Cover: Sand im Herzen

Sand im Herzen


EUR 20,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 240
ISBN: 978-3-99185-259-9
Erscheinungsdatum: 19.08.2026
Jette Neumann, ein neuer Stern am Bücherhimmel. Mit gefühlvollem Tiefgang und feinem Humor erzählt sie in ihrem ersten Roman von Liebe, schmerzlichem Verlust, lang gehegten Geheimnissen und der Möglichkeit neues Glück zuzulassen. 
Sand im Herzen


Wie oft war ich schon diesen endlos langen Flur entlanggegangen?
Auf dem etwas, bereits in die Jahre gekommenen roten Sisalläufer.
Mittig eine Spur gelaufen, die nirgends hinführt.
Außer immer geradeaus.
Ich ging entlang an den hohen Wänden unter der noch höheren Decke, an denen schwere Lüster hingen, die sehr bedrohlich wirkten.
Auf der einen Seite des Flures befanden sich zahllose grüne Türen, auf der anderen Seite Flügelfenster mit Sprossen und einem goldenen Knauf, um das Fenster zu öffnen.
Wenn man diesen Knauf nur erreichen könnte.
Die Fensterbänke waren so hoch, dass sie mir bis unter die Achseln reichten.
Ich kam mir immer wie ein Kleinkind vor, wenn ich versuchte, einen Blick aus dem Fenster zu werfen.
Aus dieser Position sah man nur Himmel und Wolken.
Wer hatte sich einen so energiezehrenden Bau einfallen lassen?
Aber zur damaligen Bauzeit hatte noch niemand nach Energieeffizienz gefragt.
In der heutigen Zeit ein No-go.
Aber das Gebäude war nun mal sehr alt und dieser Flur war mit Sicherheit noch nie beheizt worden.
Endlich hatte ich die Tür erreicht, zu der ich wollte.
Messingschilder an den Wänden neben den Türrahmen verrieten den Namen der Person, die man hinter diesen Türen im besten Fall antraf.
Auf diesem Messingschild stand: Helie Bierschneider, Lektorin.
Meine Fingerknöchel klopften auf das hochpolierte grün gestrichene Holz der Tür und ich erwartete, von einer rauchigen Stimme hereingerufen zu werden.
Helie rauchte mehr, als es für sie gut war.
Sie hatte, ihrer Erzählung nach, bereits mit zwölf angefangen zu rauchen. Obwohl das Rauchen sie hatte schneller altern lassen, konnte man ohne große Fantasie erkennen, dass Helie in jungen Jahren sehr hübsch gewesen war. Was nicht heißen sollte, dass sie jetzt hässlich war. Keineswegs. Auch heute war sie noch eine attraktive Frau. Halt nur in faltig.
Sie rauchte linkshändig. Ihr Zeigefinger und der Mittelfinger waren an den Fingerinnenseiten, da, wo die Zigaretten klemmten, gelb vom Nikotin. Nein, ockergelb.
Ihr Büro bot beim Eintreten eine Mischung aus kaltem Rauch und teurem Parfüm.
Eine eigenartige Duftnote.
Helie Bierschneider residierte in ihrem Büro. Ich glaube, sie lebte dort.
Auf jeden Fall lebte sie für ihren Beruf. Helie Bierschneider.
Die Frage ist nicht nur, was für ein Name?
Nein, auch: ‚Was für eine Frau?‘
Sie gehörte zum Urgestein dieses Verlages.
Sie war meine Lektorin.
Sie hatte mich entdeckt und mich in meinem Tun bestärkt.

