Geschichte & Biografie

Fraktale Zeit

Matthias Alexander Pauqué

Fraktale Zeit

Faszinierende Einblicke in ein allgegenwärtiges Phänomen

Leseprobe:

Vorwort

Zeit – ein ruhig vor sich hin plätscherndes Kontinuum, das den neutralen Hintergrund für alle Vorgänge im Universum darstellt. So wird die Zeit herkömmlicherweise gesehen und verstanden. Daß es spürbare Zeitqualitäten gibt, liegt nach diesem allgemeinen Verständnis an vielerlei Dingen, nur nicht an der Zeit selbst.
In dem vorliegenden Buch vermittelt der Autor jedoch ein völlig anderes Bild. Er zeigt, daß Zeit eine Struktur besitzt, die quasi inhärent in ihr ist und damit für alle Vorgänge und Prozesse eine Rolle spielt. Diese Struktur läßt sich sogar mathematisch beschreiben und berechnen, sodaß man von einer Ordnung sprechen kann, die bislang nicht bekannt war und daher auch nicht beachtet wurde – zumindest in unserem Kulturkreis. Bei anderen Kulturen war das aber offensichtlich anders, wie der Autor am Beispiel der Mayas zeigt, die sehr wohl von dieser Struktur wußten und sie in ihrem Zeit- und Kalendersystem umsetzten.
Bei solchen allgemeinen und theoretischen Aussagen beläßt es der Autor aber keineswegs. Er zeigt vielmehr, welch tiefgreifende Schlußfolgerungen und Erkenntnisse sich gewinnen lassen, wenn man das Wissen über die fraktale Zeitstruktur auf die christliche und jüdische Zeitrechnung, sowie auf konkrete geschichtliche Vorgänge anwendet. Dies tut er anhand einer Detailanalyse des 30jährigen Krieges, des 7jährigen Krieges und der beiden Weltkriege. Er stellt dabei fest, daß die übliche Bewertung dieser Kriege nicht mit den errechneten Zeitstrukturen übereinstimmt. Außerdem zeigen diese Strukturen, daß diese Kriege in ihren Ursachen und Auswirkungen keineswegs einer so weit zurückliegenden abgeschlossenen Vergangenheit zuzuordnen sind, wie wir gemeinhin glauben. Vielmehr kristallisiert er mit mathematischer Präzision einen durchgehenden roten Faden heraus, der nicht nur bis in die heutige Zeit reicht, sondern dabei Themen von brennender Aktualität berührt und offenbar in den kommenden Jahren endlich seine Auflösung finden wird.
Diese Analyse ergibt ein ganz neues Verständnis für die gegenwärtige außergewöhnliche Zeitqualität und die Möglichkeiten und Potentiale, die sich für uns alle – und ganz besonders für die Deutschen – in den bevorstehenden Jahren eröffnen.
Das Buch stellt eine gut ausgewogene Mischung dar und bietet interessanten Stoff für verschiedene Leserkreise: für die naturwissenschaftlich Interessierten mit mathematischen Grundkenntnissen, wie auch für die mathematisch weniger Bewanderten, die vielleicht den einen oder anderen Absatz nur überfliegen werden, um dann jedoch tiefe, lohnende geschichtliche Einblicke erhalten und diese auch qualitativ nachvollziehen zu können.

