Geschichte & Biografie

Noch bist du da

Doris Kleffner

Noch bist du da

Ethische Streitschrift

Leseprobe:

Wer ich bin?

Wer ich bin, fragen Sie?
Ich weiß es nicht. Ich weiß höchstens,
dass ich auf dem Weg zu mir bin und
dass ich dann sehr überrascht sein werde.
Und ich weiß nur, dass ich mich sehne,
mit allem, was lebt, in Beziehung zu stehen.
Dass das Gute sich wohl fühlt, weil es die Ewigkeit kennt.
Und dass das Böse, das große Geheimnis,
von Gott gerichtet wird und damit aufhört,
das Böse zu sein.
(Chassidischer Spruch)

Bei meinen Überlegungen zu dem Thema „Vorbilder“ tauchte unwillkürlich die Frage auf: Wie beschirmt fühle ich mich? Und wie beschirmt werde ich wirklich von den vorbildlichen Menschen?

Die Idee, meine veröffentlichten Gedichte bei Lesungen bekannt zu machen, hat sich ganz allmählich in meine Gedanken geschlichen, weil der von mir erhoffte Absatz des Lyrikbandes ausbleibt. Auch die gedruckten Broschüren sind keine Renner, wie ich es mir erhofft habe. Das, was für mich so klar und einleuchtend zu Papier gebracht wurde, bleibt den wenigen interessierten Kunden in den Buchläden beim Durchblättern verborgen.

Ich kann und will aber nicht auf einem Berg Bücher sitzen bleiben und mit ihnen einstauben, also muss ich handeln. Gedanklich schaue ich mir in der weltlichen, kirchlichen und politischen Szene die vorbildlichen Menschen an und staune nicht schlecht, als sich ein Weg auftut, diese Gedanken in Worte zu fassen und Betrachtungen anzustellen. Passend dazu habe ich mir vom Verlag Plakate drucken lassen, auf denen ein Bild aus meiner Fotoserie „Beschirmt?“ als Vorlage dient.

Nicht nur als Privatperson, sondern auch als Referentin und Autorin, und in erster Linie als Mitglied der Weggemeinschaft VIA CORDIS – Weg des Herzens –, die als Teil einer großen Friedensbewegung über Europa verteilt ist, will ich mich auf den gedanklichen Weg machen und dem Papier anvertrauen, was sich an vorbildlichen Menschen und Situationen finden lässt. Durch meine Ausbildung zur Begleiterin geistlicher Übungen bin ich zu einer bekennenden Suchenden geworden und konnte meine Wurzeln in dieser Weggemeinschaft finden.

Ehemalige Schüler des 1988 verstorbenen geistigen Führers und Meisters Karlfried Graf Dürckheim (geb. 1896) führten mich durch die Zeit der Ausbildung und begleiten mich weiter auf meinem Weg. In seinem Buch „Der Ruf nach dem Meister“ gibt er allen Suchenden einen wertvollen Leitfaden in die Hand:

Das eigentliche Ziel jedes Weges der Erkenntnis und Selbstfindung ist es, unabhängig zu werden von jeder äußeren Autorität und den wahren, nämlich den inneren Meister in sich selbst zu entdecken.

Aus diesem Beweggrund heraus möchte ich jedem Einzelnen ans Herz legen: „Mach dich auf, werde zum Suchenden! Mache dich auf den Weg zu Gott, der als Geheimnis in dir wohnt und sich finden lässt. Denn noch bist du da und kannst an einer lebens- und liebenswerten Welt mitgestalten und -wirken.“

***

Wo ich stehe?

Um die Gedichte aus meinem Lyrikband „Das Geheimnis vom Leben u. Sterben“ und Passagen aus den Broschüren „Menschwerdung“ und „Führe uns durch die Versuchung“ dem Zuhörer und Leser näher bringen zu können, habe ich dieses aktuelle Thema gewählt und trotzdem könnte ich behaupten, es ist so alt wie unsere Menschheitsgeschichte.

Für diejenigen, die eins dieser Bücher gekauft haben, ist es jedenfalls ein interessantes Thema, sonst hätten sie diese auf dem Büchertisch in der Buchhandlung liegen gelassen. Ja, und für mich als Autorin auch, sonst hätte ich mir nicht so viele Gedanken zu den Vorbildern der Gesellschaft gemacht. Aber statt „Vor(die)Bilder“ zu schauen, suche ich hinter den Bildern das Paradoxe und fasse dieses in Worte. Denn manche Vorbilder scheinen Vorbilder zu sein. Es bleibt letztendlich dem menschlichen, moralischen und dem gesetzlichen Urteilsvermögen überlassen, eine gültige Entscheidung zu treffen.

