Mein Tanz-Leben – bis jetzt
EUR 18,90
Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 110
ISBN: 978-3-7116-1076-8
Erscheinungsdatum: 14.01.2026
In ihrem ersten Buch nimmt Vanessa Jean Tanzbegeisterte mit auf ihre spannende Reise: Erlebnisse auf und neben der Bühne, inspirierende Events, persönliche Gedanken – ein mitreißender Einblick in eine Leidenschaft, die weiterlebt.
Vorwort
Bevor ich vom Tanzen in meinem Leben erzähle, fange ich mit meiner Idee vom Buchschreiben an. Das ist ein Plan, den ich schon seit längerer Zeit im Kopf hatte. Das Problem war bis jetzt nur, dass ich nie genau wusste, worüber ich schreiben sollte. Wenn ich dann mal die eine oder andere Idee hatte, habe ich mich klein gemacht und mich gefragt, ob die Leute das, worüber ich denn schreiben würde, auch spannend und interessant finden würden. Meine Gedanken waren dann meistens die gleichen: „Wer interessiert sich schon für ein Buch von mir oder über mich? Wer bin ich denn, ein Buch zu schreiben? Mein Leben und meine Geschichten sind doch gar nicht interessant …“ Ich wusste daneben auch nicht, ob ich genug Ideen zum Thema hätte, dass es für ein Buch reichen würde und ich nicht nur einige Seiten füllen würde. Und deshalb habe ich diesen Gedanken sehr lange verdrängt und zwischenzeitlich auch vergessen. Doch vor einiger Zeit ist diese Idee wieder aufgetaucht und sie hat mich nicht mehr in Ruhe gelassen. Es war aber noch immer so, dass ich nicht wusste, worüber ich schreiben soll.
Ich habe schon sehr früh angefangen, mich für Bücher zu interessieren, das liebte ich mehr als zum Beispiel mit Puppen zu spielen. Ich mochte es, Abenteuerbücher zu lesen wie zum Beispiel „Hanni und Nanni“ oder Pferdebücher, … Das Interesse am Lesen ist bestehen geblieben und ich habe mich für Liebesromane interessiert und später auch für Bücher zu verschiedenen Themen (Tanzen, Biografien, …). Ich habe mir in meinem Zuhause sogar ein Zimmer als Bücher- und Hobbyraum eingerichtet, wo sich sehr viele Bücher befinden und wo ich mich sehr gerne zum Lesen zurückziehe.
Ich war und bin immer noch begeistert davon, wie einige Menschen die Gabe besitzen, die Dinge so interessant und wortgewandt zu schreiben und zu beschreiben und den Leser somit in den Bann ziehen, dass dieser nicht mehr mit dem Lesen aufhören kann, bis er das Buch durchgelesen hat. Und die Ideen, die verschiedene sich einfallen lassen, und die Verstrickungen, die während der Geschichte passieren, um dann ungeahnte Wendungen zu erleben. Ich liebe es einfach.
Ich habe früher mit niemandem über meine Idee, ein Buch zu schreiben, geredet, da es für mich nicht wichtig genug war, um als Idee nach außen getragen zu werden. Ich bin auch eher die Person, die Ideen und Gedanken erst mal für sich behält und lange überlegt, wie es laufen kann, bevor ich es anderen erzähle. Ich habe die Angst, es nicht zu schaffen, und der Gedanke an die Enttäuschung ist dann zu groß, um es mit jemandem zu teilen. Andererseits habe ich auch Angst vor der Reaktion der Menschen. Es ist, als ob man einen Teil von sich in die Welt hinausgehen lässt und sich somit den Menschen offen zeigt. Damit macht man sich dann auch verwundbar und man kann verletzt werden. Doch irgendetwas in mir wollte doch, dass ich ein Buch schreibe und dass diese Geschichte in die Welt geht.
Die Idee vom Inhalt habe ich dann im Jahr 2023 in einer Sitzung bei meiner Life-Coach Sonja bekommen. Ich hatte schon eine Ahnung, dass ich vom Tanzen schreiben könnte, doch erst in der Sitzung wurde es klar und deutlich. Dort habe ich auch verstanden, dass ich einige Leute mit meinem Buch erreichen und eventuell inspirieren kann, und das war Grund genug für mich, um damit anzufangen.
