Cover: Goldstaub auf meiner Seele

Goldstaub auf meiner Seele


EUR 27,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 212
ISBN: 978-3-7116-0653-2
Erscheinungsdatum: 23.09.2026
„Goldstaub auf meiner Seele“ lädt dazu ein, Leben, Leid und Tod aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Myra Serafé Maas zeigt, wie Herausforderungen zu Schritten inneren Wachstums und bewusster Selbstbegegnung werden können.
Vorwort zum Buch von Annarita Müller-Ferranti

Auf Veränderung zu hoffen,
ohne selber etwas dafür zu tun,
ist wie am Bahnhof zu stehen und
auf ein Schiff zu warten.

Es gibt Menschen, die treten im richtigen Augenblick in dein Leben, um dich bei der Hand zu nehmen und dir den Weg zu zeigen, wie du zu dir selber findest. Menschen, die dich lehren, dir brauchbare Werkzeuge in die Hand legen und dich sanft auf deinem Weg begleiten. Menschen, die dich deine eigenen Fehler machen lassen und dir damit die Chance geben, am Leben zu wachsen. Menschen, die dir brauchbare Übungen und Anleitung geben, um selber zu erkennen, zu entscheiden und zu wachsen.

Anfang dieses Jahrhunderts hatte ich das große Glück, einem dieser Menschen, meiner wundervollen Lehrerin und geistigen Mutter Myra Sarafé Maas, zu begegnen. Mit den Seminaren und der Ausbildung als Transformations-Coach bei ihr hat sich mein Leben grundlegend geändert. Ich habe dank ihr und ihren einfachen, aber wirksamen Übungen in meine Mitte gefunden und meine Aufgaben in diesem Leben erkannt.

Ihr fundiertes Wissen um die einfachen Geheimnisse des Lebens und die zahlreichen Erkenntnisse, die damit einhergehen, haben mein Leben nicht nur bereichert, sondern sie haben mich auch befähigt, eine andere, ruhigere und besonnenere Sichtweise auf das Leben um mich herum wahrzunehmen.

Wie sagt Myra Sarafé Maas so wunderbar?

„Das Leben ist schön,
von einfach war nie die Rede!“

Dieses Buch soll auch den geneigten Lesern Werkzeuge in die Hand legen, damit auch ihr Leben reicher und erfüllter wird. Viel Vergnügen mit der Lektüre und den vielen Anregungen, die darin enthalten sind!

Mit großer Freude und Dankbarkeit
Annarita Müller-Ferranti
Transformations-Coach, Astrologin, Reiki-Meisterin



Du musst das Leben nicht verstehen

Du musst das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.
Und lass dir jeden Tag geschehen
so wie ein Kind im Weitergehen von jenem Wehen
sich viele Blüten schenken lässt.

Sie aufzusammeln und zu sparen.
Das kommt dem Kind nicht in den Sinn.
Es löst sie leise aus den Haaren,
drin sie so gern gefangen waren,
und hält den lieben jungen Jahren
nach neuen seine Hände hin.

Rainer Maria Rilke (1875–1926)



Das einzig Wichtige im Leben …

Das einzig Wichtige im Leben sind die
Spuren der Liebe,
die wir hinterlassen,
wenn wir gehen.

Albert Schweitzer (1875–1965)


Es gibt kein Problem,
das nicht auch ein Geschenk
für dich in Händen trüge.
Du suchst Probleme,
weil du ihre Geschenke
brauchst.

Richard Bach (*1936)



Die große Dankbarkeit

„Das Leben ist ein Traum, wenn wir sterben,
wachen wir auf.“
Marina Abramović (*1946)

Dieses Buch existierte schon so lange in meinem Kopf, wobei ich nie wirklich daran glaubte, überhaupt ein Buch schreiben zu können. Doch der Ursprung dieser Idee ist entstanden, als ich fünf Jahre war und ich dachte zu träumen. Doch es war kein Traum. Ich erwachte, und vor mir standen zwei weiße Gestalten. Jede von ihnen hielt ein Buch in den Händen. In dem Moment, als sie merkten, dass ich erwacht war und sie ansah, schauten sie von ihrem Buch weg und mich so liebevoll an, dass ich diesen Blick nie vergessen habe. Und dennoch hat es mich sehr erschreckt. Ich zog die Decke über meinen Kopf und hatte einfach nur Angst. Die Begegnung und dieses Bild aber sind mir geblieben. Erst in den 80er-Jahren, als ich mich auf den Weg des Herzens, auf den Weg der Spiritualität begeben hatte, ist mir die Begegnung mit den beiden weißen Gestalten wieder in den Sinn gekommen. Mir war jedoch nie der Gedanke gekommen, dass eine Botschaft für mich dahinterstecken könnte.

