Flow und das Unterbewusstsein
Auf der Suche nach der höheren Intelligenz
EUR 29,90
Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 216
ISBN: 978-3-99185-121-9
Erscheinungsdatum: 09.06.2026
Was bestimmt unser Leben wirklich? Dieses Buch lädt dazu ein, den „Flaschenhals“ des rationalen Denkens zu hinterfragen. Bin ich tatsächlich der Herr in meinem eigenen Leben?
Vorwort
Für mich ist es zu einem Punkt gekommen, wo ich nicht mehr ruhig bleiben kann. In meinem Leben habe ich viele Sachen hingenommen. Jetzt ist es zu einem Punkt gekommen, an dem ich nicht weiter schweigen kann.
Im Grunde hätte ich dieses Buch schon vor Jahren veröffentlichen können. Nur hat sich die Gesellschaft in den letzten Jahren geändert. Nicht die Personen haben sich meiner Ansicht nach verändert, sondern die Einsicht der Menschen, dass wir Probleme mit unserer Gesellschaftsform haben.
An dieser Stelle möchte ich mich bei Stéphane Hessel bedanken, der mich durch sein Buch „Empört Euch!“ daran erinnert hat, dass ich nicht nur das Recht habe, meine Meinung zu äußern.
Es geht in diesem Buch nicht allein um mich und meine Familie. Vielmehr sind die Probleme, die in der Gesellschaft herrschen und die mir seit geraumer Zeit bekannt sind, nun auf mich und meine Familie zurückgefallen.
Probleme oder auch Fehler können in der Entwicklung hilfreich sein. Dadurch, dass wir uns Probleme und Fehler bewusst machen, können wir daraus lernen. Wir können feststellen, dass dies oder jenes so nicht funktioniert. Die Folgerung wäre: Ich lasse das sein. Kinder, die auf eine heiße Herdplatte fassen, werden dies kein zweites Mal mehr machen – hoffentlich (auch wenn dies nicht unbedingt ein bewusster Vorgang des Kindes ist).
Im Verlauf des Buches möchte ich also Fehler oder Probleme, die in der Gesellschaft herrschen, bewusst machen. Letztendlich geht es aber darum, eine Entscheidung zu treffen. Und diese Entscheidung kann nur jeder für sich treffen. Kein anderer Mensch kann Ihnen diese Entscheidung abnehmen.
Und an dieser Stelle bin ich wieder bei meiner Familie angekommen. Durch meine Erfahrungen, die ich in meinem Leben sammeln konnte, die natürlich subjektiv sind, ist mir die Problematik bewusst geworden. Nur das Bewusstmachen von Problemen und Fehlern reicht allein nicht aus. Als Folge aus dieser Erkenntnis sollte eine Entscheidung getroffen werden.
Dieses Buch zu schreiben, ist meine Entscheidung.
Ein Blick in die Geschichte – oder: Darf ich frei denken?
Unsere Geschichte als Menschheit scheint weitgehend dokumentiert zu sein. Aber wir sehen in der Vergangenheit auch immer Widerstände bei der Aufklärung unserer Wurzeln. Als Beispiel möchte ich hier nur die Geschichte von Galileo Galilei anführen. Bis zur Entdeckung von Galilei galt das ptolemäische Weltbild als anerkannt. Genauer gesagt müsste man fragen: Von wem oder welcher Institution wurde dieses Weltbild anerkannt?
Wir erkennen aus dieser Geschichte, dass die Deutungshoheit mit Macht verbunden sein kann. Nur, wer hat die Deutungshoheit heute und wer hat die Macht? Die Deutungshoheit wird heute von der Wissenschaft ausgeübt. Die Macht könnte z. B. von der Bevölkerung, der Regierung oder von Firmen ausgeübt werden. Es scheint also auf den ersten Blick eine Trennung von Macht und Forschung vorzuliegen. So weit, so gut. Für die Wissenschaftler gilt allerdings das Gleiche wie für den Rest der Bevölkerung: Von Liebe und Luft allein kann man nicht leben. D. h., die Forschungen müssen finanziert werden und es werden als Folge möglichst konkrete Forschungsergebnisse erwartet. Wenn ein Wissenschaftler also zu einer Erkenntnis kommt und dies eindeutig nachzuvollziehen ist, am besten noch mit einer mathematischen Formel, dann hat dieser Wissenschaftler gute Chancen auf eine Anerkennung seiner Ergebnisse. Als Folge könnten weitere Forschungsaufträge gesichert sein. Somit wäre auch die eigene Existenz gesichert.
Würde ein Wissenschaftler als Ergebnis haben: „Ich glaube…“ – dann wären seine Aussichten auf weitere Forschungsaufträge weniger positiv. Die Existenz des Wissenschaftlers wäre hier zumindest gefährdet. Es besteht also vonseiten der Bevölkerung zumindest der Wunsch oder die Vorstellung, dass der Wissenschaftler konkrete, nachvollziehbare Ergebnisse liefert.
Ich möchte an dieser Stelle einen Sprung vor den Ersten Weltkrieg machen. Das preußische Patentamt wurde vor dem Ersten Weltkrieg geschlossen. Die Begründung damals war, dass schon alles erfunden wurde. – Ok. Das würden wir heute mit einhundert Jahren Erfahrung anders bewerten. Aber denken wir wirklich anders?