Es geht aber nicht nur um die anderen Menschen, die mein Buch lesen und das eventuell als Inspiration für ihr eigenes Leben sehen, es geht auch um mich, die das Bedürfnis hat, mein Tanzleben aufzuschreiben und festzuhalten.
An die Idee, einen Roman zu schreiben, habe ich mich bis jetzt noch nicht rangetraut. Auch wenn ich sie so gerne lese und begeistert davon bin, ist das für mich nicht die vorrangige Option für mein erstes Buch. Deshalb gefiel mir das mit dem Schreiben von meinen Tanzerfahrungen schon sehr gut.
Auch als die Idee dann geboren war und ich motiviert war, hat es noch etwas Zeit gebraucht, bis sich das Buch gefüllt hat. Ich habe meine verschiedenen Tanzerlebnisse zwar gleich aufgeschrieben, doch erst nach und nach kamen Feinheiten, Details, an die ich mich nur nach und nach wieder erinnert habe. Es war schön, diese Zeitreise zu unternehmen und zu sehen, was ich aber schon alles erlebt habe durch das Tanzen. Verschiedene Erlebnisse sieht man im Nachhinein anders als in dem Moment selbst, aber diese Erlebnisse bringen einen dorthin, wo man sich gerade befindet. Ich hatte auf meinem bisherigen Weg viele Menschen um mich und bin unterwegs noch weiteren Menschen begegnet, die mich auf meinem Tanzweg begleitet, mich unterstützt und wertgeschätzt haben. Die mir Mut gemacht haben, was das Tanzen angeht. Die mir Türen zu neuen Tanzerfahrungen geöffnet haben. Die mich vielleicht auch belächelt oder sogar ausgelacht haben und mein Tanzen nicht ernst genommen haben.
Das Buchschreiben war also für mich eine Art Verarbeitung und ich bin froh darüber, mein Tanzleben, oder besser gesagt das, was ich bis jetzt tänzerisch erlebt habe, niedergeschrieben zu haben.
Ich bin dankbar, diesen Schritt endlich gemacht zu haben. Vielleicht hat es auch so lange dauern müssen, bis das Buch rauskommt, weil jetzt der richtige Zeitpunkt für das Erscheinen ist.
Und nun hältst du das Resultat in deinen Händen. Es war ein längerer Weg, doch ich habe nicht aufgegeben und bin ihn jetzt schlussendlich gegangen, worüber ich sehr froh bin.
Ich wünsche dir viel Spaß in der Zeitkapsel meines Tanzlebens, drehe gerne eine Runde mit mir und lasse dich inspirieren.
In meinen jungen Jahren
Ich wusste schon von klein auf, dass ich mich gerne bewege, allgemein, aber auch zur Musik. Ich war schon als Kleinkind immer auf den Beinen, ich konnte nicht ruhig irgendwo sitzen bleiben. Meinetwegen wurden alle Stühle aus der Küche genommen, damit ich nicht dauernd auf Stühle und Tische klettere, und ein kleiner Zaun konnte mich nicht vor der Freiheit stoppen, denn ich kletterte dann einfach drüber. Ich war also schon sehr früh eine Abenteuerin und ich liebe das Reisen immer noch sehr. Das ist neben dem Tanzen noch eine weitere Leidenschaft von mir.
Ich habe es aber auch schon immer geliebt, auf Musik zu tanzen. Ich stamme aus einer musikalischen Familie seitens meiner Mutter. Wir haben bei meinen Großeltern viel Musik gehört und im Wohnzimmer getanzt. Mein Opa hat Klavier, Akkordeon und Mundharmonika gespielt und war Dirigent im Kirchenchor, meine Oma war Sängerin im Kirchenchor und man hat sie auch den ganzen Tag im Haus singen gehört. Ihr Gesang oder Summen war immer das schönste Hintergrundgeräusch in ihrem Haus und man wusste dann immer, wo sie sich aufhielt. In diesem Kirchenchor war ich als Grundschulkind auch aktiv.
Mein Onkel Alain, der leider, wie meine Großeltern auch, nicht mehr unter uns ist, hat Gitarre gespielt. In der Zeit, als wir als Kinder oft zu unseren Großeltern gegangen sind, hat er sein Studium in Karlsruhe gemacht als Geologe und wir haben ihn nicht so oft gesehen. Aber wenn er zu Hause war, hat er viel mit uns gespielt und ich sehe ihn immer noch mit seiner Gitarre im Wohnzimmer sitzen und uns Lieder vorsingen. Wir sangen die Lieder mit, die wir kannten, oder er hat uns neue beigebracht.