Wegweisend ist zum Beispiel Gandhi (1869–1948). Ein Suchender nach der Wahrheit, der sein Leben nach dem Glaubenssatz ausrichtete: „Wer schon weiß, was er sucht, wird nie finden, was er nicht sucht.“

Als Gandhi nach seinem Jurastudium in England wieder in seine Heimat zurückkommt, stehen ihm alle Türen offen. Aber ihn enttäuscht Justitia, da er nicht bereit ist, Privilegien und Monopole für sich in Anspruch zu nehmen. Alles, was nicht mit den Massen des Volkes geteilt werden kann, lehnt er ab und wird zum Suchenden nach der Wahrheit.
Er unterstützte Nelson Mandelas Bemühungen um Abschaffung der völligen Trennung zwischen Weißen und Farbigen in der Republik Südafrika. Gandhi wurde für Martin Luther King zum Vorbild. Dieser griff damals den Leitgedanken Gandhis auf und setzte sich gegen die Apartheid in Amerika ein.
Wie oft ist Gandhi in seiner Heimat als Führer einer politischen Bewegung ins Gefängnis geworfen worden und trat, um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen, in einen Hungerstreik? Ich weiß es nicht. Aus dem Geschichtsbuch konnte ich entnehmen dass die Landsleute, die Mohandas Karamchand Gandhi sehr verehrten, ihn „Mahatma = große Seele“ nannten, da er für die Selbstständigkeit Indiens eintrat und zum gewaltlosen Widerstand gegen die Engländer aufgerufen hatte. Sein Ziel war damals, die inneren Spannungen zwischen Hindus und Mohammedanern und das starre Kastenwesen zu beseitigen. Als sein Land 1948 endlich die Freiheit errungen hatte, wurde er von einem fanatischen Hindu ermordet.

Gandhi war auf der Suche nach dem, was hinter allem steht: Anstatt Gott ist die Wahrheit – die Wahrheit ist Gott.

Und was suchten die neuen Machthaber Indiens? Sie suchten den Anschluss an den Westen und verloren dadurch die Kultur ihres Landes. Und die errungene Freiheit des Volkes tauschten sie gegen modernen Sklavenhandel ein. Lässt sich daraus schließen, dass sich heute die Suche in Wahrheit auf das Geld beschränkt?

Meinem Verstand fällt es schwer zu begreifen „anstatt Gott ist die Wahrheit – die Wahrheit ist Gott“. Ich bemühe mich, dieses Paradoxon in meinem Herzen wiederzukäuen und eine Antwort zu finden, aber prompt tauchen auf die widersinnige Aussage zwei Fragen auf: „Wie stehe ich in Wahrheit vor Gott? Weiß ich, was ich suche, und finde deshalb nicht, was ich nicht suche?“

Begriffen habe ich aber im Laufe meines Lebens: Die Suche ist ein seltsamer Prozess, der Entschlossenheit verlangt, weil er Verzicht bedeutet. Verzicht auf Sicherheiten! Ich habe es 1993 bei meiner Entscheidung zur beruflichen Selbstständigkeit am eigenen Leibe erfahren dürfen, weil ich fast zwei Jahre nicht krankenversichert war. Trotzdem konnte ich nicht tiefer fallen als in Gottes Hand. Das war für mich eine einschneidende Erfahrung, der eine weitere, für mich wichtige folgte.

***

Wer wir sind?

Für uns ist es doch so bequem geworden, sich im Bekannten einzurichten. Unsere Gesellschaft hat sich für ein Leben in Sicherheit und Bequemlichkeit entschieden, doch jede Sicherheit ist auch eine Einschränkung. Mit jeder neu abgeschlossenen Versicherung geht ein Stück Eigenverantwortung verloren. Mit jeder bequem getätigten Internetbestellung wird das jeweilige Ladenlokal unbequemer, da es für den Inhaber unbezahlbar wird. Unser Kaufverhalten fördert die systematische Verödung der Innenstädte.

Ist es da nicht wichtiger, dass wir Menschen Mut, Entschlossenheit und ein Selbstbewusstsein entwickeln, das nicht auf Geld und Karriere beruht, sondern auf dem Wissen, Teil dieser heutigen Gesellschaft und Teil dieser wunderbaren Welt zu sein?

