Cover: Wie auf Flügeln der Morgenröte

Wie auf Flügeln der Morgenröte
Ich lebte im Iran, dem Heimatland meiner Kinder


EUR 17,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 392
ISBN: 978-3-99146-711-3
Erscheinungsdatum: 27.08.2024
Zwischen zwei Welten, so beschreitet Sieglinde Maraschi ihren Lebensweg und findet dabei nicht nur mit der Großfamilie ihres Mannes im Iran viel Liebe und Geborgenheit inmitten alter Traditionen, sondern vor allem sich selbst und ihre innere Kraft.
Manche Namen der in diesem Buch handelnden Personen wurden auf deren Wunsch und aus Datenschutzgründen geändert.

Die Schreibweise der persischen Namen und Wörter ist größtenteils der deutschen Aussprache angepasst. Die im Text kursiv geschriebenen Begriffe sind im Glossar alphabetisch angeordnet erklärt.



Lesetechnische Hilfe

â wie französischer accent circonflexe, ein dunkles „a“
dj wie „dsch“
tj wie „tsch“
gh wird in der Kehle ausgesprochen, klingt wie „g“ und französisches „r“, zusammen ausgesprochen
z wie weiches „s“




Danksagung

Ich danke meiner Familie und allen Freunden, die mich begleitet und motiviert haben, dieses Buch zu verwirklichen. Ohne ihre Liebe und ihren unerschütterlichen Glauben ans Gelingen wäre es nie entstanden.

Ein extra Dank geht an Hadi, meinen Fels in der Brandung und Retter in der Not. Ohne ihn würde das Buch nicht mehr existieren. Er war in Rund-um-die-Uhr-Notrufbereitschaft, um zu retten, was noch zu retten ging, wenn ich wieder einmal aus Versehen das Speicherprogramm ausgeschaltet hatte und die Dateien verschwunden oder sogar gelöscht waren.

Besonders bedanken möchte ich mich bei Dr. Ninja Roth, die mich als Lektorin während der Entstehungszeit des Manuskripts begleitete. Mit unendlicher Geduld glich sie meine Unerfahrenheit am Computer aus und machte mir Mut, tiefer in meine Emotionen zu gehen und darüber zu schreiben. Mit viel Toleranz für meinen ungewöhnlichen und oftmals blumigen Schreibstil, der ein Vermächtnis aus der Zeit im Iran ist.