Bei uns zu Hause lief auch dauernd Musik, sei es aus dem Radio oder aus dem Plattenspieler. Ich hatte manchmal die Aufgabe von meinem Vater erhalten, die Platten auf dem Spieler zu wechseln. Was für eine Spannung das für mich war, die Nadel richtig auf die Platte draufzusetzen, ohne dass diese zerkratzt wurde und die Musik dann reibungslos laufen konnte. Und dann wurde auch dort im Wohnzimmer getanzt und mitgesungen.
Ich weiß noch, als meine Geschwister und ich unseren ersten CD-Player bekommen hatten, und zwar von unserer Großtante Anna zu Weihnachten. (Bei ihr stand übrigens auch ein Klavier im Wohnzimmer.) Wir hatten uns so sehr darüber gefreut, und die erste CD, die wir hatten, war das Album „One Love“ von Dr. Alban. Das sollte nur der Anfang unserer CD-Sammlung sein. Und der CD-Player war ab dem Moment im Dauereinsatz bei uns. Wir waren glücklich darüber, unsere CDs hören zu können, anstatt den vorgegebenen Liedern, die im Radio liefen.
Ich ging auch manchmal zu unserer Großtante Josette in die Ferien. Und da erinnere ich mich daran, dass sie in ihrer kleinen Wohnung ein Klavier stehen hatte, das sie gerne spielte. Ich hörte ihr gerne zu beim Spielen. Bei ihr habe ich auch zum ersten Mal klassische Musik gehört und fand diesen Stil anders, aber interessant. Er war ruhiger als die Musikstile, die ich kannte, und hier hörte ich nur zu, ohne zu tanzen.
Wir hatten das große Glück, in einem gut gelegenen Haus zu wohnen. Wir hatten keinen direkten Nachbarn, wohnten nicht an einer gefährlichen Straße und eine große Wiese hinter dem Haus hatten wir auch. Auf dieser Wiese haben wir uns sehr oft aufgehalten, wenn das Wetter es zugelassen hat. Und es hat auch viele Kinder aus der Umgebung dorthin gezogen. Ich kann mich daran erinnern, dass wir fast jedes Mal, wenn wir draußen waren, den CD-Player mit rausgenommen haben. Dann wurde die Verlängerung vom Hausflur über die Treppe nach draußen gelegt und der CD-Player wurde angeschlossen. Entweder wurde dann Party gemacht, wo wir zu der Musik tanzten und sangen, oder die Musik lief während des Spielens im Hintergrund. Ich denke so gerne an diese Zeit zurück und bin unendlich dankbar, diese Möglichkeit und so einen schönen Platz zum Austoben und Bewegen als Kind gehabt zu haben.
Im Fernsehen liebte ich es in den 90ern, die Miniplaybackshow mit Marijke Amado zu schauen, was wöchentlich bei RTL ausgestrahlt wurde. Diese Zauberkugel hatte mich von Anfang an fasziniert, und wie toll die Kinder nachher aussahen. Das war so schön umgesetzt, und ich hätte am liebsten auch gleich da mitgemacht. Jetzt, wo ich das hier aufschreibe, kommt mir auch gleich das Lied davon in den Kopf: „Kinder kommen ganz groß raus in der Miniplaybackshow …“
Meine Cousins und Cousinen väterlicherseits lebten in Belgien und einige Cousinen durften einmal bei der belgischen Version der Miniplaybackshow mitmachen. Ich habe erst danach davon erzählt bekommen, wie das alles ablief, worauf sie getanzt und Playback gemacht haben. Ich war von diesen Erzählungen begeistert und hätte am liebsten auch da mitgemacht. Wenn ich mich noch recht erinnere, war es das Lied „Chanson populaire (ça s’en va et ça revient)“ von Claude François. Und ich kann mich an ein Familienfest mit der Familie meines Vaters erinnern, wo meine Cousinen mir den Tanz beigebracht haben und ich mit ihnen den Tanz vor der Familie aufgeführt habe. Ich habe das Lied jetzt während des Schreibens gesucht und in dem Moment, wo ich es mir anhöre, kommen vereinzelte, kleine Choreos davon zurück in meinen Kopf. Wahnsinn …
Ein großes Ereignis für mich, das ich als Kind erlebt habe, war die Löwenverleihung in der Westfalenhalle in Dortmund. Da ging es jetzt nicht direkt ums Tanzen, sondern um Musikgruppen. Auf dieser Veranstaltung bekamen nämlich bekannte Musikgruppen und Sänger den „Goldenen Löwen“ als Preis, und verschiedene sind auch da aufgetreten. Meine Mutter hat mich zweimal dorthin mitgenommen. Wir sind mit einer Gruppe von Bekannten meiner Mutter mit dem Bus dorthin gefahren, das war schon ein Erlebnis. Ich fand diese Veranstaltung großartig und habe unter anderem Dr. Alban, die Kelly Family, … auftreten sehen. Ich habe es damals schon geliebt, wie Künstler sich auf der Bühne präsentierten und was alles mit Kostüm, Bühnenbild und Licht möglich war.
