Fünf Minuten nach zwölf

Fünf Minuten nach zwölf

Erich Skopek


EUR 16,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 62
ISBN: 978-3-99131-352-6
Erscheinungsdatum: 31.03.2022
Ohne Scheuklappen übt der Autor Kritik an den derzeitigen Strömungen in Gesellschaft und Kirche. Entwickeln sich diese wie bisher, werden die Folgen schwerwiegend sein. Dieses Buch soll davor warnen.
Prolog

Hello darkness, my old friend
I’ve come to talk with you again …

… and in the naked light I saw
Ten thousand people, maybe more
People talking without speaking
People hearing without listening …

And the people bowed and prayed
To the neon god they made …

(aus dem Lied „Sounds of Silence“
von Simon and Garfunkel)



Hallo Finsternis, meine alte Freundin
ich bin gekommen, um erneut mit dir zu reden …

… und im hellen Licht, da sah ich
Zehntausende, vielleicht auch mehr
Leute, die sprachen,
ohne etwas zu sagen zu haben
Leute die hörten, ohne zuzuhören …

… und die Menschen verbeugten sich,
um den Neon-Gott anzubeten, den
sie selbst geschaffen hatten …



Gegen 23.30 Uhr verabschiedeten sich die letzten Gäste von der Geburtstagsfeier. Erwin Schäfer war siebenundsechzig geworden. Deshalb nur eine kleine Feier, nicht so wie zu seinem Sechziger. Ob er den Siebziger, sofern er ihn erleben sollte, groß feiern würde, glaubte er eigentlich nicht. Die beiden Freunde, Daniel Rüger und Franz Balzer, waren die letzten, die das Fest verließen. Seine beiden Söhne waren etwas früher gegangen. Die Frauen und einige Bekannte aus der Selbsthilfegruppe hatten schon gegen einundzwanzig Uhr das Fest verlassen – sie konnten mit den endlosen Diskussionen nicht viel anfangen.

Daniel und Franz, wie Erwin Schäfer überzeugte Christen, diskutierten wieder einmal mit Erwins Söhnen über den Sinn des Lebens. Das hatten sie schon öfter getan. Letztere hatten schon von klein auf von den biblischen Geschichten erfahren, hatten über den Glauben viel mitbekommen. Täglich hatte ihnen Erwin am Abend aus der Kinderbibel vorgelesen, hatte mit ihnen die sich daraus ergebenden Themen besprochen. Dennoch teilten sie seinen Glauben nicht. Das war wieder einmal der Beweis dafür, dass man den Glauben an den lebendigen Gott nicht vererben oder gar aufzwingen kann, bestenfalls eine Religion kann man weitergeben. Aber der Glaube an Jesus Christus ist keine Religion, sondern eine persönliche Angelegenheit. Ebenso die Entscheidung für oder gegen ihn. Religion – auch die christliche, so sah es Erwin – hat mit äußerlichen Formen zu tun, mit Riten, Dogmen und einem vorgefassten Programm. Über die Frage, die er einmal gehört hatte, was denn der Unterschied zwischen einem Gottesdienst und einem Fußballspiel sei, hatte er nur geschmunzelt. Ebenso über die Antwort, nämlich, dass man bei einem Fußballspiel nicht wisse, wie es ausgeht.

Wie dem auch sei. Die Diskussion zwischen seinen Söhnen und Freunden war heftig gewesen. Bevor seine Kinder gingen, brachte der Jüngere einen Abschnitt aus dem letzten Kapitel des Buches ‚Prediger‘ in das Wortgefecht ein:

Im Übrigen lass dich warnen. Es werde stets neue Bücher geschrieben und dein Körper wird müde,
wenn du zu viel darin liest.
(Prediger 12:12)

Darauf antworteten Erwins Freunde fast gleichzeitig aus den folgenden Versen:

Als Ergebnis der ganzen Gedanken will ich Folgendes mitgeben. Bring Gott Achtung entgegen und tu das, was Er in seinen Geboten fordert. Das gilt für jeden Menschen.
Gott wird über alle unsere Taten Gericht halten – selbst
über die Taten, die im Verborgenen liegen.
(Kap. 12:13 und 14).