Ich hatte irgendwann, als ich mal ganz mutig war, ein Manuskript, einen Roman, an diesen Verlag gesendet. Und er musste auf Helies Schreibtisch gelandet sein.
Ihr gefiel, wie ich schrieb und was ich schrieb. Und, ganz wichtig, wir waren uns auf Anhieb sympathisch.
Sie sprach immer in einem ruhigen, warmen Ton, der zu ihrer rauchigen Stimme passte.
Sie konnte auf viele Jahre, erfolgreiche Jahre, als Lektorin zurückblicken.
Und die Ratschläge, die sie gab, waren umsetzbar.
Sie war diejenige, die mir sagte: „Weißt du, der erste Satz eines Buches muss so fesselnd sein, dass der Leser das Buch nicht wieder aus der Hand legen möchte.
Der erste Satz muss so spannend sein … da muss der erste Schuss gefallen sein.
Die erste Leiche auf dem Boden aufgeschlagen sein oder der erste Sex stattgefunden haben.
Es muss knistern, es muss einfach laufen, es muss krachen vor Spannung.“
Ich versuchte bei allem, was ich zu Papier brachte, das zu berücksichtigen.
Allerdings wollte mir das seit geraumer Zeit nicht mehr so recht gelingen.
Helie gab nicht auf. Sie glaubte fest daran, dass ich ein weiteres Buch, bestenfalls einen Bestseller, landen könnte.
Nein, musste!
Laut Helie wurde es noch mal höchste Zeit für einen neuen Roman.
Sie meinte: „Sonst fällst du irgendwann aus den Regalen! Verstehst du, meine Liebe?
Eine zu lange Pause ist gefährlich. Du könntest in Vergessenheit geraten.“
Ich wusste, dass sie recht hatte.
Aber wer kann schon unter Druck arbeiten?
Ich konnte meine Augen schließen, aber die Bilder, aus denen ich sonst eine Geschichte zusammengesponnen hatte, wollten sich nicht einstellen.
Davon mal ganz abgesehen, dass ich zum Schreiben gekommen war wie die buchstäbliche Jungfrau zum Kind.
Ich war gelernte Bauzeichnerin und bin in der Zeit der Kindererziehung zum Schreiben gekommen.
Tatsächlich waren die ersten Versuche unbedeutend und irgendwie plump.
Ich schrieb für den Kindergarten, in den meine Kinder nacheinander gingen, Geschichten fürs Kasperletheater.
Aber es machte Spaß, die kleinen und sehr kritischen Zuschauer zum Lachen zu bringen. Oder ihr kindliches Entsetzen in ihren weit aufgerissenen Augen zu sehen, wenn die Aussage des Krokodils oder eine Maßnahme des Polizisten nicht auf ihr Verständnis stieß.
Kritik oder die Begeisterung kam prompt und unverfälscht.
Ihre ehrlichen Reaktionen umgehend. So wie Kinder halt sind.
Von Betrunkenen sagt man auch, dass sie die Wahrheit sagen.
So begann ich Kinderbücher zu schreiben.
Meine Kinder waren pflegeleicht und ließen mir genügend Spielraum für meine Arbeit.
Aus den Kinderbüchern wurden Jugendbücher, in denen ich den Alltag meiner Kinder als Grundlage nahm. Meine Fantasie reichte immer etwas weiter als die eigentlichen Geschichten meiner Kinder.
Je älter meine Kinder wurden, desto erwachsener wurden auch meine Bücher.
Die Kinder entwuchsen aus ihren selbst gebauten Buden aus Decken und Kissen.
Und ich verlor mit jedem Jahr, das sie ihrem eigenen Leben entgegenwuchsen, die Fähigkeit, in kindliche Fantasiewelten abzutauchen.
Nach dieser Erkenntnis verlagerte ich meine Schriften auf Romane.

Der Stoff für meine Bücher war nicht einzig und allein meiner blühenden und gereiften Fantasie entsprungen.
Nein, ich fing an, meine Beziehungen zu verarbeiten. Beziehungen, die ich irgendwann mal hatte. Erste Liebe und so.
Meine Beziehungen wurden Grundlagen meiner Bücher.
Entweder habe ich den Anfang mit einbezogen und eine ganz andere Geschichte entstehen lassen.
Eine Geschichte, wie sie mir besser gefallen hätte, wenn es so gelaufen wäre.
Oder ich kam am Ende wieder da an, wo auch im wahren Leben die Geschichte geendet hat.
Ich glaubte, meine Beziehungen nicht nur zu Buchstoff zu verarbeiten, wäre eine gute Idee, sondern auch die Verarbeitung für mich. Ich kam gut damit zurecht.
Und, sind wir mal ehrlich.
Die besten Geschichten schreibt doch das Leben.
Aber nicht nur meine Geschichten wurden zu Buchstoff.
Ich habe meine alten Tanten gefragt, wo und wie sie ihre Männer kennengelernt haben.
Wenn ich damit jetzt anfange, komme ich zu nichts mehr. Aber irgendwann bringe ich die Geschichte von Tante Annelie und Onkel Klaus zu Papier.
Versprochen!