Ich entdeckte immer wieder innere Bilder als Wegweiser. Zurückblickend habe ich eine Kraft in vielen früheren Erlebnissen entdeckt, die mir in einigen Situationen meines Lebens half, an eine göttliche Führung zu glauben. Meine Erkenntnis daraus: dass wir alle ein kraftvolles, schlummerndes Potenzial in uns tragen. Wenn wir lernen, diese Kraftquelle zu erschließen, werden wir in der Lage sein, unser Leben mit all unseren Herausforderungen zu meistern.

Wenn wir das Leben und den Sinn dahinter verstehen, wird uns auch klar, dass uns gar nichts Schlimmes passieren kann, und tiefes Wissen steigt an die Oberfläche, dass das Leben es immer gut mit uns meint.

Mit diesem Buch möchte ich als Erstes meiner großen Dankbarkeit Ausdruck verleihen für meine beiden Söhne Thomas und Bernd, die auch Lehrer für mein Leben waren. Und auch für meinen Sohn Armin, der mit 22 Jahren starb und so großen Schmerz in mir aufbrach, den ich gar nicht leben konnte. Man kann diesen Schmerz zunächst gar nicht leben. Ich besaß zu der Zeit eine Diskothek „Feuerstein“ mit 200 Plätzen und einer separaten Bar mit Tanzfläche über einem Swimmingpool. Das war die Gelegenheit, mich abzulenken, um diesen Schmerz nicht spüren zu müssen und ihm aus dem Wege zu gehen. Heute blicke ich zurück und bin für alle meine schwierigen und schmerzhaften Situationen von Herzen dankbar. Ich habe gelernt, dass man dem Leben nicht ausweichen kann. Auch wenn wir manchmal den Weg des geringsten Widerstandes gehen möchten, alles holt uns wieder ein, was auf unserem Lebensweg als Plan angelegt ist. Deshalb ist die Zeit, in der wir leben, eine ganz besondere Zeit. Das war uns bereits bewusst, als wir geboren wurden. Es war unser Wunsch, all die Ereignisse zu erleben. Denn wir haben uns ganz freiwillig hineinbegeben in diesen Körper, in dieses Leben. Das haben wir natürlich vergessen, das mussten wir vergessen. Doch irgendwann werden wir wissen, warum wir hier sind. Diese Zeit hilft uns, wach zu werden. Wie sagt Buddha? „Ihr allesamt seid schlafende Götter.“ Daher ist das höchste Gebot unserer Zeit, wach zu werden. Und diese Zeit, so meine ich, die „Corona-Zeit“, über die ich noch einen speziellen Artikel schreiben werde.

Es ist mir ein großes Bedürfnis, alles, was ich erfahren habe und was meine Augen geöffnet und wach gemacht hat, für mich in meiner Art niederzuschreiben. Für meine Kinder, für all die Menschen, die mich in den letzten 30 Jahren begleitet haben und die mein Leben bereichert haben. Für alle, die mir halfen, mich selbst zu erkennen und überhaupt zu spüren. Denn das war in den ersten 30 Jahren meines Lebens nicht der Fall. Ich danke euch allen von ganzem Herzen. Ich konnte wachsen und mehr und mehr erkennen, dass das Leben das allergrößte Geschenk ist, ganz gleich, wie es verläuft. Denn auf einer anderen Ebene haben wir es so gewählt. Alle meine Herausforderungen, alle Erfahrungen, Misserfolge, Schicksalsschläge und Krankheiten haben mich wachsen und meine wahre Berufung finden lassen. Erst dadurch konnte ich erfahren und meinen Wissensdurst stillen; durch alle Weiterbildungen bin ich zur Ganzheitlichkeit und Spiritualität gekommen. Heute weiß ich, dass ich auf diesem Pfad weiterlaufe, und noch lange nicht am Ziel bin. Denn der Weg bleibt immer das Ziel! Ich weiß außerdem, dass aus allem etwas Großes entsteht, auch wenn wir es nicht greifen und begreifen können.

„Es ist unmöglich zu leben, ohne bei etwas zu scheitern. Es sei denn, man lebt vorsichtig, aber dann könnte man genauso gut gar nicht leben“
J.K. Rowling (*1965)

Dies hier soll kein Buch über mein Leben sein, sondern über das Leben selbst. Das so großartig ist, dass wir es mit unserem Verstand nicht fassen können, nur mit unserem Herzen, und auch dann nur, wenn wir unser Herz für das Leben öffnen. Wenn wir dem Leben vertrauen. Ein Leitspruch von mir ist: Das Leben ist immer für mich. Egal, wo es mich hinführt. „Und allein die Einstellung zum Leben bestimmt das Maß an Glück“, schreibt die Spruch – Autorin Ursula Kohaupt.

