Vom Flüchtling zum Direktor

Vom Flüchtling zum Direktor

Robert Huber


EUR 23,90
EUR 14,99

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 264
ISBN: 978-3-99048-484-5
Erscheinungsdatum: 12.04.2016
Begleiten Sie Robert Huber durch sein ereignisreiches Leben: 1944 Flucht aus Ungarn, eine internationale Karriere, gekrönt durch die Verleihung des Titels „Direktor“, Ruhestand … stets unterstützt von seiner Familie, ohne die alles nicht möglich gewesen wäre.
Auf der Flucht

Die Schule in Fünfkirchen dauerte für mich ganze zwei Monate. Dann zeichnete sich deutlich ab, dass der Krieg, der seit sechs Jahren wütete, für Deutschland verloren gehen würde. Ungarn, ursprünglich ein Verbündeter Deutschlands, hatte in der Erwartung dieser Entwicklung die Seiten gewechselt. Meine Eltern hatten daher beschlossen, die Initiative zu ergreifen und zu fliehen, um die Familie aus der Gefahrenzone zu bringen.
Aufgrund der anhaltenden Spannungen zwischen der deutschsprachigen Bevölkerung und den Magyaren war zu erwarten, dass die Volksdeutschen vertrieben werden würden. Die Volksdeutschen hatten einen anderen Lebensstil als die Magyaren: Fleiß und Tüchtigkeit waren Werte an sich, während die Magyaren eher zu einem leichteren Lebensstil neigten. Dieser Unterschied musste auf die Dauer zu Spannungen führen.
Es gab Zeiten, in denen der magyarische Anteil an der Gesamtbevölkerung nur 38 % betrug. Auch daher erklärt sich der Druck der Regierung auf die Minderheiten, sich „magyarisieren“ zu lassen. Das provozierte natürlich den erbitterten Widerstand der Volksdeutschen, die sich in Anbetracht der Geschichte als legitime und den Magyaren gleichberechtigte Bürger Ungarns betrachteten.
Das ist auch wohl einer der Gründe, warum Vater als Gebietsbauernführer im deutschen Bauernbund gearbeitet hat. Diese Organisation, wie alle in der Welt, bildete eine starke Lobby (würde man heute sagen), die die Interessen insbesondere der deutschen Bauern vertrat: wirtschaftlich, fachlich, aber auch und vor allem volkstumsmäßig. Forderungen waren: eigene deutsche Schulen bis hin zu Hochschulen, deutsche Radiosendungen und ganz allgemein die Respektierung der eigenen Sitten und Gebräuche.
Vater hatte einen guten Überblick über die politischen Verhältnisse und war – in Anbetracht der näher rückenden Kriegsereignisse – vorausschauend genug, um rechtzeitig die nötigen Maßnahmen zur Flucht zu ergreifen.
Die Großeltern schlachteten sechs Schweine, packten das geräucherte Fleisch und weitere Gegenstände, wie zum Beispiel eine Wanduhr, die meiner Großmutter am Herzen lag, in drei Pferdewagen und machten sich im November 1944 auf den Weg gen Westen. Das meiste allerdings passte nicht in die Wagen und musste notgedrungen zurückbleiben.
Meine Mutter und wir drei Kinder machten uns auch im November 1944 auf den Weg. Wir beluden einen offenen Güterwaggon mit Möbeln und anderen wichtigen Gütern. Dazu gehörte ein aufgestellter Ofen, der uns in der Kälte gute Dienste leistete. Und auf ging’s, um den Weg gen Westen mit der Bahn zurückzulegen.
Vater, als Mitarbeiter des Deutschen Bauernverbandes, blieb zurück, um den Transport der übrigen Deutschen – soweit auch sie flüchten wollten – zu organisieren. Die Meinungen der anderen Deutschen waren durchaus geteilt: Viele konnten sich trotz guten Zuredens nicht entschließen, zu fliehen und alles zurückzulassen. Sie meinten: „Es wird schon nicht so schlimm werden!“ Vater hat sich dann, als die russische Front immer näher kam, auch auf den Weg gemacht und ist mit den verschiedensten Verkehrsmitteln in Richtung Österreich abgereist: Teilweise wurde er von abrückenden Militärfahrzeugen ein Stück des Weges mitgenommen, dann wieder konnte er auf einem Leiterwagen ein Stück mitfahren. Schließlich erwarb er ein Fahrrad, das ihm gute Dienste leistete. Auch „Schusters Rappen“ kamen voll auf ihre Kosten!
So waren wir also auf getrennten Wegen auf der Flucht: In nicht zu großen Etappen zogen wir durch Westungarn nach Österreich, denn – wie wir Kinder spotteten: „Wenn der Endsieg doch noch gelingt, dann ist der Heimweg nicht so weit!“
Unterwegs wurden die Pferdewagen, mit denen meine Großeltern flüchteten, samt den Pferden für den Kriegseinsatz requiriert. Vater war beeindruckt davon, dass Pferde und Wagen trotz der Kriegswirren von der Wehrmacht ordnungsgemäß bezahlt wurden. So fanden sich die Großeltern mit den noch übrig gebliebenen Habseligkeiten bei uns im Zug wieder.
