Sie ist angekommen
Seine Energie ist in ihr zurück
EUR 17,77
Format: 12 x 19 cm
Seitenanzahl: 110
ISBN: 978-3-99130-916-1
Erscheinungsdatum: 25.09.2025
In einem Wechselbad der Gefühle erleben zwei Freundinnen eine jahrhundertealte Prophezeiung: Jesus kehrt zurück. Mitreißend, atemberaubend, bewegend und auch bezaubernd erzählen die Autorinnen aus ihrer Perspektive von drei mehr als außergewöhnlichen Tagen.
Vorwörter
Viele bedeutende Ereignisse werden in Büchern verewigt. Hm, nun schreibe auch ich ein Buch über ein solches Ereignis …
Dieses Geschehen habe ich selbst miterlebt, und ich war mir noch nicht mal richtig bewusst, wobei ich da eigentlich Zeuge wurde. Es ist mehr als nur ein bedeutendes Ereignis – das weiß ich heute.
Wenn mir jemand diese Geschichte vor ein paar Jahren erzählt hätte, hätte ich ihn wahrscheinlich schief, aber neugierig angeschaut. Ich hätte alles hinterfragt und abgewogen, da ich ein sehr realistischer Mensch bin, trotzdem aber vielseitig interessiert und sehr offen.
Ganz viele Bücher habe ich als Leser verschlungen, um die große, weite Welt zu verstehen, und je mehr ich las, umso mehr Antworten fand ich, aber mit jeder neuen Antwort ploppten zehn neue Fragen auf.
Ich möchte alle vorwarnen, die genauso skeptisch sind, wie ich es war und auch bis heute bin. Seid einfach offen und neugierig, denn diese Geschichte ist mehr als nur eine Geschichte – sie wird in die Geschichte eingehen.
Anja Eichhoff
Seit frühester Kindheit pflege ich eine tiefe Bindung zu Gott – wir sprechen miteinander – er begleitet mich durch mein Leben.
Natürlich dachte ich, dass das jeder kann. Leider merkte ich irgendwann, dass diese Kommunikation mit Gott nicht jedem gegeben ist, und es wurde für mich zu etwas Besonderem, aber gleichzeitig auch zur normalsten Sache der Welt.
Umso mehr stieß ich auf Unverständnis, Skepsis und Spott. Ich traf nur sehr wenige Menschen, die wenigstens offen dafür waren und es für möglich hielten.
Später „gesellte“ sich auch Jesus dazu – wir sprachen über Gott und die Welt. Er wurde ein Teil meines Lebens.
Die Bibel gab mir zusätzlichen Halt und war neben Gott und Jesus mein täglicher Begleiter, auch wenn ich nie einer Religion angehörte.
Allen Stolpersteinen zum Trotz blieb und bleibe ich meinem Glauben an Gott und Jesus treu.
Dana Rosaherz
1 – Tag 1: Mittwoch, 29.03.2023
1.1 Tag 1: Mittwoch, 29.03.2023 – Anjas Sicht
1.1.1 Tag 1: Mittwoch, 29.03.2023 – Anjas Sicht – Erster Hilferuf
Ein verpasster Anruf und eine Whatsapp-Nachricht von Dana: „Rufst du mich bitte an?“ Dana ging es seit Tagen nicht gut. Sie hatte sich sehr zurückgezogen. Nun war ich hin- und hergerissen zwischen Freude, weil sie sich endlich meldete, und Verunsicherung, was passiert war. „Kannst du bitte zu mir kommen? Ich brauche Hilfe“, bat mich ein verzweifeltes, kleinlautes Stimmchen bei meinem Rückruf.
Ich war noch im Büro. Nach einem doch etwas länger dauernden Telefonat klappte ich den Laptop zu und steuerte mein Auto zu Dana. Eine Dreiviertelstunde später stand ich vor ihrer Haustür im fünfstöckigen Block in der Stadt. Ich brachte mein Telefonat mit einer Kundin noch zu Ende, bevor ich hochging zu Dana.
