Meine aussergewöhnliche Lebensreise von der Flucht ins Glück bis zur Millionärin
EUR 24,90
Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 552
ISBN: 978-3-7116-1149-9
Erscheinungsdatum: 25.08.2026
Aus Verzweiflung flüchtete Uta aus dem SOZ (DDR) in den KAP (BRD). Sie kämpfte sich durch vier Flüchtlingslager und bahnte sich mit Entschlossenheit ihren Weg zur Millionärin. Sie errichtete ein Firmenimperium und trotzte der russischen Mafia.
Vorwort
Jetzt beginnt meine Zeitreise zwischen Faschismus, Sozialismus, Kapitalismus und Monarchie (Marokko). Es sind meine wahrheitsgetreuen Lebenserfahrungen für meine Leser und meine Nachkommen, welche dieses Buch in der Zukunft lesen werden. Keiner weiß später, was zwischen Sozialismus und Kapitalismus um 1990 passiert war. Meine Nachkommen sollen einmal wissen, wer ich war und woher ich kam. Ihr lernt vergangene Familiengenerationen, Familiengeschichten und ihre Lebensweisen, die in den letzten Jahrhunderten alle ähnlich waren, kennen. Natürlich ist mein Schicksal der Mittelpunkt meines Buches. Mein Schicksal wurde gelenkt und geleitet von meinem analytischen Denken und vielen Zufällen, die euch in meinem Buch unheimlich vorkommen werden. Alle Buchinhalte entsprechen der vollen Wahrheit.
Meine lieben Leser: Ich werde euch nie belügen, ich schreibe nur die volle Wahrheit. Warum sollte ich lügen? Ich, Uta, würde mir wünschen, ihr lest das Buch gründlich und vor allem meine Schlussfolgerungen nach jeder Episode.
In meinem Buch könnt ihr euch in die letzten Jahrhunderte hineinversetzen, diese analysieren und daraus für euer eigenes Leben lernen. Ich schreibe es sehr mühselig für euch, mit dem Ein-Finger-System. Zu meiner Zeit gab es in der DDR bis zu meinem 50. Lebensjahr keine Computer, keine Handys und keine Smartphones – wahrscheinlich undenkbar für euch heute.
Am Anfang meines Buches gebe ich euch ein paar Erfahrungswerte aus meinem ereignisreichen Leben mit auf den Weg, und am Ende meines Buches versteht ihr mich und seid bestimmt begeistert.
Achtung, meine Lieben, es geht los: Jeder Mensch erhält viele Chancen im Leben. Er muss sie nur erkennen und umsetzen. Er darf keine Angst vor Veränderungen oder neuen Problemen haben. Er muss die Schwierigkeiten anpacken, nicht davor weglaufen und mit Verstand, Fleiß und Beharrlichkeit beseitigen. Er muss seinen eigenen vorgegebenen Schicksalsweg erkennen und nicht nur machen, was andere sagen. Natürlich ist das nicht leicht, aber das Leben sollte man sich auch nicht so leicht machen. Es ist eine Achterbahn der Gefühle, eine große Unbekannte mit vielen Hindernissen, die man aus dem Weg räumen muss. Oft glaubt man nicht, dass es weitergeht, doch! Es gibt immer neue Wege, man muss nur mutig sein und eine positive Lebenseinstellung haben. Zudem darf man seine großen Lebensziele nie vergessen. Dafür darf man dem Lebenskampf nicht aus dem Weg gehen, sondern muss alle Kraft einsetzen, um ihn bestmöglich zu meistern, genau wie ich es als alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern geschafft habe. Ihr müsst zu jedem eurer Probleme die positiven und negativen Seiten beleuchten, bewerten und klug entscheiden. Es ist dann eure eigene Entscheidung und nicht die von anderen, denn ihr bestimmt euer eigenes Leben. Denkt bitte daran: Ihr lebt nur einmal. Jeder Mensch hat ein Schicksal, das er positiv beeinflussen sollte. Am Ende meines Lebens habe ich es begriffen. Im Leben ergeben sich viele scheinbare Zufälle zum richtigen Zeitpunkt, aber ihr müsst sie erkennen und nutzen! In meinem Buch werdet ihr dafür viele Beispiele finden. Ohne diese Zufälle wäre mein Leben langweilig, armselig und uninteressant verlaufen. Als alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern, Max, sieben Jahre, und Britt, 16 Jahre, flüchtete ich vom Sozialismus in ein neues Weltsystem, den Kapitalismus von 1989. Undenkbar für meine Eltern, dass ich es überhaupt schaffen konnte. Es war für die beiden Alten, Oma und Opa, ein Wunder. Ich habe dabei immer nur von einem zum anderen Tag gedacht, sonst wäre mir vor der Zukunft angst und bange geworden.