Prolog

Geschrieben habe ich dieses Buch,
um meinen Kindern und all meinen Lieben Einblick zu gewähren in ein verlorengegangenes Paradies. Und auch, damit sie verstehen können, warum ich gehen musste, obwohl ich lieber bei ihnen geblieben wäre;
als eine Hommage an meine große, liebenswerte Familie im Iran, die mich herzlich aufgenommen hat und mich wertschätzte als eine der ihren, und dies immer noch tut, obwohl lange Jahre der Trennung zwischen uns liegen. Von ihnen lernte ich, Schwierigkeiten im Leben mit einer auf Gottvertrauen beruhenden Leichtigkeit und Gelassenheit anzunehmen und zu bestehen;
ebenso als eine Hommage an alle Menschen im Iran, die tief in ihrer Religion und den Traditionen einer hohen, Jahrtausende alten Kultur verwurzelt sind, und diese als wertvoll erachten und pflegen. Auch die einfachsten Menschen tragen die Würde und den Reichtum dieses Erbguts in sich, sodass sie im Einklang mit ihrem Glauben und den Traditionen leben. Wenn ihnen Unrecht geschieht, gegen das sie machtlos sind, üben sie keine Vergeltung, sondern überlassen die Verursacher des Unrechts der Gerechtigkeit Gottes. So bewahren sie sich ihren Seelenfrieden. Was weltweit im Namen Allahs geschieht, hat nichts mit dem Glauben und der Kultur dieser Menschen gemein;
in Dankbarkeit an meinen Schwiegervater, der mir ermöglichte, relativ frei von Konventionen und Dogmen meine religiöse innere Heimat im Iran zu finden, weder als Christin noch als Muslimin, sondern als Gottvertrauende in einer uralten Tradition, Kultur und Atmosphäre. Obwohl ich ihn nur vier Jahre erleben durfte, verdanke ich ihm die vielen glücklichen Jahre mit meinem Mann und den Kindern, in der Geborgenheit einer Großfamilie;
um Mut zu machen, auf die innere Stimme zu hören, die ein Schrei unserer Seele sein kann. Mut, im Vertrauen, dass wir geführt sind, dem Seelenplan zu folgen, auch wenn dieser anders und schmerzhafter sein mag als der eigene Lebensplan mit all unseren Träumen, Wünschen und Hoffnungen. Und den Mut, sich zu wehren, wenn die Seele unter Fremdbestimmung leidet.
Ich habe mich noch einmal auf mein Leben im Iran eingelassen und bin den bereits zurückgelegten Weg wiedergegangen. Ich konnte ihn getrost gehen, denn was geschehen würde, war schon längst geschehen. Dieses Mal war ich am Wegesrand meine eigene Beobachterin. Es war ein anderer Blickwinkel, und ich konnte Einzelheiten klarer und im Zusammenhang mit anderen Ereignissen besser erkennen. Ab und an habe ich meinen Beobachterposten verlassen und war wieder mitten im Geschehen, und ich habe die jeweilige Freude, aber auch den Schmerz einer Situation, unmittelbar wieder erlebt. Manchmal kam ein neuer Schmerz dazu, und manche Freude habe ich intensiver erleben können.
Es ist meine eigene Geschichte, so wie ich sie in Erinnerung habe. Viele Traditionen, Rituale und Gewohnheiten werden abweichen von denen, wie sie in anderen Regionen oder anderen Familien zelebriert werden. Auch die politischen Ereignisse, wie den Umbruch, den Sturz des Schahs, die darauffolgende Islamische Revolution und den achtjährigen Krieg mit dem Irak, habe ich so beschrieben, wie ich sie wahrgenommen und erlebt habe. Das kann von historischen Fakten abweichen.
