Politik & Wirtschaft

Elemente menschlicher Netzwerke

Martina Schwab

Elemente menschlicher Netzwerke

Leben mit dem Netzwerk Mensch individuell und ganzheitlich

Leseprobe:

Vorwort

Liebe Leser,
ich freue mich, dass Sie sich für dieses Buch entschieden haben. Ich verspreche Ihnen ein Gedankenfeuerwerk über sehr viel Selbstverständliches in Ihrem Leben. Ein Menschenleben kann faszinierend und spannend sein. Wie ein einzelnes Lebensbuch, in dem Sie ab und zu mal mitlesen dürfen, wenn Ihre Familie oder Freunde aus ihrem Leben erzählen oder Sie sie in ihrem Leben begleiten.
Während meiner Arbeit in der Menschenpflege überlegte ich in Zeiten der materialistischen-betriebswirtschaftlichen Orientierung, was einen Menschen ausmacht und wie er sich von einem anderen Menschen unterscheidet.
Was bedeutet würdevoller Umgang mit Respekt, Akzeptanz und Toleranz? Ist das alles gegeben? Haben wir nicht ein Grundgesetz, das umschreibt: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“? (GG Artikel 1)
Doch wo sind Anhaltspunkte, um die Menschenpflege zu erklären?
Viele Kollegen aus der Pflege und Wissenschaft sagten mir, dass eine individuelle ganzheitliche Darstellung eines Menschen nicht möglich ist. Gibt es vielleicht doch eine Chance und wie kann ich sie angehen? Das soll nicht heißen, dass wir einen Menschen gläsern machen müssen, um ihn ganzheitlich zu betrachten. Jeder muss seine privaten eigenen Geheimnisse haben. Vieles können wir jedoch in der Andersartigkeit unser selbst und der jeweiligen Komplexität eines Menschen schon gar nicht erkennen. Müssen wir in der Pflege doch mit Menschen arbeiten und da ist es notwendig, vieles über sie zu wissen. Wie komplex z. B. doch ein einziges Menschenleben ist. Warum ist das Zusammentreffen unterschiedlicher Menschen mit jeder Begegnung anders?
Schritt für Schritt arbeiten wir uns an dieses Thema heran und beginnen bei den Lebewesen.
Wir sind alle ein Teil der Natur, leben in der Natur, mit der Natur und von der Natur in ständiger Veränderung und Anpassung der Entwicklungen.
Der Mensch hat dabei die Fähigkeit, seine Umgebung zu gestalten, zu schützen, zu pflegen und anzupassen.
Pflanzen gehören zu unserem Leben. Sie wachsen in unterschiedlichen Ländern mit entsprechenden Klimavoraussetzungen, der Boden muss für ihr Gedeihen optimal zusammengestellt sein. Das Wissen um ihre Aufzucht, Weiterzucht und Veredelung haben sich spezielle akademisch ausgebildete Biologen angeeignet. Neues wird durch ständige Weiterentwicklung von Untersuchungsmethoden und Erkenntnisse das Überleben der Arten und deren Nutzung für das Leben aller Lebensarten sichern. Des Weiteren gibt es Berufe wie Gärtner, Landschaftsgärtner und Floristen, die als Facharbeiter die pragmatischen Arbeiten der Pflege wie Vermehrung, Kultivierung, Aussaat, Gießen usw. ausführen. In speziellen Ausstellungen werden Neuzüchtungen und die bunte Vielfalt gezeigt. Pflanzen dienen uns außerdem als Nahrungsgrundlage. Ökologen und Ökotrophologen sorgen sich um eine dem Menschen und Tier angepasste Anpflanzung und Gesunderhaltung. Institute erforschen die ständige Weiterentwicklung und Erhaltung.
Tiere werden ebenfalls von Menschen gepflegt. Dazu werden sie wiederum in speziellen akademischen Disziplinen wie Biologie, Zoologie oder Tiermedizin ausgebildet. Sie sorgen für angepasste Lebensräume, Ernährung, Gesunderhaltung, Arterhaltung und die Weiterentwicklung. Dazu wurden Institute an Universitäten eingerichtet. Die pragmatische Versorgung der Tiere geschieht durch Facharbeiter wie Bauern und Landwirte, Tierpfleger und deren Helfer. Um Tiere kennenzulernen werden spezielle Parks oder zoologische Gärten errichtet.