Dr. Thomas Herb


Vorwort des Verfassers

Als Forscher ist man leicht verleitet, Ergebnisse im Sinne des Gewünschten zu interpretieren. Dieser Gefahr muß man sich bewußt sein und deshalb immer wieder ein paar Schritte zurücktreten, die Ergebnisse aus der Ferne betrachten und selbst Gegenpositionen einnehmen.
Besonders gilt dies, wenn man in einem Fach schreibt, in dem man nur zum Teil zuhause ist. In meinem Fall absolvierte ich zwar ein gutes Abitur in Mathematik und Physik. Auch ist mir bis heute meine Liebe zu diesem Themengebiet mit zahlreichen Kenntnissen und diesbezüglichen Fähigkeiten erhalten geblieben. Jedoch fehlt mir ein Hochschulstudium in diesen Fächern, was ich gelegentlich als Mangel empfunden habe, gerade wenn es um die Erforschung und das Nachvollziehen der Grundlagen der in diesem Buch verwendeten und beschriebenen Global-Scaling-Theorie geht.
Andererseits kann dies auch als Vorteil gesehen werden, da ich dadurch bestimmt andere Blickwinkel eingenommen habe. Die konventionelle Schulwissenschaft geht in vielen Bereichen über meines Erachtens wunderbare Zusammenhänge hinweg, weil sie nicht in ihr Weltbild passen. Zählt z. B. die 0 zu den geraden Zahlen, nur weil man dies so definiert? Was ist die 0 wirklich? Oder warum zählt man die 1 nicht zu den Primzahlen?
Diese Ignoranz ist kaum faßbar, stellt sie doch einen eklatanten Verstoß gegen das wissenschaftliche Grundprinzip der objektiven und freien Forschung dar. Jedoch kann dies erklären, warum nicht selten wichtige Erkenntnisse von Außenseitern gefunden werden und es Jahrzehnte braucht, bis diese Akzeptanz in der Wissenschaft gefunden haben. Häufig läßt sich die Haltung in der heutigen Schulwissenschaft finden, daß alle Kulturen, die vor uns gelebt haben, automatisch nicht so weit entwickelt sein konnten wie wir. Daß man beispielsweise bis heute nicht annähernd in der Lage ist, die in Ägypten stehenden Pyramiden exakt nachzubauen, wird einfach übergangen. Meines Erachtens sind wir keine besonders weit entwickelte Kultur und beginnen heute erst, viele Hinterlassenschaften unserer Vorgänger zu verstehen.
Das erinnert an die spirituelle Einsicht, daß man immer nur sich selbst in allem anderen sieht und sehen kann. Wie soll man eine mathematische Arbeit beurteilen können, wenn man die darin beschriebene Mathematik nicht verstehen kann? Für ein zweijähriges Kind ist ein tragbarer Computer einfach nur eine graue Platte, die man auseinanderklappen kann. Nicht im geringsten ahnt es, was damit erreicht werden kann. Wie soll man einen Jesus erkennen, wenn man nicht seinen Entwicklungsstand hat? Wenn Jesus heute während einer Messe in eine Kirche liefe und sagte: „Hallo ihr Lieben, hier bin ich. Nachdem ihr mich schon so lange anbetet, bin ich nun gekommen und wir können loslegen!“ Würden die heutigen Christen dann jubeln und sich freuen, oder würden sie den Mann als verrückten, überheblichen Scharlatan aus der Kirche werfen?

Immer wieder hatte ich Zweifel, ob meine Ergebnisse tatsächlich richtig sind und ob die Global-Scaling-Theorie an sich stimmt. Global Scaling ist bis heute in der westlichen wissenschaftlichen Fachwelt nicht anerkannt und vermutlich auch noch nicht Gegenstand der Untersuchung. Lediglich in Rußland, woher auch der überwiegende Teil der experimentellen Grundlagen der Theorie stammt, scheint man schon umfassend damit zu arbeiten. Dies stellt jedoch nur eine Vermutung dar, wenngleich diese nicht unbegründet ist: Der deutsche Naturwissenschaftler Hartmut Müller entwickelte die Global-Scaling-Theorie in den 1980er Jahren in der Umgebung der wissenschaftlichen Fachwelt Rußlands.
In meinem konkreten Fall war es die Menge an verblüffenden Übereinstimmungen, die ich finden konnte, die mich am Ball bleiben ließen. Sie gehen meiner Ansicht nach über eine versehentliche Übereinstimmung hinaus. Deshalb bin ich heute von der Richtigkeit der Global-Scaling-Theorie und der hier dargestellten Zeitanalyse überzeugt.
Die Zeit, um die es in diesem Buch in der Hauptsache geht, wird zeigen, ob ich richtig liege.

Meine Begeisterung für Mathematik und Physik liegt wahrscheinlich auch daran, daß ich ein „Zahlenmensch“ bin. Als in den 80er Jahren Digitaluhren auf den Markt kamen, war das für mich wie eine Offenbarung. Dadurch konnte ich den jede Wahrscheinlichkeit übersteigenden Zufall erleben, meistens zu Zeiten auf die Uhr zu blicken, wenn interessante Zahlenkombinationen zu sehen
waren; z. B. 3:33, 11:11, 12:34, 12:51 (achsensymmetrisch), 1:51 (punktsymmetrisch) usw. Oft geschah und geschieht dies auch an Orten, wo ich zunächst gar nichts von einer Uhr weiß. Aber nicht nur bei Uhren war das so. In meiner Pilotenausbildung erhielt ich einen Helm und Fallschirm mit der Nummer 333.

