Cover: Wunder geschehen, ich hab's gesehen, Wunder geschehen, ich bin dabei

Wunder geschehen, ich hab's gesehen, Wunder geschehen, ich bin dabei
Wir dürfen nicht nur an das glauben was wir sehen, was auch passiert, Wunder geschehen. Amen Gott und Irene


EUR 21,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 160
ISBN: 978-3-7116-0522-1
Erscheinungsdatum: 24.03.2025
Die begnadete österreichische Heilerin Irene Jungreithmaier war schon als Kind gläubig. Eines Tages entdeckte sie, dass Gott sie mit einer heilenden Kraft gesegnet hat. In ihrem Erstlingswerk erzählt sie von ihrem Werdegang als göttliche Heilerin.
Erklärung zur Schrift


GOTTES DIKTAT durch MICH habe ich mit kursiver Schrift gekennzeichnet. FETT-GEDRUCKTE SCHRIFTZÜGE zeigen eine bestimmte Wichtigkeit zum Erfassen des Textes.
SCHWARZE SCHRIFT kennzeichnet die gesamte Buchfassung und soll aber nicht minderwertiger als die anderen Schriftfarben gelten. Es zeigt mein Leben mit der göttlichen Führung.
DIE KAPITEL-EINTEILUNGEN bedürfen einer besonderen Wichtigkeit der Unterteilung von bestimmten Ereignissen oder aber auch bestimmter Wichtigkeiten in meinem Leben.

Liest bitte mein Buch mit Freude, aber auch mit einer bestimmten Aufmerksamkeit, damit ihr erkennen könnt, dass auch ich bei schwarzer Schrift oftmals von GOTT so geführt wurde, dass ich beim Schreiben gar nicht nachdenken musste, sondern meine Erinnerungen mir nur so fließend in meine Gedanken kamen. Ich wünsche Euch hiermit viel Freude, aber auch, so hoffe ich, eine wunderbare Erkenntnis meiner begnadeten Gabe, die ich zum ZEITPUNKT MEINER GEBURT von GOTT mit auf die Erde bekommen habe, um Euch liebe Erdenbürger bzw. Freunde auf GOTTES WERKE DURCH MICH an die Menschheit so aufmerksam machen zu können. Lieben Gruß und GOTTES GNADE Eure HEILERIN MIT DEM HERRGOTT – IRENE




Vorwort


Irene Jungreithmaier ist am 20. Jänner 1957 in ihrer Heimatstadt Grieskirchen in Oberösterreich geboren. Aufgewachsen in einem kleinen Ort namens Kallham und wurde bereits mit ihrer Spiritualität zu GOTT mehrmals zur Lebensretterin am Menschen. Ihr wurde diese Liebe Gottes in die Wiege gelegt, die sie im Laufe ihres Lebens erkennen konnte. Viele Hoch- und Tiefschaubahnen zeichneten ihren Lebensweg, aber den Glauben an GOTT hat sie nie verloren. GOTT schaute sie und GOTT schenkte ihr seine Kraft und Macht des Heilens. Alles, was ihr in diesem Buch liest, sind wahrheitsgetreue Begebenheiten, die sie euch unbedingt mitteilen will in GOTTES AUFTRAG.
Sie ist besonders sensibel, hochintelligent, aber auch sehr viel in GOTTES GNADE gehüllt. Wer zu ihr kommt, der bekommt GOTTES GNADE erteilt und darf sich als beschenkt betrachten. GOTT.
ICH freue mich liebe Leser, wenn ihr mich sucht, wenn ihr erkennen könnt, dass es mich tatsächlich so, wie ich mich beschrieben habe, hier auf Erden gibt.
ICH bin ein Werkzeug Gottes und mein Auftrag lautet: Heile die Menschheit mit Gottes Macht und Gottes Kraft. Spende den Menschen Liebe, Frieden und lasse sie GOTT schauen. Amen.