Verängstigte Augen begrüßten mich kurz an der Wohnungstür. Ich versuchte, mein Entsetzen zu verbergen, denn statt der wunderschönen, selbstbewussten Dana stand eine schmächtige, kraftlos wirkende, verzweifelte, gebrochene Frau vor mir.
Die Tür war noch gar nicht richtig zu, da wurde ich bombardiert mit Fragen: „Kannst du die Leute wegschicken? Wo sind die Videokameras? Woher kommen diese Aufzeichnungen?“ Da ich nur ein panisches Häufchen Unglück sah, war mir sofort klar, dass diese Geschehnisse in einer anderen Dimension stattfinden mussten, und ich versuchte, Dana zu beruhigen. „Waaas? Du siehst keinen? Hörst du nicht die Stimmen?“ Nein, denn ich schwinge nicht so hoch im Gegensatz zu Dana. Sie ist durchaus in der Lage, höherdimensionale und niedere Energien wahrzunehmen. Noch immer wuselte sie ungläubig und hektisch in ihrer Wohnung umher, auf der Flucht vor diesen Schattenwesen. Wäre ich nicht so belesen in spiritueller Literatur, hätte ich bestimmt die Psychiatrie angerufen – aber genau das wäre ihr Untergang gewesen. „Dana, pack deine Sachen. Du kommst mit zu mir – du musst raus hier.“
Keine 10 Minuten später waren wir schon auf dem Weg in mein Heimatdorf. Doch bevor wir zu mir fuhren, steuerte ich unseren Wald an – Natur hilft immer, sagte ich mir. Mein Auto schaukelte uns durch die großen Schlaglöcher bis zum Parkplatz im Wald. Auch wenn Dana sehr schwach war und sie sich kaum auf ihren Beinen halten konnte, gingen wir gaaanz langsam ein paar Schritte, Hand in Hand gestützt, bis zur etwa 300 Meter entfernten Buche und umarmten sie beide, um die Kraft des Baumes in uns aufzunehmen. Der Rückweg ging schon ein wenig besser. Sichtlich erleichtert stieg Dana wieder ins Auto und machte einen wesentlich freundlicheren Eindruck als an ihrer Wohnungstür, aber immer noch sehr schwach.
1.1.2 Tag 1: Mittwoch, 29.03.2023 – Anjas Sicht –
ER ist da
Ich setzte Dana vor den knisternden Kamin im Haus und bereitete ein kuscheliges Bad vor. Wieder zurück sprach ich sie an, doch sie schien weit, weit weg zu sein. Völlig fasziniert starrte sie auf den Kamin, eingehüllt in eine Wolke voller Liebe und Geborgenheit. Eine Wesenheit bannte sie an das prasselnde Feuer und ließ sie kaum los. „Ich muss mich konzentrieren“, schoss es aus ihr raus. „ER sagt, ich muss hier am Feuer bleiben. Er ist ein Lichtwesen.“ Vertraut berichtete ER ihr von der gemeinsamen Zeit in Lemurien und Atlantis. In meinem Kopf waren nur noch Fragezeichen: Was war hier los? Ein Lichtwesen, das solche Befehle ausgibt? Meine Vorstellungen von Lichtwesen sehen anders aus.
Das Bad sollte helfen! Dort könnte sie abspannen und sich erholen.
Nach gefühlten fünf Minuten sprang sie panisch aus der Badewanne und zog sich hektisch wieder an. ER ordnete an, dass sie sich wieder an den Kamin setzen musste. Ich verstand gar nichts. Folgsam saß sie wieder am Feuer. Mehrere Stimmen umkreisten Dana, und der Ton von IHM wandelte sich nun. ER habe einen Vertrag mit ihr, und sie würden bald heiraten, übersetzte Dana mir wieder verängstigt.
