Cover: Erinnerungen, Gedanken und eine verrückte Welt

Erinnerungen, Gedanken und eine verrückte Welt


EUR 21,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 282
ISBN: 978-3-7116-1135-2
Erscheinungsdatum: 24.09.2025
Pandemie, Kriege, Social Media – die moderne Welt scheint verrücktzuspielen. In den 60ern/70ern war das Leben deutlich einfacher, denkt man. Doch hier herrschte noch eine strenge Hierarchie. Und wer sich nicht daran hielt, hatte es ebenfalls schwer …
Vorwort


Dies sind nur Erinnerungen, Erinnerungen an meine Kindheit und an meine überaus turbulente und schmerzhafte Jugend.

Diese Erinnerungen waren immer schon präsent, jedoch nicht so, um sich mit diesen verwurzelten Gedanken in den letzten Jahrzehnten zu beschäftigen. Nach einiger Zeit und meiner Gesundheit willen sowie auf Anraten meiner Ärzte entschied ich mich, diese doch turbulenten und grauenhaften Erinnerungen mit meinen Gedanken in Einklang zu bringen.

Ich versuche in Zeiten wie diesen, mit Corona und Kriegen, mein bereits Erlebtes zu verarbeiten, meine Gegenwart zu beschreiben, kombiniert mit täglichen Situationen und Ereignissen. Hier kam zwangsläufig die Erkenntnis, meine Gedanken mit deren so peinvollen Empfindungen niederzuschreiben.

Manches ist verwirrend und verstörend, manches ist lustig, aber so ist es nun mal, man kann Vergangenes nicht ändern, auch wenn ich mir das wünschen würde, es ist ganz einfach mein Leben.

Meine Aufzeichnungen in eine genaue chronologische und zeitliche Abfolge einzuordnen, ist nicht beabsichtigt, denn es sind meine Gedanken, meine Erinnerungen und mein Erlebtes, die durch tägliche Ereignisse den Anstoß dazu gaben. Also wird es schon mal vorkommen, dass ein Gedanke zu meinen Erinnerungen den einen oder anderen Zeitpunkt einholt oder Ereignisse überspringt.

Diese von mir entwickelten Berg- und Talfahrten an Emotionen so zu verarbeiten, war und ist noch immer nicht leicht, denn es versetzt mich in die Zeit als Kind und Jugendlicher zurück, mit schmerzlichen und starken Emotionen.

Eines jedoch, und das war von Anfang an klar, diese zerstörenden Erlebnisse in meiner Kindheit und Jugend kann ich nicht abschütteln und vergessen.

Ach ja, aus Gründen meiner Einstellung und der besseren Lesbarkeit, für mich zumindest, wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter und diese werden selbstverständlich von mir respektiert.




Kapitel 1


Erste Gedanken

„Schöner Tag heute“, denke ich mir, als ich morgens aus unserem Fenster blicke, obwohl ich, wie schon so viele Nächte davor, nicht schlafen konnte. Die Sonne scheint und keine einzige Wolke am Himmel. Eigentlich kitschig, aber doch real. Aufstehen, ab ins Bad und danach einen Kaffee und natürlich meine Zigarette am Morgen. Ohne dieses Ritual bin ich nicht wach und auch nicht ansprechbar, sagt zumindest meine Frau, also nimmt sie es hin, mein Ritual, obwohl sie eine penetrante Nichtraucherin ist.

Meistens bekomme ich doch von ihr die Leviten gelesen, wenn ich zu viel rauche, und die Art und Weise, wie sie es macht, bringt mich dazu, nachzudenken. Zurzeit aber denke ich nur nach und verspüre keinen Grund, das Rauchen aufzugeben.

Kaffee in der Hand, Zigarette im Mund, Feuerzeug mitnehmen und ab auf die Terrasse, setzen und beides genießen, also Kaffee und Zigarette. Na ja, es scheint zwar die Sonne, aber von warmen Temperaturen kann man nicht sprechen, also zurück und Jacke holen.

