Das Klassenfoto

Das Klassenfoto

Karl Heinz Wickermann


EUR 17,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 156
ISBN: 978-3-99131-565-0
Erscheinungsdatum: 21.12.2022
Ein Klassenfoto – und jede Menge Erinnerungen! Vater Karl-Heinz Wickermann lässt vor seinem Sohn seine Schulgeschichten Revue passieren, die bis in die letzten Kriegstage reichen und in denen Schüler noch ganz der Willkür der Lehrer ausgeliefert waren.
13. Kapitel - Magister Longus, Ölgötz: und seine Muse (die schöne Ingrid)

„Er hat sie mit!“, rief der kleine Stengel und hastete von der Tür zu seiner Bank in der ersten Reihe.
„Die Arbeiten, er hat sie mit“, raunte er nochmal aufgeregt seinem Hintermann zu.
„Aua, mein Zahn! Mir wird jetzt schon ganz flau.“
Magister Longus stakste mit langen Schritten in die Klasse, warf die pralle Aktentasche aufs Pult und sagte nach langem, strafendem Blick auf Ulli Getberg:
„Sssetzen!“
Wenn Magister Longus einen Schüler auf diese Weise ansah, bedeutete das, dass dessen Arbeit „unter aller Kanone“ war.
In seinem blankgewetzten Anzug stand er vor der Klasse: Magister Longus. Eigentlich hieß er Zöberlein, aber wegen seiner körperlichen Ausmaße wurde er eben nur Magister Longus genannt. Seine Habichtsnase und seine suppentellergroßen Pranken, die er im Vorbeigehen durch die Reihen auf Schülerköpfe fallen ließ, flößten selbst Bulle Galewski gelegentlich einigen Respekt ein.
(Ich werd euch die e-Deklination schon einhämmern.)
„Das Ergebnis ist mal wieder unter aller Kanone. – Getberg stupidissimus est“, sagte er und kramte umständlich den Packen blau eingebundener Arbeitshefte aus seiner Tasche.
„Fangen wir mal ganz oben an: Scholz, wie immer die rühmliche Ausnahme – zwei – bonus! Primus inter stupides. Das war die Spitze des Eisberges.“
Ingrid Schöne bekam die einzige Drei. Dann tropften hier und da einige Vieren hin. Wer sein Heft bis dahin zurückhatte, lag „oberhalb der Gürtellinie“ und ging strahlend auf seinen Platz zurück. Wir anderen rutschten von Heft zu Heft tiefer in unsere Bank.
„Straubach, sein Vater wird sich freuen – vier minus. Na ja, als Mathematiker wird er’s verwinden.“
Als die Reihe an mir war, meinte er, dass ich mit Hautabschürfungen an ’ner Fünf vorbeigerutscht sei. Er wolle mir noch eine Chance geben, ein letztes Mal.
„Galewski! Na ja, für seine Geschäfte braucht er wohl kein Latein. Humanistische Bildung? Völlig überflüssig. – Fünf minus, mit Rücksicht auf die kranke Oma.“
„Ist lange schon tot“, sagte Bulle und grinste ihn herausfordernd an.
Der Druck in meinem Magen war verflogen. Ich rechnete mir aus, dass die Fünf in Latein auszubügeln war, wenn ich noch eine Vier schrieb. Das müsste auch bei minimalem Arbeitsaufwand drin sein.
(Saisonarbeiter, was? hatte Blömeke mal zu mir gesagt und mir mit dem Fingerknöchel eine gutgemeinte Kopfnuss verpasst.) Nach Auffassung meines Vaters konnte ich das Klassenziel aber nur mit erheblich größerem Arbeitsaufwand erreichen (Arbeiten, arbeiten, arbeiten!).
Ich würde also in den sauren Apfel beißen müssen, denn ich hatte auch bei ihm einiges gutzumachen.
Der dicke Beckmann saß strahlend in seiner Bank. Völlig unbeteiligt und gelöst. Ihn ließ das alles kalt, denn vor der Lateinarbeit hatte er rechtzeitig seine Magenschmerzen bekommen. (Bei Studienrat Blömeke abmelden: Herr Studienrat, ich habe Gastritis. – Dabei ein schmerzverzerrtes Gesicht machen. – Ist es schlimm? Na, dann geh mal nach Hause!)
Ulli Getbergs Schicksal war besiegelt. Das vorletzte Heft landete reichhaltig mit roter Tinte verziert bei dem kleinen Stengel. „Sssechs! Sssextus – paptus, mein Sssohn!“
Schlimmer konnte es ja nun nicht mehr kommen. Mit theatralischer Geste schlug Magister Longus Ullis Heft auf. „Equus magnissimus: Das Riesenross, das Riesenross mit Eichenlaub und Schwertern: Getberg, außer locus: der Ort und circus: der Circus ist ihm Latein wohl völlig fremd, wie? Lasse er sich das Schulgeld zurückgeben! Sssextus papptus maximus!“
Seinen Spott über zensurengeschundene Schüler zu ergießen war ihm ein inneres Bedürfnis (den hab’ ich gern wie Bauchschmerzen).