Mir war schon klar, dass das hier gerade echt war, auch wenn ich gar nichts sah oder hörte. Ich weiß, dass wir Menschen mit anderen Wesenheiten kommunizieren können, auch wenn ich es nicht kann. Trotzdem, was für ein Quatsch. „Wer ist ER denn?“, fragte ich mich laut. Dana fand das gar nicht lustig, denn plötzlich bezog ER mich in ihre Unterhaltung ein und ließ mich über Dana fragen, wer ich denn wohl sei – ich hätte wohl gar keine Ahnung. Schließlich gäbe es diesen Vertrag, der einzuhalten sei, und wenn nicht … ER sei schließlich viel höher als die kleinen Menschen, die haben ja keine Ahnung.
Puh, da musste ich mal frech posen, auch wenn Dana das Ganze immer noch sehr ernst nahm. „Ich hab keine Ahnung? Alter Mann, ich weiß, dass es sieben Einweihungen auf Erden gibt und 352 kosmische.“ (Ich las darüber gerade ein Buch.) „Oh, die hat ja doch Ahnung“, übersetzte Dana. Trotzdem setzte ER sie weiter unter Druck und beachtete mich nicht mehr. Ich verstand nicht so ganz, was die beiden da besprachen. Ich sah nur, dass Dana sich nicht wohlfühlte und IHM sehr hörig war.
Ich verstand die Welt nicht mehr. Vor noch nicht mal einer halben Stunde war Dana so fasziniert und angetan von diesem angeblichen Lichtwesen, das sie an eine frühere Inkarnation in Atlantis erinnerte, und jetzt zwang es sie, ins Feuer zu starren und irgendeinen Vertrag einzuhalten? Was war hier los? Ein Lichtwesen war das bestimmt nicht! ER wollte sie heiraten. Schließlich hatten sie einen Vertrag. Meine Freundin wirkte sehr verunsichert und hin- und hergerissen. Sie übersetzte nicht alles. Für mich war es schwierig. Natürlich glaubte ich ihr, dass sie da jemand mächtig ärgerte, aber ich hatte keine Chance einzugreifen, weil ich einfach nicht mitreden konnte – ich konnte IHN immer noch nicht hören.
Zwischenzeitlich hatte ich das Bett für Dana im Gästezimmer in unserem Anbau fertiggemacht. Eine Matratze auch für mich, denn ich konnte und wollte Dana in dieser Nacht nicht allein lassen. Als wir todmüde im Bett lagen, kam unsere Katze, legte sich wie immer an mein Fußende und schlief ein. Schon im Halbschlaf fühlte ich, wie sich etwas über meinen Körper bewegte – so, als wenn unsere Katze ganz vorsichtig ihre Welt entdeckt. Ich schaute zur Katze, aber die lag immer noch eingekuschelt am Fußende. Ich stellte keine großen Fragen mehr, der Tag war lang genug. Ich schlief ein.
1.2 Tag 1: Mittwoch, 29.03.2023 – Danas Sicht
1.2.1 Tag 1: Mittwoch, 29.03.2023 – Danas Sicht – Zwei Wochen vorher
Ständig hörte ich schon in der Vergangenheit Stimmen, ganz oft Lärmgeräusche von oben und unten im Haus, die niemand sonst hörte. Ich fing wieder an zu trinken. Die dunklen Mächte kannten meine Vergangenheit und wussten, dass mich Alkohol schwächt.
(Mit dem Trinken fing ich an nach dem plötzlichen Unfalltod meines damaligen Verlobten und Vaters meines Sohnes, um meine Trauer zu kompensieren. Nach einem freiwilligen Entzug war ich aber trocken.)