Darüber hinaus dürfen wir die Landwirtschaft nicht vergessen, die uns die Grundlagen des Lebens bereitstellt. Immer mehr wird der Ruf nach biologisch angebauten Pflanzen und artgerecht gehaltenen Tieren für die Ernährung laut. Landwirte werden akademisch und pragmatisch ausgebildet, um mittels der Forschung genügend qualitativ als auch quantitativ gute Lebensmittel für Mensch und Tier zu gewinnen.
Das ist eine globale Aufgabe. Industrieländer führen mit deren Wirtschaftsziele häufig zu unnatürlichen Bedingungen der Lebensumstände von Pflanzen, Tieren und Menschen. Mit dem Ziel möglichst quantitativ und qualitativ zu größtmöglichen wirtschaftlichen Erfolgen zu kommen.
Wie ist das mit der Menschenpflege? Die Menschen gestalten die vorher genannten Lebensräume für ihr eigenes Überleben. Menschenpflege ist mehr als Medizin und Krankenpflege. Viele sprechen von Gesunderhaltung und Vorsorge. Mein Eindruck ist, je mehr darüber diskutiert wurde, umso weniger wurde in der Praxis dafür getan. Menschenpflege ist eine komplexe, vielfältige und schwierige Aufgabe, aber die wichtigste überhaupt. Ohne Menschen kein Wirtschaftswachstum und keine Emotionen, keine Weiterentwicklungen und Innovationen. Wo kein Input, da kein Output. Wir können schon heute die Auswirkungen des demografischen Wandels mit der Vergreisung der Bevölkerung in vielen europäischen Ländern durch niedrige Geburtenrate auf die wirtschaftlichen Erfordernisse erahnen.
Die Wirtschaft ist für die Menschen da und nicht umgekehrt. Ohne Menschen keine Wirtschaft. Hierbei geht es um die Verteilung von Gütern und erwirtschafteten finanziellen Mitteln. Da spielen Gesetze, Politik, Berufsstände, Sozialkompetenzen, Machtverhältnisse und der globale Markt große Rollen. Die Verteilung der materialistischen Güter ist schwierig, da die Interessen und Wertvorstellungen genauso unterschiedlich sind, wie es Menschen gibt. Manche geben sich mit einfachen Grundbedürfnissen zufrieden. Dennoch streben viele nach Besitz, Reichtum und einem besseren Leben.
Jedoch kann es nicht sein, dass Menschen ihren Unterhalt mit Arbeit verdienen und nicht davon leben können. Die auseinanderschweifende Gesellschaftsschere zeugt von fehlender Solidarität und ist ein Warnzeichen des gesellschaftlichen Friedens.
Zurück zur Menschenpflege. Wir sprechen von Pflege dann, wenn Menschen als abhängige Minderjährige wie Kinder oder durch Behinderung, Krankheit und Alter ihr Leben nicht mehr oder noch nicht selbstständig bestreiten können. Dann überfordern uns in Deutschland meist Gesetze, Verordnungen und Vorgaben und wir müssen auf speziell ausgebildete Personen mit unterschiedlichsten Ausbildungen und Zielen zurückgreifen.
Wir können unsere Menschenpflege nicht mal beschreiben. Bereits der Gedanke an individuelle ganzheitliche Sichtweise wird von Akademikern, die sich mit humanen Bereichen auseinandersetzen, sofort abgewiesen. Die Bemühungen den Menschen einmal, wenn auch nur grob, als einzelne Person zu betrachten, wird als unmöglich bezeichnet. Ist es das und wie umfangreich ist es? Wo sind die Grenzen solcher Sichtweisen und Darstellungen?
