Teure Irrtümer bei der Geldanlage
EUR 19,90
Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 82
ISBN: 978-3-99130-627-6
Erscheinungsdatum: 14.11.2024
Irrtümer bei der Geldanlage können in den Ruin führen. Wo aber liegen die Fallstricke bei Festgeld, Aktien, Wohneigentum usw.? Ein Muss für alle Anleger, die sich nicht ins Bockshorn jagen lassen wollen!
„Irrtümer sind die Stationen auf dem Weg zur Wahrheit.“
Dostojewski
Was ist ein Irrtum?
Im weiteren Verlauf wird es hier schwerpunktmäßig um Irrtümer gehen. Dann sollten wir uns vorab die Mühe machen und festlegen, was wir unter dem Begriff Irrtum verstehen wollen. Für mich ist ein Irrtum eine falsche Annahme, Meinung oder Überzeugung. Es handelt sich um einen Fehler im Denken oder Wahrnehmen, bei dem eine Person etwas für wahr hält, obwohl es nicht der Realität entspricht. Dabei können Irrtümer auf verschiedenen Gründen beruhen, wie zum Beispiel mangelnder Information, falscher Interpretation, Vorurteilen oder falschen Schlussfolgerungen. Und sie können katastrophale Auswirkungen haben. Einige werden sich in den nächsten Kapiteln offenbaren, andere nicht.
Wichtig: Irrtümer passieren. Die Kunst ist es, sie einzusehen. Uns einzugestehen, dass wir ihnen in der Vergangenheit aufgesessen sind. Und sie, aufgrund neuer Informationen, zu überwinden.
Irrtümer in der Geschichte
Einige Beispiele:
Die Erde ist flach: Früher glaubten viele Menschen, dass die Erde eine flache Scheibe sei. Heutzutage wissen wir jedoch, dass die Erde eine Kugel ist.
Die Erde ist der Mittelpunkt des Universums: Im Mittelalter glaubte man, dass die Erde der Mittelpunkt des Universums sei und sich alle anderen Himmelskörper um sie herum bewegen. Später wurde durch wissenschaftliche Erkenntnisse bewiesen, dass die Erde um die Sonne kreist.
Die Pest wird durch schlechte Luft verbreitet: Im Mittelalter glaubte man, dass die Pest durch „miasma“, also schlechte Luft, übertragen würde. Heute wissen wir, dass die Pest durch Bakterien verursacht wird, die von Flöhen auf Ratten übertragen werden.
Wikinger trugen Helme mit Hörnern: Archäologen haben noch nie einen Wikingerhelm mit Hörnern gefunden. Dieser wäre im Kampf auch sperrig und unpraktisch gewesen. Zudem hätte er gegnerische Schläge auf den Kopf in der Wirkung verstärkt.
Made in Germany war schon immer ein deutsches Gütesiegel: Mitnichten. Kreiert haben es vor langer Zeit die Engländer. Dort sollten die Verbraucher davon abgehalten werden, aus Deutschland eingeführte Waren zu kaufen.
Wichtig: Du siehst an dieser Handvoll Beispiele – Irrtümer hat es immer gegeben, sie gibt es heute und auch in der Zukunft wird es sie geben. Sie gibt es immer und überall. Und somit auch bei der Geldanlage.
„Die größte Wohltat, die man einem Menschen erweisen kann, besteht darin, dass man ihn vom Irrtum zur Wahrheit führt.“
Thomas von Aquin
Verbreitete Irrtümer bei der Geldanlage
Allgemeines
Für die Anlage eures Geldes stehen euch mittlerweile beinahe unzählige Produkte zur Verfügung. Und ich bin mir sicher, dass ihr mit bestem Wissen und Gewissen schon ein paar davon abgeschlossen habt. Immer mit der festen Überzeugung, dass sie in genau diesem Moment die richtigen für eure Bedürfnisse waren. Nun die Frage: Hat sich das rückblickend immer als Treffer erwiesen? Wenn ja – Chapeau, gratuliere. Wenn nicht – nun, könnte es sein, dass ihr da einem Irrtum aufgesessen seid? Wir schauen uns das jetzt mal im Detail an. Wahrscheinlich sind mit jedem Geldanlageprodukt auch Erwartungen verknüpft, die auf einem oder mehreren Irrtum/Irrtümern basieren. Um diese verstehen zu können, nehmen wir nun elf Geldanlagemöglichkeiten und definieren zunächst, was sich im Einzelnen dahinter verbirgt. Wir betrachten die Geschichte der Produkte ebenso wie die Vor- und Nachteile (interessant dabei – hin und wieder wird ein und dasselbe Argument sowohl als Vorteil als auch als Nachteil ins Feld geführt –, aber wir werden das richtig einordnen!). Danach werden wir in der Lage sein, auf die jeweiligen Irrtümer einzugehen. Versprochen – da wartet die ein oder andere Überraschung auf euch. Und mit einem generellen Irrtum zum Thema Geldanlage räumen wir auch noch auf. Danach geht es zum kurzen Resümee, welches den Textteil abschließt. Im Anhang folgen dann noch die gesamten Irrtümer tabellarisch zusammengefasst. Den Abschluss bildet, ebenfalls in Tabellenform, die Kurzerklärung für einige im Text verwendete (aber nicht näher beschriebene) Fachbegriffe.