Mein damaliger Nachbar und Schulfreund war auch mit dabei. Wir waren beim ersten Ausflug zur Löwenverleihung die einzigen Kinder in dieser Gruppe. Wir beide entschlossen kurze Zeit später, als wir uns mit Kollegen bei ihm zu Hause trafen, eine eigene Show zu machen. Die Jungs haben sich zusammengetan, um einen Tanz für das Playback zu einem Lied zu erfinden, und wir Mädchen haben das auch gemacht. Ich weiß heute noch, dass wir auf das Lied „Give it up“ von Cut ’N’ Move getanzt haben.
Einmal wollte ich mit meinem Schulfreund bei einer Mini-Playback-Show mitmachen. Wir hatten uns für das Lied „Fading like a flower (Every time you leave)“ von Roxette entschieden. Dafür hatten wir uns auch schon einige Male bei uns getroffen, um das Ganze einzustudieren. Meine Mutter hat mir geholfen, den englischen Text, den ich damals noch nicht verstanden habe und noch nicht richtig entziffern konnte, in Englisch auszusprechen. Leider wurde aus unserem Auftritt nichts, da wir genau in der Zeit, als die Show stattfand, unseren Jahresausflug mit der Schulklasse unternommen hatten. Und danach kam keine passende Gelegenheit mehr, das zu machen. Ich frage mich gerade, warum wir es nicht noch einmal im darauffolgenden Jahr versucht haben …
Anfangs war mir nicht bewusst, wie viel das Tanzen mir bedeuten würde. Tanzen war für mich eine Freizeitbeschäftigung zu Hause. Ich habe mir zu Hause unter anderem ein spezielles Outfit aus einem Rock und einem Top zusammengewürfelt und habe die Posen von Cyndi Laupers Single-Platte „Girls just wanna have fun“ nachgemacht und auf ihr Lied getanzt.
Ich konnte nie genug Musik hören. Außer wenn es ums Lernen ging, dann musste es ruhig sein, keine Musik. Während dieser Zeit vertrug ich keine Hintergrundgeräusche, damit ich mich besser konzentrieren konnte. Eigentlich komisch, oder? Wahrscheinlich wäre ich sonst immer wieder aufgesprungen, um auf das Lied zu tanzen …
Erstmals suchte ich mir Hobbys aus, die mit Bewegung im Allgemeinen oder Musik zu tun hatten. Ich bin in meiner Grundschulzeit in die Musikschule gegangen, habe Klavier-, Geigen- und Hornunterricht genommen, doch diese Instrumente spiele ich seitdem nicht mehr. Ich hatte während dieser Zeit Spaß daran, doch war das nicht DAS Hobby für mich. Ich hatte bei den Instrumenten auch nie die Geduld, eine Sache nach der anderen zu lernen. Es ging mir nicht schnell genug, das Instrument gut spielen zu können. Und dann war die Lust nach einiger Zeit wieder weg.
Ich habe es später dann auch noch einmal mit der Bassgitarre versucht. Doch da lief es wieder genauso ab. Ich war anfangs motiviert, das Instrument zu lernen. Ich habe mir einige Songs ausgesucht, auf denen ich dann den Teil der Bassgitarre spielen lernte. Für einige Male fand ich es auch interessant, doch als die Zeit der Examen näher rückte, fühlte ich mich nicht mehr so wohl. Mit der Zeit wurde es dann wieder langweilig für mich, da ich es nicht schnell genug beherrschte, und dann habe ich, so wie mit den vorigen Instrumenten, damit aufgehört.