Das empfand ich als eine lebenslange Aufgabenstellung. Deshalb habe ich eine Pflegeausbildung und ein Studium der Betriebswirtschaft einerseits und der Pflegewissenschaft anderseits absolviert. Während meiner Arbeit in ambulanten Pflegediensten konnte ich nicht nur die individuellen und sozialen Verhältnisse der Menschen in Erfahrung bringen, sondern auch die Komplexität etwas genauer, wenn auch abstrakt, kennenlernen, um diese dann zu reflektieren und zu erklären. Im Krankenhaus begegnen mir Menschen für eine sehr begrenzte Zeit im nicht persönlichen und privaten Umfeld des Patienten. Erkenntnisse über seine Wertlegungen und seine Lebensqualität können nur über Aussagen seiner selbst erfahren werden. Eine Einschätzung von Gefahren und Risiken des täglichen Lebens werden meist auf die festgestellten Krankheiten bezogen. Im Pflegeheim wird zwar von möglichst individueller Pflege gesprochen, jedoch passen sich die Bewohner meist den Gegebenheiten an. Das sind Essenszeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten und der Alltagsrhythmus des Personals, je nachdem wie die Ausstattung und Pflegemöglichkeiten getaktet sind.
So bietet die ambulante Pflege den besten Einblick in das Alltagsleben eines Menschen mit all seinen Sorgen und Problemen, seiner materiellen und personalen Umwelt, seinem Lebensstandard, Sichtweisen, Werten und seiner Lebensvielfalt.
Immer wieder sammelte ich Phänomene, Aussagen und Erkenntnisse. Diese Flut an Aufgeschriebenem sortierte ich so lange, bis sie ein sinnvolles Modell (kein vollkommenes) des individuellen Menschen ergaben.
Ich stellte fest, dass alles, was im Leben jedes einzelnen Menschen und den Gesellschaften geschieht, von der Art der Beziehungen abhängig ist. Der Bezug zu einem anderen Menschen kann in der täglichen Begegnung ständig anders ausfallen. Je nach Thema, Gemeinsamkeiten, Herkunft, Interessen, Zielen und Übereinstimmungen kann er oberflächlicher oder intensiver aufgebaut oder gehalten werden. Manchmal, wenn Probleme auftauchen, müssen Beziehungen reflektiert, bearbeitet oder auch wieder vergessen werden, wenn sie den Menschen belasten oder zu Konflikten führen. Um mit Beziehungen arbeiten zu können, ist es notwendig, den Menschen so weit wie möglich kennenzulernen. Das hängt von den eigenen individuellen Fähigkeiten, Wünschen und Bedürfnissen und dem Vertrauen der Menschen ab, wie viel sie von sich nach außen preisgeben. Menschen haben auch Beziehungen zu sich selbst aufgebaut und pflegen diese mehr oder weniger, wir könnten sie als interne persönliche Beziehungen bezeichnen. Es bedarf einer Reflexion seiner selbst und des Wissens um die ständige individuelle Kommunikation mit sich selbst.
Zur Menschenpflege können alle wissenschaftlichen und fachlichen Disziplinen, die es gibt, gezählt werden. Diese bemühen sich nicht nur um den einzelnen Menschen, sondern um alles, was die Entwicklung, Erhaltung und den Lebensstandard bereichern könnte. Jeder Mensch beansprucht in seinem Leben Anteile von den Ergebnissen der Wissenschaft und Forschung in Form von Gegenständen, Wissen und Erkenntnissen oder zur Lebensbewältigung, Lebensqualität und Verwirklichung.
Doch wer kümmert sich nun um den individuellen ganzheitlichen Menschen?
Die Medizin, Erzieherin, Lehrerin, Priester, Verkäuferin, Betriebswirt, Therapeuten, Altenpfleger/innen und Gesundheits- und Krankenpflege/rinnen? Das sind lediglich einige wenige davon.