Ich freue mich, dass Sie den Weg ins Land der Morgenröte mit mir gehen wollen. Lassen Sie sich verzaubern von dem Mythos von 1001 Nacht und fühlen Sie sich willkommen und eingebettet in die Gastfreundschaft und in die Liebenswürdigkeit der Menschen. Dann werden auch die schlimmen und schweren Zeiten, durch die Sie mich begleiten, Ihnen so manches Lächeln abgewinnen.

Sieglinde Maraschi




Glückliche Jahre

Alles, was geschieht und uns zustößt, hat seinen Sinn,
doch es ist oft schwierig, ihn zu erkennen. Auch im Buch des Lebens hat jedes Blatt zwei Seiten: Die eine schreiben wir Menschen selber mit unserem Planen, Wünschen,
Hoffen, aber die andere füllt die Vorsehung, und
was sie anordnet, ist selten so unser Ziel gewesen. 
– Nezami –



– 1 –

Es war mein erster Flug, damals, Mitte Juli 1968.
Ich sitze mit meinem fünf Monate alten Sohn, Reza, in einer Boeing 733 der Iran Air, Richtung Teheran. Die graue Nebeldecke, durch die wir seit unserem Abflug von Frankfurt fliegen, verdichtet meine Flugangst noch mehr. Zweifel kommen auf, ob es die richtige Entscheidung war, ohne meinen Mann, der noch zwei Klausuren schreiben muss, in den Iran zu fliegen. Sein letzter unverheirateter Bruder hatte uns zu seiner Hochzeit eingeladen, und mein Mann sah das für mich als gute Gelegenheit, seine große Familie kennenzulernen.
Meine Gedanken überschlagen sich: „Was wird mich dort erwarten? Was ist, wenn ich mich in der mir fremden Familie nicht wohlfühle oder sie mich nicht akzeptieren? Darf ich meinem Kind, das einen strukturierten Tagesablauf gewohnt ist, diese plötzliche Veränderung zumuten? Was soll ich tun, wenn es krank wird?“ Allein der Gedanke, dass Reza etwas zustoßen könnte, steigert meine Angst ins Unermessliche. Mein Körper fühlt sich an, als wäre er in eine Schraubzwinge gespannt, steif und handlungsunfähig. Mit tränenverschleierten Augen schaue ich auf mein Kind, das entspannt in meinen Armen schläft. Die Wärme seines zarten Körpers und das gleichmäßige, kaum sichtbare und doch spürbare Heben und Senken seiner Bauchdecke beim Atmen wirken beruhigend auf mich. Ich merke, wie meine Anspannung allmählich abfällt und meine Atmung ruhiger wird, bis sie im Einklang ist mit den Atemzügen meines Kindes.
Im selben Moment durchbricht das Flugzeug die Wolkendecke. Der Anblick, der sich mir bietet, ist überwältigend: Licht und Sonne, soweit das Auge reicht! Die Wolken wirken nicht mehr grau und bedrohlich, sondern liegen wie eine weiße und flauschige Schneedecke unter mir und reflektieren das Sonnenlicht. Durch meine Tränen erscheint es in vielen Farben und Facetten und glitzert wie Diamanten. Die unendlich scheinende Weite, wie ich sie von der Luke aus sehen kann, lässt mich ahnen, wie unvorstellbar und unermesslich groß das Universum sein muss. Und auch, wie klein und unscheinbar ich bin, eines von Milliarden Teilchen eines winzigen Staubkorns. Und dennoch wahrgenommen und auf meinem Weg, den ich begonnen habe, geführt und beschützt.
Reza ist wach geworden und lächelt mich an. Zärtlich und dankbar drücke ich ihn an mich und eine Liebe, die größer und stärker ist als alles bisher Erlebte, durchströmt jede einzelne Zelle meines Körpers, bis kein Raum mehr bleibt für meine Zweifel. Ich weiß, dass ich auf Gott vertrauen darf und bin bereit, meinen Weg zu gehen.