Bevor ich vom Tanzen in meinem Leben erzähle, fange ich mit meiner Idee vom Buchschreiben an. Das ist ein Plan, den ich schon seit längerer Zeit im Kopf hatte. Das Problem war bis jetzt nur, dass ich nie genau wusste, worüber ich schreiben sollte. Wenn ich dann mal die eine oder andere Idee hatte, habe ich mich klein gemacht und mich gefragt, ob die Leute das, worüber ich denn schreiben würde, auch spannend und interessant finden würden. Meine Gedanken waren dann meistens die gleichen: „Wer interessiert sich schon für ein Buch von mir oder über mich? Wer bin ich denn, ein Buch zu schreiben? Mein Leben und meine Geschichten sind doch gar nicht interessant …“ Ich wusste daneben auch nicht, ob ich genug Ideen zum Thema hätte, dass es für ein Buch reichen würde und ich nicht nur einige Seiten füllen würde. Und deshalb habe ich diesen Gedanken sehr lange verdrängt und zwischenzeitlich auch vergessen. Doch vor einiger Zeit ist diese Idee wieder aufgetaucht und sie hat mich nicht mehr in Ruhe gelassen. Es war aber noch immer so, dass ich nicht wusste, worüber ich schreiben soll.
Ich habe schon sehr früh angefangen, mich für Bücher zu interessieren, das liebte ich mehr als zum Beispiel mit Puppen zu spielen. Ich mochte es, Abenteuerbücher zu lesen wie zum Beispiel „Hanni und Nanni“ oder Pferdebücher, … Das Interesse am Lesen ist bestehen geblieben und ich habe mich für Liebesromane interessiert und später auch für Bücher zu verschiedenen Themen (Tanzen, Biografien, …). Ich habe mir in meinem Zuhause sogar ein Zimmer als Bücher- und Hobbyraum eingerichtet, wo sich sehr viele Bücher befinden und wo ich mich sehr gerne zum Lesen zurückziehe.
Ich war und bin immer noch begeistert davon, wie einige Menschen die Gabe besitzen, die Dinge so interessant und wortgewandt zu schreiben und zu beschreiben und den Leser somit in den Bann ziehen, dass dieser nicht mehr mit dem Lesen aufhören kann, bis er das Buch durchgelesen hat. Und die Ideen, die verschiedene sich einfallen lassen, und die Verstrickungen, die während der Geschichte passieren, um dann ungeahnte Wendungen zu erleben. Ich liebe es einfach.
Ich habe früher mit niemandem über meine Idee, ein Buch zu schreiben, geredet, da es für mich nicht wichtig genug war, um als Idee nach außen getragen zu werden. Ich bin auch eher die Person, die Ideen und Gedanken erst mal für sich behält und lange überlegt, wie es laufen kann, bevor ich es anderen erzähle. Ich habe die Angst, es nicht zu schaffen, und der Gedanke an die Enttäuschung ist dann zu groß, um es mit jemandem zu teilen. Andererseits habe ich auch Angst vor der Reaktion der Menschen. Es ist, als ob man einen Teil von sich in die Welt hinausgehen lässt und sich somit den Menschen offen zeigt. Damit macht man sich dann auch verwundbar und man kann verletzt werden. Doch irgendetwas in mir wollte doch, dass ich ein Buch schreibe und dass diese Geschichte in die Welt geht.
Die Idee vom Inhalt habe ich dann im Jahr 2023 in einer Sitzung bei meiner Life-Coach Sonja bekommen. Ich hatte schon eine Ahnung, dass ich vom Tanzen schreiben könnte, doch erst in der Sitzung wurde es klar und deutlich. Dort habe ich auch verstanden, dass ich einige Leute mit meinem Buch erreichen und eventuell inspirieren kann, und das war Grund genug für mich, um damit anzufangen.
Es geht aber nicht nur um die anderen Menschen, die mein Buch lesen und das eventuell als Inspiration für ihr eigenes Leben sehen, es geht auch um mich, die das Bedürfnis hat, mein Tanzleben aufzuschreiben und festzuhalten.