Kurz danach brachen Erwins Söhne auf. Sicher nicht, weil sie die Diskussion scheuten, sondern sie hatten bereits bei ihrem Kommen angedeutet, dass sie an diesem Abend noch etwas vorhatten. Sie sahen einander nicht oft, da der Ältere der Söhne in Dänemark arbeitete und wohnte.

Erwin war darüber nicht böse. Er freute sich, dass es ihnen gut ging. Sie hatten Arbeit und Wohnung und hatten, soweit er wusste, keine größeren Probleme. Nur, dass sie dem Glauben ablehnend gegenüberstanden, machte ihm keine Freude. Dass sie gerade das Lesen und die Bücher thematisierten, befremdete Erwin. Denn als Geschenke gab es wieder Bücher. Und schließlich war es ja nicht normal, das Pferd vom Schwanz her aufzuzäumen und das Ende des Buches ‚Prediger‘ zu zitieren. Normalerweise fängt man mit der Einleitung an und arbeitet sich vorwärts. Und dass vieles Lesen den Körper ermüdet, ist ja auch nicht von der Hand zu weisen. Aber, dass Erwins Freunde auf den Zug aufsprangen und gleich mit den darauffolgenden Versen konterten, irritierte ihn schon etwas. Eigentlich hätte er erwartet, dass Daniel und Franz darauf hinwiesen, dass es nicht darum ging, sich viel Wissen über Gott zu erwerben. Und dass es in unserer Beziehung zu Gott in erster Linie um Vergebung unserer Sünden durch Jesu Tod und um ein Leben in der Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott ging – „aber gleich mit dem Halten von Geboten zu beginnen? …“

Nach Verabschiedung der letzten Gäste setzte Schäfer sich auf das Sofa und begann nachzudenken. Und wie immer, wenn er sich seinen Gedanken hingab, brauchte er Musik. Er stand auf, ging zum Ständer mit den CDs und begann zu suchen. Schließlich wählte er eine CD von Bob Dylan mit seinen bekanntesten Songs. Natürlich kam als erstes Lied ‚Blowin‘ in the Wind‘. Ein Song, der in seiner Jugend die Hymne einer ganzen Generation war, die sich auf die Suche gemacht hatte, um sich die wesentlichen Lebensfragen zu stellen. Erwin schweifte mit seinen Gedanken in seine Jugend zurück, als er sich gefragt hatte, was das Leben für einen Sinn hat. Er gehörte zur ersten Generation nach dem Zweiten Weltkrieg, die sich keine finanziellen Sorgen machen brauchte. Einerseits war die Elterngeneration zu bescheidenem Wohlstand gekommen, andererseits fanden alle, die einen Lehrplatz suchten, eine geeignete Arbeitsstelle.

So von Existenzsorgen befreit, hatte diese Jugend Zeit und Verlangen, über das rein Materielle hinauszublicken. So auch Erwin. Er dachte jetzt an die vielen Bücher, die er gelesen hatte, an die nächtelangen Diskussionen mit Gleichgesinnten. Natürlich dachten damals nicht alle Jugendlichen so, aber es war eine Zeit des Aufbruchs. Erwin dachte daran, wie er sich die großen Lebensfragen gestellt hatte: Wer bin ich, wozu bin ich auf der Welt und was hat das Leben für einen Sinn?

Er ging zum Bücherschrank, holte sich eine Bibel in moderner Übersetzung heraus und schlug das Buch,Prediger‘ auf. Und begann zu lesen:

Was hat der Mensch, wenn er sich sein Leben lang müht und plagt? Generationen kommen und gehen, doch die Erde änderte sich durch die Zeiten nicht… alles Reden ist mühselig, nichts kann der Mensch vollständig in Worte fassen. Das Auge sieht sich niemals satt und das Ohr kann nie genug hören.
Was einmal gewesen ist, kommt immer wieder, und was
einmal getan wurde, wird immer wieder getan.
Es gibt nichts Neues unter der Sonne.
(Prediger 1:2-9).

