Kindheitserinnerungen und Zukunftsvisionen
Eine Hommage an die Vergangenheit und ein Appell an die Zukunft
EUR 30,90
Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 322
ISBN: 978-3-7116-0233-6
Erscheinungsdatum: 07.01.2025
Welchen Einfluss hat die Kindheit auf unser Leben und welche Rolle spielen Kinder in diesem? In tiefgehenden und persönlichen Interviews wird Stimmen aus aller Welt Gehör verschafft, um diesen Fragen auf den Grund zu gehen.
Kurzbeschreibung
Unsere Kindheit ist der Grundstein für unser zukünftiges Leben. Sie ist die Basis, sozusagen die Startbahn in unsere Zukunft. Aber wie lange braucht es, bis wir fliegen können, und welche Faktoren beeinflussen unsere Richtung, unsere Zwischenlandungen oder Abstürze, und ab wann übernehmen wir selbst das Steuer und bestimmen über das Ziel unserer Reise durch das Leben?
Welche Voraussetzungen sind essentiell, um auf das Leben vorbereitet zu sein – ist dies überhaupt möglich? Und welchen Einfluss hat die Kindheit auf die Entwicklung unserer Persönlichkeit, die Werte und Ziele für unsere Zukunft?
Ein Kind auf der Schulter eines Erwachsenen sieht mehr und weiter, es erkennt Dinge ohne Vorurteile und schenkt auch der scheinbaren Gefahr ein Lächeln. Kinder bereichern unser Leben durch Unbeschwertheit und eine oft verblüffende, realistische Logik.
Aber Kinder bedeuten Verantwortung, das Zurückstellen der eigenen Bedürfnisse, eine Neuordnung aller bisherigen Prioritäten.
Die Meinungen über „Kinderwunsch, Kinderglück und kinderloses Glücklichsein“, verändern sich mit den verschiedenen Lebensphasen. Sie sollten jedoch stets vom gesellschaftlichen Umfeld akzeptiert werden.
In meinen Interviews befragte ich Menschen aus allen Generationen und unterschiedlicher Herkunft nach ihrer Kindheit, ihren Erinnerungen und der Einstellung zu Kindern.
Parallel dazu habe ich recherchiert, um mir selbst ein Bild zu machen, wie es Kindern weltweit ergeht. Natürlich kenne auch ich Reportagen und Filme über dieses Thema. Aber auf meinen Reisen, unterstützt durch die Interviews und das Zusammentragen von Fakten, offenbarte sich mir eine erweiterte Sicht auf unsere Gesellschaft im Umgang mit Kindern.
Vorwort
Kinderwunsch und Kinderglück
Machen Kinder glücklich?
Was für eine Frage, denken Sie jetzt. Und die meisten von Ihnen sagen bestimmt laut Ja. Aber verurteilen wir diejenigen, welche sich gegen eigene Kinder entscheiden? Leider ist dies ein häufiges Streitthema in der Gesellschaft. Obwohl jeder seine Meinung haben darf, wird ihm eben diese oft zum Verhängnis.
Für die meisten Menschen gehören Kinder zur Familienplanung dazu. Dies klingt nun wiederum sehr nüchtern und es stellt sich die Frage, ob die Thematik „Kinder“ eine Diskussionsgrundlage sein sollte oder eine private Entscheidung. Hier wird die Mehrzahl zu „privat“ tendieren.
Aber was ist heutzutage privat? Bereits im Familienverband werden hier häufig Grenzen überschritten und Mitglieder mit Fragen nach Zukunftsplänen im Allgemeinen und dem Kinderwunsch im Besonderen bombardiert.
Schauen wir uns in unserem Umfeld einmal um, so finden sich häufig Bekanntschaften mit gleichen Wertvorstellungen zusammen. Kinder verbinden – und schließen nicht selten kinderlose Paare auf längere Sicht aus.
Ich selbst habe einen Wandel durchlebt und bin der Meinung, dass Kinder das Leben ungemein bereichern, jedoch auch Paare oder Singles kinderlos ein erfülltes Leben haben können.
Wichtig ist, dass der Mensch allein ehrlich mit sich ist und in einer Partnerschaft diesbezüglich keine Kompromisse getroffen werden dürfen. Denn ein Kompromiss bedeutet ein Aufeinanderzugehen, das Verlassen der eigenen Position und somit den Verzicht auf Teile der gestellten Forderung. Aber in Sachen Kinderwunsch gibt es nun mal nur ein JA oder ein NEIN.
