Erfolgs - Geheimnisse

Erfolgs - Geheimnisse

Klaus Kempe


EUR 17,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 224
ISBN: 978-3-99131-228-4
Erscheinungsdatum: 07.03.2022
Erfolg kann nicht von jemand anderem für Sie erreicht werden. Erfolg hat mit Ihnen und Ihren Entscheidungen zu tun. Ob gut oder schlecht, die Zukunft wird stattfinden. In diesem Buch erfahren Sie, was Sie tun können, damit Ihre Zukunft eine gute wird.
Vorwort

Erfolg hat man, oder man hat ihn nicht – sagt man. Ist es wirklich so einfach? Leider – oder glücklicherweise – nicht. Natürlich wäre es schön, wenn einem Erfolg gewissermaßen angeboren wäre, denn, seien wir mal ehrlich, jeder möchte doch gerne erfolgreich sein. Doch andererseits könnte man dann auch Pech haben und zu denjenigen gehören, die von Anfang an und ohne Aussicht auf Besserung erfolglos sind.

Daher ist es vorteilhaft, dass Erfolg errungen und erarbeitet werden kann – wenn man weiß, wie! Und darum geht es in diesem Buch. Ich möchte Sie mitnehmen auf eine Reise, um die Geheimnisse des Erfolgs zu entdecken. Dafür schauen wir uns beispielsweise an, welche Techniken es gibt, die tatsächlich erfolgreich sind. Wir werden uns auch mit erfolgreichen Menschen, mit Gedanken zum Thema Erfolg, die mir aus tausenden Gesprächen und Büchern besonders im Gedächtnis geblieben sind und mein Interesse geweckt haben, und mit Problemen, auf die man auf dem Weg zum Erfolg stoßen kann, auseinandersetzen.

Und natürlich wird es auch darum gehen, wie Sie dieses Wissen für sich nutzen und selbst erfolgreich werden können. Dafür stelle ich Ihnen Hilfsmittel zur Verfügung, die sich für mich als wirklich brauchbar erwiesen haben. Dieses Buch soll Ihnen als Ratgeber, als Erfahrungsschatz und als Wegweiser dienen, um auf dem Weg zum Erfolg die Zeichen richtig deuten zu können. Es will Ihnen helfen, aus den Umwegen und Wirrungen anderer Ihre eigenen Schlüsse zu ziehen und sie bestenfalls zu vermeiden.

Erfolg kann nicht von jemand anderem für Sie erreicht werden. Erfolg hat mit Ihnen und Ihren Entscheidungen zu tun. Ihre Entscheidungen sind die Basis, auf der Ihre Zukunft stattfinden wird. Und ob gut oder schlecht, sie wird stattfinden. Was Sie tun können, damit die Zukunft gut wird, versuche ich Ihnen in diesem Buch näherzubringen.

Es ist egal, ob Sie für sich selbst schon an Erfolg glauben oder nicht: Wenn Sie wissen, worauf Sie sich einlassen und wie Sie es angehen – und dabei soll Ihnen das Buch Chancen und Risiken aufzeigen, aber auch Inspiration sein –, dann können Sie Ihren Erfolg selbst bestimmen.

In diesem Sinne lade ich Sie ein, mich auf der Reise zu den Geheimnissen des Erfolgs zu begleiten und zu lernen, auf der Welle des Erfolgs zu reiten, sich vom Erfolg beflügeln zu lassen, …

Ihr
Klaus Kempe


Einleitung

Bevor wir tiefer in das Thema Erfolg eintauchen, schauen wir uns zunächst einmal die Herkunft des Wortes selbst an. Erfolg stammt von dem Verb erfolgen ab, was laut Duden „geschehen, eintreten, vor sich gehen“ bedeutet. Erfolgen wiederum stammt vom mittelhochdeutschen ervolgen, was „erreichen“ bedeutet. Es ist also etwas, das man anstrebt und durch seine darauf ausgerichteten Handlungen schließlich erlangt.

Dem Wort Erfolg inhärent (innenwohnend) ist demnach das Setzen eines Zieles und das aktive Handeln, um dieses zu erreichen. Erfolg hat also ganz eindeutig etwas mit Ihnen zu tun. Ohne Ihr Ziel und Ihr Handeln werden Sie keinen Erfolg haben.

Daher möchte ich Sie an dieser Stelle bereits warnen: Sollten Sie zu jenen Menschen gehören, denen „alles egal“ ist, ist dieses Buch nicht das richtige für Sie.

