Cover: Gnukural der Gnom

Gnukural der Gnom
Das Schloss im See


EUR 19,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 166
ISBN: 978-3-99131-881-1
Erscheinungsdatum: 10.12.2025
Dämonen erwachen, ein Feind kehrt zurück und mittendrin: Gnukural, der Gnom mit einem Herzen voller Mut. Ein Auftrag der Elfenkönigin wird zum Wettlauf gegen das Böse. Alte Freunde, verborgene Gefühle, tödliche Magie und ein alles verändernder Kampf!
Vorwort

Gnukural ist ein Waldgnom, der durch eine besondere Begebenheit entgegen seiner Zunft handelt und den Gnomen generell den Rücken kehrt.
Im ersten Band von Gnukural der Gnom „Die Freundschaft“ wird genau beschrieben, wie sich alles ergeben hat.
Er freundete sich sogar mit Menschenkindern, Hexen und Elfen an.
Somit ist er aus der Zunft der Gnome ausgeschieden.
Doch er hat sein altes Leben gegen ein neues, für ihn besseres Leben eingetauscht.
Dafür kämpft er gegen alles Böse, wie Dämonen, Hexen, Magier und noch viele andere Wesen, wie es in den weiteren Bänden noch nachzulesen sein wird.
Das nimmt er alles auf sich, da er für seine Freunde zu hundert Prozent einsteht.
Er vertraut nun jemandem und weiß, dass auch ihm vertraut wird.
Ganz im Gegensatz dazu, wie es seine Art eigentlich von ihm verlangt.

Er hat Herz und Verstand bewiesen und zum ersten Mal in seinem vierhundertjährigen Leben erfahren, was wirkliche Freundschaft bedeutet.
Und für diese Erfahrung ist er auch bereit, sein eigenes Leben für seine Freunde aufs Spiel zu setzen.

Viel Spaß und gute Unterhaltung mit „Gnukural der Gnom“ –

wünscht dir

Franz



Gnukurals Gefährten

Gnukural: Ein Waldgnom, der sich mit Menschenkindern anfreundet, gegen seine Zunft mit ihnen Kontakt hält und zu ihnen steht.
Er verteidigt sie sogar gegen seine eigene Spezies, von der er sich freiwillig abwandte, da er etwas Neues kennenlernte.
Ein Gnom, wie er im Buche steht. Ein runzliges, 400 Jahre altes Männchen, das schon etwas gebeugt des Weges kommt. Doch das Aussehen trügt. Auch seine dem Wald entsprechenden Klamotten machen einen sehr zerschlissenen Eindruck. Und mit seiner Größe kann er auf keinen Fall punkten. Denn mit gerade mal einem Meter ist unser Gnom kein Riese. Da er jedoch Zeit seines Lebens im Wald lebte, lässt auch die Hygiene zu wünschen übrig, wenn man von heutigem Standard ausgeht. Doch seine Augen sind sehr wach.
Und diese Augen verraten ihn als ein sehr aufgewecktes, intelligentes Wesen, das mit ein paar Talenten punkten kann, die der Mensch nicht verstehen kann, da er sie nie besitzen wird.

Zirrino: Ein weiterer Gnom, der hinter Gnukurals Geheimnis gekommen ist und dies für sich ausnutzen will.

Elfen: Besitzen im Gegenpol zu den Gnomen ein eigenes Reich im Wald. Sie sind die Guten, die auch den Menschen Schutz vor Gnomen und anderen Wesen im Wald gewähren. Sie sind kleine Wesen mit Flügeln, die sehr Großes vollbringen können. Sie sind von den Guten und immer hilfsbereit, wenn jemand in Not geraten ist.
Da machen sie keinen Unterschied, welches Wesen es auch sein mag.

Harkasch: Ist der Hüter der Gnome. Aber er ist ein Dämon. Vor ihm haben sich die Ältesten aus dem Rat zu verantworten. Er ist grausam, uneinsichtig, durch und durch böse. Strebt nach mehr Macht, die er sich mit allen Mitteln aneignen will.

Akrosine: Ist die Herrin über Wiesen, Wälder, Flüsse und Seen. Wurde aber schon vor Jahrhunderten von Rochomus gefangen genommen und als Geisel gehalten.
Denn dieser ist, gleich Harkasch, bestrebt, mit ihr einen weiteren Deal für mehr Macht mit einem höheren Wesen auszuhandeln.
Akrosine ist eine sehr hübsche Frau mit ebenmäßigen Gesichtszügen und einem gewinnenden, wissenden Lächeln.

Rochomus: Ist bereits ein Unterfürst der Hölle und steht in der Rangliste einige Stufen über Harkasch. Er ist ebenfalls ein Dämon. Könnte aber durch das Geheimnis des Eichenzauberwaldes von Harkasch in die Verdammnis geschickt werden.