Der dicke Beckmann glaubte sich in Sicherheit. Hämisch grinsend drehte er sich zu Ulli um: „Na, du Schlummerrolle? Wie willste denn das deinem Alten beibringen?“
Doch er hatte nicht mit der Hinterlist Magister Longus gerechnet.
„Beckmann, wie ich ssso eben feststelle, fiebert er danach, ssseine Lateinkenntnisse preiszugeben. Und wie ich weiter feststelle“, er blätterte in seinem roten Notizbuch, „hat er bei der letzten Lateinarbeit durch Abwesenheit geglänzt, stimmt’s? Schlage er auf und übersssetze: Ssseite 43: De Caesare et Catone.“
Sichtlich beunruhigt rutschte der dicke Beckmann in seiner Bank herum und blätterte mit feuchten Fingern auffallend lange in seinem Buch „Ars Latina“.
„Will er nun anfangen, ja?“, drängelte Magister Longus. Auf Beckmann Stirn zeigten sich kleine Schweißperlen. Eindringlich räusperte er sich, als habe er einen Frosch verschluckt. Den Zeigefinger quetschte er unter die obere Zeile, dass die Fingerkuppe weiß wurde und begann mühevoll zu übersetzen: „Eodem tempora – äh – nein, temore, quo Cicero – äh – consul son-son-soniu-ratione- nein nem …“
Magister Longus meinte nach einer Weile, dass es nun reiche, das sei mehr als miserabilis. „Quintus! Um es auch für ihn verständlich auszudrücken: fünf!“
Mit hochroten Ohren saß der dicke Beckmann in seiner Bank. Ulli beugte sich vorsichtig zu ihm hinüber: „Na, Beckmann? War das fein?“
„Halt’s Maul!“, zischte ihm Beckmann ärgerlich zu und kaute nervös an seinen Fingernägeln.
„Möchte sich noch jemand profilieren?“, fragte Magister Longus und blickte suchend über eingezogene Köpfe. Ein einsamer Finger ragte hervor, Bulle Galewski.
„Ach, der Galewski, sssieh an. Was möchte er denn? Übersssetzen? Deklinieren? Konjugieren? – Bitte, er kann wählen.“
Bulle räkelte sich mit seinen langen Beinen aus der Bank und stand mit verschränkten Armen an den Tisch gelehnt.
„Herr Doktor Zöberlein, würden Sie mir bitte eine Frage beantworten?“
„Wie? Äh, was? Ja, was ist?“
„Humanismus, das kommt doch aus dem Lateinischen von humanus und bedeutet so viel wie menschlich. Liege ich da richtig?“
Magister Longus schaute verdutzt in der Klasse umher. Offenbar wartete er auf eine Reaktion von uns, doch wir saßen nur stumm da und sahen ihn erwartungsvoll an.
„Wie? Was? Natürlich, humanitas = die Menschlichkeit, Was äh – sssoll das heißen?“
„Als Lateiner nennen Sie sich dann ja wohl auch Huma-nist?“
„Ah, ja, natürlich. Ich habe eine humanistische Ausbildung genossen. Was sssoll die Frage?“ Zöberlein schob nervös seinen dünnen Krawattenknoten zurecht. „Wie kommt es dann, dass sie nicht menschlich handeln? Ihr Sarkasmus stinkt ja schon zum Himmel. Macht Ihnen das eigentlich Spaß? Befriedigt Sie das?“
Zöberlein lief violett an, drehte sich zur Tafel um und knallte sein Notizbuch auf’s Pult.
„Ich ver-bit-te mir diese Un-ver-schämt-heit, Galewski!“, schrie er. Die Hände auf dem Rücken, durchquerte er mit langen Schritten den Klassenraum. Plötzlich blieb er stehen, als sei er vor eine Wand gelaufen. Mit leiser Stimme, in der der drohende Tonfall nicht zu überhören war, sagte er: „Galewski, hinaus! – Unglaublich ist das – hinaus!“
Bulle packte in aller Seelenruhe seine Sachen zusammen. Ohne einen Blick auf Zöberlein zu tun, ging er zur Tür.
„Tschüss, ihr Säcke!“, sagte er und zog die Tür hinter sich zu.
Wir saßen wie versteinert da. Die Rache Zöberleins würde fürchterlich sein, für Bulle und auch für uns, glaubten wir.
Doch Magister Longus schien plötzlich wie umgewandelt. „Unglaublich ist das, unglaublich“, murmelte er vor sich hin.
Mit einer abrupten Drehung zur Klasse blieb er stehen. „Seid ihr auch der Meinung, dass ich unmenschlich bin, ja? Bin ich das tatsächlich?“
Keiner hätte den Mut gehabt, diese Frage ehrlich zu beantworten. Statt einer Antwort sahen wir ablenkend zu Straubach, unserem Klassensprecher, hinüber. Aber auch der zog den Kopf ein und hüllte sich in Schweigen.
Die Pausenglocke erlöste uns aus dieser peinlichen Lage.
„Pause, Herr Doktor!“, sagte Straubach sichtlich erleichtert.
„Ich bin nicht taub“, antwortete Zöberlein, drehte sich enttäuscht um und packte beleidigt seine Bücher ein.