Dazu ein Beispiel: Ein Hersteller stellt ein wunderschönes neues Auto vor. Alles scheint perfekt entwickelt zu sein. Als durchschnittlicher Mann ist man begeistert und sieht in diesem Wagen vielleicht die Krönung der Kraftfahrzeugentwicklung. Was in diesem Moment ausgeblendet wird, ist, dass dieses Fahrzeug in zehn Jahren veraltet sein wird und dass es immer weitergehende Entwicklungen im Kraftfahrzeugbereich geben wird.
Das Gleiche gilt aber auch für ein wissenschaftliches Forschungsergebnis. Weitergehende Forschungen können eine Theorie bestätigen, evtl. muss eine Theorie erweitert oder aber auch ganz revidiert werden. Das bedeutet für uns, dass eine Theorie immer nur eine Momentaufnahme in der Geschichte ist. Wir glauben mit einer annähernden Wahrscheinlichkeit, dass diese Theorie so funktioniert. Ich benutze an dieser Stelle absichtlich das Wort „glauben“, weil wir nicht mit 100 % Sicherheit sagen können, ob es in der Zukunft weitergehende Erkenntnisse geben wird.
Wie ich bereits in der Überschrift zu diesem Kapitel angedeutet habe, möchte ich nun einen kurzen Rückblick auf unsere Geschichte wagen.
Uns allen sind sicherlich die Pyramiden von Gizeh ins Bewusstsein gelangt. Weniger bekannt sind uns die Völker, die zur gleichen Zeit oder vor dieser Zeit gelebt haben. Die Pyramiden von Gizeh haben somit das geschafft, wofür diese gebaut wurden. Es waren Propagandabauten zum Ruhm der Pharaonen.
Je weiter wir in der Geschichte zurückgehen, umso weniger wissen wir in der Öffentlichkeit von den damaligen Völkern und Kulturen. Schauen wir uns mal die Zeit während der letzten Eiszeit an. Wie sah die Welt kurz vor dem Ende der letzten Eiszeit aus? Wenn wir auf die Weltkarte schauen, können wir uns mit Fantasie vorstellen, wie die Erde von einer Eisschicht bedeckt war. Tatsächlich war diese Eisschicht aber kilometerdick. Dies hatte Auswirkungen auf den Meeresspiegel. Der Meeresspiegel könnte so zwischen 200 m und über 1000 m tiefer gelegen haben als der heutige Meeresspiegel. Als direkte Folge konnten z. B. Pferde aus Nordamerika nach Sibirien gelangen. Wie uns aus der Geschichte bekannt ist, sind die Pferde erst mit den Konquistadoren zurück nach Amerika gekommen. Am Ende der letzten Eiszeit waren die Pferde aber in Nordamerika ausgestorben. Genau genommen waren es nicht die einzigen Säugetiere, die am Ende der letzten Eiszeit in Nordamerika ausgestorben sind. Es gab Theorien, wonach die Ureinwohner Nordamerikas, die Clovis-Menschen, alle Mammute, Säbelzahntiger usw. getötet haben sollen. Am Ende der Eiszeit sollen die Clovis-Menschen ebenfalls ausgestorben sein, sowie alle großen Säugetiere. Haben die Clovis-Menschen Selbstmord begangen, weil sie alle Säugetiere Nordamerikas getötet und dann nichts mehr zu essen hatten? Wenn man die Größe und die damalige Bevölkerungsdichte Nordamerikas mit dem heutigen Indien vergleicht, dann erscheint dieser Ansatz wenig realistisch.
Aber es gab noch weitere Besonderheiten zum Ende der letzten Eiszeit. So hat sich die Erdachse im Jahr 10.500 v. Chr. verschoben. Albert Einstein hatte sich mit diesem Phänomen kurz vor seinem Tod befasst. Sicherlich hatte Einstein nicht die Informationen, die heute vorliegen. Aber schon damals hatte Einstein als Ursache für die Verschiebung der Erdachse die Verschiebung der Erdkrusten erkannt. Nur warum haben sich die Erdkrusten verschoben? Darauf konnte Einstein damals keine schlüssigen Lösungsansätze finden.
Die nächste Besonderheit war, dass sich zu dieser Zeit plötzlich ein Süßwassersee aus Nordamerika in den Atlantischen Ozean ergossen haben soll. Diese ganzen Informationen scheinen sich nicht miteinander in Verbindung setzen zu lassen.
Schauen wir uns noch einmal die Welt vor dem Ende der letzten Eiszeit ein bisschen genauer an. Der Meeresspiegel im Atlantik lag 200 m bis über 1000 m tiefer als zum heutigen Zeitpunkt. Erst vor kurzer Zeit wurde vor den Azoren 1000 m unter dem heutigen Meeresspiegel Hinweise auf einen Strand gefunden. Das wiederum hätte direkte Auswirkungen auf die Verteilung der damaligen Weltbevölkerung. Ausgehend von heutigen Erfahrungen kann vereinfacht davon ausgegangen werden, dass die Hälfte der Weltbevölkerung auf Meereshöhe gelebt hat.