Meine lieben Leser: Ihr solltet euer Leben bewusst leben, alle Möglichkeiten eurer Entwicklung ausschöpfen, vor allem eure Lebensträume verwirklichen, auch wenn sie nicht normal klingen, denn ihr lebt nur einmal und das Leben geht so schnell vorbei. Euer Leben sollte nicht nur aus Studieren, Essen, Trinken, Arbeiten, in den Urlaub fahren und Kinder erziehen bestehen. Denkt an eure eigene Entwicklung und eure Lebensträume! Nehmt nicht so viel Rücksicht auf andere. Mein Leben hebt sich sehr vom Leben vieler anderer Menschen ab. Ich sollte euch dafür ein leuchtendes Beispiel sein, was im Nachfolgenden ersichtlich wird. Mein Leben verlief nicht langweilig und nicht normal. Nehmt euch ein Beispiel daran.
Bedingt durch die Erziehung meines Vaters machte ich zwei Hochschulabschlüsse in der DDR mit je vier Jahren Studienzeit. Zur damaligen Zeit, um 1970, war dies völlig unnormal. Da mein Vater sehr arm war und nicht studieren konnte, legte er von Kindheit an großen Wert auf meine Persönlichkeitsentwicklung, die mir half, mein Leben bestens zu meistern:
Ich brach aus meiner konservativen Ehe aus, zog zwei Kinder alleine groß, die später eine Hochschulausbildung gemacht haben.
Ich flüchtete aus dem sozialistischen Weltsystem in das kapitalistische Weltsystem.
Ich baute eine staatlich anerkannte Kosmetik-, Wellness- und Podologieschule auf und führte sie 35 Jahre lang.
Ich nahm Kredite über zwei Millionen Mark auf, die ich durch viel Fleiß abbezahlen konnte.
Ich lebte in Marokko in der Monarchie und führte auch gleichzeitig meine Geschäfte in Deutschland weiter.
Ich ging nach Afrika und kaufte eine Segelyacht von 20 Metern und führte dort ein erfolgreiches Touristikunternehmen in Agadir, in französischer Sprache.
Ich lernte Afrika kennen und lieben. Ich werde auch hier meinen Lebensabend in der Afrikasonne verbringen.
Ich habe das Mafiaproblem in Afrika für mich gut gelöst.
Aus mir, einer alleinerziehenden Flüchtlingsfrau mit zwei Kindern, ist eine Millionärin geworden. Meine Nachkommen haben eine sehr gute Erbmasse, die sie hoffentlich nutzen werden.
Natürlich sollten zu einem guten, interessanten, aktiven Leben auch ein Partner, Kinder, Familie, Freunde, eine gute Arbeit und so weiter gehören. Aber das ist nicht ein ganzes Leben lang möglich. Mal überwiegt der Freundeskreis, mal die Familie, mal die Arbeit, mal das Leben mit wenig Geld, mal das Leben mit viel Geld. Alles zusammen hat man nie. Trotzdem sollte man glücklich sein, wenn man eines davon hat. Ja, was versteht ihr eigentlich unter „glücklich sein“?
Ich war am glücklichsten, wenn meine staatlich anerkannte Kosmetik-, Wellness- und Podologieschule gut lief und sich meine beiden Kinder Britt und Max gut entwickelten. Die Schule war unsere Existenzgrundlage im Kapitalismus, sie bestimmte unser ganzes Leben und war der Beginn meines Reichtums. Nicht die Männer waren das Wichtigste in meinem Leben, sie waren notwendig. Ich brauchte ihr Wissen, ihre Erfahrung, ihr Können und ihre beispielhafte Durchsetzungskraft. All das war notwendig, damit ich in einem neuen Weltsystem, dem Kapitalismus in Westdeutschland, gut lernen, überleben und erfolgreich werden konnte.