Die Kinder: Sandra, Kerstin, Peter, Mario und Markus. Sie verirrten sich im Wald. Durch ein Transistorradio ergab sich der Kontakt zu Gnukural. Aus ihrer Angst und Not ergab sich eine Freundschaft, die niemals bestehen dürfte.

Kerstin ist mit ihren elf Jahren die ältere der beiden Mädchen. Sie ist sehr reif für ihr Alter. Mit ihren langen brünetten Haaren und der Brille macht sie einen sehr klugen Eindruck. Sie ist sehr fürsorglich und besonnen. Kümmert sich jedenfalls um alle Kinder, indem sie ein wachsames Auge auf alle hat. Für die kleine Sandra fühlt sie sich besonders verantwortlich.

Sandra ist mit ihren drei Jahren, der Stupsnase und der Brille einfach süß anzusehen. Ihre nette, spitzbübische Art verhilft ihr immer wieder zu einem enormen Beschützersyndrom bei den Kindern.
Wenn man sie nur ansieht, muss man sie einfach gern haben.

Peter ist ein Nachbarsjunge von den anderen vier Kindern. Er ist ein in sich zurückgezogener Junge. Da er aber von den anderen voll akzeptiert wird, ist er die meiste Zeit mit ihnen beisammen. Er ist ein hellhaariger, zarter Junge von acht Jahren. Macht einen etwas steifen Eindruck ob seiner Haltung. Wirkt im Grunde sehr schüchtern.

Markus ist der Älteste von den Kindern. Da fühlt er sich schon als Oberhaupt und lässt die anderen es auch manches Mal spüren.
Da er auch der Größte von den Kindern ist, hat er auch das Sagen. Und das genießt er in vollen Zügen.

Mario ist der Jüngere. Er kann sich gegen Markus nicht behaupten. Deshalb wird er auch immer wieder von ihm gehänselt.
Doch wenn es hart auf hart geht, halten beide zusammen und beschützen auch den Rest der Kinder. Er wird sich immer in Schwarz kleiden. Ihm gefällt es und deshalb wird er sich auch nicht so schnell ändern. Seiner Schwester Kerstin wird er sich immer fügen.
Komme, was wolle. Sie ist seine Bezugsperson.

Eichenzauberwald: Ist das Reich der Schattenwesen. Harkasch hält sich dort mit seinen Schergen, den Ziwulis, versteckt. Denn der Wald birgt ein Geheimnis, das Harkasch entdeckte, jedoch nicht kennt.
Aber er versucht es für sich zu verwenden, um seine Macht zu erweitern und Rochomus seines Amtes zu entheben.
Im Eichenzauberwald hat jeder Baum und Strauch sein eigenes Leben.
Es scheint keine Sonne, denn es liegt im Schattenreich. Daher wird immer nur ein kaltes, diffuses Licht die Szenerie beherrschen.

Ziwulis: Sind die Schergen Harkaschs. Sie handeln nur auf telepathischen Befehl ihres Meisters. Dieser wird hundertprozentig ausgeführt. Sie gehen sogar in den Freitod ihres Meisters. Sie sind sehr grausam, reaktionsschnell, extrem kräftig und unerbittlich.

Olke: Herrscher der Schattenwesen im Eichenzauberwald. Doch da er gegen einen Dämon nichts ausrichten kann, hält er sein Volk im Hintergrund, um es schützen zu können.

Die Schattenwesen: Sie sind die eigentlichen Bewohner des Eichenzauberwaldes. Doch die Dämonen haben die Herrschaft übernommen. Da die Schattenwesen jedoch als Einzige das Geheimnis des Eichenzauberwaldes kennen, sind sie vor den Dämonen sicher.

Annina: Böse Hexe im Reich Harkaschs, im Eichenzauberwald. Immer darauf erpicht, Harkaschs Platz mit allen Mitteln einzunehmen. Sieht fast aus wie ein dunkler Engel. Wird sich immer in schwarzes Leder mit einem weiten Mantel kleiden.
Sieht aus wie eine Domina.

Eleja: Tochter von Akrosine und eines normal sterblichen Mannes, die auf der Suche nach ihrer Mutter ist.
Sie ist ein sehr hübsches Fräulein, das einen zerbrechlichen Eindruck hinterlässt. Mit ihren fünfzehn Jahren ist sie etwas älter als der Rest der Kinder. Doch da sie eine Göttin als Mutter hat, ist sie für normal sterbliche Menschen, wie wir es sind, etwas ganz Besonderes. Sie ist die personifizierte Jungfrau, die ihre Fähigkeiten in den Dienst der Mutter und des Wohlergehens aller Wesen stellt, die sie benötigen.
Die Jungfräulichkeit ist eine enorme Waffe gegen die dunkle Seite.