Ziele habe ich mir eigentlich nie gesetzt. Ich war immer nur auf dem Weg. Das Ziel, das man sich vorstellt, ist eigentlich unwichtig. Denn oftmals ist es so, dass ein Ziel niemals genau so eintrifft, wie man es sich vorgenommen hat. Manchmal kommt es auch ganz anders als erwartet, und dennoch ist es dann genau so wie es ist, passend. Durch solche Situationen und Entwicklungen habe ich erfahren, dass wir von der geistigen Welt so sehr begleitet und geführt werden, dass wir auf diese Weise auch unseren Lebensweg finden. Es ist wichtig, sich dem Leben anzuvertrauen. Denn entscheidend ist der Weg und jeden Augenblick auszukosten. Wenn wir zu sehr auf ein Ziel fixiert sind, verpassen wir das eigentliche, wahre und lebendige Leben, eben das Hier und Jetzt. Das kostbare Hier und Jetzt. Hätten wir gelernt, stets gegenwärtig zu sein, wäre jedes Ziel das richtige. Auch Scheitern kann dann sehr wertvoll sein, weil wir genau diese Erfahrung gebraucht haben.

Wir haben auf unserem Weg viele kleine, mittlere und große Zwischenschritte und Aufgaben zu erledigen und stoßen auf besondere Erfahrungen und Herausforderungen, die wir mit Geduld zu lösen haben. Konzentrieren wir uns zu sehr auf das Ziel, entgehen uns die schönen Dinge, die sich entlang unseres Weges befinden. Damit möchte ich nicht zum Ausdruck bringen, dass wir keinen Fokus auf unser Ziel benötigen – das Gegenteil ist der Fall. Wir wissen am besten, dass wir ohne Kompass nicht im richtigen Hafen landen werden. Das Ziel gibt uns nur die Richtung an. Ich weiß, dass der Weg das wahre Ziel ist. Diese Betrachtungsweise ist vor allem dann besonders wertvoll, wenn wir unser Ziel nicht erreichen. Anstatt enttäuscht zu sein über das Scheitern, haben wir doch den kompletten Weg genossen. Und genau darauf kommt es schließlich an.



IMPRESSIONEN

„ES GIBT KEINE FEHLER ODER MISSERFOLGE, NUR LEKTIONEN“, sagt uns der Autor und Coach Denis Waitley. Er will uns mit seiner Feststellung davon abbringen, vermeintlich misslungene Handlungen oder Entscheidungen zu bewerten. Er will uns mitteilen, dass jede Lektion, die uns das Leben bietet, nur dazu dient, dass wir lernen. Oft schmerzen solche (Lebens-) Stationen. Es ist uns oft peinlich, uns damit zu konfrontieren. Wir tendieren dazu, zu verdrängen und der Auseinandersetzung auszuweichen. Häufig macht es aber Sinn, das Geschehene in einen größeren Zusammenhang zu bringen.

„ALLES IM LEBEN IST EINE BRÜCKE – EIN WORT, EIN LÄCHELN, DAS WIR DEM ANDEREN SCHENKEN“, sagt der bosnische Literaturnobelpreisträger von 1961, Ivo Andrić. Das war seine menschenfreundliche Feststellung. Bei einer Brücke handelt es sich um etwas Gutes. Sie ermöglicht es, einen Fluss oder eine Krise zu überqueren, wo die Reise sonst zu Ende wäre. Doch wir fragen uns: Kann denn alles eine Brücke sein? Vielleicht sollten wir Andrićs Worte weniger als Befund auffassen und mehr als Handlungsaufforderung, unsere Worte und unser Tun so auszurichten, dass sie für andere zum Geschenk werden können.

WER SICH RÜHMT, NIEMALS GESTOLPERT ZU SEIN, HAT NIEMALS VERSUCHT, ZU GEHEN. Gehen und Stolpern. Leben und Straucheln. Das gehört zusammen. Nur wer sich bewegt und wer lebt, macht unweigerlich auch den einen oder anderen Fehltritt. Niemand ist moralisch im Recht, sich über jene zu erheben, die gestolpert, verletzt oder traumatisiert auf dem Boden liegen. Aus Angst, Fehler zu machen, trauen sich viele nicht, eigene Schritte zu gehen. Sie halten sich stur an sämtliche staatliche Regeln. Es ist kein Ruhmesblatt, so vorsichtig durchs Leben zu schleichen, dass man bloß nirgends aneckt. Auch durch Unterlassung können wir moralisch stolpern und uns an anderen versündigen.
…

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