Themen, die das Leben schreibt

Themen, die das Leben schreibt

Willibald Rothen


EUR 17,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 230
ISBN: 978-3-99131-380-9
Erscheinungsdatum: 05.12.2022
Reime, Gedichte und Aphorismen, die Humor, Witz und Charme versprühen. Mit viel Wortwitz und Ironie bringt Rothen alltägliche Themen der Gesellschaft und Politik auf den Punkt. Ein herzhaftes Lachen wird Ihnen mit dem ein oder anderen Kleinod entlockt werden.
Die Themen, die das Leben schreibt,
und so dem Dichter denn nichts anderes übrig bleibt,
um die Themen aufzugreifen,
um sie nach seiner Ansicht zu beschreiben.



Und ihres Schreibers persönliches Empfinden
versucht die Feder nun zu ergründen.
Wie er persönlich zu der Welt wohl stehe
und wie steht es mit seiner Gottseins Nähe.



Einstens schickt Gott die Erde auf die Reise,
die alsbald die Sonne pflichtgemäß umkreiste.
Gott hätte mit ihr gar viel vor,
als er sie zu seinem Lieblingsplaneten erkor.



Natur

Die Natur, die vielfältiges Leben hervorgebracht,
und erst die Erde zu dem gemacht,
was die Menschen von der Welt erkennen,
um es schlichtweg als Natur zu benennen.

Doch wer gab den Anstoß zu all dem Leben,
muss dahinter nicht eine intelligente Macht wohl stehen,
die dieses gigantische Universum hat erschaffen,
wo Materie und Leben aufeinandertrafen?

Um eine Welt wie die unsrige zu formen,
wo als letztes Glied der Mensch aus ihr geboren.
Doch ist er wirklich schon das Endprodukt,
dann ist der Erde Zukunft wohl verflucht.

Ich lebe in einer fernen Welt
fernab von Ruhm, Macht und Geld.
Ich lebe eigentlich nur so für mich hin,
fand das als meines Lebens Sinn.

Ist Gott nicht, dass der Mensch sich in ihm erkennt,
das Gut und Böse von ihm getrennt,
er in seiner Erkenntnis hat’s erfasst,
dass Gut und Böse nicht zueinanderpasst.

Um das Gute und Böse zu erkennen,
die uns von den Tieren trennen.
Und so Gott von uns unsere Erkenntnis hat gelegt
und so das Göttliche in uns bewegt.



Anfang 2

Im Urwald saßen zwei Gorillaaffen,
hoch oben, auf eines Baumes Krone
und taten sich dabei begaffen,
ob sich das Leben oben wohl gar lohne.

Am ganzen Körper waren sie gar schwarz behaart
und suchten Läuse sie in ihren Fellen,
zuvor noch hatten sie sich schnell gepaart,
was ihren trüben Tag wohl tat erhellen.

„Nun“, gurrt das Männchen zu dem Weibchen,
„wenn wir, was ich glaube, ein Kind gezeugt,
könnt das in seinem Leben nicht mehr erreichen,
wenn es nicht mehr auf allen vieren kreucht?

Und aus dem Urwald tritt wie unsre Ahnen
und wie die Evolution es uns vorgeführt.
Und die Welt in Besitz sie nahmen,
ihnen die Verehrung der ganzen Tierwelt nun gebührt.“

„Ach Mann“, das Weibchen nun zurück ist girrend,
„was haben unsere Ahnen sich damals angetan,
von den Bäumen stiegen und der Teufel sie hat verführet
und Mensch werden wollten sie in ihrem Wahn.“

Und sie nahmen eine Frucht von des Baumes Krone
und genüsslich schmatzten sie daran
und fragten sich, ob sich der Weg um
des Kindes wohl lohne,
das glaub ich dir nicht, mein lieber Mann.

„Leben wir hier nicht wie in des Paradieses Garten,
obwohl im Paradies von uns gar nicht die Rede war,
bräuchten wir hier nicht der Menschheit Ende abzuwarten,
sind wir beide nicht die neuen Adam und Eva gar?“

Mir scheint, die zwei waren eben erst von dem Baum gestiegen,
als die Schlange sie hat verführet
und die Welt begann mit Falschheit und Intrigen.
Die Menschheit bekam, was ihr gebühret.

„Ach“, brummt er, „den Baum der Erkenntnis haben wir lange schon gefunden,
bewusst machen wir zwei das doch alle Tage
und sind nicht an sein Verbot gebunden,
das steht für uns wohl außer Frage.“

„Aber“, fuhr sie fort, „da wir schon sehr fortgeschritten
und vom Baum der Erkenntnis bereits gegessen,
können wir den Baum in des Paradieses Mitten
vernachlässigen und vergessen.
Und die dumme Schlangenbrut,
die uns verführen möchte,
frisst selbst den Apfel in ihrer Wut,
aberkannt ihres Verführens Rechte.“

„Weißt du“, sagt drauf ihr Affenmann,
„schön und gut, wären wir der nächsten Menschheit Ahnen,
aber ich sage dir, ich glaub nicht so recht dran,
dass uns der Herrgott gedenkt, in seinem Werk so einzuplanen.