Die Zeilen aus der Heiligen Schrift verschmolzen mit dem Text von ‚Blowin‘ in the Wind‘. Die gleichen Gefühle hatte Erwin Schäfer in seiner Jugend beim Hören von Dylans meistgesungenem und bekanntestem Lied empfunden. Wenn er es damals hörte, tauchten immer wieder die großen Lebensfragen auf. Und brachten ihn zum Nachdenken. Diese Gedanken zogen sich auch durch das zweite Kapitel des Buches,Prediger‘ durch. Es schildert einen Menschen, der sich großen materiellen Gewinn verschafft hatte und ihn auch genoss. Doch er kam zu dem Schluss:

… doch als ich alles prüfend betrachtete, was ich mit meinen Händen erworben hatte, und dies mit der Mühe verglich, die ich damit hatte, merkte ich, dass alles sinnlos war. Es war so unnütz, wie den Wind einzufangen. Es gibt keinen bleibenden Gewinn auf dieser Welt (Prediger 2:11).

Erwin musste dabei auch an die Worte des Propheten Habakuk denken, der dem Volk Gottes Wort offenbarte: Hat nicht der Herr beschlossen, so predigte er den Menschen, dass die Völker sich fürs Feuer mühen und sich wegen unnützer Dinge plagen müssen (Habakuk 2:13)? Und Schäfer dachte an die Worte seiner Mutter, die sie periodisch wiederholte: Du musst dich mehr anstrengen, damit es dir einmal besser geht. Und immer wieder war ihre Antwort auf die Frage, worin denn dieses ‚Besser‚‘ bestehe: Du sollst es einmal leichter haben und mehr Geld zur Verfügung haben als ich und dein Vater. Schäfer verstand es nicht, denn es ging ihm wirklich gut und es ging ihm auch nichts ab. Aber es war die Zeit, in der alle nach mehr Wohlstand strebten und darin den Sinn des Lebens sahen.

Die Zeit des Rock’n Roll war vorbei, das erste Aufbäumen der jungen Generation gegen die Vorstellungen der Alten, wie es hieß. Die Beatles und Rolling Stones und viele nachfolgenden Rockgruppen prägten einen Teil des musikalischen Geschmacks der Jugend. Einige Jugendliche begannen sich für Politik und soziale Fragen zu interessieren. Eine neue Bewegung, die „68er“ formierte sich. Sie stellte gute Fragen, gab aber die falschen Antworten. Erwin verschlang jedes Buch, das er zu diesem Thema auftreiben konnte. Er beteiligte sich zwar nie an politischen Aktionen, verteilte keine Flugzettel und nahm nicht an Demonstrationen teil. Aber innerlich solidarisierte er sich mit dieser Bewegung. Hätte er die Bibel schon damals gekannt, wäre er sicher von diesen Worten begeistert gewesen (Prediger 4:1 und 4):

Wieder betrachtete ich das Unrecht, das auf der Welt herrscht. Ich sah die Tränen der Unterdrückten, denen niemand half. Sie waren der Gewalt der Unterdrücker ausgeliefert, und niemand war da, der ihnen Mut machte …dann habe ich festgestellt, dass alle Mühe und jeder Erfolg nur eine Folge des Neids des einen auf den anderen ist. Auch das ist sinnlos und gleicht dem Versuch, den Wind einzufangen.

Ohne sich dem jugendlichen Weltschmerz hinzugeben, versuchte Schäfer gedanklich den Bogen wieder zu den Gesprächen an seinem Geburtstagsfest zu spannen. Auch da fielen ihm einige Worte der Bibel ein. Und er erkannte, dass sich diese Sinnlosigkeit nur auf das ‚Leben unter der Sonne‘ bezog. Denn der Tod macht all unserem Streben ein Ende. Vielleicht ein paar Blumen am Grab …

Am Ende des wunderbaren Kapitels über die Auferstehung und den Sieg über den Tod zieht der Apostel Paulus Resümee:

… bleibt fest und unerschütterlich im Glauben, Brüder, und setzt euch mit aller Kraft für das Werk des Herrn ein, denn ihr wisst ja, dass nichts, was ihr für den Herrn tut, vergeblich ist (1. Korinther 15:58)

und (Philipper 3:14):

… Ich vergesse die Vergangenheit und schaue auf das, was vor mir liegt. Ich versuche, das Rennen bis zum Ende durchzuhalten und den Preis zu gewinnen, für den Gott uns durch Jesus Christus bestimmt hat.