Eines Abends war wieder einmal Fliegeralarm ausgelöst worden. Das geschah mit den Sirenen, die noch heute verwendet werden, jetzt aber zum Zusammenrufen der Feuerwehr. Wir stiegen in den Keller eines Hauses, wagten uns aber nach einiger Zeit wieder an die Oberfläche. Dort konnten wir ein eindrucksvolles Schauspiel mit ansehen: Hoch droben am Himmel flogen Bomber, und darunter sah man kleine Wölkchen, die sich vermehrten. Diese stammten von den Flakgeschossen, die an ihrer höchsten Stelle explodierten. Da sie aber nicht hoch genug reichten, was die Flieger offenbar wussten, konnten sie die Flugzeuge nicht gefährden.
Ich hatte ein kleines Akkordeon bekommen und spielte mit meinen sechs Jahren offenbar schon einige Lieder. So wurde ich immer wieder angehalten, bei offener Waggontür den Umstehenden etwas vorzuspielen, was ich auch tat.
Mein Vater erwartete nichts Gutes von den Russen und versuchte alles, damit nicht diese, sondern die amerikanische Front uns überrollen sollte. Dies ist auch tatsächlich gelungen, und zwar in Oberndorf in Österreich. Trotzdem hatte es im Vorfeld noch Verwirrung und Angst gegeben, da unklar war, ob die Bevölkerung tatsächlich verschont bleiben würde. Zu unser aller Glück war das dann aber doch der Fall.
Einmal waren wir in einer Holzbaracke in Ibn bei Oberndorf untergebracht. Dort waren auch andere Familien untergekommen, mit deren Kindern wir spielen konnten. Die Baracke befand sich in einem Moorgebiet, in dem noch Torf gestochen und getrocknet wurde. In den so entstandenen kleinen Abwasserkanälen lebten Süßwasserkrebse, auf die wir es abgesehen hatten. Nichts ist zu klein, um beim Menschen den Jagdinstinkt auszulösen!
In der Nähe des Hauses, in dem wir wohnten, gab es eine zweistöckige Baracke aus Holz, die in besseren Zeiten der Verarbeitung des Torfs gedient hatte. Diese war auch ein beliebter Spielplatz, denn das Gebäude wurde zurzeit nicht benutzt.
Dort kletterte ich eines Tages auf einem Paternoster herum und griff in einen der oberen Behälter. Ich spürte einen Gegenstand und zog ihn heraus. Wie sich herausstellte, handelte es sich um eine Pistole mit allerlei Zubehör und passender Munition.
Ich erzählte zu Hause von meiner Entdeckung und ließ die milde Strafpredigt über mich ergehen. Später stellte sich heraus, dass mein Vater selbst die Pistole dort versteckt hatte. Er hatte sie wohl auf einer seiner Reisen durch gefährliches Kriegsgelände in seinem Rucksack mitgenommen. Sie sollte der möglicherweise erforderlichen Selbstverteidigung dienen. Er war sich der Gefahr bewusst, dass es höchst unangenehme Folgen haben würde, sollte die Pistole bei einer der vielen Personenkontrollen entdeckt werden. Diese Gefahr hatte er gut überstanden und jetzt die erste Gelegenheit ergriffen, um sich von dem gefährlichen Material zu trennen. Dass ich das vermeintlich sichere Versteck entdecken könnte, war nicht Bestandteil der Überlegungen gewesen.
Es gab auf der Flucht auch noch ein erfreuliches Ereignis: Am 26.8.1945 wurde uns in Braunau am Inn ein Bruder geboren. Er bekam den Namen Albert. Das ging so geräuschlos vor sich, dass wir Kinder nichts von Mutters Schwangerschaft oder Einlieferung in die Geburtsklinik in Braunau mitbekommen hatten. Ironischerweise ist Braunau auch der Geburtsort von Adolf Hitler.
Es war an der Zeit, dass wir weiterzogen. Meine Mutter mit inzwischen vier Kindern, mein Vater und die Großeltern. Wir hatten einen Aufenthalt in Salzburg und standen mit unserem nach oben offenen Güterwaggon in einem Vorortbahnhof, eingekeilt zwischen einem Waggon vor uns und einem hinter uns.
Als die Sirenen Fliegeralarm ankündigten, machten wir uns auf den Weg in die umliegenden Hügel und Berge, wo wir uns mehr Sicherheit erwarteten. Ich ging mit meiner Großmutter in eine Richtung, meine Mutter mit meinen Geschwistern in eine andere, und Großvater blieb beim Waggon.
Großmutter und ich kamen an eine breite Straße, unter der sich eine dicke, stabile Wasserröhre befand. In dieser fühlten wir uns sicher und konnten in aller Ruhe auf die Entwarnung warten. Die kam auch nach einiger Zeit, und wir machten uns wieder auf den Rückweg. Überall sahen wir die Zerstörung, die die Bomben angerichtet hatten, bis hin zu den getöteten Verteidigern, die auf den Straßen herumlagen.
Unser Waggon war noch da, wenn auch an einer etwas anderen Stelle: Es war nämlich – so erzählte unser Großvater – ganz in der Nähe eine Bombe niedergegangen, und um zu verhindern, dass die Waggons Feuer fingen, hatte mein Großvater mit den Männern der zwei anderen Waggons die Güterzugwagen aus der Gefahrenzone weggeschoben. Das war noch einmal gut gegangen. Später erfuhren wir, dass wir einen kleinen Anteil des größten Luftangriffs auf Salzburg abbekommen hatten.