Ich komme aus dem sozialistischen Weltsystem, bin dort erzogen worden, habe nach diesen sozialistischen Grundsätzen gelebt und war davon auch überzeugt, dass sie richtig sind. Der Mensch sollte in diesem System im Mittelpunkt stehen und nicht die Geldgier und das Streben nach Macht und Reichtum. Das Grundgesetz des Sozialismus lautete: Die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen des arbeitenden Volkes zum Wohle aller Menschen durch Erhöhung der Arbeitsproduktivität und zur Weiterentwicklung der Wissenschaft und Technik für alle Menschen. Geld war nicht unser Lebensinhalt. Ja, mit dieser Lebenseinstellung stürzte ich in den blanken Kapitalismus, wo jeder nur alles billig und billiger will, jeder versucht, den anderen auszunutzen oder ihn übers Ohr zu hauen. Jetzt, im Kapitalismus, steht das Geld auch für mich an erster Stelle, nicht mehr der Mensch. Ich stellte fest, dass Familienbeziehungen zerbrechen, die Männer sich jüngere Frauen suchen, die Kinder oft nicht mehr streng erzogen werden und viele Kinder wenig Respekt vor den Eltern haben. Die alte Generation ist unwichtig geworden, ihre Lebensweisheiten und Erfahrungen sind nicht mehr gefragt. Für sie hat man keine Zeit mehr, sie werden in Altenheime abgeschoben, obwohl sie viel von ihrer Lebenszeit und von ihrem Geld für ihre Kinder geopfert haben. Wo soll das hinführen im Kapitalismus? Die guten Familienbeziehungen zerfallen, alte Traditionen, Überlieferungen und Erfahrungen der Alten werden nicht mehr genutzt. Der Egoismus hat überall Einzug gehalten. Die Vorbildrolle der Großeltern ging verloren. Wie endet das alles?
Die letzten 20 Jahre verbrachte ich einen Teil meines Lebens parallel in einer neuen, fremden Welt, dem Königreich Marokko. Hier bin ich in die alte Historie beziehungsweise alte Monarchie zurückversetzt worden, das bedeutet zirka 600 Jahre in der Denkweise zurück. Marokko schreibt auch heute noch das Jahr 1440 und wir leben bereits im Jahr 2020. Ich glaube, das sagt alles! Hier herrscht eine ganz andere Lebensphilosophie. Ihr werdet später mehr darüber erfahren. In den arabischen Ländern sind die Männer führend. Jetzt könnt ihr euch vorstellen, wie ich, die blonde, hübsche Uta als Kapitänin in einem arabischen Land allein ohne Partner kämpfen musste, um mit einem Touristenschiff zu überleben. Die Mafia spielte hier in meinem Leben in Marokko eine große Rolle, darauf komme ich in meiner Zeitreise im Lebensbuch zurück. Mein Buch wird auf jeden Fall für euch sehr spannend sein. Freut euch darauf.
Ja, meine Lieben, mein Vorspann geht zu Ende. Mein Leben war sehr interessant und nicht einfach. Trotzdem habe ich ohne Ehepartner, in über vier Flüchtlingslagern, in drei Weltsystemen gut gelebt und gearbeitet, zwei Kinder erzogen und drei Häuser umgebaut. Ich habe es dabei geschafft, Millionärin zu werden. Den Beweis werdet ihr in meinem Buch lesen. Habt Mut und Zuversicht, keine Angst vor Schwierigkeiten, stürzt euch in das Leben hinein.
I. Teil
1. Kapitel
Meine Vorfahren
1 Informationen über meine Vorfahren
Ich wurde an einem Samstagmorgen, dem 10.11.1951, gegen 7 Uhr in Könnern bei Halle geboren. Meine Eltern waren der Fleischermeister Albert Krüger und meine Mutter Ruth Krüger. Beide Elternteile kommen aus selbstständigen Fleischereihandwerksbetrieben. Viele Generationen zurück waren es immer selbstständige Handwerksmeister von Vaters und Mutters Seite her. Meinen Nachkommen wird die Selbstständigkeit und der Geschäftssinn im Blut liegen. Sie werden sich selten im Angestelltenverhältnis richtig voll entfalten oder entwickeln können und eine Befriedigung in der Arbeit finden. Ich habe auch 15 Jahre lang als vom Staat angestellte Lehrerin in der DDR gearbeitet und machte, was mir vorgegeben wurde, konnte keine Entscheidungen selbst treffen und mein Gehirn vertrocknete. Ich bin 40 Jahre lang viele Umwege gegangen, bevor ich in die Selbstständigkeit kam. Aber es hat noch geklappt. Heute, im Jahre 2020, bin ich immer noch selbstständig und werde es auch weiterhin bleiben.