In der großen Pause gab’s Schulspeisung, Erbsmehlsuppe. Man hatte genug damit zu tun, die letzte Lateinstunde und das Ergebnis der Arbeit zu verdauen. Durch Erbsmehlsuppe wollte man sich nicht auch noch den Magen verderben. Fräulein Sperling schwang, wie gewöhnlich, die Suppenkelle: „Wer will noch mal, wer hat noch nicht? Es ist noch reichlich da …“, krähte sie. Die meisten Schüler machten aber einen großen Bogen um sie, verzogen das Gesicht, machten „Ääach“ und taten so, als müssten sie sich übergeben.
Dann Musik bei Dr. Götze. Ölgötze sagten wir, wegen seiner fettigen Haare. Dr. Götze, der einem den Kopf ganz sanft auf seiner rechten Handfläche zurechtlegte, wenn man die Noten nicht gelernt hatte. Der so tat, als schlage er mit der linken Hand zu und wenn man zuckte, mit der rechten aus der Gegenrichtung traf. Das sprach sich bald herum, und so versuchte man den Schlägen zu entkommen. Doch Götze war unberechenbar, er änderte fast täglich seine Taktik. Mal kam der Schlag von links, mal von rechts.
Musikunterricht fand in der Aula statt, wegen der Akustik. Graf Bobby hatte sich den Drehhocker am Flügel zurechtgeschraubt und hämmerte einen Boogie-Woogie in die Tasten.