Erlenmoos

Wir zogen weiter nach Westen und überschritten die deutsche Grenze. Unsere erste Station in Deutschland war das Dorf Erlenmoos auf der Schwäbischen Alb. Das kleine Dorf lag zwischen Memmingen und Ochsenhausen, Kreis Biberach/Riß. Dort also kamen wir im Juni 1946 an.
Warum war die erste Station Erlenmoos?
Durch seinen Studienaufenthalt kannte Vater den Leiter der Landwirtschaftsschule in Ochsenhausen, Ökonomierat Kreh. An den hatte er sich gewandt mit der Bitte, ob er ihm nicht behilflich sein könnte bei der Suche nach einer Anstellung. Und tatsächlich bekam er eine Anstellung auf dem Gut, das allerdings keine Landbauschule mehr war: Ökonomierat Kreh hatte das Gut bei Einstellung der Lehrtätigkeit erwerben können und bewirtschaftete es als Bauernhof.
Vater suchte also eine geeignete Wohnung in der näheren Umgebung von Ochsenhausen und wurde in Erlenmoos fündig. Ein alter Bauer, mitten im Dorf, mit Namen Josef Wiest, der mit seiner Haushälterin zusammenwohnte und Platz hatte, war bereit, uns aufzunehmen. Vater hat später immer wieder mit Respekt und Anerkennung gesagt, wie sehr er diesen Mann bewunderte, der mit seinem guten Herzen eine achtköpfige Flüchtlingsfamilie bei sich aufnahm.
Das Haus war groß, aber ein wenig düster. Es gab ein Wohnzimmer, „die gute Stube“, die aber nur bei ganz besonderen Gelegenheiten benutzt wurde. Normalerweise war sie mit einem Haken verschlossen und wurde bloß gelegentlich hergezeigt. Während der Jahre, die wir bei Josef Wiest lebten, gab es keinen einzigen Anlass, der die Benutzung des Wohnzimmers gerechtfertigt hätte.
Vor dem Haus war ein Misthaufen mit einer Grube für die Gülle. An der Giebelseite hatten die Eltern ein Stück Wiese urbar gemacht und einen Gemüsegarten eingerichtet, der meiner Mutter ganz besondere Freude machte. Sie nutzte und pflegte ihn gerne, wie sie das von zu Hause gewohnt war. Hinter dem Gemüsegarten lag ein Obstgarten mit Birnen-, Äpfel- und Zwetschgenbäumen. Es gab auch einen großen Walnussbaum, der sich besonders gut zum Klettern eignete.
Hinter dem Garten lag die Bäckerei Ruf, in der ein gleichaltriger Junge wohnte, der mein bester Freund wurde. So kam es, dass ich viel im Haus seiner Eltern verkehrte und einiges über das Bäckerhandwerk lernte: über das maschinelle Kneten des Teiges, das Aufteilen in die richtigen Größen, je nachdem es sich um Brote, Brötchen oder andere Backwaren handelte. Dann das Backen in den frühen Morgenstunden, damit das frisch duftende Ergebnis bereitlag, wenn die ersten Käufer noch vor dem Frühstück auftauchten. Mich haben die Laugenbrezeln besonders angezogen, und daher rührt wohl auch heute noch ihre Anziehungskraft auf mich.
Der Nachbarjunge und ich, wir spielten gerne in einer nahe gelegenen Senke, die voller Bäume und Sträucher war. Dort lebte auch ein Dachs, wie wir an der Höhle und den frischen Spuren erkennen konnten.