Heilerin Gottes Irene Jungreithmaier
OberÖSTERREICH
www.christuskraft.at




Kapitel I


Kindheit – Familie

Ich sehe mich in meinem einfachen Ort Kallham als kleines Mädchen mit lockigem Haar, sehr aufgeweckt, aber auch folgsam unterwegs. Mit 4 Jahren auf dem Gehsteig in Kallham lief ich fröhlich und immer gut gelaunt mit meinen Spielgefährten herum. Ein Foto, das mein Vater damals von mir vor der damaligen Volks- bzw. Hauptschule in Kallham machte, wo ich vor der Schule auf einer Bank mit meinem lockigen Haar, einem lieblichen Kleidchen, das mir meine Mutter auch zu ihrem und meinem Stolz ankleidete, saß, und fröhlich in die Umgebung blickte, erinnert mich heute noch an diese ungezwungene Zeit meines Lebens. – Kallham, ein alter, kleiner Ort, mit einer besonders großen Kirche, heute wird sie im Volksmund sogar als der Dom von Kallham bezeichnet. Die heutige Volksschule nicht weit weg davon entfernt, ein Greißler (Kaufgeschäft) neben der Kirche und ein Greißler bzw. Lebensmittelgeschäft zwei Häuser neben meinem Elternhaus. Kallham war in meiner Kindheit durch die Ortseinwohner belebt. Abends kamen die Leute aus den Häusern auf die Straße und unterhielten sich auf dem Bankerl neben der Schule bzw. wir Kinder spielten, als ich ca. 8 Jahre alt war, auf der Straße Federball mit den Nachbarskindern. Kallham ist ein ziemlich kleiner, verschlafener, aber doch durch die Gemeinschaft der Einwohner geprägter Ort zu meiner Kindheit gewesen, der heute nach 60 Jahren ganz anders ist.
Ich war sehr aufgeweckt, fröhlich, ein sonniges Kind. Geboren wurde ich am 20. Jänner 1957, an einem Sonntag, in der Bezirksstadt Grieskirchen als zweites von drei Kindern der Familie Aschauer Adolf und Marianne in Kallham. Mein Vater war ein Hauptschullehrer, zur damaligen Zeit als Lehrer hoch angesehen, stammte von einem sehr großen Gut in Kallham, das sich am Berg des Ortes befand und sehr stolz heute noch über Kallham thront. Üblich war es, dass zur Sommerzeit in den Schulferien viele Kallhamer, die meisten waren Kinder, auf diesem Hof ihre Freizeit mit kleinen Hilfstätigkeiten verbrachten. Es war für mich und für all diese Kallhamer ein wunderbarer erholsamer Sommerurlaub, meine Schulferienzeit. Ich verbrachte sie sehr gerne dort, da meine Freunde bzw. Vaters Schwester und Schwager aus Linz, die Tante Maria mit Onkel Heinz (beide ebenso Lehrer) und deren Kinder etwas zeitverschoben mehrere Wochen auch am Hof die Ferien verbrachten.
Ich wartete natürlich auf Susi, sie war eine liebe Cousine, mit der ich gerne am Hof spielte, und mit der wir uns dort ein kleines Reich in Form von Häuslichkeit herrichten durften. Es wurde uns von der Bäuerin, der Tante Hedwig (sie war eine sehr hübsche Bäuerin) ein großer Abstellraum dazu zur Verfügung gestellt. Wir zwei machten auch als 8- bis 10-jährige Mädchen wöchentlichen Hausputz in diesem Raum und freuten uns unserer Dinge – und wenn die Cousins, die Buben am Hofe, bei uns nicht Einhalt bekamen. Dafür ließen uns die Buben bei deren Aktivitäten im Freien bzw. Heustadlaktionen auch nicht dabei sein.
Wenn ich als Kind mit meiner Familie am Sonntag zum Elternhaus meines Vaters ging, begrüßte mich mein Onkel mit den Worten: „Ja, die Schneequan ist wieder da.“ Damit meinte er eine Schneewehe, die im Winter eine Schneeanhäufung ist, die durch einen Wirbelwind von Schneeflocken entstand, und er lachte vollen Herzens, wenn er das sagte. Ich muss wohl damals schon ziemlich viel Energie in mir gehabt haben. Aber ich wusste, dass sich der Onkel freute, wenn ich zu Besuch kam. Ich hatte anscheinend Temperament und bereits doch Gottes Gnade in mir.