Ich selbst wurde schon mehrmals in Entscheidungsfragen involviert und versuchte immer, objektiv zu bleiben. Dies ist natürlich umso schwerer, wenn es Menschen betrifft, welche wir kennen und mögen.
Ein befreundetes Paar ist bereits seit Jahren liiert, beide sind 30 Jahre alt. Er ist seit der Schulzeit mein bester Freund. Sie lernte ich kennen, als beide sich vor Jahren verliebten. Nun offenbarte sie ihm ihren dringenden Kinderwunsch. Mein Freund selbst konnte sich allerdings ein Leben ohne Kinder gut vorstellen. Im Gespräch bezog ich keine Stellung, zeigte jedoch die Ernsthaftigkeit der Thematik auf. Fragen, wie wichtig ist ihm die Partnerschaft und wie ernst ist es ihm, niemals Kinder zu wollen. Sollte dies für ihn höchste Priorität haben, ändert sich die zukunftsorientierte Basis ihrer Beziehung. In diesem Falle läge die Konsequenz allein bei ihnen beiden. Ein Hinauszögern oder ein Vielleicht gibt es nach langjähriger Beziehung bei dieser Problematik nicht.
Denn auf längere Sicht hätte die Partnerschaft, bedingt durch konträre Wertvorstellungen, ihre Basis verloren. Beide haben heute vier Kinder und sind glücklich.
Das Thema „Kinder“ ist allgegenwärtig. Auch Sie kennen die Diskussionen kinderloser Paare, wenn es um Entscheidungen wie künstliche Befruchtung oder Adoption geht. Oder die weltweiten Kontroversen um die Legalisierung von Abtreibungsgesetzen. Und jeder hat eine Meinung dazu. Aber eben diese Meinung trifft nicht auf alle zu. Der private Background, die Geschichte eines Menschen formt die individuelle Auffassung und Lebenseinstellung bezüglich Ethik und Moral. Hinzu kommen gesellschaftliche Ansprüche und sich stetig wechselnde Situationen.
Meinungen zu und Verständnis von einem Thema können geändert werden. Aber dieser Umbruch im Denken muss aus eigener Erkenntnis kommen. Wir können niemanden bekehren, nur in Hinblick auf die Situation begleiten.
Akzeptieren wir die Entscheidung, heißt es nicht, dass wir sie tolerieren, aber wir stehen zu dem Menschen an unserer Seite. Die Konsequenz hieße, dass die Beziehung nicht stabil ist und unsere Wege sich trennen. Immer wiederkehrende Vorwürfe oder neu eingeleitete Diskussionen zum bekannten Thema zermürben und führen über längere Sicht ebenfalls zum Bruch.
Was ist mein Fazit zu diesem Thema?
Nun, Kinder bereichern das Leben ungemein. Meine Tochter hat mich eine neue Form der Liebe gelehrt und ich lerne auch heute noch, Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten und meine Meinung in manchen Dingen zu überdenken. Meine Tochter lehrte mich, sich nicht für eine Handvoll Freunde verbiegen zu müssen, wenn man sich allein wohler fühlt.
Aber jegliche Erkenntnisse erlangen wir im bewussten Umgang mit den Menschen in unserem Umfeld, im täglichen Leben und durch unsere Bereitschaft, lernen zu wollen.
Das Thema „Kinder“ wird immer aktuell und lebenswichtig sein, denn sie erhalten das Leben und spiegeln Unschuld, Freude und letztendlich unsere Gesellschaft wider. Aber gleichzeitig ist es auch ein sehr privates Thema. Denn Adoption, Leihmutterschaft oder auch Abtreibungen basieren stets auf Entscheidungen, welche ich noch nicht treffen musste. Und dies gilt es zu bedenken.
Also stehen wir zu unseren Meinungen und tolerieren die der anderen, ohne sie zwingend akzeptieren zu müssen.
Unseren Partnern, Freunden und engsten Vertrauten stehen wir zur Seite und versuchen, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sich die entsprechende Person mit ihrer Entscheidung fühlt. Diese Objektivität sollten wir nutzen, um die richtigen Fragen zu stellen, ohne zu manipulieren.
Denn ob ein Paar Kinder hat oder nicht, sagt nichts über den Menschen aus. Wir lernen eine Person um ihrer selbst Willen kennen und mögen.