2 Meine Großeltern Albert und Emma Krüger,
die Eltern meines Vaters Albert
Emma und Albert Krüger hatten fünf Kinder. Mein Vater Albert war das älteste Kind und war Emmas Liebling. Sie hatten eine kleine Fleischerei in Könnern. Der Vater wurde krank und frühzeitig Rentner. Mein Vater litt unter der armseligen Kindheit und sein Spitzname war Hundekrüger, was ihn sehr verletzte. Er wollte gerne lernen, aber die Familie konnte keine Schulbildung bezahlen. Die Mutter Emma hatte einen Unfall auf der Kellertreppe und verstarb. Der Vater wurde 80 Jahre alt und von seinem Sohn Albert sehr gut finanziert. Hochachtung vor meinem Vater!
3 Mein Vater Albert Krüger
Nun zurück zu meinen Eltern. Mein Vater Albert wurde 1920 in Könnern geboren. Er arbeitete mit im Fleischereigeschäft. Albert musste als zehnjähriger Junge und ältester Sohn seine fünf Geschwister und die Eltern mit ernähren, da der Vater sehr krank war. Er zog mit einem Hundegespann los auf die Äcker und holte das Futter für die Schweine, welche die Mutter fütterte. Er schlachtete die Schweine schon als Zehnjähriger und so konnte die Familie überleben. Durch die zwei großen Hunde anstelle von Pferden nannte man ihn Hundekrüger. Er ärgerte sich sehr über diesen Namen, denn das drückte die Armut seiner Familie aus. Es war verständlich, dass er in seiner Kindheit davon träumte, einmal ein gebildeter, reicher Mann zu werden, und natürlich sollten auch seine späteren Kinder im Reichtum leben.
3.1 Mein Vater Albert Krüger im Faschismus
1939 begann der Zweite Weltkrieg durch die Faschisten. Albert war 18 Jahre alt und musste genau wie seine drei Brüder in den Krieg ziehen. Unter der Herrschaft von Hitler wurde nicht diskutiert, Befehl war Befehl! Er war der Motorradstaffel zugeteilt und fuhr in Richtung Russland. Er musste als Soldat Gräueltaten an Männern, Frauen und Kindern in Russland durchführen. Diese schlimmen Taten verfolgten ihn nachts bis ins hohe Alter. Ich erinnere mich, dass mein Vater schrie und schweißgebadet aufwachte. Er hat während der russischen Kriegsgefangenschaft sehr gelitten. So war er auch bei der Schlacht um Leningrad dabei, musste den schlimmen Propagandamarsch durch Moskau mitmachen und kam 1940 nach Sibirien. Hier vegetierte er elf Jahre seines Lebens dahin. Sie wurden in Viehwagen nach Sibirien verschleppt. Die meisten mussten schwer arbeiten, und wenn sie nicht mehr konnten, wurden sie einfach in der Erde am Wegesrand lebendig verscharrt. In einem Waldstück, wo es nach frischen Kiefernadeln roch, sollte er mit seinen Kameraden erschossen werden. Die sibirische Landschaft ist wunderschön, aber das Wetter ist sehr kalt. Hier gibt es riesige Wälder und Seen, die Winter sind eiskalt, bis zu minus 50 bis 60 Grad. Aber Albert sah die Schönheit der Natur nicht. Er wusste, dass er dem Tod geweiht war. Sie kamen an eine freie Fläche in einem Kiefernwäldchen und wurden vom Lastwagen gestoßen. Jeder bekam eine Schaufel hingeworfen und sie mussten ein Massengrab für sich selbst ausgraben. Albert wusste, dass seine letzten Minuten gekommen waren. Er schaute zum Himmel und betete zu Gott und wollte sich so von der Welt verabschieden. Die russischen Soldaten standen mit geladenen Maschinenpistolen hinter ihm und seinen Kameraden. Alle mussten sich nackt ausziehen und in einer Reihe hinter dem offenen Massengrab antreten. Albert wartete auf die Schüsse, die sein Ende bringen sollten. Er war mitten in seinem Abschiedsgespräch mit Gott, als ein Geländewagen der Armee vorgefahren kam und die Hinrichtung stoppte. Ein Offizier stieg aus. Er suchte einen Koch oder einen Fleischer für die Küche. Albert meldete sich sofort, ging taumelnd, schockiert zum Jeep. Er war gerettet! Als das Auto wegfuhr, musste er zuschauen, wie seine Kameraden erschossen wurden und ins Massengrab fielen.
