Politik & Wirtschaft

Die Bedeutung der Naturgesetze für unsere Existenz

Jürgen H. Bennewitz

Die Bedeutung der Naturgesetze für unsere Existenz

Leseprobe:

Exposé

Die Menschen auf dem Planeten Erde verstoßen in steigendem Maße gegen ein Naturgesetz: Den seit etwa 150 Jahren bekannten 2. Hauptsatz der Thermodynamik, den Satz der Entropie. Unsere derzeitigen wirtschaftlichen und finanziellen Probleme auf der Welt sind eine unmittelbare Folge dieser völligen Nichtachtung des Entropiegesetzes. Diese Nichtbeachtung eines Naturgesetzes wirkt sich aber auch dramatisch auf unsere zunehmenden Schwierigkeiten der Energieversorgung, der sich verstärkt negativ auswirkenden Klimaentwicklung und in absehbarer Zukunft auf unsere Weltlebensmittelversorgung aus.

Eigentlicher Auslöser dieser Entwicklungen ist die exponentielle Zunahme der auf dem Planeten Erde lebenden Anzahl der Menschen, die zwar die Probleme interessiert zur Kenntnis nehmen, aber im Grunde nicht weiter beachten!

Dieses exponentielle Bevölkerungswachstum geschieht, letztlich unbemerkt, seit dem Beginn unsrer Zeitrechnung. Im Jahr Null lebten nur etwa 330 Millionen Menschen auf der Erde, um 1750 waren etwa es eine Milliarde, um 2010 bereits sieben Milliarden. Im Jahr 2020 werden es wohl acht Milliarden sein und um 2050 wahrscheinlich mehr als 10 Milliarden. Ob der Planet auf dem wir leben diese Menschenmasse überhaupt erträgt, muss sehr ernsthaft bezweifelt werden. Dies aber vor allem weil wir die Naturgesetze, denen wir alle, jeder von uns ohne jede Ausnahme, unterliegen, wider besseres Wissen grob verletzen, d.h. letztlich völlig missachten.

Wir leben, völlig unabhängig von Hautfarbe, Religion und politischem System, in einem Jahrhundert, in dem wir, die Menschen, das Überleben der Art des Homo Sapiens infrage stellen.
Die Nichtbeachtung des über uns allen schwebenden Damokles-Schwertes namens Entropie hat weitreichende und sehr entscheidende, negative Konsequenzen auf die Ökonomie der globalen Wirtschaft und damit auf unser Leben in den nächsten Jahrzehnten.

Auf diese Zusammenhänge von Ökonomie und Entropie haben bereits Oswald Spengler sowie der Nobelpreisträger Prof. Dr. Frederick Soddy in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts und vor 50 Jahren Prof. Dr. N. Georgescu-Roegen, ein anerkannter US-Ökonom, hingewiesen. Ihre Worte fanden jedoch kein Interesse bei den Ökonomen, geschweige denn bei den Politikern. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sind wesentliche Ursachen von Wirtschaftsproblemen, nicht erst seit 2007/2008, sondern auch in früheren Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten auf Grund der Nichtbeachtung von Naturgesetzen durch die ökonomische Wissenschaft aufgetreten.

Dem Autor ist voll bewusst, dass er sich mit der vorliegenden Publikation auf breiter Ebene keine Freunde macht. Aber mit der Erfahrung eines 86ig Jährigen will ich die heute auf unserem Planeten Lebenden auf die heraufziehenden Gewitterwolken aufmerksam machen. Gleichzeitig möchte ich mögliche Wege aufzeigen, die die jetzige und die nächsten Generationen gehen sollten bzw. müssen, um das drohende Unheil, soweit es überhaupt noch möglich ist, abzuwenden.

Die derzeit auf der Erde lebenden Menschen sind die Abkömmlinge der erst seit weniger als 200 000 Jahren existierenden Art des Homo Sapiens. Wir sind die einzigen Überlebenden der im Laufe der vergangenen etwa fünf Millionen Jahren entstandenen Gattung der Hominiden, beginnend mit dem Australopithecus, der nach unseren Kenntnissen bereits vor ein bis zwei Millionen Jahren ausstarb. Der Neandertaler verschwand erst vor etwa
30 000 Jahren von der Erde, warum wissen wir nicht so genau obwohl die Art des Neandertaler und unsere Art des Homo Sapiens für einige Zeit im gleichen geographischen Raum lebten.
Der exponentiell ansteigende Primärenergieverbrauch, etwa um den pro-Kopf Faktor 65 seit 1750 bis heute (!), bei einer im gleichen Zeitraum ebenfalls exponentiell angestiegenen Weltbevölkerung um den Faktor 7, hat in Verbindung mit der Forderung nach einem immer höheren Lebensstandard zur Folge, dass unsere globalen Ressourcen, vor allem die der fossilen Brennstoffe irreversibel noch in diesem Jahrhundert ihrem Ende entgegengehen. Dieser Umstand zieht fundamentale Probleme für die Versorgung der weiterhin in diesem Jahrhundert exponentiell auf mehr als
12 Milliarden Menschen ansteigenden Weltbevölkerung nach sich.