Ein besonderer Aspekt im Spannungsfeld Finanzprodukte/Irrtümer wird die Inflation sein. Dieser Begriff schwebt offenbar wie ein Damoklesschwert über dem Vermögen der Menschen. Über kaum ein anderes Thema aus dem breiten Spektrum der Geldanlage kursieren so viele Märchen und Geschichten. Aus diesem Grund erfährt die Inflation in jedem der elf Geldanlagekapitel eine Extrawürdigung. Dafür ist es aber notwendig, zu verstehen, was sich hinter diesem Begriff verbirgt.
Die Inflation
Was versteht man unter Inflation? In einfachen Worten bedeutet Inflation, dass die Preise für Waren und Dienstleistungen im Laufe der Zeit steigen. Das bedeutet de facto, dass unser Geld weniger wert wird und wir mehr bezahlen müssen, um die gleichen Dinge zu kaufen. Zum Beispiel, wenn früher ein Brot 1,50 Euro gekostet hat, könnte es heute 2,00 Euro kosten. Inflation kann verschiedene Gründe haben, wie beispielsweise steigende Kosten für Rohstoffe oder eine erhöhte Nachfrage nach Produkten. Da wir weniger mit unserem Geld kaufen können, kann sie sich auf unseren Lebensstandard auswirken. Doch bei einer Inflation gibt es – abhängig von verschiedenen Faktoren – bei weitem nicht nur Verlierer.
Mögliche Gewinner: Schuldner: Wenn eine Person Schulden hat, profitiert sie von einer Inflation, da der Wert der Schulden auf diese Weise abnimmt. Denn – Sie kann ihre Schulden mit Geld zurückzahlen, das weniger wert ist als zum Zeitpunkt der Kreditaufnahme. Beispiel: Ein Händler zahlt für einen aufgenommenen Kredit jeden Monat eine Rate von € 1.000,- an Zinsen und Tilgung. Dabei steigt im Laufe der Zeit der Tilgungsanteil dadurch, dass er Zinsen nur auf die jeweilige Restschuld zahlt, die ja von Monat zu Monat geringer wird. Sagen wir, dass er bei einer Inflation von zehn Prozent bereits erworbene Waren ebenfalls zehn Prozent teurer verkauft. So hat er – wenn auch weniger wert – mehr Geld zur Verfügung und kann schneller tilgen, denn die Restschuld unterliegt nicht der Inflation. Immobilieneigentümer: Wenn das Geld weniger wert wird, steigen i. d. R. die Preise für Sachwerte. Also steigt der Wert von Immobilien normalerweise während einer Inflation. Immobilieneigentümer können ihre Immobilien zu höheren Preisen verkaufen oder höhere Mieten verlangen. Aktionäre: Unternehmen (z. B. Rohstoffproduzenten o. Ä.) können während einer Inflation höhere Preise für ihre Produkte oder Dienstleistungen verlangen, was zu höheren Gewinnen führen kann. Aktionäre profitieren von steigenden Aktienkursen und Dividendenausschüttungen.
Mögliche Verlierer: Sparer: Durch steigende Preise verliert das gesparte Geld an Kaufkraft. Das bedeutet, dass das Geld, das auf einem Sparbuch oder einem Bankkonto liegt, in der Zukunft weniger wert sein wird. Rentner: Rentner, die auf feste Renten oder Ersparnisse angewiesen sind, können während einer Inflation Schwierigkeiten haben, mit steigenden Lebenshaltungskosten Schritt zu halten. Denn feste Renten zahlen Monat für Monat das Gleiche aus. Ganz egal, wie hoch die Inflation gerade ist. Inhaber von festverzinslichen Anleihen: Der Wert von festverzinslichen Anleihen kann während einer Inflation sinken, da die Rendite im Vergleich zu den steigenden Preisen weniger attraktiv wird. Beispiel: Ein Geldanleger hat in eine Anleihe investiert, die eine jährliche Verzinsung von drei Prozent bietet. Bis zu ihrer Fälligkeit (Rückzahlung an den Anleger zum Kurs voneinhundert Prozent) schwankt der Kurs der Anleihe nach den Gesetzen von Angebot und Nachfrage. Zwischenzeitlich kommt eine neue Anleihe in den Verkauf, die aufgrund eines nun höheren Zinsniveaus eine jährliche Verzinsung von 5 % bietet. Jetzt wird die alte Anleihe uninteressant und gegebenenfalls von anderen Anlegern verkauft, was einen Kursrückgang nach sich zieht. Dieser geht zu Lasten des Anlegers, der sein Geld in der alten Anleihe belässt. Je nachdem, zu welchem Kurs dieser damals die alte Anleihe gekauft hat, kann er auch bei einer 100%igen Rückzahlung bei Fälligkeit Verlust machen. Denn die 100 % Rückzahlung beziehen sich stets auf den Nominalwert der Anleihe. Und dieser kann durchaus unter dem Kaufpreiskurs liegen. Ufff – alles klar?
Wichtig: Anzumerken, dass die Auswirkungen einer Inflation auf Geldanleger von verschiedenen Faktoren wie der Höhe der Inflation, der Art der Anlagen und der individuellen finanziellen Situation abhängen können.