Ob Partner, Kind oder Freund – Menschen begleiten uns eine lange Zeit im Leben mit ihrer Kreativität, ihrer Aura und täglichen Gegenwart. Und nur weil wir bezüglich der Thematik „Kinder“ eine andere Auffassung haben, sollte mir dieser Mensch nicht mehr wichtig sein?
Nun, dies ist ebenfalls eine sehr private Entscheidung und gilt es zu überdenken. Jedoch spielen auch hier der Grad der Verbundenheit und Wertvorstellungen eine große Rolle. Letztendlich wünsche ich Ihnen eine glückliche Zeit, ob mit oder ohne Kinder. Hören Sie auf Ihre innere Stimme und bleiben Sie sich selbst treu. Ihr Herz und Ihr Verstand werden sich nicht immer einig sein. Aber wie Sie entscheiden, so ist es richtig.
Fakten und Zahlen
Kinder weltweit
Weltweit leben ca. 2.35 Milliarden Kinder zwischen 0 und 17 Jahren. Davon sind ca. 385 Millionen* von extremer Armut betroffen und 160 Millionen** Kinder weltweit gelten als Kinderarbeiter.
Sehen wir uns die letzten beiden Zahlen einmal in einer Tabelle an, welche die fünf Kontinente und Neuseeland gegenüberstellt, so sind es nicht nur die Entwicklungsländer, welche erschreckende Zustände zeigen.
* https://www.unicef.ch/de/aktuell/news/2016-10-04/fast-385-millionen-kinder-weltweit-leben-extremer-armut
** https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/blog/-/kinderarbeit-fragen-und-antworten/275272#
Hunger weltweit
Hungernde Menschen und insbesondere Kinder sind ebenfalls eines der dringlichsten Probleme unserer Gesellschaft. Und ihre Zahl nimmt weltweit zu.
Zahlenangabe in Millionen
Aktuell werden ca. 750 Millionen hungernde Menschen gezählt.*
Jährlich sterben drei Millionen Kinder unter fünf Jahren.**
Jedes vierte Kind in Europa und jedes fünfte Kind in Deutschland zeigt eine Ernährungsunsicherheit.***
Im Jahr 2021 starben in Afrika eine Viertelmillion Kinder an Hunger.****
Jedes fünfte Kind in den USA leidet Hunger*****
Auch in Australien und Neuseeland werden Ernährungsunsicherheiten beobachtet, insbesondere bei Menschen mit Migrationshintergrund und der indigenen Bevölkerung.******
* https://www.ref.ch/news/dreiviertel-milliarde-menschen-hungern/
** https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/blog/-/kindersterblichkeit-weltweit-warum-sterben-kinder/274050
*** https://www.dkhw.de/informieren/unsere-themen/kinderarmut/gesunde-ernaehrung/#:~:text=Kind geht hungrig zur Schule, sind rund 500.000 Kinder betroffen.
**** https://www.savethechildren.de/news/ostafrika-eine-viertelmillion-kinder-2021-an-hunger-gestorben/#:~:text=Mehr als 260.000 Kinder unter, Analyse von Save the Children.
***** https://www.watson.ch/wirtschaft/donald-trump/692985483-jedes-fuenfte-us-kind-hungert-donald-trump-verweigert-die-hilfe
****** https://comcom.govt.nz/__data/assets/pdf_file/0030/265809/Kore-Hiakai-Zero-Hunger-Collective-Submission-on-Market-study-into-grocery-sector-draft-report-26-August-2021.pdf/https://melbourneinstitute.unimelb.edu.au/__data/assets/pdf_file/0005/4348247/ri2022n04.pdf
Verhältnis obdachloser Kinder, Kinderwunsch und
Schwangerschaftsabbrüche pro Jahr
Weltweit leben 150 Millionen obdachlose Kinder, davon 33 Millionen Kinder ohne Eltern.
Im Verhältnis dazu nehmen sowohl In-vitro-Fertilisationen als auch Schwangerschaftsabbrüche stetig zu.
Nachdem 1978 das erste IVF-Baby* geboren wurde, zählen wir bis dato ca. 10 Millionen In-vitro-Geburten,** welchen im Schnitt 24 Millionen Behandlungen vorangingen.
Im Verhältnis dazu werden jährlich etwa 44 Millionen Schwangerschaften abgebrochen und die Zahl unsicherer Abtreibungen***wird auf ca. 25 Millionen pro Jahr geschätzt.