Da ich nun in meinem eigenen Leben einen Wendepunkt erreicht hatte, waren meine Gedanken mehr bei mir als bei anderen alten Geschichten.
Ich hatte das Gefühl, dass mein Leben hier in der Peripherie von München aus und vorbei war.
Dieser Ort gab mir gerade nichts mehr.
Ich fühlte das Ende mit dieser Stadt wie das Ende meiner Bücher.
Beides wollte ich mir nicht wirklich eingestehen.
Es gab ein Happy End, der Held war verstorben.
Man hat sich aus den Augen verloren.
Einfach leer und ausgebrannt.
Ungefähr so fühlte sich jetzt mein Leben hier an.
Ja, wir hatten eine Handvoll guter Freunde. Aber es waren gute Freunde, die meinen Entschluss nicht hinterfragen würden, sondern ihn unterstützen.
Wenn sie erkennen, dass es mir gut damit gehen würde.
Sehr am Herzen lag mir meine Freundin Carla.
Sie würde meine Entscheidung am härtesten treffen.

Ich kannte Carla schon vor Peer. Sie wohnte im gleichen Haus, in dem ich meine erste Wohnung in München fand.
Wir hatten nicht nur in der Anfangszeit unserer Freundschaft viele Abende miteinander geredet und gelacht. Es gab immer was zu erzählen in München, über München und sein Umland, in dem ich später mit meiner Familie lebte. Jahre später fand auch meine Freundin Carla den Weg in die Peripherie und zog zwei Straßen weiter in ein kleines schmuckes Häuschen ein.
Ich habe München geliebt. Eine wunderschöne Stadt.
Mit besonderem Flair.
Aber es gab nun nichts mehr, das mich hielt. Aber auch das Münchner Landleben nicht mehr.
Ich wollte ja nicht gleich meine Zelte abbrechen und für immer verschwinden.
Ich musste einfach nur raus.
Ich war aus dem Norden gekommen und ich glaube, ich hatte Heimweh nach Wind und salziger Luft sowie die Nähe zum Meer.
Mein Ursprung lag im Hamburger Umland.
Aber ich wollte nicht von einer Stadt in die nächste ziehen. Und somit nicht zurück nach Hamburg. Ich wollte nur Richtung Norden. Ich wollte einfach ans Meer.
Vielleicht würde ich dort neue Inspiration bekommen.
Aber auf jeden Fall den Kopf frei.
Ich musste auf nichts und niemanden Rücksicht nehmen.
Meine Kinder gingen schon lange ihre eigenen Wege.
Meine Tochter Maren hatte Fotografie studiert und lebt als Fotografin in Berlin.
Hatte sich ihren Freundeskreis aufgebaut und dachte gar nicht daran, jemals wieder nach München zurückzukehren.
Mein Sohn Lorenz studierte in München Wirtschaftsinformatik. Wohnte mit seiner Freundin zusammen und wer konnte wissen, was aus den beiden mal wird. Ob sie heiraten oder was auch immer.
Und Peer, mein Mann, war vor einem Jahr an der Volkskrankheit Krebs verstorben.
Es war eine schwere Zeit für uns alle.
In Peers letzten drei Jahren hatte ich mich ausschließlich um ihn gekümmert.
In dieser Zeit habe ich sehr viel über das Leben gelernt.
Es ist nicht unendlich und kann nicht nur durch einen plötzlichen und unvorhergesehenen Unfall seine Wendung nehmen, nein, auch durch einen Anruf vom Arzt.
Also, ich war allein.
Und gedanklich ausgebrannt.
Meistens saß ich morgens mit meinem Kaffee in einer windgeschützten Ecke unserer Terrasse und überlegte mir, wie ich den Tag verbringen könnte.
Das genügte mir nicht.
Und schreiben? Ich war nicht nur alleine, ich war, wie bereits gesagt, leer.
Wie die Seite auf meinem PC.
Sie wollte sich einfach nicht füllen.
Sollte meine Aufgabe nun darin bestehen, auf Haus und Möbel aufzupassen?