Die Hyperinflation
Was versteht man unter Hyperinflation? Hyperinflation ist eine extreme Form der Inflation, bei der die Preise für Güter und Dienstleistungen in einem Land sehr schnell stark steigen und außer Kontrolle geraten. In einer Hyperinflation verliert die Landeswährung rapide an Wert, was zu einem drastischen Anstieg der Preise führt. Dies geschieht normalerweise, wenn die Regierung große Mengen an Geld druckt, um ihre Schulden zu begleichen oder ihre Ausgaben zu finanzieren, ohne dass eine entsprechende Produktions- oder Wirtschaftsleistung dahintersteht. Eine Hyperinflation kann schwerwiegende Auswirkungen auf die Wirtschaft und das tägliche Leben der Menschen haben. Die Preise steigen so schnell, dass das Geld praktisch wertlos wird. Die Menschen verlieren das Vertrauen in die Landeswährung und versuchen, ihr Vermögen in stabilere Währungen oder Sachwerte umzuwandeln. Geschäfte und Unternehmen haben Schwierigkeiten, Preise festzulegen und ihre Geschäfte aufrechtzuerhalten. Die Lebenshaltungskosten steigen enorm, was zu sozialen Unruhen und wirtschaftlicher Instabilität führen kann. Beispiel für historische Hyperinflation ist die in Deutschland aus den späten 1920er-Jahren, als die Preise so schnell stiegen, dass Menschen ihr Geld in Schubkarren fahren mussten, um Waren zu kaufen.
Wichtig: Inflation raubt Rendite. In den 1980er-Jahren gab es zum Teil für einjährige Geldanlagen bei den Banken sechs bis acht Prozent Verzinsung. Darüber haben sich viele Privatanleger gefreut –hierbei jedoch vergessen, dass die jährliche Geldentwertung in etwa den gleichen Zinssatz aufwies. Auch interessant – in der Inflation sterben die Gläubiger und profitieren die Schuldner. Warum? Angedeutet findet ihr die Begründung oben (Inflation – Gewinner – Schuldner). Dazu noch offene Fragen müsst ihr in diesem Moment einfach mal zurückstellen. Ein anderes Mal mehr. Nur wenn man das berücksichtigt, liegt die Schlussfolgerung nahe, dass ein verschuldeter Staat ein ureigenes Interesse daran haben könnte, dass die Inflationsrate nicht so niedrig ausfällt.
Nachdem das geklärt ist, betrachten wir im Folgenden elf Möglichkeiten der Geldanlage unter besonderer Berücksichtigung der damit verbundenen Irrtümer.
Das Kopfkissensparen
Was versteht man unter der Geldanlage unter dem Kopfkissen? Die Aufbewahrung des Geldes zu Hause, oft in einer Matratze oder einem Kissen. Manche Menschen machen das, weil sie sich wohler dabei fühlen, ihr Geld nah bei sich zu haben. Es ist jedoch nicht die sicherste oder effektivste Art, Geld aufzubewahren, da es gestohlen werden oder an Wert verlieren kann, wenn die Inflationsrate steigt. Es ist oft besser, das Geld auf einem Bankkonto zu haben oder es in andere Anlageformen zu investieren, um es zu schützen und zu vermehren.
Die Geschichte des Geldanlegens unter dem Kopfkissen:
Früher haben die Menschen ihr Geld oft unter ihrem Kopfkissen aufbewahrt, weil es entweder keine Banken gab oder sie kein Vertrauen in diese hatten. Sie dachten, dass ihr Geld dort sicherer sei. Aber im Laufe der Zeit haben die Menschen gelernt, dass es nicht die beste Idee ist, sein Geld unter dem Kopfkissen zu behalten. Das liegt daran, dass das Geld sich so nicht vermehrt und maximal seinen Wert behält, wenn man es einfach nur dort liegen lässt. Außerdem kann es gestohlen oder beschädigt werden. Heutzutage gibt es bessere Möglichkeiten, sein Geld anzulegen oder zu investieren, um sicherzustellen, dass es im Laufe der Zeit mehr wird. Man kann es zum Beispiel in einer Bank einzahlen oder in eine private Rentenversicherung investieren. Das hilft dabei, dass das Geld sicherer ist und sogar an Wert gewinnt, wenn die Zeit vergeht.
Argumente für die Geldanlage unter dem Kopfkissen:
Die Geldanlage unter dem Kopfkissen hat einige Vorteile, obwohl sie im Vergleich zu anderen Anlageformen begrenzt sind. Sofortige Verfügbarkeit: Das Geld unter dem Kopfkissen ist jederzeit verfügbar, ohne dass man auf Banköffnungszeiten oder andere Einschränkungen achten muss. Es kann schnell für Notfälle oder unvorhergesehene Ausgaben verwendet werden. Keine Kosten: Im Gegensatz zu Bankkonten oder Anlageprodukten fallen bei der Geldanlage unter dem Kopfkissen keine Gebühren oder Kosten an. Es gibt weder Kontoführungsgebühren noch Transaktionskosten zu beachten. Kein Schwankungsrisiko: Wenn das Geld unter dem Kopfkissen aufbewahrt wird, besteht kein Risiko, dass es an Wert verliert (abgesehen von einer Inflation). Es ist sicher vor Marktschwankungen oder wirtschaftlichen Turbulenzen. Anonymität: Die Geldanlage unter dem Kopfkissen bietet Anonymität, da keine Bankkonten oder Transaktionen erforderlich sind. Dies kann für Menschen von Vorteil sein, die ihre finanziellen Aktivitäten privat halten möchten. Dennoch solltet ihr berücksichtigen, dass die Vorteile der Geldanlage unter dem Kopfkissen begrenzt sind und mit einigen Nachteilen verbunden sein können. Und die kommen jetzt.