Hätten wir zu der damaligen Zeit den Atlantik vom Weltall aus betrachten können, so würden wir eine Insel direkt im Atlantik erkennen können.
(24e) „…, denn vor der Mündung, welche ihr in eurer Sprache die Säulen des Herakles (die Straße von Gibraltar) heißt, hatte es eine Insel, welche größer war als Asien und Libyen zusammen, …“
Zitat Platon
In Abhängigkeit von der damaligen tatsächlichen Meereshöhe würde sich eine mehr oder weniger große Insel ergeben. So erscheinen die Beschreibungen von Platon als durchaus realistisch. Atlantis würde demnach wirklich im Atlantik gelegen haben.
„(25c)…Späterhin aber entstanden gewaltige Erdbeben und Überschwemmungen, und da versank während eines schlimmen Tages und einer schlimmen Nacht (25d) das ganze streitbare Geschlecht bei euch scharenweise unter die Erde, und ebenso verschwand die Insel Atlantis, indem sie im Meere unterging.“
Zitat Platon
Wie könnte es zum Untergang von Atlantis gekommen sein?
In Nordamerika sind Funde von Iridium zum Ende der letzten Eiszeit lokalisiert worden. Da dieses Material sehr selten auf der Erde vorkommt, kann von einem Meteoriteneinschlag zum Ende der letzten Eiszeit ausgegangen werden. Der Meteorit konnte keinen Krater hinterlassen, weil dieser direkt in die kilometerdicke Eisschicht eingeschlagen hat. Als unmittelbare Folge sind alle größeren Säugetiere in Nordamerika ausgestorben. Ebenso haben sich die Erdkrusten verschoben, was wiederum zur Verschiebung der Erdachse geführt hat.
Der Meteoriteneinschlag müsste sich demnach am Ende der letzten Eiszeit ereignet haben.
Der Meteoriteneinschlag führte zum Schmelzen der Eisberge. Dieses Schmelzwasser war Süßwasser, das sich unmittelbar in den Atlantik ergossen hat. Und diese Flutwelle wäre dann die Ursache für die Überflutung von Atlantis.
Das Süßwasser, das in den Atlantik geflossen ist, hatte als weitere Folge einen Stopp des globalen Förderbandes zur Folge. Dies wiederum führte dazu, dass die Eiszeit für einen kürzeren Zeitraum noch einmal zunahm. Zusammen mit der verschobenen Erdachse führte dies wiederum zu einem Massensterben von Säugetieren, insbesondere in Sibirien. Der Säbelzahntiger könnte so als unmittelbare Folge ausgestorben sein. Dies alles geschah um das Jahr 10.500 v. Chr.
Machen wir einen Sprung zur Zeit des altägyptischen Reiches. Die drei großen Pyramiden wurden nach dem heutigen Wissensstand zwischen 2500 v. Chr. und 2200 v. Chr. gebaut.
Sie sollen durch ihre Anordnung zueinander auf das Jahr 10.500 v. Chr. zeigen. Ebenso soll die Sphinx durch ihre Ausrichtung auf das Jahr 10.500 v. Chr. zeigen. Nun kann man wohl berechtigt die Frage stellen, warum richten die Ägypter rund 8000 Jahre nach dem Ende der letzten Eiszeit die Pyramiden auf dieses Datum aus?
Um vergleichbare Dimensionen herzustellen: Der Auszug der Juden aus Ägypten war ca. um das Jahr 1600 v. Chr. Warum sollte z. B. das spanische Volk im Jahr 6000 n. Chr. ein Gebäude bauen, welches die Ressourcen des Landes extrem beansprucht? Und dieses Gebäude weist dann auf das Jahr 1600 v. Chr. Das alles erscheint wenig sinnvoll.
Wenn Sie ein eigenes Haus bauen wollen, wen würden Sie damit beauftragen – einen Architekten oder einen Archäologen? In der Vergangenheit haben bisher Archäologen den Bau der Pyramiden interpretiert. Stellen wir uns nun vor, Sie sollten einen Stein bearbeiten und dieser Stein soll z. B. die gerade Fläche eines Tisches erhalten. Sofern man handwerkliche Vorerfahrungen mit sich bringt, lässt es sich leicht nachvollziehen, dass eine Genauigkeit von 1 mm auf so eine große Fläche nur schwer mit Hammer und Meißel zu erzielen ist. In der Königskammer sind die Steine mit einer Genauigkeit von 1/10 mm hergestellt worden. Das ist an der Grenze dessen, was heutzutage technisch machbar ist. Diese Genauigkeit ist nicht mit der Hand herzustellen. Das bedeutet aber, unsere Vorstellung, dass die Pyramiden nur mit einfachsten Handwerkshilfsmitteln hergestellt wurden, ist nicht haltbar.
Diese Steine sind aber nicht nur auf einer zweidimensionalen Fläche auf 1/10 mm genau gearbeitet worden. Alle anliegenden Steine hatten dreidimensional die gleiche Genauigkeit. Diese dreidimensionale Genauigkeit erfordert aber eine umfassende Planung. Die Vorstellung, dass Handwerker Steine mit der Hand bearbeitet haben und dass diese Steine dann irgendwie zusammengesetzt worden sind, ist so nicht haltbar. Jeder Stein war eine Einzelanfertigung und auf 1/10 mm genau bearbeitet.