Welch ein Unterschied, welch eine Hoffnung, im Gegensatz zu den Worten des Predigers, der das Leben unter der Sonne betrachtete und im Angesicht des Todes keinen Sinn darin fand. All das, was für die Menschen sinnvoll und erstrebenswert schien, war für den Prediger ohne Bedeutung. Auch wenn er seinen Reichtum genoss, er war sich gewiss, dass alle irdischen Güter vergänglich waren und er nicht wusste, was seine Erben damit anfangen würden. Im Gegenzug der Apostel Paulus, der sich gewiss war, dass das Leben als Christ wie ein Wettkampf ist, für den es sich einzusetzen lohnte.



Drei Tage später standen Erwin und seine Frau Anna, die aus der Schweiz stammte, auf dem Flughafen Wien-Schwechat, bereit zum Abflug nach Bodrum in der Türkei. Sie wollten dem grausigen Wetter entfliehen und sich ein paar Sonnentage gönnen. Die Tage hier in Österreich waren trüb und anfangs April hatte es noch einmal ordentlich geschneit. Sogar hier im Weinviertel musste der Schneepflug ausrücken. Er war immer gerne in die Türkei gereist, denn das Land ist reich an historischen Stätten aus der Zeit der Griechen und Römer. Aber er hatte seine Meinung revidiert. Nicht, dass die antiken Stätten verschwunden waren – nein, aber das Land hatte sich verändert. Nicht zum Positiven, wie Erwin erkannt hatte.

Der Aufenthalt am türkischen Flughafen verlief reibungslos und der Bus brachte sie nach gut einer halben Stunde Fahrt zum Hotel. Das Wetter war traumhaft und Schäfers depressive Gedanken verflogen im Nu. Auch seine Frau freute sich riesig auf den Aufenthalt, die Sonne und das gute Essen. Nach einem kurzen Imbiss wurden sie aufs Zimmer gebracht. Es war sauber, aber keine große Offenbarung. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmte. Denn der Preis für den Aufenthalt war wirklich günstig. Bald gingen sie hinunter zum Pool und genossen das erwärmte Wasser. Am vierten Tag ihrer Reise buchten sie einen Ausflug nach Halikarnassos. Dort war eines der antiken sieben Weltwunder zu besichtigen, nämlich die Überreste der Grabstätte des Königs Maussolos, woraus sich das Wort Mausoleum ableitet. Ein Erdbeben hatte die Grabstätte vor langer Zeit zerstört und die Steinblöcke wurden teilweise zum Bau der Kreuzritterburg im nahen Bodrum verwendet, die beide schon zwei Tage vorher besichtigt hatten. Auch das Königsgrab bot noch Grund zum Staunen. Als sie durch die weite Anlage gingen, berührte Schäfer wie immer bei seinen Besichtigungen dsieie alten behauenen Steine und Säulen. Aber diesmal wollte sich das Gefühl von jahrhundealten Zeugen der Geschichte nicht einstellen. Waren seine Gedanken wieder beim Buch Prediger und bei Bob Dylan?

Zwei Wochen später waren Schäfer und seine Frau wieder zu Hause. Sie hatten Sonne getankt, schöne Erinnerungen mitgenommen und nun waren sie wieder dem grauslichen Aprilwetter in Österreich ausgesetzt. Auch wenn Bäume und Sträucher schon blühten, ein freundliches Wetter sah anders aus. An Gartenarbeit war kaum zu denken, aber Erwin arbeitete so und so jedes Jahr weniger in dem, was andere Menschen ihr Paradies nannten. Lediglich sein Hochbeet bepflanzte er Jahr für Jahr mit den gleichen Gemüsesorten. Sein Tun war eher schon persönliche Tradition, keinesfalls wirtschaftliche Notwendigkeit.