In der Astrophysik werden Teilchen als etwas Ganzes wie auch als Teile eines größeren Ganzen betrachtet – als so genanntes „Holon“. Auch wir Menschen sind „Holon“!
Wir sind gleichzeitig ein Ganzes, zusammengefügt aus dem Körper mit seinen Organen und Stoffwechselvorgängen, dem Geist und der Seele. Ein Ganzes und trotzdem Teil der einen Menschheit, des einen Planeten und des Universums.

In dem Bewusstwerden, dass wir verbunden sind mit dieser universellen Energie und Kraft, könnten wir uns auf die Suche begeben, unsere Aufgabe in der Welt oder in unserem Umfeld zu finden. Die Wahrheit begreift längst, dass dieses Bewusstwerden die kostengünstigere, aber dafür alles entscheidende Energiewende ist.

Liebe ist nicht nur ein Wort,
sondern Schlüssel zum göttlichen Licht.
Liebe gibt Kraft zu erkennen,
sie lässt sich beim Namen nennen.
Sie hört, wenn Gott zu uns spricht.

***

Joseph Roth (1894–1939) vermittelt mit dem Roman „Radetzkymarsch“ dem Leser das Bild einer glanzvollen, mächtigen Donaumonarchie, die ihrem schleichenden Untergang entgegengeht. Er wurde in eine Zeit hineingeboren, in der machtpolitische Rivalitäten und intensives Wettrüsten die internationalen Beziehungen belasteten. Die fortschreitende Industrialisierung nährte den Glauben des Volkes, dass die technischen Erneuerungen für alle Schichten sichere Arbeitsplätze und Wohlstand bringen. Nach der Ermordung des österreichisch-ungarischen Thronfolgers in Sarajewo am 28. Juni 1914 versagten die diplomatischen Bemühungen um eine Konfliktlösung aufgrund des unversöhnlichen Machtstrebens der europäischen Großmächte. Ab August 1914 befanden sich Deutschland und Österreich-Ungarn im Krieg gegen die verbündeten Staaten Frankreich, Großbritannien und Russland. Der Krieg herrschte erstmals an der „Heimatfront“. Genau wie Max Beckmann meldete sich Joseph Roth auch freiwillig als Soldat und diente in seiner Heimat Galizien bei einem Feldjägerbataillon sowie in Wien bei einer militärischen Pressestelle. Das Ende des Krieges erlebte er in russischer Gefangenschaft.

Zwei Hände greifen
die Last des Begreifens auf
und finden Wahrheit


3.2 Vertrauensbruch

Willst du den Charakter eines Menschen erkennen,
gib ihm Macht.
(Abraham Lincoln)

Weiters habe ich mir Gedanken zu dem Thema „Vorbilder der Gesellschaft“ gemacht, in Verbindung mit den ausgeschiedenen Bundespräsidenten, den Berichten aus 2009 über geringfügige Vergehen von Mitarbeitern, die zu fristlosen Entlassungen führten und daraus resultierend auch zu meinem eigenen Erleben mit Kirche, denn es kommt in diesem Zusammenhang wieder hoch.

Den Vorgesetzten und Mitarbeitern aus kirchlichen Einrichtungen, Behörden, Politik und Wirtschaftsunternehmen ging es damals um Vertrauensbruch.

Sie erinnern sich an folgende Situationen?
Mitnahme von „Maultaschen“ aus einem christlichen Seniorenheim durch eine Pflegekraft.
Einbehalten eines liegen gebliebenen Flaschenpfandbons durch eine Kassiererin.
Verzehr einer Frikadelle durch die Sekretärin, die ein Meeting der Geschäftsleitung vorbereiten musste.
Anordnung aus der Chefetage an die Mitarbeiter, die eigenen Arbeitskollegen zu bespitzeln und zu denunzieren.
Ankauf illegal angebotener CDs mit Steuersünderdateien deutscher Bürger, die Geld in Schweizer Bankhäusern deponiert haben. Wie glaubwürdig ist ein Land, das Hehlerei begeht, um an diese Daten zu kommen? Wer darf wem den moralischen Finger zeigen?
Kritische Äußerungen Ehrenamtlicher im Gespräch mit Hauptamtlichen der Telefon-Seelsorge-Einrichtung bei Kirche, die zu Kündigungen führten. Und konkret in meinem Fall als Mitglied des Ehrenamtlichen-Rates (vergleichbar mit Betriebsrat) und des Kuratoriums ging es um meine Haltung bei der Vermittlung zwischen beiden Seiten.
Sie merken schon, die „Vorbilder“ halten nicht einmal vor dieser Einrichtung an!