…
Jetzt beginnt meine Zeitreise zwischen Faschismus, Sozialismus, Kapitalismus und Monarchie (Marokko). Es sind meine wahrheitsgetreuen Lebenserfahrungen für meine Leser und meine Nachkommen, welche dieses Buch in der Zukunft lesen werden. Keiner weiß später, was zwischen Sozialismus und Kapitalismus um 1990 passiert war. Meine Nachkommen sollen einmal wissen, wer ich war und woher ich kam. Ihr lernt vergangene Familiengenerationen, Familiengeschichten und ihre Lebensweisen, die in den letzten Jahrhunderten alle ähnlich waren, kennen. Natürlich ist mein Schicksal der Mittelpunkt meines Buches. Mein Schicksal wurde gelenkt und geleitet von meinem analytischen Denken und vielen Zufällen, die euch in meinem Buch unheimlich vorkommen werden. Alle Buchinhalte entsprechen der vollen Wahrheit.
Meine lieben Leser: Ich werde euch nie belügen, ich schreibe nur die volle Wahrheit. Warum sollte ich lügen? Ich, Uta, würde mir wünschen, ihr lest das Buch gründlich und vor allem meine Schlussfolgerungen nach jeder Episode.
In meinem Buch könnt ihr euch in die letzten Jahrhunderte hineinversetzen, diese analysieren und daraus für euer eigenes Leben lernen. Ich schreibe es sehr mühselig für euch, mit dem Ein-Finger-System. Zu meiner Zeit gab es in der DDR bis zu meinem 50. Lebensjahr keine Computer, keine Handys und keine Smartphones – wahrscheinlich undenkbar für euch heute.
Am Anfang meines Buches gebe ich euch ein paar Erfahrungswerte aus meinem ereignisreichen Leben mit auf den Weg, und am Ende meines Buches versteht ihr mich und seid bestimmt begeistert.
Achtung, meine Lieben, es geht los: Jeder Mensch erhält viele Chancen im Leben. Er muss sie nur erkennen und umsetzen. Er darf keine Angst vor Veränderungen oder neuen Problemen haben. Er muss die Schwierigkeiten anpacken, nicht davor weglaufen und mit Verstand, Fleiß und Beharrlichkeit beseitigen. Er muss seinen eigenen vorgegebenen Schicksalsweg erkennen und nicht nur machen, was andere sagen. Natürlich ist das nicht leicht, aber das Leben sollte man sich auch nicht so leicht machen. Es ist eine Achterbahn der Gefühle, eine große Unbekannte mit vielen Hindernissen, die man aus dem Weg räumen muss. Oft glaubt man nicht, dass es weitergeht, doch! Es gibt immer neue Wege, man muss nur mutig sein und eine positive Lebenseinstellung haben. Zudem darf man seine großen Lebensziele nie vergessen. Dafür darf man dem Lebenskampf nicht aus dem Weg gehen, sondern muss alle Kraft einsetzen, um ihn bestmöglich zu meistern, genau wie ich es als alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern geschafft habe. Ihr müsst zu jedem eurer Probleme die positiven und negativen Seiten beleuchten, bewerten und klug entscheiden. Es ist dann eure eigene Entscheidung und nicht die von anderen, denn ihr bestimmt euer eigenes Leben. Denkt bitte daran: Ihr lebt nur einmal. Jeder Mensch hat ein Schicksal, das er positiv beeinflussen sollte. Am Ende meines Lebens habe ich es begriffen. Im Leben ergeben sich viele scheinbare Zufälle zum richtigen Zeitpunkt, aber ihr müsst sie erkennen und nutzen! In meinem Buch werdet ihr dafür viele Beispiele finden. Ohne diese Zufälle wäre mein Leben langweilig, armselig und uninteressant verlaufen. Als alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern, Max, sieben Jahre, und Britt, 16 Jahre, flüchtete ich vom Sozialismus in ein neues Weltsystem, den Kapitalismus von 1989. Undenkbar für meine Eltern, dass ich es überhaupt schaffen konnte. Es war für die beiden Alten, Oma und Opa, ein Wunder. Ich habe dabei immer nur von einem zum anderen Tag gedacht, sonst wäre mir vor der Zukunft angst und bange geworden.