Es ergeben sich hieraus folgende Probleme:
Die Vorstellung, dass die Steine der Pyramide nur mit Hammer und Meißel bearbeitet wurden, ist nicht haltbar. Für die dreidimensionale Bearbeitung auf 1/10 mm müssen Maschinen verwendet worden sein. Die Vorstellung, dass es zu der damaligen Zeit schon so komplexe Maschinen zur Steinbearbeitung gegeben hat, erfordert jedoch vollkommen andere Denkansätze, die bisher in der Wissenschaft nicht zugelassen bzw. vorurteilsfrei diskutiert wurden.
Die Cheops-Pyramide soll aus 2–3 Millionen Steinquadern bestehen. Jeder Stein ist eine Einzelanfertigung und muss nach genauen Vorgaben gefertigt werden. Dieser Planungsumfang würde selbst im computergestützten Zeitalter enorm aufwändig sein. Wie wurden die enormen Datenmengen vor Ort beim Bau der Pyramiden gehandhabt? Dazu gibt es wiederum keine Denkansätze.
Die Cheops-Pyramide soll in zwanzig Jahren gebaut worden sein. Bei 365 Tagen im Jahr und zwölf Stunden Arbeit pro Tag ergibt sich: 20 Jahre
365 Tage
12 Stunden • 60 Minuten = 5.256.000 Arbeitsminuten
Bei 2–3 Millionen Steinquadern ergibt sich eine Bearbeitungszeit pro Stein:
5.256.000 Arbeitsminuten: 2.000.000 Steinquader = 2,6 Arbeitsminuten pro Steinquader
Das würde bedeuten, dass ein einzelner Stein innerhalb von 2,6 Minuten angefertigt sein müsste. Ebenso müsste dieser innerhalb von 2,6 Minuten mit einem Schlitten entsprechend der Länge des Schlittens hochgezogen werden. Zum Schluss müsste der Stein innerhalb von 2,6 Minuten positioniert werden. Und dies alles ohne technische Hilfsmittel. Es ist abzusehen, dass der zeitliche Umfang für den Bau der Cheops-Pyramide so nicht realistisch eingestuft wurde.
Natürlich lassen sich einige Arbeitsschritte beim Bau der Pyramide parallel gestalten. Der Nachteil wäre aber, dass der organisatorische Aufwand steigen würde. Letztendlich müssten die Steine aber dennoch mit einem Schlitten eine Rampe hochgezogen und innerhalb dieser Zeit positioniert werden.
Entweder müssen wir unsere Vorstellungen über den Bau der Pyramiden vollständig überdenken oder aber die Pyramiden wurden zu einem ganz anderen Zeitpunkt gebaut.
Für die wissenschaftliche Arbeitsweise ergeben sich so folgende Rückschlüsse:
Die Geschichte des altägyptischen Reiches ist uns aus unserer Schulzeit und aus der wissenschaftlichen Forschung bekannt. Dabei fordert die Wissenschaft eine Deutungshoheit für sich ein. Die Thesen, die daraus resultieren, kennen wir alle aus unserer Schulzeit oder aus der Literatur. An dieser Stelle möchte ich einen (vielleicht schlechten) Vergleich stellen. Der Vergleich erscheint unpassend und deshalb möchte ich mich dafür im Voraus entschuldigen. Die Nationalsozialisten haben in ihrer Propaganda bewusst Thesen immer wieder wiederholt, solange, bis diese Thesen von der Bevölkerung übernommen wurden. Das Gleiche passiert heutzutage wieder in der Politik. Einfache Thesen werden so lange wiederholt, bis diese von zumindest einem Teil der Bevölkerung übernommen werden – unabhängig davon, ob diese Thesen nun wahr oder falsch sind. Übertragen wir nun diese Arbeitsweise auf die wissenschaftlichen Thesen zum Pyramidenbau: Es könnte durchaus sein, dass die Thesen zum Pyramidenbau erweitert oder aber ganz revidiert werden müssen. Das eigentliche Problem liegt aber in unserem eigenen Kopf.
Es wurde nicht ausreichend interdisziplinär gearbeitet. Bei den Vorstellungen, wie z. B. die Pyramiden gebaut wurden, könnte zur Aufarbeitung vielleicht eine noch intensivere interdisziplinäre Arbeitsweise hilfreich sein.
Aus den beiden vorangegangenen Punkten ergibt sich der Rückschluss, dass keine alternativen Lösungsansätze zugelassen und diskutiert wurden.
Wenn wir uns nun die Sphinx anschauen würden, dann ist auffällig, dass der untere Teil der Sphinx stark verwittert ist. Der Kopf der Sphinx ist hingegen besser erhalten. Zudem ist der Kopf der Sphinx in Relation zu klein für die Löwenstatue.
Dies bedeutet, dass der Kopf und der untere Teil der Sphinx unterschiedlich lange Verwitterung ausgesetzt sein könnten. Dies würde wiederum bedeuten, dass der Kopf der Sphinx nachbearbeitet wurde.