Das ist die Familie bzw. das Elternhaus meines Vaters, dem Hauptschulhauptlehrer der Mathematik, Physik, Chemie, Naturkunde und Werken an der Hauptschule Neumarkt/H. unterrichtete. Meine Mutter war Hausfrau und sorgte für uns Kinder, Reinhard, Ewald und mich, während der Vater in der Schule war.
Die Familie meiner Mutter war etwas weiter von meinem Elternhaus entfernt, doch ich hatte eine sehr gute Beziehung zu meiner Großmutter, der Mutter meiner Mutter. Sie war ein Herz. Sie war ebenfalls eine Bäuerin, sehr genügsam, sehr sparsam, teilte gerne mit Menschen Speise und Trank.
Ich erinnere mich noch, wenn die Wandersburschen am Hof vorbeikamen, jede Woche ein anderer, der im Stall um Herberge suchte, die Essen brauchten, diese wurden von meiner Großmutter versorgt und der Großvater und die Großmutter gewährten ihnen eine Nächtigung im warmen Stall im Stroh bei den Tieren. Einer war der Mario, der die Kinder am Hofe mit einem Musikinstrument unterhielt. War schön, aber meine Großmutter wollte uns fürsorglich vor diesen Wandersburschen in Schutz nehmen. Meine Großmutter, Anna Pichler, stammte aus einer größeren Landwirtschaft mit mehreren Geschwistern, wie die Großmutter meines Vaters.
Die Mutter meiner Mutter, die ein Engel auf Erden war, war sehr gläubig, ging sonntags stets über Berge und Felder, um in Kimpling in der kleinen Dorfkirche die Messe besuchen zu können. Ihr war es diese Mühe wert, zu GOTT einmal pro Woche zur heiligen Messe mittels Fußweg, wenn er überhaupt einer war, mehrere Kilometer über Felder zu gehen bzw. zu pilgern. Sie war eine sehr gläubige, der Mutter Gottes und Jesus Christus, ihrem Sohn, sehr zugetane Frau. Meine Großmutter schenkte mir bei meiner Hochzeit eine geschnitzte Muttergottesstatue, obwohl Großmutter eine moderne Frau mit Haarspange, stets neuen Kleidern aus der Schneiderei war, wurde der Glaube an GOTT sehr hochgeschrieben. Bereits ihre Mutter, meine Urgroßmutter, legte zur damaligen Zeit viel Wert auf Pflege, Haarspangen, sogar Parfum wurde in dieser bäuerlichen Hofstätte verwendet. Stets gab es dort Dienstboten zur Sommerzeit, die alle zur Mithilfe am Hofe tätig waren. Das war eine Epoche, die leider schon lange nicht mehr vorhanden ist. Der Hof wurde aufgelassen, die Erben haben viele Gründe und das Hofgebäude verkauft. Die Erben bevorzugten das Studium an der Hochschule bzw. das musikalische Handwerk als Musikschuldirektor.
Meine Großmutter Anna wurde von der Nachbarschaft nach ihrem Ableben mit einem sehr guten Nachruf in Form eines Verses in der Zeitung aus dem kleinen Obersameting verabschiedet. Sie betitelten sie als gebend, hilfsbereit und gläubig. Sie beschrieben sie als einen Engel in ihrer Nachbarschaft. Diesen Zeitungsartikel zeigte mir meine Mutter nach dem Ableben meiner Großmutter. Ich erinnere mich auch oft, wenn ich selbst meine Kräutersammlung verwende, dass meine Großmutter sehr viel Wert auf die Natur, auf Kräuter legte. Sie bereitete davon Tinkturen und verwendete sie bei Krankheiten. Ihr Favorit war der Tannenwipfelsaft, der bei Verkühlung der oberen Luftwege bzw. allgemeiner Verkühlung gerne angewandt wurde. Sie versorgte auch meine Familie damit. Auch war der Garten neben ihrem Bauernhaus für sie sehr wichtig bei Speisen zu Mittag oder abends. Sie sagte immer, eine Zuspeise zum Essen wie Salat aus dem Garten soll immer dabei sein. Mostessig wurde von ihr selbst bereitet. Der Großvater, ihr Mann, brannte einmal jährlich Schnaps aus verschiedenen Obstsorten der umliegenden Obstbäume, die zum Hofe gehörten. Obersameting, der Ort meiner Großmutter und meines Großvaters, war für mich immer eine Oase der Liebe, der Ruhe und der Geborgenheit. Ich durfte in Großmutters Bett als Kleinkind übernachten. Morgens, wenn sie mit ihrem langen gebundenen Zopf früh aus dem Bett stieg, hörte ich sie stets sagen – mit einem Kreuzzeichen über die Stirn, den Mund und die Brust – „In GOTTes Namen stehen wir wieder auf und fangen den Tag in Gottes Namen an.“ Das war meine wunderbare Oma aus Obersameting, die Mutter meiner Mutter.