Das Dunkle versorgte mich immer fleißig mit Alkohol. Sie schickten mir einen Bekannten, der mich mag und sich mehr von mir erhoffte. Ich wollte aber nichts von ihm. Er gehört zu den Grauen – sein höherer Auftrag war es, mich aufzuhalten. (Wahrscheinlich war ihm das als Mensch nicht bewusst.) Er brachte mir mal eine Flasche Wein, dann wieder eine Flasche Wein und dann gleich volle Taschen. Er hörte nicht auf, mir Alkohol zu organisieren und sogar mitten in der Nacht vorbeizubringen. Ich brauchte ihn bloß anrufen, und dann stand er da mit einer weiteren Flasche. Das war sehr schlimm für mich, weil die Stimmen mich ständig zwangen, immer weiter zu trinken, indem sie schlecht auf mich einredeten.
Es waren hauptsächlich drei Stimmen präsent – zwei Männer und eine Frau. Später kristallisierten sie sich als höhere Wesen der dunklen Mächte heraus. Sie wollten mich testen. Mit ihren Worten schossen sie immer sehr stark gegen mich und setzten mich damit permanent unter Druck. Wir „kommunizierten“ in einer ganz anderen Dimension.
Nachts ließen sie mich nicht schlafen – 24/7 – das ging über Tage hinweg. Ich habe kaum essen können, weil ich nichts mehr bei mir behalten konnte Es ging mir nicht nur psychisch, sondern auch körperlich wirklich schlecht. Die Angriffe waren massiv: Sie sprachen mich ständig auf meine Vergangenheit an und was ich doch für ein schlechter Mensch war und bin. Jeder einzelne Schritt von mir in meiner Wohnung wurde kommentiert, sodass ich mich kaum traute, ins Bad zu gehen. Selbst im Bett fand ich keine Ruhe. Obwohl ich mit mehreren Schichten bekleidet meine Decke bis über den Kopf gezogen hatte, belustigten sich die Stimmen sehr negativ über meinen nackten Körper – voller Scham wäre ich gern im Erdboden versunken, aber selbst dort hätten sie mich entdeckt. Ich traute mich nicht, mich zu rühren. Sie waren überall, sie wussten alles von mir, sie konnten alles sehen und machten vor allem keinen Hehl daraus, alles und wirklich alles bösartig zu kommentieren – ich sah keine Chance zu entkommen.
Trotzdem schaffte ich es irgendwie nach fünf Tagen, den Alkohol stehen zu lassen und nichts mehr zu trinken.
Viele würden diese von mir wahrgenommenen Stimmen bestimmt auch auf Halluzinationen zurückführen, aber ich war ja schon nüchtern, als es alles noch schlimmer wurde, und neurologisch ist das nicht, weil es tatsächlich passiert ist.
Dieses „Stimmengewirr“ erlebte ich schon weit früher in sogenannten Schüben – nachts und auch tagsüber – sowohl mit als auch ohne Alkohol. Der Alkohol verstärkte das Ganze immer noch mal um ein Vielfaches. Das war der Grund, warum ich irgendwann neurologische CTs bei mir machen ließ – da ist alles in Ordnung, wurde mir bestätigt – ich bin neurologisch, körperlich und nervlich gesund.
Die Stimmen ließen nicht locker. Ich sah sie verschwommen als geistige und menschliche Gestalten. Ihr Ton wurde aggressiver und lauter. Es reichte ihnen noch nicht, dass ich bereits völlig entnervt, entwürdigt und entkräftet war. Mein Selbstbewusstsein war nicht mehr auffindbar. Ich ertappte mich öfter in meiner Küche mit einem großen Messer in der Hand … Ich konnte nicht mehr. Irgendetwas hielt mich trotz meiner Verzweiflung zurück.
Mit letzter Kraft betete ich, soweit ich dazu in der Lage war, ständig zu Gott und Jesus und bat um Hilfe. Ich war völlig am Ende. Ich war nicht mehr ich.