Argumente gegen die Geldanlage unter dem Kopfkissen:
Risiko: Das Geld unter dem Kopfkissen zu lagern, ist unsicher. Es besteht die Gefahr, dass es gestohlen wird, sei es durch Einbruch oder durch Personen im eigenen Haushalt. Es gibt sicherere Möglichkeiten, Geld zu lagern, wie zum Beispiel ein Bankkonto oder einen Safe. Kein Schutz vor Inflation: Wenn man sein Geld einfach nur unter dem Kopfkissen aufbewahrt, verliert es im Laufe der Zeit an Wert aufgrund der Inflation. Das bedeutet, dass die Kaufkraft des Geldes abnimmt. Es ist daher ratsam, das Geld in Anlagen zu investieren, die eine Rendite erzielen und dem Wertverlust durch Inflation entgegenwirken können. Keine Möglichkeit des Wachstums: Es besteht weder die Chance der Investition noch des Wachstums. Das Geld bleibt einfach nur liegen und bringt keine Rendite ein. Durch Investitionen in verschiedene Anlageformen wie Aktien, Anleihen oder Investmentfonds kann man sein Geld wachsen lassen und langfristig Gewinne erzielen.
Schützt Bargeld vor der Inflation? Nein, das Geld unter dem Kopfkissen schützt nicht vor Inflation. Inflation bedeutet, dass die Preise für Waren und Dienstleistungen im Laufe der Zeit steigen. Wenn das Geld unter dem Kopfkissen einfach nur dort liegt, verliert es im Laufe der Zeit an Kaufkraft, da es nicht an Wert gewinnt. Es ist daher ratsam, den größten Teil seines Geldes in Anlagen zu investieren, die eine Rendite erzielen und vor Inflation schützen können.
Irrtum und zugleich bedeutendster Irrtum bezogen auf die Geldanlage unter dem Kopfkissen: Das Geld ist sicher. Viele Menschen denken, dass sie ihr Geld zu Hause aufbewahren sollten, damit ihr Vermögen stets in der Nähe ist. Aber das ist nicht immer der Fall. Wenn das Geld zu Hause aufbewahrt wird, kann es gestohlen oder beschädigt werden. Zudem kann der Wert des Geldes im Laufe der Zeit durch Inflation sinken.
Wichtig: Manche Leute legen symbolisch ihr gespartes Geld unter das Kopfkissen, weil sie sich sicher fühlen möchten. Sie denken, dass ihr Geld dort sicher ist und sie leicht darauf zugreifen können, wenn sie es brauchen. Es ist jedoch wichtig, zu wissen, dass das Geld unter dem Kopfkissen nicht wirklich sicher ist und es besser ist, es auf einem Bankkonto anzulegen, um es vor Diebstahl oder Verlust zu schützen.
Das Festgeld
Was versteht man unter einem Festgeld? Festgeld ist eine Form der Geldanlage, bei der eine bestimmte Geldsumme für einen festgelegten Zeitraum zu einem festen Zinssatz angelegt wird. Das Geld wird für diese Zeit bei einer Bank oder einem Finanzinstitut hinterlegt und kann während der Laufzeit nicht vorzeitig abgehoben werden. Festgeld bietet eine sichere Anlageform, da der Zinssatz und die Rückzahlung des Kapitals im Voraus festgelegt sind. Es ist eine gute Option für Anleger, die ihr Geld für einen bestimmten Zeitraum sicher und mit vorhersehbaren Erträgen anlegen möchten. Die Laufzeit des Festgeldes kann von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahren variieren.
Die Geschichte des Festgelds: Früher gab es keine Zinsen auf das Geld, das man bei der Bank deponierte. Doch im Laufe der Zeit entwickelten sich die Banken weiter und begannen, Zinsen auf das Geld zu zahlen, das die Menschen bei ihnen zur sicheren Aufbewahrung hinterlegten. Das Festgeld, wie wir es heute kennen, entstand in den 1960er-Jahren. Zu dieser Zeit waren die Zinsen sehr hoch und die Menschen wollten von den guten Konditionen profitieren. Sie legten ihr Geld für einen bestimmten Zeitraum bei der Bank an, zum Beispiel für ein Jahr oder fünf Jahre. Während dieser Zeit konnten sie nicht auf das Geld zugreifen, aber sie erhielten dafür einen festen Zinssatz. Das Festgeld wurde immer beliebter, da es den Menschen eine sichere Möglichkeit bot, ihr Geld anzulegen und dabei eine feste Rendite zu erzielen. Die Banken nutzten das Festgeld auch, um ihre Liquidität zu verbessern und Kredite zu vergeben. Im Laufe der Zeit haben sich die Konditionen für Festgeld verändert. Die Zinsen sind gesunken und die Laufzeiten können variieren. Heutzutage bieten viele Banken Festgeldkonten an, auf denen man sein Geld für einen bestimmten Zeitraum anlegen kann. Es ist eine beliebte Anlageform für Menschen, die ihr Geld sicher und mit vorhersehbaren Erträgen anlegen möchten.
Argumente für das Festgeld: Sicherheit: Festgeld gilt als eine sichere Anlageform, da das eingezahlte Geld in der Regel durch Einlagensicherungssysteme geschützt ist. Dies bedeutet, dass im Falle einer Insolvenz der Bank das investierte Kapital bis zu einer bestimmten Höhe abgesichert ist. Feste Zinssätze: Bei Festgeld wird der Zinssatz zu Beginn der Anlage festgelegt und bleibt während der gesamten Laufzeit konstant. Dies ermöglicht eine genaue Planung und Kalkulation der Rendite. Einfache Handhabung: Die Eröffnung eines Festgeldkontos ist in der Regel unkompliziert, da es eine einfache und transparente Anlageform ist. Flexibilität: Bei Bedarf kann die Laufzeit des Festgeldkontos gewählt werden, üblicherweise zwischen einem Monat und mehreren Jahren. Dies ermöglicht eine individuelle Anpassung an die eigenen finanziellen Ziele und Bedürfnisse. Rendite: Festgeld bietet im Vergleich zu anderen sicheren Anlageformen wie Sparbuch oder Tagesgeld oft höhere Zinssätze. Dadurch kann eine attraktive Rendite erzielt werden.