* https://mvz-kinderwunsch.com/wissenswertes/erstes-ivf-baby-louise-brown/#:~:text=Der 25. Juli 1978 ist, wurde, das Licht der Welt.
** https://www.welt.de/gesundheit/article236833613/Kuenstliche-Befruchtung-Wie-es-den-Wunschkindern-im-spaeteren-Leben-geht.html#:~:text=Seit dem Jahr 1978, als, Wie leben diese Kinder?
*** https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/80592/WHO-Jaehrlich-25-5-Millionen-unsichere-Abtreibungen-weltweit
Die Thematik „Kinderwunsch und Kinderglück“ ist zeitlos und eines der wichtigsten Themen weltweit. Jedoch ist es auch ein sehr persönliches Thema und somit schwer zu propagieren. Wesentlich ist jedoch, dass stets das Wohlergehen aller Kinder im Fokus stehen sollte, denn Kinder bedeuten Zukunft. Und Zukunft beginnt in der Gegenwart mit dem Wissen aus der Vergangenheit.
Unsere Kinder spiegeln die Generation wider, in welcher sie aufwachsen, und leben nach, was sie erfahren. Kinder sind ein unbeschriebenes Blatt, auf welchem das Leben seine individuelle Geschichte schreibt.
Bereits vom Tage der Empfängnis bis zur Geburt erfährt der Fötus verschiedene Emotionen und Zuwendungen durch den Mutterleib. Ernährung, Sport, Musik und Lebensgewohnheiten legen neben der genetischen Disposition einen Grundstein zur Entwicklung.
Musik, welche die Mutter gern hört und mitsingt, lässt nicht nur sie, sondern auch das Ungeborene entspannen. Dabei ist es egal, welche Musik. Der Klang der Mutterstimme und das mütterliche Wohlbefinden übertragen sich auf den Fötus und bauen eine Bindung auf. Wenn beide Eltern am Abend ein Schlaflied singen oder bei klassischer Musik über den Mutterleib streichen, hat dies den gleichen Effekt.
Auch Sport ist ein wichtiger und unerlässlicher Faktor in der Schwangerschaft. Aktivbleiben ist wichtig, für Mutter und Kind. „Hierbei gilt: Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Elaubt ist, was nicht schadet.“ Ausdauer und Kraftsport, Pilates, Yoga oder Tai-Chi, hierzu gibt es die verschiedensten Empfehlungen oder Sie lassen sich individuell beraten.
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Unsere Kindheit ist der Grundstein für unser zukünftiges Leben. Sie ist die Basis, sozusagen die Startbahn in unsere Zukunft. Aber wie lange braucht es, bis wir fliegen können, und welche Faktoren beeinflussen unsere Richtung, unsere Zwischenlandungen oder Abstürze, und ab wann übernehmen wir selbst das Steuer und bestimmen über das Ziel unserer Reise durch das Leben?
Welche Voraussetzungen sind essentiell, um auf das Leben vorbereitet zu sein – ist dies überhaupt möglich? Und welchen Einfluss hat die Kindheit auf die Entwicklung unserer Persönlichkeit, die Werte und Ziele für unsere Zukunft?
Ein Kind auf der Schulter eines Erwachsenen sieht mehr und weiter, es erkennt Dinge ohne Vorurteile und schenkt auch der scheinbaren Gefahr ein Lächeln. Kinder bereichern unser Leben durch Unbeschwertheit und eine oft verblüffende, realistische Logik.
Aber Kinder bedeuten Verantwortung, das Zurückstellen der eigenen Bedürfnisse, eine Neuordnung aller bisherigen Prioritäten.
Die Meinungen über „Kinderwunsch, Kinderglück und kinderloses Glücklichsein“, verändern sich mit den verschiedenen Lebensphasen. Sie sollten jedoch stets vom gesellschaftlichen Umfeld akzeptiert werden.
In meinen Interviews befragte ich Menschen aus allen Generationen und unterschiedlicher Herkunft nach ihrer Kindheit, ihren Erinnerungen und der Einstellung zu Kindern.
Parallel dazu habe ich recherchiert, um mir selbst ein Bild zu machen, wie es Kindern weltweit ergeht. Natürlich kenne auch ich Reportagen und Filme über dieses Thema. Aber auf meinen Reisen, unterstützt durch die Interviews und das Zusammentragen von Fakten, offenbarte sich mir eine erweiterte Sicht auf unsere Gesellschaft im Umgang mit Kindern.