Wenn Sie jedoch bereit sind, eine Sache anzugehen, aber nicht genau wissen, wo Sie anfangen sollen, oder einfach ein bisschen Motivation brauchen oder sich über erprobte Techniken zur Steigerung Ihres Erfolgs informieren wollen, sind Sie hier richtig. Auch wenn Sie das Gefühl haben, Sie tun, was Sie können, aber die Ergebnisse sind nicht so, wie sie sein sollten, sollten Sie weiterlesen, denn wir werden auch auf Hindernisse auf dem Weg zum Erfolg und Fallen, in die man laufen kann, eingehen.

Der Zweck dieses Buch ist, Sie dabei zu unterstützen, Ihren eigenen Erfolg selbst zu bestimmen.

Wie Sie sehen, spielt auch hier wieder Ihre eigene Entscheidung eine große Rolle. Denn, wie das Wort Erfolg aussagt, brauchen Sie ein Ziel, um überhaupt erfolgreich sein zu können, und dieses Ziel müssen Sie selbst bestimmen.

Wenden wir uns daher noch einmal den Wörtern zu. Entscheiden geht zurück auf das germanische Wort skaipi, das zwei getrennte Holzplatten bezeichnete, die ein Schwert schützten. Man hatte also hier bereits zwei Seiten, auch wenn diese nur zusammen funktionierten. Heute bedeutet es nun, dass man zwischen zwei (oder mehr) Seiten wählt und sich auf die für einen passende festlegt. Damit hat man dann ein Ziel (von althochdeutsch zil „Eingeteiltes, Abgemessenes“), und wenn man dieses erreicht, hat man Erfolg und ist idealerweise glücklich.

Bei Sportlern wird dies meines Erachtens besonders deutlich: Die ganzen Mühen, die dahinterstecken, um eine Spitzenleistung zu bringen, fallen wie ein Schleier, wenn der Sieg erreicht, der Rekord erlangt ist. Stolz und Freude stellen sich ein. Das dies mit Lebensfreude, mit Erfüllung und Zufriedenheit einhergeht, versteht sich von selbst.

Im Gegensatz dazu gibt es Menschen, die für Erfolg über Leichen gehen. Derart erlangter Erfolg mag zwar auch Erfolg genannt werden, doch ist er sicher nicht das, was ich unter Erfolg verstehe. Ein Erfolg, der wirklich auf Kosten anderer errungen wurde, mindert den eigenen Stolz, die eigene Zufriedenheit – kurzum, die Lebensqualität. Die „Leichen“, über die man gegangen ist, mögen sich „begraben“ lassen, doch das eigene Gewissen holt einen ein. Hinzu kommt, dass dieses Universum auf dem Prinzip von Ursache und Wirkung aufgebaut ist. Jede kleinste Ursache erzielt eine Wirkung. Verursache ich etwas, das jemand anderem schadet, wird das über kurz oder lang auf mich zurückschlagen.

Wenn ich also von Erfolg spreche, dann meine ich das Erreichen der eigenen Ziele auf eine überlebensfreundliche Art, die nicht auf der Ausnutzung, Ausbeutung oder dem Ruin anderer aufgebaut ist.

Ein weiterer Aspekt in Bezug auf Erfolg und Lebensqualität ist folgender: Je höher die Ziele, desto höher sind auch die Widerstände. Manche Menschen glauben deshalb, die Lösung für ein glückliches Leben sei, sich einfach keine (hohen) Ziele zu setzen.

Das sehe ich anders. Es mag zwar heißen „Leidenschaft ist etwas, das Leiden schafft“, und ich gebe zu, dass man bereit sein muss, etwas zu investieren, wenn man Erfolg erzielen will. Selbst der begabteste Sportler wird ohne hartes Training sicherlich nicht der Beste in seiner Disziplin. Aber wie sieht es aus, wenn man keine Ziele hat, die man erreichen will? Bringt einen das einem glücklichen, erfüllten Leben näher?

Auf alle diese Aspekte werden wir im Weiteren detailliert eingehen. Zunächst sehen wir uns diverse Techniken an, auf die Sie im Zusammenhang mit dem Erreichen von Erfolg stoßen mögen.


I - Techniken zum Erfolg

Es gibt unzählige Bücher, Seminare, Blogs und so weiter, die Techniken, die zu gesteigertem Erfolg führen sollen, anpreisen. Gefühlt hat jeder (Möchtegern-)Motivationstrainer eine eigene Technik entwickelt, die zu ultimativem Erfolg führen soll. All diese vorzustellen und zu behandeln ist nicht Sinn dieses Buches.