– 2 –

Angefangen hatte dieser Weg eineinhalb Jahre zuvor bei einer Faschingsfeier. Ich bereitete mich damals auf das große Staatsexamen als Krankenschwester vor. Während meiner Ausbildungszeit träumte ich davon, nach Kalkutta zu fliegen, um Mutter Theresa zu unterstützen, die sich dort in selbstloser Liebe um die Ärmsten der Armen kümmerte. Ich träumte davon, dass Gott mit mir Großes vorhatte und wollte die Welt verändern, indem ich die Liebe, von der ich lebte, an andere weitergab. Ein Mann und vielleicht sogar ein Moslem, wie er mir dann begegnen und all meine Pläne zunichtemachen sollte, hatte eigentlich keinen Platz in meinem Leben. Dass ich mich dann doch verliebte und diesen Mann auch noch heiratete, war für meine Familie, wie auch für Freunde und Bekannte, die Sensation schlechthin. Für mich war es eine wichtige Erfahrung, dass alles Planen umsonst ist, weil unser Plan, ich nenne ihn Seelenplan, schon lange steht.
Der Mann, der meine Pläne durcheinanderbringen sollte, brachte erst einmal mich durcheinander. Das kam so: Der Herbergsvater eines evangelischen Studentenwohnheims hatte bei unserer Oberin angefragt, ob eine Gruppe Schülerinnen zu einer vorgezogenen Faschingsfeier seiner fünfzehn Studenten kommen könnte. Ich erholte mich gerade von einer kleinen Nasenoperation und verbrachte die meiste Zeit in meinem Zimmer. Deshalb bekam ich von der Aufregung und Vorfreude meiner Mitschülerinnen nicht sonderlich viel mit, bis Esther und Gudrun, die mit mir die Ausbildung machten, wenige Stunden vor der Feier bei mir auftauchten und mich bedrängten, zu dieser Party mitzukommen.
„Wir sind erst elf Mädchen, die zugesagt haben. Die anderen müssen am Wochenende arbeiten und dürfen nicht mitkommen, aber du hast doch frei“, versuchte Gudrun mich dafür zu begeistern.
„Und außerdem wird es dir guttun, hier rauszukommen, du bist ja nur noch mit deiner Arbeit und deinen Büchern beschäftigt“, fügte Esther ein wenig vorwurfsvoll hinzu, „und stell dir vor, wir müssen erst um Mitternacht wieder hier sein!” Ich erinnerte sie daran, dass ich an diesem Tag noch krankgeschrieben war und nicht einfach feiern gehen konnte und bekräftigte meinen Einwand mit dem Kommentar:
„Und ganz ehrlich, ich habe mit Fasching nichts am Hut. Beim letzten Mal, als ich zum Fasching gegangen bin, war ich acht Jahre alt und als Braut verkleidet.”
„Oh, dann machen wir das doch wieder!” Esther ließ sich nicht beirren und ignorierte meinen Hinweis auf meine Krankschreibung. Sie hatte auch gleich eine Idee für mein Kostüm: Aus einem weißen Bettlaken wollte sie schnell ein Brautkleid nähen. Doch mein heftiger Protest bremste sie in ihrer Begeisterung. Sie sah schließlich ein, dass das keine gute Idee war. Die Vorstellung, wie ich damit wohl ausgesehen hätte, eher als Geist, denn als Braut, beides gleich schlimm, löste eine Kettenreaktion von Lachanfällen bei uns allen aus. Mit dem Ergebnis, dass wir uns ernsthaft überlegten, wie wir den Studenten einen Streich spielen könnten.
Irgendwie schafften es die beiden doch noch, mich zum Mitkommen zu überreden. Die Oberin hatte keine Einwände und bat mich nur, gut auf mich aufzupassen. Esther zauberte von irgendwoher ein blau-rotes, glänzendes Minikleid mit Doppelrüschen und dazu passende blaue Strumpfhosen, und Gudrun verwandelte meine schulterlangen Haare mithilfe von Drähten in zwei waagerecht abstehende Zöpfe mit Schleifen. Innerhalb kurzer Zeit war aus einer angehenden Krankenschwester, die große Ziele vor sich hatte, wieder ein Teenager geworden, der die jungen Männer ärgern wollte.
Esther hatte die meisten und lustigsten Vorschläge für Streiche. Sie schubste uns mit ihren Ideen in eine ausgelassene Heiterkeit, die uns dermaßen aufputschte, dass wir völlig überdreht und kichernd im Wohnheim ankamen. Wahrscheinlich wollten wir damit unsere steigende Nervosität verbergen.
Unser Plan, den jungen Männern einen Streich zu spielen, löste sich in dem Moment in Luft auf, als wir ihnen gegenüberstanden und die gegenseitige Begutachtung begann. Ein plötzlicher Stromausfall unterbrach uns dabei. Anscheinend geschah das öfter, denn im Nu brannten viele Kerzen. Gudrun entdeckte eine freie Sitzgruppe in einer Ecke des Saals. Dorthin verzogen wir uns, um das Treiben um uns herum zu beobachten. Das Kerzenlicht schuf eine angenehmere Atmosphäre als zuvor das grelle, die Farben wechselnde Scheinwerferlicht. Wir staunten über Esther, die schon einige Studenten um sich versammelt hatte und diese mit ihrer unbekümmerten, humorvollen Art im dicksten schwäbischen Dialekt unterhielt. Besonders einer unter den Studenten schien ihr zu gefallen, denn sie schäkerte mit ihm und himmelte ihn an. Und das mit einem Augenaufschlag, der filmreif war. So kannten wir Esther nicht und wir fragten uns, wo sie das wohl gelernt hatte.
„Bestimmt nicht von ihrer Mutter!“ Gudruns flapsige Bemerkung verursachte bei uns erneut eine Reihe von Lachanfällen, denn Esthers Mutter war eine ehrwürdige Missionarsgattin.
„Wer bist du denn?“, unterbrach eine angenehme männliche Stimme unser Lachen. Vor uns stand ein hochgewachsener junger Mann in einem glitzernden, weiten Gewand. Um den Kopf hatte er einen Turban geschlungen, der von einem mehrfarbigen Glasstein zusammengehalten wurde. Trotz der spärlichen Beleuchtung konnte ich sehen, dass er wunderschöne, große, dunkle Augen mit langen Wimpern hatte, die mich belustigt anschauten. Ich war wie in seinem Bann gefangen und starrte ihn an und war nicht fähig, ihm zu antworten.
Was in jenen Sekunden in mir ablief, ist schwer zu beschreiben. Ich weiß nur noch, dass es in meinem Kopf klingelte, als wäre ein Glöckchen vom Wind erfasst worden. Und es war mir, als ob ich eine Stimme hörte, die mir sagte, dass dies der Mann sei, den ich heiraten würde. Woher diese Stimme kam, weiß ich bis heute nicht, aber sie war da. Ich war irritiert und fragte mich, warum so plötzlich und aus dem Nichts heraus das Thema Heiraten in meinem Kopf herumspukte. Ich versuchte mir einzureden, dass diese Gedanken wohl Nachwirkungen der Narkose sein mussten. Ja, ich war mir sicher, dass ich mir die Stimme nur eingebildet hatte. Niemand hatte gesprochen, sie war nur in meinem Kopf.