Mit diesem Umstand hatte ich lange zu kämpfen, weil ich bis in meine späte Jugend ein sehr rationaler Mensch war, Religion und Spiritualität ablehnte. Heute weiß ich, daß Gott mein innerster Wesenskern ist und u.a. zu mir in Zahlen spricht.
So gelangte ich eines Tages, noch mehr rational und verstandesgelenkt, zu der beeindruckenden Maya-Pyramide in Chichén Itzá auf der mesoamerikanischen Halbinsel Yukatan. Während meiner Ausbildung zum Strahlflugzeugführer in den USA hatte ich Zeit für einen Kurzurlaub nach Mexiko und flog Anfang September 1996 für ein paar Tage dorthin ans Meer. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich keine Kenntnis von der Maya-Zeitrechnung und der Maya-Kultur an sich. Umso mehr beeindruckte mich diese Pyramide. Auf ihr sitzend und über den yukatanischen Dschungel blickend, fragte ich mich, was das wohl für Menschen gewesen waren, die derartige Bauwerke errichtet und vermutlich eine völlig andere Lebensweise als die unsere an den Tag gelegt hatten.

Damals war mir noch nicht bewußt, daß dieser Besuch eine Art Initiation war.
Ein Dreivierteljahr später lernte ich in Indien erstmalig einen Teil der Maya-Zeitrechnung kennen. Ein Amerikaner erläuterte mir den 13-Monde-Kalender des Friedens von José Argüelles, der wesentliche Maya-Zeitzyklen integrierte. Zu diesem Zeitpunkt hatte auch meine Öffnung für die Spiritualität begonnen. Die Maya-Zeitrechnung ließ mich von da an nicht mehr los.
Meine Faszination vertiefte sich erheblich, als ich im Jahre 2000 auf das phantastische Buch Maya Cosmogenesis 2012 von John Major Jenkins stieß. Er beschreibt darin als einer der Ersten unglaubliche astronomische Zusammenhänge, die er beispielsweise in Chichén Itzá und Izapa entdecken konnte. Es gibt also für die Kalender und Zeitzyklen der Maya bemerkenswerte astronomische Hintergründe.
So hat das mayanische Denken durch das Beobachten vieler verschiedener, ineinandergreifender Zyklen vielmehr ein zyklisches Element und erfährt eine, die menschliche Intelligenz fördernde Rückkopplung durch den Kalender. Man achtete auf die Wiederkehr bestimmter Zeitqualitäten und brachte sie mit darüberliegenden, größeren Zyklen stets in einen kosmischen Kontext. Vergleicht man dies mit unserer profanen Kalenderrechnung, muß man der Maya-Kultur, zumindest ihrer Kernkultur bis ca. 1000 n. Chr., ein höheres Bewußtsein zugestehen.
Im Jahre 2005 stieß ich auf eine neue mathematisch-physikalische Grundlagentheorie, Global Scaling, die mich sofort und intuitiv faszinierte. Ich absolvierte die Ausbildung dazu bei ihrem Entdecker Hartmut Müller. Leider findet dieser bemerkenswerte Zusammenhang bislang wenig bis keine Aufmerksamkeit in der etablierten westlichen Schulwissenschaft.
In der Folge gelang es mir, den Schlüssel zu finden, mithilfe dessen die Analyse der Geschichte mit der Global-Scaling-Mathematik möglich wurde. Seitdem entdecke ich immer wieder erstaunliche Übereinstimmungen, die jedes Mal auf die Richtigkeit des Global-Scaling-Zusammenhanges hinweisen. Die immer größer werdende Anzahl an verblüffenden, erstaunlichen und in sich schlüssigen Übereinstimmungen in der Geschichts- und Zeitzyklenanalyse bewogen mich dazu, immer weiter zu forschen und meine bisherigen Erkenntnisse in diesem Buch niederzuschreiben. So wage ich es zu behaupten, daß zukünftige Geschichtsforschung nicht mehr ohne die in diesem Buch erstmals veröffentlichten Verfahren und Ergebnisse auskommen will und wird. Die Geschichte wird zu einem großen Teil neu geschrieben werden müssen.