Gnukural im Reich der Elfen!

„Gnukural!“, rief jemand schon von Weitem. „Gnukural, wo bist du?“ klang es schon wieder. Diesmal aber schon näher. „Gnukural! Bitte melde dich. Wo bist du denn?“, rief eine Elfe, die es sehr eilig zu haben schien. „Gnukural!“, versuchte sie es wieder.

„Hier bin ich!“, meldete er sich. „Hier auf der Blumenwiese!“, dirigierte er die suchende Elfe zu sich.

„Ach, hier bist du“, stellte sie fest. „Die Königin lässt nach dir rufen. Sie will dich sofort sprechen. Komm mit mir. Ich begleite dich zu ihr“, bot sich die Elfe an.

Denn inzwischen haben die Elfen in Gnukural nicht nur einen Freund gefunden. Sie sahen in ihm vielmehr ein weiteres Mitglied ihres Volkes. Und es gab schon einige Situationen, in denen Gnukural den Elfen zur Seite stand. Damit hat er nicht nur ihr Vertrauen gewonnen, sondern auch ein neues Leben gefunden. Und war somit, nicht wie in seinem Wald, allein und auf sich selbst gestellt. Das gab ihm ein ganz neues Lebensgefühl. Er versuchte, es allen Elfen recht zu machen. Er war hilfsbereit, zuvorkommend, rücksichtsvoll und charmant. Ganz entgegen seiner natürlichen Bestimmung. Doch er sah auch, was er damit gewonnen hatte. Niemals würde er freiwillig wieder sein altes Leben aufnehmen. Und andererseits hatte er dann vielleicht auch keine Möglichkeit, die Kinder zu sehen. Denn der Rat der Ältesten hat ihn als Gnom verbannt. Daran führte kein Weg vorbei. Und ein Urteil dieser Art konnte nicht angefochten werden. Also hatte er es sehr gut mit den Elfen getroffen.