In der Nacht vom 27. auf den 28.03.2023 war ich in der Hölle. Warum ich mir da so sicher bin? Ich war im Fegefeuer, was mir schon öfter in meinem Leben passiert ist. Das Fegefeuer war zwar „nur“ ein energetisches Feuer, aber ich habe es definitiv gespürt und hatte reale, starke Verbrennungen – mein halbes Gesicht, mein Hals, meine Brust, mein Rücken und meine Oberarme – komplett verbrannt.
...
Viele bedeutende Ereignisse werden in Büchern verewigt. Hm, nun schreibe auch ich ein Buch über ein solches Ereignis …
Dieses Geschehen habe ich selbst miterlebt, und ich war mir noch nicht mal richtig bewusst, wobei ich da eigentlich Zeuge wurde. Es ist mehr als nur ein bedeutendes Ereignis – das weiß ich heute.
Wenn mir jemand diese Geschichte vor ein paar Jahren erzählt hätte, hätte ich ihn wahrscheinlich schief, aber neugierig angeschaut. Ich hätte alles hinterfragt und abgewogen, da ich ein sehr realistischer Mensch bin, trotzdem aber vielseitig interessiert und sehr offen.
Ganz viele Bücher habe ich als Leser verschlungen, um die große, weite Welt zu verstehen, und je mehr ich las, umso mehr Antworten fand ich, aber mit jeder neuen Antwort ploppten zehn neue Fragen auf.
Ich möchte alle vorwarnen, die genauso skeptisch sind, wie ich es war und auch bis heute bin. Seid einfach offen und neugierig, denn diese Geschichte ist mehr als nur eine Geschichte – sie wird in die Geschichte eingehen.
Anja Eichhoff
Seit frühester Kindheit pflege ich eine tiefe Bindung zu Gott – wir sprechen miteinander – er begleitet mich durch mein Leben.
Natürlich dachte ich, dass das jeder kann. Leider merkte ich irgendwann, dass diese Kommunikation mit Gott nicht jedem gegeben ist, und es wurde für mich zu etwas Besonderem, aber gleichzeitig auch zur normalsten Sache der Welt.
Umso mehr stieß ich auf Unverständnis, Skepsis und Spott. Ich traf nur sehr wenige Menschen, die wenigstens offen dafür waren und es für möglich hielten.
Später „gesellte“ sich auch Jesus dazu – wir sprachen über Gott und die Welt. Er wurde ein Teil meines Lebens.
Die Bibel gab mir zusätzlichen Halt und war neben Gott und Jesus mein täglicher Begleiter, auch wenn ich nie einer Religion angehörte.
Allen Stolpersteinen zum Trotz blieb und bleibe ich meinem Glauben an Gott und Jesus treu.
Dana Rosaherz
1 – Tag 1: Mittwoch, 29.03.2023
1.1 Tag 1: Mittwoch, 29.03.2023 – Anjas Sicht
1.1.1 Tag 1: Mittwoch, 29.03.2023 – Anjas Sicht – Erster Hilferuf
Ein verpasster Anruf und eine Whatsapp-Nachricht von Dana: „Rufst du mich bitte an?“ Dana ging es seit Tagen nicht gut. Sie hatte sich sehr zurückgezogen. Nun war ich hin- und hergerissen zwischen Freude, weil sie sich endlich meldete, und Verunsicherung, was passiert war. „Kannst du bitte zu mir kommen? Ich brauche Hilfe“, bat mich ein verzweifeltes, kleinlautes Stimmchen bei meinem Rückruf.
Ich war noch im Büro. Nach einem doch etwas länger dauernden Telefonat klappte ich den Laptop zu und steuerte mein Auto zu Dana. Eine Dreiviertelstunde später stand ich vor ihrer Haustür im fünfstöckigen Block in der Stadt. Ich brachte mein Telefonat mit einer Kundin noch zu Ende, bevor ich hochging zu Dana.
Verängstigte Augen begrüßten mich kurz an der Wohnungstür. Ich versuchte, mein Entsetzen zu verbergen, denn statt der wunderschönen, selbstbewussten Dana stand eine schmächtige, kraftlos wirkende, verzweifelte, gebrochene Frau vor mir.