Mein Blick fällt auf den See und gleichzeitig auf den vor uns liegenden Hausberg. Nach kurzer Zeit des herrlichen Ausblickes verfalle ich wieder in Erinnerungen, wie die Nächte davor, und diese Erinnerungen lösen bei mir starke Emotionen aus, die wiederum der Grund meiner schlaflosen Nächte sind. Immer wieder beschäftigen mich diese Erinnerungen, die dadurch von Tag zu Tag präsenter werden und mich deshalb zu jedem möglichen Zeitpunkt, also am Tag, aber auch in der Nacht, berühren.

Es ist ein eigenartiges Gefühl, da ich als Singlemann, später als Ehemann und Vater, nie so eine emotionale Berg- und Talfahrt erleben musste wie in dieser Zeit, also Corona und Lockdown. Aber diese Situation ist wahrscheinlich dem geschuldet, dass man eingeengt in seinem gewohnten Alltag ist und man sich mit sich selbst beschäftigen muss. Warum nur immer wieder diese Gedanken, die mich nicht mehr loslassen, gedanklich, aber auch emotional. Ein Verwirrspiel von Gefühlen, ausgelöst durch Erinnerungen an diese vergangenen Ereignisse, Situationen, Eindrücke und Vorfälle. Am schlimmsten und auf Dauer problematisch, wenn ich nicht sofort eine Erklärung hierfür habe. Ich finde für mich absolut keine erklärbare Antwort, sondern nur Vermutungen auf meine immer wieder gestellte Frage, warum ich diese in der Kindheit und Jugend grauenhaften Situationen erleben musste.

Problematisch deshalb, weil es sich auf meine körperliche Verfassung auswirkt.

Ich war immer schon ein emotionaler Mensch und gewisse Ereignisse, deren Momente und Auswirkungen belasten mich extrem. Meine Gedanken springen von einem Extrem ins andere und kommen nicht zur Ruhe. Eigenartig, auch in welcher Geschwindigkeit das abläuft, mein Hirn arbeitet eigentlich pausenlos und ohne Übergang, nur aufgrund meiner Emotionen. Am Tag, wenn ich allein und nicht abgelenkt bin, aber in der Nacht und im Bett liegend ist es am schlimmsten. Hier liege ich wach und drehe mich von einer Seite auf die andere und versuche mich zu beruhigen, indem ich an Dinge denke, die mich zu irgendeinem Zeitpunkt froh oder zufrieden gestimmt haben. Manchmal funktioniert es, aber in den meisten Fällen zeigt es keine Wirkung und ich verfalle in mein Muster der Gedanken, wo ich immer wieder verzweifelt versuche, eine für mich zufriedenstellende Antwort zu finden. Meine Gedankenspiele, oder sollten es Hirngespinste sein, ergeben ein Bild, welches eigentlich nichts Reales an sich hat, aber doch in irgendeiner Form im Alltag eintrifft oder wahr wird. Nach langem Herumwälzen und nervösen Zuckungen hilft meistens nur Aufstehen, Lesen, Fernsehen, aber hauptsächlich YouTube oder eine Zigarette rauchen, nur um abgelenkt zu sein, um körperlich entspannter zu werden und damit den Schlaf der Gerechten zu erhalten.

Lesen und Fernsehen sind ja noch okay, laut meiner Frau, aber genau die eine Art von Ablenkung, wie zum Beispiel Rauchen, manövriert mich in eine Situation, welche mich dann wieder zu einem schlechten Gewissen gegenüber meiner Frau veranlasst. Mir ist natürlich bewusst, wie sie zu meinem Übel Rauchen steht, und ihre Toleranzgrenze ist bei Weitem überschritten, stehe ich auch noch nachts auf, um eine Zigarette zu rauchen.
Hier ist mein Guthaben an Wohlwollen bei ihr merklich überschritten. Am Morgen bekomme ich dann ihren Unmut in Form von durchbohrenden Blicken zu spüren. Diese sollen aussagen: „Ich bin sehr enttäuscht von dir, mein lieber Mann.“ Außerdem bestraft sie mich mit einer gewissen Verweigerung, mit mir zu sprechen. Na ja, anfangs mit Sicherheit, aber nachdem sie meine Situation erkannt hat, führen wir dann doch unsere, seit Jahrzehnten gewohnten, morgendlichen Gespräche, welche mit „Guten Morgen“ beginnen.