… ich merke gerade, ich stehe ja immer noch vor der Tür meiner lieben Verlegerin.
Also ich klopfte und von innen kam der Ruf: „Ja bitte, komm rein!“
Sie wusste, dass ich es bin.
Wir hatten diesen Termin mit dieser Uhrzeit ausgemacht.
Und Helie wusste, dass ich pünktlich bin.
Also konnte sie den Klopfer geradewegs duzen.
Ich öffnete die Tür erst einen Spalt breit und sie forderte mich noch einmal, mit einer winkenden Geste und ihrer rauen Stimme, auf hereinzukommen.
Wie dunkel dieser Raum wirkte. Trotz der vielen Fenster, die über die gesamte Länge des Raumes gingen. Die Fensterbänke wurden als Ablagen genutzt.
Es stapelten sich Manuskripte, Bücher, Ordner und zwischendrin auch mal ein Kaktus.
Nur die hatten eine Überlebenschance.
Die Wände in den Büros waren mit dunklem Holz vertäfelt.
Welcher Ära der Raumgestaltung konnte man das ankreiden?
Helie saß an einem großen schweren Tisch aus Eiche.
Vor dem Schreibtisch standen immer noch die grünen Clubsessel.
Helie hatte mir mal verraten, dass sie das Althergebrachte, ob Benimmregeln oder alte Möbel, liebte. Ich glaube, ich könnte noch tausend Jahre hierher kommen, es würde alles beim Alten bleiben.
„Meine Liebe“, begann Helie und schob sich dabei ein Stück vom Schreibtisch weg, um ihre langen Beine darunter hervorzuziehen.
Sie kam um den Schreibtisch herum, um mich zu begrüßen.
Wir gaben uns Luftküsse auf die Wangen.
Helie begleitete diesen Vorgang mit dem Geräusch: „Mah, mah!“
Sie legte sehr viel Wert auf ihr Äußeres. Sie trug ein maßgeschneidertes grünes Kostüm und eine cremefarbene Bluse. Schuhe trug sie keine.
Denn diese halsbrecherischen Dinger zog sie unter dem Schreibtisch immer aus.
Und da lagen sie auch.
Nach ihrem „Mah, mah“ setzte sie sich zurück auf ihren opulenten Sessel und schlug die Beine übereinander.
„Du hast sehr dringend geklungen“, begann sie unser Gespräch.
„Was gibt’s? Etwa eine neue Buchidee? Geht’s den Kindern gut? Hast du einen Mann aufgerissen? Bist du schon bei der Aufarbeitung?“, scherzte sie.
Sie sagte immer meine Liebe. Dabei heiße ich Mala.
Mala Winter. Wie Sommer, nur cooler.
Mit diesem Vergleich prägte man sich meinen Namen immer besser ein.
Bei Helie schien das damals bei unserer ersten Begegnung nicht so richtig funktioniert zu haben. Bei ihr hatte ich manchmal sogar den Eindruck, sie weiß gar nicht, wie ich heiße. Und wenn ihr der Name gerade nicht parat war, dann war ich „meine Liebe“. Auch ich hatte die Beine, die mir nur halb so lang erschienen wie Helies, übereinander geschlagen und meine Hände wie zum Beten um meine Knie gefaltet.
„Oh nein“, antwortete ich. „Da muss ich dich enttäuschen. Aber ich habe einen weitreichenden Entschluss gefasst, der mich hoffentlich auf neue Gedanken bringen wird.“
„Du machst mich neugierig, denn du sprichst in Rätseln.“
„Helie, ich werde München verlassen. Ich werde in den Norden gehen. Ich muss mir mal wieder den Wind um die Nase wehen lassen.“
„Oh, super Urlaub, meine Liebe, der wird dir bestimmt guttun.“
„Nein, kein Urlaub. Es wird eine längere Auszeit oder …“ „Was?“, fiel Helie mir ins Wort.
„Wie kannst du eine Auszeit nehmen? Wie lange soll die dauern? Wollten wir nicht bis zur nächsten Messe ein Buch abliefern? Meine Liebe, ich verstehe dich wirklich gut.
Aber ich brauche mal wieder was von dir! Mala, dir geht’s doch gut, oder?“ Sie holte Luft und ich konnte antworten.
„Ja, das mit dem neuen Buch bis zur Messe war angedacht. Und ja, mir geht’s gut.
Aber es fällt mir eh nichts ein. Hier zumindest nicht. Vielleicht an einem anderen Ort.
Nenn es meinetwegen Schreibblockade oder was auch immer. Aber ich bekomme gerade nichts aufs Papier.“
Helie warf den Kopf in den Nacken, verdrehte die Augen, faltete ebenfalls die Hände und warf diese demonstrativ gen Himmel.
„Ach meine liebe Mala, du hast eine Blockade, das verstehe ich. Aber musst du deshalb auswandern?“
Oh, sie kannte doch meinen Namen.
„Helie, mir fehlen Eindrücke. Ich will irgendwo ans Meer. Wenn ich das Meer rauschen höre, geht’s mir gleich besser. Und ich weiß, dass es meine Gedanken beflügelt. Vielleicht wird dann etwas aus dem neuen Buch.“
Helie saß nun genau wie ich da. Die gefalteten Hände um die Knie gelegt und schaute mich abwartend an. Helie war genau so alt wie ich.
Sie war allerdings um einiges größer. Sie maß garantiert einen Meter fünfundachtzig.
Sie hatte wunderschöne rote Haare, hatte helle Haut und Sommersprossen.
Vielleicht hatte sie früher ausgesehen wie Pippi Langstrumpf. Falls sie je Zöpfe getragen hat. Sie hatte nicht nur nie einen Mann gehabt, sie hatte auch kein Gramm Fett.
Sie war mit ihrem Beruf verheiratet.
Obwohl ich denke, dass es ihr an Verehrern nicht gemangelt hätte.