Die Tür war noch gar nicht richtig zu, da wurde ich bombardiert mit Fragen: „Kannst du die Leute wegschicken? Wo sind die Videokameras? Woher kommen diese Aufzeichnungen?“ Da ich nur ein panisches Häufchen Unglück sah, war mir sofort klar, dass diese Geschehnisse in einer anderen Dimension stattfinden mussten, und ich versuchte, Dana zu beruhigen. „Waaas? Du siehst keinen? Hörst du nicht die Stimmen?“ Nein, denn ich schwinge nicht so hoch im Gegensatz zu Dana. Sie ist durchaus in der Lage, höherdimensionale und niedere Energien wahrzunehmen. Noch immer wuselte sie ungläubig und hektisch in ihrer Wohnung umher, auf der Flucht vor diesen Schattenwesen. Wäre ich nicht so belesen in spiritueller Literatur, hätte ich bestimmt die Psychiatrie angerufen – aber genau das wäre ihr Untergang gewesen. „Dana, pack deine Sachen. Du kommst mit zu mir – du musst raus hier.“
Keine 10 Minuten später waren wir schon auf dem Weg in mein Heimatdorf. Doch bevor wir zu mir fuhren, steuerte ich unseren Wald an – Natur hilft immer, sagte ich mir. Mein Auto schaukelte uns durch die großen Schlaglöcher bis zum Parkplatz im Wald. Auch wenn Dana sehr schwach war und sie sich kaum auf ihren Beinen halten konnte, gingen wir gaaanz langsam ein paar Schritte, Hand in Hand gestützt, bis zur etwa 300 Meter entfernten Buche und umarmten sie beide, um die Kraft des Baumes in uns aufzunehmen. Der Rückweg ging schon ein wenig besser. Sichtlich erleichtert stieg Dana wieder ins Auto und machte einen wesentlich freundlicheren Eindruck als an ihrer Wohnungstür, aber immer noch sehr schwach.
1.1.2 Tag 1: Mittwoch, 29.03.2023 – Anjas Sicht –
ER ist da
Ich setzte Dana vor den knisternden Kamin im Haus und bereitete ein kuscheliges Bad vor. Wieder zurück sprach ich sie an, doch sie schien weit, weit weg zu sein. Völlig fasziniert starrte sie auf den Kamin, eingehüllt in eine Wolke voller Liebe und Geborgenheit. Eine Wesenheit bannte sie an das prasselnde Feuer und ließ sie kaum los. „Ich muss mich konzentrieren“, schoss es aus ihr raus. „ER sagt, ich muss hier am Feuer bleiben. Er ist ein Lichtwesen.“ Vertraut berichtete ER ihr von der gemeinsamen Zeit in Lemurien und Atlantis. In meinem Kopf waren nur noch Fragezeichen: Was war hier los? Ein Lichtwesen, das solche Befehle ausgibt? Meine Vorstellungen von Lichtwesen sehen anders aus.
Das Bad sollte helfen! Dort könnte sie abspannen und sich erholen.
Nach gefühlten fünf Minuten sprang sie panisch aus der Badewanne und zog sich hektisch wieder an. ER ordnete an, dass sie sich wieder an den Kamin setzen musste. Ich verstand gar nichts. Folgsam saß sie wieder am Feuer. Mehrere Stimmen umkreisten Dana, und der Ton von IHM wandelte sich nun. ER habe einen Vertrag mit ihr, und sie würden bald heiraten, übersetzte Dana mir wieder verängstigt.