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Ich möchte aber auch die Mutter meines Vaters erwähnen. Meine Großmutter väterlicherseits war ebenso eine wunderbare Frau mit 11 Kindern, wie mein Vater immer sagte. Ich kenne 9 der Kinder meiner Großmutter, die eine sehr bescheidene Großbäuerin, mit viel Gefühl und Gottesgläubigkeit war. Sie strahlte die Ruhe in der Person aus. Sie konnte nichts erschüttern. Wenn sie zur Kirche in den Ort ging, dann hängte sie ihren Gehstock an den Gartenzaun meines Elternhauses, weil ihr Weg zur Kirche da vorbeiführte. So wussten wir, die Großmutter vom Mair am Emberg ist bei der heiligen Messe im Ort. Ich kann über sie nur sagen, so viel Gutmütigkeit bzw. Ruhe und Besinnlichkeit, wie diese Frau ausstrahlte, war ein Geschenk des Herrn. Diese Frau war besonnen, gottergeben, aber auch Großbäuerin in Kallham, am Hofe bzw. Elternhaus meines Vaters. Sie ertrug stillschweigend Krankheiten und in ihrem Sinne war es, den Frieden am Hofe zu bewahren. Das spürten viele Kallhamer, die sich gerne am Hofe einfanden.
Ich habe sehr liebevolle Kindheitserinnerungen.

