Geschichte & Biografie

Mein Weg mit Christus – ein Weg der Einweihung

Michèle Yasmine Godest

Mein Weg mit Christus – ein Weg der Einweihung

Leseprobe:

1 Dank

Zuallererst möchte ich Christus und allen geistigen Freunden Dank sagen. Christus ist für mich der lebendige Ausdruck der Gottgegenwart. Gott ist allgegenwärtig, alldurchdringend und allumfassend. Während ich dieses Buch in Meditation vor meinem geistigen Auge sich formen sehe, höre ich die Christus-Worte: „ICH BIN das Licht und die Liebe. ICH BIN die Gottgegenwart. In jedem und allem ist Gott gegenwärtig. Deshalb ist jeder und alles beschützt und gesegnet. Jeder und alles fließt im göttlichen Rhythmus und in der göttlichen Liebe. So geschieht alles im göttlichen Sinn und ist und bleibt von Anfang an gut.“
Alles von Gott Geschaffene, also nicht nur die Menschen, ist geistige Trägerin und Träger dieser großen Kraft und großen Liebe: Gott, der Eine. Christus verkörpert die Gottgegenwart im Menschen. Christus war und ist mir immer Vorbild für diese wunderbare Tatsache, Trägerin des Lichtes und der Liebe sein zu dürfen.

Ich danke Christus für meine irdische Existenz, für Seine Begleitung in Zeiten der Dunkelheit und des Lichts; ich danke für die geistig-göttlichen Impulse, für die Intuition und Inspiration. Mein Ziel in diesem Leben war und ist es, ein reines, klares Instrument des Einen zu werden, in Demut und bedingungsloser Liebe, um Seiner vielfältigen Ausdruckskraft die richtige Bedeutung zu verleihen. Und darin bin ich immer wieder unterwegs: als Übende in Seiner wunderschönen Schöpfung und so gewollten Welt. Hierzu habe ich an meinen vielfältigen Lebensstationen immer wieder den Ruf verspürt. Ich danke Christus für Seine Führung, für Seine Gegenwart, für Seine unendliche Liebe und Geduld mit uns Menschen und für Seine Kraft der Vergebung. Ich danke, dass ich durch Ihn und durch die Begleitung aller geistigen Freunde so liebevoll und konsequent eingewiesen werde auf dem Weg meiner Berufung.

Ich danke Christus für den Impuls, dieses Buch schreiben zu sollen. Es ist mir bewusst, dass es mich intensiv mit meiner Lebensgeschichte in Berührung bringen wird. Vielleicht werden alte Wunden aufgerissen, damit ich letztendlich verarbeitet loslassen kann; auf jeden Fall werden mir aber meine vielfältigen Erfahrungen von Glück und innerem Frieden wie ein roter Faden mein reich gesegnetes Leben mit Christus offenbaren. Ich danke für die Möglichkeit, mein Leben in Rückschau betrachten zu können, um vielleicht dann die Einsicht zu bekommen, so wie Gott uns immer daran erinnert: „Alles ist gut.“
Ich danke meinen Eltern, die mich durch Liebe auf die Erde geholt haben. Ich danke ihnen für ihre Liebe, für ihre Fürsorge, für das Ertragen mancher Sorge und manchen Schmerzes, für ihr Vorbild und ihre Begleitung hin zum Glauben und Vertrauen auf die immerwährende göttliche Gegenwart und Führung.

Ich danke Waltraud Rosenfelder, Barbara Rövenstrunck und Gertrud Delling, lieben Freundinnen, die meine Texte gelesen und mit ihren Impulsen dieses Buch befruchtet und bereichert haben.
Ich danke allen Menschen, denen ich auf meinem Lebensweg begegnen durfte und die durch gemeinsame freudvolle und schmerzhafte Lebensgeschichten meinen Lebensweg geprägt und ebenfalls bereichert haben. Sie waren mir alle durch ihr Wesen, ihre Erfahrung, ihre Persönlichkeit und ihre Lebensart Lehrer. Meinen Dank, jeder einzelnen Person auf diese Weise, weil ich sie alle gar nicht aufzählen könnte.

Gleich zu Beginn, genau an diesem Platz, möchte ich eine Erfahrung aus meiner Meditation von 2003 mit Ihnen teilen. Sie macht verständlich, weshalb ich von Christus statt Jesus spreche.