An die Idee, einen Roman zu schreiben, habe ich mich bis jetzt noch nicht rangetraut. Auch wenn ich sie so gerne lese und begeistert davon bin, ist das für mich nicht die vorrangige Option für mein erstes Buch. Deshalb gefiel mir das mit dem Schreiben von meinen Tanzerfahrungen schon sehr gut.
Auch als die Idee dann geboren war und ich motiviert war, hat es noch etwas Zeit gebraucht, bis sich das Buch gefüllt hat. Ich habe meine verschiedenen Tanzerlebnisse zwar gleich aufgeschrieben, doch erst nach und nach kamen Feinheiten, Details, an die ich mich nur nach und nach wieder erinnert habe. Es war schön, diese Zeitreise zu unternehmen und zu sehen, was ich aber schon alles erlebt habe durch das Tanzen. Verschiedene Erlebnisse sieht man im Nachhinein anders als in dem Moment selbst, aber diese Erlebnisse bringen einen dorthin, wo man sich gerade befindet. Ich hatte auf meinem bisherigen Weg viele Menschen um mich und bin unterwegs noch weiteren Menschen begegnet, die mich auf meinem Tanzweg begleitet, mich unterstützt und wertgeschätzt haben. Die mir Mut gemacht haben, was das Tanzen angeht. Die mir Türen zu neuen Tanzerfahrungen geöffnet haben. Die mich vielleicht auch belächelt oder sogar ausgelacht haben und mein Tanzen nicht ernst genommen haben.
Das Buchschreiben war also für mich eine Art Verarbeitung und ich bin froh darüber, mein Tanzleben, oder besser gesagt das, was ich bis jetzt tänzerisch erlebt habe, niedergeschrieben zu haben.
Ich bin dankbar, diesen Schritt endlich gemacht zu haben. Vielleicht hat es auch so lange dauern müssen, bis das Buch rauskommt, weil jetzt der richtige Zeitpunkt für das Erscheinen ist.
Und nun hältst du das Resultat in deinen Händen. Es war ein längerer Weg, doch ich habe nicht aufgegeben und bin ihn jetzt schlussendlich gegangen, worüber ich sehr froh bin.
Ich wünsche dir viel Spaß in der Zeitkapsel meines Tanzlebens, drehe gerne eine Runde mit mir und lasse dich inspirieren.
In meinen jungen Jahren
Ich wusste schon von klein auf, dass ich mich gerne bewege, allgemein, aber auch zur Musik. Ich war schon als Kleinkind immer auf den Beinen, ich konnte nicht ruhig irgendwo sitzen bleiben. Meinetwegen wurden alle Stühle aus der Küche genommen, damit ich nicht dauernd auf Stühle und Tische klettere, und ein kleiner Zaun konnte mich nicht vor der Freiheit stoppen, denn ich kletterte dann einfach drüber. Ich war also schon sehr früh eine Abenteuerin und ich liebe das Reisen immer noch sehr. Das ist neben dem Tanzen noch eine weitere Leidenschaft von mir.
Ich habe es aber auch schon immer geliebt, auf Musik zu tanzen. Ich stamme aus einer musikalischen Familie seitens meiner Mutter. Wir haben bei meinen Großeltern viel Musik gehört und im Wohnzimmer getanzt. Mein Opa hat Klavier, Akkordeon und Mundharmonika gespielt und war Dirigent im Kirchenchor, meine Oma war Sängerin im Kirchenchor und man hat sie auch den ganzen Tag im Haus singen gehört. Ihr Gesang oder Summen war immer das schönste Hintergrundgeräusch in ihrem Haus und man wusste dann immer, wo sie sich aufhielt. In diesem Kirchenchor war ich als Grundschulkind auch aktiv.
Mein Onkel Alain, der leider, wie meine Großeltern auch, nicht mehr unter uns ist, hat Gitarre gespielt. In der Zeit, als wir als Kinder oft zu unseren Großeltern gegangen sind, hat er sein Studium in Karlsruhe gemacht als Geologe und wir haben ihn nicht so oft gesehen. Aber wenn er zu Hause war, hat er viel mit uns gespielt und ich sehe ihn immer noch mit seiner Gitarre im Wohnzimmer sitzen und uns Lieder vorsingen. Wir sangen die Lieder mit, die wir kannten, oder er hat uns neue beigebracht.