Ihre Einstellung und ihre ablehnende Haltung gegenüber dem Rauchen kommen nicht von irgendwo, sondern haben einen bestimmten Grund und der ist ebenfalls leicht erklärbar.

Es gab vor einigen Jahren schwere Erkrankungen bei mir, die ich versuche zu vergessen, zum einen, weil ich mich nicht gerne an meine Krankheiten erinnern möchte, und zum anderen, weil diese bei mir als geheilt gelten. Jedoch spielten die Erkrankungen in unserer Ehe und dadurch auch im Leben eine sehr große und schmerzliche Rolle. Diese Krankheiten lösten bei meinem Schätzchen Ängste aus, die ich aber nicht immer mit ihr teile.

Wie soll ich es beschreiben, ohne als Egoist gesehen zu werden? Meine Person ist nicht immer sofort bereit oder in der Lage, gut gemeinte Ratschläge und Unterstützung anzunehmen, dazu braucht es von mir eine gewisse Zeit der Selbsterkenntnis, Einsicht und Bereitschaft.

Manchmal bin ich in der Lage, meine Emotionen zu kaschieren, damit niemand meinen Gemütszustand erkennen kann. Aber, das kommt auch vor, wenn ich meine Emotionen nicht in den Griff bekomme, bin ich sofort gekränkt oder beleidigt, ohne dass mein Gegenüber überhaupt etwas in dieser Form beabsichtigt. Meine Gehirnwindungen sind in diesem Zustand wohl anders gepolt und deshalb bin ich eher enttäuscht und beleidigt. Obwohl, wenn ich so nachdenke, diese Auffassungsgabe immer schon vorhanden war und deren Ursprung höchstwahrscheinlich in meiner Kindheit liegt.

Ich bin und war noch nie ein gewalttätiger Mensch, der irgendwelche negativen Anwandlungen verspürt oder bösartige Handlungen ausführt, auch nicht, wenn ich in Situationen komme, welche einen sehr hohen Stresslevel bei mir auslösen.

Ganz ehrlich, ich bin melancholisch und vielleicht in einer Traumwelt, bin wortkarg und habe keine Lust zu reden oder mich mit jemandem zu unterhalten. In dieser Gemütslage bin ich lieber allein und zurückgezogen. Ich verspüre absolut keine Lust, irgendjemanden sehen zu wollen, geschweige denn, auch noch nett und zuvorkommend zu sein. Wie eben schon gesagt, ich möchte nur allein sein. Warum? Es ist eben so, mein Gemüt lässt mich so empfinden, was dann auch wieder auf meine Kindheit und Jugend zurückzuführen wäre. Ich war in schmerzhaften Situationen immer allein und musste lernen, mit diesen umzugehen. Wenn man es genauer betrachtet, lernte ich als Kind schon, mit Ängsten und Schmerzen umzugehen. Im Laufe der Jahre lernte ich dazu und gewöhnte mir so einiges wahrscheinlich zwangsweise an.

Vielleicht wäre es besser, wenn ich diese Haltung ablegen könnte. Es gelingt mir nicht, zumindest nicht immer. Es merken, das ist nun mal mein Wille, auch sehr wenige Personen, wenn ich in einer solchen Situation bin, deshalb kann ich keine Unterstützung erwarten.

Sollte es doch jemandem auffallen, dass ich gekränkt oder beleidigt bin, obwohl derjenige nichts dazu beigetragen hat, komme ich durch dessen gewonnene Erkenntnis bestimmt nicht gut weg, was dann auch für mich verständlich ist.