Ich beginne meine Meditation wie gewohnt und sehe eine strahlende Lichtkugel, umgeben von einer wunderbaren Engelschar.
Plötzlich habe ich die Eingebung: „Wir Menschen sollen uns nicht auf Jesus, sondern auf Christus konzentrieren.“ Ich frage, ob ich das richtig verstanden habe, was Christus mir und allen Menschen damit sagen möchte Und ich erhalte folgende Antwort: „Jesus hat als Mensch auf Erden gelebt. Christus ist der mit dem Christuslicht Erfüllte, das heißt, der mit der vollkommenen Kraft und Macht, Weisheit und Wahrheit Gottes Erleuchtete. Der Mensch Jesus wurde durch die Taufe im Heiligen Geist zum Christus und ist somit tatsächlich identisch mit Gott und kann berechtigt sagen: ‚Der Vater und ich sind eins.‘ und ‚ICH BIN der Vater.‘ Wir sollen uns nicht auf einen Menschen, sondern auf das Christuslicht in uns konzentrieren.“


2 Einleitung

Ich teile mit Ihnen in diesem Buch mein Leben, meine Erfahrungen und Entwicklungsschritte, meine Einsichten und vor allem meine spirituellen Eingebungen. Doch eines ist gewiss: Jeder Mensch hat besondere, intensive Erlebnisse in seinem Leben! Jeder Mensch ist besonders!

Mein Auftrag ist es, Ihnen Ihre eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse bewusst werden zu lassen. Das heißt, Ihnen zu zeigen, wie die Gottgegenwart, das Höchste SEIN auch in Schicksalsschlägen, führt und zur Reifung der Persönlichkeit, im Lernen von Glauben und Vertrauen, beiträgt. Vielleicht mögen Sie Ihr Leben ebenfalls Revue passieren lassen oder Sie erkennen plötzlich Zusammenhänge, die Ihnen bisher verschlossen waren? Dann kann das ein Anfang sein, weiter zu beobachten, zu erforschen oder auch zu hinterfragen. Wir dürfen die Gottgegenwart in jeder Lebenserfahrung bitten, uns eine Sinnerkenntnis zu schenken. Wir bleiben dann nicht mehr in Verzweiflung, Ängsten, Wut oder gar Hass stecken; wir können lösungsorientiert voranschreiten und unser Leben, immer mehr begreifend, neu gestalten.

Alle diese Berichte, die Sie lesen werden, sind meine ureigenen Erfahrungen; Ihre Erfahrungen sind wahrscheinlich ganz anders. Erlebnisse und Erkenntnisse daraus müssen nicht unbedingt übertragbar sein. Jeder Mensch ist ein Individuum mit eigener Biografie und entsprechenden Lebensgeschichten, eigenen Aufgaben und notwendigen Entwicklungsprozessen. Das heißt: Was ich erlebe, müssen Sie nicht unbedingt gleich erleben; möglicherweise interpretieren Sie dieses Erlebte vollkommen anders. Die Gottgegenwart wird für Sie Ihre eigenen Erfahrensmomente schaffen.

Dennoch machen Ihnen meine Erzählungen vielleicht Mut, Ihren Weg der Entwicklung bewusst zu beginnen oder weiter zu gehen und scheinbare Mauern zu durchbrechen. Mein Weg möge Ihnen tatsächlich Mut machen, Ihren Blick nicht auf das Problem, sondern auf die Lösung zu richten und wahrnehmen zu lernen, dass, in welcher Dunkelheit auch immer, ein Licht brennt. Es ist sicher nicht selten, dass ein Mensch in dem „Warum ich?“, in Frust und Undankbarkeit gefangen bleibt. Das nützt nichts! Eine sinnvolle Frage stattdessen ist: „Welchen Sinn hat meine Erfahrung?“ Darin steckt das Entwicklungspotenzial. Ein Bild, welches mir in solchen Situationen immer wieder einfällt und auch hilft: Sie betreten einen dunklen Raum, Sie finden den Lichtschalter und knipsen ihn an. Was geschieht? Ganz schnell ist der Raum hell erleuchtet; Sie haben jetzt Orientierung. Und so ist es auch mit der Dunkelheit in unserem Herzen. Der Lichtschalter ist Glaube, Hoffnung, Lebensfreude, Humor und so manches mehr, vor allem aber auch das Gebet, die Bitte um Führung aus einer scheinbar ausweglosen Situation und Dankbarkeit.
Sie fragen sich: „Dankbarkeit – wofür?“ oder „Dankbarkeit – in einer solchen schweren Situation?“ Es gibt vieles, was wir Menschen als Selbstverständlichkeit verstehen, ohne uns bewusst zu sein, welches Geschenk wir erhalten haben – zum Beispiel das Leben überhaupt! Es bedarf sicherlich ein bisschen Übung in unserer neuen Haltung, statt zu meckern und frustriert zu sein erst einmal zu beobachten und nachzusinnen, was uns mit jener schwierigen Situation wirklich geschenkt wurde … Es ist so, aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen bestätigen: Durch Dankbarkeit erscheint uns vieles in neuem Licht. Dankbarkeit öffnet unsere Herzen, wir nehmen den Alltag und unser Umfeld anders wahr. Wir spüren irgendwann oder ganz plötzlich die Weite und Intensität von Liebe, was sie bedeutet und was sie bewirkt. Sie öffnet uns für einen neuen Umgang mit uns selbst und mit der Welt.