Als würde die Elfe Gnukurals Gedanken lesen, sagte sie auf einmal: „Ich habe das Gefühl, dass du es wirklich ernst gemeint hast!“
„Was meinst du damit?“, fragte Gnukural, denn sie hatte ihn bei seinen Gedanken unterbrochen.
„Na, dass du für uns Elfen da sein wirst. Dass du für uns einstehst. Und dass du uns Elfen auch beschützen wirst, so gut du kannst!“
„Natürlich war das mein Ernst! Oder glaubst du tatsächlich, dass ich hier irgendjemandem schaden könnte? Oh nein. Ich habe euch etwas versprochen. Und das halte ich auch! Außerdem lernte ich Freundschaft kennen und schätzen. Und da ihr meine Freunde seid, werde ich alles in meiner Macht Stehende tun, damit ich dieses wertvolle Gut nicht verliere. Denn ich habe in meinen vierhundert Jahren, die ich schon lebe, nur Einsamkeit erfahren. Damit ist jetzt Schluss. Dank euch und eurer Königin! Und das ist der Grund, warum ihr keine Bedenken zu haben braucht, was mich anbelangt!“, erklärte Gnukural der Elfe, während sie sich auf dem Weg zur Königin begaben.
„Schau, da kommt uns die Königin schon entgegen“, rief nun die Elfe, die Gnukural begleitete. „Ich lasse euch jetzt lieber allein“, setzte sie noch hinzu, drehte sich um und entfernte sich.
„Da bist du ja, Gnukural!“, rief ihm die Elfenkönigin schon entgegen und bedankte sich bei der Elfe, die Gnukural begleitete.
„Ich habe mit dir zu reden!“, erklärte sie Gnukural den Grund, warum sie ihn holen ließ. „Ich wollte dir einmal dafür danken, dass du als Gnom dein Wort gehalten hast. Du hast dich immer für mein Volk eingesetzt. Du hast die Elfen beschützt, unterstützt, hast dich integriert und dich um sie gekümmert, wenn sie traurig oder in Not waren. Dafür haben sie dich als vollwertig angesehen und dich nie mehr als Gefangenen oder als Gast behandelt. Sie haben dich inzwischen als ganzes Mitglied unseres Volkes akzeptiert. Dafür möchte ich dir auch im Namen meines ganzen Volkes danken. Aber ich warne dich: Sollte dies von deiner Seite nur eine List sein und du deine Meinung ändern oder ein anderes Ziel damit verfolgen, werde ich dich eigenhändig vernichten. Denn auch ich bin froh über meinen Entschluss, dich in unsere Mitte aufzunehmen. Eine Bitte habe ich aber trotz allem an dich.
Würdest du dich bitte um Akrosine kümmern? Sie macht mir einen sehr traurigen Eindruck. Vielleicht schaffst du es, sie aus ihrer Lethargie zu holen. Du hast alle Zeit der Welt. Bitte nimm dich ihrer an. Wir Elfen kommen nicht so recht an sie heran. Sie hat ein Problem, aber wir wissen nicht welches. Somit können wir auch nicht helfen.
Sie tut mir schon so leid. Vielleicht hast du mehr Glück. Und da du uns bewiesen hast, dass du es wirklich ernst meinst, lege ich dir diese Verantwortung in deine Hände. Eine Frage habe ich aber trotz allem noch an dich: Was empfindest du eigentlich selbst, wenn du für jemand anderen einstehen musst? Schließlich und endlich bist und bleibst du ja ein Gnom. Und deine Art ist nie für jemanden im Guten da. Im Gegenteil. Und seit vierhundert Jahren hast du immer als Gnom gehandelt, ohne überlegen zu müssen. Jetzt aber hat sich dein Verhalten drastisch verändert. Du hast Gefühle, Verständnis. Du zeigst Schwäche, Rücksicht, Hilfsbereitschaft, ohne eine Gegenleistung zu verlangen. Ich finde das einfach irre. Aber wunderschön. Du bist nämlich der erste Gnom, in dessen Hände die Verantwortung eines anderen Wesens gelegt wird. Ich hoffe, du wirst dem Vertrauen gerecht. Beweise dich nun.
Kann ich mich auf dich verlassen?“
„Ich danke dir für deine schönen Worte und das Vertrauen, das du mir entgegenbringst. Ich werde weder dich noch irgendjemandem deines Volkes Schaden zufügen. Denn ich habe erkannt, wie einsam man allein im Wald sein kann. Hier habe ich Freunde. Hier herrscht Leben. Hier kümmert sich auch jemand um mich, und hier nehmen so viele Anteil an mir. Was kann man sich im Leben schon Schöneres wünschen? Ich bin hier zum ersten Mal im Leben glücklich. Und dafür danke ich dir und deinem Volk. Du kannst dich immer und überall auf mich verlassen. Und ich verspreche dir, dass das auch in Zukunft immer so bleiben wird!“, sagte Gnukural, während er der Elfenkönigin fest in die Augen sah.
„Ich habe gehofft, dass du mir diese Antwort geben kannst. So soll es denn sein. Akrosine gebe ich hiermit in deine Obhut. Gehe sorgsam mit ihr um. Denn ich erwarte von dir, dass sich ihr Gemütszustand in den nächsten Tagen bessern wird. Wenn dies nicht der Fall ist, sage es mir bitte. Es wird nicht als dein Scheitern betrachtet, denn ich weiß sehr genau, dass nicht jeder mit jedermann auskommen kann. Als löblichen Anfang aber kann ich dir helfen, indem du Eleja, ihre Tochter, zum Bergsee bringst, an dem sich Akrosine aufhält. Und als Zerstreuung bringt Eleja auch die Kinder mit. Sie müssten in ungefähr einer halben Stunde hier sein“, sprach die Elfenkönigin mit einem verschmitzten Lächeln, Denn sie wusste, dass sie damit auch Gnukural eine Riesenfreude bereitete.
„Danke!“, rief Gnukural, indem er einen Luftsprung vor Freude machte. Am liebsten wäre er der Königin um den Hals gefallen. Aber das getraute er sich nun doch nicht. Sein Gesicht strahlte. Er konnte es kaum erwarten, die Kinder in seine Arme zu schließen. Die kleine Sabrina hat es ihm am meisten angetan. Sie war ja noch so klein. Aber auch die anderen vier hatte er genauso lieb.
„Ich schicke dir alle sechs zur Blumenwiese, wenn du einverstanden bist!“, sagte die Elfenkönigin noch zu ihm.
„Wünsche dir noch einen schönen Tag, Gnukural. Du weißt ja, wo du mich finden kannst, wenn du ein Problem oder irgendetwas auf dem Herzen hast“, bemerkte sie noch und entfernte sich.
„Tschüss. Und danke!“, rief Gnukural der Königin noch nach und winkte dabei.
„Eine halbe Stunde noch. Da muss ich mich ja beeilen, damit ich rechtzeitig zur Blumenwiese komme. Denn ich möchte schon da sein, wenn die Kinder kommen, damit ich sie nicht verpasse“, dachte Gnukural laut, drehte sich um und ging zurück zur Blumenwiese. Unterwegs pfiff er ein Liedchen, sang vor sich her und tänzelte dazu. So sehr freute er sich auf die Ankunft der Kinder. Und im Innersten seines Herzens wusste er, dass er Akrosine immer zur Seite stehen würde und für sie ein wahrer Freund sei.

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