Wenn der Kopf der Sphinx also in einem jüngeren Zeitalter modelliert wurde und der untere Teil der Sphinx aus einem älteren Zeitpunkt stammt, dann handelt es sich hierbei um eine Verfälschung der Geschichte.
…
Für mich ist es zu einem Punkt gekommen, wo ich nicht mehr ruhig bleiben kann. In meinem Leben habe ich viele Sachen hingenommen. Jetzt ist es zu einem Punkt gekommen, an dem ich nicht weiter schweigen kann.
Im Grunde hätte ich dieses Buch schon vor Jahren veröffentlichen können. Nur hat sich die Gesellschaft in den letzten Jahren geändert. Nicht die Personen haben sich meiner Ansicht nach verändert, sondern die Einsicht der Menschen, dass wir Probleme mit unserer Gesellschaftsform haben.
An dieser Stelle möchte ich mich bei Stéphane Hessel bedanken, der mich durch sein Buch „Empört Euch!“ daran erinnert hat, dass ich nicht nur das Recht habe, meine Meinung zu äußern.
Es geht in diesem Buch nicht allein um mich und meine Familie. Vielmehr sind die Probleme, die in der Gesellschaft herrschen und die mir seit geraumer Zeit bekannt sind, nun auf mich und meine Familie zurückgefallen.
Probleme oder auch Fehler können in der Entwicklung hilfreich sein. Dadurch, dass wir uns Probleme und Fehler bewusst machen, können wir daraus lernen. Wir können feststellen, dass dies oder jenes so nicht funktioniert. Die Folgerung wäre: Ich lasse das sein. Kinder, die auf eine heiße Herdplatte fassen, werden dies kein zweites Mal mehr machen – hoffentlich (auch wenn dies nicht unbedingt ein bewusster Vorgang des Kindes ist).
Im Verlauf des Buches möchte ich also Fehler oder Probleme, die in der Gesellschaft herrschen, bewusst machen. Letztendlich geht es aber darum, eine Entscheidung zu treffen. Und diese Entscheidung kann nur jeder für sich treffen. Kein anderer Mensch kann Ihnen diese Entscheidung abnehmen.
Und an dieser Stelle bin ich wieder bei meiner Familie angekommen. Durch meine Erfahrungen, die ich in meinem Leben sammeln konnte, die natürlich subjektiv sind, ist mir die Problematik bewusst geworden. Nur das Bewusstmachen von Problemen und Fehlern reicht allein nicht aus. Als Folge aus dieser Erkenntnis sollte eine Entscheidung getroffen werden.
Dieses Buch zu schreiben, ist meine Entscheidung.
Ein Blick in die Geschichte – oder: Darf ich frei denken?
Unsere Geschichte als Menschheit scheint weitgehend dokumentiert zu sein. Aber wir sehen in der Vergangenheit auch immer Widerstände bei der Aufklärung unserer Wurzeln. Als Beispiel möchte ich hier nur die Geschichte von Galileo Galilei anführen. Bis zur Entdeckung von Galilei galt das ptolemäische Weltbild als anerkannt. Genauer gesagt müsste man fragen: Von wem oder welcher Institution wurde dieses Weltbild anerkannt?
Wir erkennen aus dieser Geschichte, dass die Deutungshoheit mit Macht verbunden sein kann. Nur, wer hat die Deutungshoheit heute und wer hat die Macht? Die Deutungshoheit wird heute von der Wissenschaft ausgeübt. Die Macht könnte z. B. von der Bevölkerung, der Regierung oder von Firmen ausgeübt werden. Es scheint also auf den ersten Blick eine Trennung von Macht und Forschung vorzuliegen. So weit, so gut. Für die Wissenschaftler gilt allerdings das Gleiche wie für den Rest der Bevölkerung: Von Liebe und Luft allein kann man nicht leben. D. h., die Forschungen müssen finanziert werden und es werden als Folge möglichst konkrete Forschungsergebnisse erwartet. Wenn ein Wissenschaftler also zu einer Erkenntnis kommt und dies eindeutig nachzuvollziehen ist, am besten noch mit einer mathematischen Formel, dann hat dieser Wissenschaftler gute Chancen auf eine Anerkennung seiner Ergebnisse. Als Folge könnten weitere Forschungsaufträge gesichert sein. Somit wäre auch die eigene Existenz gesichert.
Würde ein Wissenschaftler als Ergebnis haben: „Ich glaube…“ – dann wären seine Aussichten auf weitere Forschungsaufträge weniger positiv. Die Existenz des Wissenschaftlers wäre hier zumindest gefährdet. Es besteht also vonseiten der Bevölkerung zumindest der Wunsch oder die Vorstellung, dass der Wissenschaftler konkrete, nachvollziehbare Ergebnisse liefert.
Ich möchte an dieser Stelle einen Sprung vor den Ersten Weltkrieg machen. Das preußische Patentamt wurde vor dem Ersten Weltkrieg geschlossen. Die Begründung damals war, dass schon alles erfunden wurde. – Ok. Das würden wir heute mit einhundert Jahren Erfahrung anders bewerten. Aber denken wir wirklich anders?