Deshalb also nochmals: Meine Erfahrungen sind nicht Ihre Erfahrungen, meine Einsichten müssen nicht Ihre Einsichten werden. Sie erhalten auf Ihrem Lebensweg ganz sicher Ihre eigenen notwendigen Erkenntnisse geschenkt! Erst im Nachhinein wurde mir bewusst, dass ich meinen Lebensweg als Weg der Einweihung in wahre spirituelle Geheimnisse begreifen darf.

Wie das geschah? Das erfahren Sie beim Lesen meines Buches. Ich lade Sie herzlich dazu ein!


3 Mein Buch beginnt …

Ich bin eben aus dem beschützenden und inspirierenden Raum eines Klosters zurückgekehrt. Ein Seminar „Erkenne Deine Zeit“ ist ein Teil meines Prozesses, der mir so manche Frage beantworten und mich zu einem Einssein mit Christus führen sollte. In diesen wohltuenden Tagen ist mir klar geworden, was einer meiner himmlischen Aufträge ist: dieses Buch zu schreiben! So lese ich eben aus den Aufzeichnungen meines Tagebuches:

Während der vergangenen zehn Jahre habe ich oft den inneren Drang verspürt, meine Lebensgeschichte niederzuschreiben. Es ist aus den verschiedensten Gründen immer wieder gescheitert; innere Zweifel machten sich breit, ich fragte mich: Was soll ich schreiben? Gibt es etwas so Wichtiges in meinem Leben, was ich aufschreiben und mit der Öffentlichkeit teilen soll? Soll ich damit irgendwelche Lehrmeinungen verbinden oder gar philosophische Abhandlungen einbauen? Ist solches nicht schon genug in zahlreichen anderen Büchern getan worden? Welche Art von Buch soll es werden, eine Biografie, ein Lehrbuch oder eher ein Roman? Ich begann zu schreiben, mehrmals, und kam sogar in einen gewissen Schreibfluss. Dennoch war ich irgendwie nie so richtig zufrieden und überzeugt, dass es in dieser Art richtig war, was sich da ergab. Meine Perfektion war sicherlich ein Störfaktor und manches andere auch, zum Beispiel die Zeitfrage. Ein Buch zu schreiben braucht Zeit, innere Einstimmung, damit Ideen fließen können und zu Papier kommen. Meine tägliche Aufgabe war jedoch nicht nur, dieses Buch zu schreiben! Ich bin beruflich wie privat oft mit Beratung und Begleitung, mit der Fürsorge und Hilfe für Menschen in Notlagen und Krisen zugange – und das braucht genauso seine Zeit. Heute weiß ich: Die Zeit damals für das Buch war einfach noch nicht reif! Ich bin überzeugt, dass bei reifer Zeit alles fließt – Worte und Inhalt eines Buches, die Klarheit über Form und Gestaltung bis dahin, dass sich Türen öffnen, wo und wie das Buch verlegt wird.

Eine Zeit ist reif für eine Unternehmung, wenn sie durch ein klares inneres Gefühl angezeigt oder begleitet wird. Das geschieht nicht primär über den Verstand, erst viel später, sondern aus einer Intuition und dann schließlich aus einer Inspiration, die aus GOTT, der geistigen Heimat unseres Wahren Selbst, kommt und der Ausdruck ist unseres göttlichen Seins.
So verstanden, entsteht aus einer Idee ein göttlicher Auftrag und macht dann letztendlich in einer ganz anderen Weise Sinn!