Die jäh aufleuchtenden Scheinwerfer holten mich in die Realität zurück. Ich hatte dem Märchenprinzen keine Antwort gegeben und schaute ihm verwundert nach, als er sich wieder unter die anderen Studenten mischte.
Der Abend begann mit einer Vorstellungsrunde und direkt danach war Damenwahl für den ersten Tanz. Da die Männer in der Überzahl waren, gab es keine Möglichkeit, mich davor zu drücken. Kurzentschlossen ging ich auf den schmächtigsten und kleinsten Studenten zu und bat ihn um den ersten Tanz. Er entpuppte sich als hervorragender Tänzer. Beim ersten Tanz, einem Rock’n’Roll, führte er so gut, dass ich in seinem Tempo mithalten konnte. Ich ließ mich herumwirbeln, als ob meine Gelenke und Knochen aus Gummi wären. Wir tanzten im Laufe des Abends noch öfter miteinander.
Mit dem orientalischen Prinzen tanzte ich bei dieser Feier nicht. Ich versuchte, ihm aus dem Weg zu gehen, denn ich sah in ihm eine Art Widersacher, der meinen Lebensplan durcheinanderbringen wollte. Dabei ahnte ich nicht, dass dieser Mann längst Teil meines Seelenplans war und ich mich meinem Schicksal nicht würde entziehen können. Dennoch ertappte ich mich dabei, wie meine Augen ihn suchten und wie enttäuscht ich war, dass er kein Interesse an mir zeigte. Unter der wachsamen Aufsicht der Herbergseltern verlief der Abend sittsam und in fröhlicher Stimmung und verging viel zu schnell. Kurz vor Mitternacht begleiteten uns die Studenten zum Wohnheim zurück, wo die Oberin uns schon erwartete.
Wegen der anstehenden Prüfungen war ich in den folgenden Tagen abgelenkt und hatte keine Zeit, mich in Tagträumen über den unbekannten Fremden zu verlieren. Der Abend der Faschingsfeier rückte immer mehr in den Hintergrund meiner Gedankenwelt. Langsam verblasste auch die Erinnerung an den Prinzen zunehmend. Ich war überzeugt, dass meine Wahrnehmungen, das Glöckchen und die Stimme, tatsächlich Folgen der Narkose gewesen sein mussten. Dennoch blieb eine innere Unruhe, die ich nicht so recht einzuordnen wusste.
...
5 Sterne
Lesenswert, eine Bereicherung - 15.05.2026
Fam. Rothermel

Wir sind froh, dass wir dieses Buch gelesen habe! Sicherlich werden wir es bald noch einmal lesen, weil wir glauben, dass es immer neue Facetten bietet, je nachdem, in welcher Situation man gerade ist.Wer Authentizität, Tiefgang und Facettenreichtum verbunden mit Wissen um Traditionen, Rituale und Religion sucht und nicht davor zurückschreckt, dies aus einem absolut ehrlichen und bodenständigen Blickwinkel zu betrachten - all jenen können wir dieses Buch nur Wärmstens empfehlen."Wie auf Flügeln der Morgenröte" beschreibt die eigene Geschichte der Autorin und ihre Wahrnehmungen und Erlebnisse, sie schreibt in Ihrem Prolog: "Dann werden auch die schlimmen und schweren Zeiten, durch die Sie mich begleiten, Ihnen so manches Lächeln abgewinnen." Das trifft es genau, das Buch verzaubert, zeigt die Gastfreundschaft und Liebenswürdigkeit der Menschen im Iran. Der Titel des Buches ist sehr passend gewählt.Das Buch lässt sich flüssig lesen und hat uns so gefesselt, dass wir es an einem Stück durchgelesen habe.Wir sind sehr (!) dankbar, dass Sieglinde Maraschi sich die Mühe gemacht hat und dieses Buch verfasst hat. In diesem Buch werden keine "Wundertherapien" beworben, sondern ein individueller Heilungweg beschrieben, der menschlicher und realitätsnäher kaum sein kann. Frau Maraschi zeigt sich als Mensch und mit all den psychologischen Verstrickungen, die der Situation angemessen sind - ganz ungeschönt.

5 Sterne
Eine Geschichte von vielen  - 10.06.2025
Marliese

Ich kenne die Autorin aus meiner Zeit im Iran. Was sie schreibt hat mich tief bewegt weil es so ehrlich und unpathetisch ist. Ich denke der Seelenplan war von Beginn ein anderer, aber der Weltenplan stand im Vordergrund.

