und mit welchen wechselnden Inhalten, Alternativen, Entscheidungen, Möglichkeiten, Chancen und Risiken, wird bereits in den Gliederungen deutlich.

Mit dem Krebs sind auch Fragen des Lebens, des Sterbens und des Todes verbunden. Lassen Sie sich anregen, sich diesen Fragen zu nähern und eigene Antworten zu suchen und zu finden.

Lesen Sie das Buch! Sprechen Sie mit Menschen Ihres Vertrauens darüber! Empfehlen Sie es weiter, wann immer Sie den Eindruck haben, dass die Themen anstehen.




SCHNITT 1:
Vorgeschichten (56–75 Jahre)


Die Vorgeschichten geben Einblick in die ersten Impulse, die wie Rempler in die bisherigen Lebensentscheidungen wirkten und Dellen im Lebenskonzept hinterließen. Es wird ein Vorhang zur Seite geschoben, der den Blick auf einen neuen Horizont freigibt: Die Welt ist unwiderruflich verändert!
Auch wenn Sie schon immer wussten, dass das Leben endlich ist, hat dieses „Wissen“ so lange kaum eine Bedeutung, bis ebendiese Endlichkeit des eigenen (!) Lebens durch ein Ereignis auf die Tagesordnung kommt. Unerwartet, plötzlich, knallhart. Das Wissen, dass das bisherige Leben sich ändern wird, zerstört alle Illusionen, Wünsche und Annahmen, dass es weitergehen könnte wie gewohnt.
Es geht um die Vorstellungen, ob und wenn ja, wie lange man (noch) leben will und wie man alt wird und welches Lebensjahr das letzte sein wird.


Abschnitt 1: Erstmals eine Todesangst erleben

Notizen vom 05.04.2008, 08:16 Uhr: Da ist sie! Zum ersten Mal!!!??? Bewusst!!!??? Die Todesangst. Die Angst vor meinem eigenen Tod. Zum ersten Mal – so meine ich zumindest – glaube ich, die Todesangst bewusst wahrzunehmen. Es ist zum ersten Mal ein beklemmendes Gefühl.
Ich beginne nachzurechnen, wie viel Zeit mir noch im Leben bleiben würde. Ich merke, dass ich meinen Todeszeitpunkt festlegen muss. Dieses Gefühl hatte ich bereits vor einigen Jahren, als ich mich dabei erwischte, dass ich keine Vorstellung über mein Alter jenseits der 60 Jahre hatte. Und deshalb dachte ich mir dieses Projekt aus, um mich zu Vorstellungen zu zwingen, dass es mich jenseits der 60 Jahre noch geben würde.
Zurück zum Todeszeitpunkt: Meine Nachrechnungen bzw. Kalkulationen ergaben, dass ich mindestens 79 Jahre alt werde. Das sind noch 19 Jahre. Dann ist mein Projekt Li Yung zu Ende. (Anmerkung 2022: Es geht um das Projekt, das jetzt unter „Tarotspiel“ noch immer läuft. (Dieses Buch ist ein Teil davon geworden.) Vielleicht benötige ich noch 1–2 Jahre, um die restlichen Dokumentationen zu schaffen, d. h., ich werde mit 81–82 Jahren sterben. Eine Vorstellung über ein Leben danach habe ich nicht. Ich will es mir auch nicht vorstellen – zumindest zurzeit nicht.

Bleibt die Frage, wie ich sterben will. Am liebsten durch einen Entschluss, wie am Abend das Licht im Wohnzimmer auszumachen, ins Bett zu gehen, einzuschlafen und im Traum dort aufzuwachen, was wir Menschen als das Jenseits (von hier) bezeichnen. Ich würde es gar nicht bemerken, dass ich tot bin, denn ich lebe bestimmt im Jenseits weiter. Das stelle ich mir vor wie ein Erlebnis, das ich immer wieder in meinen Träumen habe, auch zurzeit erneut jede Nacht: Ich träume außerordentlich intensiv. Wenn ich aufwache, benötige ich erst einige Sekunden, um festzustellen, auf welcher Ebene ich aufwache: Bis heute war es diese Welt. Aber es wäre für mich überhaupt kein Unterschied, wenn ich in einer meiner Traumwelten aufwachen würde. Wünschen möchte ich mir aber, dass es ein schöner Traum ist, eine schöne Welt, in der ich dann aufwache, und kein Albtraum.