***

Während meines Klosteraufenthaltes wurde ich an die vielschichtigen intensiven Erfahrungen meines Lebens erinnert. Sie hatten immer auch damit zu tun, dass ich in meinem Glauben und Vertrauen auf die Führung durch Christus bestätigt, unterstützt oder auch manchmal geprüft wurde.
Wenn es uns Menschen gut geht, wenn wir alles haben, es uns an nichts mangelt und wir gesund sind, ist es leicht zu glauben und zu vertrauen. Menschen vergessen, dass es ihnen dank einer höheren Führung so gut geht. Ich nenne sie die Gottgegenwart in allem. Treten jedoch Krisen oder schicksalhafte Begebenheiten ein, gerät unser Schiff sehr schnell ins Wanken. Was wir vorher scheinbar nicht brauchten, geschieht nun oft ganz schnell, nämlich die Anrufung des Himmels, ein Gebet oder der Weg in eine Kirche, um eine Kerze anzuzünden. Was vorher abgelehnt wurde, bekommt plötzlich einen tieferen, manchmal auch mystischen Sinn.
Krisen und Schicksalsschläge kommen oft Prüfungen gleich und sind lehrreich oder heilsam, weil sie uns neu justieren, uns zeigen, in welcher Spur wir unterwegs sind, ob wir weitergehen, ob wir umkehren oder andere Wege neu gehen sollen.

Diesmal spüre ich diesen inneren göttlichen Auftrag! Der Inhalt des Buches soll sich auf meine Erlebnisse und Erfahrungen auf dem Weg mit Christus beziehen und zeigen, wie durch schicksalhafte Begebenheiten das Erlernen von Glaube und Vertrauen in die Führung Christi und die Gottgegenwart in allem möglich ist.
„Wer oder was ist Gott? Wie wirkt der Heilige Geist? Wie erfährt sich überhaupt die Heilige Dreieinigkeit? Was ist Kirche, was will Kirche?“ – solche und andere Themen sind schon seit meiner Jugendzeit Fragen, die meine innere Welt beweg(t)en, worüber ich nachsann und nachsinne, oft genug rebellisch hinterfrag(t)e. In all den Jahren erhielt ich Antworten, erst spärlich, oft im Außen durch andere Menschen, später durch intensive Erlebnisse, die nicht immer schmerzfrei waren, und durch Eingebungen. Sie eröffneten mir Stück für Stück geistige Wahrheiten. Mit Erweiterung meines Bewusstseins erweiterte sich auch die Tiefe der geistigen Wahrheiten; ich lernte sie besser zu verstehen und auszudrücken.

Diese Thematik behandle ich also in meinem Buch „Mein Weg mit Christus – ein Weg der Einweihung“. Ich teile mit Ihnen meinen Ent-Wicklungs-Weg. Meine Schreibweise für Entwicklungsweg wähle ich ganz bewusst so, da sie klar macht, dass der Weg der Einweihung auch ein Weg ist, sich aus seinen vielen menschlichen Verwicklungen zu befreien.
Zum einen erzähle ich meine Lebensgeschichte und zum anderen werde ich gleichzeitig auf geistige Wahrheiten, wie sie mir gegeben wurden, hinweisen, und ich werde meine Erkenntnisse aus Meditationen mit Ihnen teilen. Vielleicht werden Sie Ähnlichkeiten in Ihrem Lebensweg erkennen, vielleicht gibt es für Sie ganz andere Wahrheiten? Dann lassen Sie sich nicht beirren; nehmen Sie das an, was für Sie im Moment annehmbar ist. Meine Erfahrung ist, dass das Bewusstsein sich ändert, sich erweitert und wir gleiche Thematiken in späteren Zeiten ganz anders, nochmals weiter und offener verstehen können als im Moment. Es liegt nicht an den „Wahrheiten“, sie bleiben dieselben, doch das Verstehen von Wahrheiten, das Erkennen der Essenz verändert sich. Es ist, als ob wir tiefer schürfen und erst dann die Edelsteine entdecken. Die Erweiterung unseres Bewusstseins hat mit Reifung zu tun.

Im Vergleich zu früher spüre ich jetzt diesen inneren Auftrag, mein Buch zu schreiben, als Hingabe an den Willen Gottes. Ereignisse im Leben eines jeden Menschen geschehen nicht per Zufall, sondern per Zu-Fall. Sie verstehen den Unterschied? Er liegt in der Betonung! Alles, was uns geschieht, ist uns zugefallen, warum auch immer; das ist bei jedem sicherlich unterschiedlich.

So ist mir im Klosterladen ein Buch von Thich Nhat Hanh „Du bist ein Geschenk für die Welt“ in die Hände gefallen. Jeden Tag habe ich mir durch zufälliges Öffnen des Buches einen wichtigen Text daraus schenken lassen.

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 254
ISBN: 978-3-95840-307-9
Erscheinungsdatum: 17.01.2017
EUR 22,90
EUR 13,99

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