Vorwort
Kinderwunsch und Kinderglück
Machen Kinder glücklich?
Was für eine Frage, denken Sie jetzt. Und die meisten von Ihnen sagen bestimmt laut Ja. Aber verurteilen wir diejenigen, welche sich gegen eigene Kinder entscheiden? Leider ist dies ein häufiges Streitthema in der Gesellschaft. Obwohl jeder seine Meinung haben darf, wird ihm eben diese oft zum Verhängnis.
Für die meisten Menschen gehören Kinder zur Familienplanung dazu. Dies klingt nun wiederum sehr nüchtern und es stellt sich die Frage, ob die Thematik „Kinder“ eine Diskussionsgrundlage sein sollte oder eine private Entscheidung. Hier wird die Mehrzahl zu „privat“ tendieren.
Aber was ist heutzutage privat? Bereits im Familienverband werden hier häufig Grenzen überschritten und Mitglieder mit Fragen nach Zukunftsplänen im Allgemeinen und dem Kinderwunsch im Besonderen bombardiert.
Schauen wir uns in unserem Umfeld einmal um, so finden sich häufig Bekanntschaften mit gleichen Wertvorstellungen zusammen. Kinder verbinden – und schließen nicht selten kinderlose Paare auf längere Sicht aus.
Ich selbst habe einen Wandel durchlebt und bin der Meinung, dass Kinder das Leben ungemein bereichern, jedoch auch Paare oder Singles kinderlos ein erfülltes Leben haben können.
Wichtig ist, dass der Mensch allein ehrlich mit sich ist und in einer Partnerschaft diesbezüglich keine Kompromisse getroffen werden dürfen. Denn ein Kompromiss bedeutet ein Aufeinanderzugehen, das Verlassen der eigenen Position und somit den Verzicht auf Teile der gestellten Forderung. Aber in Sachen Kinderwunsch gibt es nun mal nur ein JA oder ein NEIN.
Ich selbst wurde schon mehrmals in Entscheidungsfragen involviert und versuchte immer, objektiv zu bleiben. Dies ist natürlich umso schwerer, wenn es Menschen betrifft, welche wir kennen und mögen.
Ein befreundetes Paar ist bereits seit Jahren liiert, beide sind 30 Jahre alt. Er ist seit der Schulzeit mein bester Freund. Sie lernte ich kennen, als beide sich vor Jahren verliebten. Nun offenbarte sie ihm ihren dringenden Kinderwunsch. Mein Freund selbst konnte sich allerdings ein Leben ohne Kinder gut vorstellen. Im Gespräch bezog ich keine Stellung, zeigte jedoch die Ernsthaftigkeit der Thematik auf. Fragen, wie wichtig ist ihm die Partnerschaft und wie ernst ist es ihm, niemals Kinder zu wollen. Sollte dies für ihn höchste Priorität haben, ändert sich die zukunftsorientierte Basis ihrer Beziehung. In diesem Falle läge die Konsequenz allein bei ihnen beiden. Ein Hinauszögern oder ein Vielleicht gibt es nach langjähriger Beziehung bei dieser Problematik nicht.
Denn auf längere Sicht hätte die Partnerschaft, bedingt durch konträre Wertvorstellungen, ihre Basis verloren. Beide haben heute vier Kinder und sind glücklich.
Das Thema „Kinder“ ist allgegenwärtig. Auch Sie kennen die Diskussionen kinderloser Paare, wenn es um Entscheidungen wie künstliche Befruchtung oder Adoption geht. Oder die weltweiten Kontroversen um die Legalisierung von Abtreibungsgesetzen. Und jeder hat eine Meinung dazu. Aber eben diese Meinung trifft nicht auf alle zu. Der private Background, die Geschichte eines Menschen formt die individuelle Auffassung und Lebenseinstellung bezüglich Ethik und Moral. Hinzu kommen gesellschaftliche Ansprüche und sich stetig wechselnde Situationen.
Meinungen zu und Verständnis von einem Thema können geändert werden. Aber dieser Umbruch im Denken muss aus eigener Erkenntnis kommen. Wir können niemanden bekehren, nur in Hinblick auf die Situation begleiten.