Tatsächlich träumte ich noch keine Träume, in welchen eine Welt bestand, in welcher ich eher aufwachen möchte als in der jetzigen. Die Welten der aufregenden und stimulierenden Träume waren eher Welten von kurzen Episoden, aber keine, die ich für dauerhaft attraktiv hielt. Ich wäre jeweils zu sehr gebunden. Die Welten wären mir zu eng, zu klein, zu einseitig: Die jetzige Welt ist dagegen viel, viel größer und von einer unglaublichen Vielfalt an Optionen. Die Traumoptionen sind dagegen fast Einschränkungen, wie ich sie in meinem Kontext „XV Der Teufel“ beschrieben habe. Der Aktionsradius ist im Traum sehr, sehr winzig gegenüber der realen Welt.

Ein Teil meiner Todesangst ist, diese Optionen endgültig zu verlieren: Ich sehe 60 Jahre Leben hinter mir und etwas über 20 Jahre vor mir. Mein Körper wird älter, mein tatsächlicher Aktionsradius wird kleiner. Ich habe seit wenigen Tagen auch keine Jahreskarte für die Bahn mehr, die mir das freie Reisen innerhalb Deutschlands erlauben würde. Die Neuerungen, die durch die Jugend eingeführt werden, bleiben mir fremd: ihre Musik, ihre Art zu sprechen, ihre Grundüberzeugungen, ihre Art, ihre Beziehungen zu organisieren und zu leben, die Art und Weise, wie sie einerseits ihr Gehirn zu Höchstleistungen bringt und andererseits alles tut, damit es vollgedröhnt wird durch Töne, Drogen oder sonstige Mittel, um die Welt nicht zu sehen und zu akzeptieren, wie sie ist. Vielleicht ist das eine Art von Lebensangst, sich vor der Vielfalt der Welt, so wie mich jetzt die Todesangst beschäftigt, nämlich die Angst vor dem Verlust dieser Vielfalt, dieser unendlich vielen Optionen, zu schützen. Vielleicht ist es die Angst oder die Unfähigkeit der Jugend, sich entscheiden zu wollen oder entscheiden zu können: Es fehlen die Parameter für die Entscheidungen. Die Parameter der Eltern und Erziehungspersonen können es nicht sein, eigene sind bislang nicht entwickelt, was bleibt, sind die Parameter, die eine kurzfristige intensive Nutzung der Optionen, nämlich das extensive Ausleben des Moments, erlauben. Zukunft findet nicht statt: Die Gegenwart zählt.
Meine Todesangst ist ähnlich: Es fehlen mir die Parameter, nach denen ich mein restliches Leben ausrichten will. Natürlich habe ich Wünsche. Aber für die Erfüllung der Wünsche kann ich keine Verantwortung übernehmen. Wohl aber für die Parameter, nach welchen ich mein Leben ausrichte. Das kann einige Wünsche erfüllen, bedeutet aber tatsächlich auch, zu akzeptieren, dass die Zeit für die Erfüllung vieler meiner Wünsche längst vorbei ist oder die Wünsche in Bezug auf mein restliches Leben ihre Bedeutung verändert haben, ja, teilweise bedeutungslos geworden sind.
Fragen beschäftigen mich: Was erwartet mich mit meiner Frau? Sie kränkelt. Will ich mein Leben mit ihr teilen – auch und gerade deswegen, ohne aber zu einem Krankenpfleger zu verkommen? Welche Beziehungsformen eröffnen sich mit meiner Frau für die restlichen Jahre? Ich merke, dass hier ein Kribbeln anfängt: Ich möchte es erleben, mit ihr – und hoffe, sie möchte es auch mit mir. Ich weiß in diesem Moment, wo ich dies schreibe, dass dies nicht ohne bedingungslose Ehrlichkeit und Akzeptanz des jeweils anderen Menschen gehen kann. Die Zeit der Schminke, des Parfüms und des Balzverhaltens ist vorbei: Es bleibt die Nacktheit von Adam und Eva. Nichts, aber auch gar nichts ist anders, als es ist: Alle Illusionen, Zuschreibungen und Hoffnungen sind nüchtern real: Es gibt nichts mehr zu beschönigen, nichts mehr, was besser werden könnte, nichts mehr, was anders werden könnte. Paradoxerweise empfinde ich das jetzt in diesem Moment als sehr entlastend: Es gibt auch keinerlei Aufwand mehr, anders sein zu wollen, als ich bin: Die totale Selbstbejahung und Selbstakzeptanz werden möglich. (Das bedeutet nicht, dass das mich freut: Ich bin konfrontiert mit Teilen, die ich an mir selbst auch nicht schätze – und mit meinen eigenen Solls und den fremden, denen ich folge und die ich für richtig halte.)