Bei uns zu Hause lief auch dauernd Musik, sei es aus dem Radio oder aus dem Plattenspieler. Ich hatte manchmal die Aufgabe von meinem Vater erhalten, die Platten auf dem Spieler zu wechseln. Was für eine Spannung das für mich war, die Nadel richtig auf die Platte draufzusetzen, ohne dass diese zerkratzt wurde und die Musik dann reibungslos laufen konnte. Und dann wurde auch dort im Wohnzimmer getanzt und mitgesungen.
Ich weiß noch, als meine Geschwister und ich unseren ersten CD-Player bekommen hatten, und zwar von unserer Großtante Anna zu Weihnachten. (Bei ihr stand übrigens auch ein Klavier im Wohnzimmer.) Wir hatten uns so sehr darüber gefreut, und die erste CD, die wir hatten, war das Album „One Love“ von Dr. Alban. Das sollte nur der Anfang unserer CD-Sammlung sein. Und der CD-Player war ab dem Moment im Dauereinsatz bei uns. Wir waren glücklich darüber, unsere CDs hören zu können, anstatt den vorgegebenen Liedern, die im Radio liefen.
Ich ging auch manchmal zu unserer Großtante Josette in die Ferien. Und da erinnere ich mich daran, dass sie in ihrer kleinen Wohnung ein Klavier stehen hatte, das sie gerne spielte. Ich hörte ihr gerne zu beim Spielen. Bei ihr habe ich auch zum ersten Mal klassische Musik gehört und fand diesen Stil anders, aber interessant. Er war ruhiger als die Musikstile, die ich kannte, und hier hörte ich nur zu, ohne zu tanzen.
Wir hatten das große Glück, in einem gut gelegenen Haus zu wohnen. Wir hatten keinen direkten Nachbarn, wohnten nicht an einer gefährlichen Straße und eine große Wiese hinter dem Haus hatten wir auch. Auf dieser Wiese haben wir uns sehr oft aufgehalten, wenn das Wetter es zugelassen hat. Und es hat auch viele Kinder aus der Umgebung dorthin gezogen. Ich kann mich daran erinnern, dass wir fast jedes Mal, wenn wir draußen waren, den CD-Player mit rausgenommen haben. Dann wurde die Verlängerung vom Hausflur über die Treppe nach draußen gelegt und der CD-Player wurde angeschlossen. Entweder wurde dann Party gemacht, wo wir zu der Musik tanzten und sangen, oder die Musik lief während des Spielens im Hintergrund. Ich denke so gerne an diese Zeit zurück und bin unendlich dankbar, diese Möglichkeit und so einen schönen Platz zum Austoben und Bewegen als Kind gehabt zu haben.
Im Fernsehen liebte ich es in den 90ern, die Miniplaybackshow mit Marijke Amado zu schauen, was wöchentlich bei RTL ausgestrahlt wurde. Diese Zauberkugel hatte mich von Anfang an fasziniert, und wie toll die Kinder nachher aussahen. Das war so schön umgesetzt, und ich hätte am liebsten auch gleich da mitgemacht. Jetzt, wo ich das hier aufschreibe, kommt mir auch gleich das Lied davon in den Kopf: „Kinder kommen ganz groß raus in der Miniplaybackshow …“
Meine Cousins und Cousinen väterlicherseits lebten in Belgien und einige Cousinen durften einmal bei der belgischen Version der Miniplaybackshow mitmachen. Ich habe erst danach davon erzählt bekommen, wie das alles ablief, worauf sie getanzt und Playback gemacht haben. Ich war von diesen Erzählungen begeistert und hätte am liebsten auch da mitgemacht. Wenn ich mich noch recht erinnere, war es das Lied „Chanson populaire (ça s’en va et ça revient)“ von Claude François. Und ich kann mich an ein Familienfest mit der Familie meines Vaters erinnern, wo meine Cousinen mir den Tanz beigebracht haben und ich mit ihnen den Tanz vor der Familie aufgeführt habe. Ich habe das Lied jetzt während des Schreibens gesucht und in dem Moment, wo ich es mir anhöre, kommen vereinzelte, kleine Choreos davon zurück in meinen Kopf. Wahnsinn …
Ein großes Ereignis für mich, das ich als Kind erlebt habe, war die Löwenverleihung in der Westfalenhalle in Dortmund. Da ging es jetzt nicht direkt ums Tanzen, sondern um Musikgruppen. Auf dieser Veranstaltung bekamen nämlich bekannte Musikgruppen und Sänger den „Goldenen Löwen“ als Preis, und verschiedene sind auch da aufgetreten. Meine Mutter hat mich zweimal dorthin mitgenommen. Wir sind mit einer Gruppe von Bekannten meiner Mutter mit dem Bus dorthin gefahren, das war schon ein Erlebnis. Ich fand diese Veranstaltung großartig und habe unter anderem Dr. Alban, die Kelly Family, … auftreten sehen. Ich habe es damals schon geliebt, wie Künstler sich auf der Bühne präsentierten und was alles mit Kostüm, Bühnenbild und Licht möglich war.