Dostojewski
Was ist ein Irrtum?
Im weiteren Verlauf wird es hier schwerpunktmäßig um Irrtümer gehen. Dann sollten wir uns vorab die Mühe machen und festlegen, was wir unter dem Begriff Irrtum verstehen wollen. Für mich ist ein Irrtum eine falsche Annahme, Meinung oder Überzeugung. Es handelt sich um einen Fehler im Denken oder Wahrnehmen, bei dem eine Person etwas für wahr hält, obwohl es nicht der Realität entspricht. Dabei können Irrtümer auf verschiedenen Gründen beruhen, wie zum Beispiel mangelnder Information, falscher Interpretation, Vorurteilen oder falschen Schlussfolgerungen. Und sie können katastrophale Auswirkungen haben. Einige werden sich in den nächsten Kapiteln offenbaren, andere nicht.
Wichtig: Irrtümer passieren. Die Kunst ist es, sie einzusehen. Uns einzugestehen, dass wir ihnen in der Vergangenheit aufgesessen sind. Und sie, aufgrund neuer Informationen, zu überwinden.
Irrtümer in der Geschichte
Einige Beispiele:
Die Erde ist flach: Früher glaubten viele Menschen, dass die Erde eine flache Scheibe sei. Heutzutage wissen wir jedoch, dass die Erde eine Kugel ist.
Die Erde ist der Mittelpunkt des Universums: Im Mittelalter glaubte man, dass die Erde der Mittelpunkt des Universums sei und sich alle anderen Himmelskörper um sie herum bewegen. Später wurde durch wissenschaftliche Erkenntnisse bewiesen, dass die Erde um die Sonne kreist.
Die Pest wird durch schlechte Luft verbreitet: Im Mittelalter glaubte man, dass die Pest durch „miasma“, also schlechte Luft, übertragen würde. Heute wissen wir, dass die Pest durch Bakterien verursacht wird, die von Flöhen auf Ratten übertragen werden.
Wikinger trugen Helme mit Hörnern: Archäologen haben noch nie einen Wikingerhelm mit Hörnern gefunden. Dieser wäre im Kampf auch sperrig und unpraktisch gewesen. Zudem hätte er gegnerische Schläge auf den Kopf in der Wirkung verstärkt.
Made in Germany war schon immer ein deutsches Gütesiegel: Mitnichten. Kreiert haben es vor langer Zeit die Engländer. Dort sollten die Verbraucher davon abgehalten werden, aus Deutschland eingeführte Waren zu kaufen.
Wichtig: Du siehst an dieser Handvoll Beispiele – Irrtümer hat es immer gegeben, sie gibt es heute und auch in der Zukunft wird es sie geben. Sie gibt es immer und überall. Und somit auch bei der Geldanlage.
„Die größte Wohltat, die man einem Menschen erweisen kann, besteht darin, dass man ihn vom Irrtum zur Wahrheit führt.“
Thomas von Aquin
Verbreitete Irrtümer bei der Geldanlage
Allgemeines
Für die Anlage eures Geldes stehen euch mittlerweile beinahe unzählige Produkte zur Verfügung. Und ich bin mir sicher, dass ihr mit bestem Wissen und Gewissen schon ein paar davon abgeschlossen habt. Immer mit der festen Überzeugung, dass sie in genau diesem Moment die richtigen für eure Bedürfnisse waren. Nun die Frage: Hat sich das rückblickend immer als Treffer erwiesen? Wenn ja – Chapeau, gratuliere. Wenn nicht – nun, könnte es sein, dass ihr da einem Irrtum aufgesessen seid? Wir schauen uns das jetzt mal im Detail an. Wahrscheinlich sind mit jedem Geldanlageprodukt auch Erwartungen verknüpft, die auf einem oder mehreren Irrtum/Irrtümern basieren. Um diese verstehen zu können, nehmen wir nun elf Geldanlagemöglichkeiten und definieren zunächst, was sich im Einzelnen dahinter verbirgt. Wir betrachten die Geschichte der Produkte ebenso wie die Vor- und Nachteile (interessant dabei – hin und wieder wird ein und dasselbe Argument sowohl als Vorteil als auch als Nachteil ins Feld geführt –, aber wir werden das richtig einordnen!). Danach werden wir in der Lage sein, auf die jeweiligen Irrtümer einzugehen. Versprochen – da wartet die ein oder andere Überraschung auf euch. Und mit einem generellen Irrtum zum Thema Geldanlage räumen wir auch noch auf. Danach geht es zum kurzen Resümee, welches den Textteil abschließt. Im Anhang folgen dann noch die gesamten Irrtümer tabellarisch zusammengefasst. Den Abschluss bildet, ebenfalls in Tabellenform, die Kurzerklärung für einige im Text verwendete (aber nicht näher beschriebene) Fachbegriffe.
Ein besonderer Aspekt im Spannungsfeld Finanzprodukte/Irrtümer wird die Inflation sein. Dieser Begriff schwebt offenbar wie ein Damoklesschwert über dem Vermögen der Menschen. Über kaum ein anderes Thema aus dem breiten Spektrum der Geldanlage kursieren so viele Märchen und Geschichten. Aus diesem Grund erfährt die Inflation in jedem der elf Geldanlagekapitel eine Extrawürdigung. Dafür ist es aber notwendig, zu verstehen, was sich hinter diesem Begriff verbirgt.