Jedoch, so viel Selbsterkenntnis muss ich mir eingestehen und auch in gewisser Weise froh sein: Wenn meine Enkelkinder ins Spiel kommen, ist meine Melancholie und zurückgezogene Art wie weggewischt und es bereitet mir Freude statt eine betrübte Stimmung. Jeder Anflug von Niedergeschlagenheit und womöglich auch Selbstzweifel – auch diese sind in mir vorhanden – ist wie weggeblasen.

Nachdem ich wieder mit meinen Gedanken und Gefühlen allein bin, gilt der Grundsatz: Zigarette hilft. Vielleicht rede ich mir das nur ein, aber es hilft. Wenn auch nur für kurze Zeit, aber ich fühle mich entspannt.

Tatsache ist – und nicht zu erklären –, dass ich mich für vieles, was in meiner näheren Umgebung geschieht, verantwortlich fühle oder aber bestimmt großen emotionalen Anteil daran nehme. Ich erforsche und hinterfrage nicht den Auslöser, sondern als lösungsorientierte Person habe ich die Absicht, Hilfe zu leisten und mit guten und hilfreichen Ratschlägen beizustehen. Mir ist aber auch sehr wohl bewusst, dass ich nicht immer, wenn überhaupt, etwas dazu beitragen kann, manche Vorfälle wie Streitigkeiten, Missgunst oder Neid – anders kann ich einige Vorfälle nicht bezeichnen – wieder ins Lot zu bringen.

Deshalb manchmal meine lästige Angewohnheit, dass ich Probleme von anderen zu meinen Problemen mache, obwohl ich vielleicht überhaupt nichts beisteuern kann. Jedenfalls lässt mich mein Gefühl so handeln. In diesem Fall reagiere ich völlig unterschiedlich und situationsbedingt, darum werde ich auch zu einer Reaktion gezwungen, und sollten es nur Gedanken sein. Ich reagiere meistens sehr gefühlsbetont. Leider!

Nicht sehr viele Anlässe und Ereignisse gehen an mir spurlos vorbei, ich kommentiere zumindest meine Eindrücke oder auch Erkenntnisse, und dabei gehen bei mir – wie soll es anders sein – Gedanken voraus!

Einige in meiner näheren Bekanntschaft und Verwandtschaft neigen dazu, vorgekommene Vorfälle einem anderen in die Schuhe zu schieben, nur nicht in die eigene Verantwortung zu nehmen. Es ist doch immer das gleiche Spiel, immer sind es zuerst die anderen, über die eigenen gemachten Fehler wird niemals nachgedacht, sie eher verdrängt.

Nicht nur Verwandtschaft, sondern auch Berufskollegen, Freunde und Bekannte bringen mich an einen Punkt, wo ich gewisse Situationen nicht verstehe, vielleicht nicht mehr verstehen will, weil es einfach nicht in mein Anschauungsbild – zum Beispiel: Ehrlichkeit, Intelligenz, Gerechtigkeit und Hilfsbereitschaft – fällt und dadurch nicht zu meinem Verständnis von inneren Werten passt. Wahrscheinlich hat mich die Zeit, in der und wie ich aufgewachsen bin, so geformt.

Sei es, wie es sei, es gibt immer einen Grund, mich unfreiwillig gedanklich damit zu beschäftigen. Meistens befinden sich meine Gedanken in einer Art Dauerschleife und beginnen von Neuem, sobald ein Anlass hierfür gegeben oder vorhanden ist.

Solange ich mir nicht im Klaren darüber bin oder lerne, auch noch jetzt in meinem Alter, mit verschiedenen Situationen umzugehen, werden meine Gedanken nicht aufhören, auch nicht beginnen, positiver zu werden. Ich bin mir bewusst, dass diese Situation nicht von mir verschuldet wurde, sondern ein Reifeprozess von Jahren ist.

Corona hatte enormen Anteil daran, dass ich noch um eine Stufe tiefer mit meinen Emotionen, ausgelöst durch Erinnerungen, gesunken bin.

