Geschichte & Biografie

Wahnsinn und Halleluja

Ulrich Wenzel

Wahnsinn und Halleluja

Kriegserinnerungen von Ulrich Wenzel

Kundenbewertungen:

4 Sterne
Wahnsinn und Halleluja von Ulrich Wenzel - 02.05.2013
Margret Leitz

Über das Buch von Ulrich WenzelEigentlich wollte ich nie wieder ein Buch über den zweiten Weltkrieg mit all seinen Gräueltaten lesen, weil wir während der Schulzeit immer wieder auf hässlichste Art und Weise damit konfrontiert wurden: ungefiltert und emotional.Aber das Buch von Ulrich Wenzel ist komplett anders. Man legt es, einmal angefangen zu lesen, nicht mehr aus der Hand.Er beschreibt den Krieg mit allen seinen Seiten, und zwar auf eine Art, die zum einen die Brutalität des Kampfes und die Sinnlosigkeit des „Wahnsinnigen“ aufzeigen, ohne den Leser dabei psychisch fertig zu machen, und zum anderen aber auch die vielen Kuriositäten erzählen, die sich in den zwischenmenschlichen Beziehungen entwickeln konnten. Da machte es keinen Unterschied nach den Stunden der Schießerei mal eben ein Zigarettchen mit dem „Feind“ zu rauchen.In seinen Schilderungen finden sich immer wieder Spritzer seines Humors, der ihm sicher geholfen hat, all das zu überstehen. Wenn es oft richtig ernst und gefährlich wurde, zeigte sich seine Menschlichkeit und seine Durchsetzungskraft in beeindruckender Weise.Die Erzählung zeigt, dass er nicht nur sehr viel Glück hatte – er hätte ja auch in Sibirien landen können; da wäre der Winter womöglich tödlich gewesen ,- sondern ebensoviel Mut, Selbstvertrauen und vor allem Gottvertrauen.Genauso habe ich ihn in Erinnerung.

5 Sterne
sehr fesselnde Erzählung - 27.04.2013
CBS

Es ist sehr beindruckend, wie ein junger, gebildeter Mann die Nazi- bzw. Kriegsjahre erlebt hat. Man kann dieses Buch schlecht aus der Hand legen, weil man so in seinen Bann gezogen wird. Für den Autor ist das Leben offensichtlich durch einen Schicksalsfaden vorbestimmt. Nach diesem Buch kann man es sich wirklich nicht anders erklären, wie man diesen Krieg sonst überleben konnte. Ich sehe diese Kriegsjahre nach dieser Lektüre mit ganz anderen Augen, weil meine Großväter selbst nur sehr selten etwas aus dieser Zeit erzählen wollten.

5 Sterne
Faszinierend, spannend, historisch aufrichtig, überzeugend - 31.03.2013
Dr. Werner R. Stolz , Paderborn

Der Autor erinnert sich an seine Kriegsjahre als Wehrmachtsoffizier der kämpfenden Truppe und beschreibt - ohne zu beurteilen - seine Erlebnisse, Entscheidungen, Ambivalenzen zwischen soldatischer Disziplin, Kameradschaft, Begegnungen mit der SS. Persönliche Erinnerungen werden mitgeteilt von einem souverän-kompetentem Zeugen einer unheilvollen Zeit. Menschliche Reife gefestigt durch tief-religiöse Überzeugung gibt Halt in Konflikten und öffnet sich in ethisch humane Grundhaltungr. Ein Kompliment für die ehrliche und überzeugende Darstellung.

5 Sterne
Historisches, aber auch psychologisches Zeitdokument - 15.02.2013

"Wahnsinn und Hallelujah" - in der Tat ein treffender Titel für die Memoiren eines fürwahr unpolitischen Repräsentaten einer ganzen Generation gutgläubiger junger Menschen vor dem 2. Weltkrieg, deren Eltern sich gegenüber der übermächtigen Propaganda des nationalsozialistischen Staates nicht mehr durchsetzen konnten. Erst als sich die Katastrophe immer klarer abzeichnete, begannen diese Jugendlichen auf ihre Eltern zu horchen. So auch hier: Erst nach der zweiten gravierenden Verwundung versteht der junge Ulrich, was sein Vater ihm Jahre zuvor prophezeit hatte. Ulrich wird nun zu einem verantwortlichen Offizier, der nichts anderes im Sinn hat, als seine ihm anvertrauten Soldaten wieder sicher nach Hause zu bringen ... Faszinierende und so erfrischend unpolitische Erzählungen aus einer Zeit, die wir Deutschen so gerne verschweigen würden! Spannend, packend und ... geradezu läuternd!

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 322
ISBN: 978-3-99026-813-1
Erscheinungsdatum: 14.02.2013
Durchschnittliche Kundenbewertung: 5
EUR 17,90
EUR 10,99

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