Wenn meine Gedanken Flügel hätten ...

Wenn meine Gedanken Flügel hätten ...

Marita Maier


EUR 15,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 34
ISBN: 978-3-99131-619-0
Erscheinungsdatum: 22.09.2022
Glaube, Leben, Liebe und Hoffnung in Gedichtform vereint: tiefsinnige Poesie, die zur Reflexion des eigenen Lebens anregt und nachdenklich stimmt. Auf lyrischem Wege wird die tiefe Bedeutung des Lebens aufgezeigt und angehalten, darin das Schöne zu erkennen.
Wann?

Wann hast du aufgehört, dir den Freiraum
zu schaffen, den deine Seele braucht,
nach dem Frieden zu suchen, der dir so wichtig ist?

Wann hast du aufgehört,
zu genießen mit allen Sinnen,
die Melodie des Lebens zu singen in hellen Tönen?

Wann hast du aufgehört,
zu lesen, auch zwischen den Zeilen,
zu träumen und deine Träume zu leben?

Wann hast du aufgehört,
zu malen mit den Farben deiner Phantasie,
gelebt ohne Zweifel und Kompromiss?

Wann hast du zuletzt geweint,
doch dich deiner Tränen nicht geschämt,
aus tiefster Seele gelacht und dein Herz befreit?

Wann hast du dich zuletzt auf den Weg gemacht
ohne Ziel und bist doch angekommen,
verloren und dabei doch den Sieg errungen?

Wann hast du zuletzt gespürt das Leben,
wie es im Gleichklang mit deiner Seele pulsiert?

Wann?



Ein Engel

Keine Träume ohne Schlaf.
Keine Liebe ohne Hass.
Keinen Tag ohne Nacht, doch immer ein Engel,
der über dir wacht.

Keinen Schatten ohne Licht.
Keine Kür ohne Pflicht.
Keine Antwort ohne Fragen, doch immer wirst du
von einem Engel getragen.

Kein Glück ohne Tränen.
Kein Warten ohne Sehnen.
Keine Nähe ohne Weite, doch immer ein Engel
an deiner Seite.

Keine Hoffnung ohne Glaube.
Keinen Wein ohne Traube.
Keine Freude ohne Zwist, doch immer ein Engel,
der allgegenwärtig ist.

Kein Leben ohne Tod.
Keine Hilfe ohne Not.
Kein Ziel ohne Weg, doch immer ein Engel,
der an deiner Seite steht.

Keine Liebe ohne Leid.
Keine Uhr ohne Zeit.
Kein Heute ohne Morgen, doch immer
bei einem Engel geborgen.



Dein Leben!

Schaust du einmal zurück auf dein Leben,
so war’s bestimmt nicht immer nur grad und eben.

Und du denkst, was hat es dir gegeben und gebracht,
hast du geweint und auch gelacht,
hast du gehasst und auch geliebt,
warst du glücklich und betrübt?

Gab es Dunkelheit und Licht,
hast du verziehen oder nicht,
hast du gearbeitet nur fürs Geld,
oder dich auch erfreut an dieser Welt?
Hast du was getan auch für den Frieden
und dich erfreut an deinen Lieben?

Hast Mut bewiesen, auch Angst gespürt,
mit deinem Lächeln jemanden berührt.
Hast du gezweifelt und geglaubt,
hast du geschenkt und auch geraubt.
Hast du getrennt, hast du vereint,
es mit dir selber gut gemeint?

Standest du für deinen Nächsten ein
und ließ man manchmal dich allein?
Hast um einen lieben Menschen du geweint
und doch hat irgendwann die Sonne gescheint,
Hast du Schmerzliches erfahren
und konntest deinen Glauben doch bewahren?

Gab es in deinem Leben Trauer,
aber auch viel Freud und Glück,
dann schau dankbar darauf zurück.
Dann war es bisher gut und bunt,
zur Dankbarkeit genügend Grund.
Noch vieles hält es für dich bereit,
drum nutze deine Lebenszeit.
Was immer es noch bringen mag –
carpe diem – nutze den Tag!