Meine Frau ist meine Stütze in unserer Ehe, ja, sie gibt mir Zuversicht, obwohl auch sie ab und zu Aufmunterung und Zuversicht benötigt. Allein schon aus dem Grund, weil sie aus erster Hand mitbekommt, wie es mir manchmal körperlich und seelisch geht. Hier wirken sich ihre Sorgen wegen mir auch auf ihren Gemütszustand aus und veranlassen bei ihr Anzeichen einer seelischen Belastung. Daran haben aber ebenfalls, für mich zumindest, mit Sicherheit ihre naiven Schwestern erheblichen Anteil. Denn jene sind es, die bei anderen die Fehler suchen und ihre eigenen verdrängen oder nicht wahrhaben wollen.

Da ich meine Frau nicht um ihr Einverständnis gebeten habe, ihre Situation in Ansätzen zu beschreiben, erspare ich mir jeden weiteren Satz über ihre Schwestern. Jedenfalls, Gedanken – und das nicht wenig – bereitet mir dieser Umstand dann doch.

Es ist nun mal so, meine Frau und ich haben dafür gesorgt, dass es uns heute gut geht, das war nicht immer so. Wir haben beide über Jahrzehnte mit unserer Arbeitsleistung dazu beigetragen, uns im Alter etwas leisten zu können.

Es lässt sich leicht von mir behaupten, aber das ist nicht zu bestreiten: Ich habe zusammen mit meiner Frau danach getrachtet, dass es unserer Familie gut geht, unsere Ziele, unsere Vorhaben und unser gemeinsamer Wohlfühlfaktor wurden danach ausgerichtet, deshalb auch erheblich gespart. Unsere Söhne mit ihren Familien sind bestimmt nicht auf uns in finanzieller Hinsicht angewiesen und sie würden es nicht zulassen und darauf ankommen lassen, dass wir beide, also meine Frau und ich, nur für sie da wären. Beide Söhne mit ihren Familien legen sehr viel Wert darauf, dass meine Frau und ich mehr auf uns schauen und es in unserer Pension gut gehen lassen.

Unsere beiden Mentalitäten sind aber so, dass es uns sehr freut, vielleicht auch glücklich macht, wenn wir sie unterstützen und ihnen bei den einen oder anderen Dingen helfen können, ohne darüber nachdenken zu müssen, ob wir das können oder wie wir es anstellen.

In diesem Fall ist meine Frau noch ein Stückchen mehr die gute Fee und ich ihr Wichtel.

Eines jedenfalls, da bin ich mir absolut sicher, das man über unser erstes zufälliges Zusammentreffen sagen kann, es war Liebe auf den ersten Blick, in meinem Fall trifft das definitiv zu.

„Gibt’s das überhaupt?“, frage ich mich, oder ist das nur ein zu oft gebrauchtes Schlagwort, um seine durchaus guten Gefühle auszudrücken, vielleicht auch als Schmetterlinge im Bauch zu bezeichnen. Schwer zu sagen, nach so vielen Jahren Ehe muss diese Behauptung wahr sein, sonst wäre daraus, wie in unserem Fall, nicht so eine gute Ehe mit Höhen und Tiefen geworden.

Eines jedoch ist absolut sicher: Ich erinnere mich mit Freude daran, dass sie für mich eine faszinierende und anziehende Persönlichkeit war und noch immer ist. Ich versuchte damals alles, sie unbedingt wiederzutreffen. Wahrscheinlich auch nur deshalb, weil sie anfangs für mich als unantastbar und unnahbar galt und ich so einen Umstand, ohne angeben zu wollen, nicht gewohnt war. Auf alle Fälle war für mich diese Situation nicht hinnehmbar. Der Reiz dieser damals jungen, zauberhaften Frau, ihre widerspenstige Natur kombiniert mit ihrer Ausstrahlung – ach was, einfach nur ihre Schönheit – spornten mich enorm an. Diese Attraktivität und der Anschein von Unnahbarkeit lösten in mir ungeahnte kämpferische Gene aus, welche mich selbst überraschten, auch zu welchem Einfühlungsvermögen, Ideenreichtum und Gefühlen ich fähig war.
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