Dazu ein Beispiel: Ein Hersteller stellt ein wunderschönes neues Auto vor. Alles scheint perfekt entwickelt zu sein. Als durchschnittlicher Mann ist man begeistert und sieht in diesem Wagen vielleicht die Krönung der Kraftfahrzeugentwicklung. Was in diesem Moment ausgeblendet wird, ist, dass dieses Fahrzeug in zehn Jahren veraltet sein wird und dass es immer weitergehende Entwicklungen im Kraftfahrzeugbereich geben wird.
Das Gleiche gilt aber auch für ein wissenschaftliches Forschungsergebnis. Weitergehende Forschungen können eine Theorie bestätigen, evtl. muss eine Theorie erweitert oder aber auch ganz revidiert werden. Das bedeutet für uns, dass eine Theorie immer nur eine Momentaufnahme in der Geschichte ist. Wir glauben mit einer annähernden Wahrscheinlichkeit, dass diese Theorie so funktioniert. Ich benutze an dieser Stelle absichtlich das Wort „glauben“, weil wir nicht mit 100 % Sicherheit sagen können, ob es in der Zukunft weitergehende Erkenntnisse geben wird.
Wie ich bereits in der Überschrift zu diesem Kapitel angedeutet habe, möchte ich nun einen kurzen Rückblick auf unsere Geschichte wagen.
Uns allen sind sicherlich die Pyramiden von Gizeh ins Bewusstsein gelangt. Weniger bekannt sind uns die Völker, die zur gleichen Zeit oder vor dieser Zeit gelebt haben. Die Pyramiden von Gizeh haben somit das geschafft, wofür diese gebaut wurden. Es waren Propagandabauten zum Ruhm der Pharaonen.
Je weiter wir in der Geschichte zurückgehen, umso weniger wissen wir in der Öffentlichkeit von den damaligen Völkern und Kulturen. Schauen wir uns mal die Zeit während der letzten Eiszeit an. Wie sah die Welt kurz vor dem Ende der letzten Eiszeit aus? Wenn wir auf die Weltkarte schauen, können wir uns mit Fantasie vorstellen, wie die Erde von einer Eisschicht bedeckt war. Tatsächlich war diese Eisschicht aber kilometerdick. Dies hatte Auswirkungen auf den Meeresspiegel. Der Meeresspiegel könnte so zwischen 200 m und über 1000 m tiefer gelegen haben als der heutige Meeresspiegel. Als direkte Folge konnten z. B. Pferde aus Nordamerika nach Sibirien gelangen. Wie uns aus der Geschichte bekannt ist, sind die Pferde erst mit den Konquistadoren zurück nach Amerika gekommen. Am Ende der letzten Eiszeit waren die Pferde aber in Nordamerika ausgestorben. Genau genommen waren es nicht die einzigen Säugetiere, die am Ende der letzten Eiszeit in Nordamerika ausgestorben sind. Es gab Theorien, wonach die Ureinwohner Nordamerikas, die Clovis-Menschen, alle Mammute, Säbelzahntiger usw. getötet haben sollen. Am Ende der Eiszeit sollen die Clovis-Menschen ebenfalls ausgestorben sein, sowie alle großen Säugetiere. Haben die Clovis-Menschen Selbstmord begangen, weil sie alle Säugetiere Nordamerikas getötet und dann nichts mehr zu essen hatten? Wenn man die Größe und die damalige Bevölkerungsdichte Nordamerikas mit dem heutigen Indien vergleicht, dann erscheint dieser Ansatz wenig realistisch.
Aber es gab noch weitere Besonderheiten zum Ende der letzten Eiszeit. So hat sich die Erdachse im Jahr 10.500 v. Chr. verschoben. Albert Einstein hatte sich mit diesem Phänomen kurz vor seinem Tod befasst. Sicherlich hatte Einstein nicht die Informationen, die heute vorliegen. Aber schon damals hatte Einstein als Ursache für die Verschiebung der Erdachse die Verschiebung der Erdkrusten erkannt. Nur warum haben sich die Erdkrusten verschoben? Darauf konnte Einstein damals keine schlüssigen Lösungsansätze finden.
Die nächste Besonderheit war, dass sich zu dieser Zeit plötzlich ein Süßwassersee aus Nordamerika in den Atlantischen Ozean ergossen haben soll. Diese ganzen Informationen scheinen sich nicht miteinander in Verbindung setzen zu lassen.
Schauen wir uns noch einmal die Welt vor dem Ende der letzten Eiszeit ein bisschen genauer an. Der Meeresspiegel im Atlantik lag 200 m bis über 1000 m tiefer als zum heutigen Zeitpunkt. Erst vor kurzer Zeit wurde vor den Azoren 1000 m unter dem heutigen Meeresspiegel Hinweise auf einen Strand gefunden. Das wiederum hätte direkte Auswirkungen auf die Verteilung der damaligen Weltbevölkerung. Ausgehend von heutigen Erfahrungen kann vereinfacht davon ausgegangen werden, dass die Hälfte der Weltbevölkerung auf Meereshöhe gelebt hat.
Hätten wir zu der damaligen Zeit den Atlantik vom Weltall aus betrachten können, so würden wir eine Insel direkt im Atlantik erkennen können.