Im Nachsommer und Herbst verdienten wir uns ein Taschengeld, indem wir die Kühe der Bauern auf die abgemähten Wiesen zur Weide trieben und bis zum Abend hüteten. Dort konnten wir herrlich spielen: Flöten aus Weideruten schnitzen oder ein Spiel mit aus Pappelästen geschnitzten Spießen spielen. Natürlich gehörte auch das Anzünden eines Feuers dazu mit dem obligaten Rauchen von trockenen Gräsern in aus Zeitungspapier gedrehten Zigaretten. Ich erinnere mich auch noch an den intensiven Geruch des Heus, das auf Leiterwagen in die Scheunen gefahren wurde. Noch heute, wenn ich den Geruch von Heu rieche, kann ich mich in jene glücklichen Tage in Erlenmoos zurückversetzen.
Ich war damals schon ein guter Werfer, der Steine sehr weit werfen konnte. So zielte ich immer wieder auf Spatzen, die es in der Zeit noch reichlich gab. Einmal zielte ich auf einen, der gerade vorbeiflog, den ich aber leider nicht traf. Wohl aber traf ich die Scheibe im ersten Stock des dahinterliegenden Hauses. Es gab ein großes Geschrei der Bewohner, und am nächsten Tag sah ich Vater mit einer lädierten Fensterscheibe unter dem Arm zum Glaser marschieren. Er war nicht gerade erfreut, beschimpfte mich aber auch nicht, wie ich zu meiner großen Erleichterung feststellte.
In Erlenmoos, am anderen Ende des Dorfes, gab es auch eine Volksschule. Wegen der geringen Anzahl der Kinder wurden in einem Klassenzimmer jeweils zwei Klassen gleichzeitig und nebeneinander unterrichtet. Für das Gymnasium musste man dann schon ins nahe gelegene Ochsenhausen. Aber noch war es nicht so weit.
Natürlich tauchte auch die Frage auf, ob es nicht sinnvoll wäre, zu Hause Ungarisch zu sprechen. Wir Kinder würden dann zweisprachig aufwachsen, und das ohne große Mühe; denn wir drei Älteren hatten ja schon Ungarisch gesprochen. Vater war aber der Auffassung, dass es unlogisch wäre, an der ungarischen Sprache festzuhalten, nachdem man über dreihundert Jahre in Ungarn für die Erhaltung der deutschen Sprache gekämpft hatte. Aus heutiger Sicht vielleicht ein kurzsichtiger Standpunkt. Andererseits war der praktische Nutzen, der aus der Beherrschung der ungarischen Sprache zu erwarten war, eher gering.
Vater fuhr am Wochenende mit dem Fahrrad in die umliegenden Ortschaften, um Nähzeug – Nadeln, Zwirn, Knöpfe etc. – gegen Lebensmittel einzutauschen. Ich begleitete ihn das eine oder andere Mal und konnte feststellen und nachempfinden, wie zuwider ihm diese Art der „Bettelei“ war. Mir ging es nicht besser dabei. Das blieb mein ganzes Leben so.
Erlenmoos lag in der französischen Besatzungszone, und die Besatzungsmacht bemühte sich, wieder ein halbwegs normales Wirtschaftsleben möglich zu machen. So gründeten sie ein Amt für die Viehverwertung, dessen Aufgabe es war, die Versorgung der Bevölkerung mit Fleisch zu organisieren. Hier konnte Vater, der zunächst auf dem Bauernhof der früheren Landbauschule bei der Bewirtschaftung des Gutes mitgearbeitet hatte, eine Anstellung finden. Er war froh, den Ort zu verlassen, der ihm eine Unterordnung unter einen ungeeigneten Chef abverlangte, nämlich unter den Sohn von Ökonomierat Kreh, der die Bewirtschaftung des Gutes leitete. Wie er Herrn Kreh senior bei seinem Abschied mitteilte: „Man wird als Herr oder als Knecht geboren. Ich eigne mich nicht zum Knecht!“
test
5 Sterne
Von Land zu Land ! - 01.08.2016
Dr. Flora Prettenthaler