Es steht fest, dass der Menschheit Ahnen Affen waren,
die Not und Ausbeutung über die Erde brachten,
die immer Neues, Böses in die Welt hineingebaren
und die Teufel sich ins Fäustchen lachten.

So lass uns Affen auf den Bäumen bleiben,
wo wir zu fressen und ein Nest zum Schlafen,
und sollten uns die Menschen hier vertreiben,
dann wird der Herrgott sie wohl dafür bestrafen.“

„Ach“, sagt drauf das Affenweibchen,
„wie viele Tiere haben sie schon vernichtet,
liegen sie doch selbst mit sich im Streite
und einer den andern der Falschheit gar bezichtigt.“

„Aber weißt du“, darauf der Affenmann,
„ich kann es gar nicht glauben,
dass diese Menschen aus unsrem Stamm
uns damit unsre Affenwürde rauben.

Dabei sind sie dumm und noch dazu frivol,
sich gegenseitig als dumme Affen zu beschimpfen.
Ich versteh nicht, was das Ganze soll,
uns mit unsrem Namen zu verunglimpfen.

Sie sind wie Sprösslinge, die missraten,
obwohl, so wie wir, aus gutem Elternhaus,
die Schimpf und Schande über ihre Familien brachten.
Sind solche Kinder für die Eltern nicht ein Graus?

So geseh’n und auf die Menschheit umgelegt
Ist die Frucht, die aus gutem Samen ward geboren,
die als Kindlein gehegt und gepflegt
letztendlich doch verloren.

So werden wir weiter auf den Bäumen leben,
um unser Kind hier mit Affenkunst aufzuziehn,
möge Gott unseren Ahnen denn vergeben,
die emporgehoben zu der Menschen Höh’n.“

Sie verstehen mit ihrer Macht nicht umzugehen,
die der HERR ihnen auf dieser Erde gab,
aber gab er sie doch ihnen nur als Lehen,
doch schaufeln sie nicht ihr eigen Grab?

Der Atome Kerne haben sie gespalten,
die Tod und Verderben über die Menschheit brachten,
doch ließ ER sie nicht schalten und walten,
die, die sich gegenseitig nach dem Leben trachten?

So wird die Erde eines Tages wohl untergehn,
denn die Menschen, das sind wohl die Bösen.
Sie konnten Gottes Auftrag nicht verstehn,
das wär die Geschichte von den
Menschenaffen dann gewesen.



Die Menschwerdung

So war der Mensch erstaunt gewesen
Dass von dem Tiersein er genesen
und als Mensch sich wiederfand
und als solchen sich erkannt

Doch allzu viel vom Tier ist in ihm verblieben,
Wie als Affe er hat es getrieben
Wie auf den Bäumen er geklettert war
Sein Körper damals noch voll von Haar

Wie auf zwei Beinen die Savanne er beschritt
es wuchs sein Hirn zu seinem Glück,
dass er langsam dann zum Menschen sich entwickelt
und von den Tieren als solchen auch betitelt.

Stellt er doch die Krone all der Entwicklung dar,
Die die Schöpfung in dieser Welt gebar.
Doch das Gesetz von Fressen und Gefressen werden
evolutionierend von der Schöpfung hier auf Erden.

Zeugt doch nichts von einem Gottseins Verständnis,
liegt sie doch fern jeglicher göttlichen Erkenntnis,
dass dieser Mensch die Krone all der Schöpfung Macht
und das höchste Wesen von ihr hervorgebracht.

So liegt schon der Grundstein in des Menschen Fehlverhalten
in den von der Evolution aufgestellten Gewalten.
Der Stärkere hat immer Recht,
so ist auch der Grundsatz beim Menschengeschlecht.



Verschiedenes 3

Es sinnt der Mensch aus Langeweile
über dies und jenes nach.
Liest so manch erbauend Zeile
und meint darauf, das Leben ist ein einziges Ungemach.

Wer hat mich denn erschaffen
und die Welt um mich herum.
Stamm ich wirklich ab vom Affen.
Oh Gott, ich frage dich, warum.

Oder gibt es gar keinen Schöpfer,
der die Erde in 7 Tagen hat erschaffen
und somit auch keinen Erdenretter.
So belügen uns damit nur die Pfaffen.

Ich lese und denke nächtelang
über all die herrliche Schöpfung nach
und immer größer wird mein Drang,
dass die Erkenntnis in mir endlich erwach.

Was soll das alles mit der Nahrungskette
Von Fressen und Gefressen werden.
Ist die Welt eine einzige Schädelstätte
und somit göttliches Gesetz auf Erden.

So verbleibe ich ein armer Tor,
entrang diese Erkenntnis nicht schon Faustens Brust.
Und bleib so klug wie je zuvor,
in mir bleibt Gottes Faustens Frust.

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