(24e) „…, denn vor der Mündung, welche ihr in eurer Sprache die Säulen des Herakles (die Straße von Gibraltar) heißt, hatte es eine Insel, welche größer war als Asien und Libyen zusammen, …“
Zitat Platon
In Abhängigkeit von der damaligen tatsächlichen Meereshöhe würde sich eine mehr oder weniger große Insel ergeben. So erscheinen die Beschreibungen von Platon als durchaus realistisch. Atlantis würde demnach wirklich im Atlantik gelegen haben.
„(25c)…Späterhin aber entstanden gewaltige Erdbeben und Überschwemmungen, und da versank während eines schlimmen Tages und einer schlimmen Nacht (25d) das ganze streitbare Geschlecht bei euch scharenweise unter die Erde, und ebenso verschwand die Insel Atlantis, indem sie im Meere unterging.“
Zitat Platon
Wie könnte es zum Untergang von Atlantis gekommen sein?
In Nordamerika sind Funde von Iridium zum Ende der letzten Eiszeit lokalisiert worden. Da dieses Material sehr selten auf der Erde vorkommt, kann von einem Meteoriteneinschlag zum Ende der letzten Eiszeit ausgegangen werden. Der Meteorit konnte keinen Krater hinterlassen, weil dieser direkt in die kilometerdicke Eisschicht eingeschlagen hat. Als unmittelbare Folge sind alle größeren Säugetiere in Nordamerika ausgestorben. Ebenso haben sich die Erdkrusten verschoben, was wiederum zur Verschiebung der Erdachse geführt hat.
Der Meteoriteneinschlag müsste sich demnach am Ende der letzten Eiszeit ereignet haben.
Der Meteoriteneinschlag führte zum Schmelzen der Eisberge. Dieses Schmelzwasser war Süßwasser, das sich unmittelbar in den Atlantik ergossen hat. Und diese Flutwelle wäre dann die Ursache für die Überflutung von Atlantis.
Das Süßwasser, das in den Atlantik geflossen ist, hatte als weitere Folge einen Stopp des globalen Förderbandes zur Folge. Dies wiederum führte dazu, dass die Eiszeit für einen kürzeren Zeitraum noch einmal zunahm. Zusammen mit der verschobenen Erdachse führte dies wiederum zu einem Massensterben von Säugetieren, insbesondere in Sibirien. Der Säbelzahntiger könnte so als unmittelbare Folge ausgestorben sein. Dies alles geschah um das Jahr 10.500 v. Chr.
Machen wir einen Sprung zur Zeit des altägyptischen Reiches. Die drei großen Pyramiden wurden nach dem heutigen Wissensstand zwischen 2500 v. Chr. und 2200 v. Chr. gebaut.
Sie sollen durch ihre Anordnung zueinander auf das Jahr 10.500 v. Chr. zeigen. Ebenso soll die Sphinx durch ihre Ausrichtung auf das Jahr 10.500 v. Chr. zeigen. Nun kann man wohl berechtigt die Frage stellen, warum richten die Ägypter rund 8000 Jahre nach dem Ende der letzten Eiszeit die Pyramiden auf dieses Datum aus?
Um vergleichbare Dimensionen herzustellen: Der Auszug der Juden aus Ägypten war ca. um das Jahr 1600 v. Chr. Warum sollte z. B. das spanische Volk im Jahr 6000 n. Chr. ein Gebäude bauen, welches die Ressourcen des Landes extrem beansprucht? Und dieses Gebäude weist dann auf das Jahr 1600 v. Chr. Das alles erscheint wenig sinnvoll.
Wenn Sie ein eigenes Haus bauen wollen, wen würden Sie damit beauftragen – einen Architekten oder einen Archäologen? In der Vergangenheit haben bisher Archäologen den Bau der Pyramiden interpretiert. Stellen wir uns nun vor, Sie sollten einen Stein bearbeiten und dieser Stein soll z. B. die gerade Fläche eines Tisches erhalten. Sofern man handwerkliche Vorerfahrungen mit sich bringt, lässt es sich leicht nachvollziehen, dass eine Genauigkeit von 1 mm auf so eine große Fläche nur schwer mit Hammer und Meißel zu erzielen ist. In der Königskammer sind die Steine mit einer Genauigkeit von 1/10 mm hergestellt worden. Das ist an der Grenze dessen, was heutzutage technisch machbar ist. Diese Genauigkeit ist nicht mit der Hand herzustellen. Das bedeutet aber, unsere Vorstellung, dass die Pyramiden nur mit einfachsten Handwerkshilfsmitteln hergestellt wurden, ist nicht haltbar.
Diese Steine sind aber nicht nur auf einer zweidimensionalen Fläche auf 1/10 mm genau gearbeitet worden. Alle anliegenden Steine hatten dreidimensional die gleiche Genauigkeit. Diese dreidimensionale Genauigkeit erfordert aber eine umfassende Planung. Die Vorstellung, dass Handwerker Steine mit der Hand bearbeitet haben und dass diese Steine dann irgendwie zusammengesetzt worden sind, ist so nicht haltbar. Jeder Stein war eine Einzelanfertigung und auf 1/10 mm genau bearbeitet.