5 Sterne
Wow - 01.03.2025
Ali

Klare Kaufempfehlung

5 Sterne
Sehr schön! - 28.02.2025

Tolles Buch und sehr schön geschrieben

5 Sterne
dieses buch ist einfach nur toll ! - 28.02.2025
mina

Ich kann wirklich jedem dieses buch empfehlen. Es hat mich zutiefst mitgezogen und es war schwer aufzuhören. Großen Respekt und super Arbeit🙂

5 Sterne
Sehr gut  - 28.02.2025
Shariati

empfehlenswert

5 Sterne
Wie auf Flügeln der Morgenröte - 28.02.2025
Sadegh Ahangar

Sehr ehrlich geschrieben!

5 Sterne
The best book! - 27.02.2025
Sarina

It's a very beautiful and delightful book.

5 Sterne
Very good - 27.02.2025
Yeganeh

It's my favorite book now!

5 Sterne
Sehr gut! - 27.02.2025
Yeganeh

Sehr schön!

3 Sterne
Sehr gut! - 27.02.2025
Yeganeh

Sehr schön!

5 Sterne
veri nice book - 27.02.2025

The best book in the history of my life

5 Sterne
Ausgezeichnet - 27.02.2025

Ausgesprochen lesenswert. Eine Bereicherung!

5 Sterne
Wie auf Flügeln der Morgenröte: Ich lebte im Iran, dem Heimatland meiner Kinder  - 25.02.2025
Agnes Pintar

Das Buch ist packend und informativ und zeugt auch von großer Erzählkunst!

5 Sterne
Nice  - 25.02.2025
Costa Valerie

I will read this book

5 Sterne
As on wings of the down - 23.02.2025
Zohreh Mirafzali

Absolutely worth to read Mrs. Marashi It was so touching an inspiring. I recommend it to everyone read this book. Again congratulations to Mrs. Sieglinde Marashi.

5 Sterne
martha.laimer@gmx.at - 21.02.2025
martha.laimer@gmx.at

Eine Buch das mit dem Herzen geschrieben wurde. Kultur und Glauben zweier Welten werden sehr deutlicher dargestellt. Doch nie wird ein von Hass oder sonstigen herab würdige Gefühlen zu lesen sein. Ich bewundere dich sehr,Sieglinde.

5 Sterne
ein tolles Buch  - 16.02.2025
Noushin Barmakipour

Liebe Frau Maraschi ,Ihre Autobiographie habe ich bestellt und gelesen. Gestern Abend bin ich bei der Seite 313 angekommen. Ihr Buch hat mich tief berührt und fasziniert. Es ist nicht nur eine wunderbare Erzählung, sondern auch ein Zeugnis Ihrer außergewöhnlichen Stärke und Ihres unerschütterlichen Mutes.Die Art und Weise, wie Sie Ihre Erfahrungen und Herausforderungen in Worte gefasst haben, hat mich zutiefst beeindruckt. Es verlangt so viel Mut, das eigene Leben und all seine Höhen und Tiefen mit anderen zu teilen – doch gerade das macht Ihr Werk so authentisch und kraftvoll.Ihr Lebenswerk ist ein Beweis dafür, wie viel Stärke in uns allen steckt, auch wenn das Leben uns manchmal auf harte Proben stellt. Ihr Buch hat mich nicht nur bewegt, sondern auch inspiriert. Es hat mich daran erinnert, dass Mut nicht bedeutet, keine Angst zu haben, sondern trotz der Angst weiterzugehen. Für diese Botschaft möchte ich Ihnen von Herzen danken.💕💕💕

5 Sterne
ein Meisterwerk! - 09.02.2025
jasmin

Dieses Buch ist ein wahres Meisterwerk, das Geist und Emotionen fesselt. Mit seinem flüssigen Stil, starken Charakteren und einer tiefgründigen Geschichte hinterlässt es einen bleibenden Eindruck. Ein Buch, das deine Sicht auf die Welt verändert!

5 Sterne
Wie auf Flügeln der Morgenröte  - 09.02.2025
Johanna Rahimi

Ich finde es großartig, dass Sieglinde Marashi ihr Leben im Iranso wunderbar in Worte fassen konnte. Ich habe sie dort kennen und schätzen gelernt.