Immer wieder las er im Buch Prediger. Er hatte es schon mehrmals durchgelesen und versuchte den Schreiber zu verstehen, und er spann immer wieder den Bogen zum Neuen Testament. Das Leben unter der Sonne im Vergleich zu einem Leben in der Abhängigkeit vom Heiligen Geist, ein Gegensatz, der überaus spannend schien. War es aber vielleicht gar kein Gegensatz, sondern nur die Sicht auf die gleiche Wahrheit von verschiedenen Perspektiven aus? Vielleicht waren es bloß die beiden Seiten der gleichen Münze? Erwin war klar, dass er auch diese Gedanken in seine Betrachtung über die Wahrheit und Weisheit miteinbeziehen musste.

In Gedanken ging Schäfer wieder zurück zu seiner Jugendzeit. Er dachte an die vielen Fragen, die er an das Leben gestellt hatte und nicht wusste, wo er suchen sollte. Die Philosophie der 68er war auf die Gesellschaft ausgerichtet, auf ihre Veränderung. Aber bald durchschaute er ihren Charakter. Die Bewegung wollte alte Mauern einreißen, kein Stein sollte auf dem anderen bleiben. Ein Slogan, der immer wieder skandiert wurde, war: unter den Talaren – Muff von tausend Jahren. Eine klassenlose, auf den Frieden ausgerichtete Gesellschaft sollte gebaut werden. Man hoffte dabei, die werktätigen Massen zu erreichen, aber die scherten sich keinen Deut um die Ideen einer studentischen ‚Elite‘ – einer kleinen studentischen ‚Elite‘. Ihre Vorstellungen waren gegen die alte Ordnung der Eltern gerichtet und daher verführerisch für einen Jugendlichen in der Pubertät. Wer weiß, was aus Erwin geworden wäre, hätte er sich in seinem Suchen nicht etwas Neuem zugewandt. Vielleicht wäre er irgendwo als Parteibonze versumpft, aber darüber nachzudenken, hätte nichts gebracht. „The Answer is blowin‘ in the Wind …“

Denn die Frage nach Gott begann Erwin zu beschäftigen. Was hat das Leben für einen Sinn, wenn nach dem Tod alles aus ist? Die Sehnsucht nach der Ewigkeit, die Gott jedem Menschen ins Herz gelegt hat, brach in ihm auf. Von der üblichen Religiosität war er enttäuscht, ganz besonders von ihrem Bodenpersonal. Dass von der Kirche keine befriedigende Antwort zu erwarten ist, war ihm bald bewusst. Der ganze Pomp und die ewig gestrigen Antworten befremdeten ihn. Aber so wie in seiner politischen Phase stellte Schäfer die richtigen Fragen, begann aber in der falschen Richtung zu suchen. Durch die Musik der Beatles und durch Literatur wurden der Buddhismus, Yoga und asiatisches Denken in Europa und Amerika populär. Besonders hatte es ihm der Roman ‚Siddhartha‘ von Herman Hesse angetan, dessen Bücher er verschlang. Bald wollte er den Ursprung dieses Denkens kennenlernen. Die Idee einer Reise nach Indien wurde geboren und umgesetzt. Er sparte Geld, und eines Tages machte er sich auf den Weg. Endlose Diskussionen mit seinen Eltern waren dieser Morgendlandfahrt vorausgegangen. Zeitweise fühlte er sich in den Song ‚Father and Son‘ von Cat Stevens versetzt. In diesem Lied ging es um ein fiktives Zwiegespräch zwischen Vater und Sohn über die richtige Lebenseinstellung. In einer Zeile dieses Songs hieß es abschließend: I know I have to go …

Das könnte ihnen auch gefallen :

Fünf Minuten nach zwölf

Dieter Metag

Das Politorgan in der Deutschen Volkspolizei

Buchbewertung:
*Pflichtfelder