Die in den fünf Punkten genannten Themen kann ich nicht weiter ausführen, da mir die Hintergrundinformationen fehlen. In meinem Erleben mit Kirche kann ich einiges von dem schriftlich Festgehaltenen wiedergeben, weil ich selber die Erfahrung gemacht habe.

***

5.2 Dem Rettungsschirm vertrauen

Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute;
seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
(Georg Bernard Shaw)

Politisch werde ich nicht den Euro-Rettungsschirm ansprechen, obwohl das angefertigte Plakat für meine Lesungen eine fotografische Frage zu dem „beschirmt werden“ darstellt. Wie beschirmt fühlen wir uns und wie beschirmt sind wir wirklich? Da dieses Thema sehr undurchsichtig zu sein scheint, nutze ich das Foto des Plakates als Cover für dieses Buch, weil sich in der Betrachtung des Doppelbildes „Himmel und Erde“ die „Nicht-Worte“ zu einer verrückten Offenbarung zusammenfügen. Und so „ver-rückt“ werde ich auf die Vertreter des höchsten Amtes unserer Bundesrepublik schauen.

Bundespräsident Horst Köhler ist kurz nach seiner zweiten Amtszeit wieder zurückgetreten, weil er diesen Rettungsschirm nicht mittragen konnte. Schon im Jahr 2008 wurde Geld in die Banken gepumpt, damit den Bankern die Bonis bezahlt werden konnten. Und es wird immer noch gepumpt und bezahlt. Hätte der Bundespräsident in dieser akuten Situation überhaupt die Möglichkeit gehabt, den „Himmel auf Erden“ zu finden? Ich weiß es nicht.

Ich weiß nur, dass nach Horst Köhler der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff das Amt des Bundespräsidenten bekleidete. Er ist vorzeitig wegen öffentlich gemachter Verfehlungen ausgeschieden, die dem Ansehen des ausgeübten Amtes Schaden zufügten. Diese können nicht beschönigt oder klein geredet werden. Trotzdem finde ich abschreckend, welche dienstlichen Informationen und privaten Details vonseiten der Medien an die Öffentlichkeit gezerrt werden. Sie sind nicht nachvollziehbar in ihrer gesamten Bandbreite an Grenzüberschreitungen. Als Gegenpol steht der Nutzen des eigenen Vorteils aus diesem ausgeübten Amt, obwohl die vorgegebene Zeit bis zu einer Wiederwahl nicht eingehalten wurde. Um die Rechtsprechung streiten sich die Geister!
Zufällig bin ich im Jahr 2009 auf einen Bericht der Zeitschrift „Forum extra“ gestoßen, in dem es heißt:
Es sieht schlecht aus mit dem Vertrauen! Jenes Vermögen, das die Menschen im Großen wie im Kleinen zusammenhält, scheint fahrlässig verspielt zu sein. Der englische Philosoph John Locke (1632–1704) schrieb in einer Abhandlung über das Naturgesetz schon im Jahre 1664 „Vertrauen ist das Band der Gesellschaft“. Nur, wie zerbrechlich ist dieses Fundament, auf dem eine ganze Zivilisation ruht?

Zu viele Opfer gibt es auf dieser Welt, deren Vertrauen schändlich missbraucht wurde, zu viele Lügen, Skandale, Betrügereien, Korruption, Verrate, Affären. Von den höchsten offiziellen Kreisen bis in die intimste private Sphäre wurde diese leise, vornehme Tugend, die sich Vertrauen nennt, beschmutzt, beschädigt und vernichtet.
Und jetzt schreien sie von überallher: „Wir brauchen wieder mehr davon!“ – so als könne man es pfundweise kaufen, weil sie immer noch glauben, alles sei käuflich.

Das kommt uns doch bekannt vor!
Der heutigen Gesellschaft geht dieses Vermögen „noch immer“ verloren, weil der Begriff „immer noch“ am Geld festgemacht wird. Unsere Politiker streben zwar die Bildung der Gesellschaft an, grenzen aber die Bildung zur Tugend aus, dem Vermögen, die eigenen Gaben so einsetzen zu können, dass sie dem eigenen Selbst und den Mitmenschen zu Frieden und Freiheit verhelfen könnten und dem Lebensraum Nutzen bringen. Doch Frieden und Freiheit können nur erlangt werden, wenn jeder Einzelne begreift, dass es in seiner Hand liegt, weiter nichts als sein Herz sprechen zu lassen, damit es sich zwischen Gut und Böse entscheiden kann.