Hasse nasse Socken, hasse nasse Socken, tanze Boogie-Woogie, sind se trocken …

Helmut schlug mit den flachen Händen auf dem Flügeldeckel den Takt und versuchte durch Hecheln das Scheppern der Becken nachzuahmen. Der dicke Beckmann zupfte offensichtlich den Bass: dmm, dmm, ddddmmm …
Die Finger seiner linken Hand glitten auf imaginären Saiten, die sich oberhalb seines Kopfes befinden mussten, hin und her. Mit der rechten schien er sich gegen die Brust zu schlagen: dmm, dmm, ddddmmm …
Christel und Lotti wirbelten umeinander, rissen sich an den Armen in die Gegenrichtung, versuchten einen Überschlag.
… tanze Boogie-Woogie, sind sie trocken … tatatatataaaaa – wummm!
Der kleine Stengel kam von der Tür aus angerannt: „Öööööölgötze!“
Alle warfen sich in die Bänke.
„Nun setzt euch mal“, sagte Dr. Götze. „Wer war denn dieser musikalische Mensch da eben?“
„Jacobi“, strahlte der kleine Stengel und Dr. Götze meinte, nicht schlecht sei das, nicht schlecht. Aber zuerst müsse man die Klassiker studieren, um auch diese Musik, die Ausdruck der Volksseele Amerikas sei, verstehen zu können.
„Können wir nicht mal über Jazz sprechen, Herr Doktor Götze?“, fragte Graf Bobby.
„Später, viel später. Wie gesagt, die Klassiker sind das Fundament unserer abendländischen Musik.“
Mozart, Beethoven, Chopin, obwohl der Pole gewesen sei, Pole trotz seines französischen Namens. Die Kultur schreite von Ost nach West voran. – Tschaikowski, wie herrlich seine Klavierkonzerte seien. Oder Smetana: Die Moldau, das fließe so dahin, das sähe man richtig vor sich – die Moldau.
Graf Bobby meinte, dass Jazz doch auch etwas sei, was die Musikgeschichte präge. Ob nun Dixieland, Swing, Bebop oder Chicago und Louis Armstrong oder Teddy Wilson zum Beispiel, vielleicht wären das die Klassiker von morgen.
„Du greifst der Musikgeschichte etwas weit voraus, mein Sohn. Die großen Meister der Muse werden erst Generationen nach unserer Epoche geschätzt werden.“
Götze ließ seine Finger über die Tasten tanzen, er demonstrierte Klassiker: „Hier, Beethoven zum Beispiel, Rondo aus Sonate Opus 13 in c-Moll.“
Ingrid Schöne solle doch mal an den Flügel kommen.
„Bist du mal so nett, mein Kind?“
Götze blätterte in einem abgegriffenen Notenheft: „Hier, vielleicht das? Rondo Capriccioso, Opus 14 v. F. Mendelssohn-Bartholdy?“
„Ja, das ginge wohl“, sagte Ingrid und studierte eifrig die Noten.
Götze legte seinen Zeigfinger auf den Mund: „Psssst!“ Auf Zehenspitzen ging er zum Fenster, setzte sich auf einen einsamen Stuhl in der Ecke und schlug erwartungsfroh die Beine übereinander.
Ingrid rückte sich den Hocker zurecht, warf die blonde Haarsträhne aus der Stirn und begann mit kräftigen Akkorden. Ihre Finger glitten spinnenhaft über die Tasten, schlugen kraftvoll zu und wirbelten flink von weißen zu schwarzen Tasten. Mal beugte sie den Körper vor, als wolle sie sich verneigen, mal warf sie ihn zurück. Ihr langes, blondes Haar fiel verwegen in die Stirn, mit einer eleganten Kopfbewegung schüttelte sie es zurück.
Die Arme über der Brust verschränkt, hatte ich die Beine lang unter der Bank ausgestreckt und beobachtete aufmerksam ihr Klavierspiel. Sie schien die Umgebung völlig zu vergessen. Ihre Wangen begannen sich rosig zu färben. Auch ich war bald allem weit entrückt: der Lateinarbeit, Magister Longus, seinem Sarkasmus und der Klasse, in der ich saß. Ich sah nur noch Ingrid, wie sie in ihrem himmelblauen Sommerkleid am Flügel saß und dem Instrument, wie ich fand, die herrlichsten Töne und Akkorde entlockte. Ich sah sie plötzlich irgendwo in einem riesigen Konzertsaal, vielleicht in der Wiener Staatsoper. Mit stuckverzierten Balkonen, auf denen parfümierte Damen in Reifröcken und straffgescheitelte Herren im Frack in roten Plüschsesseln saßen. Ich sah sie angestrahlt von hellen Scheinwerfern. Nach dem Konzert rasender Applaus. Wie sie sich verneigte und mir von der Bühne eine Rose zuwarf.
Ich wurde aus meinen Träumen gerissen, als Dr. Götze meinte, dass das nur ein Beispiel sein könne aus dem reichhaltigen Repertoire der Klassiker.
Die Sonatine von Clementi solle den Abschluss bilden, dann müssten wir aber zum Lehrstoff zurückkehren.
Als Ingrid die letzten Akkorde gegriffen hatte, begann ich spontan Beifall zu klatschen. Zunächst zögernd, stimmten einige ein. Dann deutete auch Dr. Götze durch sanftes Aufeinanderschlagen der Fingerspitzen seine Bewunderung an. Ingrid lächelte, errötete bis an die Haarwurzeln und ging mit schwingenden Schritten auf ihren Platz. Von diesem Zeitpunkt an, dachte ich nur noch an sie.