Akzeptieren wir die Entscheidung, heißt es nicht, dass wir sie tolerieren, aber wir stehen zu dem Menschen an unserer Seite. Die Konsequenz hieße, dass die Beziehung nicht stabil ist und unsere Wege sich trennen. Immer wiederkehrende Vorwürfe oder neu eingeleitete Diskussionen zum bekannten Thema zermürben und führen über längere Sicht ebenfalls zum Bruch.
Was ist mein Fazit zu diesem Thema?
Nun, Kinder bereichern das Leben ungemein. Meine Tochter hat mich eine neue Form der Liebe gelehrt und ich lerne auch heute noch, Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten und meine Meinung in manchen Dingen zu überdenken. Meine Tochter lehrte mich, sich nicht für eine Handvoll Freunde verbiegen zu müssen, wenn man sich allein wohler fühlt.
Aber jegliche Erkenntnisse erlangen wir im bewussten Umgang mit den Menschen in unserem Umfeld, im täglichen Leben und durch unsere Bereitschaft, lernen zu wollen.
Das Thema „Kinder“ wird immer aktuell und lebenswichtig sein, denn sie erhalten das Leben und spiegeln Unschuld, Freude und letztendlich unsere Gesellschaft wider. Aber gleichzeitig ist es auch ein sehr privates Thema. Denn Adoption, Leihmutterschaft oder auch Abtreibungen basieren stets auf Entscheidungen, welche ich noch nicht treffen musste. Und dies gilt es zu bedenken.
Also stehen wir zu unseren Meinungen und tolerieren die der anderen, ohne sie zwingend akzeptieren zu müssen.
Unseren Partnern, Freunden und engsten Vertrauten stehen wir zur Seite und versuchen, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sich die entsprechende Person mit ihrer Entscheidung fühlt. Diese Objektivität sollten wir nutzen, um die richtigen Fragen zu stellen, ohne zu manipulieren.
Denn ob ein Paar Kinder hat oder nicht, sagt nichts über den Menschen aus. Wir lernen eine Person um ihrer selbst Willen kennen und mögen.
Ob Partner, Kind oder Freund – Menschen begleiten uns eine lange Zeit im Leben mit ihrer Kreativität, ihrer Aura und täglichen Gegenwart. Und nur weil wir bezüglich der Thematik „Kinder“ eine andere Auffassung haben, sollte mir dieser Mensch nicht mehr wichtig sein?
Nun, dies ist ebenfalls eine sehr private Entscheidung und gilt es zu überdenken. Jedoch spielen auch hier der Grad der Verbundenheit und Wertvorstellungen eine große Rolle. Letztendlich wünsche ich Ihnen eine glückliche Zeit, ob mit oder ohne Kinder. Hören Sie auf Ihre innere Stimme und bleiben Sie sich selbst treu. Ihr Herz und Ihr Verstand werden sich nicht immer einig sein. Aber wie Sie entscheiden, so ist es richtig.
Fakten und Zahlen
Kinder weltweit
Weltweit leben ca. 2.35 Milliarden Kinder zwischen 0 und 17 Jahren. Davon sind ca. 385 Millionen* von extremer Armut betroffen und 160 Millionen** Kinder weltweit gelten als Kinderarbeiter.
Sehen wir uns die letzten beiden Zahlen einmal in einer Tabelle an, welche die fünf Kontinente und Neuseeland gegenüberstellt, so sind es nicht nur die Entwicklungsländer, welche erschreckende Zustände zeigen.
* https://www.unicef.ch/de/aktuell/news/2016-10-04/fast-385-millionen-kinder-weltweit-leben-extremer-armut
** https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/blog/-/kinderarbeit-fragen-und-antworten/275272#
Hunger weltweit
Hungernde Menschen und insbesondere Kinder sind ebenfalls eines der dringlichsten Probleme unserer Gesellschaft. Und ihre Zahl nimmt weltweit zu.
Zahlenangabe in Millionen
Aktuell werden ca. 750 Millionen hungernde Menschen gezählt.*
Jährlich sterben drei Millionen Kinder unter fünf Jahren.**
Jedes vierte Kind in Europa und jedes fünfte Kind in Deutschland zeigt eine Ernährungsunsicherheit.***
Im Jahr 2021 starben in Afrika eine Viertelmillion Kinder an Hunger.****
Jedes fünfte Kind in den USA leidet Hunger*****
Auch in Australien und Neuseeland werden Ernährungsunsicherheiten beobachtet, insbesondere bei Menschen mit Migrationshintergrund und der indigenen Bevölkerung.******
* https://www.ref.ch/news/dreiviertel-milliarde-menschen-hungern/
** https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/blog/-/kindersterblichkeit-weltweit-warum-sterben-kinder/274050
*** https://www.dkhw.de/informieren/unsere-themen/kinderarmut/gesunde-ernaehrung/#:~:text=Kind geht hungrig zur Schule, sind rund 500.000 Kinder betroffen.