5 Sterne
A fascinating, real-life story of living in Iran - 08.02.2025
Ed

This book is a masterpiece in portraying life and events in Iran during the 1960s to 1990s, vividly illustrating how the revolution and war profoundly impacted the lives of a loving family. The author’s fascinating style of writing and deep understanding of local culture and language adds a layer of authenticity and heartfelt emotion to the narrative. Reading this book brought back a flood of memories, reminding me of the resilience, sacrifices, and enduring love that defined those challenging times in our family. It’s a moving and beautifully written account that I highly recommend to anyone seeking to understand this pivotal period in Iranian history through the lens of a family’s experience.

5 Sterne
Sehr Spannend  - 08.02.2025

Dieses Buch ist einfach außergewöhnlich! Von der ersten bis zur letzten Seite konnte ich es nicht aus den Händen legen. Die wahre Geschichte hat mich tief berührt, die Atmosphäre war so lebendig, dass ich mich direkt in die Welt des Buches hineinversetzt fühlte. Jede Seite war voller Emotionen, Kultur und Tiefe – ein wahres Meisterwerk! Die Erzählweise ist kraftvoll und bildhaft, sodass man jedes Detail mitfühlen kann. Es ist eines dieser Bücher, die man nicht nur liest, sondern erlebt. Absolut empfehlenswert.

5 Sterne
Shahabmrsh@gmail.com - 07.02.2025

Very very good

5 Sterne
Sehr empfehlenswert! - 06.02.2025
Maryam

Eine sehr schöne Lebensgeschichte! 👏👌Liebe Grüße

5 Sterne
So eine mutige Frau! - 31.01.2025
JG

Tolles Buch und so schön geschrieben

5 Sterne
Ein fasziniertes Buch  - 31.01.2025
Hainer

Hallo, ich habe das Buch bei einer bekannten auf Insta gesehen und sie war schwer begeistert. Darauf hin hab ich mir das Buch bestellt. Ich muss sagen das ich jetzt noch am Anfang bin aber bin schwer begeistert. Am Anfang gab es ein paar anregende Fragen die ich mir dann tatsächlich selber gestellt habe. Ich bin auf jeden Fall gespannt wie das Buch weitergeht aber jetzt kann ich schon mit voller Überzeugung 5 Sterne vergeben ohne ein schlechtes Gewissen da mich das Buch bis jetzt wirklich überzeugt.

5 Sterne
Sehr gut - 31.01.2025
Roya Mousavi

Ich konnte es night auflegen bis ich es zu ende brachte. Es ist ein meister stuek

5 Sterne
Sehr gut - 31.01.2025
Forge Sazan

Es war bezaubernd

5 Sterne
Tolles Buch - 30.01.2025
SIMA

Ein großartiges und absolut empfehlenswertes Buch! Es bietet eine faszinierende Darstellung des Lebens im Iran aus einer Perspektive, die uns heute oft unbekannt ist. Besonders beeindruckend ist die einfühlsame Schilderung der Kultur und des Alltags. Eine klare Leseempfehlung!"

4 Sterne
Buchbesprechung: Wie auf Flügeln der Morgenröte - 28.11.2024
Ina Mirkia

Das Buch 'Wie auf flügeln der Morgenröte von Sieglinde Maraschi hat mir sehr gut gefallen. Ich selbst bin vor 68 Jahren mit meinem iranischen Mann nach Iran gekommen und lebe seitdem in diesem Land. Frau Maraschi schreibt mit viel Respekt und Verständnis von ihrem Leben im Iran. Mit Hochachtung vor dieser klugen, starken und verständnisvollen FrauIna Mirkia