Sehr spannend erzählt, mit vielen auflockernden Details, hauptsächlich wird der berufliche Werdegang beschrieben, durch das Kennenlernen vieler Länder (Deutschland, Holland, Spanien und Österreich) entsteht eine große Weltoffenheit und Bereitschaft sich anzupassen an die jeweiligen Sitten und Bräuche des Landes. Die Bereitschaft neue Sprachen zu lernen, ist auch mit eine Voraussetzung für den Erfolg. Durch das ganze Leben des Autors zieht sich eine gute Beziehung zur Familie, die sich mit der Zeit um zwei Söhne vergrößerte. In allen Ländern, in denen Familie Huber lebte, ergaben sich Freundschaften, mit denen oft Urlaube und Freizeitaktivitäten unternommen wurden, wie etwa Fußball, Tennis und Segeln. Diese Freundschaften bestehen oft heute noch!! Beim Lesen dieses Buches bekommt man mehr Verständnis für den Autor. Es erklärt sich etwa auch seine große Liebe zu Spanien. Das Buch ist sehr lesenswert und regt zur Nachahmung an. In einer Zeit, in der es viele Flüchtlinge gibt, könnte es als Leitfaden für die künftige Gestaltung eines Flüchtlings Lebens empfohlen werden.Meiner Meinung nach wurde auf Seite 187 die Verwendung von Flut und Ebbe verwechselt.Ich wünsche dem Autor , dass sein Buch das Ziel , das er damit verfolgte , erreicht!

5 Sterne
Kriegsgeneration - 24.05.2016
Dietrich Schlegel

Dieses Buch fügt sich ein in die umfangreiche Erinnerungsliteratur jener Generation, deren Kindheit und Jugend durch Krieg, Flucht und Entbehrungen geprägt wurde. Der Verfasser Robert Huber beschreibt anschaulich, nachvollziehbar und unprätentiös, dass trotz bescheidener Voraussetzungen und existenzieller Einschränkungen eine berufliche Laufbahn begonnen und erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Welch wichtige und stützende Rolle seiner Familie dabei zukam, verleiht den Erinnerungen eine persönliche, oft humorige Note. Besonders sympatahisch berührt, dass die eingangs eindringlich geschilderte Flucht aus Ungarn am Schluss des Buches wie folgerichtig in die gegenwärtige aktive Flüchtlingshilfe des Ehepaars Huber mündet.

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