Mein damaliger Nachbar und Schulfreund war auch mit dabei. Wir waren beim ersten Ausflug zur Löwenverleihung die einzigen Kinder in dieser Gruppe. Wir beide entschlossen kurze Zeit später, als wir uns mit Kollegen bei ihm zu Hause trafen, eine eigene Show zu machen. Die Jungs haben sich zusammengetan, um einen Tanz für das Playback zu einem Lied zu erfinden, und wir Mädchen haben das auch gemacht. Ich weiß heute noch, dass wir auf das Lied „Give it up“ von Cut ’N’ Move getanzt haben.
Einmal wollte ich mit meinem Schulfreund bei einer Mini-Playback-Show mitmachen. Wir hatten uns für das Lied „Fading like a flower (Every time you leave)“ von Roxette entschieden. Dafür hatten wir uns auch schon einige Male bei uns getroffen, um das Ganze einzustudieren. Meine Mutter hat mir geholfen, den englischen Text, den ich damals noch nicht verstanden habe und noch nicht richtig entziffern konnte, in Englisch auszusprechen. Leider wurde aus unserem Auftritt nichts, da wir genau in der Zeit, als die Show stattfand, unseren Jahresausflug mit der Schulklasse unternommen hatten. Und danach kam keine passende Gelegenheit mehr, das zu machen. Ich frage mich gerade, warum wir es nicht noch einmal im darauffolgenden Jahr versucht haben …
Anfangs war mir nicht bewusst, wie viel das Tanzen mir bedeuten würde. Tanzen war für mich eine Freizeitbeschäftigung zu Hause. Ich habe mir zu Hause unter anderem ein spezielles Outfit aus einem Rock und einem Top zusammengewürfelt und habe die Posen von Cyndi Laupers Single-Platte „Girls just wanna have fun“ nachgemacht und auf ihr Lied getanzt.
Ich konnte nie genug Musik hören. Außer wenn es ums Lernen ging, dann musste es ruhig sein, keine Musik. Während dieser Zeit vertrug ich keine Hintergrundgeräusche, damit ich mich besser konzentrieren konnte. Eigentlich komisch, oder? Wahrscheinlich wäre ich sonst immer wieder aufgesprungen, um auf das Lied zu tanzen …
Erstmals suchte ich mir Hobbys aus, die mit Bewegung im Allgemeinen oder Musik zu tun hatten. Ich bin in meiner Grundschulzeit in die Musikschule gegangen, habe Klavier-, Geigen- und Hornunterricht genommen, doch diese Instrumente spiele ich seitdem nicht mehr. Ich hatte während dieser Zeit Spaß daran, doch war das nicht DAS Hobby für mich. Ich hatte bei den Instrumenten auch nie die Geduld, eine Sache nach der anderen zu lernen. Es ging mir nicht schnell genug, das Instrument gut spielen zu können. Und dann war die Lust nach einiger Zeit wieder weg.
Ich habe es später dann auch noch einmal mit der Bassgitarre versucht. Doch da lief es wieder genauso ab. Ich war anfangs motiviert, das Instrument zu lernen. Ich habe mir einige Songs ausgesucht, auf denen ich dann den Teil der Bassgitarre spielen lernte. Für einige Male fand ich es auch interessant, doch als die Zeit der Examen näher rückte, fühlte ich mich nicht mehr so wohl. Mit der Zeit wurde es dann wieder langweilig für mich, da ich es nicht schnell genug beherrschte, und dann habe ich, so wie mit den vorigen Instrumenten, damit aufgehört.