Die Inflation
Was versteht man unter Inflation? In einfachen Worten bedeutet Inflation, dass die Preise für Waren und Dienstleistungen im Laufe der Zeit steigen. Das bedeutet de facto, dass unser Geld weniger wert wird und wir mehr bezahlen müssen, um die gleichen Dinge zu kaufen. Zum Beispiel, wenn früher ein Brot 1,50 Euro gekostet hat, könnte es heute 2,00 Euro kosten. Inflation kann verschiedene Gründe haben, wie beispielsweise steigende Kosten für Rohstoffe oder eine erhöhte Nachfrage nach Produkten. Da wir weniger mit unserem Geld kaufen können, kann sie sich auf unseren Lebensstandard auswirken. Doch bei einer Inflation gibt es – abhängig von verschiedenen Faktoren – bei weitem nicht nur Verlierer.
Mögliche Gewinner: Schuldner: Wenn eine Person Schulden hat, profitiert sie von einer Inflation, da der Wert der Schulden auf diese Weise abnimmt. Denn – Sie kann ihre Schulden mit Geld zurückzahlen, das weniger wert ist als zum Zeitpunkt der Kreditaufnahme. Beispiel: Ein Händler zahlt für einen aufgenommenen Kredit jeden Monat eine Rate von € 1.000,- an Zinsen und Tilgung. Dabei steigt im Laufe der Zeit der Tilgungsanteil dadurch, dass er Zinsen nur auf die jeweilige Restschuld zahlt, die ja von Monat zu Monat geringer wird. Sagen wir, dass er bei einer Inflation von zehn Prozent bereits erworbene Waren ebenfalls zehn Prozent teurer verkauft. So hat er – wenn auch weniger wert – mehr Geld zur Verfügung und kann schneller tilgen, denn die Restschuld unterliegt nicht der Inflation. Immobilieneigentümer: Wenn das Geld weniger wert wird, steigen i. d. R. die Preise für Sachwerte. Also steigt der Wert von Immobilien normalerweise während einer Inflation. Immobilieneigentümer können ihre Immobilien zu höheren Preisen verkaufen oder höhere Mieten verlangen. Aktionäre: Unternehmen (z. B. Rohstoffproduzenten o. Ä.) können während einer Inflation höhere Preise für ihre Produkte oder Dienstleistungen verlangen, was zu höheren Gewinnen führen kann. Aktionäre profitieren von steigenden Aktienkursen und Dividendenausschüttungen.
Mögliche Verlierer: Sparer: Durch steigende Preise verliert das gesparte Geld an Kaufkraft. Das bedeutet, dass das Geld, das auf einem Sparbuch oder einem Bankkonto liegt, in der Zukunft weniger wert sein wird. Rentner: Rentner, die auf feste Renten oder Ersparnisse angewiesen sind, können während einer Inflation Schwierigkeiten haben, mit steigenden Lebenshaltungskosten Schritt zu halten. Denn feste Renten zahlen Monat für Monat das Gleiche aus. Ganz egal, wie hoch die Inflation gerade ist. Inhaber von festverzinslichen Anleihen: Der Wert von festverzinslichen Anleihen kann während einer Inflation sinken, da die Rendite im Vergleich zu den steigenden Preisen weniger attraktiv wird. Beispiel: Ein Geldanleger hat in eine Anleihe investiert, die eine jährliche Verzinsung von drei Prozent bietet. Bis zu ihrer Fälligkeit (Rückzahlung an den Anleger zum Kurs voneinhundert Prozent) schwankt der Kurs der Anleihe nach den Gesetzen von Angebot und Nachfrage. Zwischenzeitlich kommt eine neue Anleihe in den Verkauf, die aufgrund eines nun höheren Zinsniveaus eine jährliche Verzinsung von 5 % bietet. Jetzt wird die alte Anleihe uninteressant und gegebenenfalls von anderen Anlegern verkauft, was einen Kursrückgang nach sich zieht. Dieser geht zu Lasten des Anlegers, der sein Geld in der alten Anleihe belässt. Je nachdem, zu welchem Kurs dieser damals die alte Anleihe gekauft hat, kann er auch bei einer 100%igen Rückzahlung bei Fälligkeit Verlust machen. Denn die 100 % Rückzahlung beziehen sich stets auf den Nominalwert der Anleihe. Und dieser kann durchaus unter dem Kaufpreiskurs liegen. Ufff – alles klar?
Wichtig: Anzumerken, dass die Auswirkungen einer Inflation auf Geldanleger von verschiedenen Faktoren wie der Höhe der Inflation, der Art der Anlagen und der individuellen finanziellen Situation abhängen können.
Die Hyperinflation
Was versteht man unter Hyperinflation? Hyperinflation ist eine extreme Form der Inflation, bei der die Preise für Güter und Dienstleistungen in einem Land sehr schnell stark steigen und außer Kontrolle geraten. In einer Hyperinflation verliert die Landeswährung rapide an Wert, was zu einem drastischen Anstieg der Preise führt. Dies geschieht normalerweise, wenn die Regierung große Mengen an Geld druckt, um ihre Schulden zu begleichen oder ihre Ausgaben zu finanzieren, ohne dass eine entsprechende Produktions- oder Wirtschaftsleistung dahintersteht. Eine Hyperinflation kann schwerwiegende Auswirkungen auf die Wirtschaft und das tägliche Leben der Menschen haben. Die Preise steigen so schnell, dass das Geld praktisch wertlos wird. Die Menschen verlieren das Vertrauen in die Landeswährung und versuchen, ihr Vermögen in stabilere Währungen oder Sachwerte umzuwandeln. Geschäfte und Unternehmen haben Schwierigkeiten, Preise festzulegen und ihre Geschäfte aufrechtzuerhalten. Die Lebenshaltungskosten steigen enorm, was zu sozialen Unruhen und wirtschaftlicher Instabilität führen kann. Beispiel für historische Hyperinflation ist die in Deutschland aus den späten 1920er-Jahren, als die Preise so schnell stiegen, dass Menschen ihr Geld in Schubkarren fahren mussten, um Waren zu kaufen.