Diese Probleme tauchen nicht nur bei der Lebensmittelversorgung auf, sondern z.B. auch bei der Herstellung von lebenswichtigen Medikamenten. Hierbei sind die erneuerbaren Energien – ausgehend vom derzeitigen Primärenergieverbrauch auf der Welt – definitiv kein ausreichender Energieersatz und vor allem sind sie keine Ressource für die Herstellung von Medikamenten oder Lebensmitteln usw. Mit der Erschöpfung der fossilen Brennstoffe findet auch jede Kunststoffproduktion auf der Basis von Kohlenwasserstoffen ein Ende. Eine Katastrophe auch für die Textilversorgung der Milliarden Menschen.

Die Ursachen der seit 2007 diskutierten Veränderung des Klimas des Planeten Erde, mit schwerwiegenden negativen Folgen für die Menschheit, lassen sich nicht auf die vom IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) und von den Regierungen und Medien der Welt vertretenen Meinung eines Treibhauseffekts des Kohlendioxids als Ursache zurückführen. Namhafte Wissenschaftler widersprechen diesen Thesen energisch. So sind die z.Zt. vorliegenden Berichte des IPCC von 2007 und des neuesten Berichtes von 2013 thermodynamisch-physikalisch nicht verifizierbar.

Die tatsächliche Ursache dieses Klimawandels liegt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in dem seit etwa 1750 überproportional gewachsenen Primärenergieverbrauch der Industrienationen. Der damit verbundene exponentielle Anstieg der Entropie hat zwangsläufig steigende Temperaturen der Troposphäre des Planeten Erde zur Folge. Dieser Sachverhalt ist thermodynamisch-physikalisch quantitativ nachweisbar. Der Kohlendioxidausstoß ist allenfalls eine Randerscheinung aber nicht die Ursache des Temperaturanstiegs der Atmosphäre.

All diese Fakten müssen wir im Kontext mit der Entwicklung des Universums und speziell der Erde, dem Planeten auf dem wir leben, sehen. Das Universum entstand vor 13,75 Milliarden Jahren. Unsere Erde entstand vor etwa fünf Milliarden Jahren. Wir plündern die im Laufe von Millionen Jahren entstandenen fossilen Ressourcen unseres Planeten in weiteren 100 Jahren, irreversibel, d. h. unwiederbringlich, in weniger als 0,000005 % der Zeit der Existenz unseres Planeten. Dies offenen Auges, ohne es zu sehen und ohne die Konsequenzen unseres Handelns zu sehen!

Ausgehend von der Art der Tätigkeiten und dem generell wenig friedlichen Verhalten der Regierungen dieser Welt, die UNO eingeschlossen, werden wir, die Letzen der Gattung der Hominiden, das nächste Jahrhundert aus den oben angedeuteten Gründen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht überleben, sofern wir nicht konsequent und massiv die Probleme unserer Zeit angehen und versuchen sie zu lösen.

Das legislaturbehaftete, politisch nicht immer ehrliche und unrealistisch-egoistische Denken und Handeln der Politiker dieser Welt ist weit davon entfernt, der Sicherstellung der Zukunft unserer Enkel und Urenkel zu dienen. Die Politiker unserer Zeit legen derzeit den Grundstein für die erste, anthropogen verursachte Auslöschung des organischen Lebens auf der Erde seit
65 Millionen Jahren, seit dem Aussterben der Dinosaurier.

Die vorliegende Publikation benennt die wesentlichen Details unserer Fehlhandlungen. Darüber hinaus zeigt der Autor auf, dass es noch Lösungsansätze gibt, die Kulturgeschichte der Menschheit, wenn nicht um weitere 10.000 Jahre, so jedoch vielleicht um 1.000 Jahre zu verlängern. Dem Leser wird zudem klar werden, welch untergeordnete Rolle der Homo Sapiens auf dem Planeten Erde spielt.