Das Leben ist
wie ein Buch, das viele Geschichten erzählt,
wie ein Bild, das man von allen Seiten betrachten kann,
wie eine Melodie, die mal laut und mal leise klingt.

Das Leben ist
wie der Wind, stürmisch und doch schön,
wie die Sonne, die die Herzen der Menschen wärmt,
wie ein Wunder, das immer wieder atemlos macht.

Das Leben ist
wie eine Straße, die zum Ziel führt,
wie ein Baum, der tief verwurzelt zum Licht strebt,
wie eine Frage, die auf Antwort wartet.

Das Leben ist
wie ein Traum, der gelebt werden will,
wie die Hoffnung, die nie aufhört,
wie die Liebe, stark, unendlich und schön.

In eisiger Kälte das Warme spüren.
In lauter Zeit das Leise berühren.

In großen Taten das Kleine sehen.
In offenen Fragen die Antwort verstehen.
In ferner Zukunft das Vergangene bewahren.
In jungen Jahren das Alter erfahren.

In dunkler Nacht das Licht erahnen.
In lautem Krieg zum Frieden ermahnen.

In falschen Tönen die Wahrheit benennen.
Im prallen Leben die Ewigkeit erkennen.



Was ich dir wünsche

Ich wünsche dir kein großes Haus,
aber dass dir immer eine Tür offensteht.

Ich wünsche dir keine laute Stimme,
aber dass du immer den richtigen Ton triffst.

Ich wünsche dir kein schnelles Auto,
aber dass du immer rechtzeitig ankommst.

Ich wünsche dir kein dickes Buch,
aber dass du zwischen den Zeilen lesen kannst.

Ich wünsche dir keine große Torte,
aber dass du immer ein Stück vom
Kuchen abbekommst.

Ich wünsche dir keine weite Reise,
aber dass du immer in Bewegung bleibst.

Ich wünsche dir kein endloses Leben,
aber dass du deine Zeit nutzt.



Nimm dir die Zeit

Nimm dir Zeit zum Lieben und das Blau am Himmel
wird dir heller erscheinen.

Nimm dir Zeit zum Trauern und lass dein Herz
zur Ruhe kommen.

Nimm dir Zeit für das Glück – und gibt es Scherben,
kehre sie einfach zusammen.

Nimm dir Zeit für das Licht – und wenn die Dunkelheit kommt zünde eine Kerze an.

Nimm dir die Zeit zum Vergeben und lass nicht zu,
dass der Hass dein Herz erreicht.

Nimm dir Zeit für neue Chancen und lass dich
dein Leben ganz neu erfahren.

Nimm dir Zeit zum Nachdenken – und wenn du nachts
nicht schlafen kannst, nutze sie für gute Gedanken.

Nimm dir die Zeit für die Freude – und wenn trübe
Gedanken kommen, ist sie der Speicher,
der deine Seele nährt.

Nimm dir die Zeit für deine Lieben und Freunde und
lass sie spüren, dass sie tief in deinem Herzen
verwurzelt sind.

Nimm dir die Zeit für die Wahrheit –
und wenn du Zweifel hast,
höre tief in dich hinein.

Nimm dir die Zeit für dein Leben –
und wenn die Zeiger stehen bleiben,
sei dir der Ewigkeit gewiss.

Wo viel Arbeit und Stress das Leben bestimmt,
die Zeit immer wie im Flug verrinnt.
Du denkst, die Zeit könnt’ doch verweilen
und müsste nicht so schnell hineilen.
Sie könnte gar mal bleiben stehn,
nur du möchtest weitergehn.
Das hat mancher schon gewollt,
da hat die Zeit ihn überholt.

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Johann Staffenberger

z´schod für d´Lod

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