Die Todesangst erscheint als Flucht vor dem Leben. Das ist das Risiko für mich: Ich fürchte, dass ich mich zu früh zurückziehen werde und vereinsame. Mir fällt es schwerer, Kontakt zu anderen Menschen aufzunehmen. Ich bin sehr wählerisch geworden: Wo finde ich Menschen, mit denen ich über meine Themen sprechen könnte? Wo finde ich Menschen, mit denen ich meine restlichen Jahre gesellschaftlich gestalten kann und will?
In meiner Umgebung nehmen die Themen Krankheit und Zwickerlein zu. Mich nervt das. Ich habe überhaupt keine Lust, mich mit Leuten zu treffen und meine Zeit zu verbringen mit dem Austausch über die körperlichen und geistigen Unzulänglichkeiten, die einen hindern, die Optionen des Lebens zu erkennen, zu erschließen und zu nutzen: Ich will keine Gesellschaft von professionellen Leidenden, also von Personen, die hochprofessionell leiden und ihren Lebensinhalt nur noch darin sehen, mit anderen darüber zu streiten, wer mehr leide und damit weniger verpflichtet sei, für den anderen zu sorgen, sondern den höheren Anspruch habe, versorgt zu werden. Ich will keine Gesellschaft von Personen, die nur noch über ihre Art und Weise sprechen und sich austauschen, wie sie das Leben nicht mehr nutzen, sondern nur noch die hohe Emotionalität leben und unter ihren körperlichen Empfindungen leiden.

Ich habe Angst vor der Krankheit. Einige Überlegungen zur Krankheit und wie ich sie als Regulativ sehe:

Sie, die Krankheit, mahnt, vielleicht erzwingt sie sogar, jene Lebensformen nicht mehr zu nutzen und auch jene Kontakte nicht mehr, die von den Möglichkeiten ablenken, die bisherigen und neuen Lebensformen zu nutzen, die noch zur Lebensaufgabe gehören. Sie erzwingt vielleicht, sich (endlich) der Lebensaufgabe zu stellen, zu welcher jene Kontakte, Erlebnisse und Rahmenbedingungen dienen. Die Lebensaufgabe kann ich nicht kennen, denn sonst könnte ich mein Leben wie ein Projekt organisieren und „abarbeiten“. Die Lebensaufgabe ist Leben. Und das ist nicht auf Ziele zu reduzieren, so schön, so bedeutend, so menschlich oder schick sie auch sein mögen.
Krankheit kann auch eine Mahnung oder eine Warnung vor einem zu frühen Todeswunsch sein. Man will das Leben nicht mehr leben, weigert sich, das Leben zu leben, das einem möglich ist, und legt sich eine Krankheit zu, die gegenüber allen anderen auf dieser Welt belegt, dass man „mit Recht“ nicht mehr so leben kann, wie man es könnte, wenn die Krankheit nicht wäre. Nur im tiefsten Innern weiß man um die Verantwortung für die eigene Krankheit: Häufige Arztbesuche und dramatische Operationen oder Unfälle oder körperliche Behinderungen hindern daran, das Eigeninteresse an der Krankheit und die persönlichen Nutznießungen daraus offenlegen zu müssen. Man belügt sich und die Welt.
Krankheit kann auch erzwingen, endlich die Lebensformen und das Leben kennenzulernen, was das Leben erst lebenswert macht: Sie zwingt, sich jenen Personen zu stellen, jene Beziehungen einzugehen und zu leben, die durch die Krankheit erst möglich werden. Sie zwingt auch, die Härte und Kälte der Menschen kennenzulernen – und sich dennoch oder gerade deshalb für das Leben, Weiterleben und Leiden zu entscheiden, ohne wissen zu können, wofür das gut sein sollte.

Ich muss nicht nur festlegen, wann ich sterben werde, sondern auch, wie. Aus solchen Überlegungen ist die folgende Idee entstanden.