Mir war schon klar, dass das hier gerade echt war, auch wenn ich gar nichts sah oder hörte. Ich weiß, dass wir Menschen mit anderen Wesenheiten kommunizieren können, auch wenn ich es nicht kann. Trotzdem, was für ein Quatsch. „Wer ist ER denn?“, fragte ich mich laut. Dana fand das gar nicht lustig, denn plötzlich bezog ER mich in ihre Unterhaltung ein und ließ mich über Dana fragen, wer ich denn wohl sei – ich hätte wohl gar keine Ahnung. Schließlich gäbe es diesen Vertrag, der einzuhalten sei, und wenn nicht … ER sei schließlich viel höher als die kleinen Menschen, die haben ja keine Ahnung.
Puh, da musste ich mal frech posen, auch wenn Dana das Ganze immer noch sehr ernst nahm. „Ich hab keine Ahnung? Alter Mann, ich weiß, dass es sieben Einweihungen auf Erden gibt und 352 kosmische.“ (Ich las darüber gerade ein Buch.) „Oh, die hat ja doch Ahnung“, übersetzte Dana. Trotzdem setzte ER sie weiter unter Druck und beachtete mich nicht mehr. Ich verstand nicht so ganz, was die beiden da besprachen. Ich sah nur, dass Dana sich nicht wohlfühlte und IHM sehr hörig war.
Ich verstand die Welt nicht mehr. Vor noch nicht mal einer halben Stunde war Dana so fasziniert und angetan von diesem angeblichen Lichtwesen, das sie an eine frühere Inkarnation in Atlantis erinnerte, und jetzt zwang es sie, ins Feuer zu starren und irgendeinen Vertrag einzuhalten? Was war hier los? Ein Lichtwesen war das bestimmt nicht! ER wollte sie heiraten. Schließlich hatten sie einen Vertrag. Meine Freundin wirkte sehr verunsichert und hin- und hergerissen. Sie übersetzte nicht alles. Für mich war es schwierig. Natürlich glaubte ich ihr, dass sie da jemand mächtig ärgerte, aber ich hatte keine Chance einzugreifen, weil ich einfach nicht mitreden konnte – ich konnte IHN immer noch nicht hören.
Zwischenzeitlich hatte ich das Bett für Dana im Gästezimmer in unserem Anbau fertiggemacht. Eine Matratze auch für mich, denn ich konnte und wollte Dana in dieser Nacht nicht allein lassen. Als wir todmüde im Bett lagen, kam unsere Katze, legte sich wie immer an mein Fußende und schlief ein. Schon im Halbschlaf fühlte ich, wie sich etwas über meinen Körper bewegte – so, als wenn unsere Katze ganz vorsichtig ihre Welt entdeckt. Ich schaute zur Katze, aber die lag immer noch eingekuschelt am Fußende. Ich stellte keine großen Fragen mehr, der Tag war lang genug. Ich schlief ein.
1.2 Tag 1: Mittwoch, 29.03.2023 – Danas Sicht
1.2.1 Tag 1: Mittwoch, 29.03.2023 – Danas Sicht – Zwei Wochen vorher
Ständig hörte ich schon in der Vergangenheit Stimmen, ganz oft Lärmgeräusche von oben und unten im Haus, die niemand sonst hörte. Ich fing wieder an zu trinken. Die dunklen Mächte kannten meine Vergangenheit und wussten, dass mich Alkohol schwächt.
(Mit dem Trinken fing ich an nach dem plötzlichen Unfalltod meines damaligen Verlobten und Vaters meines Sohnes, um meine Trauer zu kompensieren. Nach einem freiwilligen Entzug war ich aber trocken.)
Das Dunkle versorgte mich immer fleißig mit Alkohol. Sie schickten mir einen Bekannten, der mich mag und sich mehr von mir erhoffte. Ich wollte aber nichts von ihm. Er gehört zu den Grauen – sein höherer Auftrag war es, mich aufzuhalten. (Wahrscheinlich war ihm das als Mensch nicht bewusst.) Er brachte mir mal eine Flasche Wein, dann wieder eine Flasche Wein und dann gleich volle Taschen. Er hörte nicht auf, mir Alkohol zu organisieren und sogar mitten in der Nacht vorbeizubringen. Ich brauchte ihn bloß anrufen, und dann stand er da mit einer weiteren Flasche. Das war sehr schlimm für mich, weil die Stimmen mich ständig zwangen, immer weiter zu trinken, indem sie schlecht auf mich einredeten.