Meine lieben Leser: Ihr solltet euer Leben bewusst leben, alle Möglichkeiten eurer Entwicklung ausschöpfen, vor allem eure Lebensträume verwirklichen, auch wenn sie nicht normal klingen, denn ihr lebt nur einmal und das Leben geht so schnell vorbei. Euer Leben sollte nicht nur aus Studieren, Essen, Trinken, Arbeiten, in den Urlaub fahren und Kinder erziehen bestehen. Denkt an eure eigene Entwicklung und eure Lebensträume! Nehmt nicht so viel Rücksicht auf andere. Mein Leben hebt sich sehr vom Leben vieler anderer Menschen ab. Ich sollte euch dafür ein leuchtendes Beispiel sein, was im Nachfolgenden ersichtlich wird. Mein Leben verlief nicht langweilig und nicht normal. Nehmt euch ein Beispiel daran.
Bedingt durch die Erziehung meines Vaters machte ich zwei Hochschulabschlüsse in der DDR mit je vier Jahren Studienzeit. Zur damaligen Zeit, um 1970, war dies völlig unnormal. Da mein Vater sehr arm war und nicht studieren konnte, legte er von Kindheit an großen Wert auf meine Persönlichkeitsentwicklung, die mir half, mein Leben bestens zu meistern:
Ich brach aus meiner konservativen Ehe aus, zog zwei Kinder alleine groß, die später eine Hochschulausbildung gemacht haben.
Ich flüchtete aus dem sozialistischen Weltsystem in das kapitalistische Weltsystem.
Ich baute eine staatlich anerkannte Kosmetik-, Wellness- und Podologieschule auf und führte sie 35 Jahre lang.
Ich nahm Kredite über zwei Millionen Mark auf, die ich durch viel Fleiß abbezahlen konnte.
Ich lebte in Marokko in der Monarchie und führte auch gleichzeitig meine Geschäfte in Deutschland weiter.
Ich ging nach Afrika und kaufte eine Segelyacht von 20 Metern und führte dort ein erfolgreiches Touristikunternehmen in Agadir, in französischer Sprache.
Ich lernte Afrika kennen und lieben. Ich werde auch hier meinen Lebensabend in der Afrikasonne verbringen.
Ich habe das Mafiaproblem in Afrika für mich gut gelöst.
Aus mir, einer alleinerziehenden Flüchtlingsfrau mit zwei Kindern, ist eine Millionärin geworden. Meine Nachkommen haben eine sehr gute Erbmasse, die sie hoffentlich nutzen werden.
Natürlich sollten zu einem guten, interessanten, aktiven Leben auch ein Partner, Kinder, Familie, Freunde, eine gute Arbeit und so weiter gehören. Aber das ist nicht ein ganzes Leben lang möglich. Mal überwiegt der Freundeskreis, mal die Familie, mal die Arbeit, mal das Leben mit wenig Geld, mal das Leben mit viel Geld. Alles zusammen hat man nie. Trotzdem sollte man glücklich sein, wenn man eines davon hat. Ja, was versteht ihr eigentlich unter „glücklich sein“?
Ich war am glücklichsten, wenn meine staatlich anerkannte Kosmetik-, Wellness- und Podologieschule gut lief und sich meine beiden Kinder Britt und Max gut entwickelten. Die Schule war unsere Existenzgrundlage im Kapitalismus, sie bestimmte unser ganzes Leben und war der Beginn meines Reichtums. Nicht die Männer waren das Wichtigste in meinem Leben, sie waren notwendig. Ich brauchte ihr Wissen, ihre Erfahrung, ihr Können und ihre beispielhafte Durchsetzungskraft. All das war notwendig, damit ich in einem neuen Weltsystem, dem Kapitalismus in Westdeutschland, gut lernen, überleben und erfolgreich werden konnte.