Egal, wie viele Philosophen ich noch aussuche und zitiere, deren Erkenntnisse schriftlich festgehalten sind. Alles Niedergeschriebene trifft doch immer den einen Punkt, der die Mitte unseres Menschseins bilden sollte.

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Mensch entflieht Fakten
Gewinn eigener Wahrheit
aus Hirngespinsten


6.1 Grenzen ziehen – Mehrwert schaffen

Zeitgleich zu der 68-Bewegung wird im Jahre 1968 der sogenannten Wohlstandsgesellschaft, trotz der Proteste, von der Bundespolitik eine Mehrwertsteuer auf’s Auge gedrückt.
Der Kern des Menschen, das „GeWissen“ erlebt eine Spaltung. Die Zelle des Holon „Teiler in Geben und Nehmen“ verändert ihre Information in „Wir nehmen der mathematischen Formel für Prozent das Ganze und geben ihr ein neues Ganzes als Teiler, mit der Option der willkürlichen Änderung“.
Dadurch wird offiziell der Wert der Bruttoinlandsprodukte verändert. Sie sind nicht mehr 100 %, sondern ab diesem Zeitpunkt 110 % wert und verändern damit das Gleichgewicht im Zellkern des „Teilers“ und damit die Wertigkeit zwischen Politik, Wirtschaft und Bürger.

Die Zahlen erzählen aber auch davon, dass das zur Verfügung stehende Geld des Bürgers einem Wert von 110 % entspricht, und der Umsatz der Unternehmen entspricht einem Wert von 90 %. Beiden Seiten werden 100 % vorgegaukelt, dabei bleibt die Zahl 100 nur Schein – nackt – vergleichbar mit der Metapher in dem Märchen „Des Kaisers neue Kleider“.
Es ist das Kind, welches ruft: „Er hat doch gar nichts an.“
„Hört die Stimme der Unschuld“, spricht sein Vater.

Der Autor Prof. Dr. Nossrat Peseschkian erzählt in seinem Buch „Der nackte Kaiser, oder wie man die Seele der Kinder und Jugendlichen versteht und heilt“ davon, dass es die Kinder sind, die die Fähigkeit besitzen, die den Erwachsenen immer mehr abzugehen scheint je feiner die Kleider, das heißt, je potenter, einflussreicher und älter sie werden – nämlich die Gabe zur natürlichen Äußerung der Seele, die Gabe „wahr“ zu sein.

Viele Märchen fangen an mit: „Es war einmal!“ War es nicht mal so, dass die Börse Hüter der weltweit geförderten Rohstoffmengen und der daraus produzierten Erzeugnisse war?
Wurde nicht von der Börse der jeweilige Mittelwert festgelegt, an dem sich Einkaufs- und Verkaufspreise nutzbringend orientieren konnten?
Zählt der Rückgang der Konjunktur zu den Angstmachern, die dazu geführt haben, dass ein Teil des Wertes nicht mehr in Erscheinung tritt?
Was erzählt die Statistik dieser neu geschaffenen, vorbildlichen Scheinwirtschaft den Verbrauchern und Unternehmern einer Wohlstandsgesellschaft?

Der Wert 100, von dem die jüdische Zahlensymbolik wie folgt erzählt: Wenn von der Symbolik der Grundzahl 10 in der Bedeutung der „Fülle“ ausgegangen wird, so bringt deren Quadratzahl 10 x 10 in der 100-fältigen Frucht eine reiche Vermehrung der Fülle zum Ausdruck. Sie erzählt aber auch von der politischen Endzeitzahl. Die Endzeit wird die höchste Entfaltung des Menschen bringen: Die Verwirklichung des Traums vom Übermenschen!
Siehe Broschüre: „Und führe uns …“

Als diese Broschüre gedruckt wurde, steckte ich, wie vom Dalai Lama benannt, in der Stufe der anfänglichen Position, wo meine Einsicht zu diesem Thema vollständig im Gegensatz zur Realität stand. Als Folge des Versuchs, die Situation zu verstehen, wird diese Einseitigkeit dann allmählich fragwürdig und gerät ins Schwanken. Dann beginnt das Denken: Vielleicht ist es so, vielleicht auch nicht. Nach Herausgabe dieser Broschüre kaue ich weiter an der Mehrwertsteuer und durch weiteres Analysieren geht dieser Zustand des Zögerns und Schwankens in ein Stadium der Mutmaßung über, womit man sich der richtigen Lösung nähert.

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 116
ISBN: 978-3-95840-015-3
Erscheinungsdatum: 07.04.2015
EUR 17,90
EUR 10,99

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