Dr. Götze räusperte sich und verkündete, dass er noch einige „begabte Stimmen“ für seinen Schulchor benötige. Er tippte mit dem Finger steil auf eine Taste. „A-Dur – Aaaaaaah – Aaaaaah – Aaaaaaaaah!“
Einzeln mussten wir an den Flügel treten. „Stell dich mal dort hin – und jetzt: Aaaaaah!“
„Ich bin im Stimmbruch“, redeten sich die meisten heraus. Einige, die den Ehrgeiz hatten, Mitglied des Schulchores zu werden, mühten sich die Tonleiter hinauf. Mit schräg gestelltem Kopf und nach oben gerichtetem Blick suchten sie mit Fistelstimmen den höchsten Ton zu erreichen.
Straubach bekam anschließend einen Hustenanfall.
„Nein, nicht Aaaaah – hier: Aaaaaaaaah – Fis!“, versuchte Ölgötze ihn zu ermuntern.
Ulli Getberg jodelte wie ein kranker Esel. Bulle Galewski schien das Gebrumme eines Grizzlybären nachahmen zu wollen.
„Nicht brummen! – Aaaaaah-Aaaaah!“
„Loooo-looooooh …!“, brummte Bulle in den tiefsten Tönen und hängte noch einen Gluckser an.
Die Mädchen kicherten, prusteten und steckten die Köpfe zusammen.
Die meisten von uns versuchten möglichst falsch zu singen, um nicht in den Schulchor aufgenommen zu werden, denn an jedem Mittwoch war Probe. Das bedeutete: eine Stunde länger in der Schule bleiben.
Als ich an der Reihe war, stand ich vor der Frage: jodeln oder nicht? Sang ich falsch, brauchte ich nicht zur Schulchorprobe, aber ich blamierte mich womöglich unsterblich vor Ingrid. Sang ich gut, stieg ich in der Gunst Ingrids, aber ich hatte die Bürde der Chorproben zu tragen. Schließlich entschloss ich mich zu der bewährten Ausrede, dass ich zurzeit im Stimmbruch sei. Das ließ mich in den Augen Ingrids möglicherweise männlicher erscheinen, andererseits ersparte mir das auch die Chorproben.
Ölgötze gab sich damit zufrieden und meinte wohlwollend, ich könne es nach dem Stimmbruch ja noch mal versuchen. Niemand sei so unmusikalisch, dass er nicht ein paar Töne klaren Gesanges von sich geben könne. Das Musische sei in dem Menschen, es müsse nur geweckt werden.
4 Sterne
Das Klassenfoto - 09.03.2023
Jutta Szibbat

Ein lebendiges Buch voller Spannung, Humor und HoffnungEs erinnert uns lebhaft an die entbehrungsreiche Zeit des Neuanfangsnach dem 2. Weltkrieg, die heute schon fast in Vergessenheit geraten ist.

5 Sterne
Unbedingte Empfehlung für alle Altersgruppen  - 13.02.2023
A. Szibbat

Das „Klassenfoto“ von Karl Heinz Wickermann ist ein kurzweiliger, sehr authentischer Zeitzeugenbericht in dem es von gut gezeichneten Charakteren und spannenden Geschichten nur so wimmelt. Besonders gefiel mir der Wechsel der Zeitebenen, Dialoge zwischen Kriegskind und Kriegsenkel - über das Leben, über Demokratie, über das, was den Vater prägte ind dem Sohn prägen wird. Dies gibt der Geschichte eine Weite, die sie für Leser aller Altersgruppen interessant macht. Ein tolles lesenswertes Buch. Dieser Autor kann schreiben!

5 Sterne
Das Klassenfoto - 12.02.2023
Hannelore Möhlmeier

Super! Ich gehöre selbst der Kriegs- und Nachkriegsgeneration an . kann daher die sehr prägnant beschriebebne Notlage dieser Zeitnachvollziehen. Lehrer , Mitschüler und Situationen werden sehr lebendig und bildhaft beschrieben . Man kann sich alles sehr gut vorsellen.Humorvoll und spannend. Sehr lesenswert.

5 Sterne
Das Klassenfoto von K. H. Wickermann  - 06.02.2023
Britta Driemeier

Das Buch hat mich von Anfang an mitgerissen. Es garantiert Lesespaß mit Kopfkino. Es ist humorvoll, spannend und man mag es ungern weglegen.

5 Sterne
Das Klassenfoto von K. H. Wickermann  - 06.02.2023
Britta Driemeier

Das Buch hat mich von Anfang an mitgerissen. Es garantiert Lesespaß mit Kopfkino. Es ist humorvoll, spannend und man mag es ungern weglegen.

5 Sterne
Grandios  - 03.02.2023
Eva-Maria brodheim -egbuna

Ich habe aehnliches veröffentlicht .Zu lustig ,mein Vater Schulleiter der kath Schule Hamburg Bergedorf .. Titel: aus meiner Kindheit

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