Abschnitt 2: Lernprojekt „Ordentlich sterben“

Es geht darum, zu lernen, ordentlich aus dem Leben zu scheiden.
Hintergrund: Die Grundidee folgt der Beobachtung, dass es „zum Leben lernen“ ca. 20 Jahre benötigt. Ich nehme an, dass auch „Sterben lernen“ ein Prozess ist, der eine ähnlich lange Zeit in Anspruch nehmen kann. Die Logik ist: Wer ordentlich sterben (können) will, muss ordentlich zu leben gelernt haben.

Was das alles bedeuten kann, ist offen. Es scheinen jedoch folgende Abschnitte notwendig zu sein:

Leben lernen.
Leben, lieben, leisten, gestalten lernen.
Sterben lernen.

Im nächsten Abschnitt erfahren Sie, wie die Auseinandersetzung mit dem Tod zur Auseinandersetzung mit dem Leben geführt hat.




SCHNITT 2:
Das Leben lernen.


Ich bin (werde) in diesem Jahr (2022) 75 Jahre alt.

Erkenntnisse in einem Traum vom 12.12.2022: Die Lebensaufgabe ist so neu wie am 1. Tag meines Lebens! JA! Nur: Heute kann und muss ich zwischen mehr Alternativen entscheiden, denn ich kann mehr beeinflussen, auch wenn mit zunehmendem Alter der Fokus und das Interesse sich immer mehr auf das eigene Leben verkleinern. Das meine ich zumindest.

Kurz gesagt: Das Leben zu lernen, ist auch heute eine Aufgabe, die in jedem Moment neu zu erfüllen ist. Es gilt, zu lernen:

Das Ergebnis meines bisherigen Lebens.
Der Stand meines Lebens.
Der Zustand meines Lebens.
Die Umstände meines Lebens.
Die aktuelle Situation.
Die Möglichkeiten für das HEUTE.
Die Möglichkeiten des JETZT.

Das erfordert die neue Entscheidung über z. B.:

Mein Verhalten,
mein Tun,
mein Denken,
bestimmen, was ich heute zum Leben beitragen will,
bestimmen, wie ich heute das Leben bereichern will.

Die Folgen werden zeigen, wie ich mich entschieden habe.

Notizen vom 22.12.2022: Es geht um die Aufgabe des Lebens: das eigene, geistige, körperliche, leibliche, gemeinsame und gesellschaftliche Leben stetig anzunehmen, zu verbinden, zu erhalten, zu entwickeln und zu leben.


Ab diesem Zeitpunkt tauchten in meinen Gedanken neue Themen auf, wie:

„Jung bleiben“,
„Altern“,
„ordentlich sterben“,
„Ordentlich leben“,
Lebensaufgabe,
„ordentlich geboren werden“.
Das Leben in die Hand nehmen.
„Das Leben beschleunigen wollen.“
„Das Leben (besser: die Zeit) mit mehr Leben füllen.“
Das Leben „länger“ leben.
Das Leben qualitativ „besser“ leben.
Ein „besseres“ Leben führen.

Wenn Sie an dieser Stelle ankommen und sich mit den Themen des Lebens, des Sterbens und des Todes tatsächlich auseinandergesetzt und einen Bezug zu Ihrem eigenen Leben hergestellt haben, sollte es für Sie leicht sein, „Ihre“ Fragen zu erkennen. Notieren Sie sich diese Fragen unbedingt sofort und behandeln Sie die Fragen streng vertraulich.

Wie immer Ihre Antworten lauten: Sie sind nur für Sie bestimmt.


Beispiele für Fragen, die jetzt reif für eine eigene Antwort sind:

Was ist „meine Welt“?
Was ist „das Leben“?
Was ist „leben“?
Was ist „das Sterben“?
Was ist „sterben“?
Was ist „der Tod“?
Was ist tot?

Wie hängen Leben und Tod zusammen?
Die Antworten werden sich ändern. Manchmal plötzlich. Manchmal bleiben die Fragen. Manchmal ändern sich die Fragen, jedoch nicht das grundlegende Thema.

Bitte haben Sie Geduld mit sich: Ich, der Autor, habe bis zum bisher beschriebenen Stand rund 15 Jahre an diesen Themen (siehe Kontext „xiii.tarotspiel“) gearbeitet und jetzt festgestellt, dass mich die neuen, wenn auch unbequemen, Fragen und die neuen möglichen Antworten mehr interessieren. Die obigen beispielhaft aufgeführten Fragen werden wieder auftauchen.
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