5 Sterne
Wie auf Flügeln der Morgenröte - 08.10.2024
Daisy

Ein bezauberndes und empfehlenswertes Buch, reich an Weisheiten und Erfahrungen! Ich habe es gekauft, weil eine meiner Enkelinnen mit einem Iraner liiert ist. Ich muss ehrlich sagen: Es hat mich total überrascht und fasziniert, und ich werde es meiner Enkeltochter unbedingt zum Lesen geben und im Freundeskreis zu Weihnachten verschenken. Ich bin mit der Autorin eingetaucht in das Geschehen und war wie verzaubert. Ich fühlte mich "eingebettet in die Liebenswürdigkeit und Gastfreundschaft der Menschen im Iran, die tief in ihrer Religion und den Traditionen einer hohen, Jahrtausende alten Kultur verwurzelt sind" (Zitat aus dem Buch). Die Autorin schildert, wie sie die glücklichen Jahre in ihrer Großfamilie, die sie als Paradies empfindet, den Sturz des Schahs, die darauf folgende Islamische Revolution und den acht Jahre dauernden Krieg mit Irak erlebte. Aber auch, wie ihre Ehe an der Komplexität zwei verschiedener Religionen zerbrach und sie nach 23 Jahren gehen musste, im Frieden und versöhnt mit dem, was geschehen war. Das Ganze ist als authentischer Roman geschrieben, wobei der Wechsel von Erzählung, Dialogen, Wiedergabe von Briefen und Reflektionen aus heutiger Sicht das Ganze noch spannender erscheinen lassen. Ich habe es an einem Wochenende regelrecht verschlungen.

5 Sterne
Man reist mit und fühlt sich hingerissen - 01.10.2024
Wiltraut Kelschenbach

Besonders ergreifende Geschichte, da sie auf einer wahren Geschichte beruht.Obwohl ich noch nie im Iran war, habe ich beim Lesen dieses wunderschöne Land bildlich vor mir. Die Autorin schreibt so lebendig und mitreißend, so das man das Buch gar nicht aus der Hand legen möchte.Absolut Empfehlens- und lesenswert.

5 Sterne
Absolut lesenswert: inspirierend, berührend und fesselnd geschrieben - 23.09.2024
Chris

Wer Authentizität, Tiefgang und Facettenreichtum verbunden mit Wissen um Traditionen, Rituale und Religion sucht und nicht davor zurückschreckt, dies aus einem absolut ehrlichen und bodenständigen Blickwinkel zu betrachten - all jenen kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Wer Sieglinde Maraschi kennt, weiß wie viel wertvolle Goldstücke in und zwischen den Zeilen zu finden sind. Ihre Art zu Schreiben bringt selbst die unfassbarsten Themen auf den Punkt, damit Wachstum stattfinden kann und zwar dort, wo es scheinbar unmöglich ist. Meinen allergrößten Respekt und meine Hochachtung vor ihrem Lebensweg und der wunderschönen Blüte, welche daraus entstanden sind. Ich bin sehr (!) dankbar, dass Sieglinde sich die Mühe gemacht hat und dieses Buch verfasst hat. In diesem Buch werden keine "Wundertherapien" beworben, sondern ein individueller Heilungweg beschrieben, der menschlicher und realitätsnäher kaum sein kann. Frau Maraschi zeigt sich als Mensch und mit all den psychologischen Verstrickungen, die der Situation angemessen sind - ganz ungeschönt. "Wie auf Flügeln der Morgenröte" beschreibt die eigene Geschichte der Autorin und ihre Wahrnehmungen und Erlebnisse, sie schreibt in Ihrem Prolog: "Dann werden auch die schlimmen und schweren Zeiten, durch die Sie mich begeiten, Ihnen so manches Lächeln abgewinnen." Das trifft es genau, das Buch verzaubert, zeigt die Gastfreundschaft und Liebenswürdigkeit der Menschen im Iran.

5 Sterne
Herrausragende Autobiografie - 21.09.2024
Jutta Ellermann

Ich wurde durch eine Kollegin auf dieses Buch aufmerksam gemacht und habe es in 4 Tagen regelrecht verschlungen. In ihrer Autobiografie erzählt Sieglinde Maraschi die Geschichte ihres Lebens im Iran. Sie beschreibt sehr gut, wie sie sich als bekennende Christin in das muslimische, traditionelle und kulturelle Leben im Iran und ihrer neuen iranischen Großfamilie integriert hat. Dies auch mit Hilfe ihres weisen Schwiegervaters, der sie dabei unterstützt hat, weiter als Christin zu leben.Dies schreibt sie mit viel Humor, wie zum Beispiel bei ihrer ersten Teilnahme am gemeinsamen Kallepadeje Essen mit der Großfamilie. Diese besondere und kostbare Suppe ist im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge gegangen. Den sehr gelungenen Beispielen des täglichen Lebensalltags im Iran, auch während des ersten Golfkriegs und der iranischen Revolution lies mich das Buch fast ohne Unterbrechung lesen.Ich empfehle dieses Buch für alle Freunde spannender Autobiografien, die einem wenig Zeit zum Durchatmen lässt.

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