Es ergeben sich hieraus folgende Probleme:
Die Vorstellung, dass die Steine der Pyramide nur mit Hammer und Meißel bearbeitet wurden, ist nicht haltbar. Für die dreidimensionale Bearbeitung auf 1/10 mm müssen Maschinen verwendet worden sein. Die Vorstellung, dass es zu der damaligen Zeit schon so komplexe Maschinen zur Steinbearbeitung gegeben hat, erfordert jedoch vollkommen andere Denkansätze, die bisher in der Wissenschaft nicht zugelassen bzw. vorurteilsfrei diskutiert wurden.
Die Cheops-Pyramide soll aus 2–3 Millionen Steinquadern bestehen. Jeder Stein ist eine Einzelanfertigung und muss nach genauen Vorgaben gefertigt werden. Dieser Planungsumfang würde selbst im computergestützten Zeitalter enorm aufwändig sein. Wie wurden die enormen Datenmengen vor Ort beim Bau der Pyramiden gehandhabt? Dazu gibt es wiederum keine Denkansätze.
Die Cheops-Pyramide soll in zwanzig Jahren gebaut worden sein. Bei 365 Tagen im Jahr und zwölf Stunden Arbeit pro Tag ergibt sich: 20 Jahre
365 Tage
12 Stunden • 60 Minuten = 5.256.000 Arbeitsminuten
Bei 2–3 Millionen Steinquadern ergibt sich eine Bearbeitungszeit pro Stein:
5.256.000 Arbeitsminuten: 2.000.000 Steinquader = 2,6 Arbeitsminuten pro Steinquader
Das würde bedeuten, dass ein einzelner Stein innerhalb von 2,6 Minuten angefertigt sein müsste. Ebenso müsste dieser innerhalb von 2,6 Minuten mit einem Schlitten entsprechend der Länge des Schlittens hochgezogen werden. Zum Schluss müsste der Stein innerhalb von 2,6 Minuten positioniert werden. Und dies alles ohne technische Hilfsmittel. Es ist abzusehen, dass der zeitliche Umfang für den Bau der Cheops-Pyramide so nicht realistisch eingestuft wurde.
Natürlich lassen sich einige Arbeitsschritte beim Bau der Pyramide parallel gestalten. Der Nachteil wäre aber, dass der organisatorische Aufwand steigen würde. Letztendlich müssten die Steine aber dennoch mit einem Schlitten eine Rampe hochgezogen und innerhalb dieser Zeit positioniert werden.
Entweder müssen wir unsere Vorstellungen über den Bau der Pyramiden vollständig überdenken oder aber die Pyramiden wurden zu einem ganz anderen Zeitpunkt gebaut.
Für die wissenschaftliche Arbeitsweise ergeben sich so folgende Rückschlüsse:
Die Geschichte des altägyptischen Reiches ist uns aus unserer Schulzeit und aus der wissenschaftlichen Forschung bekannt. Dabei fordert die Wissenschaft eine Deutungshoheit für sich ein. Die Thesen, die daraus resultieren, kennen wir alle aus unserer Schulzeit oder aus der Literatur. An dieser Stelle möchte ich einen (vielleicht schlechten) Vergleich stellen. Der Vergleich erscheint unpassend und deshalb möchte ich mich dafür im Voraus entschuldigen. Die Nationalsozialisten haben in ihrer Propaganda bewusst Thesen immer wieder wiederholt, solange, bis diese Thesen von der Bevölkerung übernommen wurden. Das Gleiche passiert heutzutage wieder in der Politik. Einfache Thesen werden so lange wiederholt, bis diese von zumindest einem Teil der Bevölkerung übernommen werden – unabhängig davon, ob diese Thesen nun wahr oder falsch sind. Übertragen wir nun diese Arbeitsweise auf die wissenschaftlichen Thesen zum Pyramidenbau: Es könnte durchaus sein, dass die Thesen zum Pyramidenbau erweitert oder aber ganz revidiert werden müssen. Das eigentliche Problem liegt aber in unserem eigenen Kopf.
Es wurde nicht ausreichend interdisziplinär gearbeitet. Bei den Vorstellungen, wie z. B. die Pyramiden gebaut wurden, könnte zur Aufarbeitung vielleicht eine noch intensivere interdisziplinäre Arbeitsweise hilfreich sein.
Aus den beiden vorangegangenen Punkten ergibt sich der Rückschluss, dass keine alternativen Lösungsansätze zugelassen und diskutiert wurden.
Wenn wir uns nun die Sphinx anschauen würden, dann ist auffällig, dass der untere Teil der Sphinx stark verwittert ist. Der Kopf der Sphinx ist hingegen besser erhalten. Zudem ist der Kopf der Sphinx in Relation zu klein für die Löwenstatue.
Dies bedeutet, dass der Kopf und der untere Teil der Sphinx unterschiedlich lange Verwitterung ausgesetzt sein könnten. Dies würde wiederum bedeuten, dass der Kopf der Sphinx nachbearbeitet wurde.
Wenn der Kopf der Sphinx also in einem jüngeren Zeitalter modelliert wurde und der untere Teil der Sphinx aus einem älteren Zeitpunkt stammt, dann handelt es sich hierbei um eine Verfälschung der Geschichte.
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