Helie machte eine bedenklich lange Pause und meinte:
„Was soll ich machen? Wenn es dir guttut und dir eine Hilfe ist.
Aber bitte melde dich, wenn du was brauchst oder wenn du was für mich hast.“
Sie schaute mich mit geneigtem Kopf an und fragte mit einem besorgten Ton:
„Und sonst? Geht’s dir gut?“
Wenn einem diese Frage gestellt wird, neigt man dazu zu sagen: danke, gut.
Und es ist auch keine schwierige Frage, sollte man meinen.
Aber für mich war diese Frage in diesem Moment sehr schwierig zu beantworten.
Wie erklärt man Leere.
Darum sagte ich: „Es ist einsam und ruhig im Haus, wenn man so jeden Tag verbringt, wird nicht nur der Tag eintönig, sondern auch die Gedanken.“
„Ich denke, ich verstehe dich, ich meine, ich kann mir das gut vorstellen. Würde mir sicher auch so gehen“, bemerkte Helie.
„Und deswegen denke ich, dass ein Tapetenwechsel dringend notwendig ist.
Ich verspreche, ich werde mich melden, sobald es was zu berichten gibt.“
Mit diesen Worten hatte ich mich auch schon aus meinem durchgesessenen Sessel erhoben. Der mich fast verschlungen hatte.
Ich wollte nicht länger bleiben als nötig. Helie hatte immer Unmengen um die Ohren.
Auch Helie stand auf und kam um den Schreibtisch, um mich noch einmal zu umarmen.
Wir verabschiedeten uns herzlich und ich verließ das Büro mit den schweren Möbeln und einem Gefühl der Erleichterung.
...

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