Ich komme aus dem sozialistischen Weltsystem, bin dort erzogen worden, habe nach diesen sozialistischen Grundsätzen gelebt und war davon auch überzeugt, dass sie richtig sind. Der Mensch sollte in diesem System im Mittelpunkt stehen und nicht die Geldgier und das Streben nach Macht und Reichtum. Das Grundgesetz des Sozialismus lautete: Die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen des arbeitenden Volkes zum Wohle aller Menschen durch Erhöhung der Arbeitsproduktivität und zur Weiterentwicklung der Wissenschaft und Technik für alle Menschen. Geld war nicht unser Lebensinhalt. Ja, mit dieser Lebenseinstellung stürzte ich in den blanken Kapitalismus, wo jeder nur alles billig und billiger will, jeder versucht, den anderen auszunutzen oder ihn übers Ohr zu hauen. Jetzt, im Kapitalismus, steht das Geld auch für mich an erster Stelle, nicht mehr der Mensch. Ich stellte fest, dass Familienbeziehungen zerbrechen, die Männer sich jüngere Frauen suchen, die Kinder oft nicht mehr streng erzogen werden und viele Kinder wenig Respekt vor den Eltern haben. Die alte Generation ist unwichtig geworden, ihre Lebensweisheiten und Erfahrungen sind nicht mehr gefragt. Für sie hat man keine Zeit mehr, sie werden in Altenheime abgeschoben, obwohl sie viel von ihrer Lebenszeit und von ihrem Geld für ihre Kinder geopfert haben. Wo soll das hinführen im Kapitalismus? Die guten Familienbeziehungen zerfallen, alte Traditionen, Überlieferungen und Erfahrungen der Alten werden nicht mehr genutzt. Der Egoismus hat überall Einzug gehalten. Die Vorbildrolle der Großeltern ging verloren. Wie endet das alles?
Die letzten 20 Jahre verbrachte ich einen Teil meines Lebens parallel in einer neuen, fremden Welt, dem Königreich Marokko. Hier bin ich in die alte Historie beziehungsweise alte Monarchie zurückversetzt worden, das bedeutet zirka 600 Jahre in der Denkweise zurück. Marokko schreibt auch heute noch das Jahr 1440 und wir leben bereits im Jahr 2020. Ich glaube, das sagt alles! Hier herrscht eine ganz andere Lebensphilosophie. Ihr werdet später mehr darüber erfahren. In den arabischen Ländern sind die Männer führend. Jetzt könnt ihr euch vorstellen, wie ich, die blonde, hübsche Uta als Kapitänin in einem arabischen Land allein ohne Partner kämpfen musste, um mit einem Touristenschiff zu überleben. Die Mafia spielte hier in meinem Leben in Marokko eine große Rolle, darauf komme ich in meiner Zeitreise im Lebensbuch zurück. Mein Buch wird auf jeden Fall für euch sehr spannend sein. Freut euch darauf.
Ja, meine Lieben, mein Vorspann geht zu Ende. Mein Leben war sehr interessant und nicht einfach. Trotzdem habe ich ohne Ehepartner, in über vier Flüchtlingslagern, in drei Weltsystemen gut gelebt und gearbeitet, zwei Kinder erzogen und drei Häuser umgebaut. Ich habe es dabei geschafft, Millionärin zu werden. Den Beweis werdet ihr in meinem Buch lesen. Habt Mut und Zuversicht, keine Angst vor Schwierigkeiten, stürzt euch in das Leben hinein.
I. Teil
1. Kapitel
Meine Vorfahren
1 Informationen über meine Vorfahren
Ich wurde an einem Samstagmorgen, dem 10.11.1951, gegen 7 Uhr in Könnern bei Halle geboren. Meine Eltern waren der Fleischermeister Albert Krüger und meine Mutter Ruth Krüger. Beide Elternteile kommen aus selbstständigen Fleischereihandwerksbetrieben. Viele Generationen zurück waren es immer selbstständige Handwerksmeister von Vaters und Mutters Seite her. Meinen Nachkommen wird die Selbstständigkeit und der Geschäftssinn im Blut liegen. Sie werden sich selten im Angestelltenverhältnis richtig voll entfalten oder entwickeln können und eine Befriedigung in der Arbeit finden. Ich habe auch 15 Jahre lang als vom Staat angestellte Lehrerin in der DDR gearbeitet und machte, was mir vorgegeben wurde, konnte keine Entscheidungen selbst treffen und mein Gehirn vertrocknete. Ich bin 40 Jahre lang viele Umwege gegangen, bevor ich in die Selbstständigkeit kam. Aber es hat noch geklappt. Heute, im Jahre 2020, bin ich immer noch selbstständig und werde es auch weiterhin bleiben.