1.
Einführung

Diese Publikation ist nicht für Fachleute geschrieben, obwohl ich mich über sie als Leser besonders freue, sondern vor allem für all diejenigen Leser, die an der Frage interessiert sind, was den Menschen in den nächsten 20, 50 oder 100 Jahren bevorsteht, welche Probleme auf sie zukommen. Ob und wie diese gelöst werden können und wie groß unsere Überlebenschancen sind.

Der Autor versucht wissenschaftlich korrekt zu berichten, ohne allzu wissenschaftliche Formen der Sprache oder der Mathematik zu benutzen, d.h. ich möchte allgemeinverständlich sein. Alles was in diesem Buch gesagt wird, basiert jedoch strikt auf Naturgesetzen, mathematischen Ableitungen und naturwissenschaftlichen Fakten. Das Literaturverzeichnis am Ende des Buches gibt dem Leser Hinweise für alle entsprechenden Details.

Die derzeit lebenden Menschen der Welt sind mit vier Grundsatzproblemen konfrontiert, die letztlich über die Zukunft der Art des Homo Sapiens entscheiden werden:

- Die Sicherung der Energieversorgung ab Mitte
dieses Jahrhunderts
- Die Erhöhung der Temperatur auf der Erde
- Die Sanierung der Weltfinanzen und der Weltwirtschaft
- Sicherstellung der Lebensmittelversorgung für eine
exponentiell wachsende Weltbevölkerung

Grundlage für alle vier Problemkreise sind die Naturgesetze der Thermodynamik, die sich auch auf die Ökonomie als Gesetze einer Ökodynamik anwenden lassen. Diese Naturgesetze werden von uns nicht nur bei der Behandlung der Klimafrage, sondern auch bei den Fragen der Primärenergieversorgung der Welt, den Weltfinanz- und Weltwirtschaftsproblemen und der zukünftigen Nahrungsmittelbereitstellung völlig missachtet.

Die von dem IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) erneut in seinen Berichten von 2007 und 2013 aufgestellte These der Klimaveränderung durch das Treibhausgas Kohlendioxid entbehrt jeder thermodynamischen Grundlage. Die entscheidende Frage der Entropieentwicklung (Zweiter Hauptsatz der Thermodynamik) wird vom IPCC auf keiner der 2800 Seiten des Berichtes von 2007 überhaupt erwähnt. Diese Fehleinschätzung führt zwangsläufig zu gravierenden politischen Fehlentscheidungen, die katastrophale Folgen für das menschliche Leben zur Folge haben werden. Diese sehr ernst zu nehmende Problematik wird in Kapitel 7 eingehend behandelt.

Es ist ein Fakt, dass die USA, China und Russland fast 50 %, des Primärenergieaufkommens der Welt für sich nutzen. Alle Staaten Afrikas verbrauchen zusammen nur etwa 3 % der Weltprimärenergie. Die Malediven liegen bei nur 0,002 %. Allerdings wird es die Heimat der dort lebenden Menschen sein, die als erste in den Fluten des Indischen Ozeans versinken wird, da die Regierungen der Welt zur Zeit offensichtlich unfähig sind, das Klimaproblem einer realistischen Lösung zuzuführen.

Die Weltbevölkerung umfasste 2010 rd. 7,2 Milliarden Menschen, die drei oben genannten Industrieländer haben eine Bevölkerung von zusammen rund 1,7 Milliarden, die Staaten Afrikas dagegen nur eine Milliarde. Eine Ursache der daraus resultierenden Probleme liegt nach meiner Auffassung in der kaum zu übersehenden, enormen Diskrepanz zwischen dem pro Kopf Energieverbrauch der genannten Länder und auf dem wirtschaftlichen Sektor in der Missachtung des Zweiten Hauptsatzes der Ökodynamik des Entropiegesetzes. Die klimatisch bedingten Unterschiede im Energieverbrauch zwischen Afrika und den anderen Ländern machen nur einen Bruchteil des Unterschieds im Primärenergieverbrauch aus.
Die Fragen und Probleme der zukünftigen Energieversorgung der Welt werden von unserer gegenwärtigen Politik im Grunde so behandelt, als ob sie überhaupt nicht existieren. Dies ist ein fataler Fehler, denn in weit weniger als 50 Jahren, wahrscheinlich bereits in den nächsten 15 bis 20 Jahren, wird bereits eine deutliche Energieknappheit auf unserem Planeten einsetzen, die, wenn überhaupt, nur durch langfristige, gut geplante und durchgeführte Maßnahmen beherrschbar ist. Das derzeitige politische Gerede von den erneuerbaren Energien als Lösung der energetischen Zukunft, wird unsere Wohnungen in 20 oder 50 Jahren nicht auf Raumtemperatur bringen. Die Fragen der Energieversorgung werden in Kapitel 6 behandelt.