1 Einführung

Mit einem Messer kann man Brot schneiden, eine schöne Holzfigur schnitzen oder einen Apfel in Stücke schneiden. Genauso kann man jemanden damit verletzen. Es ist ein mächtiges Instrument. Ähnlich verhält es sich mit diesem Buch, das Sie gerade in Ihren Händen halten. Die Informationen darin stellen ein mächtiges Instrument dar.
Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig zu begreifen, wo die Menschheit geschichtlich steht, in welchem historischen Fahrwasser sie sich bewegt und welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind, will sie nicht weiter auf den zu erahnenden Abgrund zusteuern. Einblicke in bislang verborgenes Geschichtswissen in ungeahntem Ausmaß konnten gefunden werden. Daraus entstand regelrecht der Drang, diese Einsichten in einem Buch zu präsentieren. Die Zeit ist reif.
Der Leser kann leicht nachvollziehen, welche Verwunderung entstehen kann, wenn man plötzlich auf einen Zeitrahmen für den Zweiten Weltkrieg stößt, der in der christlichen Zeitrechnung von 1891 bis 2031 n. Chr. und in der jüdischen Zeitrechnung von 1760 bis 2006 reicht, wird er doch gewöhnlich mit den Jahreszahlen 1939 bis 1945 angegeben. So kam es des öfteren dazu, daß zuerst das Zeitfenster für ein Ereignis gefunden wurde, oft ganz anderer Dauer aber mit passendem Höhepunkt, und später erst erweiterndes, passendes Geschichtswissen, daß das gefundene Zeitfenster tatsächlich bestätigte. Immer mehr wurde mir klar, wieviel historische Informationen noch im Verborgenen liegen. Es war eine förderliche Fügung, daß ich immer wieder Bücher fand, die Wissenslücken füllten und Erklärungen für die gefundenen Analyseergebnisse lieferten. Sieger schreiben die Geschichte, so heißt es, und das tun sie nicht zu ihrem Nachteil! Wie sich gezeigt hat, wurden und werden dadurch viele Informationen im Verborgenen gehalten. Der hierin zur Anwendung gebrachte Global-Scaling-Zusammenhang wurde dadurch zu einem Wegweiser in einem Labyrinth oder zu einem Nachtsichtgerät in der Dunkelheit und gab Hinweise, wo als nächstes nach tiefer liegenden Informationen zu suchen war.
Seit Beginn der Zeit- und Geschichtsanalysen lassen sich immer wieder erstaunliche Übereinstimmungen finden, die den Antrieb zum Weiterforschen nicht nur erhielten, sondern noch deutlich verstärkten.

Global Scaling läßt in gewissem Maße auch Prognosen zu, die bislang hauptsächlich im Bereich der Mystik, der Numerologie und Astrologie angesiedelt waren. Beispiele dazu finden Sie in den Kapiteln 4 und 5, wo der Verlauf des Goldpreiskurses analysiert und ein ratsuchender Mensch in seiner aktuellen Lebensphase analytisch und prognostisch unterstützt wird.

So geht es also in diesem Buch um das allgegenwärtige Phänomen und große Thema Zeit, die ihr zugrundeliegenden Dynamiken in Verbindung mit geschichtlichen Ereignissen und ihre mathematische Beschreibung.
Die Wirklichkeit von Raum und Zeit scheint nur ein kleiner Teil der gesamten Wirklichkeit zu sein. Die Welt der Raumzeit und der Materie ist der Teil der Wirklichkeit auf energetisch niedrigstem Niveau, auf der niedrigsten Schwingungsebene sozusagen. Man könnte sie auch als grobstoffliche Welt bezeichnen. Und eben diese Welt auf energetisch niedrigstem Niveau beschreibt der Global-Scaling-Zusammenhang so vortrefflich.
Das, was allgemein als Tod bezeichnet wird, ist lediglich das Ende eines Schwingungsprozesses, das Ende einer Widerspiegelung eines Teils unserer Gesamtheit auf energetisch niedrigstem Niveau. In der Existenz höherer Daseinsebenen liegt auch der Grund für die Erwähnung der Seele des Menschen und deren Fortbestehen nach dem Tod in so zahlreichen religiösen und spirituellen Schriften.

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 460
ISBN: 978-3-95840-322-2
Erscheinungsdatum: 20.03.2017
Durchschnittliche Kundenbewertung: 5
EUR 23,90

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