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Zu meinem Zuhause in Kallham. Ich war dort in meiner Kindheit sehr, sehr glücklich. Liebevolle Eltern, mit einer gewissen Fürsorge, Führung, aber auch Vorzeige der Gottesgläubigkeit wurde ich behütet. Der Vater Lehrer, die Mutter Hausfrau, und meine beiden Brüder, Reinhard und Ewald waren meine Familie. Wir wuchsen mit viel Freude zusammen auf. Der Vater ein bedachter, etwas ruhiger, besonnener, aber doch wieder sehr fröhlicher, gottesgläubiger Mann. Er kannte Bibelverse auswendig, die er manchmal erwähnte.
Ich erinnere mich, als ich mit ihm mal zum Sonntagsgottesdienst in Kallham gegangen war. Der Vater war ja mein wunderbarer guter Vater. Als wir beide an den hinteren Sitzplätzen im „Kallhamer Dom“ Platz genommen haben und der Pfarrer seine Messe vorließ, sah ich eine Schwalbe an der Kirchendecke fliegen und sagte laut indem ich mit meinem Finger zur Decke zeigte, „Schau Papa, eine Schwalbe fliegt da oben.“ Er reagierte nur kurz leise mit „Pscht“ und ich merkte kurzerhand seine tiefe Andacht zur Messe, konnte ihn zwar nicht ganz verstehen, weil mein Vater sehr naturliebhabend war und mir oftmals im Garten die Vogelarten erklärte (von Meise, Stiegliz, Schwalbe, Taube, Specht…). Vater war ein ruhiger, hochintelligenter, gebildeter Herr und bot uns Kindern ein angenehmes Elternhaus.
Der ältere Bruder Reinhard machte die Ausbildung in der HTL in Steyr und der 5 Jahre jüngere Bruder Ewald seine Ausbildung in der HTL in Braunau.
Mich schickte Vater in die Privatmädchenhauptschule nach Grieskirchen, da er sonst vier Jahre mein Klassenvorstand an seiner Hauptschule gewesen wäre. War auch gut so. Ich ging gerne in die Privatmädchenhauptschule nach Grieskirchen bei den Nonnen zur Schule. Unterrichtet wurden wir von Nonnen, die uns äußerste Disziplin lernten. Ich war zu dieser Zeit von 8.00 Uhr morgens bis 17.30 Uhr abends täglich unterwegs.

Die Nonnen mit ihren dunklen Kutten erweckten in mir große Ehrfurcht. Von uns Schülerinnen wurde verlangt, dem Unterricht nur mit einer weißgekleideten Schürze beizuwohnen. Man gewöhnte sich schnell an diese Vorgabe.
Genauigkeit bzw. Strenge wurde durch die Schwestern an uns Schülerinnen geübt. Das nenne ich heute Disziplin.
Ich war ein sehr folgsames Kind und der Religionsunterricht war bei mir immer sehr geschätzt. Ich hörte die Geschichte, das Evangelium des Herrn. Wenn ich über das Leben Jesu hörte, fühlte ich immer ganz hohe Ehrfurcht. Ich versetzte mich sogar bei den Evangelien in die Zeit Christi gerne geistig zurück. War für mich einfach schön. Alles, was ich über Jesus Christus hörte, war von mir hoch in Ehren gehalten worden.
Nach dem Abschluss der Schule war ich sehr gläubig geprägt.
Wenn ich aber an meine Kindheit denke, so war ich schon als Kleinkind gerne in die Kirche gegangen. Ich setzte mich in die erste Reihe vor die Christusstatue und bewunderte Jesus. Er gefiel mir sehr gut und ich bewunderte ihn während der Zelebration der Messe.

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Mit 14 Jahren habe ich Jesus Christus beim Abendgebet die ewige Treue geschworen und ich wollte ihm auch immer in Ehren begegnen, was ich auch bis heute mache.

Eines Tages meinte meine Mutter an einem Sonntag zu mir, „Irene, du musst nicht jeden Sonntag zur Messe gehen, schlaf´ dich mal aus.“ Ich war während der Woche stets um 6.00 Uhr morgens auf, um meine Schule pünktlich mit dem Zug zu erreichen. Ich meinte daraufhin zu meiner Mutter, „Nein Mama, ich gehe gerne zur heiligen Messe, da fühle ich mich dann immer so gut. Da ist der Sonntag für mich immer viel schöner.“