Es waren hauptsächlich drei Stimmen präsent – zwei Männer und eine Frau. Später kristallisierten sie sich als höhere Wesen der dunklen Mächte heraus. Sie wollten mich testen. Mit ihren Worten schossen sie immer sehr stark gegen mich und setzten mich damit permanent unter Druck. Wir „kommunizierten“ in einer ganz anderen Dimension.
Nachts ließen sie mich nicht schlafen – 24/7 – das ging über Tage hinweg. Ich habe kaum essen können, weil ich nichts mehr bei mir behalten konnte Es ging mir nicht nur psychisch, sondern auch körperlich wirklich schlecht. Die Angriffe waren massiv: Sie sprachen mich ständig auf meine Vergangenheit an und was ich doch für ein schlechter Mensch war und bin. Jeder einzelne Schritt von mir in meiner Wohnung wurde kommentiert, sodass ich mich kaum traute, ins Bad zu gehen. Selbst im Bett fand ich keine Ruhe. Obwohl ich mit mehreren Schichten bekleidet meine Decke bis über den Kopf gezogen hatte, belustigten sich die Stimmen sehr negativ über meinen nackten Körper – voller Scham wäre ich gern im Erdboden versunken, aber selbst dort hätten sie mich entdeckt. Ich traute mich nicht, mich zu rühren. Sie waren überall, sie wussten alles von mir, sie konnten alles sehen und machten vor allem keinen Hehl daraus, alles und wirklich alles bösartig zu kommentieren – ich sah keine Chance zu entkommen.
Trotzdem schaffte ich es irgendwie nach fünf Tagen, den Alkohol stehen zu lassen und nichts mehr zu trinken.
Viele würden diese von mir wahrgenommenen Stimmen bestimmt auch auf Halluzinationen zurückführen, aber ich war ja schon nüchtern, als es alles noch schlimmer wurde, und neurologisch ist das nicht, weil es tatsächlich passiert ist.
Dieses „Stimmengewirr“ erlebte ich schon weit früher in sogenannten Schüben – nachts und auch tagsüber – sowohl mit als auch ohne Alkohol. Der Alkohol verstärkte das Ganze immer noch mal um ein Vielfaches. Das war der Grund, warum ich irgendwann neurologische CTs bei mir machen ließ – da ist alles in Ordnung, wurde mir bestätigt – ich bin neurologisch, körperlich und nervlich gesund.
Die Stimmen ließen nicht locker. Ich sah sie verschwommen als geistige und menschliche Gestalten. Ihr Ton wurde aggressiver und lauter. Es reichte ihnen noch nicht, dass ich bereits völlig entnervt, entwürdigt und entkräftet war. Mein Selbstbewusstsein war nicht mehr auffindbar. Ich ertappte mich öfter in meiner Küche mit einem großen Messer in der Hand … Ich konnte nicht mehr. Irgendetwas hielt mich trotz meiner Verzweiflung zurück.
Mit letzter Kraft betete ich, soweit ich dazu in der Lage war, ständig zu Gott und Jesus und bat um Hilfe. Ich war völlig am Ende. Ich war nicht mehr ich.
In der Nacht vom 27. auf den 28.03.2023 war ich in der Hölle. Warum ich mir da so sicher bin? Ich war im Fegefeuer, was mir schon öfter in meinem Leben passiert ist. Das Fegefeuer war zwar „nur“ ein energetisches Feuer, aber ich habe es definitiv gespürt und hatte reale, starke Verbrennungen – mein halbes Gesicht, mein Hals, meine Brust, mein Rücken und meine Oberarme – komplett verbrannt.
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