Ich möchte Ihnen nur einige der bekanntesten und – aus meiner Sicht – nützlichsten Techniken vorstellen, die tatsächlich dabei helfen können, Ihre Ziele besser zu erreichen.

Das schließt nicht aus, dass Sie gelegentlich zweifeln, unsicher sind oder den Tag verfluchen, an dem Sie diesen Weg eingeschlagen haben. Aber Sie werden hier und im Folgenden Anregungen finden, die Ihnen den Rücken stärken und Sie zum Erfolg führen. Schließlich arbeiten Sie basierend auf Ihren Entscheidungen an Ihren Zielen und Erfolgen. Andere oder ich als Autor können Ihnen mit Erfahrungen und Hinweisen helfen, doch tun müssen Sie es selbst – schließlich geht es um Ihren Erfolg. Also geben Sie nicht auf – Sie finden einen gangbaren Weg – und werden Sie erfolgreich!

Und dieses Wissen ist auch schon der erste Schritt auf Ihrem Weg zum Erfolg: Für Ihren Erfolg können Sie nur sich selbst verpflichten. Wenn es ein anderer tut – egal wie gut gemeint – ist es nicht „Ihr Ding“ (frei nach Udo Lindenberg). Entscheiden Sie sich, was Sie erreichen wollen, holen Sie sich Rat, wenn nötig, und machen Sie Ihr Ding!

Zum Wie kommen wir nun.

1. Visualisierung

Setzen Sie sich ein Ziel – und damit ist etwas gemeint, was Ihnen real ist, was Sie sich vorstellen können, egal was andere davon halten oder denken. Sie bestimmen einfach für sich selbst: „Das ist mein Ziel.“

Als Nächstes visualisieren Sie es: Was für ein Bild, welche Idee kommt Ihnen in den Kopf, wenn Sie an Ihr Ziel denken? Schreiben, malen visualisieren Sie Ihr Ziel für sich in einem Buch, Tagebuch, Notizbuch, Terminkalender … Es ist egal, wo und wie. Wichtig ist, dass es für Sie eine Bedeutung hat, dass Sie sich damit identifizieren können und dass Sie das Gefühl entwickeln: „Ja, das ist es, was ich will!“

Dabei scheint es mir wichtig zu sein, zu beachten, dass es sich um ein positives Ziel handelt – also „Ich will …“ statt „Ich will vermeiden …“ oder „Ich will zukünftig weniger …“

Mit der Visualisierung Ihrer persönlichen Idee und Zielsetzung haben Sie den richtigen Anfang gemacht. Jetzt können Sie natürlich die Sache auch einfach mal für ein paar Tage liegen lassen und sich dann fragen: „Ist es das wirklich? Will ich das wirklich?“ Stellen Sie sicher, dass Sie das richtige Ziel für sich visualisiert haben. Wenn Sie merken, es passt nicht ganz, das ist es doch nicht, ändern Sie es entsprechend, bis Sie sicher sind, dass es sich wirklich um „Ihr Ding“ handelt.

Jetzt können Sie Ihr Ziel weiter ausschmücken. Es sollte offen und auf unterschiedliche Weise realisierbar sein. Dabei kann man sicher auch ein wenig Verstand gut brauchen. Wenn man einfach als Ziel formuliert „Ich will im Lotto gewinnen“, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die Chance auf den Hauptgewinn 1 zu 140 Millionen ist. Tatsächlich ist die Wahrscheinlichkeit, am Wochenende bei einem Autounfall ums Leben zu kommen, mathematisch höher, als Lottomillionär zu werden. Bei einem solchen Wunsch sollte man sich darüber klar werden, dass der wirkliche Wunsch, das wirkliche Ziel nicht ist, „im Lotto zu gewinnen“, sondern „reich zu sein“. Und dafür muss es nicht unbedingt der Lottogewinn sein. Es gibt ja noch viele andere Wege, „stinkreich“ zu werden. Der Wunsch nach dem Lottogewinn ist nur der Ausdruck für den Wunsch, reich zu sein. Stellen Sie also sicher, dass Sie das wirkliche Ziel benennen, und lassen Sie ein wenig Realismus einfließen.