Was machen die Altenpflegerinnen, Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und Kinderkrankenpflegerinnen, Pflegemanagerinnen, Pflegewissenschaftlerinnen? Sie kümmern sich nicht nur um die Gebrechen der Menschen, sondern beraten in gesundheitlichen, sozialen Fragen und im Alltag des Menschen. Sie arbeiten pragmatisch als Facharbeiter meist in der direkten Pflege. Sind aber bei den umfangreichen Aufgaben in individueller und ganzheitlicher Sichtweise überfordert und oft bei einer komplexen Betrachtungsweise alleine gelassen. Es werden die Leistungen in einem Zeitrahmen festgelegt und Inhalte begrenzt, denn sie müssen auch bezahlt werden. Menschen haben jedoch weitere unterschiedliche Alltagsprobleme, die nicht mit einfachen Handgriffen zu bestreiten sind. Soziale, Finanz- und Zukunftssorgen sind oft Auslöser von Krankheiten, Vereinsamung und Verzweiflung. Es ist nicht alleine Aufgabe eines Staates, für seine wirtschaftlichen und materiellen Güter zu sorgen, sondern auch für ein würdevolles Leben seiner menschlichen Güter. Nicht dass es uns in Deutschland an gesundheitlichen Basisgütern fehlt, nein, ich denke, da haben wir ein großes Angebot zur Verfügung, maschinell und wirtschaftlich gedacht. Jedoch gibt es auch menschliche Güter und Werte, wie das Gespräch, eine Berührung, Verständnis und Zuneigung. Vor allem vergessen wir, was es heißt, sich um einen Menschen zu sorgen, kümmern und Fürsorge zu leisten. Angehörige, die über Jahre oder einige Zeit gepflegt haben, verzweifeln manchmal genau an diesem Phänomen, das oft sozial gesehen, aber nicht in wirtschaftlichen Leistungen definiert werden kann. Dieses Phänomen, die Sorge um das Leben und den Alltag des anderen Menschen, sichert ihm das Überleben und die Lebensqualität und ersetzt auch nicht die professionelle Beratung. Das bedeutet nicht nur Leistungen der Pflege und Beratungen durchzuführen, sondern Verantwortung zu übernehmen, ihn im Leben zu begleiten und an seinem Leben teilzunehmen. Wie lassen sich diese in die betriebswirtschaftlichen Rechnungen einfügen?
Die akademisch ausgebildeten Menschenpfleger sind in verschiedensten Richtungen tätig. Sie sollen Forschung, Wissenschaft und deren Erkenntnisse in die Praxis umsetzen.
Sie benötigen dazu eine umfangreiche Ausbildung mit der Grundlage des Menschen. So wie dieses Orientierungsinstrument, das ich hier aus meiner Sicht beschreibe.
Vielfalt des Menschen macht dieses Modell lebendig und spannend.
Man muss nicht in der Pflege arbeiten, um sich mit meinem Modell und den individuellen ganzheitlichen Menschen auseinanderzusetzen. Es betrifft jeden, der mit Menschen lebt und sich um das Wohlbefinden eines Menschen, sogar um sich selbst sorgt.
Die Ausbildung in Menschenpflege muss ein Basiswissen über den gesamten Menschen vermitteln. Medizinische Erkenntnis ist dabei ein Teil dieser Arbeit. Mit körperlichen und geistigen Erkenntnissen alleine kann der Mensch sein Leben nicht bestreiten. Da sind enorme Einflüsse von der Außenwelt mit verantwortlich, die sollten jedoch bei den Pflegeberufen Beachtung finden.
Menschenpflege bedeutet, den Menschen so weit wie möglich zu kennen und dazu ein Basiswissen zu erlernen, das uns hilft die komplexen Netzwerke zu verstehen, indem ich sie zuordnen kann. Das ist nicht nur Aufgabe des Pflegeberufs, sondern auch Grundlage allen Lebens wie der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Nur, wenn wir den Menschen wieder als individuelles, ganzheitliches und komplexes Netzwerk anerkennen, können wir ihn lieben, unterstützen und wertschätzen, so wie er ist.
Ein Thema, das uns alle in unserem eigenen Interesse angeht.