**** https://www.savethechildren.de/news/ostafrika-eine-viertelmillion-kinder-2021-an-hunger-gestorben/#:~:text=Mehr als 260.000 Kinder unter, Analyse von Save the Children.
***** https://www.watson.ch/wirtschaft/donald-trump/692985483-jedes-fuenfte-us-kind-hungert-donald-trump-verweigert-die-hilfe
****** https://comcom.govt.nz/__data/assets/pdf_file/0030/265809/Kore-Hiakai-Zero-Hunger-Collective-Submission-on-Market-study-into-grocery-sector-draft-report-26-August-2021.pdf/https://melbourneinstitute.unimelb.edu.au/__data/assets/pdf_file/0005/4348247/ri2022n04.pdf
Verhältnis obdachloser Kinder, Kinderwunsch und
Schwangerschaftsabbrüche pro Jahr
Weltweit leben 150 Millionen obdachlose Kinder, davon 33 Millionen Kinder ohne Eltern.
Im Verhältnis dazu nehmen sowohl In-vitro-Fertilisationen als auch Schwangerschaftsabbrüche stetig zu.
Nachdem 1978 das erste IVF-Baby* geboren wurde, zählen wir bis dato ca. 10 Millionen In-vitro-Geburten,** welchen im Schnitt 24 Millionen Behandlungen vorangingen.
Im Verhältnis dazu werden jährlich etwa 44 Millionen Schwangerschaften abgebrochen und die Zahl unsicherer Abtreibungen***wird auf ca. 25 Millionen pro Jahr geschätzt.
* https://mvz-kinderwunsch.com/wissenswertes/erstes-ivf-baby-louise-brown/#:~:text=Der 25. Juli 1978 ist, wurde, das Licht der Welt.
** https://www.welt.de/gesundheit/article236833613/Kuenstliche-Befruchtung-Wie-es-den-Wunschkindern-im-spaeteren-Leben-geht.html#:~:text=Seit dem Jahr 1978, als, Wie leben diese Kinder?
*** https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/80592/WHO-Jaehrlich-25-5-Millionen-unsichere-Abtreibungen-weltweit
Die Thematik „Kinderwunsch und Kinderglück“ ist zeitlos und eines der wichtigsten Themen weltweit. Jedoch ist es auch ein sehr persönliches Thema und somit schwer zu propagieren. Wesentlich ist jedoch, dass stets das Wohlergehen aller Kinder im Fokus stehen sollte, denn Kinder bedeuten Zukunft. Und Zukunft beginnt in der Gegenwart mit dem Wissen aus der Vergangenheit.
Unsere Kinder spiegeln die Generation wider, in welcher sie aufwachsen, und leben nach, was sie erfahren. Kinder sind ein unbeschriebenes Blatt, auf welchem das Leben seine individuelle Geschichte schreibt.
Bereits vom Tage der Empfängnis bis zur Geburt erfährt der Fötus verschiedene Emotionen und Zuwendungen durch den Mutterleib. Ernährung, Sport, Musik und Lebensgewohnheiten legen neben der genetischen Disposition einen Grundstein zur Entwicklung.
Musik, welche die Mutter gern hört und mitsingt, lässt nicht nur sie, sondern auch das Ungeborene entspannen. Dabei ist es egal, welche Musik. Der Klang der Mutterstimme und das mütterliche Wohlbefinden übertragen sich auf den Fötus und bauen eine Bindung auf. Wenn beide Eltern am Abend ein Schlaflied singen oder bei klassischer Musik über den Mutterleib streichen, hat dies den gleichen Effekt.
Auch Sport ist ein wichtiger und unerlässlicher Faktor in der Schwangerschaft. Aktivbleiben ist wichtig, für Mutter und Kind. „Hierbei gilt: Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Elaubt ist, was nicht schadet.“ Ausdauer und Kraftsport, Pilates, Yoga oder Tai-Chi, hierzu gibt es die verschiedensten Empfehlungen oder Sie lassen sich individuell beraten.
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