Wichtig scheint mir auch die Klarheit zu sein, mit der Sie Ihre Ziele formulieren. Es reicht nicht, einfach nur zu wollen. In dem Stadium sind Sie ja schon. Sie müssen sich die fertigen Ziele vor Augen führen und die endgültige Situation beschreiben. Sagen Sie also beispielsweise nicht nur „Ich will reich sein“. Führen Sie es aus, stellen Sie es sich wirklich vor: „Ich bin reich und habe alles, was man für Geld kaufen kann und was mir als ‚Spielzeug‘ wichtig ist. Ich wohne in einem Haus, das … Mein Auto ist ein … In meiner Freizeit kann ich …“

2. Ziele aufschreiben

Eine weitere bewährte Technik besteht darin, sich täglich seine Ziele aufzuschreiben – wieder und wieder, wenn Sie wollen, fünfzehnmal am Tag. Legen Sie dies einfach für sich fest und machen Sie es dann.

Im Laufe des Prozesses kommen Ihnen Ideen, wie Sie Ihrem Ziel näherkommen können. Wenn Sie dies täglich tun, stellt sich eine Routine ein und Ihnen kommen Ideen zur Erreichung Ihres Ziels.

Inspiration kommt nicht mit Gewalt. Ein kleiner, doch sehr wichtiger Rat, den ich Ihnen weitergeben möchte: Geben Sie sich die Zeit, die Sie brauchen, aber halten Sie an Ihren Zielen fest! Und je mehr Sie schreiben und Ihre Ziele immer wieder formulieren, desto mehr kommen Ihnen auch Ideen, die Sie weiterbringen.

Wenn auch mal eine Phase eintritt, in der Sie vergessen oder es nicht schaffen, in Ihrer täglichen Routine an Ihren Zielen zu arbeiten – nun, fangen Sie wieder an und bleiben Sie dran.

Die Technik, sich Ziele zu setzen und diese dann Tag für Tag aufzuschreiben, bringt Ideen und Wege ans Licht, die sonst verschlossen bleiben. Sie können dann auch die ersten notwendigen Zwischenschritte entdecken und festlegen. So entstehen Unterziele und die ersten Aktionen auf dem Weg zum Erreichen der Ziele.

3. Adenauer-Kreuz

Eine Technik, um eine Auswahl zu treffen oder einen Weg zu finden, den man sich zu eigen macht, ist das berühmte Adenauer-Kreuz. Man sagt es Adenauer, Roosevelt oder anderen hohen Politikern nach, dass sie, wenn sie vor eine Entscheidung gestellt wurden, auf dieses Mittel zurückgriffen.

Für das Adenauer-Kreuz nehmen Sie einfach ein Blatt Papier in die Hand, formulieren die Frage und schreiben sie oben auf das Blatt. Darunter ziehen Sie einen Querstrich, von dem aus Sie mittig einen senkrechten Strich nach unten ziehen. Auf der linken Seite notieren Sie einfach, was dafürspricht, und auf der rechten Seite, was dagegenspricht. So können Sie die Argumente dafür und dagegen für sich selbst übersichtlicher machen und es wird Ihnen leichter fallen, eine Entscheidung zu treffen.

Diese Technik wird auch in Verkaufsseminaren gelehrt. Dort wird sie vom Verkäufer allerdings so eingesetzt, dass er die Entscheidung des Kunden damit zu beeinflussen versucht. Er zeichnet das Adenauer-Kreuz und schreibt links alle positiven Aspekte auf, die ihm und dem Kunden für den Kauf einfallen. Wenn es an die rechte Spalte geht, lehnt er sich zurück und wartet, nach dem Motto: „Soll der Kunde doch die Gegenargumente selbst finden.“ Mancher Verkäufer zieht die Gegenargumente sogar ein bisschen ins Lächerliche.

Richtig angewandt kann das Adenauer-Kreuz Ihnen jedoch helfen, Entscheidungen zu treffen. Es sei dabei noch angemerkt, dass die Entscheidungen umso besser und einfacher zu treffen sind, je besser die eingetragenen Daten sind. Informieren Sie sich also über möglichst viele Aspekte der betreffenden Frage, versuchen Sie, sachlich zu bleiben, und entscheiden Sie sich dann für eine Seite.

4. Theorie und Praxis

Die Geschichte und Analyse von Misserfolgen haben gezeigt, dass es viele Zeitgenossen gibt, die redegewandt großartige Dinge fordern und entwerfen und dann in der Praxis kläglich scheitern. Wenn Sie sich nur mal die Fünfjahrespläne in der DDR oder der Sowjetunion anschauen– da können einem die Tränen kommen. Und trotzdem fordern heute politische Randgruppen genau denselben Mist. Erst einmal an der Macht – versprechen sie –, wird alles besser. Mit Worten sind sie sehr geschickt, aber wehe dem Volk, das sie dann regieren werden.

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