Hinzu kommt das alles entscheidende Problem der Nichtbeachtung der Naturgesetze der Ökodynamik, der auf die Wirtschaft angewandten Thermodynamik – Gesetze die unser wirtschaftliches Denken und Handeln in Zukunft entscheidend beeinflussen werden.

Die Wirtschaft und die Finanzen der Welt sind im Grunde ein Desaster, das leider zur Gewohnheit geworden ist. Alle Maßnahmen der Regierungen der Welt, diese Krise zu lösen, sind letztlich eine Behandlung von Symptomen. Das ist eine Therapie, mit der noch nie eine Krankheit geheilt werden konnte. Es sei denn, man erklärt per Dekret eine (scheinbare) Verbesserung des Wohlbefindens des Patienten als Heilung.

Bereits vor mehr als 80 Jahren hat Professor Frederick Soddy, Nobelpreisträger der Chemie, auf die Bedeutung der Hauptsätze der Thermodynamik für die Ökonomie aufmerksam gemacht. Vergessen – die Ökonomen haben Soddy damals als ‚crank‘ bezeichnet, als einen verschrobenen Professor. Zur gleichen Zeit (1923) erschien Oswalds Spenglers Buch „Der Untergang des Abendlandes“ im C.H. Beck Verlag. Spengler weist unmissverständlich auf die überragende Bedeutung des Zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik hin, mit besonderer Betonung der Entropie (s. Kapitel 4). Wer weiß das heute noch?
In den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts hat Professor Nicolas Georgescu-Roegen, damals hoch angesehener Ökonom, sehr eingehend erkenntnistheoretisch auf die Bedeutung der Entropie hingewiesen. Vergessen – welcher Ökonom kennt noch seinen Namen oder hat sich einmal ernsthaft mit den wissenschaftlich sehr fundierten Publikationen von Georgescu-Roegen auf diesem Wissenschaftsgebiet auseinandergesetzt? Nur am Rande: Mir ist es in den letzten 15 Jahren, nachdem ich mathematisch von der Thermodynamik her abgeleitet habe, was ich als Ökodynamik bezeichne, sehr ähnlich ergangen. In diesem Fall allerdings nicht vergessen – sondern erst gar nicht zur Kenntnis genommen!

Ich behaupte: Hätte sich die Wirtschaftswissenschaft ernsthaft mit den Gedanken von Soddy und Georgescu-Roegen in quantitativer Form befasst, hätte die Wirtschafts- und Finanzmisere der letzten Jahre definitiv vermieden werden können. Bereits bis an den Kopf im Sumpf steckend, scheint man sich für diese Gedanken nicht zu interessieren, liegen sie doch völlig abseits neoklassischer Vorstellungen von Wirtschaft und Finanzen. Vielleicht glaubt man auch fatalistisch, natürlich ohne es zuzugeben, an den Baron von Münchhausen, der uns leider seinen Trick, wie man sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zieht, nicht
hinterlassen hat.

Seit Jahrhunderten, von den griechischen Philosophen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, teilweise sogar noch bis in das
20. Jahrhundert hinein, gab es keine eindeutigen Definitionen für die Begriffe Energie, Arbeit, Wärme und Temperatur. Selbst der Alt- und Großmeister der Physik und Thermodynamik, Prof. Dr. Max Planck, in meinen Augen einer der bedeutendsten Wissenschaftler der Geschichte, benutzte 1900 noch das Wort ‚Kraft‘ für Energie. In diesem Buch habe ich größten Wert auf möglichst klare Definitionen der Begriffe Energie und Entropie etc. gelegt.

Seit R.J.E. Clausius 1865 den Begriff der Entropie aus dem Griechischen gebildet hat, mit einer eindeutigen Dimension, die wir heute entsprechend den gesetzlichen Si-Einheiten – dem Système internationale von 1979 – und internationalen Vereinbarung mit Joule pro Kelvin – Energie pro Temperatur Kelvin – angeben, haben sich in einigen Wissenschaftsgebieten z.T. Entropiebegriffe entwickelt, die mit der thermodynamischen bzw. der ökodynamischen Entropie – außer dem Namen – nichts mehr gemein haben, wie z.B. soziale Entropie. Hierauf gehe ich bewusst nicht näher ein.