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Nach der Privatmädchenhauptschule Grieskirchen wollte mich Vater unbedingt in die Handelsakademie geben. Er hätte seine Tochter am liebsten in einer Bank arbeiten sehen. Doch ich wollte nicht. Für mich waren die Zahlen nicht unbedingt mein Lieblingsfach. Ich wollte an und für sich das Musikgymnasium in Grieskirchen besuchen, das natürlich nach Abschluss ein gewisses Studium forderte, nachdem diese Ausbildung im Anschluss ein Studium gefordert hätte. Ich hörte mehrmals von meiner Mutter, dass Mädchen sowieso bald heiraten und bei uns in der Familie meine Brüder den Vorzug zu einem Studium hätten, also entschloss ich mich kurzerhand für die dreijährige Handelsschule in Wels, die mir nicht besonders zusagte, da hier nur Handelsfächer geschult wurden.
Da meine Mutter nur Hausfrau war, war für sie diese Einstellung wohl die Richtige. Nach dem 1. Jahr an der Handelsschule Wels wollte ich mich verändern. Ich machte die Aufnahmeprüfung am Musikgymnasium in Grieskirchen. Damals musste man für jede höhere Schule eine Aufnahmeprüfung machen. Ich wollte natürlich wissen, ob ich die Aufnahmeprüfung bestanden hatte und fuhr mit meinem Vater zum Gymnasium Grieskirchen. Eine Liste war am Tor der Schule ausgehängt, mit all den Namen der Schüler, die die Aufnahmeprüfung bestanden hatten. Es gab nur einen Namen, der in der Liste mit einem schwarzen Strich gestrichen war, das war meiner, erklärte mir mein Vater. Nachdem die Liste außen auf der Schultüre befestigt war, konnte natürlich auch jeder, wenn er wollte, darüber handhaben. Ich meine damit einen Strich über den Namen machen. Ich konnte es nach genauem Schauen auch erkennen, es war mein Name gestrichen und ich fuhr sehr traurig mit Vater nach Hause. Damals war mein schulischer Drang groß, aber aufgrund dieses Ergebnisses dieses Gymnasiums war für mich dieses Thema abgeschlossen.
Also fuhr ich wieder in die Handelsschule II nach Wels, in die ich überhaupt nicht wollte. Die kaufmännischen Fächer waren für mich nicht interessant und auch gar nicht umsetzbar, da ich eine ganz andere Schulrichtung anpeilen wollte. Das 2. Schuljahr war wieder die Handelsschule Wels.
Eine Woche nach Schulbeginn im zweiten Schuljahr der Handelsschule II in Wels traf ich meinen Cousin Burghart, er war unser Nachbar in Kallham, der gerade die erste Woche in das Gymnasium nach Grieskirchen im 1. Jahr zur Schule fuhr.
Er fragte mich, warum ich nicht ins Gymnasium zur Schule gehe, da ich in der Parallelklasse angeschlagen bin. Ich ging zu meinem Vater und meinte, ich fahre ab jetzt ins Gymnasium, ich war 15 Jahre alt, er meinte damals ziemlich hart zu mir: „Du fährst in die Handelsschule nach Wels.“ Somit war mein schulischer Weg fürs Erste besiegelt. Mir wurde mein Lebensweg von den Eltern vorgegeben und ich musste mich somit fügen.
Ich erinnere mich heute an die Schwester meines Vaters, die Tante Marili, die auch Lehrerin wurde, die in Innsbruck ihre Lehrerausbildung machte, nur kurze Zeit Lehrerein war, nach ein paar Jahren heiratete, 4 Kinder bekam und dann für immer Mutter und Hausfrau war, und eigentlich ihre Ausbildung für sie nicht mehr spruchreif war, als Mutter und Hausfrau. Das war sicher für meine Eltern das schlechteste Beispiel, um ein Mädchen studieren zu lassen. So denke ich heute.
Nur in meinem Herzen spürte ich stets den Drang nach einer höheren Schule, einem Gymnasium und dann vielleicht mehr.
Ich begleitete Englischkurse an Wifi, BFIs. Lernte mal kurz Französisch, Spanisch. Aber die richtige Ausbildung fehlte mir, um studieren zu können. Mit über 50 Jahren schrieb ich noch meine Maturaarbeit. Aber nur mehr noch, um mich auf einen höheren Level der Bildung zu begeben. Bildung war alles für mich.
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