Wichtig: Inflation raubt Rendite. In den 1980er-Jahren gab es zum Teil für einjährige Geldanlagen bei den Banken sechs bis acht Prozent Verzinsung. Darüber haben sich viele Privatanleger gefreut –hierbei jedoch vergessen, dass die jährliche Geldentwertung in etwa den gleichen Zinssatz aufwies. Auch interessant – in der Inflation sterben die Gläubiger und profitieren die Schuldner. Warum? Angedeutet findet ihr die Begründung oben (Inflation – Gewinner – Schuldner). Dazu noch offene Fragen müsst ihr in diesem Moment einfach mal zurückstellen. Ein anderes Mal mehr. Nur wenn man das berücksichtigt, liegt die Schlussfolgerung nahe, dass ein verschuldeter Staat ein ureigenes Interesse daran haben könnte, dass die Inflationsrate nicht so niedrig ausfällt.
Nachdem das geklärt ist, betrachten wir im Folgenden elf Möglichkeiten der Geldanlage unter besonderer Berücksichtigung der damit verbundenen Irrtümer.
Das Kopfkissensparen
Was versteht man unter der Geldanlage unter dem Kopfkissen? Die Aufbewahrung des Geldes zu Hause, oft in einer Matratze oder einem Kissen. Manche Menschen machen das, weil sie sich wohler dabei fühlen, ihr Geld nah bei sich zu haben. Es ist jedoch nicht die sicherste oder effektivste Art, Geld aufzubewahren, da es gestohlen werden oder an Wert verlieren kann, wenn die Inflationsrate steigt. Es ist oft besser, das Geld auf einem Bankkonto zu haben oder es in andere Anlageformen zu investieren, um es zu schützen und zu vermehren.
Die Geschichte des Geldanlegens unter dem Kopfkissen:
Früher haben die Menschen ihr Geld oft unter ihrem Kopfkissen aufbewahrt, weil es entweder keine Banken gab oder sie kein Vertrauen in diese hatten. Sie dachten, dass ihr Geld dort sicherer sei. Aber im Laufe der Zeit haben die Menschen gelernt, dass es nicht die beste Idee ist, sein Geld unter dem Kopfkissen zu behalten. Das liegt daran, dass das Geld sich so nicht vermehrt und maximal seinen Wert behält, wenn man es einfach nur dort liegen lässt. Außerdem kann es gestohlen oder beschädigt werden. Heutzutage gibt es bessere Möglichkeiten, sein Geld anzulegen oder zu investieren, um sicherzustellen, dass es im Laufe der Zeit mehr wird. Man kann es zum Beispiel in einer Bank einzahlen oder in eine private Rentenversicherung investieren. Das hilft dabei, dass das Geld sicherer ist und sogar an Wert gewinnt, wenn die Zeit vergeht.
Argumente für die Geldanlage unter dem Kopfkissen:
Die Geldanlage unter dem Kopfkissen hat einige Vorteile, obwohl sie im Vergleich zu anderen Anlageformen begrenzt sind. Sofortige Verfügbarkeit: Das Geld unter dem Kopfkissen ist jederzeit verfügbar, ohne dass man auf Banköffnungszeiten oder andere Einschränkungen achten muss. Es kann schnell für Notfälle oder unvorhergesehene Ausgaben verwendet werden. Keine Kosten: Im Gegensatz zu Bankkonten oder Anlageprodukten fallen bei der Geldanlage unter dem Kopfkissen keine Gebühren oder Kosten an. Es gibt weder Kontoführungsgebühren noch Transaktionskosten zu beachten. Kein Schwankungsrisiko: Wenn das Geld unter dem Kopfkissen aufbewahrt wird, besteht kein Risiko, dass es an Wert verliert (abgesehen von einer Inflation). Es ist sicher vor Marktschwankungen oder wirtschaftlichen Turbulenzen. Anonymität: Die Geldanlage unter dem Kopfkissen bietet Anonymität, da keine Bankkonten oder Transaktionen erforderlich sind. Dies kann für Menschen von Vorteil sein, die ihre finanziellen Aktivitäten privat halten möchten. Dennoch solltet ihr berücksichtigen, dass die Vorteile der Geldanlage unter dem Kopfkissen begrenzt sind und mit einigen Nachteilen verbunden sein können. Und die kommen jetzt.
Argumente gegen die Geldanlage unter dem Kopfkissen:
Risiko: Das Geld unter dem Kopfkissen zu lagern, ist unsicher. Es besteht die Gefahr, dass es gestohlen wird, sei es durch Einbruch oder durch Personen im eigenen Haushalt. Es gibt sicherere Möglichkeiten, Geld zu lagern, wie zum Beispiel ein Bankkonto oder einen Safe. Kein Schutz vor Inflation: Wenn man sein Geld einfach nur unter dem Kopfkissen aufbewahrt, verliert es im Laufe der Zeit an Wert aufgrund der Inflation. Das bedeutet, dass die Kaufkraft des Geldes abnimmt. Es ist daher ratsam, das Geld in Anlagen zu investieren, die eine Rendite erzielen und dem Wertverlust durch Inflation entgegenwirken können. Keine Möglichkeit des Wachstums: Es besteht weder die Chance der Investition noch des Wachstums. Das Geld bleibt einfach nur liegen und bringt keine Rendite ein. Durch Investitionen in verschiedene Anlageformen wie Aktien, Anleihen oder Investmentfonds kann man sein Geld wachsen lassen und langfristig Gewinne erzielen.