In diesem Buch beschränke ich mich auf die Behandlung der vier oben genannten Grundsatzprobleme der Menschheit mit Hilfe der Gesetze der Thermodynamik, bzw. der Ökodynamik. Ich möchte mit ihrer Hilfe die Bedeutung dieser Grundprobleme veranschaulichen, nicht zuletzt mit dem Ziel, mögliche Lösungsansätze anzudeuten oder bei ihrer Entwicklung hilfreich zu sein. Die Ökonomen unserer Zeit sind jetzt gefordert!

Die vor uns liegende Aufgabe ist groß und nur schwer vorstellbar! Zentraler Lösungsansatz ist ein überragendes Management – aber keine politischen Balkonreden. Auf Grund des Umfangs dieser vor uns liegenden Arbeit gehe ich davon aus, dass es in den nächsten 20 Jahren keine Arbeitslosigkeit zu geben braucht. Jeder von uns auf diesem Planeten ist betroffen: Auch die sich unantastbar fühlenden Politiker. Es geht um das Wohl und die Existenz unserer Nachkommen. Auf der Basis der sogenannten Ergebnisse des IPCC werden wir alle allerdings Schiffbruch erleiden. Und Schiffbruch bedeutet bekanntlich Untergang.

Der Leser kann die einzelnen Kapitel natürlich nach seiner Wahl lesen. Da die naturwissenschaftlichen Ausdrücke und ihre Dimensionen jedoch aufbauend von Kapitel zu Kapitel erklärt werden, empfehle ich dem naturwissenschaftlich weniger informierten Leser bei dem ersten Durchgang die ersten 2 bis 5 Kapitel in ihrer Reihenfolge zu lesen. Besonderen Wert habe ich darauf gelegt dem Leser zu verdeutlichen, wie klein und unbedeutend der Mensch im Grunde in dem Konzert des Universums ist. Ich glaube, nur wenn man dies realisiert, ist es möglich die Bedeutung des Menschen – d.h. seine Bedeutungslosigkeit – zu erfassen.



2.
Die zufällige Entstehung des Homo Sapiens

Das Universum (lat. universus = gesamt) existiert nach den neuesten Forschungsergebnissen seit etwa 13,75 Milliarden Jahren (13,75 x 109 Jahren). Seine Entstehung durch die Singularität des „Big Bang“ gilt heute als gesichert. Der Raum, die Materie, die Naturgesetze und die Zeit entstanden ‚damals‘ im Bruchteil von einer Sekunde (in etwa 10-49 Sekunden) und bei einer Temperatur der Größenordnung von 1032 Kelvin (angenähert = °C), der sogenannten Planck-Temperatur. Ein Zeitraum und eine Temperatur, die wir uns im Grunde gar nicht vorstellen können. Etwa eine Sekunde nach dem Big Bang war bereits die Bildung der Bausteine unserer Materie, der Elektronen und Positronen abgeschlossen. Nach 10 Sekunden bildeten sich durch Kernfusion die ersten Atomkerne.

Es gilt heute ferner als gesichert, dass sich das Universum, von seiner Größe „Null“ der Singularität ausgehend, nach etwa
700 Millionen Jahren soweit ausgedehnt hatte, dass die Bildung erster Galaxien begann. Die Ausdehnung des heutigen Universums mit einer Gesamtmasse von etwa 1050 Tonnen liegt bei
ca. 80 x109 Lichtjahren, das sind rd. 9,5 x 1012 Kilometer. Die derzeitige Temperatur des Weltraums liegt bei -270 °C. Alle diese Werte sind für den normalen, heute lebenden Homo Sapiens nur sehr schwer oder gar nicht mehr vorstellbare Größenordnungen. Wohl auch nicht für jemanden, der glaubt verstanden zu haben, was Stephan Hawkins (2010) in „Der Große Entwurf“ geschrieben hat, so spannend die Lektüre seines Büches auch sein mag.

Mit diesen wenigen Angaben zu unserer ‚Umwelt‘ des Universums bekommen wir bereits einen ersten Eindruck von der „Bedeutung“ der Hominiden, der Gattung Mensch.

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 154
ISBN: 978-3-99038-563-0
Erscheinungsdatum: 14.05.2014
EUR 16,90
EUR 10,99

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