2 Meine Großeltern Albert und Emma Krüger,
die Eltern meines Vaters Albert
Emma und Albert Krüger hatten fünf Kinder. Mein Vater Albert war das älteste Kind und war Emmas Liebling. Sie hatten eine kleine Fleischerei in Könnern. Der Vater wurde krank und frühzeitig Rentner. Mein Vater litt unter der armseligen Kindheit und sein Spitzname war Hundekrüger, was ihn sehr verletzte. Er wollte gerne lernen, aber die Familie konnte keine Schulbildung bezahlen. Die Mutter Emma hatte einen Unfall auf der Kellertreppe und verstarb. Der Vater wurde 80 Jahre alt und von seinem Sohn Albert sehr gut finanziert. Hochachtung vor meinem Vater!
3 Mein Vater Albert Krüger
Nun zurück zu meinen Eltern. Mein Vater Albert wurde 1920 in Könnern geboren. Er arbeitete mit im Fleischereigeschäft. Albert musste als zehnjähriger Junge und ältester Sohn seine fünf Geschwister und die Eltern mit ernähren, da der Vater sehr krank war. Er zog mit einem Hundegespann los auf die Äcker und holte das Futter für die Schweine, welche die Mutter fütterte. Er schlachtete die Schweine schon als Zehnjähriger und so konnte die Familie überleben. Durch die zwei großen Hunde anstelle von Pferden nannte man ihn Hundekrüger. Er ärgerte sich sehr über diesen Namen, denn das drückte die Armut seiner Familie aus. Es war verständlich, dass er in seiner Kindheit davon träumte, einmal ein gebildeter, reicher Mann zu werden, und natürlich sollten auch seine späteren Kinder im Reichtum leben.
3.1 Mein Vater Albert Krüger im Faschismus
1939 begann der Zweite Weltkrieg durch die Faschisten. Albert war 18 Jahre alt und musste genau wie seine drei Brüder in den Krieg ziehen. Unter der Herrschaft von Hitler wurde nicht diskutiert, Befehl war Befehl! Er war der Motorradstaffel zugeteilt und fuhr in Richtung Russland. Er musste als Soldat Gräueltaten an Männern, Frauen und Kindern in Russland durchführen. Diese schlimmen Taten verfolgten ihn nachts bis ins hohe Alter. Ich erinnere mich, dass mein Vater schrie und schweißgebadet aufwachte. Er hat während der russischen Kriegsgefangenschaft sehr gelitten. So war er auch bei der Schlacht um Leningrad dabei, musste den schlimmen Propagandamarsch durch Moskau mitmachen und kam 1940 nach Sibirien. Hier vegetierte er elf Jahre seines Lebens dahin. Sie wurden in Viehwagen nach Sibirien verschleppt. Die meisten mussten schwer arbeiten, und wenn sie nicht mehr konnten, wurden sie einfach in der Erde am Wegesrand lebendig verscharrt. In einem Waldstück, wo es nach frischen Kiefernadeln roch, sollte er mit seinen Kameraden erschossen werden. Die sibirische Landschaft ist wunderschön, aber das Wetter ist sehr kalt. Hier gibt es riesige Wälder und Seen, die Winter sind eiskalt, bis zu minus 50 bis 60 Grad. Aber Albert sah die Schönheit der Natur nicht. Er wusste, dass er dem Tod geweiht war. Sie kamen an eine freie Fläche in einem Kiefernwäldchen und wurden vom Lastwagen gestoßen. Jeder bekam eine Schaufel hingeworfen und sie mussten ein Massengrab für sich selbst ausgraben. Albert wusste, dass seine letzten Minuten gekommen waren. Er schaute zum Himmel und betete zu Gott und wollte sich so von der Welt verabschieden. Die russischen Soldaten standen mit geladenen Maschinenpistolen hinter ihm und seinen Kameraden. Alle mussten sich nackt ausziehen und in einer Reihe hinter dem offenen Massengrab antreten. Albert wartete auf die Schüsse, die sein Ende bringen sollten. Er war mitten in seinem Abschiedsgespräch mit Gott, als ein Geländewagen der Armee vorgefahren kam und die Hinrichtung stoppte. Ein Offizier stieg aus. Er suchte einen Koch oder einen Fleischer für die Küche. Albert meldete sich sofort, ging taumelnd, schockiert zum Jeep. Er war gerettet! Als das Auto wegfuhr, musste er zuschauen, wie seine Kameraden erschossen wurden und ins Massengrab fielen.
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