Schützt Bargeld vor der Inflation? Nein, das Geld unter dem Kopfkissen schützt nicht vor Inflation. Inflation bedeutet, dass die Preise für Waren und Dienstleistungen im Laufe der Zeit steigen. Wenn das Geld unter dem Kopfkissen einfach nur dort liegt, verliert es im Laufe der Zeit an Kaufkraft, da es nicht an Wert gewinnt. Es ist daher ratsam, den größten Teil seines Geldes in Anlagen zu investieren, die eine Rendite erzielen und vor Inflation schützen können.
Irrtum und zugleich bedeutendster Irrtum bezogen auf die Geldanlage unter dem Kopfkissen: Das Geld ist sicher. Viele Menschen denken, dass sie ihr Geld zu Hause aufbewahren sollten, damit ihr Vermögen stets in der Nähe ist. Aber das ist nicht immer der Fall. Wenn das Geld zu Hause aufbewahrt wird, kann es gestohlen oder beschädigt werden. Zudem kann der Wert des Geldes im Laufe der Zeit durch Inflation sinken.
Wichtig: Manche Leute legen symbolisch ihr gespartes Geld unter das Kopfkissen, weil sie sich sicher fühlen möchten. Sie denken, dass ihr Geld dort sicher ist und sie leicht darauf zugreifen können, wenn sie es brauchen. Es ist jedoch wichtig, zu wissen, dass das Geld unter dem Kopfkissen nicht wirklich sicher ist und es besser ist, es auf einem Bankkonto anzulegen, um es vor Diebstahl oder Verlust zu schützen.
Das Festgeld
Was versteht man unter einem Festgeld? Festgeld ist eine Form der Geldanlage, bei der eine bestimmte Geldsumme für einen festgelegten Zeitraum zu einem festen Zinssatz angelegt wird. Das Geld wird für diese Zeit bei einer Bank oder einem Finanzinstitut hinterlegt und kann während der Laufzeit nicht vorzeitig abgehoben werden. Festgeld bietet eine sichere Anlageform, da der Zinssatz und die Rückzahlung des Kapitals im Voraus festgelegt sind. Es ist eine gute Option für Anleger, die ihr Geld für einen bestimmten Zeitraum sicher und mit vorhersehbaren Erträgen anlegen möchten. Die Laufzeit des Festgeldes kann von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahren variieren.
Die Geschichte des Festgelds: Früher gab es keine Zinsen auf das Geld, das man bei der Bank deponierte. Doch im Laufe der Zeit entwickelten sich die Banken weiter und begannen, Zinsen auf das Geld zu zahlen, das die Menschen bei ihnen zur sicheren Aufbewahrung hinterlegten. Das Festgeld, wie wir es heute kennen, entstand in den 1960er-Jahren. Zu dieser Zeit waren die Zinsen sehr hoch und die Menschen wollten von den guten Konditionen profitieren. Sie legten ihr Geld für einen bestimmten Zeitraum bei der Bank an, zum Beispiel für ein Jahr oder fünf Jahre. Während dieser Zeit konnten sie nicht auf das Geld zugreifen, aber sie erhielten dafür einen festen Zinssatz. Das Festgeld wurde immer beliebter, da es den Menschen eine sichere Möglichkeit bot, ihr Geld anzulegen und dabei eine feste Rendite zu erzielen. Die Banken nutzten das Festgeld auch, um ihre Liquidität zu verbessern und Kredite zu vergeben. Im Laufe der Zeit haben sich die Konditionen für Festgeld verändert. Die Zinsen sind gesunken und die Laufzeiten können variieren. Heutzutage bieten viele Banken Festgeldkonten an, auf denen man sein Geld für einen bestimmten Zeitraum anlegen kann. Es ist eine beliebte Anlageform für Menschen, die ihr Geld sicher und mit vorhersehbaren Erträgen anlegen möchten.
Argumente für das Festgeld: Sicherheit: Festgeld gilt als eine sichere Anlageform, da das eingezahlte Geld in der Regel durch Einlagensicherungssysteme geschützt ist. Dies bedeutet, dass im Falle einer Insolvenz der Bank das investierte Kapital bis zu einer bestimmten Höhe abgesichert ist. Feste Zinssätze: Bei Festgeld wird der Zinssatz zu Beginn der Anlage festgelegt und bleibt während der gesamten Laufzeit konstant. Dies ermöglicht eine genaue Planung und Kalkulation der Rendite. Einfache Handhabung: Die Eröffnung eines Festgeldkontos ist in der Regel unkompliziert, da es eine einfache und transparente Anlageform ist. Flexibilität: Bei Bedarf kann die Laufzeit des Festgeldkontos gewählt werden, üblicherweise zwischen einem Monat und mehreren Jahren. Dies ermöglicht eine individuelle Anpassung an die eigenen finanziellen Ziele und Bedürfnisse. Rendite: Festgeld bietet im Vergleich zu anderen sicheren Anlageformen wie Sparbuch oder Tagesgeld oft höhere Zinssätze. Dadurch kann eine attraktive Rendite erzielt werden.