Netzwerk Mensch

Der Mensch, verantwortlich für die Entwicklung seines Lebens und seines Umfeldes.
Was konnte er aus seiner Geschichte, seinen Erkenntnissen und Fähigkeiten für sich und seinen Mitmenschen als auch für seine Umwelt lernen?
Er ist ein unendlich komplexes Wesen. Er spinnt bewusst und unbewusst seine Fäden in einem stets sich verändernden Lebens- und Beziehungsnetz. Er kann sich selbst und sein Gegenüber oft nur bedingt erkennen und kennenlernen. Teilweise sind Menschen sich fremd, fast mystisch, unnahbar und doch manchmal einander so ähnlich und so nah.
Der Mensch durch die Medizin teilweise in seine materiellen Bestandteile zerlegt, erforscht, bekannt, und doch durch die Komplexität und durch das Zusammenspiel des Beziehungsnetzes und durch nicht visualisierbare geistige und soziale Fähigkeiten unerkannt? Die Medizin ist, als Reparaturwerkstatt bei entsprechenden Diagnosen in Verbindung mit der Medizintechnik und Pharmaindustrie, darauf konzentriert, Leben zu erhalten und Lebensqualität zu verbessern.
Die Psychologie versucht die geistigen Fähigkeiten zu ergründen und dennoch steht sie häufig im „Dunkeln“. Sie kann aus Erfahrungen, mit dem Wissen aus der Forschung und mit Unterstützung bekannter Theorien als auch mit den Erfahrungen des Untersuchenden arbeiten. Dennoch können sich bei einer psychologischen Untersuchung die sich begegnenden Menschen nicht alles aus ihrem Leben und Erfahrungswissen erläutern, da sich Menschen oft selbst anders sehen und erkennen, und es stellt sich die Frage, ob dem Gegenüber eine Transparenz überhaupt möglich ist. Menschen besitzen außerdem ein unterschiedliches Lebensnetz, das sie nur teilweise preisgeben oder das ihnen nicht bewusst ist und ihnen deshalb selbst unklar bleibt.
Soziologisch gesehen spielt jeder Mensch seine Rolle in diesem „Theater/Leben“, ob sie von ihm so erwartet wird oder er selbst sie so spielen will, erfahren wir überwiegend von ihm selbst oder auch nicht und er spielt uns eine ganz andere Rolle vor, auf der Grundlage seiner Erfahrungen, Erinnerungen, seiner Bedürfnisse, Ziele, Fähigkeiten und den Bedingungen, die er selbst so empfindet, als auch Gesellschaften bieten. Dabei spielen noch viele Theaterhintergründe, Themen und das ganze Umfeld seine Rolle. Mit jeder Begegnung spielen wir eine andere Rolle, so wie sie das Netzwerk Mensch geprägt und erlernt hat.
Pädagogisch gesehen ist der Mensch ein sich immer weiter entwickelndes lernendes Lebewesen, das durch seine Fähigkeiten, Fertigkeiten, Motivation durch Ziele, Möglichkeiten und Kompetenzen seine Lebensqualität sichert. Der Mensch hat die Fähigkeit, wahrzunehmen, zu erkennen, zu reagieren und zu handeln, genauso wie er dies steuern, lenken und speichern kann. Aber auch wieder vergessen, wenn er keinen besonderen Wert auf das Wissen und die Erinnerung legt. Die Angst ist dabei ein Schutzreflex. Sie kann das ganze Leben beeinflussen. Primär geht es immer um die Existenz und das Überleben, aber auch um die Lebensqualität.
Von der Ökologie ist er in vielerlei Hinsicht abhängig. Durch seine Nahrungsbedürfnisse ist der Mensch grundlegend selbst für das Überleben der Natur und seiner selbst verantwortlich. Das Leben baut sich auf natürliche und daraus entwickelte Produkte auf, die so veränderbar sind, dass sie ihm wiederum schaden können.
In der Zeit des Materialismus spielt die Ökonomie für ihn eine enorm wichtige Rolle, um seine Lebensqualitätsziele zu erhöhen und seinen sozialen Status zu erhalten oder zu erweitern.
Die Religion dient ihm als Halt. Mysterium gesellschaftlicher Interessen oder Ergebenheit über das Unbegreifliche und den Lebenssinn irdischen Lebens, vielleicht auch die Erkenntnis des unbeschreiblichen Universums und dessen Zeitbegriff. Sie gibt Menschen durch Gesetzmäßigkeiten aus der Natur und Erfahrungen Halt und Sicherheit als auch Lebenssinn, Lebensstruktur. Manchmal ist sie ein Wegweiser und nimmt so Ängste des gegenwärtigen und zukünftigen Lebens, kann aber auch für Ängste, Macht und Zwänge verantwortlich sein. Beeinflusst sie doch das soziale Miteinander mit moralischen und ethischen Sichtweisen. Die würdevolle Beachtung ist nicht bei jeder Religionsgemeinschaft zum Vorteil des individuellen freiheitlichen Lebens und kann auch manipulativ den Menschen in seiner Freiheit und dem Entscheidungswillen einschränken.
Die Politik mit den Interessen unterschiedlicher Wertvorstellungen und eines nicht immer friedvollen Zusammenlebens, Nutzung von Verantwortung, Macht und Verteilung der irdischen, menschlichen und gesellschaftlichen Güter hat nicht nur eine individuelle Stellung, sondern auch die Möglichkeit, gemeinsame Interessen und Wertlegungen durchzusetzen, Sicherheit und Schutz zu geben.
Die Forschung, die zwar sehr viel notwendige und nicht notwendige Erkenntnisse aufdeckt und entdeckt, dennoch viele Phänomene und Ereignisse nicht erklären kann. Sie kann mit ihren Entdeckungen und Entwicklungen das Leben für das ganze Universum zur Hölle und zum Himmel machen.
Deren Forschungsmöglichkeiten nach Erklärungen mit Wiegen und Messen oftmals am Rande des Verstehens und des Könnens sucht.
Die Wissenschaft, die sich ständig um Verbesserungen, Erklärungen bemüht und sich der Frage nach der Wahrheit und der Vernunft stellt.
Und die vielen wissenschaftlichen Disziplinen, die, wenn man den Menschen als Ganzes sehen möchte, ihn mit einem enormen Ausmaß an Gehirnen auszustatten hätte.
Und nun also die Frage nach der Ganzheitlichkeit?

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 366
ISBN: 978-3-95840-058-0
Erscheinungsdatum: 25.02.2016
EUR 20,90
EUR 12,99

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